Puzzle mit Gesichtern - Facebook Gruppe erstellen

So kannst Du eine Facebook-Gruppe erstellen und für Dein Marketing nutzen

Auch die­ser Arti­kel ist auf­grund eines Posts in mei­ner Mar­ke­ting-Zau­ber Face­book-Gruppe ent­stan­den — und damit sind wir schon mit­ten im Thema!

Irene fragte näm­lich:

Ich möchte gerne meine eigene Gruppe erstel­len. Rein tech­nisch ist das ja sehr ein­fach. Gruppe erstel­len, Ban­ner und Beschrei­bung ein­fü­gen und schon kann es los­ge­hen 😉

Habt ihr Tipps für mich, wie ich danach am bes­ten vor­gehe? Also woher kom­men meine Grup­pen­mit­glie­der, muss ich vor­her schon einige Inhalte in der Gruppe haben und was sollte in kei­ner Beschrei­bung feh­len? Ich bin da echt ganz grün hin­ter den Ohren und brau­che mal ein wenig Feed­back 😉 Danke.

Und da die Beant­wor­tung die­ser Frage wie­der ein­mal etwas län­ger aus­ge­fal­len wäre, habe ich das dann gleich als nächs­ten Blog­ar­ti­kel in mei­nen Redak­ti­ons­plan auf­ge­nom­men.

1. Grundlegende Schritte

Eine Gruppe ist schnell erstellt. Oben rechts im blauen Men­üband auf Dei­ner Face­book-Seite klickst Du auf das kleine Drei­eck und wählst im Menü dann “Gruppe erstel­len”. Dann brauchst Du einen Namen für Deine Gruppe (“Gruppe benen­nen”) und musst min­des­tens einen Freund hin­zu­fü­gen.

Welchen Namen soll ich wählen?

Damit tun sich viele sehr schwer — man­che Namen sind unglaub­lich sper­rig und wir­ken auf mich total geküns­telt, weil die Grup­pen-Admi­nis­tra­to­ren da gleich ihre ganze Mar­ke­ting-Phi­lo­so­phie in einem Namen abge­bil­det sehen wol­len. Auch an den häu­fi­gen Ände­run­gen von Grup­pen-Namen kannst Du erken­nen, dass viele Admins da stän­dig auf der Suche nach dem opti­ma­len Namen sind.

Jeden­falls bekomme ich die Krise, wenn ich Grup­pen­na­men sehe, die aus allen schein­bar rele­van­ten Key­words bestehen und dann so Wort­un­ge­tüme bil­den wie die­ses erfun­dene Bei­spiel: Per­sön­li­che Mar­ke­ting Stra­te­gie für kluge ambi­tio­nierte hoch­sen­si­ble Bera­ter. Lei­der ist es sehr dicht an der Wahr­heit. Ich mag es da lie­ber kna­ckig — ein Key­word sollte genü­gen.

Privatsphäre einstellen

Hast Du einen pas­sen­den Namen gefun­den, ent­schei­dest Du Dich für die Pri­vat­sphäre der Gruppe. Da gibt es drei Abstu­fun­gen. Die erste ist eine “öffent­li­che Gruppe”. Da kann jeder die Gruppe, die Mit­glie­der und die Bei­träge sehen — auch ohne Mit­glied zu sein. In einer “geschlos­se­nen Gruppe” kann jeder auf Face­book die Gruppe sehen bezie­hungs­weise über die Suche fin­den. Jeder kann sehen, wer in der Gruppe Mit­glied ist. Die Bei­träge blei­ben aber den Grup­pen­mit­glie­dern vor­be­hal­ten. Darum muss erst Mit­glied wer­den, wer die Bei­träge lesen und auch eigene erstel­len und pos­ten will. Schließ­lich gibt es noch die “geheime Gruppe”. Diese ist nicht über die Suche auf­find­bar und auch die Mit­glie­der sind nicht von außen sicht­bar.

Wel­che Pri­vat­sphäre wählst Du nun am bes­ten?

Ich emp­fehle Dir eine geschlos­sene Gruppe. Warum?

