24 Blog Tipps für Anfänger

Meine 24 besten Blog Tipps und Tricks für Anfänger

Blog Tipps für Anfän­ger gibt es gefühlt ebenso viele wie Blogs. Warum also noch eine wei­tere Tipp-Samm­lung? Ganz ein­fach: Viele Rat­schläge zum Blog­gen rich­ten sich an fort­ge­schrit­tene Blog­ger oder sol­che, die aus­schließ­lich mit ihrem Blog Geld ver­die­nen wol­len und kein loka­les Mar­ke­ting benö­ti­gen. Ich habe hier Blog Tipps zusam­men gestellt, die beson­ders rele­vant sind, wenn Du ers­tens gerade am Anfang stehst und zwei­tens mit Dei­nem Blog Dein Geschäft, Deine Bera­tungs­agen­tur oder Deine per­sön­li­che Dienst­leis­tung im Inter­net bewer­ben möch­test.

Gerade, wenn Du erst zu blog­gen beginnst, hast Du viele Fra­gen. Meine bes­ten Blog Tipps für Anfän­ger habe ich sorg­fäl­tig für Dich in die­sem Bei­trag zusam­men gestellt. Wenn Du dar­über hin­aus noch wei­tere Fra­gen hast, stelle Sie mir bitte als Kom­men­tar.

Blog Tipp 1
Nutze WordPress zum Bloggen

Beson­ders dann, wenn Du nicht sehr erfah­ren im Umgang mit dem Inter­net oder dem Com­pu­ter bist, wirst Du dar­über nach­den­ken, ob für Dich nicht eine der klas­si­schen Blog­platt­for­men wie WordPress.com, Blog­ger, Tumblr oder ein Bau­kas­ten wie Wix oder Jimdo aus­reicht. Auch viele Inter­net­pro­vi­der haben eigene Bau­kas­ten­sys­teme im Ange­bot.

Diese haben alle ihre Berech­ti­gun­gen, leis­ten heut­zu­tage ganz ordent­li­che Arbeit aber sie sind trotz­dem nichts für Dich! Mehr dazu kannst Du in mei­nem Bei­trag im Mar­ke­ting-Log­buch, Ist es mög­lich, mit einem Home­page-Bau­kas­ten pro­fes­sio­nelle Web­sites zu erstel­len, lesen.

Ein ent­schei­den­der Nach­teil aller die­ser Sys­teme ist, dass Du damit nicht die Zusatz­pro­gramme (Plugins) nut­zen kannst, die das Mar­ke­ting im Inter­net erst mög­lich und kom­for­ta­bel machen. Wei­ter­hin bie­ten sie in der Regel keine ver­nünf­ti­gen Anbin­dun­gen an die gän­gi­gen (meist aus dem anglo-ame­ri­ka­ni­schen Raum stam­men­den) E-Mail-Mar­ke­ting-Sys­teme (warum das wich­tig ist, erkläre ich in einem spä­te­ren Blog­bei­trag). Außer­dem hast Du bei den Bau­kas­ten-Sys­te­men keine Con­tent-Hoheit.

Gerade für Ein­stei­ger scheint es smart zu sein, dass sie mit Bau­käs­ten kos­ten­frei star­ten kön­nen. Doch schau mal genau hin, was Dir kos­ten­frei gebo­ten wird! Alles, was Du wirk­lich für eine geschäft­li­che Nut­zung brau­chen wirst, ist mit Zusatz­kos­ten ver­bun­den. Schnell zahlst Du dann hier genau so viel wie mit einem selbst gehos­te­ten Blog — oder sogar mehr! Eine eigene Domain, mehr Spei­cher­platz, Plugins, modi­fi­zier­bare Tem­pla­tes, Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung — alles musst Du extra bezah­len. Da kannst Du auch gleich selbst Hand anle­gen.

Im Affen­blog Chim­pify-Blog wird die Ent­schei­dung für eine andere Platt­form als Word­Press sogar als der schlimmste Feh­ler beschrie­ben.

