9 kostenlos nutzbare Tools für Dein Social Media Monitoring

Von Birgit Schultz

Januar 23, 2017


Letzte Aktua­li­sie­rung 16. Juni 2021 

In der ver­gan­ge­nen Woche habe ich Dir erklärt, warum Du auch als Solo­pre­neu­rin ein Social Media Moni­to­ring brauchst, was Du grund­le­gend beach­ten soll­test und wel­che Bord­mit­tel Dir so zur Ver­fü­gung ste­hen. Obwohl die Sta­tis­ti­ken, die bei­spiels­weise Face­book Dir zur Ver­fü­gung stellt, schon beacht­lich sind: Mit Bord­mit­teln ist es oft allein nicht getan.

Darum stelle ich Dir heute neun kos­ten­lose oder kos­ten­los in ein­ge­schränk­ter Form nutz­bare Tools vor, mit denen Du schon viele von Dei­nen Social Media Akti­vi­tä­ten “moni­to­ren” kannst. Diese sind noch lange nicht alle, die es gibt. Die Liste der Moni­to­ring-Tools scheint end­los und es bedeu­tet schon ein gehö­ri­ges Stück Recher­che-Arbeit, allein nur die Namen herauszufinden.

Eines der wich­tigs­ten kos­ten­lo­sen Moni­to­ring Tools erwähne ich nur hier zu Beginn, weil es so umfang­reich ist, dass es nicht nur einen eige­nen Blog­ar­ti­kel wert wäre, son­dern rich­tig dicke Bücher dazu erschie­nen sind. Ich spre­che natür­lich von Google Ana­ly­tics. Den einen oder ande­ren ein­füh­ren­den Arti­kel werde ich im Laufe des Jah­res dazu ver­öf­fent­li­chen, doch heute würde das den Blog­bei­trag hier ein­fach sprengen.

Google Alerts

Eines der ein­fachs­ten Tools, das Du nut­zen kannst, um für Dein Unter­neh­men wich­tige Begriffe zu über­wa­chen ist das kos­ten­lose Google Alerts. Es ist so ein­fach und sim­pel zu bedie­nen, dass es dumm wäre, es nicht für sich zu benut­zen. Du über­legst Du Dir Begriffe, die Du über­wa­chen (“moni­to­ren”) willst und erstellst dann einen Alert, also eine Benach­rich­ti­gung, indem Du einen der Begriffs ins Ein­ga­be­feld eintippst.

Schon wer­den Dir die pas­sen­den Web­sites und Blog­sei­ten ange­zeigt. Durch Klick auf den blauen But­ton kannst Du einen dau­er­haf­ten Alert erstel­len, die Optio­nen bie­ten Dir ver­schie­dene Ein­stell-Mög­lich­kei­ten, was die Häu­fig­keit der Alerts, die Quel­len, Spra­che, Region und Anzahl betrifft.

Aus­fül­len und fertig.

Social Media Monitoring Tool Google Alerts
Diese Ein­stel­lun­gen kannst Du in Google Alerts vornehmen.

Begriffe, die Du auf jeden Fall auf diese Weise über­wa­chen soll­test, sind:

  • Dein eige­ner Name
  • der Name Dei­nes Unternehmens
  • Dein(e) Produktname(n)
  • Namen der von Dir durch­ge­führ­ten Chal­len­ges und Aktionen
  • Namen Dei­ner Mit­be­wer­ber, ihrer Unter­neh­men und ihrer Produkte

Talkwalker Alerts

Ganz ähn­lich funk­tio­nie­ren die Alerts des Anbie­ters Talk­wal­ker — soll­test Du also auf der Suche nach einer Alter­na­tive oder einer Ergän­zung zu Google Alerts sein, bist Du bei Talk­wal­ker genau richtig.

Likealyzer

Likea­ly­zer ist ein fei­nes klei­nes und seit Som­mer 2018 lei­der nicht mehr völ­lig kos­ten­lo­ses Tool sogar auf Deutsch, das sich aus­schließ­lich auf Face­book kon­zen­triert. Wirk­lich gut gefällt mir an Likea­ly­zer, dass es klein, ein­fach und über­sicht­lich ist. Wenn Du auf die ein­zel­nen Punkte klickst, bekommst Du eine kurze Erklä­rung, was Du gut gemacht hast oder was Du bes­ser machen könntest.

Die Infos, die der Likea­ly­zer Dir gibt, fin­dest Du alle auf einer ein­zi­gen Seite.

Likea­ly­zer hat 2017 eine neue Ober­flä­che erhal­ten und sieht jetzt viel moder­ner aus. Die Infor­ma­tio­nen, die Du dar­über bekommst, sind aber nahezu iden­tisch geblieben.