Eine öffent­li­che Gruppe hat kei­nen VIP-Cha­rak­ter, den Du doch bestimmt Dei­nen Grup­pen­mit­glie­dern ver­mit­teln möch­test. Jeder kann sehen, wer dort Mit­glied ist und was dort gepos­tet wird. Somit zie­hen öffent­li­che Grup­pen auch gern Spam­mer an, die Du nicht in Dei­ner Gruppe haben willst.

Eine geheime Gruppe wie­derum hat den Nach­teil, dass sie schon wie­der zu exklu­siv ist: Nie­mand kann sie über die Suche fin­den. Hier wird es für Dich unter Umstän­den schwer, neue Mit­glie­der zu gewin­nen.

Wie mache ich es?

Für mein Mit­glieds­pro­gramm, den Mar­ke­ting-Zau­ber Mas­ter­mind-Zir­kel habe ich eine geheime Gruppe ein­ge­rich­tet. Da dies die Sup­port-Gruppe für meine zah­len­den Mit­glie­der ist, möchte ich einer­seits deren Pri­vat­sphäre schüt­zen. Ande­rer­seits möchte ich auch nicht stän­dig Men­schen, die sich für Mar­ke­ting-Zau­ber inter­es­sie­ren, abblo­cken müs­sen. Denn Face­book schlägt geschlos­sene Grup­pen in der Sei­ten­leiste vor. Doch vor der Bei­tritts­an­frage kön­nen die Inter­es­sen­ten die Grup­pen­be­schrei­bung gar nicht lesen, weil sie direkt auf den But­ton +Bei­tre­ten kli­cken.

Für unsere WP2W-Aktion und unse­ren Online-Kurs Word­Press und Blog­Mar­ke­ting für Ein­stei­ger haben Jonas Tiet­gen und ich auch jeweils zwei Grup­pen ein­ge­rich­tet. Wäh­rend der ers­ten drei bis vier Tage nach Akti­ons- bezie­hungs­weise Kurs­start sind die Grup­pen jeweils noch geschlos­sen, wenn dann alle ange­mel­de­ten Teil­neh­mer bei­getre­ten sind, stel­len wir den Sta­tus immer auf geheim um.

Meine Mar­ke­ting-Zau­ber Gruppe ist eben­falls eine geschlos­sene Gruppe. Da ich diese ja auch zu Mar­ke­ting-Zwe­cken ein­setze, soll sie durch­aus über die Suche gefun­den wer­den kön­nen. Da ich aber nicht jeden hin­ein lasse, würde öffent­lich nicht pas­sen.

Beschreibung und Banner

Nach der Ein­stel­lung der Grup­pen­pri­vat­sphäre soll­test Du auf jeden Fall eine Grup­pen­be­schrei­bung über den Zweck und die Ziele Dei­ner Gruppe erstel­len. Weil Du ja Deine Gruppe als Mar­ke­ting-Instru­ment ein­set­zen willst, gestal­test Du am bes­ten auch schon vor­her das Ban­ner (Titel­bild) Dei­ner Gruppe. Der­zeit ist die vor­ge­ge­bene Größe 400 x 150 Pixel. Natür­lich kannst Du auch nach der aktu­el­len Größe goog­len, ich schau aber am liebs­ten direkt in der Face­book-Hilfe nach.

Gruppenregeln

Für die Grup­pen­re­geln gibt es von Face­book kein vor­be­rei­te­tes Ein­ga­be­feld. Trotz­dem emp­fehle ich Dir, klare und ein­deu­tige Regeln auf­zu­stel­len und auch auf deren Ein­hal­tung zu bestehen. Dazu mehr unten im Abschnitt Mode­ra­tion. Bewährt hat sich ein oben fest­ge­pinn­ter Post mit den Regeln. Auch in der Grup­pen­be­schrei­bung kannst Du die wich­tigs­ten Regeln bereits auf­neh­men, denn dann kann sich jeder Inter­es­sent im Vor­aus infor­mie­ren, was bei Dir gilt.

Wenn Du noch mehr zur Ein­rich­tung Dei­ner Face­book-Gruppe wis­sen willst, schau am bes­ten direkt bei Face­book selbst nach.

2. Wie finde ich Mitglieder für meine Facebook-Gruppe?

Womit wir nun bei einer ganz ent­schei­den­den Frage sind: Wie finde ich Mit­glie­der für meine Gruppe?

