Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber Was ist eigentlich eine Landingpage?
Zu viel Auswahl - eine Landingpage löst das Problem

Was ist eigentlich eine Landingpage?

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Du kennst das: Da willst Du einen Joghurt kau­fen — und dann stehst Du vor dem Kühl­re­gal und kannst Dich nicht ent­schei­den.

So viele Mar­ken!

Und jede Marke hat dann noch so viele Sor­ten!

Und die gibt es dann mög­lichst noch mit hohem oder nied­ri­gem Fett­ge­halt.

Als Trink­jo­ghurt oder zum Löf­feln.

Im gro­ßen Becher oder in vie­len klei­nen.

Als Mul­ti­pack.

Und das Ganze dann mög­li­cher­weise auch noch lak­to­se­frei.

Wel­chen also neh­men?

Die Aus­wahl kann schon mal dau­ern. Und nicht wenige Kun­den kau­fen dann ent­we­der gar nichts oder irgend­was. Man­che kau­fen auch gleich alle. 😉

Beim Dis­coun­ter ist das leich­ter. Zwar ist auch da inzwi­schen das Ange­bot grö­ßer gewor­den, aber ins­ge­samt doch extrem beschränkt. Hier geht das Ein­kau­fen schnel­ler und die Kun­den müs­sen weni­ger Ent­schei­dun­gen tref­fen. Das ist (neben den meist güns­ti­ge­ren Prei­sen) ein Geheim­nis ihres Erfol­ges.

Zu viele Optionen verhindern Entscheidungen

Über­tra­gen wir das also mal auf Dein Ange­bot:

Wenn Du aus einer Online-Anzeige her­aus direkt auf die Start­seite Dei­ner Web­site ver­linkst, geschieht genau das, was auch im Super­markt am Kühl­re­gal pas­siert: Mit der Fülle der Mög­lich­kei­ten kon­fron­tiert, weiß der Besu­cher erst ein­mal nicht, wohin.

Denn was erwar­tet ihn?

Da ist ein­mal das nor­male Menü ober­halb oder links vom eigent­li­chen Inhalt. Oft gibt es noch eine Sei­ten­leiste, in der der Besu­cher zusätz­li­che Hin­weise, Ange­bote und Links fin­det. Und im Text hast Du auch oft noch Links ein­ge­baut. Defi­nitv zu viele Optio­nen und zu wenig Wie­der­erken­nungs­wert.

Bes­ser, Du gibst dem Besu­cher genau das, was er sucht:

Damit erfüllst Du das Ver­spre­chen, das Du in der Anzeige gemacht hast. Und dabei ist es völ­lig uner­heb­lich, ob es sich um eine Face­book oder Twit­ter Ad, Google Adwords oder um eine You­Tube Anzeige han­delt oder ob Du irgendwo (nicht emp­feh­lens­wert) eine Ban­ner­an­zeige geschal­tet hast.

Wie sieht so eine Landingpage eigentlich aus?

Keine Navigationselemente

Einen wich­ti­gen Punkt habe ich schon genannt: Eine Lan­ding­page sollte nicht das Menü Dei­ner Web­sei­ten ent­hal­ten. Was Du trotz­dem inte­grie­ren musst, sind Links auf Dein Impres­sum und die Daten­schutz­er­klä­rung — sonst lädst Du Abmah­ner direkt zu Dir ein.

Nur ganz wenige Handlungsoptionen

Dann soll­test Du den Besu­cher Dei­ner Lan­ding­page nur ganz wenige Hand­lungs­op­tio­nen geben. Am bes­ten ist eine ein­zige, drei sehe ich als Maxi­mum an.

Testen Testen Testen!

Auch hier gilt: Teste, was funk­tio­niert.

Je nach­dem, womit Du Deine Lan­ding­page erstellst (dazu etwas wei­ter unten mehr) sind Test­mög­lich­kei­ten gleich schon mit ein­ge­baut. Nutze Sie!

