Folge 016 – Tools für Dein Online-Marketing: Newsletter

Von Birgit Schultz

Mai 30, 2022


Letzte Aktua­li­sie­rung 7. Juni 2022 

Shownotes

In die­ser Folge erkläre ich, warum Du Deine News­let­ter nicht mit Dei­nem nor­ma­len Mail-Pro­gramm, son­dern über einen News­let­ter-Pro­vi­der ver­sen­den solltest. 

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Wenn Du Unter­stüt­zung bei Dei­nem News­let­ter-Mar­ke­ting suchst, dann lass uns doch mal mit­ein­an­der reden. Unter die­sem Link kannst Du ein kur­zes Gespräch mit mir ver­ein­ba­ren. Ich freue mich auf Dich!

marketing-zauber.de/smm

Transkript

In der letz­ten Woche habe ich dir ver­spro­chen, dass sich die­ser Pod­cast ein klei­nes biss­chen ver­än­dern wird und in die­ser Woche setze ich das gleich in die Tat um. Heute stelle ich dir näm­lich eines der Tools vor, die du wirk­lich für dein Online­mar­ke­ting brauchst. Das Thema News­let­ter und News­let­ter Pro­vi­der. News­let­ter sind … eIn nicht ganz ohne umstrit­te­nes Thema. Seit vie­len Jah­ren tot­ge­sagt auch von mir (2006 schon), ist es aber immer noch eines der wich­tigs­ten, weil tat­säch­lich wirk­sams­ten Tools für dein Online­mar­ke­ting. Die Vor­teile lie­gen auf der Hand Die Leser haben sich frei­wil­lig ein­ge­tra­gen, das heißt, sie haben Inter­esse an Dir und an dei­ner Leis­tung. Und na ja, von den Mit­be­wer­bern mal abge­se­hen, die natür­lich auch mit­le­sen. Der nächste Vor­teil: Sie gehen direkt ins Post­fach, da gibt es kei­nen Umweg, son­dern das Post­fach wird in der Regel direkt abge­ru­fen und durch­fors­tet nach wich­ti­gen Mails, nach inter­es­san­ten Mails, nach allem, was gerade für diese Per­son aktu­ell wich­tig ist. Und der dritte Vor­teil Der ganz unum­stöß­li­che größte Vor­teil über­haupt Die Kon­takte im News­let­ter gehö­ren dir, ganz im Gegen­satz zu Social Media.

Ein paar Nach­teile gibt es zuge­ge­be­ner­ma­ßen auch. Mitt­ler­weile herrscht viel, viel Kon­kur­renz im Post­fach. News­let­ter sind schnell bestellt, aber sie sind auch schnell wie­der abbe­stellt. Bei den Mail­adres­sen also GMX‑, Web.de‑, Yahoo‑, Hot­mail- und so wei­ter ‑adres­sen kön­nen die Zustell­ra­ten auch schon mal rich­tig­ge­hend schlecht sein. Und ein all­ge­mei­ner Trend: Die Öff­nungs­ra­ten sin­ken. Bezie­hungs­weise: Sie sind auch nicht mehr so zuver­läs­sig mess­bar, weil es da erst kürz­lich ein iOS Update gege­ben hat, das nun viel, viel höhere Öff­nungs­zei­ten vor­gau­kelt, als tat­säch­lich da sind. Also wir kön­nen uns bei den Öff­nungs­zei­ten nicht mehr so ganz sicher sein. Trotz­dem sind News­let­ter immer noch ein rich­tig, rich­tig coo­les Tool, mit dem du sehr gute Umsätze machen kannst und mit dem du vor allen Din­gen auch eine wun­der­bare Bezie­hung zu dei­ner Ziel­gruppe auf­bauen kannst. Denn wir wis­sen ja: Es geht immer darum, erst die Men­schen anzu­zie­hen. Das hast du mit dem Abo, Dei­nes News­let­ters geschafft, und dann eine Bezie­hung auf­zu­bauen. Und erst wenn diese Bezie­hung auf­ge­baut wurde, also A und B, dann kannst du zum C, zur Con­ver­sion, also zum Kauf kom­men. Und dafür sind News­let­ter ein­fach wirk­lich genial.

