Facebook Ads Anleitung Titelbild

Die große Facebook Ads Anleitung für Einsteiger

Letzte Aktualisierung 27. Dezember 2018

Ich freue mich riesig, dass ich nun hier bei Birgits Marketing-Zauber endlich meinen ersten Gastartikel veröffentliche, nachdem wir uns nun so lange und gut kennen. Es geht ausnahmsweise mal nicht um WordPress, wie man es von mir gewohnt ist, sondern um Facebook Ads.

Der Grund hierfür ist einfach:

Für mein Online-Business sind Facebook Ads der perfekte Weg, meine Angebote bekannter zu machen. Dadurch habe ich mir ein sehr umfangreiches Wissen zum Thema Facebook Anzeigen Marketing angeeignet und erziele nun regelmäßig Klickpreise von 1-3 Cent und Conversionpreise (für Newsletter-Anmeldungen) von 20 Cent.

Los gehts!

Wenn du online neue Kunden, Fans oder Kontakte für deine Newsletterliste gewinnen möchtest, kommst du um Facebook Ads nicht herum.

Mit ihnen kannst du deine Zielgruppe ganz gezielt erreichen, Anzeigen in verschiedenen Varianten ausspielen und dein Werbebudget perfekt verteilen.

In diesem Artikel möchte ich dir eine Einführung in die Facebook Ads geben, damit du erst einmal die Möglichkeiten, Zielgruppen, Anzeigenformate und alles weitere kennenlernst.

Ich nutze in diesem Artikel viele Anzeigenbeispiele von meiner Website „WP Ninjas„, da ich dort schon verschiedenste Facebook Anzeigen geschaltet habe.

Was sind Facebook Ads

Um es kurz zu machen, das hier ist eine Facebook Anzeige im Newsfeed:

Facebook Ads im Newsfeed

Und das hier ist eine Anzeige in der rechten Spalte:

Facebook Anzeige in der rechten Seitenleiste

Facebook Anzeige in der rechten Seitenleiste

Facebook Anzeigen sind also Möglichkeiten, für verschiedene Dinge über Facebook zu werben. Mit den Facebook Ads werden entweder eine Facebook Seite oder eine Webseite beworben. Um solche Anzeigen erstellen zu können, benötigt man lediglich einen Facebook Account und kann dort dann ein Werbekonto einrichten.

Die Ads können auf Facebook an unterschiedlichen Positionen platziert und für verschiedene Zielgruppen ausgespielt werden. Je nachdem, was beworben wird, können unterschiedliche Kampagnenziele ausgewählt werden.

Bringt das was oder will Facebook nur unser Geld?

Ich widme diesem Thema extra einen Abschnitt, da es unglaublich wichtig ist!

Natürlich möchte Facebook mit uns Werbetreibenden Geld verdienen. Das bedeutet allerdings nicht, dass dir mit Tricks das Geld aus der Tasche gezogen wird oder das du nichts davon hast.

Wenn du deine Facebook Anzeigen richtig schaltest, wirst du tolle Ergebnisse erzielen können.

Facebook hat bei der Ausstrahlung von Anzeigen das gleiche Ziel, wie bei der Optimierung des Newsfeeds: Jedem Nutzer möglichst relevante und hilfreiche Inhalte anzeigen.

Vorteile & Nachteile von Facebook Ads

Wie bei jeder Werbeart, gibt es auch bei Facebook Ads Vorteile und Nachteile. Die Vorteile überwiegen meiner Meinung nach deutlich und stellen die wenigen Nachteile in den Schatten. Aber überzeuge dich selbst:

Vorteile

  • du kannst deine Zielgruppe ganz genau festlegen
  • Funnel (Prozesse über mehrere Anzeigen) lassen sich einfach realisieren
  • es können sowohl kalte als auch warme Kontakte angesprochen werden
  • kaum Streuverluste durch die genaue Targetierung
  • sehr hohe Reichweite
  • Anzeigen können direkt an Freunde weiterempfohlen werden
  • Logo (Branding) wird auch ohne Klick unterbewusst wahrgenommen
  • Schon mit kleinem Budget (xx€) kann viel erreicht werden

Nachteile

  • oftmals ist keine direkte Kaufabsicht bei den Nutzern vorhanden
  • B2B meist nur schwer zu realisieren

Wie du siehst, gibt es gar nicht so viele Nachteile und da bei uns Solopreneuren oftmals keine Unternehmen angesprochen werden sollen, zählt dieser Nachteil gar nicht.

