Folge 020 – Eignet sich WordPress als CMS für jede Einzelunternehmerin?

Von Birgit Schultz

Juni 29, 2022


Letzte Aktua­li­sie­rung 4. Juli 2022 

Fachsimpelei mit Jonas Tietgen von WP-Ninjas.de

Shownotes

In die­ser Folge fach­simple ich zum ers­ten Mal öffent­lich – und zwar mit mei­nem Tan­dem-Part­ner und Freund Jonas Tiet­gen. Wir gehen der Frage nach, ob sich WordPress aus­nahms­los als CMS für Ein­zel­un­ter­neh­me­rin­nen und Ein­zel­un­ter­neh­mer eig­net – oder ob es auch andere sinn­volle Alter­na­ti­ven gibt.

Die im Podcast versprochenen "Goodies" sind:

a) von Jonas
Spe­zi­ell für Dich als Höre­rin oder Hörer des Mar­ke­ting-Zau­ber-Pod­casts kannst Du hier kos­ten­los und ohne Regis­trie­rung das frisch über­ar­bei­tete Tool­Kit von Jonas her­un­ter­la­den.

b) von Bir­git
Spe­zi­ell für alle Höre­rin­nen und Hörer die­ser Pod­cast­folge gibt es einen exklu­si­ven über 50%igen Rabatt auf "Der Wöchent­li­che Stups" – bleibe ein gan­zes Jahr dran an Dei­nem Online-Mar­ke­ting und gewinne so mehr Kun­den! (Aktion endet am 31. Dezem­ber 2022 um 23:59 Uhr!)

Mehr Infor­ma­tio­nen zu Jonas' Ange­bot mit WP-Nin­jas fin­dest Du auf die­ser Web­site: wp-ninjas.de
Wenn Du immer mal wie­der Hilfe bei WordPress benö­tigst, werde doch Mit­glied im WP-Nin­jas-Dojo.

Wenn WordPress nur manch­mal ein Thema für Dich ist, Du aber mit Dei­nem Online-Mar­ke­ting und auch der dazu­ge­hö­ren­den "Tech­nik" auf Kriegs­fuß stehst, werde doch Mit­glied im Mar­ke­ting-Zau­ber-Zir­kel.

Transkript

Bir­git
Als aller­ers­ten Gast für mein neues Fach­sim­pe­lei For­mat habe ich natür­lich mei­nen lang­jäh­ri­gen Tan­dem Part­ner und mitt­ler­weile guten Freund Jonas Tiet­gen ein­ge­la­den. Jonas Tiet­gen ist seit 2015 mit WP-Nin­jas am Markt und unter­stützt alle, die ihre WordPress Web­site selbst gestal­ten und pfle­gen wol­len. Dazu hat Jonas einen eige­nen Mit­glie­der­be­reich, das WP-Nin­jas Dojo, bie­tet Coa­chings und auch eigene Online Kurse an. Jonas lebt tief im Süden, in der Boden­see-Region hat aber fami­liäre Wur­zeln in Nord­deutsch­land. Wenn er gerade nicht seine Mit­glie­der und Kun­den unter­stützt, zieht es ihn zu Fuß oder mit dem Motor­rad nach drau­ßen, gern mit Kamera. Und wenn das Wet­ter zu schlecht ist, trai­niert er im Home Gym. Für mich ist Jonas die Anlauf­stelle Num­mer eins, wenn irgend­was mit mei­ner Web­seite nicht ganz rund läuft.

Bir­git
Herz­lich will­kom­men zum Mar­ke­ting-Zau­ber-Pod­cast. Ich helfe dir dabei, dein Online und Social Media Mar­ke­ting stra­te­gisch, effi­zi­ent und mit viel Spaß und Krea­ti­vi­tät umzu­set­zen. Mein Name ist Bir­git Schultz und jetzt geht es auch schon los.

Bir­git
Wir wol­len heute kurz über die Mög­lich­kei­ten fach­sim­peln, ob sich eine Web­site mit WordPress über­haupt für Ein­zel­un­ter­neh­me­rin­nen und Ein­zel­un­ter­neh­mer lohnt und mal auf­zei­gen, wel­che Alter­na­ti­ven sich bieten.

Bir­git
Jonas Als WordPress-Experte bist du wahr­schein­lich ein biss­chen für WordPress vor­ein­ge­nom­men, oder etwa nicht?

