Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber Marketing mit Grußkarten oder: Auffallen außer der Reihe
Briefkästen - für das Marketing mit Grußkarten

Marketing mit Grußkarten oder: Auffallen außer der Reihe

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Weißt Du, was mich immer beson­ders ärgert?

Mit anse­hen zu müs­sen, wie Unsum­men an Bud­gets an die Neu­kun­den­ge­win­nung ver­schleu­dert wer­den und nichts für die Kun­den­bin­dung oder Kun­den­re­ak­ti­vie­rung übrig bleibt!

Damit Du nicht den­sel­ben Feh­ler machst, schreibe ich die­sen Blog­bei­trag über das Mar­ke­ting mit Gruß­kar­ten.

Du kennst das: Kun­den kom­men und Kun­den gehen. Man­che Kun­den betreust Du über Jahre, andere tau­chen ein­mal auf und las­sen sich dann Jahre lang nicht mehr bli­cken. Dabei waren sie mit Dei­ner Leis­tung oder Dei­nem Ange­bot zufrie­den.

Du über­legst, dass Du die eigent­lich mal wie­der anspre­chen möch­test, aber ein­fach auf diese Kun­den zuzu­ge­hen und sie zu fra­gen, ob Du wie­der mal etwas für sie tun kannst, möch­test Du auch nicht. Mir geht es jeden­falls oft so. Ich will nie­man­den über­re­den, nie­man­den stö­ren und bin, was die Akquise betrifft, sehr schüch­tern und zurück­hal­tend.

Auffallen außer der Reihe — einfach mal eine schöne Karte verschicken!

Vor vie­len Jah­ren habe ich dann das Mar­ke­ting mit Gruß­kar­ten für mich ent­deckt. Das kam und kommt mir beson­ders ent­ge­gen: Ich muss nie­man­den anru­fen, ich kann mich ganz alleine auf meine Ziel­kun­den kon­zen­trie­ren, ich bin völ­lig frei, wann ich eine sol­che Aktion starte und das beste — diese Methode ist frei ska­lier­bar ab einer ein­zi­gen Aus­sen­dung!

Außer­dem kom­men meine Kar­ten immer beson­ders gut an. Da heut­zu­tage der meiste Schrift­ver­kehr nur noch per E‑Mail statt­fin­det und sich die Brief­post in der Regel auf eher uner­freu­li­che Mit­tei­lun­gen beschränkt (alles von der Rech­nung bis zum Knöll­chen) fällst Du mit einer schö­nen hand­ge­schrie­be­nen Karte ein­fach auf — und zwar posi­tiv! Ich habe es schon oft erlebt, dass ein oder zwei Tage nach der Ver­sen­dung bei mir das Tele­fon nicht mehr still stand, weil sich die Emp­fän­ger für die schöne Karte bedan­ken woll­ten. Du weißt, dass man am Tele­fon ein Lächeln hören kann? Ich kann jeden ein­zel­nen Anru­fer lächeln hören, wenn er von mei­ner Karte spricht! Wenn man dann schon nett mit­ein­an­der plau­dert ist schließ­lich der rechte Moment gekom­men, um ein­mal nach­zu­fra­gen, ob der Anru­fer nicht mal wie­der meine Unter­stüt­zung wünscht — wenn  sie oder er es nicht in einem Atem­zug mit dem Dan­ke­schön selbst anspricht, was oft genug vor­kommt. Ziel erreicht!

Damit das auch für Dich so funk­tio­niert, lies ein­fach meine nach­fol­gen­den bes­ten Tipps für das Mar­ke­ting mit Gruß­kar­ten!

Ideen für Anlässe zum Schreiben

Plane das Mar­ke­ting mit Gruß­kar­ten unbe­dingt in Dei­nen Mar­ke­ting­plan mit ein. Sonst nimmst Du Dir nicht die Zeit dafür und hast auch die Kos­ten nicht im Blick. Denn teu­rer als eine E‑Mail zu schrei­ben ist diese Methode natür­lich schon. Und etwas ande­res will ich Dir auch nicht ver­schwei­gen: Die Methode kos­tet Zeit. Eine Hand­voll Kar­ten ist noch schnell geschrie­ben, aber wenn Du vier­zig, fünf­zig oder noch mehr Kar­ten schrei­ben willst, ist das harte Arbeit. Du wirst es in Dei­ner Schreib­hand mer­ken, ins­be­son­dere, wenn Du das Schrei­ben mit der Hand nicht mehr gewohnt bist.