Jetzt könnte man natür­lich den­ken Na ja, alles kein Ding. Schreibe ich halt ganz nor­mal mit mei­nem Out­look oder mit mei­nem Thun­der­bird oder mit mei­nem Apple Mail Mails und gut ist. Aber das ist tat­säch­lich keine gute Idee. Du brauchst einen soge­nann­ten News­let­ter Pro­vi­der. Da kommst du in mei­nen Augen nicht drum herum. Warum ist das so? Zum einen hat das recht­li­che Gründe, denn beim Ver­sand über dein Mail-Tool, also über dein ganz nor­ma­les Out­look, Thun­der­bird, Apple Mail oder was auch immer kannst du nicht für ein rechts­si­che­res Dou­ble Opt in sor­gen. Ein Dou­ble Opt In ist nichts ande­res als eine zweite Bestä­ti­gung des News­let­ter­best­sel­lers, dass er tat­säch­lich oder sie in per­sona die­sen News­let­ter bestellt hat und ihn auch ganz bestimmt haben will. Denn sonst wäre es natür­lich ein Leich­tes für dich, du trägst ein­fach irgend­wel­che E Mail Adres­sen, die du mal gesam­melt hast, die du in den Impres­sen der Web­sites fin­dest, von den Visi­ten­kar­ten, die du irgend­wann mal ein­ge­sam­melt hast … Trägst diese Leute ein­fach fröh­lich in dei­nem News­let­ter ein und die sagen: "Mämämämämäää! Moment! Die habe ich ja gar nicht bestellt!"

Also hat sich unser Gesetz­ge­ber über­legt, dass es doch sinn­voll ist, wenn jemand einen News­let­ter bestellt (auch jemand Drit­tes könnte ja einen News­let­ter für einen bestel­len), dass dann der Emp­fän­ger noch mal bestä­ti­gen muss: "Ja, hat alles seine Rich­tig­keit. Will ich haben!" Und weil wir hier in Deutsch­land sind oder in Europa und alles immer so ganz beson­ders seine Rich­tig­keit haben muss, muss natür­lich auch die­ses Dou­ble Opt in mit einem Zeits­tem­pel abge­spei­chert wer­den. Und die meis­ten News­let­ter Pro­vi­der machen das zusätz­lich auch noch mit der IP Adresse, die der zukünf­tige Emp­fän­ger zu dem Zeit­punkt der Bestel­lung hatte. Und ja, das ist dann erst ein soge­nann­tes rechts­si­che­res Dou­ble Opt In. Das kannst du mit, ich sage mal Bord­mit­teln oder so gefaked, eigent­lich alles gar nicht nach­ma­chen. Und wir wol­len ja auch nicht bei 100 oder 200 oder 300 News­let­ter Abon­nen­ten blei­ben, son­dern wir wol­len ja rich­tig viele haben, denn je mehr wir haben, desto grö­ßer sind die Chan­cen, dass wir natür­lich auch mehr dar­über ver­kau­fen kön­nen. So, das zweite ist auch noch ein recht­li­cher Grund oder ein ver­trags­recht­li­cher Grund:

Näm­lich der Ver­trag mit dei­nem Web­hos­ter, bei dem du nor­ma­ler­weise deine geschäft­li­che E‑Mail auch hast. Der ent­hält gar nicht so ein hohes Ver­sand­vo­lu­men, da sind die gar nicht drauf ein­ge­stellt. Also wenn du da so und so viele Post­fä­cher dir dann ein­rich­ten kannst und auch durch­aus viel Spei­cher­platz hast, um die Mails, die du bekommst und die du ver­wen­dest, die brau­chen auch Spei­cher, also die die Web­hos­ter, die das nor­ma­ler­weise im Ver­trag mit drin haben, sehen also nicht vor, dass du da wöchent­lich Tau­sende von Mails ver­schickt. Wenn du das machst, dann kann das sein, dass dein Ver­trags­part­ner, dein Web­hos­ter, Dir ent­we­der einen wesent­lich teu­re­ren Ver­trag anbie­tet oder dir den Ver­trag kün­digt. Bei­des möch­test du natür­lich nicht haben.

Dann brauchst du einen News­let­ter Pro­vi­der aus orga­ni­sa­to­ri­schen Grün­den: Denn mit Bord­mit­teln las­sen sich nur sehr umständ­lich per­so­na­li­sierte Mails ver­sen­den. Und Per­so­na­li­sie­rung ist etwas, das ein ganz, ganz star­kes Mit­tel ist, um eben die Bezie­hung zu dei­nen Lesern auf­zu­bauen. Und prak­tisch ist es für dich auch. Wenn du also ganz nor­mal ein­fach über ein nor­ma­les Mail­tool ver­wen­dest und dann in den Gesen­det-Ord­ner schaust, dann hast du auf ein­mal ganz, ganz viele iden­ti­sche Mails im Postausgang.