Viele Inha­ber loka­ler Unter­neh­men haben erst mit einer klas­si­schen Blog­platt­form begon­nen und wech­seln dann doch zu einer eige­nen Word­Press-Instal­la­tion. Der bekannte Maler­meis­ter Deck bei­spiels­weise, hat auch erst die­sen Umweg genom­men. Mach es also gleich von Anfang an rich­tig — es erspart Dir Geld, Zeit und Mühe.

Blog Tipp 2
Wähle eine Domain mit Deinem Hauptkeyword

Wenn mög­lich, suche Dir eine Domain mit Dei­nem Haupt­key­word aus. Auch wenn das nur einer von rund 200 Fak­to­ren ist, mit denen Google die Posi­tio­nie­rung Dei­ner Bei­träge in den Such­ergeb­nis­sen bestimmt, bleibt es ein wich­ti­ger Fak­tor. Schau Dir mal so ein ein­zel­nes Such­ergeb­nis an! Kommt das Such­wort in der Domain vor, so hebt Google es im Snip­pet (ein ein­zel­nes Such­ergeb­nis) fett her­vor. Für den Suchen­den ist das ein wich­ti­ges Signal, das ihm sagt: Hier geht es wirk­lich um das Thema nach dem ich suche.

Blog Tipp 3
Suche Dein Theme sorgfältig aus

Dein Theme ist das Lay­out oder Design Dei­nes Blogs. Wenn Du Word­Press frisch instal­liert hast, ist bereits ein Stan­dard-Theme vor­ge­ge­ben. In der Regel heißt es »Twenty-irgend­ei­ne­Jah­res­zahl« und hängt davon ab, wann Du Word­Press zum ers­ten Mal her­un­ter­ge­la­den und instal­liert hast. Diese The­mes haben den Vor­teil, klar und über­sicht­lich zu sein. Lei­der benut­zen sie natür­lich auch viele Men­schen und Dein Blog sieht damit so aus wie viele andere. Ich nutze für mei­nen ande­ren Blog, das Mar­ke­ting-Log­buch selbst seit vie­len Jah­ren so ein Theme, denn das Mar­ke­ting-Log­buch hat für mich nicht den Zweck der Kun­den­ge­ne­rie­rung, son­dern der Kun­den­bin­dung und dient als »Show­case« für meine Semi­nare, die ich bei­spiels­weise für die Busi­ness Aca­demy Ruhr an den Indus­trie und Han­dels­kam­mern gebe.

Im Gegen­satz zu die­sem Anwen­dungs­sze­na­rio willst Du mit Dei­nem Blog neue Kun­den gewin­nen. Also mach Dich hübsch!

Blog Tipp 4
Finde Dein Thema

Beginnst Du frisch zu blog­gen, suchst Du wahr­schein­lich noch nach Dei­nem Thema. Mach Dir so früh wie mög­lich Gedan­ken dar­über, wor­über Du blog­gen willst. Bes­ser ist es, die The­men (zunächst) enger zu fas­sen und erst spä­ter zu erwei­tern. Deine Leser wer­den Dir schon sagen, was sie wirk­lich inter­es­siert und was sie von Dir wis­sen wol­len. Ver­su­che, eine Nische zu beset­zen und über etwas aus Dei­ner Bran­che zu blog­gen, was sonst nie­mand tut.

Blog Tipp 5
Richte die Inhalte an den Interessen Deiner Leser aus

Gerade, wenn Du am Anfang stehst, weiß Du zwar, wor­über Du schrei­ben möch­test, aber Du kannst nur Annah­men dar­über machen, was die Leser tat­säch­lich inter­es­siert. Die ers­ten Bei­träge kannst Du nur auf der Basis Dei­ner Ver­mu­tun­gen und Recher­chen erstel­len. Doch ganz schnell wirst Du die ers­ten Kom­men­tare und Rück­mel­dun­gen erhal­ten. Diese soll­test Du sehr genau lesen, um dar­aus Deine Schlüsse zu zie­hen. Auch die Sta­tis­ti­ken zu Dei­nem Blog hel­fen Dir, her­aus­zu­fin­den, wel­che The­men tat­säch­lich für Deine Leser inter­es­sant sind. Du darfst auf Dei­nem Blog alles machen, aber nicht, Deine Leser lang­wei­len!

