Newsletter Provider Wahl: Von Tags und alten Kisten

Von Birgit Schultz

August 15, 2016


Letzte Aktua­li­sie­rung 16. Juni 2021 

… und als News­let­ter Pro­vi­der wollte ich dann Mail­chimp ein­set­zen!” sagte mir meine Kun­din Elke im Coaching-Gespräch.

Aha. Hm. Nun ja.

Alle fan­gen mit Mail­chimp an.

Auch ich habe mit Mail­chimp angefangen …

Jeder scheint Mail­chimp zu ken­nen, es hat ein lus­ti­ges Logo, es gibt Kurse und You­Tube-Videos dazu und es ist anfangs kos­ten­los. Aber ist es auch ein “gutes” Newsletter-System?

Wie immer lau­tet die Ant­wort dar­auf “kommt dar­auf an!” — näm­lich dar­auf, wie Deine Anfor­de­run­gen sind. Dazu möchte ich Dir heute den Unter­schied zwi­schen lis­ten­ba­sier­ten und tag­ba­sier­ten News­let­ter-Sys­te­men erklären.

Zwei Systeme: Adressen verwalten mit Listen und mit Tags

Du hast zwei Mög­lich­kei­ten, Deine News­let­ter-Abon­nen­ten zu verwalten.

  1. Mög­lich­keit: Du sam­melst sie in ver­schie­de­nen Lis­ten, je nach Her­kunft der Adresse.
  2. Mög­lich­keit: Du sam­melst sie in einer ein­zi­gen Liste und mar­kierst die Adresse nach ihrer Herkunft.

Warum ist es sinnvoll, überhaupt die Herkunft der Adresse irgendwie nachzuverfolgen?

Das ist schnell erklärt.

Selbst­ver­ständ­lich kannst Du alle Adres­sen, die Du für Dei­nen News­let­ter über Deine Web­site und Dei­nen Blog (oder auch über “ana­loge” Metho­den — siehe mei­nen Arti­kel zum Thema News­let­ter-Abon­nen­ten off­line gewin­nen) gesam­melt hast, in einer ein­zi­gen Liste (oder Tabelle) sam­meln. So hat man es frü­her gemacht — und auch ich, als ich 2003 mit mei­ner Mar­ke­ting-Bera­tung star­tete. Die Her­kunft der Adres­sen war dabei nicht so wichtig.

Die meis­ten News­let­ter-Abon­nen­ten gewinnst Du, wenn Du nicht nur eine spe­zi­elle Seite mit einem For­mu­lar für Dein News­let­ter-Abo anbie­test, son­dern in der Regel über Dei­nen Blog und die Bei­träge dort und — nach mei­ner Erfah­rung — am bes­ten, indem Du Free­bies anbie­test. (Free­bies sind bei­spiels­weise Check­lis­ten, E‑Books, Videos oder Audio­da­teien, die Du im Tausch gegen die E‑Mail-Adresse des Inter­es­sen­ten kos­ten­los zum Down­load anbietest). 

Mit Inkraft­tre­ten der DSGVO im Mai 2018 gab es einige Unsi­cher­hei­ten, ob Free­bies noch mit einem News­let­ter gekop­pelt wer­den dür­fen — oder nicht. Die damals sehr kate­go­ri­sche Aus­le­gung, dass eine Kopp­lung ver­bo­ten sei, ist inzwi­schen etwas gelo­ckert wor­den. Trotz­dem rate ich Dir, Dich zu dem Thema auf jeden Fall auf dem neu­es­ten Stand zu halten. 

Bie­test Du ein Free­bie zum Down­load an, so hat die­ses meist ein bestimm­tes Thema. Bie­test Du ver­schie­dene Free­bies an, die sich alle mit einem ande­ren Thema beschäf­ti­gen, inter­es­siert Dich natür­lich sehr, wel­che der Free­bies der Abon­nent her­un­ter gela­den hat. Denn so kannst Du ihr oder ihm ein spe­zi­el­les Ange­bot machen und musst die ande­ren Abon­nen­ten nicht mit Wer­bung beläs­ti­gen, an denen sie wahr­schein­lich gar kein Inter­esse haben.

Sprich: Für ein ziel­ge­rich­te­tes Mar­ke­ting ist es wich­tig, dass Du weißt, wel­che Dei­ner News­let­ter-Abon­nen­ten sich wofür interessieren!