Wie die Kosten bei Facebook Ads entstehen

Zunächst einmal legst du bei einer Kampagne fest, welches Budget du investieren möchtest. Steuern kannst du das entweder über ein tägliches Budget, oder ein Gesamtbudget, das über die Dauer der Kampagne genutzt wird (hierzu muss eine Enddatum für die Kampagne festgelegt werden).

Zudem legst du beim Erstellen einer Kampagne fest, ob die Gebote für deine Anzeigen automatisch (Standardeinstellung) geschehen sollen oder ob du sie manuell festlegen möchtest.

Das Auktionssystem

Die tatsächlichen Kosten entstehen durch ein Auktionssystem. Jedes Mal, wenn jemand berechtigt ist, eine Anzeige zu sehen, findet eine Auktion statt. In dieser Auktion sind alle Anzeigen, die für diese Person ausgestrahlt werden könnten.

Der Gewinner der Auktion wird aus zwei Faktoren berechnet:

  1. Die Qualität & Relevanz der Anzeige für den Nutzer
  2. Das Gebot des Werbetreibenden

Generell ist zu sagen, dass Qualität und Relevanz für den Nutzer wichtiger sind, als das Gebot. In der Praxis bedeutet dies, dass eine Anzeige mit niedrigem Gebot aber hoher Qualität eine Anzeige mit hohem Gebot aber niedriger Qualität schlägt.

Die Qualität einer Anzeige wird aus mehreren Faktoren berechnet:

  • bisherige Interaktionen mit deinen Anzeigen
  • negatives Feedback für Ads
  • positives Feedback für Ads (Klicks, Videoaufrufe, App-Installationen)

Tatsächlich entstehende Kosten

Gewinnt deine Anzeige eine Auktion, wird sie dem Nutzer angezeigt. Dabei wird dir der Betrag in Rechnung gestellt, der ausreicht, um die anderen an der Auktion teilnehmenden Anzeigen zu überbieten.

Das bedeutet in der Praxis, dass du meistens weniger zahlst, als dein manuell bzw. automatisch festgelegtes, maximales Gebot.

Abgerechnet wird dann nach dem Schema, das du bei der Erstellung der Kampagne eingestellt hast. Entweder nach 1.000 Impressionen oder pro Klick.

Mögliche Ziele einer Facebook Anzeige

Wenn du Facebook Ads schaltest, wirst du natürlich ein gewisses Ziel damit verfolgen. Facebook unterstützt dich bei diversen Zielen, um hierfür die perfekten Anzeigen zu erstellen. Zudem gibt es je nach Auswahl unterschiedliche Einstellungsmöglichkeiten. So sind beispielsweise die Abrechnungsmethoden (pro View, pro Klick, pro 1.000 Impressionen) jeweils nicht bei jedem Ziel verfügbar.

Aktuell kann man bei Facebook zwischen zwei übergeordneten Arten wählen.

  • Auktion: die „klassische“ Art zu werben. Du versuchst hiermit deine Zielgruppe zum geringsten, möglichen Preis zu erreichen
  • Reichweite & Frequenz: Du zahlst einen Festpreis, um deine Zielgruppe so zu erreichen, wie du es willst

Normalerweise nutzt man hier die Auktion, da Anzeigen hiermit deutlich günstiger geschaltet werden.

