Geld verbrennen mit Marketing

21 Wege, wie Du garantiert Dein Geld verbrennst

Letzte Aktualisierung 27. Dezember 2018

Wenn Du Dich auch nur ansatzweise mit Marketing beschäftigt hast, wirst Du den Spruch schon gehört haben:

Die Hälfte des Geldes, das ich für Werbung ausgebe, ist rausgeworfen. Wenn ich nur wüsste, welche Hälfte!

Das soll Henry Ford, der berühmte Automobilbauer vor rund 100 Jahren gesagt haben. Seitdem hat sich alles geändert. Trotzdem verbrennen viele immer noch viel Geld für ihre Werbung. Ich zeige Dir heute 21 Wege, wie Du garantiert Geld verbrennst. Natürlich ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Aber das sind die, die mir am häufigsten auffallen.

Vier Wege die immer funktionieren

Weg Nr. 1 – Keine smarten Ziele festlegen

Ohne, dass Du Dir schon vorher überlegst, welches konkrete Ziel Deine Werbemaßnahme erreichen soll, ist jede Maßnahme zum Scheitern verurteilt. Mach es Dir also gerade am Anfang zu eigen, für jede Maßnahme ein smartes Ziel festzulegen. Smart, das ist ein Akronym und steht für spezifisch, messbar, erreichbar (achievable), relevant und terminiert.

Weg Nr. 2 – Keine Tests durchführen

Wenn Du kein Marketing-Profi bist, hast du vielleicht eine etwas romantische Vorstellung davon, wie Werbung funktioniert. Da sitzt ein Haufen Kreativer in irgendeiner Agentur, entwickelt vielleicht eine Anzeige für ein Produkt, die wird geschaltet und die Leute kaufen das Produkt wie geschnitten Brot.

So läuft das aber nicht.

Jeder Profi im Marketing weiß, dass erfolgreiche Werbung vor allem eine Basis hat:

Testen, testen, testen!

Oder genauer: Testen, analysieren, verändern.

Und dann wieder von vorn.

Und noch mal.

Und noch mal.

Ähnlich wie Thomas A. Edison, der unermüdlich nach einem Weg suchte, eine Glühbirne zu entwickeln, muss man schauen, was bei der eigenen Zielgruppe ankommt. Und sich auch nicht mit ersten Erfolgen zufrieden geben, sondern immer weiter optimieren. Das gilt für offline Werbung genau so wie für online Werbung. Nur, dass das bei online Werbung im Allgemeinen preiswerter und schneller möglich ist.

Weg Nr. 3 – Keine Erfolgskontrolle

Wenn Du schon smarte Ziele festgelegt hast, so nützen sie Dir gar nichts, wenn Du nicht auch kontrollierst, ob Deine Maßnahmen erfolgreich waren. Im online Marketing ist das sehr viel einfacher als im offline Marketing. Aber auch im offline Marketing kannst Du geschickt die Rückläufe Deiner Maßnahmen nachhalten.

Weg Nr. 4 – Rabatt-Aktionen ohne Beschränkungen

Rabatte sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits genießen sie eine hohe Aufmerksamkeit, andererseits musst Du immer bedenken, dass Du hier Geld auf der Straße liegen lässt – oder gar verbrennst. Darum mein Rat: Keine Rabatt-Aktion ohne zeitliche Begrenzung. Ob Du online oder offline mit Rabatten wirbst, ist hierbei unerheblich. Wichtig ist auch, dass Du plausibel begründest, warum Du einen Rabatt einräumst. Je höher der Rabatt, desto besser muss die Begründung sein. Denn sonst fragt sich Dein potenzieller Kunde schon, warum er den normalen Preis zahlen sollte. Gerade bei virtuellen Produkten wie E-Books oder Online-Kursen solltest Du Dir gut überlegen, ob Du eine Aktion dieser Art ohne Gegenleistung des Kunden durchführen willst. Du könntest zum Beispiel zur Bedingung machen, dass er Deine Aktion in den Social Media teilt und so für Dich Werbung macht. Oder Du gewährst einem Kunden einen Rabatt, wenn er Dir einen, zwei oder drei neue Kunden bringt.

