Mindmaps und Kaffeetasse

Mindmaps für die Blogartikel-Erstellung

Letzte Aktua­li­sie­rung 27. Dezem­ber 2018 

Mind­maps nutze ich für die Blog­ar­ti­kel-Erstel­lung schon seit vie­len Jah­ren. Zum Brain­stor­ming, zum Pla­nen und zur Struk­tu­rie­rung eines Blog­ar­ti­kels sind Mind­maps zumin­dest für mich ein opti­ma­les Werk­zeug. Weil sie so ein­fach zu erstel­len, so unkom­pli­ziert und so fle­xi­bel sind. Du brauchst nicht mehr als ein Blatt Papier und einen Stift und los geht’s. Mind­maps kannst Du an jedem Ort erstel­len — und darum hast Du eigent­lich keine Aus­rede, eine Idee für einen Blog­ar­ti­kel, die über den blo­ßen Titel hin­aus geht, nicht sofort umzusetzen.

Der Anlass für diesen Blogbeitrag über Mindmaps

Am 24. und 25. März 2017 war ich auf dem Inspi­ra­tion­Camp in Ham­burg. Ich liebe Bar­Camps und wäre schon im ver­gan­ge­nen Jahr gern dabei gewe­sen, habe aber immer viel zu spät zu buchen ver­sucht. Die­ses Mal hat es also geklappt.

Tra­di­tio­nell trägt jeder Teil­neh­mer etwas zu einem Bar­Camp bei. Das kön­nen “Ses­si­ons” sein, aber auch manch­mal ein­fach nur, dass man beim Auf­räu­men hilft oder spä­ter einen Blog­bei­trag über das Bar­Camp schreibt. 🙂

Die Orga­ni­sa­to­rin­nen Marit Alke und Kat­rin Linz­bach haben direkt im Anschluss zu einer Blog­pa­rade über das Inspi­ra­tion­Camp auf­ge­ru­fen, und mit die­sem Bei­trag nehme ich gerne daran teil.

Auf Bar­Camps wie dem Inspi­Camp in Ham­burg haben viele Men­schen ein Luxus­pro­blem: Es fin­den so viele span­nende Ses­si­ons par­al­lel statt, dass man sich kaum ent­schei­den kann. Des­halb pas­siert es aber auch schon mal, dass ein beson­ders attrak­ti­ves Thema fast alle Teil­neh­mer anzieht und die ande­ren dann mit nur sehr weni­gen Teil­neh­mern oder gar nicht stattfinden.

So war es auch mit mei­ner Ses­sion am Sams­tag­nach­mit­tag. Zu mei­nem Thema “Mind­maps für die Blog­ar­ti­kel-Erstel­lung” waren nur zwei Teil­neh­mer erschie­nen — und weil wir alle drei gern zu einer wei­te­ren Ses­sion woll­ten, habe ich mei­nen Inhalt nur im Schnell­durch­gang vermittelt.

Eigent­lich viel zu schade, fand ich.

Was lag also näher, als mei­nen Inhalt zu verbloggen?

Die Mind­map für meine Ses­sion hatte ich direkt in der Mit­tags­pause auf dem Bar­camp schnell erstellt — denn was liegt näher, als das Thema Mind­maps gleich mit einer Mind­map zu erklären?!

Mindmap zu diesem Blogbeitrag

Die frisch in der Mit­tags­pause erstellte Mind­map zu mei­ner Ses­sion und die­sem Blogbeitrag

Los geht’s!

Kurz zu den Grundlagen des Mindmappings für Blogartikel

Mind­map­ping ist jetzt nicht mehr so neu, trotz­dem treffe ich immer noch auf genug Men­schen, die die Tech­nik nicht ken­nen oder nur davon gehört, aber sie noch nie aus­pro­biert haben. Darum hier zur Ein­lei­tung schnell die wich­tigs­ten Punkte:

Ein möglichst großes Blatt Papier

Nimm Dir ein A4 Blatt oder grö­ßer und lege es quer vor Dich. In die Mitte des Blat­tes schreibst Du das Thema Dei­nes Blog­ar­ti­kels. Zunächst reicht ein Arbeits­ti­tel. Halte Dich hier nicht lange auf. Das Thema kannst Du tra­di­tio­nell umkrei­sen oder sonst nach Dei­nem Geschmack zum Bei­spiel auch farb­lich her­vor­he­ben. Man sagt, je krea­ti­ver Du Deine Mind­map gestal­test, desto bes­ser funk­tio­niert sie.

Äste im Uhrzeigersinn einfügen

Ziehe einen Strich von Dei­nem Thema in der Mitte des Blat­tes in Rich­tung rechte obere Ecke des Blat­tes. Dies ist Dein ers­ter Haupt­ast. Eine Mind­map kann aus vie­len oder auch aus weni­gen Ästen bestehen. Mei­nen ers­ten Haupt­ast für die Ses­sion und auch für die­sen Blog­bei­trag habe ich mit dem Wort “Grund­la­gen” beschriftet.

