Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber Warum nutzt Du Google nicht? - 9 Tipps für bessere Suchergebnisse
Bessere Suchergebnisse in Google statt Stecknadel im Heuhaufen

Warum nutzt Du Google nicht? — 9 Tipps für bessere Suchergebnisse

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Beob­ach­test Du das auch? Beson­ders weit ver­brei­tet ist die­ses Phä­no­men in Face­book-Grup­pen.

Aber neu ist sie kei­nes­wegs: Die weit ver­brei­tete Unsitte, auch die ein­fachs­ten Fra­gen in die Grup­pen zu stel­len, statt ein­fach und direkt erst ein­mal Google oder eine andere Such­ma­schine zu bemü­hen. Die­ses Ver­hal­ten gibt es schon so lange, wie es das World Wide Web gibt.

Das kann ver­schie­dene Ursa­chen haben.

Da gibt es die­je­ni­gen, die so wenig zu einem Thema wis­sen, dass sie gar nicht auf die Idee kom­men, dass ihre Frage bereits hun­dert­fach im Inter­net beant­wor­tet sein könnte. Das ist in Ord­nung. Jeder fängt mal an und steht ganz am Fuß eines rie­sig schei­nen­den Ber­ges, den er nun zu erklim­men gedenkt. Das kann schon mal furcht­ein­flö­ßend sein und lie­ber lässt man sich da an die Hand neh­men. Hier helfe ich gern.

Dann gibt es die, die mit einer Kon­su­men­ten- und Anspruchs­hal­tung in eine Gruppe gehen, als ob sie zah­lende Kun­den wären. Die Ursa­che kann pure Faul­heit sein oder darin begrün­det lie­gen, dass sie immer alles auf dem Sil­ber­ta­blett ser­viert bekom­men haben. Über diese Men­schen ärgere ich mich schon.

Klar, ich kann es ein­fach las­sen, ihnen die Ant­wort zu lie­fern. Irgend­ein Ande­rer wird sich schon fin­den, der das tut. Aber darum geht es nicht. Ich ärgere mich schon allein dar­über, dass mir die Zeit gestoh­len wird, indem ich die­sen Post lese und mich frage:

Warum nutzt Du Google nicht?”

Denn so lange, wie es dau­ert, eine Frage wie “Was ist File­zilla?” in das Ein­ga­be­feld bei Face­book zu tip­pen, genau so lange dau­ert es, die Frage oben in die Omni­leiste des Brow­sers zu tip­pen und nicht auf die Ant­wort war­ten zu müs­sen, son­dern sofort von Google mit einer Ant­wort ver­sorgt zu wer­den.

Als ich meine ers­ten Schritte im Inter­net, in Mai­ling­lis­ten und Foren unter­nahm, herrschte bei sol­chen Fra­gen noch ein ande­rer Ton. Die net­teste Anwort war noch “Nimm die Such­funk­tion!”. Doch eher kam nur ein durch­aus rup­pig gemein­tes RTFM. Und das zu Recht. Die moderne Ver­sion ist ein Link der Site lmgtfy.

Schließ­lich ist mir aber klar gewor­den, dass die Unlust, selbst die Such­ma­schine zu bemü­hen, etwas mit man­geln­dem Wis­sen zu tun haben kann.

Je nach ver­wen­de­tem Such­wort kann man sich von Mil­lio­nen von Such­ergeb­nis­sen schnell erschla­gen füh­len.

Und so bin ich nun, nach einer etwas län­ge­ren Ein­lei­tung als gewöhn­lich, beim Thema die­ses Arti­kels ange­kom­men. Aus Gesprä­chen mit mei­nen Semi­nar­teil­neh­mern weiß ich inzwi­schen, dass sie bei Google ein­fach nicht wirk­lich fün­dig wer­den — und das, obwohl Google inzwi­schen auch seman­tisch so stark ist, dass man nicht mehr mit mathe­ma­ti­schen Ope­ra­to­ren arbei­ten muss, um genau die Ergeb­nisse zu erhal­ten, die man sich wünscht.

Darum gebe ich Dir heute ein paar Tipps, wie Du ganz schnell und mit weni­gen Knif­fen Google so bedienst, dass es zu einer regel­rech­ten Ant­wort­ma­schine für Dich wird.

1. Eingeloggt googlen

Goo­g­les Ziel ist es, jedem Nut­zer das für ihn per­sön­lich beste Such­ergeb­nis zu lie­fern.