Jonas
Na ja, super Ein­füh­rung. Jein. Ja, ich arbeite eigent­lich aus­schließ­lich mit WordPress. Dadurch bin ich so gese­hen vor­ein­ge­nom­men, dass ich es extrem gut kenne im Ver­gleich zu vie­len ande­ren Sys­te­men, die ich nur am Rande kenne. Aber ich bin eigent­lich auch immer so objek­tiv und fair in Gesprä­chen, dass ich nur weil ich die ganze Zeit nutze, nicht sag, dass es das All­heil­mit­tel und kann für alle alles. Son­dern ver­sucht auch immer so einen biss­chen objek­ti­ven Stand­punkt ein­zu­neh­men, es wirk­lich rea­lis­tisch zu sehen. Natür­lich, ich bin vor­ein­ge­nom­men. Es ist mein Busi­ness. Ich liebe WordPress, aber es ist trotz­dem nicht für alle immer das Beste.

Bir­git
Ja, das stimmt natür­lich grund­sätz­lich auf jeden Fall. Ich bin nur immer der Mei­nung, ein­ar­bei­ten muss man sich über­all. Und ob ich mich jetzt in ein ande­res Con­tent Manage­ment Sys­tem ein­ar­beite oder in einen Home­page Bau­kas­ten oder in WordPress. Den Auf­wand habe ich natür­lich am Anfang immer irgendwo. Die Frage ist Was ist nach­hal­tig und was macht eben spe­zi­ell für Ein­zel­un­ter­neh­me­rin­nen und Ein­zel­un­ter­neh­mer eben beson­ders viel Sinn?

Jonas
Ja, also ich stimme dir zu, man muss sich immer ein­ar­bei­ten, aber die Ein­ar­bei­tungs­zeit und die tech­ni­schen Hür­den sind glaube ich ziem­lich unter­schied­lich. Also wenn man mit WordPress arbei­ten möchte, braucht man schon, wenn man nicht Geld aus­gibt und sagt, ich lasse das machen. Und meis­tens macht das für uns Solo­pre­neure wenig Sinn, weil wir wol­len Sachen sel­ber ändern kön­nen, ohne jedes Mal irgend­je­man­den beauf­tra­gen und bezah­len zu müs­sen. Dann, und wenn man sich dann sel­ber ein­ar­bei­ten will, dann ist es schon ziem­lich viel Auf­wand. Also, WordPress ist zwar ein super Sys­tem, wenn man wenn man drin ist und wenn man es ver­steht, kann man damit alles machen was man braucht. Man kann es auch recht effi­zi­ent machen. Also ich bin super schnell gut, ich mache das seit Jah­ren, aber jeder kann damit schnel­ler wer­den. Aber im Ver­gleich zu Web­site-Bau­käs­ten, da gibt es schon wel­che, die sind natür­lich vom Grund­prin­zip ein­fa­cher. Du musst nicht so viel wis­sen und musst nicht so viel tech­ni­sches Wis­sen haben. Du kannst, das sind diese Cli­cky-Bunti-Sys­teme, du klickst da, du klickst da und dann hast du deine fer­tige Web­site, basie­rend auf einem Tem­plate und und fertig.

Jonas
Die Ein­ar­bei­tungs­zeit ist da, aber ich glaube tat­säch­lich, sie ist bei man­chen Bau­käs­ten, nicht bei allen. Bei man­chen Bau­käs­ten ist sie nied­ri­ger, die Zeit, die man braucht und die tech­ni­schen Hür­den sind nied­ri­ger. Bei bei ande­ren Con­tent Manage­ment Sys­tem gibt es sich am Ende nichts. Da glaube ich eher, als WordPress tat­säch­lich sogar intui­ti­ver als jetzt die die Klas­si­ker, Typo3 oder so hm.

Bir­git
Also, ich habe da ich bin ja nun schon lange mit dem Web­site-Bau dabei. Ich habe damals ange­fan­gen mit einem Buch auf den Knien und einem ein­fa­chen Text­edi­tor und Spitze Klam­mer auf HTML Spitze Klam­mer zu. Und dann so weiter.

