Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber Follower Management auf Twitter - 9 Strategien und ein Tool
Twitter-Follower? Enten folgen einer Ente

Follower Management auf Twitter — 9 Strategien und ein Tool

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Fol­lo­wer Manage­ment auf Twit­ter ist gar nicht so schwer — doch machst Du alles rich­tig dabei? Hier stelle ich Dir meine neun Stra­te­gien und ein Tool vor, mit dem ich meine Twit­ter-Fol­lo­wer kon­trol­liere.

Warum ist Twitter für mein Unternehmen sinnvoll?

Twit­ter ist zwar unge­fähr genau so alt wie Face­book, hat aber (gerade in Deutsch­land) sehr viel weni­ger Anhän­ger. Trotz­dem bin ich ein gro­ßer Twit­ter-Fan. Warum? Weil sich auf Twit­ter immer noch viele Men­schen tum­meln (etwa vier bis fünf Mil­lio­nen monat­lich), weil es ein sehr schnel­les und sehr aktu­el­les Medium ist. Viele Jour­na­lis­ten sind auf Twit­ter unter­wegs, was eine große Chance bedeu­tet, wahr­ge­nom­men zu wer­den. Und weil es auf Twit­ter ist viel ein­fa­cher ist, Reich­weite zu bekom­men, als in vie­len ande­ren Social Media Platt­for­men. Für mich geht es also weni­ger um das “ob” als mehr um das “wie”.

Außer­dem macht Twit­ter rich­tig viel Spaß.

Warum ist Reich­weite wich­tig? Wenn Du neue Inter­es­sen­ten für Dein Unter­neh­men suchst, erhöhst Du Deine Chan­cen, mehr Inter­es­sen­ten zu fin­den, je mehr Men­schen Deine Inhalte sehen.

Der große Vor­teil von Twit­ter ist, dass Du mit jedem Ret­weet poten­zi­ell für die gesamte Fol­lo­werschaft Dei­nes Ret­wee­ters sicht­bar wirst.

Ein klei­nes Bei­spiel macht Dir die­ses anschau­lich:

Mein Twit­ter-Konto für Mar­ke­ting-Zau­ber (@marketingzauber) hat aktu­ell zum Datum der Ver­öf­fent­li­chung die­ses Bei­trags beschei­dene 269 Fol­lo­wer. Mein schon sehr viel län­ger akti­ves Konto für Rat & Tat Mar­ke­ting (@rutm) aber ganz pas­sa­ble 3011 Fol­lo­wer. Wenn ich nun einen Tweet mit @marketingzauber poste und mit @rutm ret­weete, erhöhe ich meine Reich­weite für @marketingzauber schlag­ar­tig um über 3000 poten­zi­elle Leser. Wenn nun bei­spiels­weise @steadynews (Eva Ihnen­feldt) mei­nen ret­wee­te­ten Tweet noch­mals ret­wee­tet, so kom­men über 2400 wei­tere poten­zi­elle Leser hinzu. Ich zapfe also auf diese Art die Fol­lo­werschaft mei­ner Fol­lo­wer an. Schnel­ler bekommst Du nir­gendwo orga­ni­sche (=unbe­zahlte) Reich­weite.

Reichweite ist nicht alles

Aber Reich­weite alleine bringt Dir nicht so viel. Wich­tig ist vor allem, dass es Dir von Anfang an gelingt, die “rich­ti­gen” Fol­lo­wer anzu­zie­hen. Wie das funk­tio­niert, erkläre ich Dir nun in neun stra­te­gi­schen Schrit­ten:

Strategie #1 — Folge denen, die Du Dir als Follower wünschst.

Das ist die ein­fachste Stra­te­gie zum Start. Warum? Weil es fast zum Ehren­ko­dex von Twit­ter gehört, zunächst ein­mal denen zurück zu fol­gen, die einem frisch gefolgt sind.

Twit­te­rer, die Du Dir als Fol­lo­wer wünschst, fin­dest Du zum Bei­spiel, indem Du schaust, wer pas­sende Hash­tags ver­wen­det. Auch auf Blogs, die Du gern liest, kannst Du schauen, ob dort ein Twit­ter-Handle ange­ge­ben ist. Zudem soll­test Du natür­lich auf Twit­ter aktiv sein und fleißg mit­le­sen. Denn hast Du erst ein­mal auch nur eine Hand­voll von pas­sen­den Twit­te­re­rern gefun­den, wirst Du ja ihre Tweets lesen.