Newsletter listenbasiert

Die meis­ten News­let­ter-Anbie­ter bie­ten eine Adress­ver­wal­tung auf Lis­ten­ba­sis. Lis­ten kannst Du Dir vor­stel­len wie Kar­tei­käs­ten, in denen Du Deine Visi­ten­kar­ten sam­melst. Nach der alten Methode legst Du ein­fach die Visi­ten­kar­ten in einen gro­ßen Kar­tei­kas­ten. Da Du durch­aus ein ordent­li­cher und struk­tu­rier­ter Mensch bist, sor­tierst Du die Adres­sen auch.

Irgend­wann, nach der x‑ten Netz­werk-Ver­an­stal­tung, stellst Du fest, dass Du von eini­gen Kon­tak­ten meh­rere Visi­ten­kar­ten hast. Aber auf wel­chen Ver­an­stal­tun­gen habt Ihr Euch noch mal getroffen?

Das nächste Mal bist Du schlauer und legst für jede Ver­an­stal­tung ein eige­nes Käst­chen an. Nun weißt Du, auf wel­cher Ver­an­stal­tung Du wen getrof­fen hast.

Willst Du nun alle Kon­takte anschrei­ben, so hast Du aber plötz­lich ein neues Pro­blem. Du hast näm­lich Dublet­ten, also einen Kon­takt in meh­re­ren Käst­chen. Das bedeu­tet, wenn Du nun alle anschreibst, bekom­men ver­schie­dene Kon­takte mehr­fach Dei­nen Brief.

Nicht gut.

Nun kannst Du einen soge­nann­ten Dublet­ten­ab­gleich machen. Bei einer über­schau­ba­ren Anzahl von Visi­ten­kar­ten in einem Käst­chen ist das viel­leicht noch rela­tiv ein­fach zu hand­ha­ben, und auch in einer Excel-Tabelle ist das ein­fach machbar.

Dumm nur, dass lis­ten­ba­sierte Anbie­ter Dir einen sol­chen Dublet­ten­ab­gleich nicht anbie­ten (obwohl sie es sicher könn­ten). Denn ihr Geschäfts­mo­dell beruht auf der Anzahl der Adres­sen in Dei­nen Listen. 

Jede Adresse in jeder Liste zählt für die Gesamt­zahl mit. Hast Du “Fans”, die alle Deine Free­bies her­un­ter­la­den, sich außer­dem zu Dei­nen Webi­na­ren anmel­den und sich “sicher­heits­hal­ber” auch noch auf Dei­ner Seite mit dem News­let­ter-For­mu­lar ange­mel­det haben, hast Du plötz­lich ein und die­selbe Adresse vier­mal, fünf­mal oder noch häu­fi­ger in Dei­nen Listen.

Newsletter tagbasiert

Hier kom­men Tags ins Spiel. Tags haben nichts mit Tagen zu tun, son­dern sind der eng­li­sche Begriff für Eti­ket­ten. Tags (sel­ten auch Label genannt) sind eine tolle Sache, und Du kennst sie viel­leicht auch schon von Ever­note [Wer­be­link] oder Pocket.

Denn wäh­rend sich eine Adresse (eine Notiz, eine Datei, eine E‑Mail — das Ver­fah­ren ist uni­ver­sell) phy­si­ka­lisch immer nur ein­mal in einem Ord­ner, einer Liste, einem Ver­zeich­nis befin­den kann, kann sie den­noch ver­schie­dene Mar­kie­run­gen oder Eti­ket­ten, also Tags tragen.

Im rich­ti­gen Leben kennt man Eti­ket­ten ja schon sehr lange. In die­sem Foto siehst Du zum Bei­spiel alte Loch­kar­ten­sta­pel aus einer Webe­rei in Wup­per­tal, die zum Teil noch aus dem 19. Jahr­hun­dert stammen.

Lochkarten mit Etiketten, neudeutsch: Tags

In der Com­pu­ter­welt sind sie noch nicht ganz so alt, ich bin unge­fähr 2002 das erste Mal mit Tags in Berüh­rung gekom­men, als es darum ging, Dateien schnel­ler auf dem PC wie­der zu fin­den und fle­xi­bler zu ver­wal­ten. Denn auch dort hast Du ja das Pro­blem, wenn Du eine Datei an ver­schie­de­nen Orten mehr­fach hast, änderst Du garan­tiert immer die fal­sche. Oder Du benutzt viel­leicht Thun­der­bird oder Goog­le­mail. In bei­den kannst Du Label, also Tags, ver­ge­ben und damit Mails schnell kate­go­ri­sie­ren und wie­der finden.

