Facebook = Zeitverschwendung? Eine junge Frau abends am PC

Facebook und Co. – alles nur Zeitverschwendung?

Facebook – Zeitverschwendung! Das höre und lese ich bereits seit vielen Jahren. Googlest Du den Begriff, zeigt Dir die Suchmaschine ungefähr 345.000 Ergebnisse an. Grund genug, dem Thema mal genauer auf die Spur zu gehen.

Zumal ich gerade in der letzten Woche von einer befreundeten Unternehmerin gefragt wurde, „sag mal, wie läuft es eigentlich bei Dir? Bei mir ist seit dem Sommer alles wie abgeschnitten!“

Was soll ich sagen? Bei mir läuft es sehr gut. Ich habe in den letzten Wochen sogar mehrfach Aufträge abgelehnt oder an andere Unternehmer weitergereicht. Der Vorlauf für größere Projekte beträgt zum Zeitpunkt, zu dem ich diesen Artikel verfasse (November 2017) um die acht bis zehn Wochen. So komfortabel sah mein Auftragsbuch nicht immer aus. Und mit Schuld daran ist – Facebook!

Was hat nun diese Unternehmerin, ich nenne sie einfach mal Sonja, nun verändert? Sie ist auch im Online Business tätig und war immer sehr aktiv auf Facebook, in Fachforen und auch auf Instagram. Aber seit dem Frühjahr hat sich Sonja darauf konzentriert, endlich mal eigene Produkte zu erstellen, um mehr „passives“ Einkommen zu generieren. Sie hat Kurse und ein E-Book erstellt und da ging ihre gesamte Leidenschaft und Zeit hinein. Facebook und Instagram und auch die Fachforen besuchte sie nur noch sehr unregelmäßig, gab nur noch wenig Tipps und kostenlose Hilfestellung in ihrem Fachgebiet. Sie hatte begonnen, nach dem Murmeltierprinzip (näher beschrieben in diesem Blogartikel von mir) zu agieren. Denn sie wollte keine Zeit auf Facebook verschwenden, die sie viel lieber für die Produkterstellung verwendet hat.

Wie Du auf Facebook effizient Zeit verschwendest

Klar, man kann auf Facebook richtig toll Zeit verschwenden. Sogar in ähnlich großem Stil wie beim Fernsehen. Vernichtung von Lebenszeit, wie ich immer zu sagen pflege. Wie machst Du das am besten? Hier eine kleine Anleitung zur Zeitverschwendung auf Facebook, speziell für Solopreneurinnen:

  • Lass Dich regelmäßig von Deiner Timeline und ihren Inhalten davon tragen. Das geht rasend schnell, so dass ich schon mal geschrieben habe, fünf Minuten auf Facebook entsprechen zwei Stunden im realen Leben.
  • Nutze ausschließlich Dein privates Profil, ignoriere die Möglichkeiten, die Deine Seite Dir bietet. Die organische Reichweite wird von Facebook gerade sowieso platt gemacht, warum also hier noch Energie reinstecken?
  • Klicke nur bei Seiten wie ruthe.de, der kleine Yogi, den Peanuts oder Nametests auf „Gefällt mir“ – damit Du nur lustige Inhalte in Deiner Timeline findest.
  • Like andere Seiten außerdem nur aus Gefälligkeit und ohne ein echtes Interesse an ihren Inhalten – und rege Dich am besten noch im selben Atemzug darüber auf, dass Du nur Müll in Deiner Timeline hast.
  • Beteilige Dich nur an Diskussionen in Gruppen zu Themen, die in keinem Zusammenhang zu Deinem Geschäft stehen. Facebook ist eh für geschäftliche Inhalte nicht wirklich geeignet.

Es geht aber auch anders. Du kannst Facebook auch als wunderbar entspanntes Instrument zur Kundengewinnung nutzen – insbesondere, wenn Du andere Methoden wie telefonische Kaltakquise oder das Besuchen von Netzwerkveranstaltungen nicht magst.

