Frau am Steuerrad - 9 Social Media Monitoring Tools

9 kostenlos nutzbare Tools für Dein Social Media Monitoring

Letzte Aktualisierung 3. Juni 2019

In der vergangenen Woche habe ich Dir erklärt, warum Du auch als Solopreneurin ein Social Media Monitoring brauchst, was Du grundlegend beachten solltest und welche Bordmittel Dir so zur Verfügung stehen. Obwohl die Statistiken, die beispielsweise Facebook Dir zur Verfügung stellt, schon beachtlich sind: Mit Bordmitteln ist es oft allein nicht getan.

Darum stelle ich Dir heute neun kostenlose oder kostenlos in eingeschränkter Form nutzbare Tools vor, mit denen Du schon viele von Deinen Social Media Aktivitäten „monitoren“ kannst. Diese sind noch lange nicht alle, die es gibt. Die Liste der Monitoring-Tools scheint endlos und es bedeutet schon ein gehöriges Stück Recherche-Arbeit, allein nur die Namen herauszufinden.

Eines der wichtigsten kostenlosen Monitoring Tools erwähne ich nur hier zu Beginn, weil es so umfangreich ist, dass es nicht nur einen eigenen Blogartikel wert wäre, sondern richtig dicke Bücher dazu erschienen sind. Ich spreche natürlich von Google Analytics. Den einen oder anderen einführenden Artikel werde ich im Laufe des Jahres dazu veröffentlichen, doch heute würde das den Blogbeitrag hier einfach sprengen.

Google Alerts

Eines der einfachsten Tools, das Du nutzen kannst, um für Dein Unternehmen wichtige Begriffe zu überwachen ist das kostenlose Google Alerts. Es ist so einfach und simpel zu bedienen, dass es dumm wäre, es nicht für sich zu benutzen. Du überlegst Du Dir Begriffe, die Du überwachen („monitoren“) willst und erstellst dann einen Alert, also eine Benachrichtigung, indem Du einen der Begriffs ins Eingabefeld eintippst.

Schon werden Dir die passenden Websites und Blogseiten angezeigt. Durch Klick auf den blauen Button kannst Du einen dauerhaften Alert erstellen, die Optionen bieten Dir verschiedene Einstell-Möglichkeiten, was die Häufigkeit der Alerts, die Quellen, Sprache, Region und Anzahl betrifft.

Ausfüllen und fertig.

Social Media Monitoring Tool Google Alerts
Diese Einstellungen kannst Du in Google Alerts vornehmen.

Begriffe, die Du auf jeden Fall auf diese Weise überwachen solltest, sind:

  • Dein eigener Name
  • der Name Deines Unternehmens
  • Dein(e) Produktname(n)
  • Namen der von Dir durchgeführten Challenges und Aktionen
  • Namen Deiner Mitbewerber, ihrer Unternehmen und ihrer Produkte

Talkwalker Alerts

Ganz ähnlich funktionieren die Alerts des Anbieters Talkwalker – solltest Du also auf der Suche nach einer Alternative oder einer Ergänzung zu Google Alerts sein, bist Du bei Talkwalker genau richtig.

Likealyzer

Likealyzer ist ein feines kleines und seit Sommer 2018 leider nicht mehr völlig kostenloses Tool sogar auf Deutsch, das sich ausschließlich auf Facebook konzentriert. Wirklich gut gefällt mir an Likealyzer, dass es klein, einfach und übersichtlich ist. Wenn Du auf die einzelnen Punkte klickst, bekommst Du eine kurze Erklärung, was Du gut gemacht hast oder was Du besser machen könntest.

Die Infos, die der Likealyzer Dir gibt, findest Du alle auf einer einzigen Seite.

Likealyzer hat 2017 eine neue Oberfläche erhalten und sieht jetzt viel moderner aus. Die Informationen, die Du darüber bekommst, sind aber nahezu identisch geblieben.

Fanpage Karma

Fanpage Karma ist schon in der kostenfreien „abgespeckten“ Variante ziemlich fett, um im Bild zu bleiben. In der kostenpflichtigen (und nicht gerade billigen) Variante kannst Du eine Vielzahl von sogenannten Dashboards anlegen und Facebook, Twitter, YouTube, Google+, Instagram und Pinterest überwachen. Ich nutze es auch nur in der kostenfreien Version für Facebook – aber ich nutze es richtig gerne. Anfangs empfehle ich Dir, Dich wirklich sorgfältig durch jedes einzelne Menü und Untermenü zu klicken, es gibt so viel zu entdecken und zu lernen! Viele Informationen sind nicht nur über Deine eigene Facebook-Seite verfügbar, sondern auch über Deine Mitbewerber und Netzwerkpartner, so dass Du auch durch Vergleiche mit Deinen eigenen Aktionen herausfinden kannst, was auf Facebook gut funktioniert.

Social Media Monitoring Tool Fanpage Karma
Eine der vielen anschaulichen Statistiken von Fanpage Karma

Twittercounter

Twitter hat durch eine offene Programmierschnittstelle schon traditionell ein ganzes Heer an Drittanbieter-Tools hervorgebracht. Leider verabschieden sich diese Tools oft ebenso schnell, wie sie gekommen sind. Das gerade erst im Jahr 2016 von Twitter selbst eingeführte Twitter-Dashboard wurde schon im Januar 2017 wieder eingestampft. Dafür gibt es nun Twitter-Analytics – Du siehst, nichts ist so beständig wie der Wandel und es heißt immer „Dranbleiben“.

