Der Facebook-Algorithmus — wie er funktioniert und wie Du ihn für Dich nutzbar machen kannst

Von Birgit Schultz

August 25, 2021


Letzte Aktua­li­sie­rung 26. August 2021 

Die­ser doofe Face­book-Algo­rith­mus …!” Wenn Du auf Face­book bist, hast Du garan­tiert selbst schon geflucht über die immer gerin­gere orga­ni­sche Reich­weite und “den blö­den Algo­rith­mus”. Manch­mal ist es erstaun­lich, wel­che Posts viel orga­ni­sche Reich­weite bekom­men und wel­che als “Rohr­kre­pie­rer” enden. Dabei ist bei­des meis­tens erklärbar.

Am 18. August 2021 hat Face­book einen Arti­kel auf Eng­lisch ver­öf­fent­licht, in dem der berühmte Face­book-Algo­rith­mus aus­führ­lich und “offi­zi­ell” erklärt wird. 

Ich fasse die Inhalte die­ses Arti­kels hier für Dich zusam­men und ergänze sie mit mei­nen eige­nen Erfah­run­gen und Erläu­te­run­gen. Damit Du Deine Inhalte bes­ser gestal­ten kannst, so dass sie eine Chance auf höhere orga­ni­sche Reich­weite haben.

Du möch­test lie­ber hören statt lesen? Bitteschön!

Wie funktioniert der Facebook Algorithmus?

Wie misst Face­book Ansich­ten und erreichte Per­so­nen? Was misst Face­book überhaupt?

Zunächst ein­mal die “Views” — das sind die Anzahl der Betrach­tun­gen, die ein Post über­haupt erfährt. Die Views wer­den dann regis­triert und gezählt, wenn ein Post auf Face­book in jeman­des News­feed (Nach­rich­ten­leiste) erscheint, egal ob auf dem Smart­phone, Com­pu­ter oder Tablet — und lange genug sicht­bar ist, um gese­hen zu wer­den. Wird er also schnell über­scrollt, zählt das nicht als “View”.

Auch wenn meh­rere Posts auf dem Bild­schirm erschei­nen wird der View jedem ein­zel­nen Post zugewiesen.

Face­book misst also die Dauer, die ein Post von jeman­dem betrach­tet wird.

View­ers”, also “Betrach­ter” bezieht sich auf die Zahl der Accounts, die sich einen Post ange­schaut haben. Views und View­ers müs­sen also nicht iden­tisch sein.

Wie werden Inhalte im Newsfeed verteilt?

Face­books Ziel ist es, Dir einen News­feed mit Inhal­ten zu prä­sen­tie­ren, die rele­vant für Dich sind. Die Inhalte, von denen Face­book denkt, dass sie am wert­volls­ten für Dich sind, erschei­nen ganz oben in Dei­nem News­feed, wann immer Du die Face­book App öffnest.

Da die meis­ten Men­schen poten­ti­ell mehr Inhalte in ihren News­feed bekom­men wür­den, als sie in einer Sit­zung (Ses­sion) anschauen kön­nen, wird ein Algo­rith­mus ver­wen­det, wel­cher bestimmt, in wel­cher Rei­hen­folge Du die Posts siehst.

Jeder Freund, mit dem Du Dich ver­bin­dest, jede Gruppe, in der Du Mit­glied wirst, jede Seite, die Du likest, jeder Kom­men­tar, den Du schreibst oder jede Ant­wort, die Du auf Umfra­gen hin­ter­lässt, nimmt Face­book als ein Indiz dafür, was für Dich bedeut­sam ist.

Der Algo­rith­mus bestimmt die Rei­hen­folge der Posts indem er vor­her­sagt, woran Du wahr­schein­lich am meis­ten inter­es­siert sein wirst — basie­rend auf Dei­nen vor­he­ri­gen Akti­vi­tä­ten auf Facebook.

