Hashtags - brauchst Du die eigentlich?
Hashtag - eine Frau formt mit ihren Fingern das Symbol

Hashtags — brauchst Du die eigentlich?

Hash­tags sind umstrit­ten. Die einen lie­ben sie, die ande­ren has­sen sie. Gerade Social Media Anfän­ger füh­len sich von Hash­tags oft abge­sto­ßen. Dabei sind sie eigent­lich eine ziem­lich cle­vere Idee.

Was sind Hashtags und woher kommen sie?

Hash­tags wer­den aus einem Rau­te­zei­chen # und einen direkt daran geschrie­be­nen Wort gebil­det. Das Wort kann aus Buch­sta­ben und Zah­len bestehen, Satz­zei­chen dür­fen nicht ent­hal­ten sein und ein Leer­zei­chen been­det einen Hash­tag.

Du kannst bereits popu­läre und schon ver­wen­dete Hash­tags nut­zen oder eigene erstel­len. Achte dar­auf, dass Dein Hash­tag dann aus­sa­ge­kräf­tig und nicht zu lang ist.

Als Mar­kie­rung wur­den Hash­tags auf Twit­ter seit bei­nahe genau zehn Jah­ren (2007) ein­ge­setzt. So rich­tig popu­lär wur­den sie dann ab 2009, als Twit­ter die auto­ma­ti­sche Ver­lin­kung der Hash­tags ein­führte.

Was machen Hashtags genau — und ist das sinnvoll?

Die auto­ma­ti­sche Ver­lin­kung ist das Geniale an Hash­tags. Ohne irgend­wel­che Befehle ken­nen zu müs­sen, kannst Du Deine Posts in den Social Media mit den the­ma­tisch pas­sen­den Posts von Ande­ren ver­knüp­fen. Das sorgt dafür, dass Dein Post (oder Arti­kel) mehr und vor allem neue Leser bekom­men kann.

Wenn Du zu einem Thema auf einer Platt­form recher­chierst, kannst Du ein­fach auf einen Hash­tag Dei­ner Wahl kli­cken und Du bekommst pas­sende Arti­kel ange­zeigt. Doch dies funk­tio­niert nicht auf allen Platt­for­men gleich. War ja klar. Jeder kocht da mal wie­der sein eige­nes Süpp­chen und jede Platt­form hat außer­dem ihre eige­nen Regeln. Die gilt es zu ken­nen. Ich stelle sie Dir für die wich­tigs­ten Platt­for­men, auf denen Hash­tags ver­wen­det wer­den, kurz vor.

Die üblichen Verdächtigen — Plattformen, auf denen Hashtags sinnvoll sind

Hashtags auf Twitter

Auf Twit­ter sind die Hash­tags aus dem Ei geschlüpft und auf Twit­ter sind sie beson­ders wegen der Kürze der ein­zel­nen Posts auch ein belieb­tes Mit­tel, um auf einen Tweet auf­merk­sam zu machen.

Klar ist, dass Du mit ins­ge­samt maxi­mal 140 Zei­chen nur wenige Hash­tags ver­wen­den kannst. Ein Tweet sollte natür­lich nicht nur aus einem oder meh­re­ren Hash­tags bestehen — denn ein Hash­tag allein ist natür­lich noch keine Bot­schaft. Twit­ter selbst emp­fiehlt, nicht mehr als zwei Hash­tags pro Tweet zu ver­wen­den. Andere Unter­su­chun­gen wei­sen nach, dass Tweets mit vier Hash­tags die meis­ten Inter­ak­tio­nen (Ret­weets, Favs) erhal­ten.

Hashtags auf Instagram

Hier sind Hash­tags der abso­lute Ren­ner und wer­den inten­siv und mit Begeis­te­rung ein­ge­setzt. Viele Hash­tags brin­gen Dir viele Fol­lo­wer — aber Vor­sicht ist auch hier gebo­ten. Sehr viele Hash­tags brin­gen Dir viel­leicht viele Fol­lo­wer aber auch viele Spam­mer oder Fol­lo­wer, die eigent­lich für Dich unin­ter­es­sant sind. Ver­wende auch hier mög­lichst nicht mehr als vier oder fünf pas­sende Hash­tags in Dei­nem Post. Wenn es aus­nahms­weise mal sehr viel mehr sein sol­len, schreibe einen Kom­men­tar zu Dei­nem Post, in den Du dann die wei­te­ren Hash­tags pos­test. Das wirkt nicht so auf­dring­lich, ver­bin­det Dei­nen Post aber trotz­dem mit den jewei­li­gen Hash­tags. Mehr zum kor­rek­ten Ein­satz von Hash­tags auf Insta­gram fin­dest Du in einem Arti­kel auf dem Hoot­suite-Blog.