Fanpage Karma

Fan­page Karma ist schon in der kos­ten­freien “abge­speck­ten” Vari­ante ziem­lich fett, um im Bild zu blei­ben. In der kos­ten­pflich­ti­gen (und nicht gerade bil­li­gen) Vari­ante kannst Du eine Viel­zahl von soge­nann­ten Dash­boards anle­gen und Face­book, Twit­ter, You­Tube, Google+, Insta­gram und Pin­te­rest über­wa­chen. Ich nutze es auch nur in der kos­ten­freien Ver­sion für Face­book — aber ich nutze es rich­tig gerne. Anfangs emp­fehle ich Dir, Dich wirk­lich sorg­fäl­tig durch jedes ein­zelne Menü und Unter­menü zu kli­cken, es gibt so viel zu ent­de­cken und zu ler­nen! Viele Infor­ma­tio­nen sind nicht nur über Deine eigene Face­book-Seite ver­füg­bar, son­dern auch über Deine Mit­be­wer­ber und Netz­werk­part­ner, so dass Du auch durch Ver­glei­che mit Dei­nen eige­nen Aktio­nen her­aus­fin­den kannst, was auf Face­book gut funktioniert.

Social Media Monitoring Tool Fanpage Karma
Eine der vie­len anschau­li­chen Sta­tis­ti­ken von Fan­page Karma

Twittercounter

Twit­ter hat durch eine offene Pro­gram­mier­schnitt­stelle schon tra­di­tio­nell ein gan­zes Heer an Dritt­an­bie­ter-Tools her­vor­ge­bracht. Lei­der ver­ab­schie­den sich diese Tools oft ebenso schnell, wie sie gekom­men sind. Das gerade erst im Jahr 2016 von Twit­ter selbst ein­ge­führte Twit­ter-Dash­board wurde schon im Januar 2017 wie­der ein­ge­stampft. Dafür gibt es nun Twit­ter-Ana­ly­tics — Du siehst, nichts ist so bestän­dig wie der Wan­del und es heißt immer “Dran­blei­ben”.

Das gilt lei­der auch für den Twit­ter­coun­ter, den es inzwi­schen lei­der nicht mehr gibt. In einer spä­te­ren Aktua­li­sie­rung die­ses Bei­trags werde ich ein ande­res Tool dafür aufnehmen. 

So sah damals die Ober­flä­che des Twit­ter­coun­ters aus — eine schöne Mög­lich­keit, die eige­nen Fol­lo­wer­zah­len zu über­wa­chen. Lei­der Geschichte. 

Social Media Monitoring Tool Twittercounter
Mit dem Twit­ter­coun­ter bekommst Du eine gute Über­sicht über die Ent­wick­lung Dei­ner Follower-Zahlen.

Tailwind

Tail­wind  ist ein Tool für die bei­den bild­star­ken Social Media Netz­werke Pin­te­rest und Insta­gram. Auch hier rate ich Dir, anfangs die ange­bo­tene Tour mit­zu­ma­chen oder sehr sys­te­ma­tisch durch die ein­zel­nen Ein­stel­lun­gen zu gehen.

Mit Tail­wind kannst Du nicht nur moni­to­ren, son­dern übri­gens auch pos­ten! Dafür gibt es auch extra Apps für iOS und Android.

Cyfe

Cyfe möchte so eine Art “One stop shop” für Dich sein. Das Prin­zip besteht darin, dass Du auf einem Dash­board für jede Kenn­zahl und jedes Tool, das Du ver­wen­dest, ein soge­nann­tes Wid­get ablegst und kon­fi­gu­rierst. Die Idee ist nett, in der kos­ten­freien Ver­sion ste­hen Dir maxi­mal fünf Wid­gets zur Ver­fü­gung, lei­der gibt es noch wei­tere Ein­schrän­kun­gen, so dass Du bei­spiels­weise nicht meh­rere Twit­ter-Wid­gets ver­wen­den kannst. Dafür ist das Tool — im Ver­gleich zu eini­gen der ande­ren hier — in der kos­ten­pflich­ti­gen Vari­ante noch bezahl­bar für Solo­pre­neu­rin­nen. Wenn Dir der dunkle Hin­ter­grund nicht gefällt, kannst Du ihn übri­gens auch umstel­len und einen hel­len verwenden.

Hootsuite

Die Hootsuite habe ich erst kürz­lich in einem recht aus­führ­li­chen Arti­kel im Rah­men mei­ner Reihe der Social Media Pla­nungs­tools vor­ge­stellt, die ich auch in weni­gen Wochen fort­set­zen werde.

Auch die Hootsuite bie­tet Dir schon in der kos­ten­freien Ver­sion Moni­to­ring-Infor­ma­tio­nen, zum Bei­spiel Klick­sta­tis­ti­ken, wenn Du den haus­ei­ge­nen Link­ver­kür­zungs­dienst Ow.ly ein­setzt, oder auch eine Face­book oder Twit­ter “Over­view”.