Bir­git
Das mache ich natür­lich auch schon sehr, sehr lange nicht mehr, hat mir aber natür­lich immer gehol­fen, die­ses Grund­wis­sen zu haben. Dann habe ich ange­fan­gen, auch mit WordPress. Ja, das war schon 2006, ist also auch schon lange her. Damals war es auch tech­nisch noch sehr viel kom­pli­zier­ter und ich habe mir im Vor­feld rela­tiv viel auch ange­schaut. Also ich habe dann mir Dru­pal ange­schaut, ich habe mir Joomla ange­schaut, das waren so die bekann­tes­ten damals auch zu der Zeit und die fand ich also tech­nisch extrem anspruchs­voll. Da bin ich jedes Mal dann in den Anlei­tun­gen, in den Tuto­ri­als auch aus­ge­stie­gen, habe gesagt: Nein, das kann ich nicht. Bei WordPress habe ich mir dann das große, dicke, fette WordPress Buch, das sie alle hat­ten, ich weiß gar nicht mehr, wer der Autor ist, geholt und bin dann Schritt für Schritt danach vor­ge­gan­gen und das hat dann funktioniert.

Bir­git
Ich habe dann auch nicht immer unbe­dingt gewusst, was ich da gemacht habe, aber es hat funk­tio­niert. Das war ja erst mal die Haupt­sa­che. Und dann habe ich eine Zeit lang, obwohl ich WordPress hatte, mit CMS Made Simple, also nicht mit CMS Simple, das gab es auch, son­dern mit CMS Made Simple gear­bei­tet. Das fand ich wirk­lich ein­fach bedien­bar, da habe ich einige Kun­den Web­sites auch mit erstellt, und dann wurde es nicht weiterentwickelt.

Bir­git
Und das ist einer der Gründe. Da gab es dann keine Updates mehr und die Sei­ten sind tat­säch­lich auch nicht gehackt wor­den, weil das war so ein Nischen-Sys­tem, dass es ein­fach sich für Hacker nicht wirk­lich lohnte, sich damit zu befas­sen. Offen­sicht­lich. Das war also dann der gute Moment sozu­sa­gen daran. Aber ich hatte natür­lich auch immer ein schlech­tes Gewis­sen gegen­über mei­nen Kun­den, die mit der Bedie­nung super klar kamen, weil das ganz tolle, klare, super ver­ständ­li­che Abläufe und Icons und so wei­ter waren. Und das hat mich natür­lich dann mehr und mehr bewo­gen, auf WordPress zu set­zen und auch vie­len mei­ner Kun­din­nen und Kun­den immer zu WordPress zu raten. Genau mit die­ser Argu­men­ta­tion. Und das Pro­blem ist ja mit den Bau­käs­ten bist du, ja, ist eine Con­tent Hoheit ein­fach nicht gege­ben. Mit WordPress ziehst du ein­fach mal not­falls zu einem ande­ren Hos­ter um. Und wenn du jetzt von Joomla zu Wix willst?

Jonas
Na, viel Spaß. Viel Spaß da bist du beschäf­tigt. Ja, das ist natür­lich ein echt guter Punkt. Die Con­tent Hoheit in dem Sinne, dass das Umstel­len auf ein ande­res Sys­tem nicht ein­fach ist, da hast du recht. Da ist es bei die­sem Bau­kas­ten­sys­tem deut­lich ätzen­der. Bei WordPress kannst du von einem Hos­ter zum ande­ren hüp­fen, wenn du möchtest.

Jonas
Aller­dings, ich meine Con­tent Hoheit aus dem Gesichts­punkt, dass der Con­tent trotz­dem dir gehört, den hast du auch bei den meis­tens gege­ben. Weil, auch die sind wie bei dei­nem Hos­ting, und fer­tig. Aber ja, wie du sagst, lang­fris­tig gedacht, und das war in dei­nem ers­ten Punkt ja auch mit drin: Wie sieht es mit der Nach­hal­tig­keit aus? Und das sollte man defi­ni­tiv beach­ten! Ist es deut­lich bes­ser, wenn du bei einem Sys­tem unter­wegs bist, bei dem du ver­schie­denste Optio­nen hast, dich in Zukunft wei­ter­zu­ent­wi­ckeln. Ganz ein­fa­ches Bei­spiel: Man fängt an, baut sein Busi­ness auf und dann braucht man erst mal eine Site, die einen reprä­sen­tiert. Man braucht eine Start­seite, Über mich Seite, Impres­sum, Daten­schutz, Ange­bote. Fertig.