Ich bin über die Jahre ein gro­ßer Fan von Tags gewor­den und nutze sie sehr effi­zi­ent und gern.

Vorteile und Nachteile eines tagbasierten Newsletter-Systems

Hier zunächst die Vorteile:

  • Du hast keine Dublet­ten in Dei­ner Liste
  • Du kannst ganz ein­fach nur Teile (Seg­mente) Dei­ner Liste anschreiben
  • durch die Tags kannst Du die Seg­mente auch mit­ein­an­der verknüpfen
  • weil Du keine Dublet­ten in Dei­nen Lis­ten hast, sparst Du even­tu­ell Geld bei den monat­li­chen Grundkosten
  • Du kannst fein­tei­lig (ein Anbie­ter spricht von “laser­scharf”) die Her­kunft Dei­ner Adres­sen verfolgen

Hier die Nachteile:

Für die Nach­teile musste ich einen Moment län­ger über­le­gen. Eigent­lich fie­len mir keine so recht ein. Halt! Einen gibt es: Nicht jeder ver­steht viel­leicht sofort, wie ein tag­ba­sier­tes Sys­tem funktioniert.

Welche tagbasierten Newsletter-Provider gibt es?

Seit dem ers­ten Erschei­nen die­ses Bei­trags hat sich viel getan. Selbst das ein­gangs erwähnte Mail­chimp ver­fügt nun über Tags — in der sehr belib­ten kos­ten­lo­sen Ver­sion sind diese aber nur bedingt nützlich. 

Hier eine Aus­wahl tag­ba­sier­ter News­let­ter-Pro­vi­der, die mit einem ver­tret­ba­ren Preis­mo­dell auch für Solo­pre­neu­rin­nen am Markt sind. Links mit Stern­chen sind Wer­be­links und ich erhalte eine Pro­vi­sion, wenn Du dar­über kaufst.

1) Klicktipp:

Vor­teile: Deutsch, sehr bekannt, sehr leis­tungs­fä­hig, euro­päi­scher Ser­ver­stand­ort, API und HTML-Export.

Nach­teile: Rela­tiv teuer (ab 27 € pro Monat, die rich­tig span­nen­den Funk­tio­nen gibt es erst ab 67 € monat­lich), keine HTML-Tem­pla­tes (sprich: ein­fach schöne E‑Mails bauen), kein eige­ner Import von E‑Mail-Adres­sen (das machen die für Dich).

2) SendinBlue

Vor­teile: Deutsch, rela­tiv preis­wert (ab 0 € pro Monat), schöne HTML-Tem­pla­tes, euro­päi­scher Serverstandort

Nach­teile: lief 2016 nicht sau­ber mit Thri­ve­leads zusam­men, der deutsch­spra­chige Sup­port ist etwas holp­rig und wenn Du Feh­ler beim Import machst, kannst Du nicht alles löschen und von vorn anfan­gen. Außer­dem gibt es kei­nen HMTL-Code-Export zum Ein­bin­den auf die eigene Web­site (nur per API).

3) ActiveCampaign*

Vor­teile: recht preis­wert (ab 9 $ pro Monat bei jähr­li­cher Zah­lung), schöne HTML-Tem­pla­tes, sehr über­sicht­li­che, leicht ver­ständ­li­che Ober­flä­che, tolle Aus­wer­tun­gen und Trackings, visu­el­les Sys­tem für Auto­ma­ti­sie­run­gen, eige­ner Import von E‑Mail-Adres­sen (bei Feh­lern kor­ri­gier­bar), HTML-Code und API

Nach­teile: ame­ri­ka­ni­scher Ser­ver­stand­ort, man­che Funk­tio­nen sind etwas “ver­steckt”.

4) Getresponse

Vor­teile: recht preis­wert (ab ca. 10 € pro Monat) schöne HTML-Tem­pla­tes, durch­aus gut bedien­bar, guter Sup­port, der sich wirk­lich auch küm­mert, fort­ge­schrit­tene Segmentierungsmethoden.

Hoher Leis­tungs­um­fang mit inte­grier­ten Lan­ding­pa­ges und sogar Stock­fo­tos, die Du ver­wen­den kannst.

