Bessere Suchergebnisse in Google statt Stecknadel im Heuhaufen

Warum nutzt Du Google nicht? – 9 Tipps für bessere Suchergebnisse

Letzte Aktualisierung 27. Dezember 2018

Beobachtest Du das auch? Besonders weit verbreitet ist dieses Phänomen in Facebook-Gruppen.

Aber neu ist sie keineswegs: Die weit verbreitete Unsitte, auch die einfachsten Fragen in die Gruppen zu stellen, statt einfach und direkt erst einmal Google oder eine andere Suchmaschine zu bemühen. Dieses Verhalten gibt es schon so lange, wie es das World Wide Web gibt.

Das kann verschiedene Ursachen haben.

Da gibt es diejenigen, die so wenig zu einem Thema wissen, dass sie gar nicht auf die Idee kommen, dass ihre Frage bereits hundertfach im Internet beantwortet sein könnte. Das ist in Ordnung. Jeder fängt mal an und steht ganz am Fuß eines riesig scheinenden Berges, den er nun zu erklimmen gedenkt. Das kann schon mal furchteinflößend sein und lieber lässt man sich da an die Hand nehmen. Hier helfe ich gern.

Dann gibt es die, die mit einer Konsumenten- und Anspruchshaltung in eine Gruppe gehen, als ob sie zahlende Kunden wären. Die Ursache kann pure Faulheit sein oder darin begründet liegen, dass sie immer alles auf dem Silbertablett serviert bekommen haben. Über diese Menschen ärgere ich mich schon.

Klar, ich kann es einfach lassen, ihnen die Antwort zu liefern. Irgendein Anderer wird sich schon finden, der das tut. Aber darum geht es nicht. Ich ärgere mich schon allein darüber, dass mir die Zeit gestohlen wird, indem ich diesen Post lese und mich frage:

„Warum nutzt Du Google nicht?“

Denn so lange, wie es dauert, eine Frage wie „Was ist Filezilla?“ in das Eingabefeld bei Facebook zu tippen, genau so lange dauert es, die Frage oben in die Omnileiste des Browsers zu tippen und nicht auf die Antwort warten zu müssen, sondern sofort von Google mit einer Antwort versorgt zu werden.

Als ich meine ersten Schritte im Internet, in Mailinglisten und Foren unternahm, herrschte bei solchen Fragen noch ein anderer Ton. Die netteste Anwort war noch „Nimm die Suchfunktion!“. Doch eher kam nur ein durchaus ruppig gemeintes RTFM. Und das zu Recht. Die moderne Version ist ein Link der Site lmgtfy.

Schließlich ist mir aber klar geworden, dass die Unlust, selbst die Suchmaschine zu bemühen, etwas mit mangelndem Wissen zu tun haben kann.

Je nach verwendetem Suchwort kann man sich von Millionen von Suchergebnissen schnell erschlagen fühlen.

Und so bin ich nun, nach einer etwas längeren Einleitung als gewöhnlich, beim Thema dieses Artikels angekommen. Aus Gesprächen mit meinen Seminarteilnehmern weiß ich inzwischen, dass sie bei Google einfach nicht wirklich fündig werden – und das, obwohl Google inzwischen auch semantisch so stark ist, dass man nicht mehr mit mathematischen Operatoren arbeiten muss, um genau die Ergebnisse zu erhalten, die man sich wünscht.

Darum gebe ich Dir heute ein paar Tipps, wie Du ganz schnell und mit wenigen Kniffen Google so bedienst, dass es zu einer regelrechten Antwortmaschine für Dich wird.

1. Eingeloggt googlen

Googles Ziel ist es, jedem Nutzer das für ihn persönlich beste Suchergebnis zu liefern.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen!

Nicht ein „allgemeingültiges“ Ergebnis, sondern das beste Ergebnis für mich! Darum muss Google mich natürlich auch ein bisschen kennen. Klar, auch wenn ich nicht eingeloggt bin, weiß Google schon eine Menge über mich. Über die IP-Adresse weiß Google, in welchem Land ich mich gerade befinde und über den Einwahlpunkt meines Providers sogar die ungefähre Region.

Bin ich aber eingeloggt, dann weiß Google auch meine bisherigen Suchanfragen, welche Websites ich noch so besuche (insbesondere, wenn ich den Chrome-Browser benutze) und welches meine Interessen sind.

Das mag einerseits gruselig erscheinen (auch ich bin nicht naiv und weiß natürlich um die Gefahren völliger Datentransparenz – da sind wir in Deutschland zu Recht sensibilisiert).