Das gilt leider auch für den Twittercounter, den es inzwischen leider nicht mehr gibt. In einer späteren Aktualisierung dieses Beitrags werde ich ein anderes Tool dafür aufnehmen.

So sah damals die Oberfläche des Twittercounters aus – eine schöne Möglichkeit, die eigenen Followerzahlen zu überwachen. Leider Geschichte.

Social Media Monitoring Tool Twittercounter
Mit dem Twittercounter bekommst Du eine gute Übersicht über die Entwicklung Deiner Follower-Zahlen.

Tailwind

Tailwind  ist ein Tool für die beiden bildstarken Social Media Netzwerke Pinterest und Instagram. Auch hier rate ich Dir, anfangs die angebotene Tour mitzumachen oder sehr systematisch durch die einzelnen Einstellungen zu gehen.

Mit Tailwind kannst Du nicht nur monitoren, sondern übrigens auch posten! Dafür gibt es auch extra Apps für iOS und Android.

Cyfe

Cyfe möchte so eine Art „One stop shop“ für Dich sein. Das Prinzip besteht darin, dass Du auf einem Dashboard für jede Kennzahl und jedes Tool, das Du verwendest, ein sogenanntes Widget ablegst und konfigurierst. Die Idee ist nett, in der kostenfreien Version stehen Dir maximal fünf Widgets zur Verfügung, leider gibt es noch weitere Einschränkungen, so dass Du beispielsweise nicht mehrere Twitter-Widgets verwenden kannst. Dafür ist das Tool – im Vergleich zu einigen der anderen hier – in der kostenpflichtigen Variante noch bezahlbar für Solopreneurinnen. Wenn Dir der dunkle Hintergrund nicht gefällt, kannst Du ihn übrigens auch umstellen und einen hellen verwenden.

Hootsuite

Die Hootsuite habe ich erst kürzlich in einem recht ausführlichen Artikel im Rahmen meiner Reihe der Social Media Planungstools vorgestellt, die ich auch in wenigen Wochen fortsetzen werde.

Auch die Hootsuite bietet Dir schon in der kostenfreien Version Monitoring-Informationen, zum Beispiel Klickstatistiken, wenn Du den hauseigenen Linkverkürzungsdienst Ow.ly einsetzt, oder auch eine Facebook oder Twitter „Overview“.

Buffer

Auch Buffer habe ich Dir kürzlich vorgestellt und auch Buffer bietet einige Statistiken, die Du für Dein Monitoring einsetzen kannst. Damit Du auch genug Anreiz hast, zum kostenpflichtigen „Awesome“-Plan zu wechseln, sind die Filtermöglichkeiten hier allerdings auch ziemlich begrenzt. Dafür kannst Du hier aber auch Zahlen für Google+ und LinkedIn erhalten, sofern Du Buffer nutzt, um dort zu posten.

Darf’s noch etwas mehr sein?

Wenn Du jetzt schon denkst, ich hätte einen Großteil der Social Media Monitoring Tools abgedeckt, so irrst Du Dich. Gerade bei der Verwendung kostenloser Lösungen fragst Du Dich zu Recht, ob es nicht auch weniger umständlich und mit weniger Tools gehen könnte. Klar geht das – wenn Du Dein Portemonnaie aufmachst (und zwar in der Regel ganz schön weit). Da Marketing nicht nur mit Kommunikation und bunten Bildern zu tun hat 😉 sondern ein knallhartes Zahlengeschäft ist (besonders für größere Unternehmen) lassen sich die Anbieter von Social Media Monitoring Tools ihre Auswertungen und Interpretationshilfen fürstlich bezahlen. Darum habe ich darauf verzichtet, Dir Werkzeuge etwa wie Social Mention, Crazyegg, Linkresearchtools, Brandwatch, Socialbakers, Opioniontracker, SumAll und noch viele mehr vorzustellen.

Fazit

Ich finde es auch für uns Solopreneurinnen wichtig, einen guten Überblick darüber zu gewinnen und zu behalten, wie sich unsere Social Media Aktivitäten entwickeln. Denn sonst ist alles nur ein Stochern im Heuhaufen und „Marketing by Hope„. Allerdings müssen Kosten und Nutzen in einem vernünftigen Verhältnis stehen – und auch der Zeitaufwand, den wir betreiben, um an das nötige Zahlenmaterial zu gelangen. Manchmal ist es eben klüger, ein paar Euro in die Hand zu nehmen, um unser kostbarstes Gut, unsere Zeit, zu sparen. Doch wenn das Budget gerade am Anfang noch knapp ist, können kostenlose Tools Dir helfen, um auf Kurs zu bleiben und Deine Social Media Marketing Aktivitäten nicht allein aus dem Bauch heraus zu planen, sondern auf handfesten Grundlagen.

Wie hältst Du es? Kennst Du schon die Tools, die ich Dir hier vorgestellt habe? Welche reizen Dich besonders und welche wirst Du künftig mal testen wollen? Schreib mir gern einen Kommentar – ich bin immer neugierig und interessiert daran, was Du von meinen Vorschlägen umsetzt.

5/5 (3 Reviews)

Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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