Organisches Gruppenwachstum

Mache bitte nicht den Feh­ler No. 1, wenn es um das Wachs­tum Dei­ner Gruppe geht: Füge nie­mals Freunde unge­fragt Dei­ner Gruppe hinzu. Der eine oder andere mag das tole­rie­ren — die meis­ten Face­book-Nut­zer füh­len sich aber gekid­nap­ped. Letzt­lich ist das unge­fragte Hin­zu­fü­gen einer Per­son zu einer Gruppe nichts ande­res als eine vor­läu­fige Gei­sel­nahme.

Anekdote

Dazu eine kleine Anek­dote am Rande: Vor eini­gen Mona­ten fand ich mich unmit­tel­bar, nach­dem ich einen Post einer Frau geliked hatte, ihrer Gruppe zuge­fügt. Da es sich um eine Gruppe han­delte, die sie rigo­ros mode­rierte (außer ihr konnte nie­mand pos­ten, ohne dass sie den Post frei­gab) und sie in die­ser Gruppe nur ihre eige­nen Bil­der dort zum Ver­kauf ange­bo­ten wur­den, fühlte ich mich genö­tigt. Sofort habe ich die Gruppe wie­der ver­las­sen und ihr eine PN geschrie­ben, da es sich dem Pro­fil­foto nach um eine ältere Dame han­delte und ich annahm, dass sie viel­leicht nicht um die unge­schrie­be­nen Regeln wusste. Doch was dann kam, war der Ham­mer!

Sie hat mich wie­der ihrer Gruppe zuge­fügt und mich gleich­zei­tig blo­ckiert! Mein Erstau­nen über so viel Dreis­tig­keit kannst Du Dir vor­stel­len. Klar, dass ich nun die Gruppe wie­der ver­ließ (nicht ohne die Ein­stel­lung anzu­ha­ken, nicht wie­der die­ser Gruppe hin­zu­ge­fügt wer­den zu kön­nen) und natür­lich habe ich glei­cher­ma­ßen diese Per­son blo­ckiert. Ehr­lich, so machst Du Dir wirk­lich keine Freunde!

Freunde hinzufügen

Wenn Du also Men­schen aus Dei­ner Freun­des­liste Dei­ner Gruppe hin­zu­fü­gen möch­test, frage vor­her per PN freund­lich an. Oder schi­cke ihnen gleich direkt den Link zu Dei­ner Gruppe mit ein paar net­ten Wor­ten dazu.

Somit hast du dann ein paar freund­lich geson­nene Per­so­nen direkt zum Start in Dei­ner Gruppe. Doch was kannst Du sonst noch tun?

Posten auf Deinem Profil und Deiner Seite

Natür­lich kannst Du den Link zu dei­ner Gruppe auch auf Dei­nem Pro­fil und Dei­ner Face­book-Seite pos­ten. Manch­mal ist es sogar in ande­ren Grup­pen erlaubt, auf Deine Gruppe hin­zu­wei­sen (so neu­er­dings auch in mei­ner Mar­ke­ting-Zau­ber-Gruppe — und zwar aus­schließ­lich in einem bestimm­ten Post immer mon­tags).

Mundpropaganda

Rich­tig viele neue Mit­glie­der gewinnst Du vor allem durch Mund­pro­pa­ganda. Ich habe zwei Mal nicht schlecht gestaunt, wie inner­halb weni­ger Tage meine Gruppe in hohem zwei­stel­li­gen Bereich anwuchs. Beim ers­ten Mal war es mein lie­bes Mas­ter­mind-Zir­kel-Mit­glied Petra Amann von Ster­nen­well­ness, die in einer Kos­me­ti­ke­rin­nen-Gruppe für mich die Wer­be­trom­mel geschla­gen hat. Beim zwei­ten Mal weiß ich bis heute nicht, wer mich in einer Näh-Gruppe emp­foh­len hat. Wenn Du hier mit liest: Ein herz­li­ches Dan­ke­schön dafür!

Weitere Möglichkeiten

Es gibt noch viele wei­tere Mög­lich­kei­ten, auf Deine Face­book-Gruppe auf­merk­sam zu machen. Du kannst

  • den Link in Deine E-Mail-Signa­tur ein­fü­gen.
  • einen Blog­ar­ti­kel über Deine Face­book-Gruppe schrei­ben und darin dar­auf ver­lin­ken.
  • den Link zu Dei­ner Face­book-Gruppe auf Dei­nen gedruck­ten Wer­be­ma­te­ria­lien anbrin­gen.