Nach­teile: Meine Erfah­run­gen lie­gen jetzt schon sehr lange zurück. Als ich damals Get­re­sponse getes­tet habe, gab es nur eng­lisch­spra­chi­gen Sup­port (der aber sehr bemüht war). Außer­dem konn­ten die Opt-In-Texte nicht indi­vi­du­ell geschrie­ben wer­den. Viel­leicht schreibst Du mir einen Kom­men­tar, falls sich da inzwi­schen was geän­dert hat. 

Meine Erfahrungen mit der Newsletter Provider Wahl

Gestar­tet bin ich im Novem­ber 2015 mit mei­nen ers­ten Tests mit Cle­ver­Re­ach. Deut­sches Pro­dukt, deut­scher Ser­ver. Soweit so gut. Lei­der keine API-Unter­stüt­zung für die Pro­dukte von Thri­ve­the­mes, für die ich mich ent­schie­den habe, weil es mir bes­ser gefällt als Opti­mi­ze­Press und nicht so teuer ist wie Lead­pa­ges. Außer­dem keine Tags.

Dann habe ich mit Mail­chimp begon­nen, auch, um ein­fach mal anzu­fan­gen und los­zu­le­gen. Was dann für mich folgte, war eine kleine Odys­see im Meer der Newsletter-Provider.

Das Sicherer-Daten-Hafen-Problem SafeHarbor

Denn ich hatte das Thema „SafeHar­bor” auf den Schirm bekom­men und mir darum vor­ge­nom­men, mit Get­Re­sponse zu arbei­ten. [SafeHar­bor gab es vor dem EU-US-Pri­vacy Shield].

Einen Tag vor mei­nem geplan­ten Launch am 11. Januar 2016 musste ich aber fest­stel­len, dass Get­Re­sponse zwar einen guten Ser­vice lie­fert, aber sehr unfle­xi­bel ist und mir nicht ermög­licht, die OptIn-Texte nach mei­nen Vor­stel­lun­gen anzu­pas­sen. Damit war Get­Re­sponse für mich gestor­ben. Denn sie­zen wollte ich meine künf­ti­gen Leser nicht und der Ton selbst war mir auch etwas zu ruppig.

Um über­haupt pünkt­lich wie geplant star­ten zu kön­nen, habe ich dann alles mit Mail­chimp umge­setzt. Zum Start war das auch okay, aller­dings habe ich den Feh­ler gemacht, eine Varia­ble umzu­be­nen­nen, so dass die Sub­scri­ber zwar alle ganz brav ihren Vor­na­men ange­ge­ben haben (kann ich in Thri­ve­leads in Wor­d­Press sehen), die aber nicht in Mail­chimp ange­kom­men sind … 

Zu doof!

Außer­dem wollte ich die Her­kunft mei­ner Adres­sen ja genau ver­fol­gen, somit war der Post­chim­panse schnell und end­gül­tig aus dem Ren­nen, denn damals konnte Mail­chimp noch keine Tags.

Ins Blaue senden …

Um einen Anbie­ter mit einem euro­päi­schen Ser­ver­stand­ort zu wäh­len, habe ich mich dann für Sen­din­blue ent­schie­den. Der fran­zö­si­sche Anbie­ter gefiel mir recht gut. Nicht so toll fand ich gleich zu Beginn, dass feh­ler­haft impor­tierte Adres­sen nicht gelöscht wer­den kön­nen, son­dern im Sys­tem ver­blei­ben (ich hatte fal­sche Fel­der ange­ge­ben). Gut gefiel mir die über­sicht­li­che Ober­flä­che, die auch weit­ge­hend ein­ge­deutscht war. Aller­dings nicht im Hil­fe­be­reich, der teils auf Eng­lisch war und — was ich schlim­mer fand als das — Screen­shots mit fran­zö­si­schen Texten.

Der deutsch­spra­chige Sup­port ver­stand lei­der mein Pro­blem nicht. Denn obwohl ich Sen­din­blue per API mit Thri­ve­leads ver­bun­den hatte, klappte die Über­gabe der Tags nicht. Was ja für mich ein ent­schei­den­des Kri­te­rium war. Thri­ve­the­mes-Sup­port sagte, es läge an Sen­din­blue. Sen­din­blue sagte, es läge an Thriveleads …

Somit war meine Liai­son mit den Fran­zo­sen nur eine kurze.

