Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber 21 Wege, wie Du garantiert Dein Geld verbrennst
Geld verbrennen mit Marketing

21 Wege, wie Du garantiert Dein Geld verbrennst

Beitrag aktualisiert am:

Wenn Du Dich auch nur ansatz­weise mit Mar­ke­ting beschäf­tigt hast, wirst Du den Spruch schon gehört haben:

Die Hälfte des Gel­des, das ich für Wer­bung aus­gebe, ist raus­ge­wor­fen. Wenn ich nur wüsste, wel­che Hälfte!

Das soll Henry Ford, der berühmte Auto­mo­bil­bauer vor rund 100 Jah­ren gesagt haben. Seit­dem hat sich alles geän­dert. Trotz­dem ver­bren­nen viele immer noch viel Geld für ihre Wer­bung. Ich zeige Dir heute 21 Wege, wie Du garan­tiert Geld ver­brennst. Natür­lich ohne Anspruch auf Voll­stän­dig­keit. Aber das sind die, die mir am häu­figs­ten auf­fal­len.

Vier Wege die immer funktionieren

Weg Nr. 1 — Keine smarten Ziele festlegen

Ohne, dass Du Dir schon vor­her über­legst, wel­ches kon­krete Ziel Deine Wer­be­maß­nahme errei­chen soll, ist jede Maß­nahme zum Schei­tern ver­ur­teilt. Mach es Dir also gerade am Anfang zu eigen, für jede Maß­nahme ein smar­tes Ziel fest­zu­le­gen. Smart, das ist ein Akro­nym und steht für spe­zi­fisch, mess­bar, erreich­bar (achiev­a­ble), rele­vant und ter­mi­niert.

Weg Nr. 2 — Keine Tests durchführen

Wenn Du kein Mar­ke­ting-Profi bist, hast du viel­leicht eine etwas roman­ti­sche Vor­stel­lung davon, wie Wer­bung funk­tio­niert. Da sitzt ein Hau­fen Krea­ti­ver in irgend­ei­ner Agen­tur, ent­wi­ckelt viel­leicht eine Anzeige für ein Pro­dukt, die wird geschal­tet und die Leute kau­fen das Pro­dukt wie geschnit­ten Brot.

So läuft das aber nicht.

Jeder Profi im Mar­ke­ting weiß, dass erfolg­rei­che Wer­bung vor allem eine Basis hat:

Tes­ten, tes­ten, tes­ten!

Oder genauer: Tes­ten, ana­ly­sie­ren, ver­än­dern.

Und dann wie­der von vorn.

Und noch mal.

Und noch mal.

Ähn­lich wie Tho­mas A. Edi­son, der uner­müd­lich nach einem Weg suchte, eine Glüh­birne zu ent­wi­ckeln, muss man schauen, was bei der eige­nen Ziel­gruppe ankommt. Und sich auch nicht mit ers­ten Erfol­gen zufrie­den geben, son­dern immer wei­ter opti­mie­ren. Das gilt für off­line Wer­bung genau so wie für online Wer­bung. Nur, dass das bei online Wer­bung im All­ge­mei­nen preis­wer­ter und schnel­ler mög­lich ist.

Weg Nr. 3 — Keine Erfolgskontrolle

Wenn Du schon smarte Ziele fest­ge­legt hast, so nüt­zen sie Dir gar nichts, wenn Du nicht auch kon­trol­lierst, ob Deine Maß­nah­men erfolg­reich waren. Im online Mar­ke­ting ist das sehr viel ein­fa­cher als im off­line Mar­ke­ting. Aber auch im off­line Mar­ke­ting kannst Du geschickt die Rück­läufe Dei­ner Maß­nah­men nach­hal­ten.