Online Werbung: Facebook

Gerade am Samstag habe ich noch in einer Facebook-Gruppe eine Frage zu meinem Blogbeitrag vom vergangenen Montag erhalten.

Sarah fragte:

„Ich habe schon oft gehört das sich Facebook Werbung nicht lohnt weil man damit nicht seine Zielgruppe erreicht.. . Empfindest du das anders?“

Auf jeden Fall. Facebook-Werbung ist in meinen Augen derzeit eines der effizientesten Mittel überhaupt, um Werbung zu machen – aber hier kann man viele Fehler machen! Und natürlich eignet sich Facebook nicht für jedes Produkt oder jede Dienstleistung. Anlagegüter würde ich so nicht vermarkten. Auch wenn die Zielgruppe sehr klein und speziell ist oder aus verschiedenen B2B-Bereichen stammt, würde ich Dir Facebook Ads nicht uneingeschränkt empfehlen. Aber für Produkte und Dienstleistungen, die sich an Privatkunden oder kleinere Unternehmen richten, ist es eine kostengünstige und schnelle Möglichkeit.

Weg Nr. 5 – Ungenaue und zu große Zielgruppe

Wer jeden ansprechen will, spricht niemanden an. Die Menschen machen sich eben nicht Gedanken darüber, ob ein Angebot für sie passen könnte. Sie schätzen es aber sehr, wenn man sich im Vorfeld Gedanken macht, ob ein Angebot für sie geeignet ist. Und danken es mit dem Öffnen ihrer Geldbörse.

Kleines Beispiel:

Während der Kurs „Einführung in Android“ an einer Akademie für Seniorenfortbildung regelmäßig mangels Teilnehmerzahl abgesagt werden muss, ist der Kurs „Smartphone-Einführung: Samsung spezial“ regelmäßig überbucht. Die Kursinhalte sind übrigens zu 90 Prozent identisch …

Weg Nr. 6 – Versuche direkt, Deine Produkte oder Dienste zu verkaufen

Ein Fehler, den ich selbst gemacht habe.

Aber ich musste es unbedingt selbst ausprobieren (siehe Weg Nr. 2).

Solange Du nicht bei Deiner Zielgruppe bereits bekannt bist und sie Dir und Deinen Angeboten vertrauen, kannst Du noch so tolle Angebote machen – der Erfolg wird ausbleiben! Letztlich ist die Erklärung dafür auch ganz einfach. Die Menschen gehen nach Facebook, um sich zu unterhalten, um Spaß zu haben, um Menschen (virtuell) zu treffen. Sie haben alles Mögliche vor, aber nicht, irgendwas über Facebook zu kaufen.

Niemand schaltet freiwillig das Werbefernsehen ein!

Auf Facebook sind die Timelines voll von witzigen Cartoons, Kuriositäten, Statusmeldungen der Freunde („Kraaaank!“) und vielleicht noch Nachrichen aus der Welt der Reichen und Schönen und aus aller Welt.

Und dann kommst Du daher, mit Deiner Anzeige für Dein Produkt, das Du vielleicht auch professionell hast fotografieren lassen, und sagst „Kauf mich!“ – das läuft so nicht.

Nichts ist schneller überscrollt als plumpe Werbung.

Weg Nr. 7 – Verwende langweilige Bilder in Deinen Anzeigen

Auch hier spreche ich aus eigener Erfahrung: Facebook-Ad geschaltet, sehr schönes hochwertiges Stockbild verwendet – und die Ads haben trotz sehr guter Zielgruppenauswahl kaum Klicks erzeugt – und wurden darum immer teurer.

Anzeige gestoppt. Neues Bild eingesetzt (einfach nur ein Selfie von mir, mit der Handykamera geschossen) und schon lief die Anzeige deutlich besser.

Weg Nr. 8 – Nutze eine werbliche Sprache in Deinen Facebook Ads

Facebook Ads sind zwar mit dem Wörtchen „Gesponsert“ gekennzeichnet – aber das ist ziemlich dezent und wenn der Rest der Anzeige gut gemacht ist, fällt das auch kaum jemandem so richtig auf – oder es ist den meisten dann auch egal. Wichtig ist, dass Du Deine Facebook Ad so textest, dass sie bei Deiner Zielgruppe den Eindruck hinterlässt, als ob Du gerade persönlich diesen Post geschrieben hast und einfach nur etwas lesenswertes mitzuteilen hast. Texte wie ein Marketing-Profi für eine Anzeige in einem Fachmagazin und Du hast schon verloren.