Wie Du nun wei­ter vor­gehst, bleibt Dir über­las­sen. Ob Du nun den ers­ten Haupt­ast gleich mit Unter­äs­ten (Unter­punk­ten) ver­siehst oder erst die grobe Glie­de­rung bestehend aus den Haupt­äs­ten erstellst, hängt auch bei mir vom Thema und Lust und Laune ab.

Wich­tig ist, dass Du zwi­schen den ein­zel­nen Ästen immer viel Platz lässt, so dass Du spä­ter noch wei­tere Äste ein­fü­gen kannst. Bewege Dich beim Erstel­len der Haupt­äste im Uhr­zei­ger­sinn um Dein Thema in der Mitte herum. Unter­äste (Ver­zwei­gun­gen) füge ich unter­halb der Haupt­äste ein.

Werde bei Dei­nen Haupt­äs­ten auch mit der Beschrif­tung nicht zu detail­liert. Und löse Dich von dem Gedan­ken, etwas rich­tig oder falsch zu machen. Die Mind­map muss für Dich funk­tio­nie­ren, für nie­mand anderen!

Hauptäste entsprechen der Unterüberschrift H2

Kom­men wir nun zum Blog­ar­ti­kel schrei­ben. Die Haupt­äste, die Du gerade erstellt und beschrif­tet hast, ent­spre­chen den Unter­über­schrif­ten 2. Ord­nung, also H2 in HTML oder “Überschrift2” in Wor­d­Press. Die davon abge­hen­den Unter- oder Neben­äste sind die H3 bezie­hungs­weise, falls Du noch detail­lier­ter gewor­den bist, den H4 Über­schrif­ten. Das ist schon das Grund­prin­zip. Der eigent­li­che Blog­text hat nichts auf Dei­ner Mind­map zu suchen, dafür wäre auch gar kein Platz.

Wenn Du bei der Bear­bei­tung merkst, dass Du Deine Haupt­äste nicht ganz in der rich­ti­gen (logi­schen) Rei­hen­folge für Dei­nen Blog­ar­ti­kel erstellt hast, kannst Du auch mit Zah­len an den Haupt­äs­ten die Rei­hen­folge neu bestim­men. Eine Mind­map darf auch gern etwas “krea­tiv-chao­tisch” aus­se­hen, solange Du die Über­sicht behältst. Viel­leicht stellst Du wäh­rend des Bear­bei­tens oder auch spä­ter beim Schrei­ben fest, dass es Bezüge zwi­schen wei­ter ent­fern­ten Ästen gibt. Stelle da gern den Bezug mit Linien in gestri­chel­ter oder gepunk­te­ter Form oder mit hel­len Far­ben (Text­mar­ker) her.

Fällt Dir auf, dass ein Ast (egal ob Haupt- oder Neben­ast) ein zu “gro­ßes” Thema dar­stellt, kannst Du die­sen auch mar­kie­ren und für einen sepa­ra­ten spä­te­ren Arti­kel vorsehen.

Mein “Blogbuch”

Anfangs habe ich die Mind­maps für meine Blog­ar­ti­kel auf ein­fa­chem Kopier­pa­pier auf ein­zel­nen Zet­teln erstellt. Mit der Zeit kam da eine ziem­li­che Samm­lung zusam­men und ich habe mich geär­gert, dass ich die über­all wie­der­fand, aber nicht, wenn ich eine bestimmte Mind­map gesucht habe. Abhilfe schaffte natür­lich das Abhef­ten in ein Ring­buch. Als ich dabei war, kam mir aber gleich eine bes­sere Idee: Mein “Blog­buch”. Dafür habe ich mir ein spi­ral­ge­bun­de­nes A4 Notiz­buch genom­men, in das ich nun direkt meine Mind­maps gestalte. So ist alles schön in rich­ti­ger Rei­hen­folge an einem Ort. Ich habe das Blog­buch auch schon ein­mal hier vor­ge­stellt, und zwar im Arti­kel Mein redak­tio­nel­ler Work­flow, der viel­leicht auch für Dich inter­es­sant zu lesen ist.

Notizbuch mit Mindmap

Mein spi­ral­ge­bun­de­nes Blogbuch

Vorteile von Mindmaps für das Schreiben von Blogartikeln

Das Ver­fah­ren ist sehr fle­xi­bel und spricht die Krea­ti­vi­tät an. Eine Mind­map zeigt Dir alle Deine Gedan­ken zu einem Thema auf einen Blick und Du siehst sofort, ob etwas fehlt und ob Du etwas ergän­zen musst. Wenn ein Haupt­ast zu viele Unter­äste hat, kann das auch bedeu­ten, dass Du dafür bes­ser einen eige­nen Blog­ar­ti­kel reservierst.

