CoSchedule

CoSchedule – der Superheld unter den Social Media Planungstools?

CoSchedule ist ein Planungstool, das ich selbst nicht im Einsatz habe und auch noch nicht ausprobiert habe. Darum bin ich glücklich, dass Claudia Kauscheder von Abenteuer Homeoffice mir das Schreiben abgenommen hat und einen Gastartikel für mich geschrieben hat. Dies ist der vorletzte Artikel meiner Reihe zu den Social Media Planungstools. In der kommenden Woche folgt dann noch ein Vergleich.

Bereits vorgestellt habe ich diese Tools:

Das sind natürlich nicht alle Tools, die es derzeit auf dem Markt gibt, in meinen Augen aber die, die Du kennen solltest um zu entscheiden, ob und welche Du davon einsetzen möchtest.

Jetzt übergebe ich das Wort an Claudia!

Ich arbeite sehr gerne mit Vorlagen, Checklisten und verschiedenen Arten von Templates – und hasse es, über ein und die selbe Aufgabenstellung mehrmals nachzudenken.

Genauso ist es mit dem Planen meiner Social-Media Postings. Denn wenn ich einen meiner Blogartikel in meinen Netzwerken teilen möchte, dann ist das doch im Grunde immer gleich: am Tag der Veröffentlichung wird in Netzwerk A und B geteilt, drei Tage später in Netzwerk X und Y, usw.

Das heißt, der Workflow und Ablauf ist immer gleich – und sollte somit automatisierbar sein.

Schon vor Jahren, als ich noch kein Tool dafür verwendet habe, meine SocialMedia-Kanäle zu füllen, hat es mich genervt, mir immer wieder händisch auszurechnen, wann was gepostet werden soll. Im ersten Schritt hatte ich mir dazu eine Vorlage in Excel gemacht, die „ausgerechnet“ hat, welches Datum das wäre, später hatte ich mir sogar eine Datenbank-Anwendung dafür gebastelt.

Trotzdem musste ich z.B. über Hootsuite oder Postplanner alle Texte, Bilder und Links wieder händisch einfügen und planen.

Und dann kam CoSchedule. Das ist (soweit ich den Markt überblicke) das einzige Tool, das mit sogenannten Platzhaltern und Templates arbeitet. Aber dazu später mehr.

Welche Plattformen bedient CoSchedule?

Derzeit können Beiträge auf

  • Facebook (Privatprofil, Fanpage, Gruppen),
  • Twitter,
  • LinkedIn,
  • Tumblr,
  • Google+,
  • Pinterest und
  • Instagram

geplant werden. Ich selbst verwende es für Facebook (alle Arten von Profilen und Gruppen), Twitter und Pinterest.

Was ist das Besondere an CoSchedule?

CoSchedule ist nicht nur ein SocialMedia-Planungs-Tool, sondern auch ein Redaktions- und Produktionsplan, aber hier in dieser Beschreibung beschränke ich mich auf die SocialMedia-Planung, sonst wird es zu lang.

Wie schon in der Einleitung geschrieben, ist das Besondere daran, dass Platzhalter und Templates verwendet werden können (in der Version ab $30/Monat).

Technisch

Anders als z.B. Postplanner, etc. ist CoSchedule ein Plugin für WordPress, womit auch klar ist, dass sowohl das Produktions-Management als auch die Redaktionsplanung damit erledigt werden kann. Außerdem gibt es eine Browser-Ansicht dazu, die man auch außerhalb von WordPress bearbeiten kann und eine Erweiterung für den Chrome-Browser, um von dort aus direkt Inhalte zu verteilen.

Platzhalter

Es gibt Platzhalter für Texte, Bilder und Videos. Nehmen wir an, du möchtest bei deinen Kampagnen für einen Blogbeitrag immer drei verschiedene Bilder, ein Video, 3 verschiedene Hashtags, 3 verschiedene Teaser-Texte und 3 unterschiedliche Überschriften verwenden. Und das in den unterschiedlichsten Kombinationen. Händisch ganz sicher ein Alptraum.

Mit CoSchedule fügst du Platzhalter für all diese Medien und unterschiedlichen Kombinationen in ein Template ein und füllst sie dann, wenn du das Template verwendest, mit den Medien und Texten.

Templates

Templates sind im Prinzip die Posting-Pläne. Und hier kannst du natürlich mehrere Pläne anlegen. Wenn ich die Kampagne für einen frischen Blogbeitrag starte, dann ist der Posting-Plan ein anderer, als wenn ich einen älteren Beitrag neu posten möchte. In diesem Template verwendest du dann die Platzhalter für die unterschiedlichen Medien und Texte.