Weg Nr. 9 – Schalte Deine Facebook Ad an den falschen Orten

Überlege Dir genau, wo Du Deine Anzeige platzieren willst. In der Timeline, in der Seitenleiste, nur mobil oder auch Desktop und auch auf Instagram oder nicht. Alle diese Entscheidungen beeinflussen – je nachdem, was Du bewirbst und wer Deine Zielgruppe ist – den Erfolg Deiner Anzeige.

Doch woher sollst Du wissen, was Du am besten machst? Um herauszufinden, wie Deine Zielgruppe tickt und wo sie zu erreichen ist musst Du (siehe wieder Weg Nr. 2!) es ausprobieren, beobachten, auswerten und Deine Schlüsse ziehen. Es funktioniert nicht für jeden und alles gleich. Du musst Geld in die Hand nehmen und selbst lernen, was für Dich und Dein Angebot funktioniert.

Nennt man dann Lehrgeld.

Ohne das zu zahlen, wirst Du hier nicht weiter kommen. Wenn Du das akzeptierst, tun auch kleine Anfangsmisserfolge nicht ganz so weh!

Weg Nr. 10 – Facebook Fans kaufen

Damit meine ich jetzt nicht das Facebook-Ad-Format „Hebe deine Seite hervor“ – das kann sehr gut funktionieren. Sondern ich meine diese scheinbar verlockenden Angebote (google mal nach „facebook fans kaufen“), bei denen Du Facebook-Fans für Deine Seite kaufen kannst (das hier gesagte gilt im Übrigen auch für Twitter- und Instagram-Follower):

Damit schadest Du Dir nur selbst und das Geld, das Du investiert hast, ist definitiv herausgeworfen. Denn was nützt Dir die Zahl (außer, dass sie Dein Selbstwertgefühl steigert, wenn Du sehr narzisstisch veranlagt bist) – wenn sich diese „Fans“ überhaupt nicht für Dich und Dein Angebot interessieren?

Das muss gar nicht so krass sein, dass sie gar nicht in Deiner Region, in der Du geschäftlich aktiv bist, leben oder gar nicht mal Deutsch sprechen. Es reicht einfach, die falschen Leute in der Liste Deiner Fans zu haben, die nie mit Deinen Posts interagieren und so dafür sorgen, dass Deine organische Reichweite auf Facebook in den Keller geht.

Weg Nr. 11 – Verlinke in Deinen Ads direkt auf Deine Website, möglichst auf die Startseite

Selbst wenn Du sonst alles richtig gemacht hast mit Deinen Facebook Ads – auch dann kann Deine Anzeige immer noch im großen Stil Geld für Dich verbrennen.

Und zwar, indem Du direkt auf die Startseite Deiner Website verlinkst.

Das ist der erste Impuls eines jeden, der zum ersten Mal online Anzeigen schaltet. Da hast Du doch so eine tolle Website oder einen tollen Webshop und so tolle Angebote – und das möchtest Du doch auch jedem, der von Facebook kommt, sofort alles präsentieren.

Ich garantiere Dir:

Der Besucher, der auf Deine Facebook Ad geklickt hat, wird ratzfatz wieder zurück auf Facebook sein.

Warum?

Nun, das ist schnell und einfach zu erklären. Du zwingst damit den Besucher, sich selbst Gedanken zu machen, Zeit zu investieren und Dein Angebot mit seinem Interesse abzugleichen.

Alles Dinge, auf die dieser aber, wenn er gerade ein wenig auf Facebook abhängen wollte, um sich zu unterhalten und mit Freuden zu treffen, überhaupt keinen Bock hat.

Die Lösung dafür: Du brauchst eine Landingpage.

Eine Landingpage ist eine Seite, die sich exakt auf das Angebot in Deiner Facebook-Ad bezieht, mit dem gleichen Bildmaterial, Text, Angebot wie zuvor. Der Besucher der Landingpage muss nach seinem Klick bei Facebook sofort sehen und verstehen:

1. Hier bin ich richtig!

2. Das muss ich tun!

Das gilt im Übrigen nicht nur für Landingpages, auf die Du mit Deiner Facebook Ads verlinkst, sondern auch für Twitter Ads und für unseren nächsten großen Bereich: Google Adwords.