Die möglichen Kampagnenziele sind eingeteilt in die Bereiche „Bekanntheit“, „Erwägung“ und „Conversion“. Du kannst auswählen zwischen:

  • Markenbekanntheit – Sprich Personen an, die mit höherer Wahrscheinlichkeit an deiner Marke interessiert sind
  • Reichweite – Du zeigst deine Facebook Ads so vielen Personen wie möglich
  • Traffic – Generiere Besucher für eine Webseite, oder einem anderen Ziel
  • Interaktionen – Erreiche für Beiträge mehr Nutzerhandlungen wie Likes, Veranstaltungsrückmeldungen oder Angebots-Beanspruchungen
  • App-Installationen – Sorge für mehr Installationen deiner App
  • Videoaufrufe – Rege mehr Menschen dazu an, ein Video aufzurufen
  • Leadgenerierung – Gewinne mit einem in Facebook integrierten Formular direkt neue Abonnenten (kein Double-Opt-In = In DE nicht erlaubt)
  • Conversions – Bring mehr Leute dazu, eine Handlung auf deiner Webseite zu vollziehen (Käufe, Eintragungen etc.)
  • Produktkatalogverkäufe – Spiele Werbung für Produkte aus deinem Produktkatalog an interessierte Personen aus
  • Besuche im Geschäft – Sorge für mehr lokale Besucher in deinem Geschäft

Wie du siehst ist für jeden Zweck was dabei. In der Praxis sind bei uns Solopreneuren „Traffic“, „Videoaufrufe“ und „Conversions“ die am häufigsten verwendeten Ziele.

Kampagnen, Anzeigegruppen und Anzeigen

Jede Werbekampagne auf Facebook ist in der gleichen Struktur aufgebaut. Die oberste Ebene bildet die Kampagne. In dieser Kampagne kann es mehrere Anzeigengruppen geben, in denen wiederum jeweils beliebig viele Anzeigen untergebracht sind.

Beispielsweise kann das dann vereinfacht so aussehen:

  • Kampagne: „Bewerbung bester Artikel“
    • Anzeigengruppe: „Artikel A“
      • Anzeige: Bild 1 mit Text 1
      • Anzeige: Bild 1 mit Text 2
      • Anzeige: Bild 2 mit Text 1
      • Anzeige: Bild 2 mit Text 2
    • Anzeigengruppe: „Artikel B“
      • Anzeige: Bild 1 mit Text 1
      • Anzeige: Bild 1 mit Text 2
      • Anzeige: Bild 2 mit Text 1
      • Anzeige: Bild 2 mit Text 2
    • Anzeigengruppe: „Artikel C“
      • Anzeige: Bild 1 mit Text 1
      • Anzeige: Bild 1 mit Text 2
      • Anzeige: Bild 2 mit Text 1
      • Anzeige: Bild 2 mit Text 2

Somit hätte man also eine Werbekampagne erstellt, in der die meistgelesenen Artikel über Facebook beworben werden. Pro Artikel ist eine Werbeanzeigengruppe erstellt worden, in der jeweils vier verschiedene Anzeigenvariationen laufen.

Auf jeder der Ebenen (Kampagnen, Anzeigengruppen, Anzeigen) können unterschiedliche Einstellungen vorgenommen werden:

Einstellungen auf Kampagnen-Ebene

  • Facebook Anzeigen - Einstellungsmöglichkeiten auf Kampagnenebene

    Einstellungen auf Kampagnenebene

    Name der Kampagne

  • Ziel der Kampagne (Conversions, Interaktion, etc.)
  • Ausgabelimit der gesamten Kampagne (optional)

Einstellungen der Anzeigengruppen

 