Dazu noch ein beson­de­rer Tipp:

Die Adresse einer Face­book-Gruppe kannst Du ändern. Und zwar von dem unschö­nen For­mat, das etwa so aus­sieht https://www.facebook.com/groups/1532191420415060/ hin zu https://www.facebook.com/groups/marketingzauber/ aber auch das ist noch sehr unhand­lich, wenn Du jeman­dem im Gespräch oder in einem Pod­cast von Dei­ner Gruppe erzählst — und auch auf Dei­nen Druck­sa­chen sieht das ziem­lich doof aus.

Wenn Dir Deine Face­book-Gruppe als Mar­ke­ting-Instru­ment wirk­lich am Her­zen liegt, inves­tiere doch ein paar Euro in eine Domain und leite diese auf Deine Grup­pen­adresse um. Denn marketingzaubergruppe.de ist doch viel bes­ser zu mer­ken! Oder? 🙂

Bezahlte Werbung

Viel­leicht bist Du auch schon auf die Idee gekom­men, dass Du ja Wer­bung auf Face­book für Deine Gruppe schal­ten könn­test. Lei­der geht das nicht direkt, wenn Du eine Anzeige mit dem Link zu Dei­ner Gruppe erstel­len willst. Aber an die­ser Stelle kommt tat­säch­lich mal der “Bewerbe die­sen Bei­trag” But­ton zu einem sinn­vol­len Ein­satz: Schreibe auf Dei­ner Face­book-Seite einen schö­nen Post, in dem Du Deine Gruppe vor­stellst und dazu ein­lädst, Mit­glied zu wer­den. Hast Du die­sen gepos­tet, klickst Du auf den But­ton, wählst ein Bud­get und eine (vor­her im Wer­be­an­zei­gen­ma­na­ger ein­ge­rich­tete) Ziel­gruppe aus und schon schal­tet Face­book Wer­bung für Deine Gruppe!

3. Moderation Deiner Facebook-Gruppe

Hast Du nun die ers­ten Mit­glie­der gewon­nen, wirst Du mer­ken, dass es ganz wich­tig ist, Deine Gruppe auch zu mode­rie­ren.

Mode­ra­tion meint nicht nur, dass Du ein Auge auf Spam­mer hast und sol­che Mit­glie­der, die die von Dir auf­ge­stell­ten Grup­pen­re­geln nicht ein­hal­ten. Mode­ra­tion bedeu­tet vor allem auch, dass Du der Gruppe Leben ein­hau­chen musst.

Denn von allein pas­siert da anfangs noch nicht so viel — zumin­dest nicht dann, wenn Du mit Dei­ner Gruppe bei “null” gestar­tet bist. Ist Deine Gruppe bei­spiels­weise aus einer Chal­lenge oder einem Kurs ent­stan­den, ist das oft anders.

Begrüßungsposts

Eine sehr schöne Mög­lich­keit, gleich die neuen Mit­glie­der anzu­spre­chen, sind die per­so­na­li­sier­ten Begrü­ßungs­posts. Ich begrüße meist frei­tags nach­mit­tags die in den letz­ten sie­ben Tagen neu hin­zu­ge­kom­me­nen Mit­glie­der, indem ich ein paar nette Worte schreibe und sie in mei­nem Post mar­kiere. Darin for­dere ich sie auf, sich direkt in die­sem Post per Kom­men­tar kurz vor­zu­stel­len. Das hat zwei­er­lei Effekt: Ich halte die Time­line frei für die wirk­lich wich­ti­gen Fra­gen und ver­hin­dere, dass meine Gruppe zu einer Hit-and-Run-Wer­be­gruppe ver­kommt. Und ich gewöhne die neuen Mit­glie­der daran, gleich aktiv dabei zu sein.