Hashtags auf Facebook

Auf Face­book zei­gen sich viele Nut­zer von Hash­tags regel­recht ver­stört, obwohl sie nun schon seit fast vier Jah­ren dort ein­ge­führt wur­den. Wahr­schein­lich liegt die große Ableh­nung der meis­ten Face­book-Nut­zer einer­seits darin, dass ein nicht uner­heb­li­cher Teil wirk­lich nur Face­book und kein ande­res sozia­les Netz­werk nutzt und daher die Ver­wen­dung nicht bekannt ist. Auch ich finde auto­ma­ti­sche Posts, die über Insta­gram nach Face­book gelan­gen und vor Hash­tags nur so über­quel­len, auch nicht der Platt­form ange­mes­sen.

Trotz­dem kannst Du Hash­tags auf Face­book sinn­voll ein­set­zen. Wie? Nun, durch die far­bige Unter­le­gung sind Hash­tags in einem Post super sicht­bar. Wenn Dir also ein Begriff für Dei­nen Post sehr wich­tig ist, mache ein­fach einen Hash­tag dar­aus! Für die Suche auf Sei­ten haben sich Hash­tags auf Face­book nicht wirk­lich bewährt. Aber in Grup­pen wie­derum kön­nen sie ihren sinn­vol­len Ein­satz erfah­ren. Bei­spiels­weise dann, wenn Du eine Chal­lenge oder Aktion lau­fen hast und die Grup­pen­mit­glie­der Auf­ga­ben pos­ten sol­len. Für Dich als Grup­pen-Admin und Aus­rich­ter der Chal­lenge kann es hilf­reich sein, wenn die Posts zu den jewei­li­gen Fra­gen oder Auf­ga­ben mit einem Hash­tag gekenn­zeich­net sind. Zum Bei­spiel ein­fach nur #Frage1 oder #Modul2 erleich­tern Dir und Dei­nen Grup­pen­mit­glie­dern das Auf­fin­den von pas­sen­den Posts.

Face­book hat übri­gens auch eine eigene Anlei­tung für Hash­tags.

Hashtags auf Google+

Bereits von Anfang an stand die Hash­tag-Funk­tion auch auf Google+ zur Ver­fü­gung. Lei­der schwin­det die Bedeu­tung von Google+ täg­lich, so dass ich es hier mehr der Voll­stän­dig­keit hal­ber erwähne. Einen kur­zen Arti­kel zu Hash­tags auf Google+ fin­dest Du hier.

Ferner liefen — hier sind Hashtags möglich aber nicht wirklich relevant

Hashtags auf tumblr

Tumblr ist eine Mischung aus einer eige­nen Web­site, einem Blog und einer Art Twit­ter und ist sehr ein­fach zu ein­zu­rich­ten. Fremde Bei­träge zu repos­ten ist sehr unkom­pli­ziert. Mit tumblr bin offen­bar nicht nur ich nicht wirk­lich warm gewor­den. Jeden­falls ist die Bedeu­tung für den Unter­neh­mens­ein­satz nach mei­nem Wis­sens­stand eher nied­rig. Da man aber auch auf tumblr Hash­tags ein­set­zen kann, fand ich, dass es in der Über­sicht nicht feh­len sollte. Zum Ein­satz von Hash­tags auf tumblr fin­dest Du bei­spiels­weise einen kur­zen Arti­kel bei den Chip Pra­xis­tipps.

Hashtags auf Pinterest

Was viele nicht wis­sen, auch auf Pin­te­rest kann man Hash­tags ver­wen­den. Theo­re­tisch. Denn in den Beschrei­bun­gen, auf den Pinn­wän­den, auf den Pinn­wand-Beschrei­bun­gen und auch in den Pro­fil­na­men sind die Hash­tags nicht klick­bar und büßen dadurch auf Pin­te­rest einen Teil ihrer sonst so genia­len Funk­tio­nia­li­tät ein. Man kann sie aller­dings für die Suche nut­zen, aber die Such­ergeb­nisse sind nicht zuver­läs­sig. Pin­te­rest selbst emp­fiehlt die mode­rate Nut­zung. Ein Arti­kel zum Thema, den ich bei den Recher­chen zu die­sem Bei­trag gefun­den habe, rät, anders als bei den ande­ren Platt­for­men eben keine popu­lä­ren Begriffe als Hash­tags zu ver­wen­den, son­dern im Gegen­teil ein­zig­ar­tige Begriffe als Hash­tags zu ver­wen­den. Mehr Infos dazu fin­dest Du in die­sem eng­lisch­spra­chi­gen Arti­kel.