Welche Anlässe kannst Du nun wählen?

Der Klas­si­ker, der immer wie­der gut ankommt, ist natür­lich die Geburts­tags­karte. Dafür musst Du den Geburts­tag Dei­nes Kun­den natür­lich wis­sen. Bist Du bei­spiels­weise Opti­ke­rin, hast Du die Daten wahr­schein­lich in Dei­ner Kun­den­kar­tei. Bei ande­ren Unter­neh­men ist das manch­mal nicht so ein­fach. Es gibt auch Kun­den, die Dir ihren Geburts­tag nicht nen­nen wol­len. Ihnen kannst Du erklä­ren, dass Du Dei­nen Kun­den gerne zum Geburts­tag eine Über­ra­schung berei­test und das der ein­zige Grund ist, warum Du gern das Datum hät­test. Die meis­ten geben ihr Datum dann doch bereit­wil­lig her­aus — denn wer lässt sich nicht gern über­ra­schen?

DSGVO und Geburtstagsgrüße

Das Thema ist nach fina­lem Inkraf­tre­ten der DSGVO schwie­ri­ger gewor­den. Lei­der. “Eigent­lich” dürf­ten diese Infor­ma­tio­nen, wenn sie “eh im Unter­neh­men sind” nicht (mehr) zu Wer­be­zwe­cken ver­wen­det wer­den. Wenn Du hier unsi­cher bist, erkunde Dich unbe­dingt bei einem Anwalt oder zer­tif­zier­tem Daten­schutz­be­auf­trag­ten, ob Du Geburts­tags­grüße ver­sen­den darfst.

Wei­tere Klas­si­ker sind die gro­ßen Fei­er­tage wie Weih­nach­ten oder Ostern. Wenn Dir nicht per­sön­lich sehr viel an die­sen Fes­ten liegt (oder diese zu Dei­nem Ange­bot pas­sen) soll­test Du aber über­le­gen, diese Anlässe eher nicht zu wäh­len. Warum? Weil dann alle schrei­ben und Du im all­ge­mei­nen Grund­rau­schen nicht mehr so gut auf­fällst.

Beson­ders gut kom­men die Kar­ten näm­lich dann an, wenn sie wie ein Son­nen­strahl nach drei Wochen Novem­ber-Regen in das Leben des Emp­fän­gers tre­ten. Also gilt es, unge­wöhn­li­chere Anlässe zu fin­den.

Du hast keine Idee? Kein Pro­blem! Es gibt für fast jeden Tag im Kalen­der einen soge­nann­ten “Akti­ons­tag”: Der 10. April ist bei­spiels­weise der “Tag der Geschwis­ter” oder der 21. Juni ist nicht nur der kalen­da­ri­sche Som­mer­an­fang, son­dern auch der Inter­na­tio­nale Yoga-Tag. Auf der Web­site Klei­ner Kalen­der  gibt es eine Über­sicht über alle Akti­ons­tage des Jah­res. Da kannst Du in Ruhe schauen und Deine Gruß­kar­ten-Mar­ke­ting-Aktio­nen gezielt vor­pla­nen.

Wei­tere Anlässe kön­nen sein:

  • Der kalen­da­ri­sche oder meteo­ro­lo­gi­sche Jah­res­zei­ten­be­ginn (ent­scheide Dich für eins von bei­den. Ich nehme gern auch das meteo­ro­lo­gi­sche Datum — ers­tens bin ich dann frü­her als andere, die viel­leicht eine ähn­li­che Idee haben und zwei­tens ken­nen das Datum nicht alle, was sie dann gern zum Tele­fon­hö­rer grei­fen lässt, um mich anzu­ru­fen …)
  • Feri­en­be­ginn
  • Beson­dere Daten (zum Bei­spiel in die­sem Jahr im Jahr 2016 immer der 16. eines Monats)
  • Quar­tals­be­ginn (Jah­res­end­spurt)
  • kein Anlass — ein­fach nur, weil Du eine gute Zeit wün­schen möch­test

Was kannst Du schreiben?