Da dann wirk­lich mal eine wich­tige Mail dazwi­schen zu fin­den, kann dann umständ­lich sein. Okay, könnte man über eine zweite sepa­rate Adresse, die du nur für den Ver­sand eines News­let­ters benutzt, auch lösen. Aber das ist ein­fach so ein Gedanke. Orga­ni­sa­to­risch ist das auch nicht so pri­ckelnd. Orga­ni­sa­to­risch noch viel, viel wich­ti­ger ist aber die Pro­ble­ma­tik, dass du mit dei­ner E‑Mail-Adresse oder sogar Domain mög­li­cher­weise ganz schnell auf soge­nannte Black­lists gerätst. Diese Black­lists sind nichts ande­res als Lis­ten von Adres­sen von: Spam­mern. Da wie­der raus­zu­kom­men ist zwar mög­lich, aber für dich, als ich sag jetzt mal, Laien, eher umständ­lich bis schwie­rig bis unmög­lich. Hast du einen News­let­ter Pro­vi­der, küm­mert der sich gege­be­nen­falls darum. Wei­tere wich­tige Gründe sind, dass du mit dei­nem nor­ma­len Mail-Tool ein­fach keine Auto­ma­tion ein­rich­ten kannst. Du kannst keine Begrü­ßungs-Auto­ma­tion ein­rich­ten, du kannst keine Auto­ma­tion ein­rich­ten, wenn Leute auf einen bestimm­ten Link geklickt haben und du kannst natür­lich auch keine Seg­mente ein­rich­ten. Das heißt, dass du eine E‑Mail, einen News­let­ter, nur an ganz bestimmte Leute ver­sen­dest aus dei­ner Liste und nicht an alle auf einmal.

Das ist ein ganz, ganz wich­ti­ges Tool im Online­mar­ke­ting, im News­let­ter-Mar­ke­ting. Denn wir wol­len ja nur den Men­schen auch wei­ter­hin Mails zu unse­ren Ange­bo­ten bei­spiels­weise schi­cken, von denen wir ganz sicher wis­sen, dass sie sich dafür inter­es­sie­ren. Aus all die­sen Grün­den bin ich auch kein Freund von Tools, die bei­spiels­weise als Plugin für WordPress funk­tio­nie­ren. Stich­wort Wäre da Mail­poet. Oder mit dem du einen nor­ma­len Mail Account nutzt und über ein loka­les Pro­gramm ver­sen­dest. Auch das gibt es, da gibt es ein sehr gutes Pro­gramm, das heißt Super-Mai­ler. Das habe ich vor bald 20 Jah­ren für meine ers­ten News­let­ter ein­ge­setzt, aber dafür ist es gar nicht mal so gut geeig­net. Das eine ist das Ver­sand-Volu­men. Da habe ich gerade drü­ber gespro­chen. Das zweite sind die Spam-Lis­ten. Habe ich auch schon erwähnt. Das dritte aber auch: gerade wenn du die Adres­sen in dei­nem WordPress dann ver­wal­test, ist deine Ver­ant­wor­tung für die Daten. Die hast du dann näm­lich ganz alleine. Und wenn deine Web­site gehackt wird, dann ist das ein soge­nann­ter Data Bre­ach und diese Adres­sen lan­den mög­li­cher­weise bei Spam­mern, die sie dann wie­derum dafür ver­wen­den, wie­der Spam­mails mit den Absen­dern dei­ner Emp­fän­ger zu ver­schi­cken. Da hat natür­lich die DSGVO das Thema Daten­schutz ein ganz wich­ti­ges Pfund auf der Waage, so etwas nicht zu machen und nicht zu verwenden.

