Kreativität im Marketing Alltag - junge Frau mit Fotoapparat

Walk the Talk! Kreativität im Marketing-Alltag

Letzte Aktualisierung 27. Dezember 2018

In den letzten Wochen habe ich Dir verschiedene Aspekte von Kreativität und Marketing gezeigt. Zum Abschluss dieser Reihe gebe ich Dir einen Einblick in meine kreativen Anfänge und meine heutige „Alltagskreativität“. Schließlich zeige ich, wie tägliches Kreativsein auch Dein Marketing positiv beeinflussen kann.

Warum mir Kreativität so wichtig ist

Solange ich zurück denken kann, bin ich mein ganzes Leben kreativ gewesen. Für mich bedeutet Kreativität nicht nur, schöne Bilder malen oder zeichnen zu können, sondern vor allen Dingen auch, aus vorhandenen Mitteln etwas Neues zu schaffen.

Wenn ich über die fast fünf Jahrzehnte, die ich nun schon Dinge erschaffe, zurück blicke, hatte ich immer dann meine kreativsten Momente, wenn ich auf einen Impuls hin etwas Neues machen wollte und meine Mittel begrenzt waren.

Gerne denke ich an die Kinder- und Jugendsendungen samstags nachmittags im Fernsehen zurück, in denen immer wieder neue Projekte vorgestellt wurden. So erinnere ich mich daran, dass ich eine Sendung über das Stricken sah. Noch während die Sendung lief, bin ich in unseren Keller gerannt, habe geschaut, was sich anbot und kam mit einer Rolle schrecklich kratzender, orangeroter Wolle und zwei dicken blauen Kunststoffnadeln wieder nach oben in mein Zimmer und legte sofort los. Da ging es erst einmal nur um das Lernen.

Tatsächlich wurde ein „Pulli“ daraus, der natürlich von der Passform, der Größe und der Tragequalität absolut untragbar war.

Schließlich landete er dort, wo die Wolle hergekommen war.

Im Keller.

Um wenige Jahre später wieder hervorgeholt zu werden, als nämlich dringend ein „Kettenhemd“ benötigt wurde. Da fiel mir dieser „Pulli“ wieder ein. Der Keller meiner Eltern war (und ist) eine wahre Fundgrube und so fand ich nach kurzem Suchen eine Dose Silberfarbe. Im Garten wurde dann aus dem „Pulli“ ein „Kettenhemd“. Ein ziemlich schreckliches Kettenhemd – zugegeben. Es schimmerte immer noch orange und zu allem Überfluss stank es nun nach der Spühfarbe und es kratzte natürlich auch schrecklich. Nach einmaligem Einsatz wurde es dann entsorgt. Aber das war egal.

Ein anderes Mal sah ich einen Bericht über die Panamericana – die Straße zwischen Alaska und Feuerland. Dieser inspirierte mich, wieder in den Keller zu stürmen. Zurück kam ich mit zwei Fensterledern und Nähzeug – und wenig später hatte ich ein Paar Mokassins. Das sich und mich dann bei seinem ersten Einsatz schneller in den Keller beförderte, als mir lieb war, denn sie waren so glatt, dass ich auf der obersten Stufe ausrutschte und die Treppe hinunter fiel. Aber das war egal.

Ich war mehrfach inspiriert und habe aus dem, was vorhanden war, das Bestmögliche gemacht.

Das ist Kreativität.

Wie ich täglich kreativ bin

In einem der vorangegangenen Beiträge habe ich geschrieben, dass Kreativität wie ein Muskel ist, der umso besser funktioniert, wenn Du ihn täglich ein wenig benutzt.

Für mich ich Kreativität Beruf und Berufung und kann darum auch in meiner „Freizeit“ nicht davon lassen. Ich bin sogar überzeugt, dass spielerisch kreative Tätigkeiten jenseits meiner geschäftlichen Projekte auf diese ausstrahlen und meine Lösungen für meine Kunden positiv beeinflussen.

Darum habe ich zu meinem vorherigen Artikel auch das kreative Workout für Dich erstellt. Wenn Du es noch nicht abonniert hast, kannst Du das hier machen  – Du kannst jederzeit einsteigen und so mehr Kreativität in Deinen Alltag holen.

Wenn Du meine Umsetzung einer Aufgabe aus dieser Aktion sehen möchtest, klicke einfach auf das Bild und schalte Dich durch.

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Warum mir Deine Kreativität so am Herzen liegt

Gerade bei den Kunden, die sich erst frisch mit dem Thema Social Media Marketing befassen, höre ich oft die Frage „Was soll ich denn posten?“ oder auch „Wie finde ich Ideen, worüber ich schreiben kann?“ – und das zeigt mir, dass hier jemand seine spielerische Kreativität, die Kinder alle noch haben, verloren hat.