Aber pass auf, folge nicht zu vie­len auf ein­mal. Mehr als fünf­zig pro Tag soll­ten es auf kei­nen Fall sein. Bes­ser ist es hier, eine gewisse Regel­mä­ßig­keit und Kon­stanz an den Tag zu legen. Sonst könnte Twit­ter miss­trau­isch wer­den und Dich als poten­zi­el­len Spam­mer aus­sor­tie­ren.

Strategie #2 Folge Multiplikatoren, die Deine Tweets weiter verbreiten

Es gibt Tools, die Dir hel­fen, einen Twit­te­rer bes­ser ein­schät­zen zu kön­nen. Wie oft hat er bis jetzt get­wit­tert? Wie vie­len folgt er? Wie viele fol­gen ihm? Folge ins­be­son­dere sol­chen, die auch als Mul­ti­pli­ka­to­ren für Dich in Frage kom­men. Du erkennst sie daran:

  • sie haben bereits viel get­wit­tert (min­des­tens im 3‑stelligen Bereich) – viele Tweets bedeu­ten in der Regel auch viele Ret­weets – und die willst Du haben.
  • sie haben viele Fol­lo­wer (min­des­tens 20% mehr als sie selbst fol­gen) eben­falls min­des­tens im drei­stel­li­gen Bereich.
  • sie spre­chen Deine Spra­che! Denn was nüt­zen Dir Fol­lo­wer aus Indien, Aus­tra­lien, Ara­bien oder Süd­afrika? Wenn Du nicht gerade als Rei­se­b­log­ger aktiv bist oder genau dort Deine Ziel­gruppe zu fin­den ist, wahr­schein­lich gar nichts.

Strategie #3 Folge keinen Medien oder Berühmtheiten

Twit­ter ist ein schnel­les Infor­ma­ti­ons­me­dium — von daher würde es Sinn machen, den Medien (ange­fan­gen vom Spie­gel über den WDR bis zur Zeit viel­leicht) zu fol­gen. Aber wenn Du vie­len Medien folgst, ist das schlecht für Dein Follower:Followings Ver­hält­nis. Glei­ches gilt für den “Cele­brity-Talk”, den “Nach­rich­ten” aus der Welt der Rei­chen und Schö­nen. Das ist zwar viel­leicht unter­halt­sam, aber ich ver­si­chere Dir: Weder Barack Obama noch Jus­tin Bie­ber oder auch der Papst wer­den Dir je zurück fol­gen,

Inso­fern ganz schlecht für Deine Follower:Followings-Balance.

Bes­ser, Du packst diese in Lis­ten (das geht auch pri­vat, das heißt, nie­mand kommt Dei­nem Fai­ble für Queen Eli­sa­beth II. und Madonna auf die Schli­che) — dann kannst Du ihre Posts lesen und musst ihnen trotz­dem nicht fol­gen.

Strategie #4 Entfolge konsequent Nicht-Followern

Viele Twit­te­rer fol­gen Dir nur in der Hoff­nung, dass Du ihnen zurück folgst.

Aber sie wol­len nur das Eine:

Dass Du ihnen folgst.

Sie inter­es­sie­ren sich nicht für Dich!

Schon nach weni­gen Tagen wirst Du wie­der ent­folgt, das Fol­lo­wer/­Fol­lo­wing-Ver­hält­nis steht 1:0 für sie. Das muss nicht sein.

Ent­folge solch unloyale Fol­lo­wings sofort! (Wir machen so etwas unethi­sches natür­lich nicht, also ande­ren fol­gen, um sie sofort nach weni­gen Tagen wie­der fal­len zu las­sen wie … den hei­ßen Topf­de­ckel, den Du ver­se­hent­lich ohne Lap­pen ange­fasst hast — ich finde das jeden­falls keine gute Basis, um in Social Media wert­volle Kon­takte auf­zu­bauen).