Weg Nr. 4 — Rabatt-Aktionen ohne Beschränkungen

Rabatte sind ein zwei­schnei­di­ges Schwert. Einer­seits genie­ßen sie eine hohe Auf­merk­sam­keit, ande­rer­seits musst Du immer beden­ken, dass Du hier Geld auf der Straße lie­gen lässt — oder gar ver­brennst. Darum mein Rat: Keine Rabatt-Aktion ohne zeit­li­che Begren­zung. Ob Du online oder off­line mit Rabat­ten wirbst, ist hier­bei uner­heb­lich. Wich­tig ist auch, dass Du plau­si­bel begrün­dest, warum Du einen Rabatt ein­räumst. Je höher der Rabatt, desto bes­ser muss die Begrün­dung sein. Denn sonst fragt sich Dein poten­zi­el­ler Kunde schon, warum er den nor­ma­len Preis zah­len sollte. Gerade bei vir­tu­el­len Pro­duk­ten wie E‑Books oder Online-Kur­sen soll­test Du Dir gut über­le­gen, ob Du eine Aktion die­ser Art ohne Gegen­leis­tung des Kun­den durch­füh­ren willst. Du könn­test zum Bei­spiel zur Bedin­gung machen, dass er Deine Aktion in den Social Media teilt und so für Dich Wer­bung macht. Oder Du gewährst einem Kun­den einen Rabatt, wenn er Dir einen, zwei oder drei neue Kun­den bringt.

Online Werbung: Facebook

Gerade am Sams­tag habe ich noch in einer Face­book-Gruppe eine Frage zu mei­nem Blog­bei­trag vom ver­gan­ge­nen Mon­tag erhal­ten.

Sarah fragte:

Ich habe schon oft gehört das sich Face­book Wer­bung nicht lohnt weil man damit nicht seine Ziel­gruppe erreicht.. . Emp­fin­dest du das anders?”

Auf jeden Fall. Face­book-Wer­bung ist in mei­nen Augen der­zeit eines der effi­zi­en­tes­ten Mit­tel über­haupt, um Wer­bung zu machen — aber hier kann man viele Feh­ler machen! Und natür­lich eig­net sich Face­book nicht für jedes Pro­dukt oder jede Dienst­leis­tung. Anla­ge­gü­ter würde ich so nicht ver­mark­ten. Auch wenn die Ziel­gruppe sehr klein und spe­zi­ell ist oder aus ver­schie­de­nen B2B-Berei­chen stammt, würde ich Dir Face­book Ads nicht unein­ge­schränkt emp­feh­len. Aber für Pro­dukte und Dienst­leis­tun­gen, die sich an Pri­vat­kun­den oder klei­nere Unter­neh­men rich­ten, ist es eine kos­ten­güns­tige und schnelle Mög­lich­keit.

Weg Nr. 5 — Ungenaue und zu große Zielgruppe

Wer jeden anspre­chen will, spricht nie­man­den an. Die Men­schen machen sich eben nicht Gedan­ken dar­über, ob ein Ange­bot für sie pas­sen könnte. Sie schät­zen es aber sehr, wenn man sich im Vor­feld Gedan­ken macht, ob ein Ange­bot für sie geeig­net ist. Und dan­ken es mit dem Öff­nen ihrer Geld­börse.

Klei­nes Bei­spiel:

Wäh­rend der Kurs “Ein­füh­rung in Android” an einer Aka­de­mie für Senio­ren­fort­bil­dung regel­mä­ßig man­gels Teil­neh­mer­zahl abge­sagt wer­den muss, ist der Kurs “Smart­phone-Ein­füh­rung: Sam­sung spe­zial” regel­mä­ßig über­bucht. Die Kurs­in­halte sind übri­gens zu 90 Pro­zent iden­tisch …

Weg Nr. 6 — Versuche direkt, Deine Produkte oder Dienste zu verkaufen

Ein Feh­ler, den ich selbst gemacht habe.

Aber ich musste es unbe­dingt selbst aus­pro­bie­ren (siehe Weg Nr. 2).

Solange Du nicht bei Dei­ner Ziel­gruppe bereits bekannt bist und sie Dir und Dei­nen Ange­bo­ten ver­trauen, kannst Du noch so tolle Ange­bote machen — der Erfolg wird aus­blei­ben! Letzt­lich ist die Erklä­rung dafür auch ganz ein­fach. Die Men­schen gehen nach Face­book, um sich zu unter­hal­ten, um Spaß zu haben, um Men­schen (vir­tu­ell) zu tref­fen. Sie haben alles Mög­li­che vor, aber nicht, irgend­was über Face­book zu kau­fen.

Nie­mand schal­tet frei­wil­lig das Wer­be­fern­se­hen ein!

Auf Face­book sind die Time­li­nes voll von wit­zi­gen Car­toons, Kurio­si­tä­ten, Sta­tus­mel­dun­gen der Freunde (“Kraaaank!”) und viel­leicht noch Nach­ri­chen aus der Welt der Rei­chen und Schö­nen und aus aller Welt.