  • Facebook Anzeigen - Einstellungen bei einer Anzeigengruppe

    Einstellung einer Anzeigengruppe

    Name der Anzeigengruppe

  • Ob und welche Conversion getrackt werden soll
  • Budget (täglich oder für eine festgelegte Laufzeit)
  • Beginn und Ende der Anzeigenschaltung (optional)
  • Nur an gewissen Tagen oder Zeiten schalten (nur bei Laufzeitbudgets)
  • die gewünschte Zielgruppe (kann vorher festgelegt oder hier eingegeben werden)
  • Welche Platzierungen genutzt werden (Facebook, Instagram, Audience Network, Messenger)
  • Optimierungsziel (Conversions, Link-Klicks, Impressionen, tägl. erreichbare Einzelpersonen)
  • Gebotswert (automatisch oder manuell)
  • Wofür bezahlt wird (Impressionen, Klicks, Video-Views)

Einstellungen der Anzeigen

  • Verknüpfte Facebook-Seite und Instagram-Konto
  • Format (Karussell, Bild, Video, Slideshow, Sammlung)
  • Text & Bild der Anzeige (mehr unter „Aus was eine Facebook Anzeige besteht“)
  • Zielseite & Call to Action Button

Das sind nun die wichtigsten Einstellungen, es gibt allerdings noch ein paar weitere.

Keine Sorge, das sieht jetzt nach einer Menge aus, allerdings sind viele Dinge voreingestellt und müssen nicht geändert werden. Zudem ist das meiste total selbsterklärend!

Die unterschiedlichen Werbeanzeigenformate

Es gibt Darstellungsformate für Facebook Anzeigen. Je nach Ziel der Werbekampagne sollten verschiedene Formate zum Einsatz kommen. So eignen sich Videoanzeigen beispielsweise sehr gut für eine Branding-Kampagne, bei der man möglichst viele Menschen und günstige Ansichten erreichen möchte.

Selbst ohne fortgeschrittene Kenntnisse kann man mit Videos super günstige Preise erreichen. Da sind 0,01€ pro 3-sekündigem Videoaufruf kein außergewöhnliches Ergebnis.

Die möglichen Werbeanzeigenformate werden laufend ergänzt, immer wieder stellt Facebook neue Formate vor. Momentan sind folgende Anzeigenformate möglich:

Foto

Facebook Ads im Newsfeed

Facebook Ads im Newsfeed

Facebook Anzeigen mit Foto sind die „Klassiker“ der Facebook Ads. Sie sind statische Anzeigen, bestehend aus Text und einem Bild.

Video

Facebook Ads - Video Anzeige Beispiel

Facebook Ads – Video Anzeige Beispiel

Video Anzeigen bestehen aus einem Video und Text, sind also den klassischen Fotoanzeigen sehr ähnlich. Sie eigenen sich sehr gut, um viele Menschen zu günstigen Preisen zu erreichen.

Karussell

Facebook Ads - Karussell Anzeige Beispiel

Facebook Ads – Karussell Anzeige Beispiel

Karussell Anzeigen sind im Prinzip eine Erweiterung der Foto-Anzeige. Hier lassen sich mehrere Bilder als klickbare Galerie darstellen und jeweils mit einem eigenen Link hinterlegen. Sehr praktisch, um mehrere Artikel oder Produkte in einer Anzeige darzustellen.

Auch diese Anzeigen können mit Text ergänzt werden.

Slideshow

Facebook Anzeige - Slideshow Ad im Newsfeed

Facebook Anzeige – Slideshow Ad im Newsfeed

Mit der Slideshow-Ad kannst du aus mehreren Bildern oder Videos eine automatisch ablaufende Slideshow (ein kurzes Video) erstellen, sie mit Text ergänzen und natürlich auch einen Link einfügen. Zusätzlich kann Hintergrundmusik eingebunden werden.

Sammlung

Facebook Ads - Sammlungs-Anzeige

Facebook Sammlung auf Mobilgeräten

Facebook Ads - Sammlungs-Anzeige im Newsfeed

Facebook Sammlung nach dem Klick auf die Anzeige

Mit der Sammlung Ad kann eine Vollbild-Anzeige erstellt werden. Diese können lediglich auf Mobilgeräten angezeigt werden.