Was viele nicht ver­ste­hen: Jeder Nut­zer ist als also der aktive Gestal­ter sei­nes per­sön­li­chen News­feeds — und keine zwei News­feeds auf Face­book sind identisch.

Was bedeutet das im Umkehrschluss für uns als Beitragsersteller?

Egal, ob wir auf unse­rer Face­book-Seite, in unse­rer Face­book Gruppe oder unse­rem pri­va­ten Pro­fil pos­ten — wir müs­sen dafür sor­gen, dass die­je­ni­gen, die unsere Bei­träge sehen, auch mit ihnen inter­agie­ren. Nur so kann der Algo­rith­mus ler­nen, dass unsere Bei­träge rele­vant für unsere Fans, Grup­pen­mit­glie­der und Freunde sind.

Lei­der reagie­ren viele nicht auf Posts, selbst wenn sie ihnen gefal­len. Face­book könnte ja was über sie erfahren … 😉 

Face­book gibt uns in den Bei­trags-Insights Infos, was den Face­book-Algo­rith­mus beeinflusst.

Wie funktioniert der Facebook-Algorithmus im Detail?

Für die Prio­ri­sie­rung in den Nut­zer-News­feeds ver­wen­det Face­book einen Algo­rith­mus, der in vier Schrit­ten arbeitet:

Inventory (Bestand)

Wie bei einem Lager macht der Face­book-Algo­rith­mus “Inven­tur” — und schaut nach dem Bestand aller Posts, die Du sehen könn­test, wenn Du Face­book öff­nest. Die­ses “Lager” beinhal­tet alle Posts, die von den Men­schen geteilt wur­den, mit denen Du befreun­det bist, die Du abon­niert hast, die Sei­ten, denen Du folgst und die Grup­pen, in denen Du Mit­glied bist. Das ganze natür­lich “gewürzt” mit Face­book-Anzei­gen (Ads) und — und das ist wich­tig! — Inhal­ten, von denen Face­book annimmt, dass sie für Dich rele­vant sein könnten!

Gerade das letzte Ele­ment ist für uns als Sei­ten­be­trei­ber, die nach orga­ni­scher Reich­weite hun­gern, enorm wich­tig. Darum soll­test Du immer über­le­gen, wie Du Deine Bei­träge bzw. Posts so inter­es­sant, rele­vant, nütz­lich, unter­halt­sam oder was auch immer machen kannst, dass Face­book sie für wür­dig erach­tet, sie auch denen zu zei­gen, die nicht direkt mit Dei­ner Seite oder Dei­nem Pro­fil ver­bun­den sind.

Signals (Signale)

Signals sind die vie­len, vie­len klei­nen und gro­ßen Signale, die die Nut­zer auf Face­book hin­ter­las­sen, wenn sie mit den ver­schie­de­nen Posts interagieren. 

Im Ein­zel­nen:

  • Die Likes wie Dau­men, Herz oder lachen­des Emoji
  • Kom­men­tare
  • wie oft ein Bei­trag geteilt wurde
  • wie lange ein Video ange­schaut wurde
  • Ob ein Link oder das ver­wen­dete Bild geklickt wurde

Aus dem gro­ßen Bestand aller in den letz­ten Stun­den gepos­te­ten Inhalte wählt der Algo­rith­mus für jeden ein­zel­nen Nut­zer nun anhand fol­gen­der Signale aus, ob diese wür­dig sind, im News­feed ange­zeigt zu wer­den. Dazu gehören:

  • wer hat das gepostet?
  • wie hast Du vor­her mit den Bei­trä­gen die­ser Per­son interagiert?
  • ist es ein Foto, ein Video, ein Link?
  • wie popu­lär ist der Post basie­rend auf der Frage, wie viele Dei­ner Freunde die­sen Post schon geliked haben, Sei­ten, die den Post geteilt haben und so weiter.