Sorge für einen hohen Wiedererkennungsgrad

Am bes­ten wie­der­holst Du die Texte und das Bild­ma­te­rial aus Dei­nen Anzei­gen 1:1. Das mag Dir lang­wei­lig oder plump erschei­nen, aber so ist der Mensch nun mal gestrickt. Wenn Du auf Dei­ner Lan­ding­page andere For­mu­lie­run­gen, ande­res Bild­ma­te­rial und gar andere Ver­spre­chun­gen als in Dei­ner Anzeige machst, ver­un­si­cherst Du den Besu­cher. Bin ich wirk­lich auf der rich­ti­gen Seite gelan­det? ist dann die unaus­ge­spro­chene Frage, wäh­rend er sich mit Dei­nem Ange­bot beschäf­tigt. Wenn er das über­haupt macht und nicht sofort wie­der ver­schwin­det, weil er denkt, dass da ein Feh­ler pas­siert sein muss.

Lange oder kurze Landingpages?

Als ich vor eini­gen Jah­ren auf die ers­ten lan­gen Lan­ding­pa­ges ame­ri­ka­ni­scher Anbie­ter stieß, war ich ganz schön irri­tiert.

Was sollte das?

Und vor allem: Wo steht nun end­lich, was das kos­ten soll?

Das war natür­lich Absicht. So extrem lange Lan­ding­pa­ges wie die von damals sind inzwi­schen auch bei den Ame­ri­ka­nern wie­der out (obwohl ich sie noch ab und zu sehe).

Die Idee, die dahin­ter steht (und auch funk­tio­niert) ist:

Vorteil: Lange Landingpages ersetzen das Verkaufsgespräch

Mit einer lan­gen Lan­ding­page imi­tierst Du im Grunde ein Ver­kaufs­ge­spräch. Du nennst die Vor­teile, Du nennst die Fak­ten, Du nennst Refe­ren­zen, irgend­wann und irgendwo nennst Du auch den Preis und dann for­derst Du auf, doch das Pro­dukt oder die Dienst­leis­tung ein­zu­kau­fen. Wenn Du eher intro­ver­tiert bist oder ein­fach ein pas­si­ves Ein­kom­men auf­bauen willst, sind lange Lan­ding­pa­ges Dein Freund.

Der Nachteil langer Landingpages

Wenn sie nicht gut gemacht sind (und dazu meine ich nicht nur das Lay­out, son­dern auch den Text) ver­lierst Du viele Besu­cher sehr schnell wie­der.

Der TLDR-Effekt tritt ein.

TLDR?

Das ist eine Abkür­zung aus dem Eng­li­schen und steht für “too long — did­n’t read” 🙂 Also über­setzt: Zu lang, hab’s nicht gele­sen! Eine lange Lan­ding­page muss also dra­ma­tur­gisch klug auf­ge­baut sein, damit Du den Besu­cher auch bis zum “Kaufen”-Button führst.

Meine Empfehlung zu langen Landingpages

Lange Lan­ding­pa­ges funk­tio­nie­ren immer (noch) gut, vor allem, wenn Du als Anbie­ter noch unbe­kannt bist und Dich erst vor­stel­len musst und wenn Dein Pro­dukt oder Deine Dienst­leis­tung, die Du auf die­sem Weg bekannt machen und ver­kau­fen willst, eher erklä­rungs­be­dürf­tig ist. Hier kannst Du auch bis zu drei Optio­nen unter­brin­gen.

Der Vorteil kurzer Landingpages

Kurze Lan­ding­pa­ges kon­ver­tie­ren schnel­ler und bes­ser. Auch Dein Besu­cher hat in der Regel wenig Zeit und will nicht viel lesen. Zumin­dest nicht viel lang am Stück. Darum kom­men nun ultra­kurze Lan­ding­pa­ges, die gerade mal eine Bild­schirm­seite ohne Scrol­len umfas­sen, immer mehr in Mode.

Der Nachteil kurzer Landingpages

Der Nach­teil liegt ebenso auf der Hand: Wenig Platz, wenig Mög­lich­kei­ten, etwas zu erklä­ren. So besteht die Gefahr, dass Dein Ange­bot nicht ver­stan­den wird und darum auch nicht wahr­ge­nom­men und geklickt wird.

