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Die Navigation in WordPress – wie Du einfach ein Menü erstellst

Letzte Aktualisierung 27. Dezember 2018

Eigentlich wollte ich Dir heute einen ganz anderen Artikel präsentieren. Aber dann kam in der letzten Woche in einem großen bekannten Blog ein Artikel zu genau diesem Thema heraus. Da ich nicht wie ein Trittbrettfahrer aussehen möchte, muss dieser Artikel nun etwas warten. So kann er aber noch weiter reifen – wie bei einem guten Wein kann dieser Prozess bei Evergreen-Artikeln nie schaden.

So kommt es, dass ich heute ein weiteres WordPress-Thema aufgreife, auf Wunsch einer Leserin und Fan meiner Facebook-Seite.

Annette schrieb nämlich als Kommentar zu meinem Post auf Facebook:

Liebe Birgit Schultz, Du hast mir heute meine Zuversicht wieder gegeben. Ich stolpere im Moment durch WordPress, um eine Subdomain aufzubauen. Hast Du auch einen Artikel, wo man die Navigation einstellt, etc.? 🙂

Bei so einer Steilvorlage konnte ich natürlich nicht widerstehen – und so zeige ich Dir heute, wie einfach es ist, ein Menü in WordPress zu erstellen.

1. Ein Menü erstellen

Normalerweise bringt jedes Template zumindest ein einfaches Hauptmenü mit sich. Das kannst Du dann entweder nach Deinen Vorstellungen anpassen – oder ein neues erstellen.

Vorweg muss ich schicken, dass Du Administrator-Rechte haben musst, um ein Menü zu erstellen oder zu bearbeiten. Ich finde das sehr unpraktisch, denn so schwer ist es wirklich nicht.

Klicke für die Erstellung oder Bearbeitung eines Menüs links im WordPress Menü auf Design und dann auf Menüs. Für diesen und alle nachfolgenden Screenshots gilt: Einfach auf das Bild klicken, dann wird es Dir vergrößert angezeigt und Du kannst alle Einstellungen besser lesen!

Navigation in WordPress einrichten

Für ein neues Menü (was zum Testen und Lernen vielleicht keine schlechte Idee ist) klickst Du dann auf den Link „oder erstelle ein neues Menü„.

 

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Dann vergibst Du einen Namen (hier im Beispiel „Testmenü“) und klickst auf Menü erstellen. Dann siehst Du das folgende Bild:

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Die Menüstruktur ist natürlich noch leer. Zu den Menü-Einstellungen komme ich etwas später.

2. Seiten und andere Elemente hinzufügen

Wie angegeben, findest Du die möglichen Menüeinträge in der linken Spalte Hier suchst Du nun die Seiten, die in Deinem Menü erscheinen sollen und markierst sie mit Klick in das vorangestellte Kästchen.

Dann vergibst Du einen Namen (hier im Beispiel "Testmenü") und klickst auf Menü erstellen. Dann siehst Du das folgende Bild:

Dabei merkst Du jetzt schon etwas ganz Wichtiges: Die Seiten müssen schon in WordPress angelegt und auch veröffentlicht sein! Du kannst nicht einfach einen Menüpunkt hinzufügen und die Seite später erstellen. Daher solltest Du Dir vorher schon genau Gedanken über Deine Seiten- und Menüstruktur machen (die müssen nämlich nicht identisch sein!). Außerdem empfiehlt es sich, die Seite schon fertiggestellt zu haben. Ist aber eigentlich logisch, oder? Du möchtest ja keinem Leser eine Baustellenseite zumuten. Das hat man vor zwanzig Jahren mal gemacht, heute weiß man es besser …

Der erste Tab zeigt Dir dabei die zuletzt erstellten Seiten. Der mittlere Tab zeigt Dir alle Seiten in Deiner WordPress-Installation, mit dem rechten Tab „Suchen“ kannst Du auch den Namen der gewünschten Seite angeben – wenn Du viele Seiten hast, ist das bei beste Methode.

Hast Du alle Seiten gefunden, und angeklickt, die in Deinem Menü erscheinen sollen, so klickst Du auf den grauen Button „Zum Menü hinzufügen„.