Predictions (Vorhersagen)

Auf die­ser Basis erstellt der Face­book-Algo­rith­mus eine Reihe von Vor­her­sa­gen über jeden Post und wie rele­vant er wohl für Dich sein mag. Wie wert­voll ist die­ser Post für Dich, dass Du dafür Deine Zeit opferst, ihn liest und damit inter­agiertst. Bei­spiels­weise, wie wahr­schein­lich Du die­sen kom­men­tie­ren wirst. Posts, die wahr­schein­lich wert­vol­ler sind, wer­den wei­ter oben im News­feed plat­ziert. Dein News­feed ist also kei­nes­falls sau­ber chro­no­lo­gisch sortiert.

Relevance (Relevanz)

Schließ­lich errech­net der Algo­rith­mus einen Wert für jeden ein­zel­nen Post (rele­vance score) in Dei­nem Bestand (Inven­tory) basie­rend auf die­sen Signa­len und Vor­her­sa­gen. Bei­träge mit einem höhe­ren Wert wer­den wei­ter oben plat­ziert und daher wahr­schein­li­cher von Dir gesehen.

Den gan­zen Pro­zess beschreibt Face­book in einem kur­zen Info-Video (2 Minu­ten). Wenn Du gut Eng­lisch kannst, schau es Dir ein­fach mal an. 

Hoch­wer­tige Inhalte sind also ein wich­ti­ges Ele­ment, um den Face­book “Algo” zu über­zeu­gen, Dir eine bes­sere orga­ni­sche Reich­weite zu gönnen.

Die Angabe des Dis­tri­bu­ti­ons­werts ist in 2021 neu hinzu gekom­men — und ein hilf­rei­cher Indi­ka­tor für die Reich­weite des Beitrags.

Was ist das Ziel von Facebook?

Das Busi­ness von Face­book ist … na?

Was meinst Du?

Jeden­falls ist es nicht, Unter­neh­mern kos­ten­los eine Art Mega-Mes­se­halle zur Ver­fü­gung zu stel­len. Das Busi­ness von Face­book ist bezahlte Anzei­gen­wer­bung. Das pri­märe Ziel also, dass so viele Men­schen wie mög­lich diese Anzei­gen auch sehen und dar­auf reagie­ren. Denn nur dann sind die Wer­be­kun­den auch zufrie­den und buchen noch mehr Werbung.

Da nie­mand frei­wil­lig Wer­bung schaut (bis auf so ein paar durch­ge­knallte Mar­ke­ting-Men­schen wie mich viel­leicht), muss Face­book dafür sor­gen, dass die Inhalte dort so inter­es­sant, unter­halt­sam und nütz­lich wie mög­lich sind.

Das sekun­däre Ziel besteht also darin, die Nut­zer von Face­book zu unter­hal­ten, ihnen nütz­li­che und für sie per­sön­lich rele­vante Inhalte zu präsentieren.

Hier kom­men wir mit unse­ren orga­ni­schen Inhal­ten ins Spiel.

Face­book hat kein Inter­esse daran, jeg­li­che orga­ni­schen Inhalte zu kil­len — dann wäre ja nur noch die bezahlte Wer­bung da und das Mischungs­ver­hält­nis würde nicht mehr stimmen.

Face­book hat aber auch kein Inter­esse daran, alles, was nach Wer­bung aus­sieht, aber nicht bezahlt wurde, auszuliefern.

Jetzt könnte man sagen: “Ver­dammt! — Ich habe aber keine Lust oder kein Geld, meine Posts zu bewer­ben.” Was dann?

Hier ist unsere große Chance als Solopreneurinnen:

Wenn wir begrei­fen, dass wir auf Face­book orga­nisch nicht pri­mär als Wer­be­trei­bende auf­tre­ten dür­fen, son­dern als Unter­hal­tende, als Unter­rich­tende oder was auch immer für unsere Ziel­gruppe in irgend­ei­ner Form span­nend ist, dann wis­sen wir nicht nur jeder­zeit, WAS wir pos­ten kön­nen, son­dern wer­den auch von Face­book mit ent­spre­chen­der Reich­weite belohnt.