Bei diesen Ads wird zunächst eine Anzeige im mobilen Newsfeed dargestellt und nach einem Klick darauf öffnet sich die Vollbild Anzeige. Dort können dann entweder ein Bild oder Video und eine Slideshow aus mehreren Bildern gezeigt werden.

Der Werbeanzeigenmanager

Im Werbeanzeigenmanager spielt sich der gesamte Spuk der Facebook Ads ab. Hier kannst du deine bestehenden Kampagnen einsehen, bearbeiten und neue erstellen.

Von hier aus startest du zu allen Einstellungen zum Thema Facebook Ads.

Facebook Ads - Hauptmenü im Werbeanzeigenmanager

Facebook Ads – Hauptmenü im Werbeanzeigenmanager

Du kannst im Werbeanzeigenmanager in einer Tabelle deine Anzeigen anhand von vielen verschiedenen Kennzahlen steuern, überprüfen und analysieren.

Zudem kannst du von hier aus neue Zielgruppen erstellen („Elemente“ -> „Zielgruppen“), eigene Conversions hinterlegen („Messung und Berichte“ -> „Custom Conversions“), oder auch deine Rechnungen abrufen („Einstellungen“ -> „Abrechnung und Zahlungsmethoden“).

Verschiedene Arten von Zielgruppen

Es gibt nicht nur unterschiedliche Arten von Anzeigen, sondern auch verschiedene Arten von Zielgruppen. Sie entscheiden bei deinen Facebook Werbekampagnen über Erfolg oder Misserfolg. Für jede Anzeigengruppe kannst du eine andere Zielgruppe festlegen.

Zielgruppen kannst du im Werbeanzeigenmanager unter „Elemente“ -> „Zielgruppen“ finden.

Was Facebook Ads so mächtig machen, sind die vielen Daten, die Facebook von seinen Nutzern sammelt. Denn genau anhand von diesen Daten kannst du als Werbetreibender deine Zielgruppen erstellen.

Kommen wir nun aber erst einmal zu den verschiedenen Arten, wie du eine Zielgruppe erstellen kannst:

Gespeicherte Zielgruppen

Facebook Anzeigen - Gespeicherte Zielgruppe erstellen

Erstellung einer gespeicherten Zielgruppe

„Gespeichert“ bedeutet, dass hier aus den durch Facebook gespeicherten Daten eine Zielgruppe erstellt werden kann. Am besten überlegst du dir bereits vor der Erstellung, welche Interessen die Nutzer deiner Zielgruppe haben, welche Bücher sie lesen, welchen bekannten Personen sie folgen und so weiter.

Bei der Erstellung musst du zunächst einen Namen für die Zielgruppe eingeben. Sei hierbei sehr detailverliebt und vergib aussagekräftige Bezeichnungen, sonst verstehst du später deine eigenen Zielgruppen nicht mehr.

Du kannst beim Erstellen einer gespeicherten Zielgruppe folgende Merkmale nutzen und vergeben:

  • Standorte (Stadt, Region, Bundesland, Land, Kontinent)
  • Alter, Geschlecht, Sprache
  • Custom Audiences mit einbauen (ein- oder ausschließen)
  • Detailliertes Targeting (Interessen, Demografie, Verhaltensweisen, etc.)
  • Verbindungen (Facebook Apps, Seiten, Veranstaltungen)
  • Personen ausschließen

Custom Audiences

Facebook Custom Audiences erstellen

Die Möglichkeiten der Facebook Custom Audiences

Mit Custom Audiences kannst du „eigene“ Zielgruppen erstellen, die nicht nur aus den gespeicherten Daten von Facebook bestehen. Du kannst somit aus selbst angesammelten Daten eine Zielgruppe erstellen, oder auch von deiner Website, Facebook oder Instagram.