Zwischen einem Stein und einer harten Stelle …

Das war der Moment, in dem mir nur noch die Wahl zwi­schen Klick­tipp und Acti­ve­Cam­paign blieb. Im Eng­li­schen sagt man, bet­ween a rock and a hard place, im Deut­schen viel­leicht zwi­schen Baum und Borke. Da hatte ich nun die Wahl zwi­schen einem deut­schen Ser­ver­stand­ort aber einem in mei­nen Augen ziem­lich häss­li­chen und unfle­xi­blen, noch dazu teu­rem, Sys­tem (die Klick­tipp-Fans mögen mir ver­zei­hen, das waren halt meine Kriterien): 

Ich würde keine schö­nen HTML-Tem­pla­tes haben, meine Adres­sen müsste ich an den Sup­port für den Import über­ge­ben (was zu dem Zeit­punkt zwei bis drei Tage dau­ern sollte) und somit die Kon­trolle aus der Hand geben und bei einer Freun­din hatte ich mal ins Backend schauen kön­nen, das mir eben­falls nicht beson­ders über­sicht­lich erschien. Zu allem Über­fluss gab es zu die­sem Zeit­punkt keine API-Schnitt­stelle für Thriveleads.

Auf der ande­ren Seite stand ein Sys­tem, das mit Thri­ve­leads über die API-Schnitt­stelle zusam­men arbei­tete, hüb­sche HTML-Tem­pla­tes anbot und mit 9 Dol­lar pro Monat auch noch sehr güns­tig war. Adres­sen könnte ich selbst importieren.

Allein: der ame­ri­ka­ni­sche Serverstandort!

Zu die­sem Zeit­punkt war der Februar bereits ange­bro­chen, für den eine Eini­gung hin­sicht­lich des SafeHar­bor-Abkom­mens in Aus­sicht gestellt war. Was sollte ich tun?

Ich habe mich dann für Acti­ve­Cam­paign ent­schie­den, zumal ich auch mit­be­kom­men hatte, dass die Eini­gung wohl noch einige Zeit auf sich war­ten las­sen würde (es wurde dann am 12. Juli 2016 mit dem EU-US Pri­vacy Shield Abkom­men gere­gelt — siehe mehr dazu etwas wei­ter unten). 

Umzüge mei­ner Adres­sen zwi­schen ver­schie­de­nen Anbie­tern hatte ich ja schon hin­ter mir, also würde ich not­falls einen wei­te­ren machen.

Keine große Nummer!

Außer­dem sind alle Adres­sen auch noch mal in Thri­ve­leads mit­samt aller Opt-In-Infor­ma­tio­nen gespei­chert, so dass ich nicht befürch­ten muss, dass mir da ernst­haft Daten ver­lo­ren gehen könnten.

Inzwi­schen sind einige Jahre ins Land gegan­gen (ich aktua­li­siere die­sen Bei­trag gerade im Novem­ber 2020) und das Pri­va­cyS­hield ist inzwi­schen doch Geschichte: Der Euro­päi­sche Gerichts­hof hat das Daten­schutz­ab­kom­men “Pri­vacy Shield” für ungül­tig erklärt. Unter bestimm­ten Bedin­gun­gen kön­nen Nut­zer­da­ten von EU-Bür­gern aber wei­ter­hin ins Aus­land über­tra­gen wer­den, ent­schie­den die Richter.

Ich bin sicher, dass das Pro­blem im Laufe des nächs­ten Jah­res, wenn der neue US-Prä­si­dent im Amt ist, wie­der mit einer neuen Ver­ein­ba­rung löst. 

Bis dahin habe ich aber einen leis­tungs­fä­hi­gen News­let­ter-Pro­vi­der, der mir für klei­nes Geld alles das bie­tet, was ich mir wün­sche und mir seit Jah­ren einen zuver­läs­si­gen Dienst bietet.

Das war meine per­sön­li­che Ent­schei­dung. Und Elke?

Was rate ich nun Elke — oder Dir?

Ich habe Elke kei­nen direk­ten Rat­schlag erteilt, son­dern ihr einen Ein­blick in mein Acti­ve­Cam­paign gege­ben, ihr den Unter­schied zwi­schen lis­ten­ba­siert und tag­ba­siert erklärt, ihr meine Ein­schät­zung zum Thema “euro­päi­scher Ser­ver­stand­ort” gege­ben und Elke wird sich nun auch Acti­ve­Cam­paign anschauen. Ob sie sich dann end­gül­tig dafür ent­schei­den wird, wer­den die kom­men­den Tage zei­gen. Viel­leicht reicht ihr für ihre Zwe­cke ja doch der freund­li­che Postchimpanse.