Das funk­tio­niert natür­lich nicht bei allen. Das ist aber auch nicht schlimm. Denn ich habe ja auch noch die …

Tagesposts

Ein sehr belieb­tes Mit­tel, um Deine Teil­neh­mer aus der Reserve zu locken sind die “Tages­posts”. Diese kön­nen, müs­sen aber nicht täg­lich von Dir gepos­tet wer­den. Sie die­nen dazu, regel­mä­ßig Deine Mit­glie­der auf­zu­ru­fen, etwas in der Gruppe zu schrei­ben. Rechne aber nicht damit, dass das auf Anhieb funk­tio­niert. Gerade, wenn Du etwas Neues aus­pro­bierst oder Deine Auf­for­de­run­gen doch sehr per­sön­lich sind (“Was war Dein größ­ter Erfolg in die­ser Woche?”), kann es etwas dau­ern, bis sich die ers­ten Mit­glie­der auch trauen, etwas zu schrei­ben.

Ich habe die­sen Blog­bei­trag zum Anlass genom­men, mir für meine Mar­ke­ting-Zau­ber Gruppe neue Tages­posts zu über­le­gen und vor­zu­be­rei­ten. Diese las­sen sich übri­gens opti­mal mit Post­plan­ner oder einem ande­ren Social Media Pla­nungs­tool vor­pla­nen, so dass Du nicht immer daran den­ken musst.

Wenn Du Dich also anre­gen las­sen möch­test, was Du als Tages­posts über­haupt Deine Teil­neh­mer fra­gen und um was Du sie bit­ten kannst, werde doch ein­fach Mit­glied in mei­ner Gruppe und lass Dich über­ra­schen!

VIPs wollen bevorzugt behandelt werden

In mei­nen Augen sind meine Grup­pen­mit­glie­der alle VIPs! Ich habe ent­schie­den, ob sie in mei­ner Gruppe mit­ma­chen dür­fen — und dafür, dass sie sich an die Grup­pen­re­geln hal­ten, haben sie in mei­nen Augen auch was Beson­de­res ver­dient.

Zum einen gehört dazu, dass ich jede Frage per­sön­lich beant­worte. Meine Gruppe hat den Zusatz “schnelle Hilfe für Dein Mar­ke­ting” und das ist mir Pro­gramm! Nor­ma­ler­weise ver­su­che ich bei einer Frage noch am sel­ben Tag zu ant­wor­ten. Eine bes­sere Behand­lung bekom­men nur die zah­len­den Mit­glie­der mei­ner Mas­ter­mind-Zir­kel Gruppe, denen ich in der Regel inner­halb von weni­ger als zwei Stun­den ver­su­che zur Seite zu ste­hen.

Dazu gehört auch, dass meine Grup­pen­mit­glie­der Link­tipps und andere Hin­weise erhal­ten, die ich nicht auf mei­ner Face­book-Seite poste.

Eine wei­tere Mög­lich­keit, die ich selbst noch viel zu wenig ein­setze, das aber in Zukunft ver­mehrt tun will, sind Videos. Das kön­nen sowohl Anlei­tun­gen in Form eines Screen­casts, per­sön­li­che Video­bot­schaf­ten aber auch Live-Videos mit der Gele­gen­heit, Fra­gen direkt zu stel­len und zu beant­wor­ten, sein.

Und ab und zu mache ich mei­nen Grup­pen­mit­glie­dern auch beson­dere Ange­bote, indem ich bei­spiels­weise einen Rabatt anbiete, der ent­we­der exklu­siv ist oder höher aus­fällt als auf mei­ner Face­book-Seite. Meine Grup­pen­mit­glie­der sind für mich meine “Fans deluxe” — und so behandle ich sie auch. Was mich auf den nächs­ten Punkt bringt:

Wen lasse ich in die Facebook-Gruppe?

Wen also lasse ich über­haupt in meine Gruppe hin­ein?

Ich schaue mir in der Regel jedes ein­zelne Pro­fil genau an. Und ich habe mir im Vor­feld genau Gedan­ken gemacht, wer über­haupt in mei­ner Gruppe Mit­glied wer­den darf.

