Newsletter-Liste Putzplan - einf frustrierter Hausmann

Deine Newsletter-Liste braucht einen Putzplan — ehrlich!

Damit Deine News­let­ter-Liste für Dich zum wirk­sa­men Mar­ke­ting-Instru­ment wird, musst Du sie auch regel­mä­ßig aus­mis­ten. Warum das so ist und wie Du das am bes­ten machst, erfährst Du in die­sem Bei­trag.

Die Berei­ni­gung Dei­ner News­let­ter-Liste ist der dritte Teil mei­ner vier­tei­li­gen Mini­se­rie zum Thema News­let­ter-Mar­ke­ting vor. Die ein­zel­nen Teile sind:

1.) Was Du bei der Aus­wahl Dei­nes News­let­ter-Pro­vi­ders beach­ten soll­test
2.) Stra­te­gien für den Auf­bau Dei­ner News­let­ter-Liste
3.) Deine News­let­ter-Liste braucht eine Putz­plan
4.) Active­Cam­paign Grund­la­gen

Ich war ent­setzt.

Ich war trau­rig.

Ich konnte es nicht ver­ste­hen.

Warum hatte sich die News­let­ter-Abon­nen­tin wie­der bei mir abge­mel­det? Ich hatte doch so viel Ener­gie dar­auf ver­wen­det, sie zu gewin­nen! Und ich hatte doch alles rich­tig gemacht: Regel­mä­ßig den News­let­ter ver­sen­det, nicht zu lang, nicht zu kurz, mit exklu­si­ven Tipps und wert­vol­len Inhal­ten!

Und nun das!

Ich hatte erst­mals ein kos­ten­pflich­ti­ges Ange­bot gemacht — und schwups, war die erste Abmel­dung da! Und die nächste. Und noch eine! Halt! Haaaalt!

Das war natür­lich nur der erste Impuls. Im Grunde wusste ich, dass die­ser Moment kom­men würde und im Grunde wusste ich auch, dass die­ser Pro­zess gut für meine News­let­ter-Liste ist.

Wie jetzt? Gut?

Warum Abmeldungen gut für Deine Newsletter-Liste sind

Auch wenn Du viel Ener­gie, Mühe, mög­li­cher­weise sogar Geld in die Gewin­nung Dei­ner News­let­ter-Abon­nen­ten gesteckt hast, ein Teil Dei­ner Abon­nen­ten wird trotz­dem wert­los für Dich sein.

Warum ist das so?

1) Ein Teil Deiner Abonnenten öffnet Deine Newsletter nicht

An jeder Ecke im Inter­net wird man heut­zu­tage auf­ge­for­dert, einen News­let­ter zu abon­nie­ren. Und oft genug nimmst Du auch spon­tan das Ange­bot an. Sei es, weil Du den Blog­bei­trag span­nend fan­dest, den Du gerade gele­sen hast und eigent­lich auf dem Lau­fen­den blei­ben willst, wenn ein neuer erscheint. Sei es, weil Du ein Free­bie haben woll­test, das es nur im Aus­tausch gegen Deine Adresse gab. Weil Du an einer Chal­lenge teil­neh­men woll­test oder an einem Webi­nar. Oder weil Du einer Netz­werk­kol­le­gin einen Gefal­len tun woll­test.

Ich weiß nicht, wie viele News­let­ter Du abon­niert hast — bei mir sind es sehr, sehr viele. In die­ser Bezie­hung bin ich ein Hams­ter. Und weil es so viele sind, lese ich natür­lich auch nicht alle. Manch­mal genügt es mir, die Über­schrift zu sehen und zu wis­sen, aha, da gibt es etwas Neues. Wenn ich alle News­let­ter lesen wollte, die ich abon­niert habe, so müsste ich jeden Tag bestimmt eine ganze Stunde nur auf ihre Lek­türe ver­wen­den. So viel Zeit habe ich natür­lich nicht. Trotz­dem möchte ich wei­ter infor­miert sein. Das sind die News­let­ter, die ich wei­ter abon­niere, obwohl ich viele davon nur sehr sel­ten öffne. Das ist völ­lig nor­mal.

Aber wenn ein Abon­nent Dei­nen News­let­ter nach einer Weile noch nie geöff­net hat, kannst Du davon aus­ge­hen, dass er das auch in Zukunft nicht tun wird. Womög­lich lei­tet er (oder sein Pro­vi­der) Dei­nen News­let­ter direkt in den Spam-Ord­ner um.

Diese Abon­nen­ten sind für Dich wert­los.

