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Augentier

Wie Du gute Bilder für Deinen Blog auswählst

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Gute Bil­der für Dei­nen Blog zu ver­wen­den ist für Dich selbst­ver­ständ­lich. Aber hast Du Dich eigent­lich schon mal gefragt, was ein “gutes” Bild eigent­lich aus­macht?

Die meis­ten Blog­ar­ti­kel zum Thema “gute Bil­der für dei­nen Blog” beschäf­ti­gen sich damit, woher Du mög­lichst kos­ten­frei Bil­der bekommst. Doch letzt­lich hilft Dir das bei der Ent­schei­dung, was ein gutes Bild ist, nicht wirk­lich wei­ter. Ich zeige Dir in die­sem Bei­trag, was Du bei der Aus­wahl von Bil­dern für Dei­nen Blog (und Deine Flyer, Pro­spekte, Deine Web­site) berück­sich­ti­gen kannst, damit das Ergeb­nis pro­fes­sio­nell wirkt.

Was ist ein gutes Bild für Deinen Blog?

Du hast Dich sicher auch schon oft gefragt, warum man­che Fotos ein­fach rich­tig toll aus­se­hen und andere ein­fach … so naja. Wir Men­schen sind “Seh-Pro­fis”, oder wie ich immer gern sage, wir sind “Augen­tiere”. Sehen und ver­ste­hen gehen für uns Hand in Hand (sollte ich lie­ber schrei­ben, Auge in Auge? 😉 ). Seit Säug­lings­ta­gen sind wir auf Sehen ein­ge­stellt. Jeder von uns betrach­tet täg­lich unzäh­lige Bil­der: In Zeit­schrif­ten, im Inter­net, im Fern­se­hen, in pri­va­ten Foto­bü­chern und Foto­al­ben, auf Smart­pho­nes und Tablets. Genau so, wie wir hören, ob ein Musik­stück von einem vir­tuo­sen Musi­ker gespielt wird, ob ein Bild mit viel Kön­nen auf die Lein­wand gebracht wurde oder ob ein Flyer pro­fes­sio­nell desi­gned wurde, sehen wir, ob ein Foto von einem Laien oder einem Profi gemacht wurde. Doch was macht die Pro­fes­sio­na­li­tät aus? Neben dem Fünk­chen an Genia­li­tät, das den letz­ten Kick geben kann (aber nicht muss) sind es letzt­lich Hand­werk und das Ken­nen und Befol­gen von Regeln, die ein gutes Bild aus­ma­chen.

Auf diese Regeln kannst Du ein Bild prü­fen, wenn Du es für Dei­nen Blog aus­wählst. Natür­lich dür­fen Regeln auch mal gebro­chen wer­den. Doch der Bruch sollte nicht aus Prin­zip oder Selbst­zweck erfol­gen, son­dern um ein bestimm­tes Ziel zu ver­fol­gen.

Diese Regeln gel­ten für Deine eige­nen Bil­der genau so, wie für Bil­der, die Du aus Stock­da­ten­ban­ken her­un­ter lädst, egal, ob Du kos­ten­pflich­tige oder kos­ten­freie Bild­da­ten­ban­ken nutzt.

Goldene Regeln für gute Bilder

Technik

Zunächst ein­mal sollte ein Bild tech­nisch ein­wand­frei auf­ge­nom­men sein. Dazu gehö­ren als Mini­mal­vor­aus­set­zun­gen, dass

  • das wesent­li­che Bild­ele­ment scharf abge­bil­det ist,
  • das Bild kor­rekt belich­tet wurde
  • der Hori­zont wirk­lich hori­zon­tal ver­läuft

Letzt­lich gibt es noch unend­li­che Feh­ler­quel­len mehr, die ein Bild unpro­fes­sio­nell und nach Schnapp­schuss aus­se­hen las­sen: Klas­si­ker sind zum Bei­spiel Schat­ten im Gesicht des Models, ver­rauschte Fotos durch eine fal­sche ISO-Ein­stel­lung oder über­blitzte Fotos.

Komposition

Neben den eher tech­ni­schen Grund­vor­aus­set­zun­gen ist die Kom­po­si­tion oder Bild­ge­stal­tung ein ent­schei­den­des Kri­te­rium für ein gutes Bild. Auch hier genügt es, einige wenige Grund­la­gen zu ken­nen und das Bild dar­auf zu prü­fen.