Wenn wir also Face­book nut­zen, um unsere Fans, Freunde und Grup­pen­mit­glie­der zu unter­hal­ten — dann bekom­men wir auch Reichweite.

Ein biss­chen sind wir also alle im Unter­hal­tungs­busi­ness tätig, wenn wir auf Face­book sind.

Ähhh … und was hat das mit Mar­ke­ting zu tun?

Viel, sehr viel!

Das Kennen-Mögen-Vertrauen-Spiel

Bestimmt hast Du es von mir schon mal gehört oder gele­sen: Im Rah­men der Kun­den­reise, die wir für unsere Kli­en­ten vor­be­rei­ten, geht es gerade am Anfang unse­rer Reise oder Kun­den­be­zie­hung immer darum, mit die­sen nach der erfolg­rei­chen Anzie­hung auch eine Bezie­hung aufzubauen.

Die­ser Bezie­hungs­auf­bau voll­zieht sich eigent­lich immer in den Schritten:

  • erst ken­nen
  • dann mögen
  • und schließ­lich vertrauen

Und dafür ist Face­book (und auch andere Social Media Kanäle natür­lich) wirk­lich bes­tens geeignet.

Wenn Du davon aus­gehst, dass die Men­schen auf Face­book sind, um sich zu unter­hal­ten, um Spaß zu haben, um sich zu ent­span­nen, mei­net­we­gen auch, um etwas die Zeit tot­zu­schla­gen, dann wird deut­lich, dass wir da mit unse­ren Wer­be­bot­schaf­ten (“Hey, ich hab ein gei­les neues Pro­dukt, schau es Dir sofort an!”) nicht wirk­lich punk­ten können.

Wenn Du aber in Kate­go­rien von Enter­tain­ment und Edu­tain­ment denkst, dann wer­den diese Inhalte nicht nur gese­hen, sie wer­den wahr­ge­nom­men, mit ihnen wird inter­agiert, dort wird kom­men­tiert — mit ganz viel Glück wer­den sie sogar geteilt (der Rit­ter­schlag sozusagen).

Was bekommt also eine gesteigerte Reichweite im Newsfeed — und was nicht?

Inhalte bekom­men vom Face­book-Algo­rith­mus den Qua­li­täts­mar­ker für den News­feed, wenn Deine Fans, Abon­nen­ten, Freunde oder Grup­pen­mit­glie­der den Post in irgend­ei­ner Form rele­vant fin­den könnten.

Wenn ein Post von einem Dei­ner Fami­li­en­mit­glie­der stammt, wenn er wahr­schein­lich einen wert­vol­len Aus­tausch pro­vo­ziert, wenn er exklu­sive und ori­gi­nale und mög­lichst ori­gi­nelle Inhalte ver­mit­telt — dann wird er Dir wei­ter oben im News­feed angezeigt.

Wie das tech­nisch funk­tio­niert kannst Du hier auf Eng­lisch nachlesen.

Wenn aber ein Post bereits Signale bekom­men hat, dass die Men­schen die­sen Inhalt nicht sehen wol­len, wenn es sich um Gewalt­dar­stel­lun­gen han­delt, Hass­rede oder so etwas wie fal­sche Heils­ver­spre­chen für Covid-19 oder andere Krank­hei­ten, dann löscht Face­book sol­che Inhalte sogar.

Für Inhalte, die mög­li­cher­weise von den Nut­zern als anstö­ßig betrach­tet wer­den kön­nen aber nicht direkt gegen die Gemein­schafts­stan­dards ver­sto­ßen, wird die Reich­weite mas­siv begrenzt. Das gilt bei­spiels­weise für Falsch­in­for­ma­tio­nen, über­trie­bene Hei­lungs­ver­spre­chen und auch für soge­nann­ten Click­bait, also dem Ver­such, über rei­ße­ri­sche Aus­sa­gen zu einem Klick auf einen Link zu provozieren.