Online Werbung: Google Adwords

Google Adwords funktionieren etwas anders als Facebook Ads. Hier stehen nicht die Unterhaltung und der Spaß im Vordergrund, sondern eine konkrete Informations- oder sogar Kaufabsicht. Darum funktionieren konkrete Angebote hier auch sehr viel besser als auf Facebook. Dagegen eignen sich die Adwords zum Beispiel nicht unbedingt so gut für die Bewerbung Deiner Blogartikel zur Generierung von Fans und Newsletter-Abonnenten.

Weg Nr. 12 – Schalte Anzeigen im Display-Netzwerk

Das Display-Netzwerk von Google meint alle möglichen Seiten von Google Partnern und Google-Kunden, auf denen Werbung eingeblendet wird. Wenn Du zum Beispiel einen Blog besuchst, der auf Blogger.com oder WordPress.com liegt (und keinen Adblocker aktiv hast), so wirst Du dort Werbeeinblendungen sehen. Diese sind dann beispielsweise über das Display-Netzwerk von Google dort „eingespielt“.

Ich empfehle, wenn Du konkrete Angebote bewerben willst, immer das Display-Netzwerk auszuschalten und nur auf das Suchnetzwerk zu gehen. Natürlich ist die Reichweite so geringer – aber auch die Erfolgsquote höher.

Weg Nr. 13 – Kontrolliere die Keywords nicht!

Du kannst Dir bei Google Adwords sehr schön anzeigen lassen, aufgrund welcher exakten Eingabe auf Deine Anzeige geklickt wurde. Neben erschreckenden Einblicken in die Rechtschreibfähigkeit und Naivität unserer Mitmenschen wirst Du bei der Betrachtung lernen, dass Google auch erst lernen muss. Nämlich, was die richtigen Suchanfragen für Deine Anzeigen sind. Durch die Kennzeichnung eines solchen falsch ausgewählten Keywords als „Als ausschließendes Keyword hinzufügen“ kannst Du Google nach und nach trainieren.

Ein kleines Beispiel aus meiner Betreuung von Google Adwords für einen Pflegedienst:

Dieser Pflegedienst ist nur in einer einzigen Stadt tätig. Er nimmt keine Betreuungen für Senioren oder Kranke in den Nachbarstädten an. Natürlich habe ich Google Adwords so eingerichtet, dass die Adwords nur Nutzern in dieser Stadt angezeigt werden. Aber trotzdem kann es ja sein, dass jemand in der Stadt einen Pflegedienst in der Nachbarstadt sucht. Zum Beispiel weil sein kranker Vater dort lebt. In diesen Fällen muss Google lernen, dass die Anzeigen nicht angezeigt werden sollen.

Offline Werbung: Anzeigen

Kommen wir nun zu einigen Wegen, um jenseits des Internets Dein Geld zu verbrennen. Hier geht es in meinen Augen noch nachhaltiger, weil Du ja nicht im laufenden Betrieb mal eben ein paar Korrekturen vornehmen kannst, wie das im Internet der Fall ist.

Darum ist hier noch mehr Sorgfalt und Vorsicht geboten.

Weg Nr 14 – Schalte nur eine einzige Anzeige

Gerade bei den Existenzgründerseminaren, die ich häufiger für verschiedene Träger durchgeführt habe, kam immer wieder die Frage:

„Und was mache ich, wenn ich eine Anzeige schalte und mehr Kunden kommen, als ich bedienen kann?“ – meine regelmäßige Antwort darauf: „Dich freuen, tanzen, den Tag rot im Kalender anstreichen – aber keine Sorge, das wird nicht passieren!“

Du kannst Dir den Gesichtsausdruck gut vorstellen, oder? 🙂

Vor allem wenn Du nur eine einzige Anzeige schaltest (mehr gibt das Marketing-Budget vieler Existenzgründer gar nicht her!) wird die wahrscheinliche Resonanz gleich Null sein. Um mit Anzeigenwerbung erfolgreich zu sein (ganz egal, ob in der Tageszeitung, einem Anzeigenblatt, einer Fachzeitschrift, einem überregionalen großen Magazin oder dem regionalen Stadtmagazin) musst Du regelmäßig, möglichst in jeder Ausgabe in derselbe Weise über einen längeren Zeitraum werben.