Das ist meine Mei­nung. Warum du drin­gend einen News­let­ter Pro­vi­der brauchst und das ganze nicht per Hand machen soll­test, stellt sich natür­lich die Frage: wel­che Pro­vi­der gibt es denn über­haupt? Ich kann dir natür­lich jetzt hier nicht alle auf­zäh­len, dafür gibt es ein­fach viel zu viele und ich beschränke mich jetzt mal die kleine Liste, die ich dir gleich gebe und die ich dir auch in die Show­no­tes packe. Auf die, die ich ent­we­der aus eige­nen Tests kenne oder aus der Zusam­men­ar­beit mit mei­nen Kun­din­nen und Mit­glie­dern. Und natür­lich auch sol­che, die vom Preis­leis­tungs­ver­hält­nis vor allem für Solo­pre­neu­rin­nen pas­sen und geeig­net sind. Zu den bei mei­nen Kon­tak­ten bekann­tes­ten und belieb­tes­ten gehö­ren immer noch Mail­chimp. Ich kenne fast nie­man­den, der im Online Busi­ness ist, der nicht irgend­wann ein­mal in sei­ner News­let­ter-Lauf­bahn mit dem freund­li­chen Post-Schim­pan­sen gear­bei­tet hat. Mail­chimp ist ein, ja doch ganz gut nutz­ba­res Pro­gramm. Es hat auch seine Hür­den, es hat seine Eigen­ar­ten. Aber die haben letz­ten Endes eigent­lich alle.

Mail­chimp hat aktu­ell vor allen Din­gen ein Pro­blem, das auch andere haben, die ich dir gleich vor­stel­len werde, näm­lich das ist ein US-ame­ri­ka­ni­sches Tool ist und dass die Daten auf US-Ser­vern gespei­chert wer­den. Per se ist das über­haupt kein Pro­blem: Die Ame­ri­ka­ner gehen mit ihren Kun­den­da­ten oder mit den Daten, die ihnen über­ant­wor­tet wer­den, nicht schlech­ter um, als wir das hier in Europa oder in Deutsch­land tun. Ganz und gar nicht. Aber wir haben natür­lich den Punkt, dass es seit 9/​11, also seit 2001, ein erhöh­tes Sicher­heits­be­dürf­nis der ame­ri­ka­ni­schen Behör­den und des ame­ri­ka­ni­schen Staa­tes gibt und die sich des­we­gen aus­be­din­gen, dass sie jeder­zeit auf die Daten, auf die Kun­den­da­ten ihrer Unter­neh­men zugrei­fen dür­fen. Und das ist der Grund, warum unsere Daten­schutz­be­hör­den und Daten­schutz­be­auf­trag­ten sagen: Das geht gar nicht! Kann man jetzt dis­ku­tie­ren. Mache ich nicht an die­ser Stelle. Das mache ich mal eher in die­sem For­mat, #ich­den­kelaut, aber: Es ist natür­lich wich­tig zu wis­sen, die Daten bei den US-ame­ri­ka­ni­schen Anbie­tern sind nicht schlech­ter geschützt gegen Hacker oder so bei­spiels­weise, son­dern sie müs­sen halt die Infor­ma­tio­nen raus­ge­ben an die Behör­den, also FBI, CIA oder was da immer anklopft und dann sagt, hey, wir wol­len mal sehen, wel­che Kun­den­da­ten hier gespei­chert sind.

Ansons­ten ist Mail­chimp kein schlech­tes Pro­gramm. Dann, als nächs­tes auch sehr popu­lär, die nächs­ten bei­den wer­den auch oft in einem Atem­zug genannt: Cle­ver­re­ach und Get­re­sponse. Ein wei­te­res Pro­gramm, sehr popu­lär, auch nicht zuletzt des­halb, weil es ein attrak­ti­ves Affi­liate-Pro­gramm hat. Also die­je­ni­gen, die Klick­tipp emp­feh­len, bekom­men da eine ganz ordent­li­che Pro­vi­sion. Klick­tipp, ist nomi­nell aus Deutsch­land. Der Fir­men­sitz ist aber irgendwo anders, hier in der Euro­päi­schen Gemein­schaft, ist ein ziem­lich kom­ple­xes Pro­gramm, das sehr, sehr viel kann, das sehr leis­tungs­fä­hig ist, das aber eben auch eine steile Lern­kurve am Anfang hat. Und ja, es hat eben auch neben die­ser stei­len Lern­kurve den Nach­teil, dass du für die Fea­tures in dei­nem Ver­trag bezahlst. Also wenn es wenig kann, bezahlst du weni­ger. Wenn es mehr kann, dann bezahlst du auch mehr. Und zwar von der ers­ten Adresse an! Des­we­gen finde ich per­sön­lich Klick­tipp für Anfän­ger und Ein­stei­ger nicht ganz so gut geeig­net, denn ein­mal ist da die Lern­kurve. Und zum ande­ren, ja Mein Gott! wenn du nur zehn oder zwölf Abon­nen­ten am Anfang hast und das kommt durch­aus vor, das ist gar nicht so sel­ten. Ich kenne genug Leute, die sagen, nach einem Jahr hät­ten sie erst 30 oder 40 Abon­nen­ten gesam­melt. Nicht meine Kun­den, nicht meine Mit­glie­der, aber ich erlebe das immer wie­der. Und da ist das dann natür­lich wich­tig oder ein­fach eine inter­es­sante Frage, ob man dann bereit ist, dafür 49 oder 69 oder noch mehr Euro im Monat zu bezah­len. Das geht dann schnell ins Geld und bringt nicht den gewünsch­ten Erfolg.

