Newsletter-Marketing - eine Reise

Warum Newsletter-Marketing so wichtig für Solopreneurinnen ist

News­let­ter-Mar­ke­ting — die einen lie­ben es, die ande­ren ver­teu­feln es. Erst kürz­lich gab es in mei­ner Mar­ke­ting-Zau­ber-Face­book-Gruppe dazu wie­der mal eine Dis­kus­sion. Darum möchte ich Dich heute mit­neh­men auf eine Reise zum bes­se­ren Ver­ständ­nis, warum News­let­ter-Mar­ke­ting ein sehr wich­ti­ges Instru­ment für Deine Kun­den­ge­win­nung ist.

Irgend­wann stellt sich jeder Solo­pre­neu­rin, die das Inter­net zur Kun­den­ge­win­nung nutzt, die Frage: Will ich einen News­let­ter anbie­ten — oder lie­ber nicht? Bei denen, die sich (bis­lang noch) dage­gen ent­schie­den haben, stelle ich vor allem eines immer wie­der fest: Sie betrach­ten News­let­ter aus­schließ­lich aus ihrer eige­nen Per­spek­tive, aus ihrer per­sön­li­chen Kon­su­men­ten-Sicht. Soll­test Du also dazu gehö­ren — lies bitte unbe­dingt wei­ter. Soll­test Du News­let­ter sowieso schon als ein inter­es­san­tes Instru­ment zur Kun­den­ge­win­nung und Kun­den­bin­dung anse­hen, lies auch wei­ter — Du bekommst in die­sem Arti­kel bestimmt viele Ideen, was Du alles noch mit Dei­nem News­let­ter errei­chen kannst — und am Ende ver­rate ich auch noch ein Geheim­nis.

Newsletter-Marketing — die Reisevorbereitung

Wir schauen uns hier also News­let­ter aus Unter­neh­mer­sicht an. Lass also zunächst mal außen vor, was Dich per­sön­lich an News­let­tern nervt und betrachte ein­mal nüch­tern, was Dir ein News­let­ter an Nut­zen brin­gen kann.

In Deutsch­land haben wir eine merk­wür­dige Kul­tur der Ableh­nung von allem, was mit Mar­ke­ting und Ver­trieb zu tun hat.

Unter­neh­mer machen Gewinne!

Wie schlimm sind die denn?!!

Ja, ich habe frü­her auch so gedacht.

Bevor ich mich selbst­stän­dig gemacht habe.

Die Selbst­stän­dig­keit hat mir dann aber die Augen geöff­net. Es ist nicht ver­werf­lich, wenn Unter­neh­men Gewinne machen. Es ist uner­läss­lich und — unser Gesetz­ge­ber for­dert das sogar (ansons­ten ist unser Busi­ness näm­lich kein Busi­ness, son­dern Lieb­ha­be­rei!).

Nun also zum Thema zuerst eine Anek­dote aus mei­nem Unter­neh­mer­le­ben:

Newsletter-Marketing — meine Anfänge

Als ich 2003 meine Bera­tungs­agen­tur Rat & Tat Mar­ke­ting gegrün­det habe, habe ich gleich als ers­tes einen News­let­ter gestar­tet. Bis zu 300 Abon­nen­ten habe ich bis 2006 gewon­nen — damals ging alles noch lang­sa­mer und ich musste zunächst auch alles (inklu­sive des Dou­ble Opt Ins) per Hand ver­wal­ten. 2006 ent­deckte ich dann gleich­zei­tig Word­Press und RSS-Feeds. Und weißt Du was? Ich habe mei­nen News­let­ter ein­ge­stampft! Einer­seits, weil mir das alles zu auf­wen­dig war. Ande­rer­seits aber, weil ich glaubte, dass RSS das Ren­nen machen würde und bald nie­mand mehr News­let­ter abon­nie­ren würde.

Denn obwohl ich ja selbst Mar­ke­ting-Spe­zia­lis­tin bin: Ich fand RSS-Feeds viel gei­ler als News­let­ter — und das ist auch heute noch so: Purer Con­tent und nichts, was mir das Post­fach zumüllt.

Okaaaay­yyy? Dann lass uns mal schauen!

Kennst Du RSS-Feeds?

Nutzt Du sie?

Auch über zehn Jahre nach­dem ich zuerst dar­auf gesto­ßen bin, sind sie in Deutsch­land noch recht unbe­kannt — und wenn ich neue ange­hende Social Media Mana­ger in die Geheim­nisse der Kunst ein­weihe, kann ich davon aus­ge­hen, dass 60 bis 80 Pro­zent nie davon gehört haben. Bei mei­nen Kun­den sieht das Ver­hält­nis ganz ähn­lich aus.