Und dann kommst Du daher, mit Dei­ner Anzeige für Dein Pro­dukt, das Du viel­leicht auch pro­fes­sio­nell hast foto­gra­fie­ren las­sen, und sagst “Kauf mich!” — das läuft so nicht.

Nichts ist schnel­ler über­s­crollt als plumpe Wer­bung.

Weg Nr. 7 — Verwende langweilige Bilder in Deinen Anzeigen

Auch hier spre­che ich aus eige­ner Erfah­rung: Face­book-Ad geschal­tet, sehr schö­nes hoch­wer­ti­ges Stock­bild ver­wen­det — und die Ads haben trotz sehr guter Ziel­grup­pen­aus­wahl kaum Klicks erzeugt — und wur­den darum immer teu­rer.

Anzeige gestoppt. Neues Bild ein­ge­setzt (ein­fach nur ein Sel­fie von mir, mit der Han­dy­ka­mera geschos­sen) und schon lief die Anzeige deut­lich bes­ser.

Weg Nr. 8 — Nutze eine werbliche Sprache in Deinen Facebook Ads

Face­book Ads sind zwar mit dem Wört­chen “Gespon­sert” gekenn­zeich­net — aber das ist ziem­lich dezent und wenn der Rest der Anzeige gut gemacht ist, fällt das auch kaum jeman­dem so rich­tig auf — oder es ist den meis­ten dann auch egal. Wich­tig ist, dass Du Deine Face­book Ad so tex­test, dass sie bei Dei­ner Ziel­gruppe den Ein­druck hin­ter­lässt, als ob Du gerade per­sön­lich die­sen Post geschrie­ben hast und ein­fach nur etwas lesens­wer­tes mit­zu­tei­len hast. Texte wie ein Mar­ke­ting-Profi für eine Anzeige in einem Fach­ma­ga­zin und Du hast schon ver­lo­ren.

Weg Nr. 9 — Schalte Deine Facebook Ad an den falschen Orten

Über­lege Dir genau, wo Du Deine Anzeige plat­zie­ren willst. In der Time­line, in der Sei­ten­leiste, nur mobil oder auch Desk­top und auch auf Insta­gram oder nicht. Alle diese Ent­schei­dun­gen beein­flus­sen — je nach­dem, was Du bewirbst und wer Deine Ziel­gruppe ist — den Erfolg Dei­ner Anzeige.

Doch woher sollst Du wis­sen, was Du am bes­ten machst? Um her­aus­zu­fin­den, wie Deine Ziel­gruppe tickt und wo sie zu errei­chen ist musst Du (siehe wie­der Weg Nr. 2!) es aus­pro­bie­ren, beob­ach­ten, aus­wer­ten und Deine Schlüsse zie­hen. Es funk­tio­niert nicht für jeden und alles gleich. Du musst Geld in die Hand neh­men und selbst ler­nen, was für Dich und Dein Ange­bot funk­tio­niert.

Nennt man dann Lehr­geld.

Ohne das zu zah­len, wirst Du hier nicht wei­ter kom­men. Wenn Du das akzep­tierst, tun auch kleine Anfangs­miss­erfolge nicht ganz so weh!

Weg Nr. 10 — Facebook Fans kaufen

Damit meine ich jetzt nicht das Face­book-Ad-For­mat “Hebe deine Seite her­vor” — das kann sehr gut funk­tio­nie­ren. Son­dern ich meine diese schein­bar ver­lo­cken­den Ange­bote (google mal nach “face­book fans kau­fen”), bei denen Du Face­book-Fans für Deine Seite kau­fen kannst (das hier gesagte gilt im Übri­gen auch für Twit­ter- und Insta­gram-Fol­lo­wer):

Damit scha­dest Du Dir nur selbst und das Geld, das Du inves­tiert hast, ist defi­ni­tiv her­aus­ge­wor­fen. Denn was nützt Dir die Zahl (außer, dass sie Dein Selbst­wert­ge­fühl stei­gert, wenn Du sehr nar­ziss­tisch ver­an­lagt bist) — wenn sich diese “Fans” über­haupt nicht für Dich und Dein Ange­bot inter­es­sie­ren?

Das muss gar nicht so krass sein, dass sie gar nicht in Dei­ner Region, in der Du geschäft­lich aktiv bist, leben oder gar nicht mal Deutsch spre­chen. Es reicht ein­fach, die fal­schen Leute in der Liste Dei­ner Fans zu haben, die nie mit Dei­nen Posts inter­agie­ren und so dafür sor­gen, dass Deine orga­ni­sche Reich­weite auf Face­book in den Kel­ler geht.