Mache bitte nicht den Feh­ler, den ich bei so vie­len steif und lieb­los for­mu­lier­ten Weih­nachts­kar­ten lese: “… bedan­ken wir uns für die ange­nehme Zusam­men­ar­beit im ver­gan­ge­nen Jahr und hof­fen, Sie auch im neuen Jahr wie­der als Kun­den begrü­ßen zu dür­fen… “ — Bäh! Mög­lichst noch ein­ge­druckt und dann noch mit einer unle­ser­li­chen Unter­schrift mit Kuli ver­se­hen. Bes­ser kann man diese doch sehr per­sön­li­che und emo­tio­nale Mar­ke­ting-Methode nicht vor die Wand fah­ren.

Dabei ist das Schrei­ben gar nicht so schwer. Du sollst ja kei­nen Brief ver­fas­sen, son­dern nur ein paar nette Zei­len auf den Kar­ton brin­gen.

Für mich hat sich bewährt, mit einer per­sön­li­chen Anrede zu begin­nen. Ob Du nun eher distan­ziert bleibst und “Sehr geehrte Frau …” schreibst, etwas locke­rer mit “Hallo Herr …” ran gehst oder eine bereits sehr gute Kun­den­be­zie­hung auch noch durch ein “Liebe Frau …” unter­streichst, ist dabei gar nicht ent­schei­dend für den Erfolg der Karte. Nur bitte ver­wende auf jeden Fall den Namen des Emp­fän­gers. Bist Du sowieso per Du mit Dei­nen Kun­den, ist alles noch etwas ein­fa­cher.

Dann folgt eine Zeile, warum Du diese Karte schreibst, das Ganze gar­nierst Du mit einem pas­sen­den Spruch (gute Sprü­che fin­dest Du hier oder auch hier)  und dann kannst Du auch schon die Gruß­for­mel für den Abschied mit Dei­ner Unter­schrift anfü­gen. Das war’s! Mehr ist gar nicht nötig, um posi­tiv auf­zu­fal­len.

Noch mal in aller Deut­lich­keit: Nutze diese Kar­ten nicht, um damit Dei­nem Kun­den ein Ange­bot zu unter­brei­ten! Du willst Dich nur in Erin­ne­rung brin­gen. Wenn Du hier einen Gut­schein, ein Ange­bot oder auch nur eine Auf­for­de­rung, mal wie­der bei Dir vor­bei zu schauen ein­fügst, machst Du den posi­ti­ven Effekt (”die Frau vom Blu­men­la­den ist aber nett, sie hat mir eine Karte geschrie­ben”) gleich wie­der kaputt (”Och, nur Wer­bung!”).

Woher bekommst Du schöne Grußkarten für Dein Marketing?

Die unkom­pli­zierte Lösung: Du gehst in den Schreib­wa­ren­la­den Dei­ner Wahl und schlägst zu. Ich hatte mal eine Lotto-Annah­me­stelle, die fan­tas­ti­sche Motive im Sor­ti­ment vor­hielt — und da ich immer 50 Kar­ten oder mehr kaufte, bekam ich sogar etwas Rabatt vom Inha­ber. Lei­der ist es jetzt für mich eher umständ­lich, dort hin­zu­fah­ren — also musste ich mir etwas ande­res ein­fal­len las­sen.

Prin­zi­pi­ell kannst Du Deine Kar­ten auch selbst gestal­ten und auf Dei­nem Dru­cker pro­du­zie­ren. Ich rate Dir aber davon ab, außer in abso­lu­ten Not­fäl­len. Die Kar­ten sehen näm­lich einer­seits nicht so gut aus wie sol­che aus der Pro­fi­dru­cke­rei und teuer ist das Ver­gnü­gen auch noch.

Du kannst heut­zu­tage im Digi­tal­druck sehr güns­tig Gruß­kar­ten über das Inter­net bestel­len. Das ist oft sogar güns­ti­ger, als die Kar­ten im Han­del zu kau­fen. So kos­ten 50 Klapp­kar­ten bereits gefalzt je nach Dru­cke­rei unter 52 Euro — sogar inklu­sive Umsatz­steuer.

Mit wel­chen Pro­gram­men Du diese Kar­ten selbst machen kannst, habe ich in mei­nem Blog­bei­trag, Flyer selbst gestal­ten — die bes­ten Pro­gramme, beschrie­ben, denn was für Flyer gilt, gilt natür­lich auch für Gruß­kar­ten.