Andererseits bin ich eben auch Wissensarbeiter und Marketer und weiß es zu schätzen, dass ich nahezu jede Info, die ich suche, von Google binnen Sekunden frei Haus geliefert bekomme. Letztlich musst Du das mit Dir selbst klar machen – ich kann auch gut verstehen, wenn Du das nicht möchtest. Aber auch wenn Du diesen Tipp auslässt, kannst Du mit den verbleibenden acht Tipps die Qualität Deiner Suchergebnisse verbessern.

2. Einstellungen nutzen

In Google kannst Du bereits vor Deiner Suche viele Einstellungen vornehmen, die Du aber nur eingeloggt speichern kannst:

Über EinstellungenSucheinstellungen kannst Du festlegen, ob Du die Safe Search aktivieren möchtest, die unangemessene oder anstößige Bilder blockiert.

Google macht bereits bei der Eingabe Vorschläge für Deine Sucheingabe. Wenn Du das nicht möchtest, kannst Du hier das sogenannte Google Instant abstellen.

Normalerweise zeigt Google Dir 10 Ergebnisse pro Seite an. Wusstest Du, dass Du das auch auf bis zu 100 Ergebnisse pro Seite erweitern kannst? Soviel zu „auf Seite 1 bei Google“ … 🙂

Sehr praktisch finde ich, dass man jedes ausgewählte Ergebnis in einem neuen Browserfenster anzeigen lassen kann. Das erspart lästiges Hin- und Herschalten mit dem Vor- und Zurück-Button im Browser.

In den Einstellungen kannst Du den Suchverlauf jederzeit deaktivieren oder bearbeiten. Normalerweise sorgt er aber für bessere Suchergebnisse für Dich.

Weiterhin kannst Du festlegen, in welcher Sprache Du die Google-Produkte verwenden willst (auch eine nette Sache, wenn Du eine Fremdsprache lernst) und in welchen Sprachen Dir die Suchergebnisse angezeigt werden sollen.

3. Lange Suchphrasen verwenden

Wer sich etwas eingehender mit Suchmaschinenoptimierung beschäftigt hat, weiß das natürlich schon. Lange Suchphrasen führen eher ans Ziel als simple Ein-Wort-Suchen. Dabei muss Deine Eingabe noch nicht einmal besonders spitzfindig formuliert sein. Formuliere einfach so, wie Du Deine Frage auch in einer Facebook-Gruppe stellen würdest. Also

  • wie installiere ich ein plugin in wordpress
  • was ist ftp
  • wie erstelle ich einen salesfunnel

bringen Dich super schnell ans Ziel – und Du musst noch nicht einmal auf Groß- und Kleinschreibung achten!

Auch, wenn Du ein Wort nicht genau kennst, Dir über die Schreibweise nicht sicher bist … Googles künstliche Intelligenz ist inzwischen so gut, dass Du auch bei Falschschreibungen die passenden Ergebnisse geliefert bekommst. Oft enthalten die Ergebnisse nicht nur den von Dir gesuchten Begriff, sondern sie werden Dir auch angezeigt, wenn Du ein Synonym verwendet hast.

Trotzdem, manchmal passt einfach nicht, was Google Dir da „anschleppt“. Dann kannst Du Deine Suchanfrage weiter verfeinern. Beispielsweise kannst Du …

4. Anführungszeichen verwenden

Damit sagst Du Google, dass Du nicht nur nach den einzelnen Begriffen in beliebiger Reihenfolge suchst, sondern exakt diese Phase in den Ergebnissen vorkommen soll. Mit dem Inhalt zwischen den Anführungszeichen musst Du dann ein wenig experimentieren, aber spätestens bei der zweiten oder dritten Eingabe sollte das passende Ergebnis auf Deinem Monitor erscheinen.

Alternativ kannst Du auch unter Alle Ergebnisse auf Wortwörtlich umstellen.

5. Aktualität einstellen

Insbesondere bei Fragen, wie man eine Software bedient, Einstellungen für ein soziales Netzwerk vornimmt oder wenn es um rechtliche Fragen geht, ist es wichtig, dass Du Dir keine uralten Suchergebnisse ansiehst, sondern möglichst aktuelle.

Auch dafür hat Google eine Lösung für Dich. Gehe unterhalb des Eingabefelds auf Google rechts auf Tools und dann klickst Du auf Beliebige Zeit. Hier kannst Du nun den Zeitraum einstellen, innerhalb dessen Dein gewünschtes Suchergebnis erschienen sein soll. Ich nehme meistens „Letztes Jahr“ – aber manchmal sind sogar noch kürzere Zeiträume sinnvoll.

6. Sprache einstellen

Ebenfalls in dieser Zeile kannst Du einstellen, in welcher Sprache Dir die Ergebnisse angezeigt werden sollen. Ist Dein Englisch nicht gut genug, so kannst Du hier die Anzeige von Suchergebnissen ausschließlich auf Deutsch erzwingen. Klicke dafür auf Beliebige Sprache und stelle um auf Seiten auf Deutsch.

