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Die Navigation in WordPress — wie Du einfach ein Menü erstellst

Eigent­lich wollte ich Dir heute einen ganz ande­ren Arti­kel prä­sen­tie­ren. Aber dann kam in der letz­ten Woche in einem gro­ßen bekann­ten Blog ein Arti­kel zu genau die­sem Thema her­aus. Da ich nicht wie ein Tritt­brett­fah­rer aus­se­hen möchte, muss die­ser Arti­kel nun etwas war­ten. So kann er aber noch wei­ter rei­fen — wie bei einem guten Wein kann die­ser Pro­zess bei Ever­green-Arti­keln nie scha­den.

So kommt es, dass ich heute ein wei­te­res Word­Press-Thema auf­greife, auf Wunsch einer Lese­rin und Fan mei­ner Face­book-Seite.

Annette schrieb näm­lich als Kom­men­tar zu mei­nem Post auf Face­book:

Liebe Bir­git Schultz, Du hast mir heute meine Zuver­sicht wie­der gege­ben. Ich stol­pere im Moment durch Word­Press, um eine Sub­do­main auf­zu­bauen. Hast Du auch einen Arti­kel, wo man die Navi­ga­tion ein­stellt, etc.? 🙂

Bei so einer Steil­vor­lage konnte ich natür­lich nicht wider­ste­hen — und so zeige ich Dir heute, wie ein­fach es ist, ein Menü in Word­Press zu erstel­len.

1. Ein Menü erstellen

Nor­ma­ler­weise bringt jedes Tem­plate zumin­dest ein ein­fa­ches Haupt­menü mit sich. Das kannst Du dann ent­we­der nach Dei­nen Vor­stel­lun­gen anpas­sen — oder ein neues erstel­len.

Vor­weg muss ich schi­cken, dass Du Admi­nis­tra­tor-Rechte haben musst, um ein Menü zu erstel­len oder zu bear­bei­ten. Ich finde das sehr unprak­tisch, denn so schwer ist es wirk­lich nicht.

Kli­cke für die Erstel­lung oder Bear­bei­tung eines Menüs links im Word­Press Menü auf Design und dann auf Menüs. Für die­sen und alle nach­fol­gen­den Screen­shots gilt: Ein­fach auf das Bild kli­cken, dann wird es Dir ver­grö­ßert ange­zeigt und Du kannst alle Ein­stel­lun­gen bes­ser lesen!

Für ein neues Menü (was zum Tes­ten und Ler­nen viel­leicht keine schlechte Idee ist) klickst Du dann auf den Link “oder erstelle ein neues Menü”.

 

Dann ver­gibst Du einen Namen (hier im Bei­spiel “Test­menü”) und klickst auf Menü erstel­len. Dann siehst Du das fol­gende Bild:

Die Menü­struk­tur ist natür­lich noch leer. Zu den Menü-Ein­stel­lun­gen komme ich etwas spä­ter.

2. Seiten und andere Elemente hinzufügen

Wie ange­ge­ben, fin­dest Du die mög­li­chen Menü­ein­träge in der lin­ken Spalte Hier suchst Du nun die Sei­ten, die in Dei­nem Menü erschei­nen sol­len und mar­kierst sie mit Klick in das vor­an­ge­stellte Käst­chen.

Dabei merkst Du jetzt schon etwas ganz Wich­ti­ges: Die Sei­ten müs­sen schon in Word­Press ange­legt und auch ver­öf­fent­licht sein! Du kannst nicht ein­fach einen Menü­punkt hin­zu­fü­gen und die Seite spä­ter erstel­len. Daher soll­test Du Dir vor­her schon genau Gedan­ken über Deine Sei­ten- und Menü­struk­tur machen (die müs­sen näm­lich nicht iden­tisch sein!). Außer­dem emp­fiehlt es sich, die Seite schon fer­tig­ge­stellt zu haben. Ist aber eigent­lich logisch, oder? Du möch­test ja kei­nem Leser eine Bau­stel­len­seite zumu­ten. Das hat man vor zwan­zig Jah­ren mal gemacht, heute weiß man es bes­ser …

Der erste Tab zeigt Dir dabei die zuletzt erstell­ten Sei­ten. Der mitt­lere Tab zeigt Dir alle Sei­ten in Dei­ner Word­Press-Instal­la­tion, mit dem rech­ten Tab “Suchen” kannst Du auch den Namen der gewünsch­ten Seite ange­ben — wenn Du viele Sei­ten hast, ist das bei beste Methode.

Hast Du alle Sei­ten gefun­den, und ange­klickt, die in Dei­nem Menü erschei­nen sol­len, so klickst Du auf den grauen But­ton “Zum Menü hin­zu­fü­gen”.