Weg Nr. 11 — Verlinke in Deinen Ads direkt auf Deine Website, möglichst auf die Startseite

Selbst wenn Du sonst alles rich­tig gemacht hast mit Dei­nen Face­book Ads — auch dann kann Deine Anzeige immer noch im gro­ßen Stil Geld für Dich ver­bren­nen.

Und zwar, indem Du direkt auf die Start­seite Dei­ner Web­site ver­linkst.

Das ist der erste Impuls eines jeden, der zum ers­ten Mal online Anzei­gen schal­tet. Da hast Du doch so eine tolle Web­site oder einen tol­len Web­shop und so tolle Ange­bote — und das möch­test Du doch auch jedem, der von Face­book kommt, sofort alles prä­sen­tie­ren.

Ich garan­tiere Dir:

Der Besu­cher, der auf Deine Face­book Ad geklickt hat, wird ratz­fatz wie­der zurück auf Face­book sein.

Warum?

Nun, das ist schnell und ein­fach zu erklä­ren. Du zwingst damit den Besu­cher, sich selbst Gedan­ken zu machen, Zeit zu inves­tie­ren und Dein Ange­bot mit sei­nem Inter­esse abzu­glei­chen.

Alles Dinge, auf die die­ser aber, wenn er gerade ein wenig auf Face­book abhän­gen wollte, um sich zu unter­hal­ten und mit Freu­den zu tref­fen, über­haupt kei­nen Bock hat.

Die Lösung dafür: Du brauchst eine Lan­ding­page.

Eine Lan­ding­page ist eine Seite, die sich exakt auf das Ange­bot in Dei­ner Face­book-Ad bezieht, mit dem glei­chen Bild­ma­te­rial, Text, Ange­bot wie zuvor. Der Besu­cher der Lan­ding­page muss nach sei­nem Klick bei Face­book sofort sehen und ver­ste­hen:

1. Hier bin ich rich­tig!

2. Das muss ich tun!

Das gilt im Übri­gen nicht nur für Lan­ding­pa­ges, auf die Du mit Dei­ner Face­book Ads ver­linkst, son­dern auch für Twit­ter Ads und für unse­ren nächs­ten gro­ßen Bereich: Google Adwords.

Online Werbung: Google Adwords

Google Adwords funk­tio­nie­ren etwas anders als Face­book Ads. Hier ste­hen nicht die Unter­hal­tung und der Spaß im Vor­der­grund, son­dern eine kon­krete Infor­ma­ti­ons- oder sogar Kauf­ab­sicht. Darum funk­tio­nie­ren kon­krete Ange­bote hier auch sehr viel bes­ser als auf Face­book. Dage­gen eig­nen sich die Adwords zum Bei­spiel nicht unbe­dingt so gut für die Bewer­bung Dei­ner Blog­ar­ti­kel zur Gene­rie­rung von Fans und News­let­ter-Abon­nen­ten.

Weg Nr. 12 — Schalte Anzeigen im Display-Netzwerk

Das Dis­play-Netz­werk von Google meint alle mög­li­chen Sei­ten von Google Part­nern und Google-Kun­den, auf denen Wer­bung ein­ge­blen­det wird. Wenn Du zum Bei­spiel einen Blog besuchst, der auf Blogger.com oder WordPress.com liegt (und kei­nen Adblo­cker aktiv hast), so wirst Du dort Wer­be­ein­blen­dun­gen sehen. Diese sind dann bei­spiels­weise über das Dis­play-Netz­werk von Google dort “ein­ge­spielt”.

Ich emp­fehle, wenn Du kon­krete Ange­bote bewer­ben willst, immer das Dis­play-Netz­werk aus­zu­schal­ten und nur auf das Such­netz­werk zu gehen. Natür­lich ist die Reich­weite so gerin­ger — aber auch die Erfolgs­quote höher.

Weg Nr. 13 — Kontrolliere die Keywords nicht!