Oder das eigene Online-Marketing ist zur Routine geworden und es fehlen die Impulse, die den Spaß und die Freude daran wieder wecken. Denn Spaß und Freude an dem, was wir für unsere Sichtbarkeit tun, überträgt sich auf unsere Posts und somit auf unsere Fans und Follower. Und zum Spaß haben sind diese in erster Linie in den sozialen Medien unterwegs. Denn wie ich immer sage

Niemand schaltet freiwillig das Werbefernsehen ein - und die Rasselbande will unterhalten sein! #kreativität #marketing Klick um zu Tweeten

Das ist natürlich sehr salopp gesprochen, bringt es aber auf den Punkt:

Deine Posts müssen immer wieder originell und frisch sein, natürlich nützlich und relevant aber eben auch möglichst unterhaltsam und im Idealfall sogar lustig.

Denn dann haben sie das Zeug, geteilt zu werden und somit eine höhere Reichweite zu bekommen, als Du sie aufgrund Deiner eigenen Fan- und Followerzahlen je möglich wäre. Die zu allem Überfluss noch von Algorithmen der Anbieter weiter begrenzt werden.

Wie Kreativität Deinen Marketing-Alltag beeinflusst

Ich bin fest davon überzeugt, dass sich Kreativität lernen und trainieren lässt. Aber Du musst ins Handeln kommen. Und Du brauchst Regelmäßigkeit. Ist der „Kreativitätsmuskel“ erst einmal im Training, braucht es nicht mehr (so viele) Impulse von außen. Und wie Du Dir Ideenspeicher anlegen kannst, darüber habe ich ja bereits geschrieben.

Überprüfe also mal, was Du an Deinem Social Media Marketing kreativ verändern kannst:

Verändere die Frequenz Deiner Postings: Wenn Du bisher viel gepostet hast, poste eine Zeitlang mal wenig und überlege, wie Du die Qualität Deiner Postings verbessern kannst. Hast Du bisher eher selten gepostet, schau Dir Ideen von anderen ab und versuche es mal mit anderen und mehr.

Verändere die Art Deiner Postings: Teilst Du besonders viele Beiträge von anderen, teile doch einfach einmal mehr Deine eigenen. Hast Du viele Linkposts, dann mach doch mal (Live-)Videos. Postest Du immer nur kurze Texte, versuch es mal mit langen. Oder mit Bildern.

Verändere den Zeitpunkt Deiner Postings: Entweder, Du versuchst wirklich einmal ganz andere Zeiten. Vielleicht postest Du ja – ohne es zu wissen – während der Social Media Todeszonen oder doch zu den „richtigen Zeiten„, gehst aber in der Fülle der anderen Postings unter?

Oder Du verschiebst einfach mal ein wenig nach vorn oder hinten und überprüfst, ob das positive Veränderungen in Deiner Reichweite gibt. Dafür solltest Du natürlich zumindest ein einfaches Monitoring Deiner Aktivitäten betreiben.

Fazit – Walk the Talk

Kreativität im Marketing bedeutet eben nicht nur, tolle Grafiken für Pinterest oder Instagram zu erstellen oder witzige Texte zu schreiben. Kreativität bedeutet auch, aus vorhandenen Mitteln etwas (neues) zu schaffen und das Bestmögliche noch dazu.

Also, sei wie ich, möglichst täglich kreativ. Beginne mit meiner kostenlosen Aktion oder schaffe Dir selbst eine Challenge. Oder nutze so fantastische Impulsgeber wie das Steal like an Artist Journal von Austin Kleon oder die Ideenkarten von Eva Peters. Oder mach bei den verschiedenen internationalen Aktionen mit, wie etwa beim NaNoWriMo im November, bei Everday in May  oder bei Mermay  im Mai, beim Inktober  im Oktober oder dem Sketchbook Summer im Juli. Wenn Du lieber fotografisch kreativ werden willst, es gibt auch Foto-Challenges, wie etwa die 30-Tage Challenge, die monatlichen „Hausaufgaben“ in der Facebook-Gruppe von Profi-Fotograf Karsten Kettermann, die 52 Wochen Challenge oder hunderte anderer thematischer Challenges. Wichtig ist allein, dass Du ins Tun kommst!

Überblick über die Reihe Kreativität und Marketing für Solopreneurinnen

Zum Abschluss hier noch ein Überblick über alle bisher erschienen Beiträge in meiner Reihe zu Kreativität und Marketing. Kennst Du schon alle?

1) Kreativität und Marketing für Solopreneurinnen

2) Ideenfindung für Dein Marketing — Kreativitätstechniken

3) Von Hamstern, Eichhörnchen und Vorratskammern: Deine Ideenspeicher

4) Sketchnotes Anleitung und Tipps zum Einsatz für Dein Selbstmarketing

5) Die Basis Deiner Kreativität: Dein vegetatives Nervensystem

6) Wie Du mit einem Laborbuch kreativer wirst

7) Kreatives Workout für Deine Marketing-Inspiration

Wie haben Dir dieser Beitrag und die vorherigen gefallen? Hast Du etwas für Dich und Dein Marketing mitnehmen können? Wie gefallen Dir thematische Reihen dieser Art in meinem Blog? Möchtest Du mehr davon, oder lieber jedes Mal ein neues Thema als Überraschung. Du siehst, ich bin neugierig und freue mich auf Deinen Kommentar!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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