Jonas
Das kriegst du über­all hin. Kein Pro­blem. Aber was ist in zwei Jah­ren, wenn du merkst, du brauchst einen Online­shop oder du brauchst einen Mit­glie­der­be­reich oder du möch­test Popups ein­bauen auf ver­schie­dene Arten und Wei­sen und die Leute auf deine News­let­ter Liste zie­hen oder wohin auch immer. Was machst du dann? Wenn das Sys­tem bei dem du liegst, dein Bau­kas­ten diese Mög­lich­kei­ten nicht bie­tet? Dann hast du die Mög­lich­keit nicht. Dann musst du kom­plett von vorne woan­ders anfan­gen. Das ist das große Pro­blem. Und das ist …

Bir­git
Was ich eben auch immer sehe, ist, wenn, ja ange­nom­men, Wix wird ver­kauft, an Micro­soft oder was und die stamp­fen es dann nach einem Jahr ein, weil sie sagen, jetzt haben wir die Tech­nik und dann brau­chen wir nicht mehr. Und die Kun­den, die migrie­ren mal zu was weiß ich. Ja dann, dann steht man auch wie­der da oder muss sich mit was neuem aus­ein­an­der­set­zen oder so. Und das, das sind so die Dinge, wo ich immer sage: Ja, Bau­kas­ten schön für so eine kleine pri­vate Site. Wenn ich so ein Hobby habe oder so, dann baue ich mir da ein biss­chen mal eben was zusam­men. Aber um mein Busi­ness dar­auf auf­zu­bauen und genau das, was du gerade gesagt hast, die­ses da möchte ich auf ein­mal Pop ups haben und nicht nur ein Popup, das meine Besu­cher begrüßt, wenn sie auf die Seite kom­men, son­dern ein Popup, das viel­leicht einen Exit-Intent hat, das ich erst machen kann, wenn der Besu­cher die Seite wie­der ver­lässt. Und das bie­tet das Tool nicht. Dann bin ich da ein­ge­schlos­sen in die­sem Sys­tem und kann mich nur ärgern oder kann eben sagen: Ach, jetzt ziehe ich doch um und dann wahr­schein­lich zu WordPress.

Jonas
Ja, und das ist, denke ich, auch der größte Plus­punkt, den WordPress hat und die Ein­ar­bei­tungs­zeit wie­der auf­wiegt. Also, die Ein­ar­bei­tungs­zeit ist bei WordPress, das würde ich ein­fach sagen, höher als bei einem Sys­tem wie Wix, wo du super schnell fer­tig bist mit einer Web­site. Die ist dann zwar nicht super indi­vi­du­ell, aber sie sieht schon recht pro­fes­sio­nell aus, kriegt dann Inhalte drauf und fer­tig. Aber wenn du bei WordPress die Zeit wirk­lich inves­tierst, hast du alle Mög­lich­kei­ten. Es gibt fast nichts, was nicht irgend­je­mand schon mal gemacht hat. Und wenn es irgend­je­mand schon mal gemacht hat, gibt es ein Plugin dafür. Allein für für Pop ups gibt es zehn Plugins, die ich dir sofort auf­lis­ten kann. Für Mit­glie­der­be­rei­che, für alles, was du dir vor­stel­len kannst, für einen Online­shop. Du kannst wirk­lich mit WordPress so ziem­lich alles machen. Viele den­ken immer noch, dass WordPress ein­fach nur ein Blog Sys­tem ist. Es ist zum Blog­gen da, das ist es seit zehn Jah­ren nicht mehr.

Bir­git
Min­des­tens.

Spea­ker 2
Sagen wir sie­ben, acht, so was um den Dreh. Also das ist ein Sys­tem, um eine Web­site auf­zu­bauen. Diese Web­site kann Zwe­cke haben ohne Ende. Viele der rie­si­gen gro­ßen Sei­ten, wie die New York Times, hat nicht die Haupt­seite, aber eine ihrer Unter­sei­ten läuft kom­plett auf WordPress. Dis­ney hat eine eigene Seite, die kom­plett auf WordPress läuft. Und das sind nicht ein­fach irgend­wie Blogs, wo in chro­no­lo­gi­scher Rei­hen­folge irgend­wel­che Arti­kel erschei­nen, son­dern es sind Web­sites mit Inhalt, mit Funk­tio­nen, mit Interaktivität.

Spea­ker 2
Und das ist das, was uns vor allem im Online-Busi­ness zugute kommt, weil wir mit die­ser Web­site nicht nur sagen müs­sen "Hallo, hier sind wir.", das reicht heute nicht mehr. Es reicht nicht, wenn du schreibst "Ich bin da." Ers­tens fin­det kein Mensch deine Seite, da kom­men wir dann zum Thema SEO, wo auch WordPress große Vor­teile hat. Aber zum ande­ren musst du, du musst in den Web­site­be­su­chern ja was bie­ten! Es reicht ja nicht mehr, man schreibt ja nicht mehr auf einer Web­seite, wenn jemand drauf kommt:

Jonas
"Hallo, will­kom­men auf mei­ner Seite!" Und jetzt …

Bir­git
Doch! Das tun ganz, ganz viele.

