Kreativität im Marketing Alltag - junge Frau mit Fotoapparat

Walk the Talk! Kreativität im Marketing-Alltag

In den letz­ten Wochen habe ich Dir ver­schie­dene Aspekte von Krea­ti­vi­tät und Mar­ke­ting gezeigt. Zum Abschluss die­ser Reihe gebe ich Dir einen Ein­blick in meine krea­ti­ven Anfänge und meine heu­tige “All­tags­krea­ti­vi­tät”. Schließ­lich zeige ich, wie täg­li­ches Krea­tiv­sein auch Dein Mar­ke­ting posi­tiv beein­flus­sen kann.

Warum mir Kreativität so wichtig ist

Solange ich zurück den­ken kann, bin ich mein gan­zes Leben krea­tiv gewe­sen. Für mich bedeu­tet Krea­ti­vi­tät nicht nur, schöne Bil­der malen oder zeich­nen zu kön­nen, son­dern vor allen Din­gen auch, aus vor­han­de­nen Mit­teln etwas Neues zu schaf­fen.

Wenn ich über die fast fünf Jahr­zehnte, die ich nun schon Dinge erschaffe, zurück bli­cke, hatte ich immer dann meine krea­tivs­ten Momente, wenn ich auf einen Impuls hin etwas Neues machen wollte und meine Mit­tel begrenzt waren.

Gerne denke ich an die Kin­der- und Jugend­sen­dun­gen sams­tags nach­mit­tags im Fern­se­hen zurück, in denen immer wie­der neue Pro­jekte vor­ge­stellt wur­den. So erin­nere ich mich daran, dass ich eine Sen­dung über das Stri­cken sah. Noch wäh­rend die Sen­dung lief, bin ich in unse­ren Kel­ler gerannt, habe geschaut, was sich anbot und kam mit einer Rolle schreck­lich krat­zen­der, oran­ge­ro­ter Wolle und zwei dicken blauen Kunst­stoff­na­deln wie­der nach oben in mein Zim­mer und legte sofort los. Da ging es erst ein­mal nur um das Ler­nen.

Tat­säch­lich wurde ein “Pulli” dar­aus, der natür­lich von der Pass­form, der Größe und der Tra­ge­qua­li­tät abso­lut untrag­bar war.

Schließ­lich lan­dete er dort, wo die Wolle her­ge­kom­men war.

Im Kel­ler.

Um wenige Jahre spä­ter wie­der her­vor­ge­holt zu wer­den, als näm­lich drin­gend ein “Ket­ten­hemd” benö­tigt wurde. Da fiel mir die­ser “Pulli” wie­der ein. Der Kel­ler mei­ner Eltern war (und ist) eine wahre Fund­grube und so fand ich nach kur­zem Suchen eine Dose Sil­ber­farbe. Im Gar­ten wurde dann aus dem “Pulli” ein “Ket­ten­hemd”. Ein ziem­lich schreck­li­ches Ket­ten­hemd — zuge­ge­ben. Es schim­merte immer noch orange und zu allem Über­fluss stank es nun nach der Spüh­farbe und es kratzte natür­lich auch schreck­lich. Nach ein­ma­li­gem Ein­satz wurde es dann ent­sorgt. Aber das war egal.

Ein ande­res Mal sah ich einen Bericht über die Pan­ame­ri­cana — die Straße zwi­schen Alaska und Feu­er­land. Die­ser inspi­rierte mich, wie­der in den Kel­ler zu stür­men. Zurück kam ich mit zwei Fens­ter­le­dern und Näh­zeug — und wenig spä­ter hatte ich ein Paar Mokas­sins. Das sich und mich dann bei sei­nem ers­ten Ein­satz schnel­ler in den Kel­ler beför­derte, als mir lieb war, denn sie waren so glatt, dass ich auf der obers­ten Stufe aus­rutschte und die Treppe hin­un­ter fiel. Aber das war egal.

Ich war mehr­fach inspi­riert und habe aus dem, was vor­han­den war, das Best­mög­li­che gemacht.

Das ist Krea­ti­vi­tät.

Wie ich täglich kreativ bin

In einem der vor­an­ge­gan­ge­nen Bei­träge habe ich geschrie­ben, dass Krea­ti­vi­tät wie ein Mus­kel ist, der umso bes­ser funk­tio­niert, wenn Du ihn täg­lich ein wenig benutzt.