Blog Tipp 6
Blogge strategisch mit einem Redaktionsplan

Stra­te­gie gewinnt die Schlacht. Darum soll­test Du stra­te­gisch klug blog­gen und Dir einen Redak­ti­ons­plan erstel­len, mit dem Du den Über­blick über Deine geschrie­be­nen und geplan­ten Bei­träge behältst. Außer­dem ist es immer leich­ter, einen Bei­trag zu ver­fas­sen, wenn Du weißt wor­über Du schrei­ben willst. Alles, was sonst noch grund­sätz­lich wich­tig für einen Redak­ti­ons­plan ist, habe ich in mei­nem Blog­bei­trag »Warum Du einen Redak­ti­ons­plan erstel­len musst« zusam­men­ge­fasst.

Blog Tipp 7
Schreibe Deine Beiträge vor und nutze die 24-Stunden-Probe

Du kannst Dei­nen Blog­bei­trag direkt in Word­Press ver­fas­sen. Mit dem neuen ablen­kungs­freien Edi­tor­mo­dus ist das sogar recht kom­for­ta­bel. Ich rate Dir trotz­dem davon ab.

Du wärst nicht die erste, bei der plötz­lich das Zwi­schen­spei­chern in Word­Press aus irgend einem unver­ständ­li­chen Grund nicht funk­tio­niert. Schnell ist da die Arbeit von ein, zwei oder gar drei Stun­den ins Nir­wana geschos­sen.

Wenn Du direkt in Word­Press schreibst, neigst Du außer­dem dazu, zu schnell auf den »Ver­öf­fent­li­chen« Knopf zu drü­cken. Gerade anfangs wirst Du froh sein, über­haupt einen Arti­kel fer­tig gestellt zu haben, und dann soll der auch so schnell wie mög­lich »raus«. Das ist aber nicht klug. Bes­ser ist es, Dei­nem Bei­trag eine gewisse Rei­fe­phase zu gön­nen. 24 Stun­den sind opti­mal, wenn Du mehr Erfah­rung im Schrei­ben hast, tut es auch eine kür­zere Phase.

Jeden­falls fällt Dir das leich­ter, wenn Du Dei­nen Blog­ar­ti­kel erst vor­schreibst. Mit wel­chem Pro­gramm Du das machst, ist Dir alleine über­las­sen. Viele schrei­ben in Word oder Wri­ter vor. Vor­teil­haft ist auch das Schrei­ben mit Google Docs, denn hier musst Du Dich nicht um das Abspei­chern küm­mern und Du kannst welt­weit mit jedem Brow­ser auf Deine Texte zugrei­fen (das kann wich­tig sein, sollte Dein PC plötz­lich den Dienst ver­wei­gern). Ich schreibe meine Blog­bei­träge gern in dem Pro­gramm Scri­vener vor, habe aber auch schon mit Simp­le­Note und Ever­Note expe­ri­men­tiert. Auch das ablen­kungs­freie Schreib­pro­gramm Wri­te­M­on­key eig­net sich gut.

Ist Dein Blog­bei­trag fer­tig, lässt Du ihn eine Weile ruhen, mit fri­schem Blick schaust Du ihn Dir dann neu an. Blöde For­mu­lie­run­gen, Gram­ma­tik- und Recht­schrei­be­feh­ler fin­dest Du dann sehr schnell. Du kannst Dir auch Dei­nen Text laut vor­le­sen und merkst dann, ob Du einen flüs­sig geschrie­be­nen Text hast, oder umfor­mu­lie­ren musst.

Im Detail habe ich meine Vor­ge­hens­weise im Arti­kel Mein redak­tio­nel­ler Work­flow beschrie­ben.

Blog Tipp 8
Veröffentliche nur Deine besten Beiträge

Klasse statt Masse ist das ent­schei­dende Stich­wort! Wenn Du mit einem Blog­bei­trag unzu­frie­den bist, ver­öf­fent­li­che ihn nicht. Lege ihn zunächst ein­mal ad acta (nicht löschen!) und lasse ihn wei­ter rei­fen. Nach einer Ruhe­phase und gründ­li­chen Über­ar­bei­tung wirst Du ihn schon noch nut­zen kön­nen.