Weitere Tipps für Deine Grußkarten

Ich schreibe sehr gerne mit der Hand und inter­es­siere mich schon lange für Kal­li­gra­phie und die Gestal­tung von Tex­ten. Wenn Du befürch­test, dass Deine Hand­schrift schlecht les­bar ist oder Du sie ein­fach häss­lich fin­dest, kannst Du natür­lich auch ler­nen, diese zu ver­bes­sern.

Buchtipps

Ich bin ein gro­ßer Fan des Ler­nens aus Büchern. Diese hier kann ich Dir emp­feh­len (es han­delt sich bei den Links um Part­ner­links von Ama­zon: Wenn Du dort bestellst, bekomme ich eine kleine Pro­vi­sion, Du musst aber nicht mehr bezah­len).

Krea­ti­ves Let­te­ring und mehr: Inspi­rie­rende Tipps, Tech­ni­ken und Ideen, um mit der eige­nen Hand­schrift wun­der­schöne Kunst­werke zu schaf­fen

Kal­li­gra­fie für Dum­mies

Hand Let­te­ring: Simple, Crea­tive Styles for Cards, Scrap­books and More

Deine Kar­ten sehen auch gleich viel bes­ser und pro­fes­sio­nel­ler aus, wenn Du nicht mit einem schnö­den Kuli schreibst, son­dern zu einem Fül­ler greifst. Beson­de­ren Ein­druck kannst Du machen, wenn Du eine Band­zug­fe­der benutzt. Diese hat an der Spitze keine Kugel, son­dern ist abge­flacht. Dadurch schwel­len die Linien an und ab — was ein sehr inter­es­san­tes Schrift­bild ergibt. Ich schreibe gern mit:

rOt­ring Art­Pen Kali­graph Feder­breite: 1,1

Pigma GRAPHIC 3, Gra­fik- und Kal­li­gra­phie-Stift, Schwarz, 3mm Breit­spitze

Nimm Dir zum Schrei­ben Zeit — unter Zeit­druck wirst Du unkon­zen­triert. Wie habe ich es schon ver­flucht, wenn ich plötz­lich fest­stelle, dass ich auf einer Karte nicht “Geburts­tag” son­dern “Ger­burts­tag” geschrie­ben habe! Außer­dem emp­fehle ich Dir, Deine Schreib­hand vor­her etwas zu lockern und Dich ein paar Zei­len “warm zu schrei­ben”. Das kannst Du auf einem Blatt Schmier­pa­pier tun und dabei gleich dafür sor­gen, dass der Text auch rich­tig auf der Seite sitzt.

Schreibe Dei­nen Text min­des­tens ein­mal auf einem wei­ßen Blatt Papier glei­cher Größe vor. Dann kannst Du bes­ser ein­schät­zen, wo Du die Zei­len­um­brü­che vor­neh­men willst, ob Du bes­ser links­bün­dig, rechts­bün­dig oder im Flat­ter­satz schreibst (rate ich Anfän­gern von ab!) und ob Du den Spruch oder das Zitat, das Du ver­wen­den willst, ein­rückst oder viel­leicht in einer ande­ren Farbe her­vor­hebst. Wenn es nicht gut aus­sieht — nun, es ist nur Schmier­pa­pier — dann machst Du es eben neu. Wenn Du aber eine Karte rui­niert hast, wirst Du Dich nur ärgern und Deine Ergeb­nisse nicht bes­ser wer­den.

Zum Abschluss habe ich noch einen besonderen Tipp

Zusam­men mit Martje Klein­hans bie­tet David Goe­bel einen Online-Kurs Buch­stäb­lich begeis­tern — Bezau­bere mit schö­nen Bild­tex­ten durch Hand-Let­te­ring. Wenn Du also nicht so gern aus Büchern lernst, ist das eine tolle Gele­gen­heit, Deine Hand­schrift zu ver­bes­sern und Deine Kar­ten ganz außer­ge­wöhn­lich zu beschrif­ten.

Wie hat Dir mein pra­xis­ori­en­tier­ter Bei­trag für eine unge­wöhn­li­che und emo­tio­nale Mög­lich­keit, für Dich und Dein Unter­neh­men zu wer­ben, gefal­len? Möch­test Du noch mehr in diese Rich­tung lesen? Dann schreib es mir in die Kom­men­tare! Und wenn Du ein­fach nur zei­gen möch­test, dass Dir der Bei­trag gefal­len hat, ver­gebe doch ein­fach fünf Sterne durch klick auf den rech­ten Stern ganz außen!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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