Jonas
Und jeder, der uns zuhört und der das tut, bitte nicht mehr machen! Wir sind im 21. Jahr­hun­dert, nicht mehr in 1990. Also bitte nicht! Nutzt es für einen coo­len "Call to Action", wie irgend­was Coo­les. Ich werde da jetzt nichts sagen, das darfst du dir überlegen.

Jonas
Aber wir müs­sen den Leu­ten was bie­ten. Wir müs­sen Inter­ak­tion bie­ten. Wir müs­sen sie füh­ren, auf einer Web­site. Wir kön­nen nicht ein­fach ein paar Sei­ten hin­klat­schen. Son­dern wir müs­sen uns vor­her über­le­gen: Von wo führe ich den Nut­zer wohin? Was tut er oder sie dann? Wo wol­len wir, dass der Nut­zer endet dann? Was ist am Ende das Ziel für uns? Und da haben wir mit WordPress ein­fach deut­lich mehr Mög­lich­kei­ten, das mög­lich zu machen. Und wo ich schon das Thema WordPress anspre­che, ist auch ein Mythos, übri­gens, dass WordPress und SEO nicht gut funk­tio­nie­ren. Was immer noch viele den­ken, dass wenn eine WordPress-Web­site hast, dann rankst du schlechter.

Bir­git
Also warum eigent­lich? Ich weiß, dass ich das auch schon sehr, sehr früh gehört habe, auch schon vor über zehn Jah­ren. Aber gerade bei WordPress, WordPress sage ich immer, ist SEO ein biss­chen schon eingebaut,Verarsche in der ONline-Bub­ble (Cart close län­ger etc. Es bie­tet schon ganz, ganz viel Vor­aus­set­zun­gen. Und dann mit den Hilfs­mit­teln der SEO Plugins, wo man dann so eine inter­ak­tive Check­liste hat, wie ich immer zu sagen pflege, da kann man schon sehr, sehr viel, also wenigs­tens die Basics eben wirk­lich sicher abdecken.

Bir­git
Und auf jeden Fall.

Bir­git
Das muss man bei ande­ren Sys­te­men teil­weise auch teuer dazu­kau­fen. Das ist ja so,

Jonas
Oder es geht nicht.

Bir­git
Aber ich finde es zum Bei­spiel bei Jimdo, da muss man, wenn man wirk­lich SEO Aspekte berück­sich­ti­gen will, muss man die­ses SEO Paket mei­nes Wis­sens dazu kau­fen. Oder zumin­dest war das mal so. Und das finde ich schon irgend­wie ziem­lich, ziem­lich krass, dass ich dann also monat­lich oder jähr­lich dafür Geld bezah­len muss, dafür, dass ich meine meine Web­site Haus­auf­ga­ben machen kann, damit ich bei Google gut ranke. Ich meine, wozu brau­che ich sonst eine Website?

Jonas
Ja, also ich meine, man kann es jetzt natür­lich auch so über­tra­gen, dass man sagt, Gut, wenn du ein WordPress Pre­mium SEO Plugin kaufst, zahlst du auch jähr­lich was oder monat­lich, aber man muss es eben nicht. Man kann auch tat­säch­lich mit kos­ten­lo­sen, ich bin seit Jah­ren nur mit kos­ten­lo­sen unter­wegs, aktu­ell mit Rank­Math. Du bekommst damit eben ultra viele Mög­lich­kei­ten, Ein­stel­lun­gen zu täti­gen, die sich auf SEO aus­wir­ken. Wenn man so ein Plugin instal­liert, macht man kein SEO. Also es hilft dir gar nicht die­ses Plugin zu instal­lie­ren. Du musst es ordent­lich bedienen.

Bir­git
Glau­ben auch viele leider.