Auch aus Deutsch­land ist ein Pro­gramm, das nennt sich oder ein Anbie­ter, nennt sich Quentn. Quentn scheint auch ein sehr soli­des Pro­gramm zu sein, das sehr gut und zuver­läs­sig arbei­tet, ist aber auch ein biss­chen im obe­ren Preis­range angesiedelt.

Der nächste Kan­di­dat auf mei­ner Liste Sen­din­blue, kommt aus Frank­reich, hat mitt­ler­weile auch nach­dem sie Newsletter2Go auf­ge­kauft haben, einen deut­schen Fir­men­sitz. Die Ser­ver ste­hen in Europa. Also, man sollte mei­nen und preis­wert sind sie auch noch. Also sie kön­nen Auto­ma­tion. Man sollte also mei­nen, Sen­din­blue ist defi­ni­tiv eine gute Wahl. Für bestimmte Anfor­de­run­gen. Stimmt das auch. Kann ich also wirk­lich emp­feh­len. Aber für bestimmte andere Anfor­de­run­gen, die dann schon ein biss­chen in den leicht fort­ge­schrit­te­nen Bereich gehen, passt Sen­din­blue dann aus ver­schie­de­nen tech­ni­schen Beson­der­hei­ten nicht mehr ganz so gut.

Con­vertKit ist noch ein ame­ri­ka­ni­scher Anbie­ter, der auch sehr popu­lär ist und vie­les kann, den ich aber tat­säch­lich nicht aus eige­ner Anschau­ung kenne und mehr so aus Grün­den der Voll­stän­dig­keit hier in diese Liste auf­ge­nom­men habe.

Ja, und der letzte Anbie­ter, das ist der, den ich seit vie­len Jah­ren auch ver­wende. Auch ein ame­ri­ka­ni­scher Anbie­ter: heißt Acti­ve­Cam­paign, ist in mei­nen Augen aktu­ell immer noch der Anbie­ter mit dem bes­ten Preis­leis­tungs­ver­hält­nis, auch wenn sie deut­lich teu­rer gewor­den sind als zu der Zeit, als ich damals ein­ge­stie­gen bin. Ein Anbie­ter, der eine zwar auch seine Beson­der­hei­ten hat, aber doch rela­tiv leicht erlern­bar ist und eben auch sehr, sehr zuver­läs­sig funk­tio­niert und alles bie­tet, was schon im Lite-Ver­trag, also dem ganz klei­nen Ver­trag, den sie zum Ein­stieg haben, eigent­lich alles schon das beinhal­tet, was man zum News­let­ter-Mar­ke­ting als Solo­pre­neu­rin so braucht. Also, man kann nor­male News­let­ter ver­schi­cken, die hei­ßen bei Acti­ve­Cam­paign Kam­pa­gnen: "Cam­paign – Kam­pa­gne!" Und sie haben vor allen Din­gen auch rela­tiv ein­fach zusam­men­klick­bare Auto­ma­tio­nen oder Auto­ma­ti­sie­run­gen, die mit ver­schie­dens­ten Trig­gern, also Aus­lö­sern funk­tio­nie­ren, sodass man da also wirk­lich rich­tig tolle, ich sage mal, Infor­ma­ti­ons­stra­ßen für die eige­nen Leser auf­bauen kann. Und das ohne allzu gro­ßen Aufwand.