Dann vergibst Du einen Namen (hier im Beispiel "Testmenü") und klickst auf Menü erstellen. Dann siehst Du das folgende Bild:

 

Du kannst nicht nur Seiten, sondern auch Beiträge oder auch Kategorien zu Deinem Menü hinzufügen. Falls Du also einen Blogbeitrag geschrieben hast, den möglichst jeder Deiner Leser sehen soll, so kannst Du ihn auch ins Menü aufnehmen:

Dazu klickst Du auf Beiträge und dann auf den Namen des Blogbeitrags, der im Menü erscheinen soll. Ich nehme hier als Beispiel mal meinen Blogbeitag aus der vergangenen Woche, Favicon in WordPress einbinden – auch weil das so schön zum Thema WordPress passt.

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Auch hier muss ich dann wieder auf den Button „Zum Menü hinzufügen“ klicken, um den Beitrag auch tatsächlich ins Menü zu integrieren.

Ich kann sogar auf externe Webseiten in meinem Menü verlinken – was normalerweise vielleicht nicht so sinnvoll ist, was aber beispielsweise dann verwendet werden kann, wenn es sich bei der Website um eine Portalseite handelt und von dort auf verschiedene Unternehmen verlinkt werden soll. Dafür klickst Du einfach auf „Individuelle Links“ und gibst neben dem URL (der Webadresse) den gewünschten Link-Text an. Ich mache das mal für meine Startseite meines Webauftritts meiner Beratungsagentur Rat & Tat Marketing.

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Kommen wir zur letzten Möglichkeit, die ich Dir hier vorstellen will: Dem Hinzufügen von Kategorien als Links im Menü. Dafür klickst Du in der linken Spalte auf „Kategorien“ und wählst dann die von Dir gewünschten Kategorien aus, die Du gern in Deinem Menü hättest.

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Vielleicht ist Dir aufgefallen, dass ich zwei Menüpunkte in der linken Spalte nicht erwähnt habe, die in meinen Screenshots zu sehen sind. Sowohl Cookie Law Info als auch ThriveBoxes Menu Trigger sind durch von mir verwendete Plugins dort sichtbar – bei Dir werden sie wahrscheinlich nicht zu sehen sein. Da es sich um Spezialfälle handelt, erkläre ich sie hier nicht.

3. Umstrukturieren der Menüpunkte

Wie Du siehst, sind die von mir hinzugefügten Menüelemente nun einfach nur untereinander in der Reihenfolge des Hinzufügens zu sehen. Das ist nicht besonders hübsch und auch nicht logisch angeordnet.

Darum kannst Du nun die eigentliche Menüstruktur erstellen – und zwar durch „Drag and drop“ – also Ziehen und Ablegen. Dafür klickst Du den gewünschten Menüpunkt an und ziehst ihn entweder vertikal an eine neue Position oder Du ziehst horizontal und veränderst damit die Hierarchie und Verschachtelung des Menüs.

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Im nächsten Screenshot siehst Du, dass ich den Menüpunkt „Rat & Tat Marketing“ nun ganz ans Ende geschoben habe, die Kategorie „Bloggen“ in die Kategorie „Grundlagen“ integriert und den Blogbeitrag „Favicon in WordPress einbinden“ in die Kategorie „Bloggen“ eingefügt habe.

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Auf diese Weise kannst Du sehr verschachtelte Menüs aufbauen. Aber Achtung: Überfordere Deine Leser nicht! Normalerweise kommst Du mit einer einzigen Unterebene gut aus – mein Beispiel hier ist wirklich schon fast zu komplex. Aber manchmal kommt man an solchen Verschachtelungen nicht vorbei – denn es ist wichtig, dass Du möglichst nicht mehr als sieben Hauptmenüpunkte Deinen Lesern anbietest – besser sind sogar nur fünf.

Warum ist das so?

Die meisten Menschen sind nicht in der Lage, mehr als sieben Elemente auf einen Blick zu erfassen und sich zu merken. Daher sieben. Außerdem würde sich auf kleineren Monitoren die Menüleiste bei mehr Einträgen wahrscheinlich umbrechen – und ein zweizeiliges Menü ist „potthässlich“ und ein No-Go, das macht man einfach nicht. Warum fünf Elemente im Menü und nicht sechs oder vier? Weil viele Menschen eine ungerade Zahl im Menü einfach als harmonischer empfinden – und Du möchtest ja, dass Deine Besucher sich wohlfühlen.