Wie Du auf Facebook effizient neue Kunden gewinnst

Hier also meine kleine Anleitung für Sonja und andere Solopreneurinnen, wie Du auf Facebook keine Zeit verschwendest und noch ganz entspannt Kunden anziehst – und zwar Deine Wunschkunden:

Mindset verändern – Facebook und Co. sind keine Zeitverschwendung

Durch die Ähnlichkeit und die Vermischung von geschäftlichem und privatem ist ein schlechtes Gewissen natürlich irgendwo vorprogrammiert. Auch ich frage mich manchmal, ob ich denn nicht zu viel Zeit auf Facebook verbringe und ob der Aufwand im Verhältnis zum Nutzen steht. Aber dann erinnere ich mich wieder daran, dass die sozialen Medien zur Zeit mein bestes Akquise-Instrument sind, die mir genau die Kunden bringen, die ich mir wünsche.

Wenn Du Facebook (und Co.) schwerpunktmäßig für berufliche Zwecke einsetzt, bekommt es auch für Dein protestantisches Arbeitsethos einen anderen Stellenwert. Mein Mischungsverhältnis ist ziemlich dicht am Pareto-Prinzip: 20 Prozent meiner Zeit auf Facebook nutze ich es (rein) privat, 80 Prozent geschäftlich.

Nutze Zeitmanagement-Tools, um auf Facebook keine Zeit zu verschwenden

Bei allem Stellenwert, den Akquise und damit Facebook und andere Netzwerke bei mir haben, natürlich gibt es auch andere Dinge in meinem Leben. Da sind zuallererst die Projekte, die ich für meine Kunden realisiere und auch die Betreuung meiner Mitglieder im Marketing-Zauber-Mastermind-Zirkel (oh, verdammt, das mache ich ja auch über Facebook … 😉 ). Dann habe ich natürlich auch noch ein Privatleben, mit Familie, Haushalt und Hobbies. Schlafen ist ab und zu auch mal ganz nett (und ich verrate hier mal, unter acht Stunden bin ich kein Mensch!). Trotzdem hat es für viele den Anschein, als ob ich „den ganzen Tag auf Facebook“ bin – wie mache ich das?

Nun, ich habe feste Rhythmen (nicht Zeiten) und die ermöglichen mir eine hohe Präsenz in den Netzwerken. Da musst Du Deine eigenen suchen. Um Dir eine Anregung zu geben, beschreibe ich Dir hier, was für ein Rhythmus für mich funktioniert:

Meine erste Runde auf Facebook gibt es in der Regel gleich morgens nach dem Aufwachen. Gerne noch im Bett, oft aber auch als Zeitungsersatz beim Frühstück bin ich auf Facebook unterwegs und schaue zunächst im Business Manager für meine geschäftliche Seite nach, wer mich dort per PN in der Nacht kontaktiert hat. Das kommt erstaunlich oft vor. Die Anfragen beantworte ich und gucke dann, was ich noch als Benachrichtigungen hatte und antworte auf die Kommentare meiner Fans und Besucher. Ist das erledigt, wechsle ich zum privaten Profil und schaue unter der Weltkugel nach, was hier für mich relevantes passiert ist.

Dann habe ich Zeit, um mich für den Tag fertig zu machen und gehe an den Schreibtisch, um an Kundenprojekten zu arbeiten. Hier nutze ich gern die Pomodoro-Technik und in Kombination mit Todoist die Pomodone-App. Ich lege fest, wie lange ich an einer Aufgabe arbeiten will und arbeite konzentriert (und ohne auf die Facebook-Benachrichtigungen zu schauen!) daran. Bin ich fertig, ist manchmal noch etwas Zeit bis zum Ende der Pomodoro übrig. Die nutze ich dann, um auf Facebook zu gehen. Durch das akustische Signal werde ich deutlich daran erinnert, wann es Zeit ist, nun eine kurze Pause zu machen und mich dann wieder einer neuen Aufgabe zu widmen.

So bin ich den ganzen Arbeitstag immer wieder für kurze Momente auf Facebook. Aber eben nur kurz.

Am Abend, wenn ich dann keine Aufgaben für den Tag mehr zu erledigen habe (oder auch nur einfach finde, dass es nun genug ist), mache ich dann wieder eine „große Runde“ wie am Morgen. Anschließend nehme ich mir dann Zeit für meine Hobbies, lese, lerne Spanisch, höre Musik oder Hörbücher, zeichne oder bilde mich weiter. Kurz vor Mitternacht, meiner Schlafenszeit, gibt es noch einmal eine kleine Runde.