Du kannst Dir bei Google Adwords sehr schön anzei­gen las­sen, auf­grund wel­cher exak­ten Ein­gabe auf Deine Anzeige geklickt wurde. Neben erschre­cken­den Ein­bli­cken in die Recht­schreib­fä­hig­keit und Nai­vi­tät unse­rer Mit­men­schen wirst Du bei der Betrach­tung ler­nen, dass Google auch erst ler­nen muss. Näm­lich, was die rich­ti­gen Such­an­fra­gen für Deine Anzei­gen sind. Durch die Kenn­zeich­nung eines sol­chen falsch aus­ge­wähl­ten Key­words als “Als aus­schlie­ßen­des Key­word hin­zu­fü­gen” kannst Du Google nach und nach trai­nie­ren.

Ein klei­nes Bei­spiel aus mei­ner Betreu­ung von Google Adwords für einen Pfle­ge­dienst:

Die­ser Pfle­ge­dienst ist nur in einer ein­zi­gen Stadt tätig. Er nimmt keine Betreu­un­gen für Senio­ren oder Kranke in den Nach­bar­städ­ten an. Natür­lich habe ich Google Adwords so ein­ge­rich­tet, dass die Adwords nur Nut­zern in die­ser Stadt ange­zeigt wer­den. Aber trotz­dem kann es ja sein, dass jemand in der Stadt einen Pfle­ge­dienst in der Nach­bar­stadt sucht. Zum Bei­spiel weil sein kran­ker Vater dort lebt. In die­sen Fäl­len muss Google ler­nen, dass die Anzei­gen nicht ange­zeigt wer­den sol­len.

Offline Werbung: Anzeigen

Kom­men wir nun zu eini­gen Wegen, um jen­seits des Inter­nets Dein Geld zu ver­bren­nen. Hier geht es in mei­nen Augen noch nach­hal­ti­ger, weil Du ja nicht im lau­fen­den Betrieb mal eben ein paar Kor­rek­tu­ren vor­neh­men kannst, wie das im Inter­net der Fall ist.

Darum ist hier noch mehr Sorg­falt und Vor­sicht gebo­ten.

Weg Nr 14 — Schalte nur eine einzige Anzeige

Gerade bei den Exis­tenz­grün­der­se­mi­na­ren, die ich häu­fi­ger für ver­schie­dene Trä­ger durch­ge­führt habe, kam immer wie­der die Frage:

Und was mache ich, wenn ich eine Anzeige schalte und mehr Kun­den kom­men, als ich bedie­nen kann?” — meine regel­mä­ßige Ant­wort dar­auf: “Dich freuen, tan­zen, den Tag rot im Kalen­der anstrei­chen — aber keine Sorge, das wird nicht pas­sie­ren!”

Du kannst Dir den Gesichts­aus­druck gut vor­stel­len, oder? 🙂

Vor allem wenn Du nur eine ein­zige Anzeige schal­test (mehr gibt das Mar­ke­ting-Bud­get vie­ler Exis­tenz­grün­der gar nicht her!) wird die wahr­schein­li­che Reso­nanz gleich Null sein. Um mit Anzei­gen­wer­bung erfolg­reich zu sein (ganz egal, ob in der Tages­zei­tung, einem Anzei­gen­blatt, einer Fach­zeit­schrift, einem über­re­gio­na­len gro­ßen Maga­zin oder dem regio­na­len Stadt­ma­ga­zin) musst Du regel­mä­ßig, mög­lichst in jeder Aus­gabe in der­selbe Weise über einen län­ge­ren Zeit­raum wer­ben.

Das kann sich gerade unter uns Solo­pre­neu­rin­nen und Ein­zel­un­ter­neh­mern, Trai­nern, Coa­ches oder Bera­tern zumin­dest anfangs wirk­lich kaum jemand leis­ten.

Weg Nr. 15 — Inseriere auf einer Gemeinschaftswerbeseite

Du kennst das — zumin­dest als Lese­rin — aus der Tages­zei­tung oder dem Anzei­gen­blatt. Da ist am kom­men­den Wochen­ende ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag in Dei­ner Stadt. Die betei­lig­ten Kauf­leute schal­ten gemein­sam auf einer gan­zen Seite Anzei­gen.

Der Vor­teil: Die Seite fällt mehr auf, als viel­leicht andere Sei­ten.

Der Nach­teil: Damit ist sie auch schnel­ler weg­ge­blät­tert.

Nach mei­ner Erfah­rung sind die ein­zi­gen, die sich diese Anzei­gen­wüs­ten genauer anse­hen, die Wer­be­trei­ben­den selbst — um zu sehen, was denn die ande­ren und mög­lichst, was der Mit­be­wer­ber macht. Raus­ge­wor­fe­nes Geld. Echt.