Aber News­let­ter!

Die ken­nen sie alle.

Tot­ge­sagte leben näm­lich län­ger!

Und das hat seine Gründe.

Newsletter-Marketing — willkommen an Bord!

News­let­ter sind der direkte Weg zu Dei­nem Wunsch­kun­den. Ja, mehr noch: Wer sich für Dei­nen News­let­ter ein­ge­tra­gen hat, der hat gezeigt, dass er Dir (zumin­dest ein Stück weit) ver­traut. Er hat sich Dir geöff­net und nun ist es wesent­lich leich­ter, ihm oder ihr auch pas­sende Ange­bote zu machen.

Ja, viele News­let­ter-Abos ent­ste­hen, weil die Leute scharf auf Dein Free­bie sind. Ohne hät­ten sie sich — zunächst ein­mal — nicht ein­ge­tra­gen. Na und? Auf diese Art qua­li­fi­ziert sich der Abon­nent gleich für ein bestimm­tes Thema!

Newsletter-Marketing richtig gemacht — auf Kurs kommen!

Wenn Du es rich­tig machst und ein tag­ba­sier­tes Sys­tem ver­wen­dest, weißt Du genau, wer sich wel­ches Free­bie zu wel­chem Thema her­un­ter gela­den hat.

Wenn Du es rich­tig machst und GUTE News­let­ter ver­sen­dest, wer­den die Abon­nen­ten Dir auch als Leser treu blei­ben. Mehr noch: Sie wer­den sogar zu Kun­den! Und das willst Du doch auch, oder?

Willst Du diese Chance ver­spie­len? Oder ein­fach nicht nut­zen, weil Du per­sön­lich News­let­ter doof fin­dest oder wel­che in Dei­nem  Post­fach lan­den, die schlecht gemacht sind?

News­let­ter sind eine Chance, Dich mit hoch­wer­ti­gen Inhal­ten als Experte und Spe­zia­list zu posi­tio­nie­ren. Wenn Du das “ner­vige” Tracking anwen­dest, dann machst Du alles rich­tig — denn Mar­ke­ting ist nicht nur bunte Wer­bung schal­ten, Mar­ke­ting ist knall­har­tes Tes­ten, Mes­sen, Anpas­sen und wie­der neu tes­ten. Alles andere ist “Mar­ke­ting by hope” — und ich garan­tiere Dir: Das geht schief, bringt Dich vom Kurs ab und funk­tio­niert nicht.

Blinde Passagiere und tote Ladung im Newsletter-Marketing

Ja, es gibt die Leser, die Deine News­let­ter nie öff­nen. Die sich ein­fach nicht für das zu inter­es­sie­ren schei­nen, was Du Woche für Woche und Monat für Monat schickst.

Na und?!

Ich ver­su­che zunächst her­aus­zu­fin­den, ob es sich um blinde Pas­sa­giere oder um tote Ladung han­delt. Blinde Pas­sa­giere, das sind die, die uner­kannt mit­se­geln. Näm­lich die, die zwar Dei­nen News­let­ter öff­nen und lesen, aber die lesen, ohne die Bil­der anzu­zei­gen. Auch ein Tracking-Pixel ist letzt­lich nur ein Bild. Wird die­ser nie abge­ru­fen, so glaubt Dein Sys­tem, der News­let­ter sei nie geöff­net wor­den. Stimmt aber nicht. Jeden­falls, für blinde Pas­sa­giere hatte ich schon in jedem See­fah­rer-Film ein wei­ches Herz — die dür­fen blei­ben. 🙂

Was ich aber nicht mag, das ist “tote Ladung” — denn das sind die, die keine Bil­der anzei­gen und auch nie auf die Links kli­cken, die ich in mei­nen News­let­tern immer ein­baue. Die Links füh­ren zu mei­nen Blog­bei­trä­gen, zu Tools, Tipps und ja, auch zu Ange­bo­ten von mir und ande­ren, die ich dann und wann emp­fehle. Wer sich dafür nicht inter­es­siert, der wird mit an Sicher­heit gren­zen­der Wahr­schein­lich­keit auch nie Kunde bei mir wer­den.

Nach ein paar Mona­ten schmeiße ich die dann ein­fach aus der Liste. Die kos­ten mich nur unnö­tig Geld. Ja, es gibt die “Abstau­ber”, die nur Dein Free­bie wol­len und dann sich wie­der abmel­den. Ein Grund zum Jubeln! Warum, kannst Du in mei­nem Blog­bei­trag nach­le­sen: Deine News­let­ter-Liste braucht einen Putz­plan!