Das kann sich gerade unter uns Solopreneurinnen und Einzelunternehmern, Trainern, Coaches oder Beratern zumindest anfangs wirklich kaum jemand leisten.

Weg Nr. 15 – Inseriere auf einer Gemeinschaftswerbeseite

Du kennst das – zumindest als Leserin – aus der Tageszeitung oder dem Anzeigenblatt. Da ist am kommenden Wochenende verkaufsoffener Sonntag in Deiner Stadt. Die beteiligten Kaufleute schalten gemeinsam auf einer ganzen Seite Anzeigen.

Der Vorteil: Die Seite fällt mehr auf, als vielleicht andere Seiten.

Der Nachteil: Damit ist sie auch schneller weggeblättert.

Nach meiner Erfahrung sind die einzigen, die sich diese Anzeigenwüsten genauer ansehen, die Werbetreibenden selbst – um zu sehen, was denn die anderen und möglichst, was der Mitbewerber macht. Rausgeworfenes Geld. Echt.

Weg Nr. 16 – Kontaktinfos in der Anzeige vergessen

Lach nicht!

Das ist ein Klassiker!

Wie viele Anzeigen ich schon gesehen habe, auf denen zwar toll groß das Logo zu sehen war, aber keinerlei Kontaktinformation – kann ich nicht mehr zählen. Ich weiß nie, ob die Werbetreibenden dann immer der Meinung sind, dass sie so bekannt sind, dass jeder sie kennt und jeder weiß, wo sie zu finden sind. Oder ob der Grafiker das schlichtweg vergessen hat (oder fand, dass die Kontaktadresse die Anzeige „verschandelt“).

Weg Nr 17 – Keine Handlungsaufforderung

Was fürs Internet gilt (siehe Landingpage) gilt auch für die Anzeigenwerbung.

Ich garantiere: Lass die Handlungsaufforderung weg und niemand wird zu Dir kommen und aufgrund der Anzeige bei Dir kaufen wollen. Eine Ausnahme machen da höchstens die „Schweinebauch-Anzeigen“: Anzeigen, in denen aktuelle Sonderangebote beworben werden. Die sieht man heute immer weniger, weil diese Aufgabe nun von den umfangreichen farbigen Beilegern der großen Supermarkt-Ketten übernommen wurde.

Weg Nr. 18 – Schalte als unbekanntes Unternehmen Image-Anzeigen

Ich gebe es ja zu: Ästhetisch aufgemachte Anzeigen wie von Mercedes Benz, bei denen auf dem grauen Farbverlauf nur der Stern zu sehen ist, sprechen auch mich an (Du kannst Dich bestimmt noch an diese Kampagne erinnern, oder?). Aber mach das mal als kleiner Solopreneur! Eine solche Anzeige bringt dir überhaupt nichts, erst recht keine Kunden.

Offline-Werbung: Flyer

Wenn Du ein reines Online-Business hast, wirst Du wahrscheinlich keine Flyer brauchen – aber für viele Solopreneure, die auch offline ihre Kunden bedienen, sind Flyer immer noch ein hoch wirksames Werbemittel. Doch gerade auch hier werden so unglaublich viele Fehler gemacht, von denen ich Dir nur die einige kurz vorstelle:

Weg Nr. 19 – Unpassendes Layout und Papierqualität

Ein Flyer ist traditionell ein A4 Blatt zweimal geknickt. Der Profi spricht hier vom Wickelfalz (denn in der Druckbranche „knickt“ man nicht, man „faltet“ auch nicht, sondern man „falzt“!). Wickelfalz meint, dass man den Flyer einmal nach links und dann noch mal nach rechts aufklappen kann. Im Gegensatz zum Zickzackfalz, den Du verwendest, wenn Du einen Brief in einen Umschlag legen willst. So ein Zickzackfalz ist in der Regel für einen Flyer ungeeignet, weil die Lesereihenfolge unklar bleibt.