Jonas
Ja, aber da ist auch noch ein wei­te­rer Vor­teil, wenn du WordPress nutzt und wir reden übri­gens von der selbst gehos­te­ten Ver­sion, also WordPress.org, nicht WordPress.com, dann hast du Zugang zu dei­nem Ser­ver, das heißt du hast auch auf Ser­ver-Ebene, ich weiß, für Anfän­ger ist das nicht so rele­vant, aber wenn man dann mal jeman­den beauf­tragt der das tun soll, dann wird es sehr rele­vant. Man hat auch auf Ser­ver-Ebene Zugriff und kann Dinge ein­stel­len, die sich teil­weise auch auf Lade­zei­ten aus­wir­ken und damit dann sowohl auf Nut­zer-Erfah­rung als auch auf SEO. Was du bei Sys­te­men wie Wix oder so was nicht kannst, da kannst du nicht in der htac­cess-Datei ein­grei­fen und kannst nicht das PHP Memory Limit anpas­sen und sol­che Dinge, die tat­säch­lich jetzt sehr tech­nisch sind, aber Rele­vanz haben. Wenn du wirk­lich pro­fes­sio­nell mit dei­ner Web­site auf­trittst, wie irgend­wie, sagen wir mal SEO als Haupt-Mar­ke­ting-Kanal hast und dich da mal wirk­lich kom­plett reinar­bei­test. Da brauchst du diese Mög­lich­kei­ten, die du dann mit WordPress, in Ergän­zung dann mit Plugins, ein­fach hast.

Bir­git
Hmm, das Haupt­pro­blem, das ich eben auch ein­fach sehe, ist, dass für viele diese Ein­ar­bei­tung selbst­stän­dig sehr, sehr schwer ist. Natür­lich kann man goo­geln, man kann auf You­Tube Videos schauen, man kann sich Bücher kau­fen oder.

Jonas
Oder man kann auf WP-Ninjas.de gehen. Das ist auch super super …

Bir­git
Das wollte ich gerade sagen … Genau! Nein, also man kann sich dann eben auch die Hilfe von Leu­ten wie Jonas holen. Und Jonas kann ich an die­ser Stelle wirk­lich wärms­tens emp­feh­len. Ich meine, wir haben uns ken­nen­ge­lernt über das Thema WordPress und dann sehr schnell fest­ge­stellt, dass wir auf einer Wel­len­länge lie­gen. Hab ich ja in der Ein­lei­tung auch schon ganz kurz erzählt. Und es ist eben tat­säch­lich so, dass Jonas auch ver­steht, wenn jemand Anfän­ger ist und nicht so rich­tig seine Pro­bleme erst mal beschrei­ben kann. Er hat schon so viele Web­sites erstellt, er hat schon so vie­len Leu­ten gehol­fen. Und wenn man da so ein biss­chen rum stam­melt und sagt, das und das funk­tio­niert nicht oder das tut es nicht oder was auch immer, dann weiß er in der Regel sehr, sehr schnell, wo der Schuh drückt. Und man muss da eben auch nicht befürch­ten, sich zu bla­mie­ren oder so, son­dern das ist genau sein Job. Das ist genau das, was er machen will. Leu­ten dabei hel­fen, WordPress rich­tig anzu­wen­den und viel­leicht auch sogar noch einen Schritt tie­fer zu gehen und nicht nur rich­tig anzu­wen­den, son­dern eben auch sel­ber admi­nis­trie­ren zu kön­nen und das nicht eben immer an jemand Exter­nes abge­ben zu müssen.

Jonas
Ja, vie­len Dank. Es ist auf jeden Fall das Ziel "Hilfe zur Selbst­hilfe". Mein Ziel ist, dass man es sel­ber machen kann und nicht nur das …

Bir­git
Auch gemein­sam, vor eini­gen Jah­ren, wir haben da so Chal­len­ges durch­ge­führt, wir haben es damals Work­shops genannt, wir haben also weit über 200 Leu­ten gehol­fen sel­ber WordPress zu instal­lie­ren. Und die am Anfang auch gesagt haben, Ich habe tech­nisch zwei linke Hände und das werde ich nie schaf­fen! Und nach Ablauf unse­rer Chal­lenge, die wir eben ganz gemüt­lich auf zwei Wochen ange­legt haben … Man kann WordPress sehr viel schnel­ler instal­lie­ren, das haben wir auch immer gesagt, aber wir haben ein­fach so viel Zeit gege­ben und so viel Sup­port in der Zeit dann eben auch geleis­tet. Und es haben alle geschafft ihre WordPress Web­sites zu installieren.

Bir­git
Und es geht wirk­lich super ein­fach, wenn man an die Hand genom­men wird oder wenn man eben eine gute Anlei­tung hat, dann ist das keine Rake­ten­wis­sen­schaft und auch kein Hexen­werk. Und das gilt auch für alles andere natür­lich auch. Ich meine, ich habe in mei­nem Leben unge­fähr 35 Kun­den- Web­sites mit WordPress gemacht, das ist jetzt auch nicht so wenig, wenn ich auch an Jonas lange nicht ran rei­che. Aber, ich habe da schon ein ganz gutes Ver­ständ­nis davon, wie WordPress funk­tio­niert und was man da machen kann und machen muss. Und trotz­dem hole ich mir bei Jonas auch immer noch regel­mä­ßig Hilfe, weil das ist ja auch völ­lig okay. Man kann nicht über­all der Experte sein. Und des­we­gen bin ich auch wirk­lich so froh, dass wir Tan­dem-Part­ner sind. Da habe ich immer den direk­ten Zugriff auf dich.