Und was rate ich Dir? Wenn Du nun auch der Mei­nung bist, dass Du ein tag­ba­sier­tes Sys­tem brauchst, schau Dir Acti­ve­Cam­paign [Wer­be­link] doch ein­fach mal an. Bis zu 100 Adres­sen kannst Du das Sys­tem 14 Tage lang kos­ten­frei tes­ten. Und auch wenn Du schon mehr Adres­sen hast und etwas län­ger rum­pro­bie­ren möch­test: 15 Dol­lar sind wirk­lich nicht viel und Du kannst ja monat­lich wie­der kün­di­gen (wenn Du Dich für jähr­li­che Zah­lung ent­schei­dest, bist Du sogar mit nur 9 Dol­lar monat­lich dabei). 

Viel­leicht sprichst Du aber auch gut Fran­zö­sisch und arbei­test gar nicht mit Thri­ve­leads. Dann schau Dir doch mal Sen­din­blue an. Die sind sogar noch etwas preis­wer­ter als Acti­ve­Cam­paign und bie­ten einen euro­päi­schen Ser­ver­stand­ort. Vor eini­gen Mona­ten haben sie den deut­schen Anbie­ter Newsletter2Go gekauft. 

Wenn Du Fra­gen hast, schreib sie ein­fach in die Kom­men­tare. Oder Du kommst in die Acti­ve­Cam­paign Nut­zer Deutsch­land Gruppe auf Face­book, wo Du Dich auch im Vor­feld infor­mie­ren kannst, wenn Du noch in der Ent­schei­dungs­phase bist. Ich freu mich auf beides!

Oder bist Du in Eile? Dann gib die­sem Bei­trag doch ein­fach schnelle 5 Sterne! Danke Dir!

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

Schreibe gerne einen Kommentar!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder haben ein Sternchen.

  1. Hallo Bir­git,

    danke für die tolle Zusammenfassung. 

    Bei tag­ba­sier­ten Diens­ten sind die bei­den ame­ri­ka­ni­schen Anbie­ter Drip (von Lead­pa­ges gekauft) und Con­vertKit noch ziem­lich popu­lär. Con­vertKit ist mei­ner Mei­nung nach der Anbie­ter mit der bes­ten Usa­bi­lity und wird beson­ders von Blog­gern und Mar­ke­tern geliebt.

    Ich benutze bei EMail Mar­ke­ting Hel­den der­zeit Con­vertKit und bin extrem zufrieden. 

    LG
    Alex

  2. Hallo Bir­git,
    dei­nen Arti­kel finde ich sehr hilf­reich, da ich aus dem sozia­len Bereich komme und sehr wenig mit Mar­ke­ting oder Key­word etc anfan­gen konnte bis­her. Nach­dem ich mich lang­sam ein­ar­beite, hel­fen mir Arti­kel von dir sehr, lan­ges Aus­pro­bie­ren brau­che ich durch deine schöne Zusam­men­fas­sung dann nicht mehr. Deine Auf­zäh­lung der ein­zel­nen Anbie­ter und dem berich­ten der Vor-und Nach­teile ist sehr hilf­reich, sich geziel­ter ent­schei­den zu können.
    Auch deine Kri­te­rien, die dir wich­tig sind, wel­cher News­let­ter Anbie­ter wel­che Ange­bote haben sollte, finde ich sehr unterstützend.
    Vie­len Dank dafür.
    Herz­li­che Grüße Daniela

    1. Hallo Daniela,
      herz­li­chen Dank für Dein kon­kre­tes Feed­back. Das ist für mich sehr hilf­reich, so weiß ich, was bei Dir gut ankommt — und bei ande­ren Lesern wahr­schein­lich auch. 🙂
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  3. Eine sehr inter­es­sante Story, die Deine Ent­schei­dung gut erklärt!
    Wie stehst Du zu Newsletter2go.de oder mailjet.com? Das sind ja bei­des Anbie­ter in Deutsch­land, die aber über die Anzahl der ver­sen­de­ten News­let­ter abrechnen.
    Danke!
    Sandra

  4. Ich arbeite der­zeit noch mit Mail­chimp, bin aber auf der Suche nach einem fle­xi­ble­ren Sys­tem, daher fand ich dei­nen Arti­kel sehr hilf­reich. Es wird ent­we­der Acti­ve­Cam­paign oder das von Alex genannte Get­Re­sponse wer­den. Beide werde ich mir mal genauer anschauen.