Mir geht es oft so, dass ich einen Blog­bei­trag plane und vor­be­reite und wenn ich dann zu schrei­ben beginne fest­stelle, dass das jetzt nicht der rich­tige Bei­trag ist. Dann bleibt er im aktu­el­len Zustand und ich schreibe den Bei­trag, der mir gerade leich­ter fällt. Der ist dann in der Regel auch bes­ser. Und Deine Leser ver­die­nen den bes­ten Bei­trag, den Du gerade schrei­ben kannst.

Blog Tipp 9
Recherchiere gründlich und schreibe ausführlich

Gerade Anfän­ger machen den Feh­ler, zu schnell einen Bei­trag als »fer­tig« anzu­se­hen. Dabei geht der Bei­trag noch gar nicht rich­tig in die Tiefe. 300 Wör­ter sollte ein Blog­bei­trag min­des­tens haben. Vie­len fällt das schon schwer. Ab 1000 Wör­ter geht Google davon aus, dass Du ein Thema umfas­send bear­bei­tet und beleuch­tet hast (und belohnt das mit einem bes­se­ren Ran­king). Der Trend geht ein­deu­tig zu län­ge­ren Bei­trä­gen. Du wirst mer­ken, dass Du lange Bei­träge nur ver­fas­sen kannst, wenn Du vor­her gründ­lich recher­chiert hast und weißt, wor­über Du schrei­ben willst.

Die­ser Bei­trag hier ist übri­gens rich­tig lang gewor­den und hat mehr als 3300 Wör­ter.

Blog Tipp 10
Finde Deinen Schreibstil

Jeder Blog­ger sollte sei­nen eige­nen Schreib­stil haben. Opti­mal ist es, wenn man Dei­nen Stil sogar erkennt, wenn Du gar nicht unter eige­nem Namen bloggst. Dafür musst Du aber schon viel geschrie­ben haben.

Achte vor allem dar­auf, dass Du

  • deut­li­che Absätze machst,
  • Deine Sätze nicht zu lang wer­den,
  • Du zwi­schen lan­gen und kur­zen Sät­zen wech­selst und damit das Lese­tempo steu­erst,
  • nicht zu viele Neben­sätze ver­wen­dest,
  • die kor­rekte Recht­schrei­bung und Gram­ma­tik nicht ver­gisst,
  • Auf­zäh­lun­gen wie diese hier ver­wen­dest,
  • und auch Her­vor­he­bun­gen ein­baust, die dem Leser beim schnel­len Über­flie­gen (Scan­nen) hel­fen.

Blog Tipp 11
Optimiere Deine Texte für Menschen und Suchmaschinen

Der Begriff »Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung« ist Dir inzwi­schen auch schon begeg­net. So wich­tig das Thema auch ist: Lass Dir ver­si­chern, dass Du schon vie­les auto­ma­tisch rich­tig machst, wenn Du mit Dei­nem Leser vor Augen Dei­nen Bei­trag schreibst. Jonas Tiet­gen hat eine tolle Reihe zum Thema Such­ma­schi­nen­op­ti­me­rung auf sei­nem Blog WP Nin­jas. Ehe ich hier alles wie­der­hole, lies am bes­ten dort mit. Wenn Du tie­fer in das Thema ein­stei­gen möch­test, emp­fehle ich Dir die Lek­türe des Online-Maga­zins Such­ra­dar.

Blog Tipp 12
Schreibe und veröffentliche regelmäßig

Jeder erfolg­rei­che Blog­ger wird Dir ver­si­chern, dass es wich­ti­ger ist, dass Du regel­mä­ßig bloggst als dass Du viel bloggst. Setze Dich also nicht mit Vor­ga­ben wie »ich muss jeden Tag blog­gen« unter Druck. Das hältst Du als Betrei­ber eines Geschäfts oder als Bera­ter oder Dienst­leis­ter sowieso nicht durch. Bes­ser, Du bloggst nur ein­mal wöchent­lich, oder auch ein­mal alle vier­zehn Tage, als dass Du am Anfang die Bei­träge raus­haust wie ein Maschi­nen­ge­wehr und nach kur­zer Zeit fest­stel­len musst, dass Dein Revol­ver Lade­hem­mung hat. Robert Wel­ler hat einen infor­ma­ti­ven Bei­trag zur Kon­ti­nui­tät im Blog­gen geschrie­ben, den ich Dir zu lesen emp­fehle.