Buffer

Auch Buf­fer habe ich Dir kürz­lich vor­ge­stellt und auch Buf­fer bie­tet einige Sta­tis­ti­ken, die Du für Dein Moni­to­ring ein­set­zen kannst. Damit Du auch genug Anreiz hast, zum kos­ten­pflich­ti­gen “Awesome”-Plan zu wech­seln, sind die Fil­ter­mög­lich­kei­ten hier aller­dings auch ziem­lich begrenzt. Dafür kannst Du hier aber auch Zah­len für Google+ und Lin­kedIn erhal­ten, sofern Du Buf­fer nutzt, um dort zu posten.

Darf’s noch etwas mehr sein?

Wenn Du jetzt schon denkst, ich hätte einen Groß­teil der Social Media Moni­to­ring Tools abge­deckt, so irrst Du Dich. Gerade bei der Ver­wen­dung kos­ten­lo­ser Lösun­gen fragst Du Dich zu Recht, ob es nicht auch weni­ger umständ­lich und mit weni­ger Tools gehen könnte. Klar geht das — wenn Du Dein Porte­mon­naie auf­machst (und zwar in der Regel ganz schön weit). Da Mar­ke­ting nicht nur mit Kom­mu­ni­ka­tion und bun­ten Bil­dern zu tun hat 😉 son­dern ein knall­har­tes Zah­len­ge­schäft ist (beson­ders für grö­ßere Unter­neh­men) las­sen sich die Anbie­ter von Social Media Moni­to­ring Tools ihre Aus­wer­tun­gen und Inter­pre­ta­ti­ons­hil­fen fürst­lich bezah­len. Darum habe ich dar­auf ver­zich­tet, Dir Werk­zeuge etwa wie Social Men­tion, Cra­zy­egg, Lin­kre­se­arch­tools, Brand­watch, Social­bakers, Opio­nion­tra­cker, Sum­All und noch viele mehr vorzustellen.

Fazit

Ich finde es auch für uns Solo­pre­neu­rin­nen wich­tig, einen guten Über­blick dar­über zu gewin­nen und zu behal­ten, wie sich unsere Social Media Akti­vi­tä­ten ent­wi­ckeln. Denn sonst ist alles nur ein Sto­chern im Heu­hau­fen und “Mar­ke­ting by Hope”. Aller­dings müs­sen Kos­ten und Nut­zen in einem ver­nünf­ti­gen Ver­hält­nis ste­hen — und auch der Zeit­auf­wand, den wir betrei­ben, um an das nötige Zah­len­ma­te­rial zu gelan­gen. Manch­mal ist es eben klü­ger, ein paar Euro in die Hand zu neh­men, um unser kost­bars­tes Gut, unsere Zeit, zu spa­ren. Doch wenn das Bud­get gerade am Anfang noch knapp ist, kön­nen kos­ten­lose Tools Dir hel­fen, um auf Kurs zu blei­ben und Deine Social Media Mar­ke­ting Akti­vi­tä­ten nicht allein aus dem Bauch her­aus zu pla­nen, son­dern auf hand­fes­ten Grundlagen.

Wie hältst Du es? Kennst Du schon die Tools, die ich Dir hier vor­ge­stellt habe? Wel­che rei­zen Dich beson­ders und wel­che wirst Du künf­tig mal tes­ten wol­len? Schreib mir gern einen Kom­men­tar — ich bin immer neu­gie­rig und inter­es­siert daran, was Du von mei­nen Vor­schlä­gen umsetzt.

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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  1. Hallo Bir­git, danke für den — wie­der ein­mal — tol­len Arti­kel! Lei­der kommt man ja wirk­lich schnell an (kos­ten­freie) Gren­zen, was natür­lich aus Sicht des Anbie­ters nor­mal ist. Talk­wal­ker Alerts und Cyfe habe ich bis­lang “ver­passt”, schaue ich mir mal an. Fan­page Karma finde ich auch seehr teuer, kos­ten­freie Mög­lich­kei­ten finde ich für mich nicht aus­rei­chend. Aber ich schaue trotz­dem noch mal rein, dein Arti­kel moti­viert mich dazu. 🙂 Schöne Grüße

    1. Hallo Monika, ja, ich suche der­zeit auch noch nach “der” zau­ber­haf­ten Lösung, die die Netz­werke abdeckt, die ich nutze, aber eben nicht exor­bi­tant teuer ist. So 10 bis 20 Euro monat­lich darf es im Grunde schon kos­ten, mehr finde ich für meine Ansprü­che aber auch nicht gerecht­fer­tigt. Ich halte wei­ter die Augen auf und wenn es etwas gutes Neues gibt, werde ich sicher hier dar­über schreiben.
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

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