Oft­mals ist lei­der die Moral­vor­stel­lung bei Face­book doch eine deut­lich andere als hier im deutsch­spra­chi­gen Raum so üblich. Das macht es für bestimmte Bran­chen sehr schwer, mit ihren Inhal­ten auf Face­book Reich­weite zu erhal­ten. The­men wie Paar- oder Sexu­al­be­ra­tung, Ernäh­rung und Abneh­men oder auch Pro­dukte mit Alko­hol haben es auf Face­book schwer.

Der Ritterschlag — ein geteilter oder vorgeschlagener Beitrag

Wei­ter oben sprach ich vom Rit­ter­schlag, wenn ein Bei­trag von jeman­dem geteilt wird. Ich kann das sta­tis­tisch nicht bewei­sen, aber ich habe das Gefühl, dass heute, also 2021, deut­lich weni­ger Bei­träge geteilt wer­den als noch vor unge­fähr fünf Jah­ren. Die gute alte Kunst des Kura­tie­rens und Emp­feh­lens scheint immer wei­ter in den Hin­ter­grund zu tre­ten. Jeder schreit nur noch mit den eige­nen Inhal­ten “Hier! Ich! Ich! Ich! Hier bei mir!” (Über­prüfe Dich mal selbst und über­lege, ob Du das nicht ändern möch­test — wir kön­nen nicht erwar­ten, dass andere unsere Inhalte tei­len, wenn wir selbst nicht mit gutem Bei­spiel voran gehen.)

Es gibt auch noch einen zwei­ten Rit­ter­schlag in die­ser Rubrik: Näm­lich wenn Face­books Algo­rith­mus ent­schei­det, einen Inhalt mal Men­schen zu zei­gen, die keine direkte Ver­bin­dung zum Post-Erstel­ler haben. Face­book kennt ja alle Ziel­grup­pen bes­tens — und kann so ent­schei­den, ob Deine Inhalte nicht auch mal für wei­tere Nut­zer rele­vant sind.

Faktoren, die die Empfehlungen beeinflussen

Gele­gent­lich schlägt Face­book im News­feed Dir und den ande­ren Nut­zern auch mal neue Videos, Fotos oder Bei­träge von Pro­fi­len, Sei­ten und Grup­pen vor, denen Du noch nicht folgst, die aber von Inter­esse für Dich sein könnten.

Diese Emp­feh­lun­gen basie­ren auf Fak­to­ren wie der soge­nann­ten Enga­ge­ment Rate (also wie inten­siv und vom wem mit einem Post inter­agiert wird). Kannst Du Dir ganz ein­fach mer­ken mit dem Spruch: “Auf den dicken Hau­fen kommt (bei Face­book) immer noch was drauf!” Kurz: Ein über­durch­schnitt­lich erfolg­rei­cher Post wird auch noch zusätz­lich gepusht. Das nennt Face­book Rela­ted Engagement.

Emp­feh­lun­gen kön­nen aber auch auf ver­wand­ten The­men (Rela­ted Topics) oder sogar ört­lich basiert sein (also wenn ein Inhalt in Dei­ner Region beson­ders viele Inter­ak­tio­nen erhält). Der Begriff bei Face­book dafür lau­tet Location.

FAQ — Häufig gestellte Fragen zum Facebook Algorithmus

Was ist der Facebook-Algorithmus?

Der Face­book-Algo­rith­mus ist ein auto­ma­ti­scher Pro­zess in Face­book, der über die Aus­spie­lung von Inhal­ten in die News­feeds der Nut­zer ent­schei­det. Der Algo­rith­mus wer­tet dazu alle Signale aus, die jeder Inhalt nach Ver­öf­fent­li­chung erhält. Je frü­her und je mehr posi­tive Reak­tio­nen er bekommt, desto mehr Nut­zern wird er gezeigt.

Wie funktioniert der Facebook-Algorithmus?