  • Ist das Haupt­mo­tiv (Haupt­ele­ment) des Bil­des auch als sol­ches erkenn­bar? Gerade bei eige­nen Auf­nah­men von Blog­gern fällt häu­fig auf, dass es ein­fach zu viel “Drum­herum” gibt. Der Hin­ter­grund ist unru­hig. Das Haupt­mo­tiv ist viel zu klein, kurz: das Motiv wurde nicht “in Szene” gesetzt. Das merkt jeder Betrach­ter.
  • Ste­hen die ein­zel­nen Bild­ele­mente in einem kom­po­si­to­ri­schen Zusam­men­hang zuein­an­der? Du kennst viel­leicht den Drei­ecks­auf­bau klas­si­scher Stil­le­ben aus der Male­rei — genau diese Kom­po­si­ti­ons­grund­la­gen gel­ten auch in der Foto­gra­fie.
  • Befin­den sich die Haupt­ele­mente des Motivs an “span­nen­den” Stel­len im Bild? Ganz klas­sisch ist die Aus­rich­tung nach dem Gol­de­nen Schnitt, aber auch eine grobe Aus­rich­tung an den Drit­tel­punk­ten eines Bil­des machen schon ein inter­es­san­te­res Bild als eines, bei dem das Haupt­mo­tiv ganz platt in der Bild­mitte steht.
  • Sind in dem Bild Vor­der­grund, Mit­tel­grund und Hin­ter­grund vor­han­den?

Und es gibt hier noch zwei wei­tere Effekte, die selbst ein ansons­ten gutes Bild zu einem schlech­ten machen kön­nen: Lei­ten Motiv und Kom­po­si­tion den Blick des Betrach­ters viel­leicht nach links oder oben aus der Seite her­aus? Schaut die Per­son im Bild in die fal­sche Rich­tung? Manch­mal kann es hier hilf­reich sein, das Bild ein­fach über die Ver­ti­kale zu spie­geln. Aber auf­ge­passt: Bei Per­so­nen kannst Du das nicht machen, dann wird dar­aus ein ande­rer Mensch.

Motivwahl

Das Bei­trags­bild sollte the­ma­tisch zu Dei­nem Blog­ar­ti­kel pas­sen. Doch allzu oft fin­det man zur Illus­tra­tion wirk­lich platte Motive. Da schüt­teln sich Geschäfts­män­ner steif die Hände, fünf poli­tisch kor­rekt aus­ge­wählte junge Men­schen lächeln gequält mit blend­ax­wei­ßen Zäh­nen in die Kamera, einer zeigt mit dem Fin­ger auf einen Lap­top und nie­mand schaut hin. Auch gern genom­men sind Fotos von Men­schen mit Lap­tops in der Natur, bei denen  man genau weiß, dass sie bei dem strah­len­den Son­nen­schein auf dem Dis­play allen­falls ihr makel­los geschmink­tes Gesicht sehen, aber kein Pro­gramm erken­nen kön­nen. Du weißt, wel­che Art Bil­der ich meine. Diese sind zwar in der Regel tech­nisch-hand­werk­lich per­fekt und auch kom­po­si­to­risch anspre­chend oder sogar span­nend, aber sie sind so geküns­telt und aus jedem ein­zel­nen Pixel ruft es laut “Stock­foto! Mich fin­dest Du auch noch auf Hun­dert ande­ren Blogs!”

Sol­che Bil­der möch­ten wir nicht gerne ver­wen­den.

Aber wie fin­dest Du bes­sere Motive?

Hast Du eigene Geschäfts­räume, ein eige­nes Ate­lier, dann bie­ten sich hier bereits viele Mög­lich­kei­ten, inter­es­sante eigene Fotos zu machen. Wenn Du hand­werk­lich tätig bist, kannst Du viele Auf­nah­men von Dei­nen Pro­duk­ten und viel­leicht sogar dem Her­stel­lungs­pro­zess machen.

Frage Deine Lieb­lings­kun­din, ob sie bereit ist, sich von Dir (oder einem befreun­de­ten Foto­gra­fen) wäh­rend Dei­ner Arbeit mit ihr foto­gra­fie­ren zu las­sen (und ver­giss dann nicht, Dir eine schrift­li­che Ein­ver­ständ­nis­er­klä­rung zur Ver­öf­fent­li­chung unter­schrei­ben zu las­sen).

Eine mei­ner Kun­din­nen ist Coach und für ihre Web­site und ihren Blog ver­wen­det sie wun­der­schöne Natur­auf­nah­men, die ihr Mann für sie macht — ein ambi­tio­nier­ter Hob­by­fo­to­graf. Da meine Kun­din ihre Kli­en­ten für die Bera­tungs­ge­sprä­che auch nach drau­ßen in die Natur mit­nimmt, passt das wun­der­bar.

Bedienst Du Dich wie ich in Bild­da­ten­ban­ken, so ver­su­che, jedem Dei­ner The­men einen neuen und fri­schen Blick­win­kel zu geben. Der Bezug zwi­schen dem Arti­kel­bild und dem Bei­trags­thema muss für den Betrach­ter und Leser nicht auf den ers­ten Blick erkenn­bar sein. So kannst Du Deine Bot­schaft auf einer zwei­ten Ebene geschickt trans­por­tie­ren. Inzwi­schen ver­stehst Du sicher den Zusam­men­hang zwi­schen dem Hun­de­wel­pen und die­sem Arti­kel, oder?