Für mich ich Krea­ti­vi­tät Beruf und Beru­fung und kann darum auch in mei­ner “Frei­zeit” nicht davon las­sen. Ich bin sogar über­zeugt, dass spie­le­risch krea­tive Tätig­kei­ten jen­seits mei­ner geschäft­li­chen Pro­jekte auf diese aus­strah­len und meine Lösun­gen für meine Kun­den posi­tiv beein­flus­sen.

Darum habe ich zu mei­nem vor­he­ri­gen Arti­kel auch das krea­tive Work­out für Dich erstellt. Wenn Du es noch nicht abon­niert hast, kannst Du das hier machen  — Du kannst jeder­zeit ein­stei­gen und so mehr Krea­ti­vi­tät in Dei­nen All­tag holen.

Wenn Du meine Umset­zung einer Auf­gabe aus die­ser Aktion sehen möch­test, kli­cke ein­fach auf das Bild und schalte Dich durch.

 

Warum mir Deine Kreativität so am Herzen liegt

Gerade bei den Kun­den, die sich erst frisch mit dem Thema Social Media Mar­ke­ting befas­sen, höre ich oft die Frage “Was soll ich denn pos­ten?” oder auch “Wie finde ich Ideen, wor­über ich schrei­ben kann?” — und das zeigt mir, dass hier jemand seine spie­le­ri­sche Krea­ti­vi­tät, die Kin­der alle noch haben, ver­lo­ren hat.

Oder das eigene Online-Mar­ke­ting ist zur Rou­tine gewor­den und es feh­len die Impulse, die den Spaß und die Freude daran wie­der wecken. Denn Spaß und Freude an dem, was wir für unsere Sicht­bar­keit tun, über­trägt sich auf unsere Posts und somit auf unsere Fans und Fol­lo­wer. Und zum Spaß haben sind diese in ers­ter Linie in den sozia­len Medien unter­wegs. Denn wie ich immer sage

Nie­mand schal­tet frei­wil­lig das Wer­be­fern­se­hen ein — und die Ras­sel­bande will unter­hal­ten sein! #krea­ti­vi­tät #mar­ke­ting Klick um zu Twee­ten

Das ist natür­lich sehr salopp gespro­chen, bringt es aber auf den Punkt:

Deine Posts müs­sen immer wie­der ori­gi­nell und frisch sein, natür­lich nütz­lich und rele­vant aber eben auch mög­lichst unter­halt­sam und im Ide­al­fall sogar lus­tig.

Denn dann haben sie das Zeug, geteilt zu wer­den und somit eine höhere Reich­weite zu bekom­men, als Du sie auf­grund Dei­ner eige­nen Fan- und Fol­lo­wer­zah­len je mög­lich wäre. Die zu allem Über­fluss noch von Algo­rith­men der Anbie­ter wei­ter begrenzt wer­den.

Wie Kreativität Deinen Marketing-Alltag beeinflusst

Ich bin fest davon über­zeugt, dass sich Krea­ti­vi­tät ler­nen und trai­nie­ren lässt. Aber Du musst ins Han­deln kom­men. Und Du brauchst Regel­mä­ßig­keit. Ist der “Krea­ti­vi­täts­mus­kel” erst ein­mal im Trai­ning, braucht es nicht mehr (so viele) Impulse von außen. Und wie Du Dir Ide­en­spei­cher anle­gen kannst, dar­über habe ich ja bereits geschrie­ben.

Über­prüfe also mal, was Du an Dei­nem Social Media Mar­ke­ting krea­tiv ver­än­dern kannst:

Ver­än­dere die Fre­quenz Dei­ner Pos­tings: Wenn Du bis­her viel gepos­tet hast, poste eine Zeit­lang mal wenig und über­lege, wie Du die Qua­li­tät Dei­ner Pos­tings ver­bes­sern kannst. Hast Du bis­her eher sel­ten gepos­tet, schau Dir Ideen von ande­ren ab und ver­su­che es mal mit ande­ren und mehr.