Bir­git
Und das ist eben ein­fach auch ein Punkt. Bei WordPress fin­det man immer jeman­den, der einem hel­fen kann. Sei es jetzt in so kos­ten­pflich­ti­gen Mem­bers­hip-Berei­chen wie beim Jonas oder eins zu eins oder eben auch ein­fach nur in Face­book­grup­pen, wo auch schon sehr sehr viele kom­pe­tente Hilfe und Unter­stüt­zung gege­ben wird. Es gibt immer noch Foren zu WordPress.

Jonas
Auch Foren der ein­zel­nen Plugins, da WordPress ja Open­So­urce ist, das ist ganz wich­tig, dass man das weiß, das heißt, der Quell­code ist öffent­lich zugäng­lich und kann von jedem gese­hen und ver­än­dert wer­den. Es ist da nichts Gehei­mes dahin­ter. Und aus die­sem Grund steckt da eine rie­sige Com­mu­nity von vie­len, vie­len Mil­lio­nen Men­schen welt­weit dahin­ter, die sich damit beschäf­ti­gen und die kos­ten­los Sup­port geben, sich gegen­sei­tig hel­fen, sich unter­stüt­zen. Es gibt andau­ernd immer wie­der Wor­d­Camps, also ein­fach vor Ort Tref­fen von von WordPress Nut­zern, Ent­wick­lern. Da sind alle zusam­men und alle mögen sich und kei­ner sagt "Haha, du weißt nicht wie es geht!", son­dern alle sagen "Ja, wir wol­len alle mit WordPress was tun", egal auf wel­chem Wis­sens­stand. Und des­halb ist es ein­fach eine geile Com­mu­nity. Die kriegst auch bei kei­nem ande­ren CSS. Äh. CMS!

Bir­git
CMS und oder eben auch, ich meine, so was hat man bei einem Strato Bau­kas­ten nicht wirk­lich. Das ist man ein­fach dann auf den Sup­port des Hos­ters angewiesen …

Jonas
Und den muss man erst­mal krie­gen bei Strato …

Bir­git
Ja bei­spiels­weise. Des­we­gen habe ich die auch aus­ge­wählt, weil da ist es natür­lich dann auch ganz beson­ders krass. Also von daher, ich denke, wir haben, wir haben ganz gut klar machen kön­nen, WordPress ist ein coo­les Sys­tem, WordPress ist viel­leicht wirk­lich nicht für jeden, aber wer vor der Ent­schei­dung steht, gerade als als Anfän­ger im Online-Busi­ness oder wer sagt, okay, ich habe die Nase voll von mei­nem eige­nen Bau­kas­ten, wechsle ich jetzt zu dem ande­ren oder wechsle ich zu WordPress, dann würde ich wahr­schein­lich immer emp­feh­len, zu WordPress zu wechseln.

Bir­git
Was jetzt nicht hei­ßen soll, dass alle, die mit irgend­ei­nem Bau­kas­ten unter­wegs sind, jetzt den sofort kün­di­gen sol­len und sofort unbe­dingt zu WordPress gehen sol­len. Ganz bestimmt nicht, wenn das läuft, wenn sie damit gut zurecht­kom­men, wenn Ihnen die, die Fea­tures, die Mög­lich­kei­ten aus­rei­chen, dann ist das auch in Ord­nung. Also da bei dem Bau­kas­ten zu blei­ben. Ich sage immer, auch bei mir im Mar­ke­ting-Zau­ber-Zir­kel, wir arbei­ten erst mal mit dem, was da ist und was du hast. Und wenn du dann merkst, dass du viel­leicht auch Blut geleckt hast, also mehr willst als als du bis­her gedacht hast, was über­haupt mög­lich ist mit der Web­site, dann kann man immer noch über einen Auf­bau einer WordPress Web­site nach­den­ken und das dann viel­leicht auch Schritt für Schritt und ich sage immer gerne sozi­al­ver­träg­lich, also in sowohl zeit­lich als auch finan­zi­ell pas­sen­den Häpp­chen machen, sodass man sich da auch als Unter­neh­me­rin oder Unter­neh­mer, wo man das eben oft ja neben­bei machen muss, nicht übernimmt.