    Übri­gens: Dass man Lis­ten­ein­träge in Mail­chimp nicht per Hand edi­tie­ren kann stimmt nicht. Das habe ich schon häu­fi­ger mal gemacht.

    1. Hallo Alex­an­dra,
      vie­len Dank für Dei­nen Kom­men­tar. Ich bin ja mehr für Acti­ve­Cam­paign, schau Dir bei Get­Re­sponse unbe­dingt die Texte der OptIn Mails an. Als ich im Januar vor der Ent­schei­dung stand, Get­Re­sponse zu neh­men (tol­ler Ser­vice btw!) sagte man mir, die Texte seien nicht ver­än­der­bar. Da ich sie grot­tig unfreund­lich fand, war Get­Re­sponse von die­sem Moment bei mir aus dem Rennen.
      Danke für den Hin­weis zu Mail­Chimp. Habe gleich mal den Blog­bei­trag aktualisiert!
      Beste Grüße
      Birgit

      1. Ah, ich meinte nicht Get­Re­sponse son­dern Con­vertKit (man kommt bei all die­sen Namen leicht durch­ein­an­der …). Die Texte anzu­pas­sen zu kön­nen ist ein extrem wich­ti­ger Punkt. Ein Pro­dukt, bei dem das nicht geht, schei­det für mich auch aus.

  5. Hallo Bir­git,

    hevor­ra­gen­der Arti­kel. Danke dafür!

    Die Bei­träge sind zwi­schen­zeit­lich schön etwas älter, was wür­dest du heute mit dei­nen Anfor­de­run­gen (Tag usw.) für einen Anbie­ter empfehlen?

    Bes­ten Dank für deine Info.

    Werde gerne ein Coa­ching bei dir buchen. Darf ich davon aus­ge­ge­ben, dass du eben­falls in Sachen Face­book- und You­tube Wer­bung auf dem aktu­ells­ten Stand bist?

    Freue mich auf deine Ant­wort (Nach­richt).

    Viele Grüsse, Andre

    1. Hallo Andre,

      sorry, auf­grund der neuen Ein­stel­lun­gen für die DSGVO bekomme ich nun viel mehr Spam-Kom­men­tare und lei­der war Dei­ner dazwi­schen gerutscht und ich habe ihn fast übersehen.

      Vie­len Dank für Dei­nen Kom­men­tar. Ich bleibe auch wei­ter­hin bei mei­ner Emp­feh­lung von Acti­ve­Cam­paign. Ich nutze das nun seit über zwei Jah­ren und bin immer noch sehr zufrie­den mit den Mög­lich­kei­ten und auch mit dem Support.

      Was das Coa­ching zu You­Tube- und Face­book-Wer­bung betrifft: Am bes­ten buchst Du eine kos­ten­lose Schnup­per­vier­tel­stunde und wir spre­chen direkt mit­ein­an­der. Dann kön­nen wir schauen, was Du brauchst und ob ich Dir damit hel­fen kann.

      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  6. Hallo Bir­git,

    bes­ten Dank für deine Rück­mel­dung. Werde mich gerne bei dir melden. 

    Sei mir nicht böse, wenn ich dir auf den Zahn füh­len werde. “Gebrannte Kin­der scheuen das Feuer” besagt eine Volks­weis­heit. Meine letzte Brand­wunde, zuge­fügt durch einen “Profi” namens René L***** kos­tete mich weit über Euro 1.000.

    Bis bald, Andre

    1. Hallo Andre,
      Du kannst mir glau­ben, wenn ich nicht leis­ten kann, was Du brauchst, sage ich das und emp­fehle Dir gege­be­nen­falls jemand ande­res. Ich habe da einen Ruf zu ver­lie­ren und bin nicht dar­auf ange­wie­sen, Kun­den “mit Gewalt” zu akqui­rie­ren. Ich freu mich auf unser Gespräch.

      Apro­pos “Ruf ver­lie­ren” — die kom­plette Nen­nung des Namens habe ich gelöscht … wir wol­len hier kei­nen Pran­ger eröff­nen und das machst Du bes­ser mit der Per­son selbst aus.