Überlege genau, welchen Seiten Du ein Like schenkst

… und welche Freundschaftsanfragen Du annimmst. Denn das sind die Faktoren, die Deine Timeline maßgeblich beeinflussen. Ich habe zum Beispiel keine „Fun-Seiten“ geliked – durch meine Freunde werde ich genug mit lustigen oder nachdenklichen Inhalten versorgt. Das reicht mir als kleine Inseln abseits vom Business im Tag völlig aus. Wenn ich etwas besonders gut finde, teile ich es sogar mal weiter.

Denke immer daran: Durch die Auswahl der von Dir geliketen Seiten und der Likes und Kommentare, die Du hinterlässt, zeigst Du dem Facebook-Algorithmus, was Dir gefällt – und er liefert prompt und zuverlässig. Gefällt Dir nicht, was Du siehst, oder siehst Du nur die „falschen“ Inhalte, überdenke Dein Verhalten.

Gruppen können ein Zeitgrab sein – müssen es aber nicht

Gerade für die entspannte Akquise sind Gruppen unbezahlbar. Aber auch hier kannst Du einiges falsch machen. Das fängt bei der Auswahl der Gruppen an, in denen Du Dich tummelst (lies dazu auch meinen Artikel 37 Facebook Gruppen). Suche Dir Gruppen, in denen Du

  • durch Dein Know how glänzen kannst,
  • selbst Hilfe bekommen kannst,
  • wo sich Deine Zielgruppe aufhält und
  • die Du selbst administrierst oder wo Du Co-Admin sein kannst.

Fazit: Facebook und Co. sind keine Zeitverschwendung – wenn Du es richtig machst!

Für mich ist Facebook definitiv keine Zeitverschwendung, sondern derzeit für mich die angenehmste Form der Akquise. Dadurch, dass ich meine Zeit dort nicht als verschwendet ansehe, räume ich der Nutzung einen hohen Stellenwert in meiner täglichen Arbeit ein. So kann ich professionell agieren. Durch die positiven Resultate und das durchgehend positive Feedback, dass ich dort erhalte, macht mir die ganze Sache zudem noch ungeheuren Spaß! (Denn wer sagt, dass Akquise im Speziellen und Arbeit im Allgemeinen keinen Spaß machen dürfen?!)

Wenn Du also Facebook und die anderen sozialen Medien zur ganz entspannten Kundengewinnung nutzen möchtest, musst Du strategisch und mit einer guten Taktik vorgehen. Du musst Dir gut überlegen, was Du wo, wann und wie postet und wie Du die Kommunikation mit Deinen Fans, Freunden und Netzwerkpartnern gestalten willst.

Wenn Du aufgrund meines Blogartikels hier nun schon selbst Ideen hast, wie Du Deine Sichtbarkeit auf Facebook professionell erhöhen und das Ganze in Deinen Arbeitsalltag integrieren kannst – super! Mach es und setze es um, es lohnt sich.+

Wenn Du aber nicht so genau weißt, wie Du es für Dich persönlich angehen kannst, wenn die Worte „Strategie“ und „Taktik“ Dir zu viel Ehrfurcht einflößen und Du jemanden brauchst, der Dich auf dem Weg zu Deiner eigenen Strategie und Deiner eigenen Taktik unterstützt, dann habe ich ein interessantes Angebot für Dich:

Am 30. November führe ich einen kostenpflichtigen Halbtages-Workshop genau zum Thema „Social Media Strategie und Taktik“ durch. Da ich ihn zum ersten Mal durchführe, hast Du die einmalige Chance, ihn zum reduzierten Einführungspreis buchen zu können. Neugierig geworden? Dann schau Dir mal diese Seite an, wo Du mehr Informationen und die Möglichkeit zur Buchung findest. Aber zögere nicht zu lange, denn es gibt nur begrenzte Plätze, damit ich mich auch um alle Teilnehmer intensiv kümmern kann!

 

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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