Bedenke auch, dass Du immer auch einen Menüpunkt für Kontakt beziehungsweise das Impressum vorhalten solltest. Einmal, um es Deinen Lesern zu erleichtern, Kontakt mit Dir aufzunehmen (Du willst doch Kunden, oder?) und das Impressum darf außerdem höchstens zwei Klicks zum Aufruf benötigen. Hast Du einen Shop, so möchtest Du natürlich auch diesen integrieren.

Tipp 1

Ein kleiner Trick zum Thema Impressum und Datenschutz: Beide Seiten müssen von jeder Seite Deiner Website erreichbar sein. Deswegen gehören die entweder direkt ins Menü oder Du packst sie – gern auch zusätzlich – in die Fußzeile. Niemand verlangt, dass sie im Hauptmenü stehen.

Im nachstehenden Screenshot habe ich jetzt einfach mal noch die Links zum Impressum und der Datenschutzerklärung eingefügt und auch einen Link zu einem Shop eingebaut. Jetzt haben wir fünf Hauptmenüpunkte.

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4. Menü-Einstellungen

Unterhalb des Menüs siehst Du nun noch den Punkt Menü-Einstellungen. Die einzelnen Punkte erkläre ich Dir hier auch noch kurz:

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Seiten automatisch hinzufügen

Dieses Häkchen setzt Du besser nicht! Sonst ist Dein Menü ganz schnell ultra lang, bricht auf zwei oder gar mehr Zeilen um und zeigt jedem, dass Du Dich mit WordPress überhaupt nicht auskennst.

Position im Theme

Das sind wichtige Einstellungen. Denn hier legst Du fest, wo und wie das Menü verwendet werden soll. Primary Menu ist das Hauptmenü oben auf der Seite. Eine Zeit lang war es sehr populär, auch ein zweites Menü im Fußbereich einer Website anzubieten – das Spannende daran ist, dass es auch vom Hauptmenü oben abweichen kann. Wenn Du hier keinen Eintrag siehst, bietet Dein Template keine Möglichkeit für ein Footer-Menü.

Die beiden folgenden Optionen, die Du in meinem Screenshot siehst, wirst Du bei Dir auch nur sehen, wenn Du das Plugin Digimember installiert hast. Mit Digimember kann man einen geschützten Mitgliederbereich auf seiner Website einrichten. So kann man den eingeloggten Mitgliedern andere Menüpunkte als den normalen Website-Besuchern anbieten.

5. Das neue Menü der Website zuweisen

Jetzt musst Du Dein neues Menü natürlich noch der Website zuweisen. Auch das ist wirklich ganz einfach. Entweder, Du klickst nun unten in den Menü-Einstellungen auf Primary Menu und dann auf Menü speichern. Oder Du klickst oben auf den Reiter Positionen verwalten und weist Dein neues Menü hier dem Primary Menu zu. Das ist gehupft wie gesprungen.

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Um Dir zu zeigen, dass auch alles funktioniert hat, habe ich mal kurzfristig unser Testmenü als Hauptmenü aktiviert. Ich hoffe, dass ich nicht zu viele Leser mit dieser Aktion verwirrt habe … 😉

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Fazit und Hinweis auf unseren Einsteiger-Kurs

Du siehst, für die Navigation in WordPress ein Menü zu erstellen und zu verändern ist wirklich kein Hexenwerk.

Tipp 2

Wenn Dir dieses Tutorial für WordPress hilfreich war und Du mehr lernen möchtest, dann trage Dich doch einfach schon mal unverbindlich in die Warteliste für den WP 4+2 W WordPress und BlogMarketing für Einsteiger-Kurs von Jonas Tietgen von WP-Ninjas und mir ein. Voraussichtlich am 27. April 2017 geht unser Kurs in die zweite Runde und Du kannst dabei sein und Dich von uns ganz entspannt und Schritt für Schritt in WordPress und die Vermarktung Deines Blogs einführen lassen. Warum ganz entspannt? Unser Kurs geht über vier Wochen, wir bieten Dir aber weitere zwei Wochen Support über unsere Facebook-Gruppe. Also, trag Dich ein, wir sehen uns! 🙂  

Und falls Du noch einen Kommentar hinterlassen möchtest – sehr gern, ich freue mich auf Dein Feedback!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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