Ganz genau aufgezählt, gibt es aktuell folgende Möglichkeiten Custom Audiences zu erstellen:

  • Kundendatei – suche mit Daten aus CRM oder Newsletter Nutzer auf Facebook (Achtung: nicht erlaubt nach deutscher Rechtsprechung)
  • Webseiten-Traffic – erstelle Zielgruppen aus den Nutzern deiner Website oder von einzelnen Seiten, die sie besucht oder bestimmte Handlungen ausgeführt haben
  • App-Aktivität – sammelt Nutzer, die mit einer App oder einem Spiel interagiert haben
  • Interaktion – erstellt eine Zielgruppe aus Nutzern, die auf verschiedene Arten mit deiner Facebook Seite interagiert haben

Sehr wichtig für dich zu wissen ist, dass erst nach dem Erstellen dieser Zielgruppen die Nutzer getrackt und in die Zielgruppe eingefügt werden. Es können beispielsweise keine Websitenutzer in einer „Webseiten-Traffic“ Zielgruppe gesammelt werden, die vor dem Erstellungsdatum auf der Seite waren.

Die Custom Audiences werden meistens eingesetzt, um warme Kontakte zu erhalten, denen Werbung für Kaufprodukte angeboten werden.

Lookalike Audiences

Lookalike Audiences für Facebook Anzeigen erstellen

Lookalike Audiences für Facebook Anzeigen erstellen

Mit Lookalike Audiences kann Facebook dir Zielgruppen aus Nutzern erstellen, die einer Custom Audience, Fans deiner Facebook Seite oder einer Kundenliste ähnlich sind. Dadurch kannst du auch aus kleineren Custom Audiences eine Zielgruppe erstellen, die etwa eine bis zwei Millionen Nutzer umfasst.

Um Nutzer einer Lookalike Audience hinzuzufügen, schaut Facebook sich die Daten der von dir angegeben Quellnutzer an und sammelt weitere Nutzer, die gleiche oder sehr ähnliche Interessen haben.

Aus was eine Facebook Anzeige besteht

So, kommen wir nun zu den Elementen, aus denen eine Facebook Anzeige besteht. Je nach Anzeigenformat gibt es natürlich verschiedene Darstellungsformen und somit auch unterschiedliche Elemente.

Facebook Ad Bestandteile

Die wichtigsten Elemente einer Facebook Foto Anzeige

Grundsätzlich kann eine Anzeige bestehen aus, einem oder mehreren Bildern, einem Video, einem oder mehreren Links und natürlich Text.

Eine „klassische“ Foto-Anzeige für Artikel oder Seiten besteht aus den folgenden Elementen, die über Eingabefelder hinterlegt werden:

  • Ein Bild – mindestens 1200 × 628 Pixel groß, möglichst kein übergelagerter Text
  • Webseiten-URL – hier muss die URL der Seite rein, die du bewerben möchtest
  • Link anzeigen – was als Link dargestellt wird (so kannst du beispielsweise ein www. oder https weglassen, damit der gesamte Link angezeigt wird)
  • Text – der Beschreibungstext deiner Anzeige, der oberhalb des Bildes angezeigt wird
  • Titel – die „Überschrift“ deiner Anzeige, erscheint unterhalb des Bildes in großer Fettschrift
  • Beschreibung des News Feed-Links – ein klein geschriebener Text unterhalb der „Überschrift“ unter dem Bild
  • Call to Action – wähle einen der vorgegebenen Buttons (oder auch keinen) aus, der unter dem Bild, neben dem Text angezeigt wird

Je nach Platzierung der Anzeige, werden manche Elemente nicht angezeigt. Du kannst allerdings rechts neben diesen ganzen Eingabefeldern eine Vorschau sehen, und somit prüfen, wie die Anzeige auf den verschiedenen Endgeräten und Darstellungsformen aussieht.

Es gibt noch weitere Einstellungsmöglichkeiten, aber dies sind erst einmal die wichtigsten.