Ja, und wenn du jetzt sagst, "Whoa, so viele Anbie­ter und woher soll ich jetzt wis­sen, wel­cher für mich der rich­tige ist?" Und wenn du vor allen Din­gen auch tie­fer ins Thema News­let­ter ein­stei­gen möch­test, oder auch wenn du schon einen Anbie­ter hast und ein­fach Hilfe brauchst, dann lass uns doch mal mit­ein­an­der reden und schauen, ob und zu wel­chen Bedin­gun­gen ich dir wei­ter­hel­fen kann. Dazu schlage ich dir vor: Mach dir ein­fach einen kos­ten­lo­sen Ter­min unter der Adresse Mar­ke­ting minus Zau­ber Punkt De, Schräg­strich SMM; steht hier nicht für "Social Media Mar­ke­ting", son­dern für "Sprich mit mir". Und ja, die Adresse steht natür­lich auch in den Show­no­tes und ich freue mich, wenn du einen Ter­min mit mir ver­ein­bar ist und wir ein­fach mal dar­über spre­chen, wie das Thema News­let­ter bei dir so auf der Agenda steht.

Ja, und dann komm ich noch zu ein paar wich­ti­gen Punk­ten, die du bei der Aus­wahl dei­nes News­let­ter Pro­vi­ders beden­ken soll­test. Kos­ten sind natür­lich immer ein Thema. Aber schau dich auf kei­nen Fall nach dem bil­ligs­ten um. Es gibt auch wel­che, die machen die ers­ten 1000 Mails im Monat umsonst oder so! Das sieht natür­lich anfangs ganz attrak­tiv aus, vor allen Din­gen, wenn nur noch wenig Adres­sen ein­sam­meln konn­test und Du also wenig Leads hast. Aber, die Kos­ten wer­den dann nach hin­ten raus oft­mals ziem­lich hoch und es ist immer so eine Sache: Natür­lich kannst du von einem News­let­ter-Anbie­ter zum ande­ren umzie­hen. Habe ich auch schon gemacht. Man expor­tiert die Adres­sen beim einen und impor­tiert sie bei dem ande­ren. Und nor­ma­ler­weise gibt es viel­leicht mal die eine oder andere kleine Hürde, aber letz­ten Endes funk­tio­niert das ganz fluffig und zack hast du deine Adres­sen von dem einen zum ande­ren migriert.

Was du aber nicht migriert hast, sind natür­lich die gan­zen News­let­ter, die du bis­her geschrie­ben hast, die du viel­leicht noch mal wie­der­ver­wen­den willst. Und was du auch nicht migriert hast, sind natür­lich die Auto­ma­ti­sie­run­gen, sofern dein Tool Dir wel­che anbie­tet. Und das bedeu­tet letz­ten Endes, dass die gan­zen Pro­zesse, die du auf­ge­stellt hast, die Bestell­pro­zesse, wo dann bestimmte E‑Mails ver­sen­det wer­den … Die alle … kannst du neu machen! Und je nach­dem, wie lange du dann schon mit dei­nem News­let­ter Tool ver­ban­delt warst, kann das rich­tig, rich­tig auf­wen­dig werden.

Also von daher emp­fehle ich immer lie­ber am Anfang, wenn man nur wenige Adres­sen hat, so 50 bis 100 maxi­mal, und wenn man noch gar nicht so viele Pro­zesse hat, da mal ein paar von die­sen Tools aus­pro­bie­ren. Man kann ja sagen, okay, der Pro­zess News­let­ter ein­sam­meln hängt jetzt mei­net­we­gen alles an Mail­chimp. Aber ich expor­tiere die Adres­sen mal bei­spiels­weise nach Cle­ver­re­ach, nach Get­re­sponse, nach Acti­ve­Cam­paign. Und guck mir mal an, wie wer­den die Adres­sen da ver­wal­tet? Wie sieht das aus? Komme ich mit dem Tool zurecht? Und dann lie­ber zu einem frü­hen Zeit­punkt zu wech­seln als nach­her, spä­ter, wenn dann wirk­lich rich­tig, rich­tig Arbeit da dran hängt. Des­we­gen ist also wich­tig, schau nicht immer nach dem bil­ligs­ten, son­dern nach dem bes­ten Preis­leis­tungs­ver­hält­nis für dich, plus Zukunfts­si­cher­heit. Und ja, die Bedien­bar­keit habe ich gerade schon so im Vor­bei­ge­hen ein biss­chen ange­spro­chen. Ganz wich­tig ist, kommst du mit dem Kon­zept und der Benut­zer­ober­flä­che klar? Sind dir die Begriffe klar? Weißt du, in wel­cher Rei­hen­folge du bestimmte Dinge machen musst? Magst du sol­che Dinge wie das Farb­schema oder die Schrift oder die Sym­bole? Gefal­len dir die Schalt­flä­chen? Das alles sind Dinge, die in der täg­li­chen Benut­zung und nach Mög­lich­keit nutzt du dein News­let­ter-Tool täg­lich oder zumin­dest wöchentlich.