      Herz­li­che Grüße
      Birgit

  7. Liebe Bir­git,
    ich möchte auch Acti­ve­Cam­paign nut­zen, kann aber nir­gends im Netz fin­den, wie das Ver­fah­ren zum Abschluss eines “Ver­trag zur Auf­trags­da­ten­ver­ar­bei­tung” gere­gelt ist. Ich habe mir ein Exem­plar her­un­ter­ge­la­den auf einem Blog, weiß aber nicht wo ich es hin­sen­den muss usw. Eine Ant­wort von dir würde mir sehr hel­fen, bin schon etwas ver­zwei­felt auf­grund des gan­zen Datenschutzgedöns!
    LG Karen

    1. Liebe Karen,
      schon wenn Du Dir einen Testac­count ein­rich­test, wirst Du auf die DSGVO (Eng­lisch: GDPR) hin­ge­wie­sen. Also alles kein Pro­blem, mach Dir ein Konto und dann wirst Du alles sehen, wie es funk­tio­niert. Es ist wirk­lich einfach.
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  8. Hallo Bir­git,

    schöne Über­sicht! 🙂

    ich ergänze mal einen Anbie­ter, der eben­falls mit Tags arbei­tet: Drip

    So weit ich es über­bli­cken kann, ist er Acti­ve­Cam­paign sehr ähn­lich, nur schicker. 😉

    Sehr viel bes­ser finde ich bei Drip, dass ich ab dem ers­ten Emp­fän­ger den vol­len Leis­tungs­um­fang erhalte, was bei Acti­ve­Cam­paign nicht der Fall ist. Dafür liegt aber auch der Ein­stiegs­preis direkt bei 49 $. :-/

    Wenn du jetzt noch einen Arti­kel über den sinn­vol­len Auf­bau einer Tag-Taxo­nomy schrei­ben wür­dest … das wäre was! 🙂

    der Kars­ten

    1. Hallo Kars­ten,
      ja, ich habe von Dir ja viel Gutes zu Drip gehört. Der Ein­stiegs­preis von 49 Dol­lar ist natür­lich im Ver­gleich zu Acti­ve­Cam­paign schon hef­tig — von daher wird es für mich erst span­nend, wenn ich bei AC in diese Grö­ßen­ord­nung komme. Man kann ja immer umzie­hen und das Bes­sere ist der Feind des Guten. 

      Dei­nen Wunsch nach einem Arti­kel zur Tag-Taxo­nomy nehme ich mal in mei­nen Redak­ti­ons­plan auf!

      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  9. Liebe Bir­git, ein sehr wert­vol­ler Ver­gleich und ich bin heil­froh, dass ich von Anfang an mit Tags arbei­ten konnte. Nach eini­gen Wochen des Tes­tens ver­schie­de­ner Anbie­tet bin ich bei Acti­ve­Cam­paign hän­gen­ge­blie­ben und liebe es. Im Dash­board dort kann man inzwi­schen auf Deutsch umstel­len und so ist es wohl noch ein­fa­cher geworden.

    1. Liebe Silke,
      herz­li­chen Dank für Dei­nen Kom­men­tar! Ich liebe es auch! Offen­bar habe ich ver­ges­sen, mei­nen Arti­kel an die­ser Stelle zu aktua­li­sie­ren — ich hole das dann gleich mal nach und füge hinzu, dass AC selbst­ver­ständ­lich auch auf Deutsch umge­stellt wer­den kann. 

      Beste Grüße
      Birgit

  10. Hallo Bir­git, vie­len Dank für dei­nen guten Bei­trag. Eines ver­stehe ich nicht ganz, was meinst du mit Opt-in Tex­ten bei Get­re­sponse, die man nicht ver­än­dern kann? ich bin gerade in der kos­ten­lo­sen Test­phase von Get­re­sponse. Danke und viele Grüsse,
    Sören

    1. Hallo Sören,
      vie­len Dank für Dei­nen Kom­men­tar. Zu der Zeit, als ich Get­re­sponse für mich getes­tet habe — das ist mitt­ler­weile aller­dings vier Jahre her — war es nicht mög­lich, die Texte für das Dou­ble Opt in anzu­pas­sen. Ich habe damals auch mit dem Sup­port in Kon­takt gestan­den, der mir erklärte, dass die Opt in Texte mit einem Anwalt rechts­si­cher ent­wi­ckelt wor­den seien und zum Schutz der Kun­den nicht ver­än­der­bar waren. Da die Tona­li­tät die­ser Opt In Mails eher sehr schroff war und ich meine Emp­fän­ger nicht sie­zen wollte, kam aus die­sem Grund Get­re­sponse für mich nicht in Frage. Wenn sich da etwas geän­dert hat, ist das super.
      Beste Grüße
      Birgit

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Direct Your Visitors to a Clear Action at the Bottom of the Page

Cookie Hinweis von Real Cookie Banner