Weg Nr. 16 — Kontaktinfos in der Anzeige vergessen

Lach nicht!

Das ist ein Klas­si­ker!

Wie viele Anzei­gen ich schon gese­hen habe, auf denen zwar toll groß das Logo zu sehen war, aber kei­ner­lei Kon­takt­in­for­ma­tion — kann ich nicht mehr zäh­len. Ich weiß nie, ob die Wer­be­trei­ben­den dann immer der Mei­nung sind, dass sie so bekannt sind, dass jeder sie kennt und jeder weiß, wo sie zu fin­den sind. Oder ob der Gra­fi­ker das schlicht­weg ver­ges­sen hat (oder fand, dass die Kon­takt­adresse die Anzeige “ver­schan­delt”).

Weg Nr 17 — Keine Handlungsaufforderung

Was fürs Inter­net gilt (siehe Lan­ding­page) gilt auch für die Anzei­gen­wer­bung.

Ich garan­tiere: Lass die Hand­lungs­auf­for­de­rung weg und nie­mand wird zu Dir kom­men und auf­grund der Anzeige bei Dir kau­fen wol­len. Eine Aus­nahme machen da höchs­tens die “Schwei­ne­bauch-Anzei­gen”: Anzei­gen, in denen aktu­elle Son­der­an­ge­bote bewor­ben wer­den. Die sieht man heute immer weni­ger, weil diese Auf­gabe nun von den umfang­rei­chen far­bi­gen Bei­le­gern der gro­ßen Super­markt-Ket­ten über­nom­men wurde.

Weg Nr. 18 — Schalte als unbekanntes Unternehmen Image-Anzeigen

Ich gebe es ja zu: Ästhe­tisch auf­ge­machte Anzei­gen wie von Mer­ce­des Benz, bei denen auf dem grauen Farb­ver­lauf nur der Stern zu sehen ist, spre­chen auch mich an (Du kannst Dich bestimmt noch an diese Kam­pa­gne erin­nern, oder?). Aber mach das mal als klei­ner Solo­pre­neur! Eine sol­che Anzeige bringt dir über­haupt nichts, erst recht keine Kun­den.

Offline-Werbung: Flyer

Wenn Du ein rei­nes Online-Busi­ness hast, wirst Du wahr­schein­lich keine Flyer brau­chen — aber für viele Solo­pre­neure, die auch off­line ihre Kun­den bedie­nen, sind Flyer immer noch ein hoch wirk­sa­mes Wer­be­mit­tel. Doch gerade auch hier wer­den so unglaub­lich viele Feh­ler gemacht, von denen ich Dir nur die einige kurz vor­stelle:

Weg Nr. 19 — Unpassendes Layout und Papierqualität

Ein Flyer ist tra­di­tio­nell ein A4 Blatt zwei­mal geknickt. Der Profi spricht hier vom Wickel­falz (denn in der Druck­bran­che “knickt” man nicht, man “fal­tet” auch nicht, son­dern man “falzt”!). Wickel­falz meint, dass man den Flyer ein­mal nach links und dann noch mal nach rechts auf­klap­pen kann. Im Gegen­satz zum Zick­zack­falz, den Du ver­wen­dest, wenn Du einen Brief in einen Umschlag legen willst. So ein Zick­zack­falz ist in der Regel für einen Flyer unge­eig­net, weil die Lese­rei­hen­folge unklar bleibt.

Dann wird oft am fal­schen Ende gespart. Klar, Du kannst einen Flyer auch schon auf 135 g/qm Bil­der­druck­pa­pier dru­cken las­sen. Dann schei­nen aber garan­tiert die Texte und Bil­der der Rück­seite durch. Sieht total bil­lig aus. Das ist okay, wenn Du einen preis­wer­ten Pizz­a­lie­fer­ser­vice betreibst. Als Coach mit ent­spre­chen­den Stun­den­sät­zen sollte Dein Flyer aber hoch­wer­ti­ger gestal­tet sein.