Jonas
Ja, ja, ich würde, ich würde auch wenn ich noch ein Fazit zie­hen, ja, also es macht für für Selbst­stän­dige, die lang­fris­tig pla­nen meis­tens Sinn mit WordPress zu arbei­ten, wenn sie sich sel­ber um die Web­site küm­mern kön­nen wol­len. Man kann natür­lich auch alles out­sour­cen, davon reden wir ja aber heute nicht. Und ich würde auch emp­feh­len; ja, es ist ein biss­chen schwie­rig, das klar zu dif­fe­ren­zie­ren. Eigent­lich wollte ich sagen, ich würde emp­feh­len, nicht alles out­zu­sour­cen am Anfang und eine fer­tige Seite hin­ge­stellt zu bekom­men. Und dann muss man gucken, wo man bleibt. Weil das ist eben genau das Pro­blem. Dann weiß man nicht, was man tun kann, wie das alles auf­ge­baut ist, wie es funk­tio­niert, rich­tig. Ande­rer­seits sollte man auch vor­sich­tig sein, alles von Haus aus sel­ber zu machen, weil Design ist noch mal ein ganz ande­res Tier, das wir damit mit rein­neh­men in den gan­zen Zoo. Und nur weil man WordPress bedie­nen kann, kann man kein Design, was man bei sehr sehr vie­len WordPress Anbie­tern sieht.

Bir­git
Lei­der.

Jonas
Ja, uns ist ein­fach wich­tig, weil Design reprä­sen­tiert Pro­fes­sio­na­li­tät. Das ist ein­fach so! Klar weiß jeder, dass

Bir­git
Es ist die Tech­nik, es ist Design, es ist Nutzer-Führung,…

Jonas
Es ist SEO …

Bir­git
SEO, natür­lich.

Jonas
Es hängt alles mit­ein­an­der drin.

Bir­git
So viele Aspekte, mit denen man sich dann auf ein­mal als Anfän­ger kon­fron­tiert sieht, die dann natür­lich auch tat­säch­lich über­for­dern kön­nen, wenn man das alles alleine machen muss – und sofort das ganze Busi­ness daran hängt.

Bir­git
Aber des­we­gen ein­fach auch die Emp­feh­lung mei­ner­seits: Wenn du also mit WordPress schon arbei­test und nicht ganz so gut klar kommst, oder wenn du über­legst, mit WordPress zu arbei­ten, dann geh unbe­dingt zu Jonas in das WP-Nin­jas Dojo. Kann ich wärms­tens emp­feh­len. Und wenn du sagst, ich habe schon eine Web­site und brau­che aber so noch Unter­stüt­zung oder viel­leicht mal gele­gent­lich nur einen WordPress-Tipp. Den gibt es auch bei mir, den gibt es auch im Mar­ke­ting-Zau­ber-Zir­kel. Dann kommst du ein­fach zu mir.

Bir­git
Ich packe die Links für beide Mit­glie­der-Berei­che in die Show­no­tes. Und ja, wir packen noch für die Hörer die­ser Folge eine kleine Über­ra­schung dazu. Die wirst du aber nur in den Show­no­tes fin­den. Und ja, dann würde ich sagen: Danke fürs Fach­sim­peln, Jonas! Mir hat es rie­si­gen Spaß gemacht mit dir. Du warst die Pre­miere für mein neues For­mat und ich glaube, das zeigt schon ganz gut auf, wo ich mit den Fach­sim­pe­leien hin möchte und sage also herz­li­chen Dank dafür, dass du mein Ver­suchs­ka­nin­chen warst.

Jonas
Gerne, ich bin dein Ver­suchs­ka­nin­chen. Kein Pro­blem. Freut mich rie­sig, dass ich da sein durfte. Und für dich, lie­ber Zuhö­rer, ich weiß, was Bir­git hier noch Coo­les geplant hat. Des­halb abon­niert es auf jeden Fall, dass du immer schön Bescheid weißt, wenn der neue Folge da ist. Es lohnt sich auf jeden Fall. Ich weiß, was da noch geplant ist. Das willst du nicht ver­pas­sen, glaub mir.

Bir­git
Okay. Super. Vie­len Dank, Jonas. Und ich sage jetzt nur Danke fürs Zuhö­ren, Ciao! Ciao!. Und bis zum nächs­ten Mal

Jonas
Tschüss.

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing.

Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation.

Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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