Details und Zusam­men­hänge las­sen sich sehr über­sicht­lich dar­stel­len und Du erkennst schnell selbst, ob Du Dein Thema umfas­send behan­deln wirst und genug in die Tiefe gehst — etwas, das Google mit höhe­rem Ran­king belohnt!

Auch wenn Du wäh­rend des Schrei­bens Dei­nes Blog­ar­ti­kels merkst, dass noch ein Aspekt fehlt, so kannst Du die­sen immer noch nach­träg­lich in Deine Mind­map an pas­sen­der Stelle ein­fü­gen. Als ich die Mind­map zur Ses­sion erstellt habe, habe ich nicht daran gedacht, über mein “Blog­buch” zu spre­chen — das fiel mir erst bei der Durch­sicht der Mind­map für die Erstel­lung die­ses Arti­kels ein — und so habe ich das Thema als eige­nen Ast nach­träg­lich eingefügt.

Nachteile gibt es vielleicht auch

Wenn Du noch nie mit Mind­maps gear­bei­tet hast, mag Dir die­ses Ver­fah­ren unge­wohnt und unhand­lich erschei­nen. So ein­fach das Mind­map­ping ist, man muss es tat­säch­lich trotz­dem ein wenig üben. Wenn Du ihm aber eine Chance gibst, wird das Ver­fah­ren schnell in Dei­nen Metho­den­schatz eingehen.

Gerade anfangs kann es sein, dass Du Sorge hast, dass Deine Mind­map noch nicht “fer­tig” ist, dass da zu wenig auf dem Blatt steht und dann kein guter Blog­ar­ti­kel dar­aus wer­den kann. Meine Erfah­rung ist aber eine ganz andere: Du machst die Mind­map ja nicht um ihrer selbst Wil­len, son­dern als Struk­tur für Dei­nen eigent­li­chen Arti­kel. Im angel­säch­si­schen Sprach­raum nennt man die Struk­tu­rie­rung auch Out­line, was den Zweck mei­ner Mei­nung nach sehr schön beschreibt. Auch mit nur zwei oder drei Haupt­äs­ten kann Deine Mind­map Grund­lage für einen umfas­sen­den Blog­ar­ti­kel sein.

Und auch mit Mind­maps kann man sich ganz schön ver­zet­teln, näm­lich dann, wenn Du meinst, das ganze Blatt fül­len zu müssen.

Fazit zum Bloggen mit Mindmaps

Die­ses Werk­zeug als Hilfe zum Brain­stor­ming und zum Struk­tu­rie­ren Dei­ner Blog­ar­ti­kel ist ein­fach, fle­xi­bel, kos­ten­güns­tig und krea­tiv. Mehr als ein Blatt Papier und einen Stift braucht es nicht und es ist von jeder­mann schnell und intui­tiv zu ler­nen. Nach spä­tes­tens drei, vier Blog­ar­ti­keln wirst Du Dich fra­gen, warum Du nie anders Deine Blog­ar­ti­kel vor­be­rei­tet hast und Du wirst begeis­tert sein, dass Schreib­blo­cka­den fast gar nicht mehr auftreten.

Abschlie­ßend noch zwei Worte zum ana­lo­gen und digi­ta­len Mind­map­ping. Wenn Du hier schon eine Weile mit­liest, weißt Du, dass ich ein gro­ßer Fan von “Tools” bin, also digi­ta­len Werk­zeu­gen, die mir die täg­li­che Arbeit erleich­tern. Ja, es gibt auch tolle Mind­map-Soft­ware und ich besitze die auch, aber für den gerade beschrie­be­nen Zweck ver­wende ich sie nicht. Ich nutze mein Lieb­lings-Mind­map-Pro­gramm XMind nur, um Mind­maps für Vor­träge “chic” zu machen, so dass ich sie in eine Prä­sen­ta­tion ein­bauen und für jeder­mann sicht­bar per Bea­mer gut prä­sen­tie­ren kann. Für den krea­ti­ven Pro­zess selbst funk­tio­niert die Soft­ware (trotz eines “Brain­stor­ming-Modus”) aus­nahms­weise mal nicht. Aber pro­biere es doch selbst ein­mal aus: Eine gute kos­ten­freie Mind­map-Lösung ist Free­mind, wenn Du etwas Geld in die Hand neh­men willst, ist XMind meine beste Emp­feh­lung (Preis-Leis­tungs-Ver­hält­nis und Optik). Dar­über hin­aus gibt es noch zahl­rei­che brow­ser­ba­sierte Lösun­gen wie Mind­meis­ter oder Bubbl.us, die teil­weise aber auch nicht ganz bil­lig sind.

Hast Du schon Erfah­run­gen mit Mind­maps? Wirst Du meine Methode mit Mind­maps zum Pla­nen und Struk­tu­rie­ren eines Blog­ar­ti­kels mal aus­pro­bie­ren? Oder wie struk­tu­rierst Du Deine Blog­ar­ti­kel vor? Schreib mir gern einen Kom­men­tar! Ich freu mich drauf!

Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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