Blog Tipp 13
Verlinke auf passende Beiträge anderer Blogger

Auch, wenn es zunächst wider­sin­nig erscheint: Ver­su­che, auf andere Blog­ger und ihre Bei­träge zu ver­lin­ken. Das hat für Dich ver­schie­dene Vor­teile: Du machst andere Blog­ger auf Dich auf­merk­sam und hast spä­ter viel­leicht ein­mal die Gele­gen­heit, einen Gast­bei­trag auf deren Blogs zu plat­zie­ren — was Dir wie­derum neue Leser ein­brin­gen wird. Es stei­gert also Deine Bekannt­heit. Außer­dem mag Google keine Sack­gas­sen im Inter­net. Weil das Inter­net von Ver­lin­kung lebt und sein Wesen aus­macht. Somit kom­men auch externe Links Dei­ner Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ent­ge­gen. Und schließ­lich möch­test Du ja selbst, dass man auch auf Deine Bei­träge ver­linkt — also gehst Du am bes­ten mit gutem Bei­spiel voran.

Blog Tipp 14
Lies die Beiträge anderer Blogger

Der vor­an­ge­gan­gene Tipp erfor­dert aller­dings, dass Du die Bei­träge in ande­ren Blogs ver­folgst. Woher soll­test Du sonst wis­sen, wor­auf Du ver­lin­ken kannst?! Die Lese­zeit ist kei­nes­falls tote oder ver­schwen­dete Zeit. Das Lesen ande­rer Blogs bie­tet Dir noch wei­tere Vor­teile:

  • Du erwei­terst Dei­nen Hori­zont,
  • Du bleibst in Dei­ner Bran­che infor­miert,
  • Du kannst Dich mit ande­ren Blog­gern ver­net­zen,
  • Du betreibst gezielte Mit­be­werbs­be­ob­ach­tung und
  • Du erhältst viele neue Impulse und Ideen für Dei­nen eige­nen Blog.

Blog Tipp 15
Hinterlasse Kommentare auf anderen Blogs

Die­ser Tipp hat nur indi­rekt mit dem Blog­gen zu tun, ist aber sehr wich­tig, um Dei­nen Blog bekannt zu machen. Das Schöne an Blogs ist die Mög­lich­keit zur Inter­ak­tion. Mit Dei­nen Lesern und Dei­nen Kun­den. Kom­men­tiert nie­mand bei Dir, so bist Du trau­rig und hast das Gefühl, dass Du zwar beob­ach­tet wirst, aber nie­mand mit Dir reden mag.

Darum geh’ mit gutem Bei­spiel voran. Nimm Dir beim Lesen der ande­ren Blogs die fünf Minu­ten, die es kos­tet, einen klei­nen Kom­men­tar zu schrei­ben. Belohne den Blog­ger, wenn Dir sein Bei­trag gefal­len hat, indem Du ihm kurz ein paar nette Worte schreibst. Stelle Fra­gen, wenn Du mehr wis­sen willst. Geh’ in den kri­ti­schen Dis­kurs, wenn Du nicht ein­ver­stan­den bist mit dem, was Du da liest.

Viel­leicht kennst Du den Blog­ger per­sön­lich, weil es sich um einen Unter­neh­mer aus Dei­ner Nach­bar­schaft han­delt. Dann ist es beson­ders schön, wenn Ihr Euch gegen­sei­tig die Bälle zuwer­fen könnt.

Das Kom­men­tie­ren för­dert also nicht nur den Aus­tausch, son­dern auch die Ver­net­zung. Zumal Du ganz char­mant auch auf Dei­nen eige­nen Blog ver­wei­sen kannst und die Blo­ga­dresse hin­ter­le­gen kannst. Hat der Blog­ger nicht gerade die Kom­men­tar­links auf »no fol­low« gestellt, erhältst Du gleich noch einen Backlink auf Dei­nen Blog — und das ist wie­derum gut für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung!