Glei­ches gilt fürs Lay­out: Wenn Du hier selbst aktiv wirst oder den berühm­ten Nef­fen (“Ich hab da eine alte gecrackte Ver­sion von InDe­sign”) für die Gestal­tung beauf­tragst, brauchst Du Dich nicht zu wun­dern, wenn die Gestal­tung zwar zeigt, dass da viel Herz­blut drin steckt, aber alles trotz­dem unpro­fes­sio­nell wirkt. Bevor Du also etwas selbst machst, lerne wenigs­tens die Grund­la­gen oder beauf­trage gleich jeman­den, der sein Hand­werk beherrscht.

Weg Nr. 20 — Zu viel Text und zu viele Angebote

Ich habe eine Kun­din, mit der ich seit über zehn Jah­ren sehr gern zusam­men arbeite — aber wir haben zusam­men ein Pro­blem: Wenn wir für sie einen 6‑seitigen Flyer im Wickel­falz pla­nen (de facto also zwei DIN A 4 Sei­ten Platz, inklu­sive Bild­ma­te­rial) — dann lie­fert sie mir garan­tiert drei DIN A 4 Sei­ten Text.

Ich frage sie dann immer gern: “Iris, wie groß darf ich die Schrift wäh­len? 4 Punkt?” 🙂

Auch bei einem Flyer soll­test Du — wie bei den ande­ren Wer­be­maß­nah­men, die ich hier schon beschrie­ben habe, immer nur ein ein­zi­ges Ange­bot machen und dem Leser genau sagen, was er bekommt und wie er es bekom­men kann. Zu viele Optio­nen ver­wir­ren und las­sen den Kauf gar nicht erst zustande kom­men. Das ist auch das Geheim­nis der Lebens­mit­tel-Dis­coun­ter. Du hast in der Regel alle Pro­dukte da, die Du brauchst. Aber die Aus­wahl ist extrem beschränkt. Das macht das Ein­kau­fen leicht.

Zum Schluss: Der Kardinalfehler, mit dem Du garantiert Geld verbrennst

Weg Nr. 21 — Versuche, alles allein zu machen

Klar, jeder von uns ist Mar­ke­ting-Experte. Genau so, wie zur Zeit der Fuß­ball-Europa- oder Fuß­ball-Welt­meis­ter­schaft die Nation zu 80 Mil­lio­nen Bun­des­trai­nern mutiert. Denn jeder von uns sieht ja täg­lich Wer­bung. Hun­dert­fach, wenn nicht sogar tau­send­fach sind wir Wer­be­bot­schaf­ten aus­ge­setzt — und wir glau­ben zu wis­sen, was gute Wer­bung ist.

Letzt­lich wis­sen wir aber nur, was uns per­sön­lich gefällt. Sprich, was der Ziel­gruppe gefällt, zu der wir selbst gehö­ren. Oder noch fein­tei­li­ger, was Per­so­nas gefällt, die uns per­sön­lich ähn­lich sind. Das ist aber nur ein klei­ner Aus­schnitt aus dem Markt und der Wirk­lich­keit.

Mein Ziel ist es, Dir zu hel­fen, Dein Mar­ke­ting in die eigene Hand zu neh­men. Mit mei­nen Blog­bei­trä­gen und in den ver­schie­de­nen Face­book-Grup­pen (unter ande­rem in mei­ner eige­nen Mar­ke­ting-Zau­ber Gruppe, aber auch in vie­len ande­ren) unter­stütze ich Dich aktiv, indem ich Dir nach und nach erkläre, wie Mar­ke­ting für Dich als Solo­pre­neu­rin oder Ein­zel­un­ter­neh­mer funk­tio­nie­ren kann.

Doch nicht alles lässt sich in die­ser Form ver­mit­teln.

Manch­mal brauchst Du ein­fach einen Men­schen, der Dir auch mal per­sön­lich was erklärt.

Darum möchte ich Dich heute auf mein Online Training+Coaching auf­merk­sam machen. Du kannst mich stun­den­weise oder — noch fle­xi­bler und güns­ti­ger — im Paket buchen. Du kannst auch erst ein kos­ten­lo­ses und für Dich völ­lig unver­bind­li­ches Ken­nen­ler­nen buchen. Ich freue mich auf Dich!

Und falls Du selbst noch Wege kennst, wie man mit sei­nen Mar­ke­ting-Aktio­nen ziel­si­cher Geld ver­bren­nen kann, dann teile sie doch mit mir und den ande­ren Lesern in den Kom­men­ta­ren. Ich freu mich drauf!

0/5 (0 Reviews)

Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

follow me on:

Hinterlasse einen Kommentar:

10 comments
Füge Deine Antwort hinzu