Kampagnen

Du hast zwei Möglichkeiten, Kampagnen zu starten. Einmal direkt unter dem Blogbeitrag für den jeweiligen Artikel oder aber auch für alle anderen Seiten oder Inhalte. So könntest du auch eine Kampagne für die Landingpage deines Freebies oder besondere Aktionen starten. Die Kampagnen können aus Templates bestehen oder auch händisch für einmalige Aktionen festgelegt werden. Auch hier mit oder ohne Platzhalter.

Erweiterung

Die Chrome-Erweiterung hat mich dann endgültig von CoSchedule überzeugt.

Denn ich teile ja nicht nur meine eigenen Blogbeiträge, sondern natürlich auch Inhalte von geschätzten KollegInnen. Diese Fremd-Inhalte hatte ich bis dahin im Postplanner geplant. So kam es aber vor, dass ich einen meiner Artikel auf meiner Fanpage über CoSchedule gepostet hatte – und zwei Minuten später einen Fremd-Inhalt über den Postplanner. Nicht unbedingt sinnvoll … Ich habe, nachdem mir das ein paar Mal passiert ist, am Vormittag immer meine eigenen und am Nachmittag fremde Inhalte geplant. Ist aber auch eher eine Krücke.

Mit der Erweiterung zum direkten Verteilen aus dem Netz heraus fließt nun alles in einen Kalender und ich sehe auf einen Blick, ob ich einen Kanal überstrapaziere oder unterversorge.

Wie sieht CoSchedule aus?

Hier ein Überblick über den Kalender mit jeder Menge Filter-Möglichkeiten (Pfeil), damit die Übersicht gewahrt bleibt. Diese Filter, d.z. unterschiedlichen Ansichten des Kalenders können übrigens auch gespeichert werden.

Direkt unter dem Blogbeitrag kann eine Kampagne gestartet werden – hier ohne Platzhalter und Template

Und im Vergleich dazu mit Platzhalter und Template vor dem Befüllen der Platzhalter und danach, wenn die Kampagne gestartet werden kann.

Vor dem Befüllen der Platzhalter:

Und hier die Ansicht einer (teilweise schon versendeten) Kampagne mit Hilfe eines Templates:

Was mir besonders gut an CoSchedule gefällt

  • Tolle, flott ladende Oberfläche, gleich im Blog, damit ist die Gefahr, auf das Teilen zu vergessen, geringer.
  • Mit den Platzhaltern und Templates spare ich extrem viel Zeit und die Postings wiederholen sich nicht 1:1.
  • Farbliche Markierung der unterschiedlichen Postings.
  • Browser-Erweiterung, um sofort von einer Seite aus zu teilen.
  • Ein Filter, um sich jeden einzelnen Kanal anzuschauen und nicht nur alle auf einen Blick.
  • Beim Verteilen von Fremd-Inhalten funktioniert das Taggen von anderen Profilen zu 90%.

Was mir nicht so gut an CoSchedule gefällt

Ganz ehrlich: da fällt mir nichts ein :-).

Natürlich sind die Preise ziemlich heftig … aber wenn du die Zeitersparnis deinem Stundensatz, den du von deinen Kunden erhältst, gegenübersetzt, dann ist das eine einfache Rechnung, dass sich der Einsatz lohnt. Inzwischen kostet es mich ca. 20 Minuten (inklusive Bilder in Canva gestalten und Text-Platzhalter befüllen), um einen Artikel über die nächsten 3 Monate zu promoten. Wenn ich das händisch machen würde …

Zuletzt noch die Kosten von CoSchedule

Ich habe mit dem kleinsten Plan um $15/Monat begonnen. Der beinhaltet allerdings weder Platzhalter, Templates, noch die Erweiterung für Google-Chrome. Wenn du das Look-and-Feel des Tools kennenlernen möchtest, dann reicht das aber vorerst wirklich. Inzwischen habe ich den Solo-Marketing-Plan ohne Requeuing für $30/Monat. In diesem Video aus einem meiner Kurse zeige ich dir, wo du den günstigeren Plan findest:

Und hier kannst du dir die Testversion von CoSchedule herunterladen.

Mein Fazit

Die Einarbeitungszeit in CoSchedule ist nicht ohne – schon alleine deswegen, weil es sinnvoll ist, dass du dir vorher intensive Gedanken darüber machst, wann du was wo posten möchtest – am Anfang steht also der Plan, wie so oft.

Wenn du dieses Tool für deine SocialMedia-Planung (oder vielleicht auch für deinen Redaktionsplan) spannend findest, dich aber nicht ganz alleine hineinfuchsen möchtest, dann trag‘ dich hier ein und ich informiere dich, sobald der Powertag „SocialMedia-Planung mit CoSchedule“ das nächste Mal stattfindet.

Über den Autor Claudia Kauscheder

Selbst schon seit ca. 20 Jahren im Home-Office tätig, unterstütze ich dich dabei, den Überblick und Fokus zu behalten. Damit du mehr Zeit für deine Herzensprojekte, Kunden und dich selbst hast.

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