Das muss man sich mal auf der Zunge zer­ge­hen las­sen!

Nicht ein “all­ge­mein­gül­ti­ges” Ergeb­nis, son­dern das beste Ergeb­nis für mich! Darum muss Google mich natür­lich auch ein biss­chen ken­nen. Klar, auch wenn ich nicht ein­ge­loggt bin, weiß Google schon eine Menge über mich. Über die IP-Adresse weiß Google, in wel­chem Land ich mich gerade befinde und über den Ein­wahl­punkt mei­nes Pro­vi­ders sogar die unge­fähre Region.

Bin ich aber ein­ge­loggt, dann weiß Google auch meine bis­he­ri­gen Such­an­fra­gen, wel­che Web­sites ich noch so besu­che (ins­be­son­dere, wenn ich den Chrome-Brow­ser benutze) und wel­ches meine Inter­es­sen sind.

Das mag einer­seits gru­se­lig erschei­nen (auch ich bin nicht naiv und weiß natür­lich um die Gefah­ren völ­li­ger Daten­trans­pa­renz — da sind wir in Deutsch­land zu Recht sen­si­bi­li­siert).

Ande­rer­seits bin ich eben auch Wis­sens­ar­bei­ter und Mar­ke­ter und weiß es zu schät­zen, dass ich nahezu jede Info, die ich suche, von Google bin­nen Sekun­den frei Haus gelie­fert bekomme. Letzt­lich musst Du das mit Dir selbst klar machen — ich kann auch gut ver­ste­hen, wenn Du das nicht möch­test. Aber auch wenn Du die­sen Tipp aus­lässt, kannst Du mit den ver­blei­ben­den acht Tipps die Qua­li­tät Dei­ner Such­ergeb­nisse ver­bes­sern.

2. Einstellungen nutzen

In Google kannst Du bereits vor Dei­ner Suche viele Ein­stel­lun­gen vor­neh­men, die Du aber nur ein­ge­loggt spei­chern kannst:

Über Ein­stel­lun­genSuch­ein­stel­lun­gen kannst Du fest­le­gen, ob Du die Safe Search akti­vie­ren möch­test, die unan­ge­mes­sene oder anstö­ßige Bil­der blo­ckiert.

Google macht bereits bei der Ein­gabe Vor­schläge für Deine Such­ein­gabe. Wenn Du das nicht möch­test, kannst Du hier das soge­nannte Google Instant abstel­len.

Nor­ma­ler­weise zeigt Google Dir 10 Ergeb­nisse pro Seite an. Wuss­test Du, dass Du das auch auf bis zu 100 Ergeb­nisse pro Seite erwei­tern kannst? Soviel zu “auf Seite 1 bei Google” … 🙂

Sehr prak­tisch finde ich, dass man jedes aus­ge­wählte Ergeb­nis in einem neuen Brow­ser­fens­ter anzei­gen las­sen kann. Das erspart läs­ti­ges Hin- und Her­schal­ten mit dem Vor- und Zurück-But­ton im Brow­ser.

In den Ein­stel­lun­gen kannst Du den Such­ver­lauf jeder­zeit deak­ti­vie­ren oder bear­bei­ten. Nor­ma­ler­weise sorgt er aber für bes­sere Such­ergeb­nisse für Dich.

Wei­ter­hin kannst Du fest­le­gen, in wel­cher Spra­che Du die Google-Pro­dukte ver­wen­den willst (auch eine nette Sache, wenn Du eine Fremd­spra­che lernst) und in wel­chen Spra­chen Dir die Such­ergeb­nisse ange­zeigt wer­den sol­len.

3. Lange Suchphrasen verwenden

Wer sich etwas ein­ge­hen­der mit Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung beschäf­tigt hat, weiß das natür­lich schon. Lange Such­phra­sen füh­ren eher ans Ziel als simple Ein-Wort-Suchen. Dabei muss Deine Ein­gabe noch nicht ein­mal beson­ders spitz­fin­dig for­mu­liert sein. For­mu­liere ein­fach so, wie Du Deine Frage auch in einer Face­book-Gruppe stel­len wür­dest. Also

  • wie instal­liere ich ein plugin in word­press
  • was ist ftp
  • wie erstelle ich einen sales­fun­nel

brin­gen Dich super schnell ans Ziel — und Du musst noch nicht ein­mal auf Groß- und Klein­schrei­bung ach­ten!