Meine Empfehlung zu kurzen Landingpages

Wenn Du es klug angehst, kön­nen kurze Lan­ding­pa­ges genau das sein, was Du brauchst. Mache auf kur­zen Lan­ding­pa­ges nur ein ein­zi­ges Ange­bot mit einer ein­zi­gen Option.

Krass könnte man sagen: “Friss — oder stirb!”

Ent­we­der der Besu­cher akzep­tiert, was Du zu bie­ten hast, oder eben nicht. Kurze Lan­ding­pa­ges sind gut für ganz ein­fach ver­ständ­li­che Ange­bote oder ein­fach als Opt In-Seite für ein News­let­ter-Abo. Auf kur­zen Lan­ding­pa­ges kannst Du zum Bei­spiel gut ein (ein­zi­ges!) Free­bie zum Down­load anbie­ten. Oder sie für die Regis­trie­rung zu einem Webi­nar (egal, ob kos­ten­frei oder kos­ten­pflich­tig) nut­zen. Wenn Du etwas mehr erklä­ren willst, ohne gleich wie­der viel Text ver­wen­den zu müs­sen, kannst Du gut ein Video auf einer kur­zen Lan­ding­page ein­bauen.

Wie baut man nun eine Landingpage?

Wie immer gibt es meh­rere Mög­lich­kei­ten, die ihre unter­schied­li­chen Vor- und Nach­teile haben.

Variante 1: Du baust die Landingpage selbst

Mit selbst bauen meine ich, dass Du die Lan­ding­page ein­fach als Seite in Dei­nem Word­Press erstellst und dann — einige The­mes ermög­li­chen das auf Knopf­druck — die Navi­ga­tion aus­blen­dest. Hier bist Du in der Gestal­tung völ­lig frei — was für mache aber gleich schon ein Pro­blem dar­stellt. Denn was soll eigent­lich alles drauf auf so eine Lan­ding­page? Als Anfän­ger bist Du mit einer freien Gestal­tung wahr­schein­lich über­for­dert.

Variante 2: Du nutzt ein darauf spezialisiertes Plugin oder Anbieter

Es gibt wirk­lich viele Plugins für Lan­ding­pa­ges für Word­Press. Ich stelle Dir hier kurz die drei bekann­tes­ten kos­ten­pflich­ti­gen Anbie­ter vor:

OptimizePress

Opti­mi­ze­Press ist einer der bekann­tes­ten und ältes­ten Anbie­ter von Lan­ding­pa­ges und funk­tio­niert als Plugin in Word­Press bezie­hungs­weise sogar als spe­zi­elle Word­Press-Instal­la­tion. Ich habe auch als ers­tes mit Opti­mi­ze­Press ange­fan­gen. Der Kauf­preis ist über­schau­bar, die Updates sind recht preis­wert und jeder scheint es zu ken­nen und zu benut­zen.

Aller­dings hat mich Opti­mi­ze­Press nicht über­zeu­gen kön­nen.

Die Bedie­nung ist lang­sam und schwer­fäl­lig, die Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten sind begrenzt und wenn Du erst ein­mal selbst damit gear­bei­tet hast, erkennst Du Opti­mi­ze­Press-Lan­ding­pa­ges auf den ers­ten Blick.

Lang­wei­lig!

Leadpages

Lead­pa­ges bie­tet Dir die Mög­lich­keit, die Lan­ding­page gar nicht auf Dei­nem Ser­ver anzu­le­gen, son­dern direkt mit einer Sub­do­main bei Lead­pa­ges selbst. Such­ma­schi­nen­tech­nisch ist das nicht ganz so schlau, wenn Du auch möch­test, dass Deine Lan­ding­page nicht nur über Deine Anzei­gen son­dern auch orga­nisch über Google und Co. gefun­den wer­den soll.

Erwar­test Du aber sehr viele Zugriffe über Deine Anzei­gen, so kann das eine kluge Ent­schei­dung sein, denn so wird Dein eige­ner Ser­ver ent­las­tet.