 

Du kannst nicht nur Sei­ten, son­dern auch Bei­träge oder auch Kate­go­rien zu Dei­nem Menü hin­zu­fü­gen. Falls Du also einen Blog­bei­trag geschrie­ben hast, den mög­lichst jeder Dei­ner Leser sehen soll, so kannst Du ihn auch ins Menü auf­neh­men:

Dazu klickst Du auf Bei­träge und dann auf den Namen des Blog­bei­trags, der im Menü erschei­nen soll. Ich nehme hier als Bei­spiel mal mei­nen Blog­bei­tag aus der ver­gan­ge­nen Woche, Favicon in Word­Press ein­bin­den — auch weil das so schön zum Thema Word­Press passt.

 

Auch hier muss ich dann wie­der auf den But­ton “Zum Menü hin­zu­fü­gen” kli­cken, um den Bei­trag auch tat­säch­lich ins Menü zu inte­grie­ren.

Ich kann sogar auf externe Web­sei­ten in mei­nem Menü ver­lin­ken — was nor­ma­ler­weise viel­leicht nicht so sinn­voll ist, was aber bei­spiels­weise dann ver­wen­det wer­den kann, wenn es sich bei der Web­site um eine Por­tals­eite han­delt und von dort auf ver­schie­dene Unter­neh­men ver­linkt wer­den soll. Dafür klickst Du ein­fach auf “Indi­vi­du­elle Links” und gibst neben dem URL (der Web­adresse) den gewünsch­ten Link-Text an. Ich mache das mal für meine Start­seite mei­nes Web­auf­tritts mei­ner Bera­tungs­agen­tur Rat & Tat Mar­ke­ting.

Kom­men wir zur letz­ten Mög­lich­keit, die ich Dir hier vor­stel­len will: Dem Hin­zu­fü­gen von Kate­go­rien als Links im Menü. Dafür klickst Du in der lin­ken Spalte auf “Kate­go­rien” und wählst dann die von Dir gewünsch­ten Kate­go­rien aus, die Du gern in Dei­nem Menü hät­test.

Viel­leicht ist Dir auf­ge­fal­len, dass ich zwei Menü­punkte in der lin­ken Spalte nicht erwähnt habe, die in mei­nen Screen­shots zu sehen sind. Sowohl Coo­kie Law Info als auch Thrive­Bo­xes Menu Trig­ger sind durch von mir ver­wen­dete Plugins dort sicht­bar — bei Dir wer­den sie wahr­schein­lich nicht zu sehen sein. Da es sich um Spe­zi­al­fälle han­delt, erkläre ich sie hier nicht.

3. Umstrukturieren der Menüpunkte

Wie Du siehst, sind die von mir hin­zu­ge­füg­ten Menü­ele­mente nun ein­fach nur unter­ein­an­der in der Rei­hen­folge des Hin­zu­fü­gens zu sehen. Das ist nicht beson­ders hübsch und auch nicht logisch ange­ord­net.

Darum kannst Du nun die eigent­li­che Menü­struk­tur erstel­len — und zwar durch “Drag and drop” — also Zie­hen und Able­gen. Dafür klickst Du den gewünsch­ten Menü­punkt an und ziehst ihn ent­we­der ver­ti­kal an eine neue Posi­tion oder Du ziehst hori­zon­tal und ver­än­derst damit die Hier­ar­chie und Ver­schach­te­lung des Menüs.

Im nächs­ten Screen­shot siehst Du, dass ich den Menü­punkt “Rat & Tat Mar­ke­ting” nun ganz ans Ende gescho­ben habe, die Kate­go­rie “Blog­gen” in die Kate­go­rie “Grund­la­gen” inte­griert und den Blog­bei­trag “Favicon in Word­Press ein­bin­den” in die Kate­go­rie “Blog­gen” ein­ge­fügt habe.

Auf diese Weise kannst Du sehr ver­schach­telte Menüs auf­bauen. Aber Ach­tung: Über­for­dere Deine Leser nicht! Nor­ma­ler­weise kommst Du mit einer ein­zi­gen Unter­ebene gut aus — mein Bei­spiel hier ist wirk­lich schon fast zu kom­plex. Aber manch­mal kommt man an sol­chen Ver­schach­te­lun­gen nicht vor­bei — denn es ist wich­tig, dass Du mög­lichst nicht mehr als sie­ben Haupt­me­nü­punkte Dei­nen Lesern anbie­test — bes­ser sind sogar nur fünf.

Warum ist das so?

Die meis­ten Men­schen sind nicht in der Lage, mehr als sie­ben Ele­mente auf einen Blick zu erfas­sen und sich zu mer­ken. Daher sie­ben. Außer­dem würde sich auf klei­ne­ren Moni­to­ren die Menü­leiste bei mehr Ein­trä­gen wahr­schein­lich umbre­chen — und ein zwei­zei­li­ges Menü ist “pott­häss­lich” und ein No-Go, das macht man ein­fach nicht. Warum fünf Ele­mente im Menü und nicht sechs oder vier? Weil viele Men­schen eine unge­rade Zahl im Menü ein­fach als har­mo­ni­scher emp­fin­den — und Du möch­test ja, dass Deine Besu­cher sich wohl­füh­len.