Die Erkennt­nis ist viel­leicht hart, aber genau so ver­hält es sich. Ein Abon­nent, der kein Leser ist, ist nur eine Zahl.

2) Ein Teil Deiner Abonnenten klickt in Deinem Newsletter keine Links an

Es gibt auch Abon­nen­ten, die lesen zwar Dei­nen News­let­ter, aber sie kli­cken nicht auf die Links, die Du ihnen prä­sen­tierst. Sie wol­len offen­bar Dei­nen Blog­bei­trag nicht lesen, sie inter­es­sie­ren sich nicht für die Sei­ten und Tools, auf die Du ver­linkst — und sie kli­cken auch nicht auf die Links, die zu Dei­nen Ange­bo­ten füh­ren.

Auch von die­sen Abon­nen­ten hast Du kei­nen wirk­li­chen Nut­zen. Wer ab und zu nur klickt, der ver­mit­telt Dir wert­volle Erkennt­nisse über die Dinge, die Deine Leser inter­es­sie­ren. Aber wer nie klickt wird auch nie Dein Kunde wer­den.

Um nun her­aus­zu­fin­den, warum das so ist, kannst Du in regel­mä­ßi­gen Abstän­den — das ist Dein Putz­plan — die Abon­nen­ten anschrei­ben, auf die Punkt 1) und Punkt 2) zutref­fen.

3) Ein Teil Deiner Abonnenten reagiert auch nicht auf Nachfragen

Selek­tiere in Dei­nem News­let­ter-Tool genau die Emp­fän­ger, die noch nie einen Dei­ner News­let­ter geöff­net haben und auch die, die noch nie geklickt haben. Nur denen schreibst Du dann eine ganz per­sön­li­che Mail, in der Du schon im Betreff um Hilfe bit­test. Du fragst näm­lich nach den Grün­den, warum sie nicht öff­nen und kli­cken. Und Du bit­test sie, sich doch aus Dei­ner Liste aus­zu­tra­gen, wenn sie kein Inter­esse daran haben, wei­ter von dir Post zu bekom­men.

Auch die Reak­tio­nen der Emp­fän­ger die­ser Mail ver­folgst Du nach: Wer öff­net, wer klickt? Wer nach einer Woche weder geöff­net noch geklickt hat, wird von Dir aus der Liste ent­fernt. Zack!

Warum niedrige Interaktionsraten schlecht für Deinen Newsletter sind

Durch diese Maß­nahme — das regel­mä­ßige Löschen der Abon­nen­ten, die sowieso nicht lesen und kli­cken, kannst Du die soge­nannte Inter­ak­ti­ons­rate Dei­nes News­let­ters erhö­hen.

Warum ist die Interaktionsrate wichtig und wie hoch sollte sie sein?

Der eine Grund liegt auf der Hand: Wer als Abon­nent Dei­nes News­let­ters sich noch nicht ein­mal die Mühe macht, Dei­nen News­let­ter zu öff­nen und auch mal auf einen Dei­ner Links zu kli­cken, der wird auch nie bei Dir Kunde wer­den. Wenn er aber nie bei Dir Kunde wer­den wird, warum ihn dann mit Infor­ma­tio­nen ver­sor­gen? Die­ser Leser ver­rin­gert den Wert Dei­ner Liste (Du erin­nerst Dich: Ein Kon­takt in einer guten News­let­ter-Liste steht für etwa einen Euro Umsatz, den Du mit den Abon­nen­ten Dei­ner Liste monat­lich errei­chen kannst). Ver­giss nie den eigent­li­chen Zweck Dei­ner News­let­ter-Liste: Sie ist eines Dei­ner wich­tigs­ten Ver­triebs­in­stru­mente!

Ein wei­te­rer Grund ist mehr indi­rekt, aber nicht weni­ger wich­tig! Bei einer gerin­gen Inter­ak­ti­ons­rate (oder enga­ge­ment rate, wie es im Eng­li­schen heißt) ist die Gefahr sehr hoch, dass schon auf der Seite des E-Mail-Pro­vi­ders des Emp­fän­gers die Mail als für Dich bedeu­tungs­los im Spam-Ord­ner oder im Wer­bung-Ord­ner lan­det. Denn viele — so auch ich — abon­nie­ren einen News­let­ter nicht mit ihrer “bes­ten” E-Mail-Adresse (also der geschäft­li­chen), son­dern mit einem freien Web­mai­ler wie Goog­le­mail, Yahoo­Mail, Web.de oder GMX. Und diese E-Mail-Pro­vi­der schauen sich natür­lich die Inhalte Dei­nes News­let­ters vor der Zustel­lung an, um gleich eine Vor­sor­tie­rung vor­neh­men zu kön­nen.

