Mehr Erfolg mit einer Newsletter-Sequenz
Newsletter-Sequenz - dargestellt als Geschenkpäckchen

Mehr Erfolg mit einer Newsletter-Sequenz

Anfangs habe ich es auch so gemacht: Ohne eine News­let­ter-Sequenz vor­be­rei­tet zu haben, habe ich ein­fach nur E-Mail-Adres­sen für mei­nen News­let­ter, die Zau­ber­sprü­che “ein­ge­sam­melt”. Sobald ein neuer Kon­takt in der Liste war, bekam er eben regel­mä­ßig wöchent­lich die Zau­ber­sprü­che und ab und zu auch eine Akti­ons-Mail. So weit, so gut.

Damit habe ich aber Chan­cen des News­let­ter-Mar­ke­tings nicht genutzt — und das war mir  auch von Anfang an klar.

Erstelle eine Newsletter-Sequenz

Mit einer News­let­ter-Sequenz zur Begrü­ßung Dei­nes neuen Lesers kannst Du Dein News­let­ter-Mar­ke­ting auf die nächste Ebene heben. Indem Du bereits zu Beginn Dei­ner Bezie­hung zu Dei­nem neuen Leser eine Bezie­hung auf­baust und Deine beste Seite zeigst, ihn mit Tipps und Hin­wei­sen ver­sorgst und die Chance nutzt, Dein gesam­tes Ange­bot dar­stel­len zu kön­nen. Ich betrachte meine News­let­ter-Sequenz als eine Reihe klei­ner Geschenke, die ich zu Beginn unse­res Ken­nen­ler­nens mache.

In mei­nem Blog­bei­trag zum auto­ma­gi­schen Auto­re­spon­der von Active­Cam­paign habe ich  bereits im Herbst 2016 beschrie­ben, wie ich mir damals meine News­let­ter-Sequenz vor­ge­stellt habe. Dann habe ich tat­säch­lich noch fast ein Drei­vier­tel­jahr gebraucht, bis ich dann tat­säch­lich selbst eine Sequenz ein­ge­rich­tet habe. Das lag daran, dass ich mich mit mei­nen Ideen, wie ich die Sequenz gestal­ten wollte, selbst blo­ckiert habe.

Darum mein ers­ter Tipp:

Halte Deine erste Newsletter-Sequenz einfach

Natür­lich ist es cool, wenn Du ein Video drehst und Dei­nen neuen Abon­nen­ten “per­sön­lich” begrüßt. Natür­lich ist es cool, wenn Du gleich super Ange­bote machen kannst, die der Abon­nent gar nicht aus­schla­gen mag. Und natür­lich bie­ten aus­ge­klü­gelte Sequen­zen mit zig Abzwei­gun­gen Dir “noch mehr” Mög­lich­kei­ten.

Aber fang erst ein­mal ein­fach an.

Wenn Du dann ver­stan­den hast, wie alles im Grund­satz funk­tio­niert, machst Du eben Schritt für Schritt mehr. Ich habe jetzt seit etwa einem hal­ben Jahr eine ganz ein­fa­che Sequenz aus fünf auf­ein­an­der auf­bau­en­den E-Mails. Keine Abzwei­gun­gen, kein Video, kein Chi-chi. Inzwi­schen weiß ich, was gut davon ange­nom­men wird — und was nicht so gut funk­tio­niert.

Das bringt mich zu mei­nem zwei­ten Tipp:

Überprüfe den Erfolg Deiner Newsletter-Sequenz

Wenn Du sie eine Weile im Ein­satz hat­test, kannst Du Deine News­let­ter-Sequenz ein­mal genauer anse­hen. Wel­che Links wer­den geklickt? Kommt es zu Auf­trä­gen oder wenigs­tens zur Kon­takt­auf­nahme und Anfra­gen über Deine Mails. Falls ja, ent­spricht das dem, was Du Dir wünschst und was Du auch bear­bei­ten kannst? Oder ist es Dir zu wenig, was sich dar­aus ergibt? Dann musst Du etwas ändern!

Setze Dir konkrete Ziele für Deine Automation

Klar, Du kannst ein­fach mal ein wenig zei­gen, was Du kannst und was Du hast. Das ist aber zu wenig ziel­ge­rich­tet.