Strategie #5 Mach bei Ritualen mit

Wahr­schein­lich sind Dir schon die Hash­tags mit #FF, #Shou­tout oder #Twit­ter­kaf­fee auf­ge­fal­len. Mit die­sen wer­den ganz bestimmte Twit­ter-Rituale gekenn­zeich­net.

Diese kom­men Dir anfangs viel­leicht komisch vor. Ich kann Dir aber nur raten, da unbe­dingt mit­zu­ma­chen, gerade wenn andere Dich in solch eine Runde hin­ein holen. Denn diese Rituale hel­fen, neue Twit­te­rer ken­nen zu ler­nen, Bezie­hun­gen auf­zu­bauen, zu fes­ti­gen und zu hal­ten.

Ich habe auf diese Weise viele loyale Fol­lo­wer gewon­nen, die jetzt auch noch nach Jah­ren meine Tweets ret­wee­ten – oft völ­lig uner­war­tet und ohne, dass ich mich sofort bedan­ken müsste oder eben­falls einen Ret­weet starte (obwohl ich das natür­lich oft und gern mache).

Strategie #6 Retweete großzügig

So wie Links die Essenz des Inter­nets sind, sind Ret­weets die Essenz von Twit­ter. Klick um zu Twee­ten

Nur so ist es mög­lich, dass ein Tweet “viral geht”, nur so kommst Du auf­wands­los an neue Fol­lo­wer, nur so schaffst Du wirk­lich Reich­weite, auch wenn Du selbst noch wenige Fol­lo­wer hast.

Wer groß­zü­gig ret­wee­tet, erhält dies das auch zurück: Also gehe ruhig in Vor­leis­tung. Aber über­treibe es nicht! Die Mischung aus eige­nen Tweets und Ret­weets muss stim­men.

Strategie #7 Sei unterhaltsam

Nie­mand schal­tet frei­wil­lig das Wer­be­fern­se­hen ein.

Komm also gar nicht erst in Ver­su­chung, aus­schließ­lich Deine eige­nen Blog­bei­träge, Pro­dukte und Ver­an­stal­tun­gen zu pro­mo­ten.

Das Ver­hält­nis sollte etwa 20% Wer­bung zu 80% ande­ren Inhal­ten sein. Und Humor kann nicht scha­den. Die Ras­sel­bande will unter­hal­ten sein. 🙂

Strategie #8 — Bewirb Deinen Twitter-Account

Mach Dei­nen Twit­ter-Account auch in Dei­nen ande­ren Netz­wer­ken und Wer­be­mit­teln bekannt: Dein Twit­ter-Handle (der Twit­ter-Name) gehört am bes­ten über­all hier hin:

  • Deine Web­site und Dei­nen Blog
  • Dein XING- und Lin­kedIn-Pro­fil
  • Deine E‑Mail-Signa­tur
  • Deine Visi­ten­karte
  • Dein Geschäfts­pa­pier und Deine Flyer (wenn Du wel­che hast)
  • viel­leicht auf Dein Fir­men­fahr­zeug
  • auf Deine Wer­be­ge­schenke
  • … und und und

Strategie #9 — Nutze Twitter-Ads

Wer nicht gerade das Glück hat, eine ein­ge­führte Marke wie Coca-Cola, Apple oder die Deut­sche Tele­kom zu haben, wird es auch auf Twit­ter rela­tiv schwer haben, neue Fol­lo­wer zu fin­den. Mein Twit­ter-Konto besteht seit März 2009 und 100% der über 3000 Fol­lo­wer, die ich mitt­ler­weile habe und (hof­fent­lich) gut infor­miere und unter­halte, sind orga­nisch gene­riert.

Durch geschick­tes Fol­gen, Ent­fol­gen, Teil­nahme an Twit­ter-Ritua­len und einer hohen Bereit­schaft zur Kom­mu­ni­ka­tion und Inter­ak­tion mit den ande­ren Twit­te­rern, konnte ich diese Zahl errei­chen. Sicher wäre bei mehr Enga­ge­ment noch mehr drin gewe­sen — es hätte aber auch sehr viel weni­ger sein kön­nen. Hier habe ich eine ganz nüch­terne Kos­ten-Nut­zen-Ein­schät­zung getrof­fen.