Lead­pa­ges bie­tet eine unglaub­li­che Fülle an Vor­la­gen für Lan­ding­pa­ges. Von Ultra­kurz bis mega­lang ist da wirk­lich alles dabei. Es gibt kos­ten­freie und kos­ten­pflich­tige Tem­pla­tes, die beson­ders auf Con­ver­si­ons (also Ver­kaufs­ab­schlüsse) getes­tet sein sol­len.

Das alles ist bestimmt nicht schlecht — aber mit einem Min­dest­preis von 25 Dol­lar monat­lich (!) bei jähr­li­cher Zahl­weise (sonst liegt der Preis noch höher) wahr­lich kein Schnäpp­chen. Wenn Du gerade erst anfängst ist Lead­pa­ges viel­leicht etwas pri­cey, wie der Eng­län­der sagt.

Thrive Landing Pages

Das Sys­tem, das ich ein­setze, ist das von Thri­ve­the­mes. Ich hatte das lei­der erst in einem Webi­nar gese­hen, nach­dem ich schon Opti­mi­ze­Press lizen­siert hatte. Trotz­dem habe ich mich sofort dafür ent­schie­den und nicht bereut. Die Vor­la­gen von Thrive sind sehr hübsch, wer­den kon­ti­nu­ier­lich erwei­tert und mit dem Thrive Com­po­ser zu arbei­ten ist um ein Viel­fa­ches schnel­ler, fle­xi­bler und ange­neh­mer als mit Opti­mi­ze­Press.

Kostenfreie Landingpage-Anbieter

Mitt­ler­weile gibt es auch eine Reihe kos­ten­freier Lan­ding­page-Anbie­ter. Ich habe sie alle nicht getes­tet und kenne sie nicht aus eige­ner Anschau­ung. Außer­dem sind sie nur auf Eng­lisch ver­füg­bar. Wenn das aber kein Pro­blem und Dein Bud­get sehr knapp ist, schau sie Dir doch ein­fach ein­mal an, bevor Du zu einem kos­ten­pflich­ti­gen Ange­bot greifst:

Außer­dem gibt es nnoch Ele­men­tor, mit dem ich bis­her nur wenig expe­ri­men­tiert habe, das mir aber gut gefällt

Was ist sonst noch zu beachten?

Auch bei der Erstel­lung Dei­ner Lan­ding­pa­ges musst Du Eini­ges beach­ten. Björn Tan­tau hat hier einen Ever­green-Arti­kel ver­fasst, den zu lesen ich Dir wärms­tens emp­fehle: Zur erfolg­rei­chen Lan­ding Page in zehn Schrit­ten. Und wenn Du etwas Inspi­ra­tion brauchst, so fin­dest Du bei t3n 38 Bei­spiele für rich­tig gute Lan­ding­pa­ges.

Zusammenfassung

Lan­ding­pa­ges bie­ten Dir so viele Vor­teile, wenn Du online Anzei­gen schal­test, dass Du kei­nes­falls den Feh­ler machen soll­test, ein­fach nur auf Deine Start­seite, Dei­nen Shop oder eine nor­male Ange­bots­seite auf Dei­ner Web­site zu ver­lin­ken.

Für die Gestal­tung hast Du viele Mög­lich­kei­ten, gerade am Anfang ist es aber hilf­reich, wenn Du Vor­la­gen, soge­nannte Tem­pla­tes, ver­wen­dest, die dafür sor­gen, dass Du nichts Wich­ti­ges ver­gisst. Diese sind — je nach Anbie­ter — auch auf opti­male Con­ver­sion getes­tet. Das heißt, dass Dir hier schon ein Stück weit die Test­phase abge­nom­men wurde — es ist bekannt, dass sie nor­ma­ler­weise gut funk­tio­nie­ren. Den­noch soll­test Du auch eigene Tests durch­füh­ren. Es ist immer wie­der erstaun­lich, wie eine andere Farbe eines “Bestellen”-Buttons oder ein ande­rer Linktext den Erfolg einer Lan­ding­page beein­flus­sen kön­nen! Wie Deine Ziel­gruppe reagiert, erfährst Du erst durch eigene Ver­suchs­rei­hen.

Hast Du noch wei­tere Fra­gen zu Lan­ding­pa­ges? Dann schreib sie mir als Kom­men­tar und ich beant­worte sie gerne.

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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