Blog Tipp 16
Verwende Bilder, aber achte auf das Urheberrecht

So span­nend es ist, Deine Bei­träge zu lesen, ver­giss die Bil­der nicht! Der Mensch ist ein Augen­tier und min­des­tens ein Bei­trags­bild soll­test Du Dei­nem Blog gön­nen. Alleine schon des­halb, weil das Bei­trags­bild beim Tei­len Dei­nes Bei­trags in den Social Media »mit­ge­schickt« wird. Was mich auf das Thema Urhe­ber­recht bringt. Nach aktu­el­ler Recht­spre­chung musst Du den Urhe­ber eines Bil­des direkt am oder im Bild nen­nen. Zum Bei­spiel in der Form © Häns­chen Klein — stockdatenbank.xy. (Das Copy­right­zei­chen kannst Du ein­fach mit der Alt-Taste und den Zah­len 0–1-6–9 auf dem Zif­fern­block erzeu­gen). Das zu ver­ges­sen, kann Dir eine teure Abmah­nung ein­brin­gen. Eine Aus­nahme bil­den Fotos mit der so genann­ten CC0-Lizenz. Wie Du gute Bil­der für Dei­nen Blog fin­dest, erfährst Du eben­falls in mei­nem Blog.

Bes­ser noch sind gleich eigene Bil­der. Digi­tal­ka­me­ras sind heute nicht mehr teuer und ein Smart­phone hast Du wahr­schein­lich auch. Schieße bei jeder Gele­gen­heit Bil­der aus Dei­nem Geschäft, bei der Arbeit mit Dei­nen Kun­den, wenn Du Vor­träge hältst, ein Groß­pro­jekt vor­be­rei­test und bei allen ande­ren Gele­gen­hei­ten, die Dir ein­fal­len. Dann weißt Du, dass die Bil­der Dir gehö­ren und Du kei­nen Urhe­ber nen­nen musst.

Aber Ach­tung.

Eine Rechts­falle gibt es auch hier. Sind auf Dei­nen Fotos Per­so­nen abge­bil­det, so brauchst Du auf jeden Fall deren schrift­li­ches (!) Ein­ver­ständ­nis, dass sie mit einer Ver­öf­fent­li­chung im Inter­net ein­ver­stan­den sind!

Blog Tipp 17
Fordere zu Kommentaren auf und reagiere darauf

Nicht jeder ist auf dem Weg, wie Du ein pro­fes­sio­nel­ler Blog­ger zu wer­den. Viele Men­schen lesen Blogs, ohne selbst zu blog­gen. Diese wis­sen nicht unbe­dingt, dass Du auf einen Kom­men­tar war­test.

Darum ist es wich­tig, dass Du spä­tes­tens am Ende Dei­nes Blog­bei­trags den Leser auf­for­derst, einen Kom­men­tar abzu­ge­ben. Du liest jetzt hier schon eine Weile mit. Erin­nerst Du Dich? Ich habe Dich am Anfang auf­ge­for­dert, Deine Fra­gen als Kom­men­tar zu hin­ter­las­sen. Ich werde Dich auch am Ende des Bei­trags noch ein­mal darum bit­ten.

Die Auf­for­de­rung, einen Kom­men­tar zu hin­ter­las­sen, nennt man »Call to Action«, kurz CTA. Das muss nicht unbe­dingt die Auf­for­de­rung zu einem Kom­men­tar sein. Du kannst auch auf­for­dern, Dei­nen News­let­ter zu abon­nie­ren, in Dein Geschäft zu kom­men, zum Tele­fon zu grei­fen, um Dich anzu­ru­fen und einen Ter­min zu machen oder was immer Dir noch ein­fällt. Nur achte dar­auf, nicht mehr als eine Auf­for­de­rung zu stel­len — denn dann weiß Dein Leser wie­der nicht, was er machen soll.

Blog Tipp 18
Bewirb Deine Beiträge in den Social Media

Nichts ist frus­trie­ren­der für einen Blog­ger, als keine Leser zu haben.