Ich gebe zu, auch mir gelingt das nicht immer. Manch­mal will der zün­dende Gedanke nicht kom­men. Manch­mal nützt auch das stun­den­lange Durch­fors­ten der Bild­da­ten­ban­ken nichts — Du fin­dest ein­fach nichts Ori­gi­nel­les und trotz­dem Pas­sen­des. Für sol­che Fälle ist es gut, wenn Du das eine oder andere “Blanko-Motiv” zur Hand hast, in das Du das Thema ein­fach als Text ein­fü­gen kannst, so, wie ich es für mei­nen SEO-Grund­la­gen Arti­kel gemacht habe.

Verwende eine einheitliche Bildsprache

Außer­dem ist viel­fach zu beob­ach­ten, dass die ver­wen­de­ten Bil­der kein gemein­sa­mes Thema, kei­nen Zusam­men­halt haben. Ich weiß aus eige­ner Erfah­rung, wie schwie­rig das sein kann und ich ver­rate Dir hier, dass ich mit mei­ner Bild­aus­wahl selbst nicht immer hun­dert­pro­zen­tig zufrie­den bin. Aber genau so, wie man beim Blog­gen seine Schreib­stimme erst nach und nach ent­wi­ckelt, ent­wi­ckelt sich oft auch erst spä­ter eine ein­heit­li­che Bild­spra­che in Dei­nem Blog. Auch hierzu habe ich für Dich einige Tipps:

  • Um über die ver­schie­dens­ten Motive eine Ein­heit­lich­keit her­zu­stel­len, kannst Du über jedes Foto, das du ver­wen­dest, einen Farb­fil­ter legen. Somit haben alle Bil­der in Dei­nem Blog einen ein­heit­li­chen Look. Im Moment ist das sehr popu­lär und Du siehst diese Methode zum Bei­spiel im Affen­blog oder bei den WP-Nin­jas.
  • Du kannst über jedes Bild einen halb­trans­pa­ren­ten Bereich legen und dort Dein Logo und den Titel Dei­nes Blog­bei­trags hin­ter­le­gen. Das ist auch für das Tei­len auf Face­book und Co. eine gute Idee, denn so kannst Du die Augen­tiere sofort ein­fan­gen und ohne, dass sich der Nut­zer die Mühe machen muss, den Post zu lesen, weiß er schon grob, wor­über Dein geteil­ter Bei­trag berich­tet.
    Weil mein Theme aber den Titel des Bei­trags an ver­schie­de­nen Stel­len im Blog über das Bei­trags­bild legt, mache ich das bei­spiels­weise nicht. Zwar könnte ich für das Tei­len nach Face­book ein eige­nes Bild in Word­Press hin­ter­le­gen, aber bis­lang fehlte mir für sol­che Extras ein­fach die Zeit.
  • Je nach­dem, wie klar Du Dir über die Aus­rich­tung Dei­nes Blogs bist, kann Dir die­ser Rat­schlag leicht oder schwer fal­len: Lege einige wenige Grund­the­men fest, die immer wie­der in Dei­nen Bil­dern Ver­wen­dung fin­den. Neh­men wir die­sen Blog hier als Bei­spiel: Mit dem Namen “Mar­ke­ting-Zau­ber” lie­gen natür­lich “magi­sche” Motive nahe. Doch bei den The­men, die ich behandle, pas­sen diese nicht immer. Ich mag aber auch nicht jedes Bild mit “zau­ber­haf­ter” Deko­ra­tion (zum Bei­spiel Stern­chen­staub) ver­se­hen — das würde mir dann doch zu ver­spielt. Also habe ich mir die The­men “Holz­hin­ter­gründe”, “Vin­tage” und “Natur” als Aus­wahl­kri­te­rien mei­ner Bei­trags­bil­der über­legt.

Wo findest Du gute Bilder für Deinen Blog?

Bild­da­ten­ban­ken oder Stock­foto-Anbie­ter gibt es viele — und sie haben alle unter­schied­li­che Bedin­gun­gen für die Nut­zung ihrer Fotos. Ich habe seit vie­len Jah­ren die für mich bes­ten Daten­ban­ken gesam­melt. Das Bei­trags­bild ist übri­gens kos­ten­frei von Skuawk her­un­ter gela­den. Kennst Du nicht? Dann ist meine kom­men­tierte Samm­lung von Links zu 22 kos­ten­lo­sen und 11 kos­ten­pflich­ti­gen Bild­da­ten­ban­ken für Dich inter­es­sant! Kli­cke auf den blauen But­ton, trage Dich für mei­nen News­let­ter, die Zau­ber­sprü­che, ein und ich sende Dir eine E‑Mail mit dem Link zur der Seite und dem zuge­hö­ri­gen Pass­wort zu.

Tja, die gab es hier frü­her, wenn Du meine Zau­ber­sprü­che abon­niert hast. Weil ich nach gän­gi­ger Mei­nung nun meine Con­tent-Upgrades (oder Free­bies) nicht mehr an den Erhalt eines News­let­ters kop­peln darf, habe ich diese Mög­lich­keit ent­fernt. Ich emp­fehle Dir trotz­dem: Abon­niere die Zau­ber­sprü­che!

Wie immer freue ich mich über Deine Gedan­ken, Anre­gun­gen und Tipps, die Du gern in die Kom­men­tare schrei­ben kannst!

 

 

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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