Wenn du da irgend­was nicht magst oder damit nicht zurecht­kommst, dann wird die ganze Arbeit zur Quä­le­rei. Und ich pro­phe­zeie dir: dann wirst du immer damit hadern, dass du jetzt ja schon wie­der einen News­let­ter schrei­ben musst und die­ses doofe Pro­gramm! So, also, ob du damit klar­kommst, das kannst du nur durch eigene Tests oder durch Ein­bli­cke bei Kol­le­gin­nen oder Online-Kurse fest­stel­len, indem du ein­fach mal fragst, "Darf ich mal bei dir rein­schauen?" Oder auch You­Tube Videos gucken, das kann natür­lich auch schon hilf­reich sein.

Mal einen Online­kurs machen, auch wenn du das Tool noch gar nicht hast, ein­fach um zu schauen, wie sieht das eigent­lich unter der Haube aus?

Dann soll­test du dir auch früh­zei­tig dar­über im Kla­ren wer­den, brauchst du Tag­ging und Seg­men­tie­run­gen? Also, bei­des geht Hand in Hand und ich sagte vor­hin schon mal, natür­lich ist es sehr viel bes­ser, wenn du nicht immer deine ganze Liste für etwas schreibst, gerade wenn du the­ma­tisch viel­leicht auch ein biss­chen brei­ter auf­ge­stellt bist, Du musst nicht gleich ein Scan­ner sein des­we­gen, aber wenn du the­ma­tisch etwas brei­ter auf­ge­stellt bist, so wie das auch bei mir der Fall ist, dann ist es immer schön, wenn du über soge­nannte Tags, also eine Art von Eti­kett, deine Leser, deine Abon­nen­ten seg­men­tie­ren kannst. Dass also klar ist, okay, diese Per­son, da geht es gar nicht mal um die Per­son selbst, aber die­ser Emp­fän­ger inter­es­siert sich bei­spiels­weise für News­let­ter, der inter­es­siert sich für Web­sites und der inter­es­siert sich für Face­book Ads. Er inter­es­siert sich aber bei­spiels­weise nicht für You­Tube Videos. Dann wür­den also alle Mails, die ich zum Thema You­Tube Videos ver­schi­cke, nicht an diese Per­son gehen, weil sie dann eben nicht in die­sem Seg­ment drin ist.

Also ich bin der Mei­nung, Tag­ging und Seg­men­tie­rung braucht eigent­lich jeder, der ein Online-Busi­ness hat und seine Ange­bote per Mail an seine Leser machen möchte. Die Frage ist eben ein­fach: Geht das ein­fach mit dem News­let­ter Tool oder ist das eher kom­pli­ziert? Denn auch da gilt wie­der, ist es kom­pli­ziert, machst du es ein­fach nicht.

Und natür­lich ist die Frage, ganz, ganz wich­tig, vor allen Din­gen, wenn du anders als, ich nutze mein Tool ja jetzt schon über sechs Jahre, wenn du dich neu für einen Anbie­ter ent­schei­dest, das Thema: DSGVO! Die­ser Ele­fant steht natür­lich immer im Raum. Die Frage also, ist das Tool DSGVO-kon­form? Und da musst du eben für dich sel­ber ent­schei­den, das ist natür­lich völ­lig klar, denn der Anbie­ter muss einen AV, also einen Ver­trag zur Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung anbie­ten. Ich sage mal, das tun sie eigent­lich alle mitt­ler­weile. Wir schrei­ben nicht mehr das Jahr 2018, wir schrei­ben das Jahr 2022 und einen AV bie­ten eigent­lich alle Tools an, die kos­ten­pflich­tig sind. Bei den kos­ten­lo­sen kann ichs Dir gar nicht mal genau sagen.

So, aber wir haben natür­lich immer noch das EU US Pri­vacy Shield Dilemma. Das Dilemma besagt fol­gen­des: Nach­dem das Safe Har­bor Abkom­men 2016 oder so geplatzt war, das war der Vor­läu­fer von die­sem EU US Pri­vacy Shield, gab es lange Zeit eine Grau­zone. Und dann wurde eben die­ses Ver­ein­ba­rung EU US Pri­vacy Shield geht ein­fach um das Thema Geheim­hal­tung, also Schutz der Daten bei den Anbie­tern vor den US Behörden.