Der Face­book-Algo­rith­mus misst die Anzahl von Views, also wie oft ein Bei­trag ange­se­hen wird. Dann wer­tet er die Signale aus, die der Bei­trag erhält. Auf die­ser Basis wer­den Vor­her­sa­gen (Pre­di­ci­ti­ons) getrof­fen, wie rele­vant der Bei­trag für die Ziel­gruppe ist. Dar­aus wird die Rele­vanz berech­net. Anhand des Rele­vance Scores ent­schei­det sich, wie weit oben im News­feed ein Bei­trag erscheint.

Kann man den Facebook-Algorithmus beeinflussen?

Ja, indem man Bei­träge ver­öf­fent­licht, von denen man weiß, dass sie für die eigene Ziel­gruppe nütz­lich, rele­vant und zugleich unter­halt­sam sind. Außer­dem spielt der Ver­öf­fent­li­chungs­zeit­punkt eine Rolle. Je frü­her und je mehr posi­tive Inter­ak­tio­nen ein Bei­trag bekommt desto wahr­schein­li­cher ist eine hohe Reichweite.

Fazit zum Facebook-Algorithmus

Böse Zun­gen behaup­ten, Face­book habe den Algo­rith­mus nur ein­ge­führt, um die Sei­ten­be­trei­ber zu zwin­gen, Anzei­gen zu schal­ten, um über­haupt etwas Sicht­bar­keit zu erhal­ten. So ver­kürzt ist das aber nicht rich­tig. Wegen der schie­ren Fülle an Infor­ma­tio­nen, die auf jeden Face­book Nut­zer ein­strö­men, ist der Face­book-Algo­rith­mus tat­säch­lich unverzichtbar.

Rich­tig ist aber auch, dass bestimmte Inhalte, vor allem dann, wenn sie für die Künst­li­che Intel­li­genz, die die Bei­träge ana­ly­siert, ein­deu­tig werb­li­cher Natur sind, schlech­tere Reich­wei­ten erhal­ten. Ein­deu­tig werb­lich sind Inhalte in der Regel, wenn Du Deine Pro­dukte vor­stellst, ja, sie auch nur mit dem Pro­dukt­na­men erwähnst, beson­ders aber, wenn Links weg von Face­book auf andere Sei­ten im Inter­net führen.

Darum ist es zumeist sinn­vol­ler, statt rei­nes Pro­dukt­mar­ke­ting zu betrei­ben, Face­book für den Bezie­hungs­auf­bau zu Dei­ner Ziel­gruppe zu nut­zen. Darum sind auch per­sön­li­che, manch­mal sogar pri­vate Inhalte auf Dei­ner Face­book-Seite sinn­voll, denn die sor­gen genau dafür: Ken­nen-Mögen-Ver­trauen als wich­tige Vor­stu­fen für den Ver­kauf. Im Sinne von “Pri­va­tes ver­bin­det, Geschäft­li­ches ergibt sich!” — hat es kei­nen Zweck, immer gegen den Face­book-Algo­rith­mus zu kämp­fen. Bes­ser, Du machst ihn Dir zu Nutze!

Wie sind Deine Erfah­run­gen mit dem Face­book-Algo­rith­mus? Fin­dest Du meine Erklä­run­gen und Emp­feh­lun­gen nach­voll­zieh­bar? Schreibe mir gerne einen Kommentar!

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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  1. Liebe Bir­git, DANKE für die­sen ham­mer-guten Arti­kel. Gran­dios erklärt, viele Impulse. SUPER

    Liebe Grüße, Frauke 

    PS: wird gerne und aus vol­ler Über­zeu­gung geteilt. Denn das Ein­zige, was mich an die­sem Arti­kel stö­ren könnte … ist, dass er nicht von mir ist ❤

    1. Liebe Frauke,
      herz­li­chen Dank für Dein Lob und Dei­nen lie­ben Kom­men­tar. Ich freue mich, wenn Du ihn flei­ßigt teilst und empfiehlst! ❤
      ✨ Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

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