Ver­än­dere die Art Dei­ner Pos­tings: Teilst Du beson­ders viele Bei­träge von ande­ren, teile doch ein­fach ein­mal mehr Deine eige­nen. Hast Du viele Link­posts, dann mach doch mal (Live-)Videos. Pos­test Du immer nur kurze Texte, ver­such es mal mit lan­gen. Oder mit Bil­dern.

Ver­än­dere den Zeit­punkt Dei­ner Pos­tings: Ent­we­der, Du ver­suchst wirk­lich ein­mal ganz andere Zei­ten. Viel­leicht pos­test Du ja — ohne es zu wis­sen — wäh­rend der Social Media Todes­zo­nen oder doch zu den “rich­ti­gen Zei­ten”, gehst aber in der Fülle der ande­ren Pos­tings unter?

Oder Du ver­schiebst ein­fach mal ein wenig nach vorn oder hin­ten und über­prüfst, ob das posi­tive Ver­än­de­run­gen in Dei­ner Reich­weite gibt. Dafür soll­test Du natür­lich zumin­dest ein ein­fa­ches Moni­to­ring Dei­ner Akti­vi­tä­ten betrei­ben.

Fazit — Walk the Talk

Krea­ti­vi­tät im Mar­ke­ting bedeu­tet eben nicht nur, tolle Gra­fi­ken für Pin­te­rest oder Insta­gram zu erstel­len oder wit­zige Texte zu schrei­ben. Krea­ti­vi­tät bedeu­tet auch, aus vor­han­de­nen Mit­teln etwas (neues) zu schaf­fen und das Best­mög­li­che noch dazu.

Also, sei wie ich, mög­lichst täg­lich krea­tiv. Beginne mit mei­ner kos­ten­lo­sen Aktion oder schaffe Dir selbst eine Chal­lenge. Oder nutze so fan­tas­ti­sche Impuls­ge­ber wie das Steal like an Artist Jour­nal von Aus­tin Kleon oder die Ide­en­kar­ten von Eva Peters. Oder mach bei den ver­schie­de­nen inter­na­tio­na­len Aktio­nen mit, wie etwa beim NaNo­WriMo im Novem­ber, bei Ever­day in May  oder bei Mer­may  im Mai, beim Inkto­ber  im Okto­ber oder dem Sketch­book Sum­mer im Juli. Wenn Du lie­ber foto­gra­fisch krea­tiv wer­den willst, es gibt auch Foto-Chal­len­ges, wie etwa die 30-Tage Chal­lenge, die monat­li­chen “Haus­auf­ga­ben” in der Face­book-Gruppe von Profi-Foto­graf Kars­ten Ket­ter­mann, die 52 Wochen Chal­lenge oder hun­derte ande­rer the­ma­ti­scher Chal­len­ges. Wich­tig ist allein, dass Du ins Tun kommst!

Überblick über die Reihe Kreativität und Marketing für Solopreneurinnen

Zum Abschluss hier noch ein Über­blick über alle bis­her erschie­nen Bei­träge in mei­ner Reihe zu Krea­ti­vi­tät und Mar­ke­ting. Kennst Du schon alle?

1) Krea­ti­vi­tät und Mar­ke­ting für Solo­pre­neu­rin­nen

2) Ide­en­fin­dung für Dein Mar­ke­ting — Krea­ti­vi­täts­tech­ni­ken

3) Von Hams­tern, Eich­hörn­chen und Vor­rats­kam­mern: Deine Ide­en­spei­cher

4) Sketch­no­tes Anlei­tung und Tipps zum Ein­satz für Dein Selbst­mar­ke­ting

5) Die Basis Dei­ner Krea­ti­vi­tät: Dein vege­ta­ti­ves Ner­ven­sys­tem

6) Wie Du mit einem Labor­buch krea­ti­ver wirst

7) Krea­ti­ves Work­out für Deine Mar­ke­ting-Inspi­ra­tion

Wie haben Dir die­ser Bei­trag und die vor­he­ri­gen gefal­len? Hast Du etwas für Dich und Dein Mar­ke­ting mit­neh­men kön­nen? Wie gefal­len Dir the­ma­ti­sche Rei­hen die­ser Art in mei­nem Blog? Möch­test Du mehr davon, oder lie­ber jedes Mal ein neues Thema als Über­ra­schung. Du siehst, ich bin neu­gie­rig und freue mich auf Dei­nen Kom­men­tar!

5/5 (1 Review)

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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