Platzierungsmöglichkeiten

Nicht nur an verschiedenen Positionen auf Facebook können die Ads geschaltet werden. Es gibt sehr viele Platzierungsmöglichkeiten, die auch außerhalb von Facebook liegen.

Je nach Kampagnenziel sind manche Platzierungen besser geeignet als andere, allerdings solltest du das auf jeden Fall mit deiner Zielgruppe testen!

Auch hier sind nicht für jede Art von Anzeige alle Platzierungen verfügbar.

Du hast bei jeder Anzeigengruppe die Wahl, ob du die Platzierung selber einstellen möchtest, oder ob das automatisch von Facebook übernommen werden soll. Wenn du nichts änderst, ist von Haus aus die automatische Platzierung eingestellt. Dadurch wird Facebook deine Anzeigen dort ausstrahlen, wo sie wahrscheinlich die besten Ergebnisse für dich erzielen.

Platzierungen auf Facebook

Natürlich kannst du die Anzeigen an verschiedenen Positionen auf Facebook selbst anzeigen lassen.

  • im Newsfeed (Desktop & Mobil)
  • in Instant Articles (nur Mobil)
  • als In-Stream-Video (Desktop & Mobil)
  • in der rechten Spalte (nur Desktop)
  • unter den vorgeschlagenen Videos (Desktop & Mobil)

Platzierungen auf Instagram

Da Instagram zu Facebook gehört, kann auch dort Werbung ausgeliefert werden. Natürlich nur mobil, da Instagram eine App ist.

  • im Newsfeed (nur Mobil)
  • in den Stories (nur Mobil)

Platzierungen im Audience Network

Das Audience Network besteht aus Seiten und Apps außerhalb von Facebook. So kannst du deine Anzeigen in mobilen Apps, auf mobilen Webseiten, auf Desktop-Webseiten und Connected TV-Apps anzeigen lassen.

  • Nativ, Banner und Interestitial (nur Mobil)
  • In-Stream-Videos (Desktop & Mobil)
  • Videos mit Belohnung (nur Mobil)

Platzierung im Messenger

Auch in der Facebook Messenger App und dem Desktop Messenger können Ads platziert werden.

  • Startseite (nur Mobil)
  • Gesponserte Nachrichten (Desktop & Mobil)

Was du jetzt mit diesen Infos machen kannst

Rufe erst einmal den Werbeanzeigenmanager in Facebook auf. Du findest ihn entweder in der linken Seitenleiste oder mit einem Klick auf das kleine Dreieck ganz oben rechts in der blauen Leiste unter „Werbeanzeigen verwalten“.

Schaue dir erst einmal in Ruhe alles an, klicke dich durch das Menü durch und erkunde die Möglichkeiten. Es kann dir nichts passieren, wenn du keine Kampagne startest, wird dir auch nichts berechnet. Und selbst wenn du aus Versehen eine starten solltest (dafür musst du schon sehr viele Einstellungen vornehmen, Anzeigengruppen erstellen und natürlich auch Anzeigen), kannst du sie mit nur einem Klick wieder pausieren.

Und wenn du magst, starte doch einmal mit einem kleinen Budget direkt eine Kampagne und probiere aus!

Merke dir, dass man am Anfang immer einiges an Lehrgeld bezahlt und nicht sofort die „tollen“ Klick- und Conversionpreise erreicht. Das ist völlig normal und das geht jedem so!

 

Hast du schon angefangen und Erfahrungen mit Facebook Ads gemacht? Hinterlasse mir doch deine Erfahrungen in den Kommentaren.

4.6/5 (5 Reviews)

Über den Autor Jonas Tietgen

Mein Name ist Jonas Tietgen und ich möchte dir hier helfen, WordPress komplett selbstständig und mit Leichtigkeit zu bedienen. Wenn ich mich nicht mit WordPress und Online-Marketing beschäftige, bin ich im Fitnessstudio oder auf dem Basketball Court anzutreffen, um körperlich und geistig fit zu bleiben!

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