Ein Laborbuch kann Dich bei Deiner Kreativität unterstützen - Kinder im Labor

Wie Du mit einem Laborbuch kreativer wirst

Die Idee, ein Labor­buch zu füh­ren, kam mir erst vor ein paar Mona­ten — und obwohl ich noch am Anfang bin, habe ich fest­ge­stellt, dass es mir auch hilft, krea­ti­ver zu sein.

Was ist ein Laborbuch?

Labor­bü­cher wer­den in der Regel von Wis­sen­schaft­lern geführt und sie darin den Ver­lauf ihrer Experimente.Wie Du weißt, bin ich ja Notiz­buch-Fan. Alles, was irgend­wie in Büchern auf­ge­schrie­ben wird, fas­zi­niert mich und zieht mich magisch an.

Als ich auf die­sen Begriff stieß, ging die Maschi­ne­rie im Hin­ter­kopf los.

Wie konnte ich das Kon­zept für mich nutz­bar machen?

Was ich in mein Laborbuch schreibe

Die Defi­ni­tion, wie Du sie in der Wiki­pe­dia fin­den kannst, war mir ein wenig zu eng. Also habe ich mein Labor­buch etwas anders geführt.

Bis jetzt habe ich fol­gende Infor­ma­tio­nen in mei­nem Labor­buch hin­ter­legt:

  • Infor­ma­tio­nen zu mei­ner Cor­po­rate Iden­ti­tiy, mit Farb­codes, Bild­grö­ßen für das Web und Links, wo sich bestimmte Dateien, die mit mei­ner CI im Zusam­men­hang ste­hen fin­den.
  • Infor­ma­tio­nen, wel­che Tags ich zu wel­chem Zweck in Active­Cam­paign ein­ge­rich­tet habe — und wie sie wei­ter ver­ar­bei­tet wer­den (Auto­ma­tio­nen, Digis­tore, elo­page, Zapier …)
  • Ver­schie­dene Ele­va­tor Pit­ches
  • Texte zur Bewer­bung mei­ner Ange­bote in den Social Media
  • Erfolg­rei­che Posts in den Social Media — was hat gut funk­tio­niert, manch­mal mit den Über­le­gun­gen, warum das so war.
  • Erfah­run­gen und Beob­ach­tun­gen jeg­li­cher Art, die sich auf mein Unter­neh­men bezie­hen. Bei­spiels­weise habe ich dort den Zusam­men­hang zwi­schen der höhe­ren Ser­ver­ge­schwin­dig­keit mei­nes neuen Pro­vi­ders mit der Lade­zeit mei­ner Web­site und der dadurch ver­län­ger­ten Ver­weil­dauer notiert.

Warum macht mich das Laborbuch nun kreativer?

Das Labor­buch macht mich des­halb krea­ti­ver, weil es mir den Kopf frei hält.

Ich muss mir nicht “mer­ken” wie die Farb­codes mei­ner Web­site sind.

Ich muss sie auch nicht müh­sam suchen (was Zeit kos­ten würde — und wenn es nur das Auf­ru­fen der Web­site, das Star­ten von PicPick und das Ver­wen­den des Color­pi­ckers ist).

Und ich habe meine Erfah­run­gen und Beob­ach­tun­gen gesi­chert. Und ich habe nun auch keine Angst mehr, dass ich sie ver­ges­sen könnte. Denn Angst ist ja schließ­lich etwas, das den krea­ti­ven Pro­zess behin­dert, wie wir zuletzt im Gast­ar­ti­kel von Shy­ney gelernt haben.

Außer­dem habe ich eines in über 15 Jah­ren Selbst­stän­dig­keit gelernt:

Was mir heute noch selbst­ver­ständ­lich und klar in Erin­ne­rung ist, kann ich in einem hal­ben Jahr total aus den Augen ver­lo­ren haben. Das Blät­tern im Labor­buch kann daher eine zuver­läs­sige Inspi­ra­ti­ons­quelle sein. Vor allem dann, wenn Du es kon­se­quent und regel­mä­ßig führst.

Ein Laborbuch fürs Marketing führen — analog oder digital?

Ich liebe Notiz­bü­cher und alles, was mit Papier zusam­men­hängt. Darum war mein ers­ter Impuls auch, ein Leucht­turm 1917 zu neh­men und es als Labor­buch zur füh­ren. Das war im Sep­tem­ber 2017, wie ich noch am ers­ten Ein­trag erken­nen kann. Damals habe ich es noch “Jour­nal & Work­book” genannt, auf “Labor­buch” kam ich erst ein paar Wochen spä­ter.

Mein Laborbuch als klassisches Notizbuch

Das Notiz­buch hat für mich Vor- und Nach­teile glei­cher­ma­ßen. Weil es ana­log ist, kann ich es über­all und jeder­zeit füh­ren. Ich kann hin­ein scribblen und ich kann auch Dinge ein­kle­ben.

Wie ich fest­stelle, birgt es aber auch Nach­teile für mich.

Wenn ich eine Infor­ma­tion suche, muss ich es Seite für Seite durch­blät­tern. Links zu Web­sei­ten ein­zu­fü­gen bedeu­tet müh­sa­mes Abschrei­ben. Und mal eben schnell einen Screen­shot ein­fü­gen geht auch nicht. Ich müsste die­sen erst aus­dru­cken und dann aus­schnei­den und ein­kle­ben. So herr­lich hap­tisch und krea­tiv das als Tätig­keit sein kann — ich mach das ein­fach nicht. Zumal die A5 Größe zum Mit­neh­men und zwar zum Schrei­ben ganz ange­nehm, für Screen­shots dann aber oft ein­fach zu klein ist.