Auch, wenn Du ein Wort nicht genau kennst, Dir über die Schreib­weise nicht sicher bist … Goo­g­les künst­li­che Intel­li­genz ist inzwi­schen so gut, dass Du auch bei Falsch­schrei­bun­gen die pas­sen­den Ergeb­nisse gelie­fert bekommst. Oft ent­hal­ten die Ergeb­nisse nicht nur den von Dir gesuch­ten Begriff, son­dern sie wer­den Dir auch ange­zeigt, wenn Du ein Syn­onym ver­wen­det hast.

Trotz­dem, manch­mal passt ein­fach nicht, was Google Dir da “anschleppt”. Dann kannst Du Deine Such­an­frage wei­ter ver­fei­nern. Bei­spiels­weise kannst Du …

4. Anführungszeichen verwenden

Damit sagst Du Google, dass Du nicht nur nach den ein­zel­nen Begrif­fen in belie­bi­ger Rei­hen­folge suchst, son­dern exakt diese Phase in den Ergeb­nis­sen vor­kom­men soll. Mit dem Inhalt zwi­schen den Anfüh­rungs­zei­chen musst Du dann ein wenig expe­ri­men­tie­ren, aber spä­tes­tens bei der zwei­ten oder drit­ten Ein­gabe sollte das pas­sende Ergeb­nis auf Dei­nem Moni­tor erschei­nen.

Alter­na­tiv kannst Du auch unter Alle Ergeb­nisse auf Wort­wört­lich umstel­len.

5. Aktualität einstellen

Ins­be­son­dere bei Fra­gen, wie man eine Soft­ware bedient, Ein­stel­lun­gen für ein sozia­les Netz­werk vor­nimmt oder wenn es um recht­li­che Fra­gen geht, ist es wich­tig, dass Du Dir keine uralten Such­ergeb­nisse ansiehst, son­dern mög­lichst aktu­elle.

Auch dafür hat Google eine Lösung für Dich. Gehe unter­halb des Ein­ga­be­felds auf Google rechts auf Tools und dann klickst Du auf Belie­bige Zeit. Hier kannst Du nun den Zeit­raum ein­stel­len, inner­halb des­sen Dein gewünsch­tes Such­ergeb­nis erschie­nen sein soll. Ich nehme meis­tens “Letz­tes Jahr” — aber manch­mal sind sogar noch kür­zere Zeit­räume sinn­voll.

6. Sprache einstellen

Eben­falls in die­ser Zeile kannst Du ein­stel­len, in wel­cher Spra­che Dir die Ergeb­nisse ange­zeigt wer­den sol­len. Ist Dein Eng­lisch nicht gut genug, so kannst Du hier die Anzeige von Such­ergeb­nis­sen aus­schließ­lich auf Deutsch erzwin­gen. Kli­cke dafür auf Belie­bige Spra­che und stelle um auf Sei­ten auf Deutsch.

7. Land einstellen

Gerade, wenn es um recht­li­che The­men geht, kann es ent­schei­dend sein, aus wel­chem Land Dir die Such­ergeb­nisse ange­zeigt wer­den. Hier kannst Du es ein­stel­len.

8. Inhalte ausschließen

Suchst Du nach etwas ganz spe­zi­el­lem, kann es manch­mal auch sehr nütz­lich sein, wenn Du Begriffe aus­schließt. Bei­spiels­weise suchst Du ein Rezept suchst, aber gegen eine nor­ma­ler­weise ent­hal­tene Zutat all­er­gisch bist, kann das sehr hilf­reich sein: Dafür stellst Du dem nicht erwünsch­ten Begriff direkt ein Minus­zei­chen ohne zusätz­li­ches Leer­zei­chen voran.

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9. Erweiterte Suche nutzen

Auf Goo­g­les Start­seite unten rechts siehst Du auch schon den Menü­punkt Ein­stel­lun­gen. Neben der Hilfe zur Suche, die ich Dir eben­falls durch­zu­le­sen emp­fehle, kannst Du schon hier zur Erwei­ter­ten Suche gelan­gen. Bist Du schon auf einer Such­ergeb­nis­seite, fin­dest Du die Erwei­terte Suche eben­falls in den Ein­stel­lun­gen links neben Tools.