7. Land einstellen

Gerade, wenn es um rechtliche Themen geht, kann es entscheidend sein, aus welchem Land Dir die Suchergebnisse angezeigt werden. Hier kannst Du es einstellen.

8. Inhalte ausschließen

Suchst Du nach etwas ganz speziellem, kann es manchmal auch sehr nützlich sein, wenn Du Begriffe ausschließt. Beispielsweise suchst Du ein Rezept suchst, aber gegen eine normalerweise enthaltene Zutat allergisch bist, kann das sehr hilfreich sein: Dafür stellst Du dem nicht erwünschten Begriff direkt ein Minuszeichen ohne zusätzliches Leerzeichen voran.

rezept nusskuchen -haselnüsse

9. Erweiterte Suche nutzen

Auf Googles Startseite unten rechts siehst Du auch schon den Menüpunkt Einstellungen. Neben der Hilfe zur Suche, die ich Dir ebenfalls durchzulesen empfehle, kannst Du schon hier zur Erweiterten Suche gelangen. Bist Du schon auf einer Suchergebnisseite, findest Du die Erweiterte Suche ebenfalls in den Einstellungen links neben Tools.

Mit der Erweiterten Suche musst Du nicht die Tastaturkürzel im Kopf behalten, die ich Dir gerade zum Teil vorgestellt habe. Ich nutze sie gern und viel, einfach, weil es für mich schnell und unkompliziert ist. Stehst Du mit Tastaturkürzeln eher auf Kriegsfuß, kannst Du in der Erweiterten Suche ganz einfach Deine Suche einschränken.

Wichtig: Du musst natürlich nicht alle Eingabefelder ausfüllen, sondern nur die, die auch Sinn machen. Probiere es einfach mal aus. Falsch machen kannst Du ja nichts – falls Du nicht die gewünschten Suchergebnisse erhältst, fängst Du einfach noch mal neu an.

Meine Extratipps

Auch wenn Google Milliarden von Webseiten indiziert hat und Dir binnen Bruchteilen von Sekunden frei Haus liefert – Google ist nicht die einzige Lösung, wenn Du etwas Bestimmtes suchst. Manchmal bist Du ohne Google einfach schneller am Ziel.

Suchst Du beispielsweise nach einer Erklärung für einen Begriff rund um Internet, Hardware oder Software, dann gehe doch mal direkt zur Wikipedia. Das ist meiner Meinung nach der beste Startpunkt für weitere Recherchen gerade in diesem Bereich.

Möchtest Du wissen, wie etwas funktioniert, dann gehe direkt zu YouTube. Egal, ob Du wissen willst, wie Du in eine Fliese bohren kannst, ohne dass sie zerplatzt, wie Du das spanische gerollte R aussprechen lernst oder ob Du ein Template in WordPress installieren willst – Du findest garantiert hunderte von Videos vieler engagierter und enthusiastischer Menschen, die Dich bei Deinem Problem mit einem Video unterstützen.

Du brauchst Ideen und Inspiration? Dann gehe auf Pinterest und gib dort mal Deinen Suchbegriff ein – Du wirst Dich wundern und wenn Du fünf Minuten später auf die Uhr guckst, werden mehr als zwei Stunden vergangen sein. 😉

Oder liest Du lieber Bücher als Dir Anleitungen im Internet am Monitor oder Smartphone anzusehen. Dann nutze Amazon als Suchmaschine – ein E-Book hast Du in kürzester Zeit auf Deinem Kindle, das Print-Buch kommt in der Regel einen Tag später direkt zu Dir ins Haus – und wenn Du lieber den lokalen Buchhandel unterstützen willst, ist Amazon Dir auch eine Hilfe, denn da kannst Du Dir die ISBN raussuchen und Deinen Buchhändler Deines Vertrauens anrufen und ihn bitten, Dir das Buch kurzfristig zu besorgen.

Fazit

Mit den richtigen Tricks ist es überhaupt nicht schwer, einfache Fragen in Kürze selbst zu beantworten. Damit entlastest Du die vielen Helfer, die in den Gruppen unterwegs sind und gibst ihnen den Raum, die Fragen zu beantworten, die sich nicht durch einfaches Googlen lösen lassen. Und noch ein Tipp: Während Du auf Deine Problemlösung wartest, beantworte doch einfach mal die „einfachen“ Fragen von anderen, die Du für sie ganz schnell ergooglest – Du weißt ja jetzt, wie es geht!

Hast Du noch andere Tipps, wie und wo man im Internet schnell und ohne, dass jemand für Dich die Lösung extra schreiben muss, Antworten auf seine Fragen erhalten kann? Dann teile sie gern mit mir und den anderen Lesern in den Kommentaren!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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