Kurz­fris­tig habe ich auch noch einen Akten­ord­ner oder ein Ring­buch in A4 als Lose­blatt-Vari­ante erwo­gen, aber das war mir dann doch zu unhand­lich. Ein alt­mo­di­sches Kar­tei­kar­ten­sys­tem fand ich zwar eben­falls ori­gi­nell, fiel dann aber aus ähn­li­chen Grün­den raus.

Auch wenn die Größe mei­nes Labor­buchs zum Mit­neh­men ganz okay ist — meist habe ich doch nur mein Smart­phone dabei. Noch zusätz­lich “für alle Fälle” mein Labor­buch mit­zu­neh­men, noch dazu unter der Gefahr, es zu ver­lie­ren, zu ver­ges­sen oder dass jemand Unbe­fug­tes hin­ein schaut … nein — keine gute Lösung für unter­wegs!

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Mein digitales Laborbuch

Also, digi­tal musste her! 😉

Nun stand ich hier vor der Qual der Wahl:

Was neh­men?

Ein­fach nur Word-Dateien, mit dem Datum im Datei­na­men und alles in einen Ord­ner? Neeee, viel zu unprak­tisch, so 1990er Jahre … — und außer­dem auch ganz schlecht durch­such­bar!

Ein­fach nur Dateien, mit dem Datum im Datei­na­men und alles in einen Ord­ner in Google Drive? Schon bes­ser, und immer­hin eini­ger­ma­ßen durch­such­bar!

Eines der Kan­ban-Sys­teme? Also Trello, Zen­kit, Asana oder irgend­ein ande­res? Einer­seits fand ich die Idee ganz char­mant, vor allem weil ich ja ein sehr visu­el­ler Mensch bin, der mög­lichst alles vor sich aus­ge­brei­tet sehen will. Aber in die­sem Fall alles aus­schließ­lich in der Cloud zu haben — das war mir dann für die­sen Zweck unheim­lich. Zumal die Druck­mög­lich­kei­ten, falls ich dann doch mal was “in die Hand” neh­men möchte, nicht so gut sind.

Und so lan­dete ich ganz schnell wie­der bei mei­nem Lieb­lings­tool Ever­note (Du hast es schon geahnt, gib es zu!), das auch für die­sen Zweck opti­mal ist:

Ich kann durch ein­fa­ches Abfo­to­gra­fie­ren mei­nes Labor­buchs die Inhalte auch rela­tiv leicht nach Ever­note sichern.

Wie wich­tig das ist, ist mir seit Beginn die­sen Jah­res klar. Damals hat unsere Putz­hilfe mein hand­ge­schrie­be­nes, über drei­ßig Jahre geführ­tes Koch­buch dem Alt­pa­pier über­ant­wor­tet. Sol­che Miss­ge­schi­cke kön­nen immer wie­der gesche­hen und Papier kann zwar lange hal­ten, es kann aber auch schnell durch Was­ser oder Feuer zu Scha­den kom­men.

Sehr schön ist, dass Ever­note auch Hand­schrift erkennt — und bei mir ist die Tref­fer­quote sehr hoch. Wahr­schein­lich, weil ich sei­ner­zeit eine Hand­schrift­probe von mir an Ever­note geschickt habe. Da habe ich per­sön­lich einen gro­ßen Vor­teil.

Außer­dem kann ich die Inhalte ganz ein­fach mit Screen­shots oder Fotos ergän­zen und Links ein­fü­gen ist natür­lich auch ganz sim­pel.

Wenn ich mal ganz eilig bin, kann ich auch nur schnell eine Audio-Auf­nahme machen und abspei­chern.

Die Daten lie­gen nicht nur in der Cloud, son­dern auch lokal (not­falls off­line) auf mei­nen Rech­nern und ich kann mobil nicht nur dar­auf zugrei­fen, son­dern auch bear­bei­ten. Wenn ich mag, kann ich alles auch wie­der aus­dru­cken. Beson­ders sen­si­ble Daten (Noti­zen) kann ich durch ein Pass­wort schüt­zen.

Hybridlösung für mein Laborbuch

Du ahnst es jetzt schon: Von mei­nem Papier-Notiz­buch mag ich aber nicht wirk­lich las­sen — zumal ich gerade meine Erfah­run­gen und “Learnings” gern mit Sketch­no­tes anrei­chere. Folg­lich ist mein Labor­buch nun eine Hybrid-Lösung. Und weil ich min­des­tens eines (Smart­phone, PC, Lap­top oder Notiz­buch) immer bei mir habe, ist es auch kein Pro­blem mehr, Ein­tra­gun­gen zu machen.

Ach ja, damit ich das nicht ver­gesse, habe ich eine Auf­gabe in Todoist: Täg­lich sehe ich dort “Jour­nal” und werde so daran erin­nert, über den Tag zu reflek­tie­ren und auch in mei­nem Labor­buch zu stö­bern, wenn ich mal einen Impuls brau­che.

Fazit

Was für Wis­sen­schaft­ler gut ist, scha­det auch beim Mar­ke­ting und beim krea­ti­ven Pro­zess nicht.

Wich­tig sind zwei Dinge: Dass Du Dich auf­raffst, ein Labor­buch zu füh­ren — und zwar mög­lichst regel­mä­ßig — und dass Du es dann auch nutzt, wenn Du für Deine krea­ti­ven Auf­ga­ben Impulse brauchst. Die Form ist dabei nach­ran­gig — nimm etwas, das Dei­nen Bedürf­nis­sen ent­spricht.

Habe ich Dir jetzt etwas erzählt, das Du schon längst wuss­test und machst — oder war das neu für Dich? Schreib mir gerne einen Kom­men­tar!

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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