Mit der Erwei­ter­ten Suche musst Du nicht die Tas­ta­tur­kür­zel im Kopf behal­ten, die ich Dir gerade zum Teil vor­ge­stellt habe. Ich nutze sie gern und viel, ein­fach, weil es für mich schnell und unkom­pli­ziert ist. Stehst Du mit Tas­ta­tur­kür­zeln eher auf Kriegs­fuß, kannst Du in der Erwei­ter­ten Suche ganz ein­fach Deine Suche ein­schrän­ken.

Wich­tig: Du musst natür­lich nicht alle Ein­ga­be­fel­der aus­fül­len, son­dern nur die, die auch Sinn machen. Pro­biere es ein­fach mal aus. Falsch machen kannst Du ja nichts — falls Du nicht die gewünsch­ten Such­ergeb­nisse erhältst, fängst Du ein­fach noch mal neu an.

Meine Extratipps

Auch wenn Google Mil­li­ar­den von Web­sei­ten indi­ziert hat und Dir bin­nen Bruch­tei­len von Sekun­den frei Haus lie­fert — Google ist nicht die ein­zige Lösung, wenn Du etwas Bestimm­tes suchst. Manch­mal bist Du ohne Google ein­fach schnel­ler am Ziel.

Suchst Du bei­spiels­weise nach einer Erklä­rung für einen Begriff rund um Inter­net, Hard­ware oder Soft­ware, dann gehe doch mal direkt zur Wiki­pe­dia. Das ist mei­ner Mei­nung nach der beste Start­punkt für wei­tere Recher­chen gerade in die­sem Bereich.

Möch­test Du wis­sen, wie etwas funk­tio­niert, dann gehe direkt zu You­Tube. Egal, ob Du wis­sen willst, wie Du in eine Fliese boh­ren kannst, ohne dass sie zer­platzt, wie Du das spa­ni­sche gerollte R aus­spre­chen lernst oder ob Du ein Tem­plate in Word­Press instal­lie­ren willst — Du fin­dest garan­tiert hun­derte von Videos vie­ler enga­gier­ter und enthu­si­as­ti­scher Men­schen, die Dich bei Dei­nem Pro­blem mit einem Video unter­stüt­zen.

Du brauchst Ideen und Inspi­ra­tion? Dann gehe auf Pin­te­rest und gib dort mal Dei­nen Such­be­griff ein — Du wirst Dich wun­dern und wenn Du fünf Minu­ten spä­ter auf die Uhr guckst, wer­den mehr als zwei Stun­den ver­gan­gen sein. 😉

Oder liest Du lie­ber Bücher als Dir Anlei­tun­gen im Inter­net am Moni­tor oder Smart­phone anzu­se­hen. Dann nutze Ama­zon als Such­ma­schine — ein E-Book hast Du in kür­zes­ter Zeit auf Dei­nem Kindle, das Print-Buch kommt in der Regel einen Tag spä­ter direkt zu Dir ins Haus — und wenn Du lie­ber den loka­len Buch­han­del unter­stüt­zen willst, ist Ama­zon Dir auch eine Hilfe, denn da kannst Du Dir die ISBN raus­su­chen und Dei­nen Buch­händ­ler Dei­nes Ver­trau­ens anru­fen und ihn bit­ten, Dir das Buch kurz­fris­tig zu besor­gen.

Fazit

Mit den rich­ti­gen Tricks ist es über­haupt nicht schwer, ein­fa­che Fra­gen in Kürze selbst zu beant­wor­ten. Damit ent­las­test Du die vie­len Hel­fer, die in den Grup­pen unter­wegs sind und gibst ihnen den Raum, die Fra­gen zu beant­wor­ten, die sich nicht durch ein­fa­ches Goog­len lösen las­sen. Und noch ein Tipp: Wäh­rend Du auf Deine Pro­blem­lö­sung war­test, beant­worte doch ein­fach mal die “ein­fa­chen” Fra­gen von ande­ren, die Du für sie ganz schnell ergoog­lest — Du weißt ja jetzt, wie es geht!

Hast Du noch andere Tipps, wie und wo man im Inter­net schnell und ohne, dass jemand für Dich die Lösung extra schrei­ben muss, Ant­wor­ten auf seine Fra­gen erhal­ten kann? Dann teile sie gern mit mir und den ande­ren Lesern in den Kom­men­ta­ren!

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Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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