Darum ist es auch so wich­tig, dass Du Deine News­let­ter-Emp­fän­ger darum bit­test, den News­let­ter abzu­be­stel­len, wenn sie ihn nicht mehr haben möch­ten, statt ihn durch den Spam­fil­ter aus­sor­tie­ren zu las­sen. Denn diese “Signale” wer­den von den News­let­ter-Anbie­tern auf­ge­nom­men und dann auch für die Leser, die Dei­nen News­let­ter gerne lesen (wol­len) in vor­aus­ei­len­dem Gehor­sam schon mal vor­sorg­lich in den Spam-Ord­ner sor­tiert. Wenn Dein Leser nicht schon ein gro­ßer Fan von Dir ist, fällt ihm das viel­leicht nicht oder erst spät auf — und Du ver­schwin­dest schnel­ler aus sei­nem Radar, als Dir lieb ist!

Wie hoch sollte so eine Interaktionsrate nun sein?

Das ist tat­säch­lich bran­chen­ab­hän­gig — und große Unter­neh­men kön­nen allein durch die Masse ihrer Emp­fän­ger eine schlech­tere pro­zen­tuale Inter­ak­ti­ons­rate ver­tra­gen als ein klei­nes Unter­neh­men oder gar Solo­pre­neure wie wir!

Hier habe ich recht aktu­elle Sta­tis­ti­ken zu E-Mail-Mar­ke­ting gefun­den und daran kannst Du sehen, dass die Inter­ak­ti­ons­ra­ten auch bran­chen­ab­hän­gig sind. Durch meine Putz-Aktio­nen habe ich Inter­ak­ti­ons­ra­ten von 30 bis 40 Pro­zent für meine Liste — was ich prima finde!

Der Putzplan für Deine Newsletter-Liste

Was soll­test Du also tun?

Überprüfe regelmäßig Deine Liste

Über­prüfe regel­mä­ßig Deine Liste, indem Du Dir anzei­gen lässt, wer Dei­nen News­let­ter noch nie geöff­net und noch nie geklickt hat. Wenn Du das immer zum Beginn eines neuen Quar­tals machst, kannst Du den Ter­min nicht ver­ges­sen.

Schreibe diese Emp­fän­ger an. Nutze eine auf­merk­sam­keits­starke Betreff­zeile. Bei­spiele für funk­tio­nie­rende Betreff­zei­len sind:

  • Kannst Du mir ein­mal hel­fen?
  • Bitte hilf mir, mei­nen News­let­ter zu ver­bes­sern!
  • Bist Du noch da?
  • Was gefällt Dir nicht?
  • Das ist Deine letzte Chance!

Einige die­ser Über­schrif­ten sind schon dicht an der Grenze zum Click-Bait (Bet­teln um Klicks) und das ist auch beab­sich­tigt. Wer selbst dar­auf nicht mehr reagiert, der wird auch einen News­let­ter mit einer seriö­sen Betreff­zeile garan­tiert nicht öff­nen.

Lösche dann nach einer Woche alle die­je­ni­gen, die auch diese Mail nicht geöff­net und nicht geklickt haben.

Überwache die Klickrate Deiner Newsletter

Schau Dir die Klick­rate eines jeden News­let­ters, den Du ver­sen­det hast und ver­sen­dest, an. Lerne dar­aus. Was fin­den Deine Leser span­nend? Wor­auf reagie­ren sie gar nicht oder nur sehr wenige Dei­ner Leser? So kannst Du Dei­nen News­let­ter immer mehr an die Bedürf­nisse Dei­ner Leser anpas­sen und Du lernst mit jeder Aus­sen­dung dazu! Das sind auch wich­tige Erkennt­nisse für Dei­nen Blog. Mach Dir Noti­zen in Dei­nem Labor­buch dazu — das, was Du da lernst, ist pures Gold für Dein Geschäft!

Wie gehst Du mit “Kar­tei­lei­chen” in Dei­ner News­let­ter-Liste um? Lässt Du sie in der Liste und freust Dich ein­fach an der gro­ßen Zahl oder gehst Du bereits so vor, wie ich es emp­fehle? Hast Du viel­leicht noch wei­tere Tipps für die ande­ren Leser und für mich? Schreibe mir gerne einen Kom­men­tar! Ich freue mich dar­auf 🙂

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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