Abge­se­hen von weni­gen Aus­nah­men, bei denen ich über “hat xy Freunde in der Gruppe” quasi eine indi­rekte Bürg­schaft habe, lehne ich fol­gende Per­so­nen ab, die

  • kein Pro­fil­bild haben
  • ein Pro­fil­bild mit dickem Auto und / oder Son­nen­brille haben (Dank an Frank Kat­zer, für die­sen Tipp!)
  • die so gut wie keine Freunde haben
  • deren Pro­fil erst wenige Tage alt ist
  • die kei­nen Klar­na­men ver­wen­den
  • die “zur Schule des Lebens” gegan­gen sind
  • die nicht zu mei­ner Ziel­gruppe pas­sen

Lange habe ich über­legt, ob ich Mit­be­wer­ber zulas­sen soll — und mich dann für “ja” ent­schie­den. Mir ist es wich­tig, dass meine Mit­glie­der schnell qua­li­fi­zierte Hilfe bei ihren Fra­gen zu Mar­ke­ting und Social Media erhal­ten. Da ich nicht immer auf Face­book bin (auch wenn es manch­mal so scheint), bin ich froh, wenn ich Unter­stüt­zung erhalte. Allzu plumpe Eigen­wer­bung oder Abwer­ben von Mit­glie­dern unter­binde ich aber. Ich gehe davon aus, dass sich die Mit­be­wer­ber fair ver­hal­ten — und bis jetzt wurde mein Ver­trauen noch nicht ernst­haft ent­täuscht.

Zum Umgang mit Spammern und anderen Ingnoranten

Anfangs habe ich so gehan­delt, dass ich einen Fehl­tritt jedem ver­zie­hen habe. Inzwi­schen habe ich mehr­fach die Grup­pen­re­geln ange­passt und für mich selbst fest­ge­legt: Wer die nicht befolgt, muss mit den Kon­se­quen­zen leben.

Und die hei­ßen: Es gibt eine Ver­war­nung und Auf­for­de­rung, den ent­spre­chen­den Post selbst zu löschen. Wird dem nach­ge­kom­men, ist alles gut. Falls nicht, und ich den Post nach ein paar Stun­den selbst löschen muss, ent­ferne ich auch die Per­son kom­men­tar­los aus der Gruppe. Punkt. Hier gilt für mich ganz klar: Mein Zelt — meine Regeln. Wem das nicht passt, der kann gerne die Gruppe ver­las­sen und eine eigene auf­ma­chen.

4. Aufwand und Nutzen

Gute Güte!

Wie viel Auf­wand ist das denn alles?!

Und bringt das über­haupt was?

Die Ant­wor­ten lau­ten: Halb so wild und ja! 🙂

Wie bei fast allem im Leben gilt: Du musst die rich­ti­gen Dinge tun und die Dinge rich­tig tun. Dann passt es schon. Grob geschätzt beläuft sich mein Auf­wand für die Mode­ra­tion, die Beant­wor­tung von Fra­gen und das Mar­ke­ting für die Gruppe auf etwa drei­ein­halb Stun­den pro Woche, also eine halbe Stunde täg­lich. Bei der Beant­wor­tung kom­ple­xer Fra­ge­stel­lun­gen kann es aber auch mal etwas mehr sein.

Viele mei­ner Coa­ching-Kun­den und Zir­kel-Mit­glie­der waren auch vor­her und sind immer noch Mit­glie­der in mei­ner Gruppe. Bes­sere Mög­lich­kei­ten, Dich ken­nen zu ler­nen und zu erfah­ren, wie Du arbei­test und unter­stützt und dabei selbst noch ver­hält­nis­mä­ßig anonym und uner­kannt zu blei­ben gibt es kaum für Deine Inter­es­sen­ten.

Ganz dicht an der Zielgruppe

Und gerade wenn Du auch zu Dei­nem Thema regel­mä­ßig bloggst (was ich Dir drin­gend emp­fehle), so ist eine eigene Gruppe für Dich unbe­zahl­bar! Wo sonst bekommst Du so engen Kon­takt zu Dei­nen Inter­es­sen­ten? Wo sonst bekommst Du “Steil­vor­la­gen” für The­men, über die Du schrei­ben kannst und die Deine Leser bren­nend inter­es­sie­ren? Also!

5. Tipps zum Schluss

Hole Dir mindestens einen Co-Admin ins Boot

Bestimmt kennst Du jeman­den, zu dem Du genug Ver­trauen hast, dass Du ihn zum Co-Admin machen kannst. Das ist einer­seits wich­tig, falls Du mal von Face­book gesperrt wer­den soll­test (das kann immer mal pas­sie­ren), Du krank oder im Urlaub bist, oder aus ande­ren Grün­den Dich gerade nicht per­sön­lich um Deine Gruppe küm­mern kannst.