Mit dem Blog­gen ver­hält es sich so, wie mit Dei­nem Geschäft oder Dei­ner Bera­tung: Ohne, dass Du dafür Wer­bung machst, wird nie­mand kom­men. Per Zufall kommt zumin­dest anfangs sel­ten jemand vor­bei — und bis dass Du es für ein Key­word auf Seite 1 bei Google schaffst, wirst Du auch eine Weile brau­chen.

Nutze folg­lich Social Media, um Deine Blog­bei­träge bekannt zu machen. Wie das im Detail funk­tio­niert, erkläre ich Dir in den kom­men­den Blog­bei­trä­gen.

Blog Tipp 19
Nutze Blogparaden, um Deinen Blog bekannter zu machen

Blog­pa­ra­den sind eine tolle Sache. Meist sind es eta­blierte und bekann­tere Blog­ger, die zu Blog­pa­ra­den auf­for­dern. Eine Blog­pa­rade ist eine Samm­lung von Bei­trä­gen ver­schie­de­ner Blog­ger zu einem bestimm­ten Thema zu einer bestimm­ten Zeit. Bis zu einem gege­be­nen Ter­min hat jeder, der sich ange­spro­chen fühlt, die Gele­gen­heit, einen Bei­trag zum aus­ge­ru­fe­nen Thema zu ver­fas­sen. Über einen Kom­men­tar infor­mierst Du den Aus­rich­ter der Blog­pa­rade dar­über, dass Du auch einen Bei­trag geschrie­ben hast. In der Regel wird Dein Bei­trag dann ver­linkt und Du bekommst viele neue Leser, denn die Ver­fas­ser der ande­ren Bei­träge sind ja auch alle neu­gie­rig, was die ande­ren geschrie­ben haben. Nimm Dir auf jeden Fall die Zeit, wenigs­tens einige der ande­ren Bei­träge zu lesen und zu kom­men­tie­ren. So lernst Du viel hinzu, kannst Dich ver­net­zen und Deine Kom­pe­tenz bewei­sen. Bist Du spä­ter dann bekann­ter, kannst auch Du mal eine Blog­pa­rade aus­rich­ten. Auf dem Blog Bloganfänger.de erfährst Du noch mehr über Blog­pa­ra­den.

Blog Tipp 20
Halte Deine Software (WordPress & Plugins) immer aktuell

Jetzt noch etwas Tech­ni­sches! Word­Press ist eines der am wei­tes­ten ver­brei­te­ten Blog­sys­teme — und das nicht ohne Grund. Lei­der sorgt das auch dafür, dass viele Hacker ver­su­chen, diese Blogs zu kna­cken. Ohne jetzt die Gründe genauer zu beleuch­ten (das würde die­sen Arti­kel nun wirk­lich spren­gen), ist es mir wich­tig, dass Du Deine Soft­ware auf dem Ser­ver aktu­ell hältst. Denn mit jedem Update wer­den Sicher­heits­lü­cken gestopft. Je schnel­ler Du das Update instal­lierst, desto schnel­ler und bes­ser bist Du geschützt. Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede, mein ers­ter Blog, die Mar­ke­ting-Oase, wurde 2008 im Herbst gehackt. In mei­ner Not, weil ich die Lücke nicht fand, habe ich alles gelöscht. Ich könnte heute schon viel wei­ter sein!

Blog Tipp 21
Erweitere und verbessere Deinen Blog kontinuierlich

Anfangs kannst Du nicht an alles den­ken und anfangs ver­stehst Du auch nicht, wofür was gut sein soll. Was sind Wid­gets? Wozu brau­che ich Social Media Links? Wie baue ich ein Pop Up ein? Woher bekomme ich aus­sa­ge­kräf­tige Sta­tis­ti­ken? Diese Fra­gen kön­nen Dich ganz schön zurück wer­fen und ver­hin­dern, dass Du über­haupt mit dem Blog­gen beginnst. Mein Rat: Ent­spann Dich! Fange erst ein­mal an und lerne Schritt für Schritt, was Du über­haupt brauchst und wie es funk­tio­niert. Aber bleibe auf dem Lau­fen­den und ver­bes­sere Dei­nen Blog kon­ti­nu­ier­lich. Denn stän­dig wird etwas neues erfun­den — und wer weiß, viel­leicht ist das das letzte Quänt­chen, das Dei­nen Blog erfolg­reich macht!