Hashtags auf LinkedIn

Auch auf Lin­kedIn scheint es eine Hass­liebe zu Hash­tags zu geben. 2013 wur­den sie ein­ge­führt, zwi­schen­durch wie­der abge­schafft und 2016 dann wie­der ein­ge­führt.

Auf Lin­kedIn fin­den sie ins­be­son­dere in der mobi­len Nut­zung ihre Anwen­dung.

Hashtags in WordPress

Auch in Dei­nem Wor­d­Press Blog kannst Du mit Hilfe eines Plug­ins Hash­tags ver­wen­den. Damit kannst Du es Nut­zern leich­ter machen, Dei­nen Inhalte zu durch­su­chen. Aber ganz ehr­lich: Das Plugin hat bis jetzt kaum aktive Nut­zer, über die Kate­go­rien und die Schlag­wort­ver­gabe hast Du wun­der­bare Alter­na­ti­ven und so ist es kein Wun­der, dass ich momen­tan kein Bei­spiel eines Wor­d­Press-Blogs für Dich habe, der sinn­voll Hash­tags ein­setzt. Da in mei­nen Kur­sen die Frage aber immer mal wie­der auf­taucht, wollte ich das nicht ganz uner­wähnt las­sen.

Noch mehr Wissenswertes zu Hashtags

Doch jede ein­zelne Platt­form hat so ihren Beson­der­hei­ten und eige­nen Regeln. Wenn Du diese nicht kennst und dage­gen ver­stößt, lockst Du ent­we­der Spam­mer an oder irri­tierst Deine Fans oder Fol­lo­wer, die Dich im schlimms­ten Fall gleich wie­der ent­fol­gen.

Kleine Anek­dote am Rande: Wenn — zum Bei­spiel auf Bar­camps viel zu einem Hash­tag get­wit­tert wird, kann es auch sein, dass sich ganz schnell Spam­mer, vor­nehm­lich mit Ange­bo­ten aus dem hori­zon­ta­len Gewerbe, an den Hash­tag anhän­gen. Das lässt sich weder ver­mei­den noch unter­bin­den.

Und noch etwas soll­test Du in Bezug auf Hash­tags wis­sen. Eigent­lich kannst Du jeden belie­bi­gen Begriff als Hash­tag ver­wen­den. Eigent­lich. Denn sobald Du gegen Mar­ken­recht ver­sto­ßen wür­dest, darfst Du eben nicht mehr ohne wei­te­res ver­wen­den. Pri­vat ist das alles kein Pro­blem — sobald Du aber mit einem sol­chen Hash­tag für Dich oder Deine Pro­dukte oder Dienst­leis­tun­gen wer­ben willst, musst Du mit einer Abmah­nung rech­nen.

Über­lege Dir also gut, wel­che Hash­tags Du für Deine Unter­neh­mens­pro­file tat­säch­lich ver­wen­den willst.

Fazit

Im Grunde ist der Ein­satz von Hash­tags ganz sim­pel: Raute # ein­tip­pen und direkt dahin­ter einen Begriff und fer­tig ist die Laube. Bei der Suche nach bestimm­ten Arti­keln ein­fach auf einen Hash­tag kli­cken und die Such­ergeb­nisse durch­fors­ten.

In der Pra­xis lau­ern doch einige Fal­len auf Dich: Zu viele Hash­tags, die fal­schen Hash­tags oder die uner­laubte Nut­zung von Hash­tags machen es Dir hier nicht leicht.

Hast Du schon Hash­tags ver­wen­det? Sind sie für Dich nor­mal oder etwas, das Dich eher abstößt? Und hat Dir dann mein Arti­kel gehol­fen, Hash­tags bes­ser zu ver­ste­hen? Dann schreib mir gern einen Kom­men­tar! Ich freue mich dar­auf!

 

 

 

 

 

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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