Dann wird oft am falschen Ende gespart. Klar, Du kannst einen Flyer auch schon auf 135 g/qm Bilderdruckpapier drucken lassen. Dann scheinen aber garantiert die Texte und Bilder der Rückseite durch. Sieht total billig aus. Das ist okay, wenn Du einen preiswerten Pizzalieferservice betreibst. Als Coach mit entsprechenden Stundensätzen sollte Dein Flyer aber hochwertiger gestaltet sein.

Gleiches gilt fürs Layout: Wenn Du hier selbst aktiv wirst oder den berühmten Neffen („Ich hab da eine alte gecrackte Version von InDesign“) für die Gestaltung beauftragst, brauchst Du Dich nicht zu wundern, wenn die Gestaltung zwar zeigt, dass da viel Herzblut drin steckt, aber alles trotzdem unprofessionell wirkt. Bevor Du also etwas selbst machst, lerne wenigstens die Grundlagen oder beauftrage gleich jemanden, der sein Handwerk beherrscht.

Weg Nr. 20 – Zu viel Text und zu viele Angebote

Ich habe eine Kundin, mit der ich seit über zehn Jahren sehr gern zusammen arbeite – aber wir haben zusammen ein Problem: Wenn wir für sie einen 6-seitigen Flyer im Wickelfalz planen (de facto also zwei DIN A 4 Seiten Platz, inklusive Bildmaterial) – dann liefert sie mir garantiert drei DIN A 4 Seiten Text.

Ich frage sie dann immer gern: „Iris, wie groß darf ich die Schrift wählen? 4 Punkt?“ 🙂

Auch bei einem Flyer solltest Du – wie bei den anderen Werbemaßnahmen, die ich hier schon beschrieben habe, immer nur ein einziges Angebot machen und dem Leser genau sagen, was er bekommt und wie er es bekommen kann. Zu viele Optionen verwirren und lassen den Kauf gar nicht erst zustande kommen. Das ist auch das Geheimnis der Lebensmittel-Discounter. Du hast in der Regel alle Produkte da, die Du brauchst. Aber die Auswahl ist extrem beschränkt. Das macht das Einkaufen leicht.

Zum Schluss: Der Kardinalfehler, mit dem Du garantiert Geld verbrennst

Weg Nr. 21 – Versuche, alles allein zu machen

Klar, jeder von uns ist Marketing-Experte. Genau so, wie zur Zeit der Fußball-Europa- oder Fußball-Weltmeisterschaft die Nation zu 80 Millionen Bundestrainern mutiert. Denn jeder von uns sieht ja täglich Werbung. Hundertfach, wenn nicht sogar tausendfach sind wir Werbebotschaften ausgesetzt – und wir glauben zu wissen, was gute Werbung ist.

Letztlich wissen wir aber nur, was uns persönlich gefällt. Sprich, was der Zielgruppe gefällt, zu der wir selbst gehören. Oder noch feinteiliger, was Personas gefällt, die uns persönlich ähnlich sind. Das ist aber nur ein kleiner Ausschnitt aus dem Markt und der Wirklichkeit.

Mein Ziel ist es, Dir zu helfen, Dein Marketing in die eigene Hand zu nehmen. Mit meinen Blogbeiträgen und in den verschiedenen Facebook-Gruppen (unter anderem in meiner eigenen Marketing-Zauber Gruppe, aber auch in vielen anderen) unterstütze ich Dich aktiv, indem ich Dir nach und nach erkläre, wie Marketing für Dich als Solopreneurin oder Einzelunternehmer funktionieren kann.

Doch nicht alles lässt sich in dieser Form vermitteln.

Manchmal brauchst Du einfach einen Menschen, der Dir auch mal persönlich was erklärt.

Darum möchte ich Dich heute auf mein Online Training+Coaching aufmerksam machen. Du kannst mich stundenweise oder – noch flexibler und günstiger – im Paket buchen. Du kannst auch erst ein kostenloses und für Dich völlig unverbindliches Kennenlernen buchen. Ich freue mich auf Dich!

Und falls Du selbst noch Wege kennst, wie man mit seinen Marketing-Aktionen zielsicher Geld verbrennen kann, dann teile sie doch mit mir und den anderen Lesern in den Kommentaren. Ich freu mich drauf!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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