Die Mög­lich­keit auch auf Twit­ter Anzei­gen zu schal­ten ist ver­gleichs­weise jung. Aber es ist ein pro­ba­tes und ein­fach anzu­wen­den­des Instru­ment ins­be­son­dere dann, wenn Du noch rela­tiv wenig Fol­lo­wer hast und Twit­ter nut­zen möch­test, um auf eine bestimmte Aktion hin­zu­wei­sen. Ebenso wie auf Face­book kannst Du auch hier Ziel­grup­pen, Alters­grup­pen, die regio­nale Ver­brei­tung und so wei­ter fest­le­gen. Die Preise sind ähn­lich wie bei Face­book. Gerade für den Ein­stieg und für zeit­lich begrenzte Aktio­nen eine gute Stra­te­gie.

Extratipp: Die Crowdfire-App für das Follower Management für Twitter

Um diese ganze Fol­gen-Ent­fol­gen-Pro­ze­dur mög­lichst effi­zi­ent zu gestal­ten ist mein Tipp die App Crowd­fire: Sie hieß frü­her Jus­t­Un­fol­low, was den Zweck der App sehr viel bes­ser beschreibt. Die Anwen­dung Ist kos­ten­frei nutz­bar, die Pre­mi­um­nut­zung beginnt bei mode­ra­ten 25 Dol­lar pro Jahr. In der App kannst Du sehr schon sehen, wer Dir frisch gefolgt ist, wie viele Fol­lo­wer der­je­nige hat, wie vie­len er wie­derum selbst folgt und vor allem, wie viele Tweets er bereits in die Welt geschickt hat.

Das geht zwar alles auch mit Bord­mit­teln auf der Twit­ter-Web­site — aber so ist es viel kom­for­ta­bler. Zumal Du auch noch White­lists und Black­lists anle­gen kannst, um zu ver­hin­dern, dass Du jeman­den ent­folgst, bei dem Du das gar nicht möch­test und umge­kehrt, jeman­dem viel­leicht wie­der folgst, dem Du gar nicht fol­gen willst. Ein wei­te­res schö­nes Fea­ture: Das funk­tio­niert auch für Insta­gram!

Fazit zum Follower-Management auf Twitter

Twit­ter lässt sich sehr viel stra­te­gi­scher nut­zen, als Du das bis­her viel­leicht ange­nom­men hast. Das muss nicht beson­ders zeit­auf­wän­dig sein, Du musst Dich nur an die neun Stra­te­gien hal­ten, die ich hier beschrie­ben habe. Diese sind für Dich beson­ders inter­es­sant, wenn Du mit Twit­ter noch am Anfang stehst. Du pro­fi­tierst hier von mei­nen lang­jäh­ri­gen Erfah­run­gen mit mei­nem @rutm Konto — das alles nach­zu­be­ar­bei­ten, was ich Dir hier emp­foh­len habe, würde mich viel Zeit kos­ten (die ich im Moment nicht habe) — aber mit mei­nem @marketingzauber Twit­ter-Konto ver­su­che ich selbst, die Feh­ler zu ver­mei­den, die ich mit @rutm gemacht habe.

Wie ein­gangs bereits gesagt, Du kannst Dir die Infos auch gerne noch mal in Form mei­nes Webi­nars anschauen und anhö­ren. Wenn Du mehr über Twit­ter ler­nen möch­test, ist viel­leicht mein Twit­ter-Kurs für Dich inter­es­sant, den ich in in der zwei­ten Jah­res­hälfte 2016 star­ten möchte. Wenn Du daran Inter­esse hast und viel­leicht von mei­nem “Early-Bird-Ange­bot” pro­fi­tie­ren möch­test, kli­cke ein­fach auf den nach­fol­gen­den But­ton und trage Dich in mei­nen News­let­ter und die Early-Bird-Liste ein. Dann kannst Du den Start auf kei­nen Fall ver­pas­sen — ich werde Dich recht­zei­tig infor­mie­ren.

Hast Du wei­tere Tipps oder Fra­gen zu mei­nen neun Stra­te­gien? Dann schreibe sie bitte in die Kom­men­tare und ich werde Dir auf jeden Fall eine Ant­wort geben.

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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