Blog Tipp 22
Überwache Deine Besucherzahlen

Am bes­ten ist es, wenn Du Dir im Vor­feld smarte Ziele für Dein Blog setzt. Smarte Ziele — das stammt aus dem Eng­li­schen und ist ein Akro­nym:

S

steht für spe­zi­fisch,

M

für mess­bar,

A

für akzep­tiert,

R

für rea­lis­tisch und

T

für ter­mi­niert.

Nur, wenn Du Dir smarte Ziele setzt, kannst Du ent­schei­den, ob das, was Du tust und die dar­aus sich erge­ben­den Resul­tate erfolg­reich sind — oder eben nicht.

Doch dafür musst Du begin­nen, Deine Kenn­zah­len fest­zu­le­gen und zu mes­sen. Wie das geht, wirst Du auch in einem der künf­ti­gen Bei­träge erfah­ren.

Blog Tipp 23
Nutze Deinen Blog zur Gewinnung von Newsletter-Abonnenten

Schön, wenn Du viele Leser auf Dei­nem Blog hast.

Schön, wenn sie wie­der­kom­men.

Schön, wenn Sie lange auf Dei­nen Sei­ten ver­wei­len.

Aber was ist, wenn trotz­dem nie­mand in Dein Geschäft kommt oder Dich anruft und mit Dei­ner Dienst­leis­tung beauf­tragt? Du kannst ja gar nicht nach­ha­ken!

Wer waren denn die gan­zen Leser?

Hier kommt der News­let­ter ins Spiel. Nur mit der E-Mail-Adresse hast Du die Chance zu erfah­ren, wer Deine Leser wirk­lich sind. Nur mit der E-Mail-Adresse kannst Du Deine Leser direkt anspre­chen und ihnen ein kon­kre­tes Ange­bot machen. Nur mit der E-Mail-Adresse kannst Du direkt zum Dia­log auf­for­dern.

Darum gibt es auf den meis­ten Blogs auch Pop Ups, die Dich auf­for­dern, den News­let­ter zu abon­nie­ren. Das soll­test Du eben­falls tun.

Wenn Du hier ange­kom­men bist, sollte von rechts ein Sli­deIn erschei­nen, dass Dich exakt dazu auf­for­dert. Wenn Du das weg klickst, wirst Du noch ein­mal beim Ver­las­sen der Seite auf­ge­for­dert, Dich anzu­mel­den. Ich will Dich nicht ner­ven, aber ich möchte Dich ken­nen ler­nen und Dir regel­mä­ßig meine Neu­ig­kei­ten und ab und zu mal ein tol­les Ange­bot schi­cken. Das ist nicht schlimm, tut nie­man­dem weh und Du soll­test es auch tun. 🙂

Wenn Du mehr zu News­let­tern wis­sen möch­test, emp­fehle ich Dir meine Serie dazu. Steig ein­fach mit dem Arti­kel zur News­let­ter-Pro­vi­der-Wahl ein.

Blog Tipp 24
Habe Geduld, der Erfolg kommt nicht über Nacht

Über das Blog­gen neue Kun­den zu gewin­nen, funk­tio­niert nach­weis­lich — aber es geht nicht über Nacht. Du musst am Ball blei­ben und regel­mä­ßig schrei­ben. Du musst Deine Bei­träge bewer­ben. Und Du musst mit Dei­nen Lesern inter­agie­ren.

Das alles ist Arbeit und kos­tet Zeit — aber es bringt auch Erfolg. Abge­se­hen von der inves­tier­ten Zeit ist es die kos­ten­güns­tigste Art, Wer­bung für Dein loka­les Unter­neh­men zu machen. Ich begleite Dich gerne auf dem Weg zu Dei­nen neuen Kun­den. Also lies mit, abon­niere mei­nen News­let­ter und schreib mir in den Kom­men­ta­ren, wie Dir die 24 Tipps gefal­len haben und was Du gerne noch wis­sen möch­test. Danke!

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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