Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber A/B Test: Marketing heißt testen, testen, testen!
a/b Tests im Marketing: Testen wie im Labor

A/B Test: Marketing heißt testen, testen, testen!

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Es ist schon merk­wür­dig, alle den­ken immer, Pro­fis im Geschäft wür­den alles im ers­ten Wurf schaf­fen und hät­ten immer den sofor­ti­gen Durch­blick. Dabei stimmt das gar nicht.

Denn Mar­ke­ting besteht vor allen Din­gen aus einem:

Tes­ten, tes­ten, tes­ten!

Du kennst das viel­leicht aus der Markt­for­schung. Bei der Pro­dukt­ent­wick­lung wird getes­tet, ob Scho­ko­rie­gel XY den Kun­den schmeckt, ob diese oder eine andere Ver­pa­ckung bes­ser gefällt, oder ob ein klei­ner oder gro­ßer Scho­ko­rie­gel bes­ser bei den Kun­den ankommt.

Dass man auch die Wer­be­maß­nah­men tes­ten kann, ich vie­len gar nicht so klar. In der klas­si­schen Mar­ken­kom­mu­ni­ka­tion war und ist das gerade für kleine und mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men aus Kos­ten­grün­den auch nahezu unmög­lich. Im Online-Mar­ke­ting dage­gen ist das Tes­ten ein­fa­cher und güns­ti­ger als je zuvor.

Hier ist es sogar gera­dezu dumm, wenn du nicht tes­test. Was du sinn­voll tes­ten kannst und wie das funk­tio­niert, erkläre ich dir in die­sem Blog­bei­trag.

A/B Test

Wenn man im Mar­ke­ting etwas tes­tet, spricht man oft auch von A/B‑Test, Split-Test oder davon, etwas “gegen­ein­an­der lau­fen” zu las­sen.

Wenn du also einen von die­sen Begrif­fen bei­spiels­weise in dei­nem News­let­ter-Tool fin­dest, weißt du nun, worum es sich dabei han­delt.

Im Grunde genom­men wird ein­fach nur die Gesamt­menge Dei­ner Emp­fän­ger auf­ge­teilt. Die eine Hälfte erhellt die eine Vari­ante, andere Hälfte die andere Vari­ante. Soviel zum Grund­prin­zip.

In der Pra­xis kann man das dann natür­lich noch viel fein­tei­li­ger gestal­ten und nicht nur zwei Vari­an­ten gegen­ein­an­der tes­ten, son­dern viele.

Wo kannst du nun diese A/B‑Tests sinn­voll anwen­den? Diese Test sind immer da sinn­voll, wo man vor­her nicht weiß, wie die Ziel­gruppe reagie­ren wird.

Und das weiß man vor­her eigent­lich nie. 🙂

Ich setze diese A/B‑Tests bei­spiels­weise ein für:

  • Face­book-Anzei­gen
  • Google Adwords
  • News­let­ter
  • Lan­ding­pa­ges
  • Popups

Facebook-Anzeigen

Gerade bei Face­book anzei­gen bin ich immer wie­der über­rascht, was gut ankommt und was weni­ger. Mit der Zeit gewinnst Du natür­lich Erfah­rung. Trotz­dem kann deine Ziel­gruppe Dich immer wie­der über­ra­schen.

So habe ich im ver­gan­ge­nen Jahr ja meine “Ich ver­schenke mich für einen Tag-Aktion” gemacht, bei der ich 10 Bera­tun­gen á 30 Minu­ten an einem Tag ver­schenkt habe — nach dem Prin­zip: Wer zuerst kommt, hat gewon­nen. Die­ses Aktion habe ich nicht nur orga­nisch bewor­ben, son­dern auch über Face­book-Anzei­gen, weil ich damit bekann­ter wer­den und neue Ziel­grup­pen auf mich auf­merk­sam machen wollte.

Der erste Rutsch mit einem schö­nen net­ten Stock­foto lief gar nicht.

Stock­foto bei mei­ner “Ich ver­schenke mich für einen Tag”-Aktion im Sep­tem­ber 2016

Dann habe ich die­selbe Anzeige mit einem Foto von mir geschal­tet. Alles abso­lut iden­tisch — nur das Foto war anders.

Die­ses ein­fa­che Sel­fie funk­tio­nierte wesent­lich bes­ser!

Ergeb­nis: Bin­nen kür­zes­ter Zeit waren alle Slots belegt!

Danach war mir wie­der klar: Ich hätte sofort tes­ten sol­len (manch­mal bin ich näm­lich auch unge­dul­dig und möchte für mein eige­nes Mar­ke­ting gerne mal eine Abkür­zung neh­men) — hin­ter­her war ich dann wie­der ein­mal schlauer!