So, und die­ses Shield besteht aus ame­ri­ka­ni­scher Sicht wit­zi­ger­weise noch immer. Das heißt, die Ame­ri­ka­ner sagen, klar, wir haben diese Ver­ein­ba­rung getrof­fen, wir hal­ten uns daran. Wir ver­spre­chen, dass wir keine Nut­zer­da­ten euro­päi­scher Nut­zer in Augen­schein neh­men bezie­hungs­weise, dass wir die nicht an, die die euro­päi­schen Daten, nicht an unsere Behör­den raus­ge­ben. Und die Behör­den respek­tie­ren das auch so, aber unsere Daten­schüt­zer hier in Europa sagen: "Nee, da sind wir uns nicht so ganz sicher…" und haben des­we­gen die­ses EU US Pri­vacy Shield vor jetzt mitt­ler­weile schon zwei Jah­ren ein­sei­tig auf­ge­kün­digt. Das so ganz kurz und "in a nuts­hell", wie der Eng­län­der sagt, da hängt natür­lich noch eine Menge mehr dran. Jetzt musst du natür­lich als Unter­neh­me­rin, als Unter­neh­mer, für dich unter­schei­den oder ent­schei­den: Gehe ich das Risiko ein, in die­sem Grau­zo­nen-Bereich jetzt mir einen ame­ri­ka­ni­schen Anbie­ter neu zu suchen und damit zu arbei­ten. Oder ist mir das zu heiß und mache ich das nicht? Da kann ich natür­lich auch nicht raten und nicht emp­feh­len. Das ist eine unter­neh­me­ri­sche Ent­schei­dung. Und da musst du sel­ber mit klar­kom­men, dass Du sagst "Okay, ich mache das."

Ist sowieso ja eigent­lich nicht so dra­ma­tisch. Es geht ja in der Regel eben ein­fach nur darum, einen, maxi­mal einen Vor­na­men und eine E‑Mail-Adresse und eine IP-Adresse abge­spei­chert zu haben. So, die E‑Mail-Adres­sen sind viel­fach auch noch von ame­ri­ka­ni­schen Anbie­tern wie Goog­le­mail oder Yahoo. Die IP-Adresse ist nach spä­tes­tens sechs Mona­ten bei den Inter­net Pro­vi­dern auch nicht mehr mit irgend­ei­nem per­sön­li­chen Datum ver­knüpft. Könnte man jetzt also her­ge­hen und sagen: "Ich gehe das Risiko ein." Aber das musst du wis­sen, ich mache an die­ser Stelle keine Emp­feh­lung, denn das kann ich gar nicht für dich und das dürfte ich auch gar nicht tun. So, und jetzt ist natür­lich noch meine Frage an dich: Wenn dir das Ganze gefal­len hat, dann schau in die Show­no­tes. Da ver­linke ich dir auch noch Blog­ar­ti­kel zu dem Thema und denke ein­fach daran, wenn du das Thema mit mir ver­tie­fen möch­test, wenn du wei­tere Emp­feh­lun­gen haben möch­test, wenn du ein­fach nicht klar­kommst mit dei­nem News­let­ter Tool, dann lass uns mal gemein­sam ein kur­zes Zoom füh­ren. Mach dir einen kos­ten­lo­sen Ter­min, wir spre­chen ein Vier­tel­stünd­chen mit­ein­an­der, alles in den Shownotes.

Also das war's für heute. Ich freue mich schon, wenn du auch bei der nächs­ten Folge wie­der dabei bist. Ich kann nur sagen: Mach's gut bis dahin! Ciao! Ciao! Und wir hören uns!

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing.

Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation.

Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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  1. Danke für die tol­len Tipps, liebe Birgit.
    Ich muss zuge­ben, ich bin sehr lange um einen eige­nen News­let­ter herum geschli­chen, aber die Vor­teile sind trotz der gro­ßen Kon­kur­renz nicht zu ver­ach­ten. Heute möchte ich ihn nicht mehr missen. 🙂

    Liebe Grüße,
    Filiz

    1. Oh, vie­len Dank, liebe Filiz! Das freut mich sehr – unsere News­let­ter sind unser Kapital!
      Herz­li­che Grüße
      Birgit

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