Sprecht vor­her ab, was der Co-Admin tun und las­sen soll, dann ist er Dir eine wert­volle Unter­stüt­zung!

Krisenmanagement

Trol­len gibt man ja bekannt­lich bes­ser kein Fut­ter, aber bestimmte Dinge kannst Du ein­fach nicht ste­hen las­sen. Daher ist es super, wenn Du Grup­pen­mit­glie­der hast, die Dich auf sol­che auf­merk­sam machen. Der­zeit schaffe ich es noch, jeden ein­zel­nen Post in mei­ner Gruppe zu lesen — aber wenn die Gruppe in die­sem Tempo wei­ter wächst, wird das viel­leicht schon bald nicht mehr mög­lich sein.

Bevor Du aber auf einen Post ant­wor­test, der Dich erzürnt oder Dir sonst wie unpas­send erscheint, denke erst ein­mal in Ruhe dar­über nach. Berate Dich gege­be­nen­falls mit Dei­nem Co-Admin. Han­dele dann. Und han­dele kon­se­quent. Hast Du für Deine Mit­glie­der ein­mal eine Regel auf­ge­stellt, dann bleibe auch dabei. Denn sonst wis­sen Deine Mit­glie­der nicht, was erlaubt ist — und was nicht.

Das gilt ins­be­son­dere für den Umgang mit der …

Eigenwerbung der Mitglieder

Hier habe ich die Regel auf­ge­stellt, dass Links zu Ange­bo­ten gar nicht und zu Blog­posts nur ein­mal die Woche gepos­tet wer­den dür­fen. Wer meint, er habe etwas, das wich­tig oder inter­es­sant für die ganze Gruppe ist, darf mir gerne eine PN sen­den — und wenn ich das gut finde, poste ich es ent­we­der selbst oder der­je­nige soll dann dar­auf hin­wei­sen, dass er mein Ein­ver­ständ­nis hat. Ein­zige Aus­nahme: Wenn eine kon­krete Frage zu einem Blog­post oder Ange­bot gestellt wird, dann ist das selbst­ver­ständ­lich in Ord­nung. Denn die ande­ren Grup­pen­mit­glie­der und ich müs­sen ja wis­sen, worum es geht. Natür­lich ist mir klar, dass man das auch vor­täu­schen kann. Hier ist dann letzt­lich die Frage, wie plump die­ser Ver­such unter­nom­men wird. Der Umgang erfor­dert Fin­ger­spit­zen­ge­fühl — aber Du wirst da mit jedem Fall immer gewief­ter — garan­tiert!

Linktipps

Natür­lich bin ich nicht die ein­zige, die sich mit die­sem Thema beschäf­tigt. Super Infos zum Thema Face­book-Grup­pen kannst du auch von Björn Tan­tau, Frank Kat­zer und Katha­rina Lewald online im Netz fin­den. Ins­be­son­dere emp­fehle ich Dir

6. Fazit

Eine Gruppe ist schnell in die Welt gesetzt. Auf­zucht und Pflege erfor­dern etwas Arbeit aber nur sehr wenig Geld. In einer Face­book-Gruppe ist es viel leich­ter, mit Dei­ner Ziel­gruppe in Kon­takt zu kom­men und zu inter­agie­ren als auf Dei­ner Face­book-Seite. Darum ist eine Face­book-Gruppe eine tolle Ergän­zung für Dein Mar­ke­ting und außer­dem eine super Inspi­ra­ti­ons­quelle.

So — und jetzt bin ich gespannt, ob ich die Erwar­tun­gen mei­ner Grup­pen­mit­glie­der Irene, Anne, Ange­lika, Elke und Lisa habe erfül­len kön­nen, die die­sen Bei­trag in mei­nen Redak­ti­ons­plan kata­pul­tiert haben. Ich freue mich auf Eure Kom­men­tare — und natür­lich auch auf Dei­nen, wenn Du über Face­book, Twit­ter, Google oder eine andere Emp­feh­lung auf die­sen Bei­trag gekom­men bist!

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Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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