Damit es nicht zu einer unan­ge­neh­men Über­ra­schung kommt, emp­fehle ich dir, fol­gende Ele­mente gegen­ein­an­der zu tes­ten:

  • Texte
  • Bil­der
  • Hand­lungs­auf­for­de­run­gen
  • Ziel­grup­pen
  • Regio­nen
  • Schal­tungs­zei­ten
  • Typen (Bild, Video, Can­vas …)
  • die dazu­ge­hö­ren­den Lan­ding­pa­ges

Google Adwords

Auch wenn du Wer­bung mit Google Adwords schal­test, hast du viel­fäl­tige Mög­lich­kei­ten, was du da eigent­lich tes­ten kannst.

Nahe­lie­gend sind natür­lich die Texte und auch die URLs dei­ner Adwords, aber auch Ziel­grup­pen, Regio­nen, Schalt­zei­ten, Such- oder Dis­play-Netz­werk, mit Site­l­inks, ohne Site­l­inks mit oder ohne ande­ren Anzei­gener­wei­te­run­gen wie SMS oder Tele­fon­num­mer — das alles kannst du tes­ten.

Newsletter

Wenn du regel­mä­ßig einen News­let­ter ver­sen­dest, hast du auch hier viele Test­mög­lich­kei­ten.

Ein beson­ders wich­ti­ges Ele­ment bei dei­nem News­let­ter ist die Betreff­zeile. Gerade sie ent­schei­det dar­über, ob dein Leser die E‑Mail öff­net — oder nicht.

In dei­nen Mails kannst du tes­ten, ob eine bestimmte Anrede bes­ser funk­tio­niert, kurze oder lange Texte, ob Bil­der bes­ser ankom­men oder eine E‑Mail ohne Bil­der, ob du Links bes­ser aus­schreibst oder einen ordent­li­chen HTML-Link erzeugst und so wei­ter und so fort.

Du kannst tes­ten, ob die Öff­nungs­ra­ten bes­ser sind, wenn du mor­gens oder abends aus­sen­dest. Auch der Wochen­tag kann über die Öff­nungs­rate ent­schei­den.

PopUps

Natür­lich kannst Du auch auf dei­ner Web­site Tests durch­füh­ren. Kom­men PopUps bes­ser an, Rib­bons — oder soge­nannte Sli­deIns? Natür­lich ent­schei­det auch hier die Gestal­tung über den Zuspruch oder die Ableh­nung dei­ner Besu­cher. Darum kannst du auch hier vie­les tes­ten: Die Farbe des But­tons, die Schrift­art, den Text und die Text­länge, das Bild oder Video und im Prin­zip jedes ein­zelne andere Ele­ment auch.

Das Geheimnis guter Tests

Aber auch das Tes­ten will gelernt sein. Gerade anfangs wirst du dich fra­gen, wie lange ein A/B Test lau­fen muss, damit du aus­sa­ge­kräf­tige Zah­len bekommst. Das hängt natür­lich auch immer von dei­ner Ziel­gruppe ab. Wie viele Men­schen schaffst du über­haupt, zu errei­chen? Wenn du hier die Latte zu hoch legst, wird Dein Test mög­li­cher­weise nie abge­schlos­sen wer­den. Legst du die Latte zu nied­rig, hast du nur ein Zufalls­er­geb­nis. Pau­schale Zah­len kann ich darum hier nicht nen­nen.

Wei­ter­hin ist es wich­tig, dass Du immer nur ein ein­zi­ges Ele­ment ver­än­derst! Denn sonst weißt Du wie­der nicht, wel­ches Ele­ment den Aus­schlag gege­ben hat, ob eine Wer­bung erfolg­reich war oder nicht. Viele Tools, so auch der Face­book-Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger aber bei­spiels­weise auch mein News­let­ter-Pro­vi­der Active­Cam­paign oder mein Plugin für die PopUps, Rib­bons und OptIn For­mu­lare (Thri­ve­Leads) haben die Test­mög­lich­kei­ten bereits ein­ge­baut. Das macht die ganze Pro­ze­dur dann wesent­lich ein­fa­cher, weil man Grenz­werte fest­le­gen und den Vor­gang auto­ma­ti­sie­ren kann, so dass man nicht alles selbst in Echt­zeit über­wa­chen muss.

Hast du schon ein­mal A/B Tests durch­ge­führt? Oder arbei­test du ein­fach nach Bauch­ge­fühl? Wie sind deine Erfah­run­gen? Lass es mich gerne in den Kom­men­ta­ren wis­sen.

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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