Flaggen, Bänder, Wimpel, Leuchtraketen im Newsletter-Marketing

Um nun unsere News­let­ter-Schiffe vol­ler Pas­sa­giere zu bekom­men, müs­sen wir unser Boot nicht nur chic, son­dern vor allem dar­auf auf­merk­sam machen. Mit dem, was Du aus Dei­ner Kon­su­men­ten­sicht wahr­schein­lich so doof fin­dest: Pop-Ups, Rib­bons und das ganze Gedöns.

Ja, die kön­nen ner­ven. Wenn sie schlecht und auf­dring­lich gemacht sind.

Aber sie funk­tio­nie­ren. Und Du kannst es ja bes­ser machen!

Meine Newsletter-Marketing-Schatzkiste

10 Argumente pro Newsletter-Marketing

Es gibt so unend­lich viele Argu­mente, die für das News­let­ter-Mar­ke­ting spre­chen. Hier sind meine zehn Favo­ri­ten:

  1. News­let­ter-Mar­ke­ting ist kos­ten­güns­tig
  2. Du kannst Dei­nen Lesern indi­vi­du­elle und sogar exklu­sive Ange­bote machen, die sonst nie­mand bekommt
  3. Du bist ganz dicht dran an Dei­nen Inter­es­sen­ten, fast wie in einem per­sön­li­chen Gespräch
  4. Du lernst Deine Leser mit der Zeit immer bes­ser ken­nen — und sie Dich!
  5. Dein Leser ist frei, zu ent­schei­den. Öff­nen — oder nicht. Lesen — oder nicht. Löschen — oder nicht. Abbe­stel­len — oder nicht.
  6. Du kannst Dei­nen Lesern Fra­gen stel­len — und sie wer­den anwor­ten!
  7. Du brauchst nicht viel “Tech­nik-Know-how” — der Start ist wirk­lich ein­fach.
  8. Du bringst Dich regel­mä­ßig in Erin­ne­rung, schaffst also soge­nannte “Kon­takt­punkte” bis der Inter­es­sent zum Kun­den wird.
  9. Du kannst Dei­nen News­let­ter so indi­vi­du­ell und ein­zig­ar­tig gestal­ten, wie Du es möch­test.
  10. Du holst “Traf­fic” auf Deine Web­site, Deine Ange­bote, Dei­nen Blog, Dei­nen You­Tube-Kanal oder Dei­nen Pod­cast

Der geheime Wert eines Newsletter-Abonnenten

Ich ver­rate Dir nun noch als Beloh­nung, dass Du bis zum Schluss auf mei­ner News­let­ter-Mar­ke­ting-Reise dabei geblie­ben bist, zwei Zah­len, die ziem­li­che Augen­öff­ner sind:

  1. Ohne Pop Ups und Co. hätte ich gut 70 % weni­ger News­let­ter-Abon­nen­ten!
  2. Jeder News­let­ter-Abon­nent ist unge­fähr einen Euro Umsatz mit Online-Busi­ness wert. Im Monat!

Fazit zum Newsletter-Marketing

So, wenn Du jetzt noch Geld auf dem Tisch lie­gen las­sen willst, wie die Ame­ri­ka­ner so schön sagen, bit­te­schön! Nie­mand wird gezwun­gen, einen News­let­ter anzu­bie­ten und zu ver­schi­cken. Das ist viel­leicht (Ach­tung! Pro­vo­ka­tion!) gar nicht so schlecht — denn so blei­ben uns als Abon­nen­ten wahr­schein­lich auch eine Menge schlech­ter News­let­ter erspart.

Denn das ist doch das, was Du haupt­säch­lich bemän­gelst:

Schlecht gemachte News­let­ter.

Plumpe Wer­bung.

Lang­wei­lige Texte.

Stän­dige Wie­der­ho­lun­gen des­sel­ben.

Okay, wenn es das ist, da bin ich voll bei Dir! Mach’s bes­ser! Aber mach es! Du wirst sehen, die Reise macht super viel Spaß und bringt Dich zu immer neuen Ufern!

Wie schaut es denn bei Dir aus? Hast Du schon einen News­let­ter? Wie sind Deine Erfah­run­gen mit News­let­ter-Mar­ke­ting? Oder hast Du (noch) kei­nen News­let­ter? Konnte Dich meine kleine Schiffs­reise rund um das News­let­ter-Mar­ke­ting über­zeu­gen, doch künf­tig einen News­let­ter anzu­bie­ten? Ich freue mich auf Deine Erfah­run­gen und auf Dei­nen Kom­men­tar!

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Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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