Bedenke auch, dass Du immer auch einen Menü­punkt für Kon­takt bezie­hungs­weise das Impres­sum vor­hal­ten soll­test. Ein­mal, um es Dei­nen Lesern zu erleich­tern, Kon­takt mit Dir auf­zu­neh­men (Du willst doch Kun­den, oder?) und das Impres­sum darf außer­dem höchs­tens zwei Klicks zum Auf­ruf benö­ti­gen. Hast Du einen Shop, so möch­test Du natür­lich auch die­sen inte­grie­ren.

Tipp 1

Ein klei­ner Trick zum Thema Impres­sum und Daten­schutz: Beide Sei­ten müs­sen von jeder Seite Dei­ner Web­site erreich­bar sein. Des­we­gen gehö­ren die ent­we­der direkt ins Menü oder Du packst sie — gern auch zusätz­lich — in die Fuß­zeile. Nie­mand ver­langt, dass sie im Haupt­menü ste­hen.

Im nach­ste­hen­den Screen­shot habe ich jetzt ein­fach mal noch die Links zum Impres­sum und der Daten­schutz­er­klä­rung ein­ge­fügt und auch einen Link zu einem Shop ein­ge­baut. Jetzt haben wir fünf Haupt­me­nü­punkte.

4. Menü-Einstellungen

Unter­halb des Menüs siehst Du nun noch den Punkt Menü-Ein­stel­lun­gen. Die ein­zel­nen Punkte erkläre ich Dir hier auch noch kurz:

Seiten automatisch hinzufügen

Die­ses Häk­chen setzt Du bes­ser nicht! Sonst ist Dein Menü ganz schnell ultra lang, bricht auf zwei oder gar mehr Zei­len um und zeigt jedem, dass Du Dich mit Word­Press über­haupt nicht aus­kennst.

Position im Theme

Das sind wich­tige Ein­stel­lun­gen. Denn hier legst Du fest, wo und wie das Menü ver­wen­det wer­den soll. Pri­mary Menu ist das Haupt­menü oben auf der Seite. Eine Zeit lang war es sehr popu­lär, auch ein zwei­tes Menü im Fuß­be­reich einer Web­site anzu­bie­ten — das Span­nende daran ist, dass es auch vom Haupt­menü oben abwei­chen kann. Wenn Du hier kei­nen Ein­trag siehst, bie­tet Dein Tem­plate keine Mög­lich­keit für ein Foo­ter-Menü.

Die bei­den fol­gen­den Optio­nen, die Du in mei­nem Screen­shot siehst, wirst Du bei Dir auch nur sehen, wenn Du das Plugin Digi­mem­ber instal­liert hast. Mit Digi­mem­ber kann man einen geschütz­ten Mit­glie­der­be­reich auf sei­ner Web­site ein­rich­ten. So kann man den ein­ge­logg­ten Mit­glie­dern andere Menü­punkte als den nor­ma­len Web­site-Besu­chern anbie­ten.

5. Das neue Menü der Website zuweisen

Jetzt musst Du Dein neues Menü natür­lich noch der Web­site zuwei­sen. Auch das ist wirk­lich ganz ein­fach. Ent­we­der, Du klickst nun unten in den Menü-Ein­stel­lun­gen auf Pri­mary Menu und dann auf Menü spei­chern. Oder Du klickst oben auf den Rei­ter Posi­tio­nen ver­wal­ten und weist Dein neues Menü hier dem Pri­mary Menu zu. Das ist gehupft wie gesprun­gen.

Um Dir zu zei­gen, dass auch alles funk­tio­niert hat, habe ich mal kurz­fris­tig unser Test­menü als Haupt­menü akti­viert. Ich hoffe, dass ich nicht zu viele Leser mit die­ser Aktion ver­wirrt habe … 😉

Fazit und Hinweis auf unseren Einsteiger-Kurs

Du siehst, für die Navi­ga­tion in Word­Press ein Menü zu erstel­len und zu ver­än­dern ist wirk­lich kein Hexen­werk.

Tipp 2

Wenn Dir die­ses Tuto­rial für Word­Press hilf­reich war und Du mehr ler­nen möch­test, dann trage Dich doch ein­fach schon mal unver­bind­lich in die War­te­liste für den WP 4+2 W Word­Press und Blog­Mar­ke­ting für Ein­stei­ger-Kurs von Jonas Tiet­gen von WP-Nin­jas und mir ein. Vor­aus­sicht­lich am 27. April 2017 geht unser Kurs in die zweite Runde und Du kannst dabei sein und Dich von uns ganz ent­spannt und Schritt für Schritt in Word­Press und die Ver­mark­tung Dei­nes Blogs ein­füh­ren las­sen. Warum ganz ent­spannt? Unser Kurs geht über vier Wochen, wir bie­ten Dir aber wei­tere zwei Wochen Sup­port über unsere Face­book-Gruppe. Also, trag Dich ein, wir sehen uns! 🙂  

Und falls Du noch einen Kom­men­tar hin­ter­las­sen möch­test — sehr gern, ich freue mich auf Dein Feed­back!

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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