Bes­ser ist es, Du über­legst Dir genau, was Du willst. Spä­ter, wenn Du Deine Auto­ma­tion dann fine­tu­nest, viel­leicht sogar mit Ver­zwei­gun­gen arbei­test, kannst Du ver­schie­dene Ziele wäh­len und ver­schie­dene Wege dahin ein­rich­ten.

Mög­li­che Ziele für Deine News­let­ter-Sequenz kön­nen sein:

  • mehr Emp­feh­lun­gen erhal­ten
  • mehr Besu­cher auf Dei­nen Blog bekom­men
  • Ver­trauen auf­bauen
  • die Bezie­hung zu Dei­nen Inter­es­sen­ten ver­tie­fen
  • Tes­ti­mo­ni­als und Bewer­tun­gen erhal­ten
  • Feed­back und Erfah­run­gen bekom­men
  • Über Ver­güns­ti­gun­gen / Rabatte infor­mie­ren
  • ver­füg­bare Pro­dukt­va­ri­an­ten vor­stel­len
  • Bestell­fre­quenz erhö­hen
  • Dich als Exper­ten posi­tio­nie­ren
  • Zu Upgrades ermu­ti­gen
  • Die Bestell­men­gen oder Bestell­fre­quenz erhö­hen

  • Mehr Affi­lia­tes oder Resel­ler gene­rie­ren
  • Deine Social Media Fol­lo­wer und Fans erhö­hen
  • Dich als beste Lösung für ein Pro­blem posi­tio­nie­ren
  • Deine Ver­käufe erhö­hen
  • Kun­den­sup­port-Anfra­gen redu­zie­ren
  • Den Ver­kaufs­zy­klus redu­zie­ren
  • Kun­den in Bot­schaf­ter ver­wan­deln
  • Mehr Inter­ak­tion und Enga­ge­ment her­vor­ru­fen
  • Eine Com­mu­nity auf­bauen
  • Wie­der­ho­lungs­käufe initi­ie­ren
  • Kauf­be­reite Inter­es­sen­ten erken­nen und anspre­chen

Diese Liste ist leicht gekürzt und auf deut­sche Ver­hält­nisse ange­passt. Das Ori­gi­nal fin­dest Du in die­sem Arti­kel, den ich Dir auch im Anschluss an mei­nen Bei­trag zu lesen emp­fehle (lei­der nur auf Eng­lisch).

Das sind natür­lich alles keine s.m.a.r.t.en Ziele — aber als Start­punkt für Deine Über­le­gun­gen, wie Deine E-Mail Sequenz aus­se­hen soll, sind sie sehr hilf­reich. Wähle einige aus, aber nicht zu viele.

Wie erreiche ich die Ziele? Mach Dir einen Plan!

Im nächs­ten Schritt nimmst Du die Aus­wahl Dei­ner Ziele und über­legst Dir, wie Du dahin gelan­gen kannst. Was musst Du Dei­nem Leser anbie­ten, um ihn zu den gewünsch­ten Hand­lun­gen zu ver­an­las­sen?

Anschlie­ßend pickst Du Dir die Ziele raus, für die Du tat­säch­lich Ideen bezie­hungs­weise “Fut­ter” (Mate­rial) hast. Diese bringst Du in eine sinn­volle Rei­hen­folge und planst dar­aus Deine News­let­ter-Sequenz.

Ob das nun zunächst nur drei, viel­leicht fünf, sie­ben oder gar noch mehr auf­ein­an­der fol­gende E-Mails sind … ist zunächst ein­mal nicht so wich­tig. Wich­tig ist, dass Du anfängst, und Deine News­let­ter-Sequenz auch ein­rich­test. Übri­gens — es müs­sen auch keine unge­ra­den Zah­len sein — wenn Du mit vier oder sechs Mails Deine Ziele erreichst, ist es auch gut.

Mach Dir also einen Plan, bestimme die Rei­hen­folge Dei­ner Ziele. Dann über­lege Dir, was Du inhalt­lich anbie­test, um Dei­nen Ziele zu errei­chen.

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Jetzt wird es handfest

Erstelle Deine erste Auto­ma­tion und dann lass sie ein­fach ein­mal lau­fen. Drei oder sechs Monate sind in mei­nen Augen ein guter Zeit­raum. Kür­zer bringt Dir kaum aus­sa­ge­kräf­tige Ergeb­nisse, län­ger … und Du ver­gibst Chan­cen, falls etwas nicht so läuft, wie Du es Dir vor­ge­stellt hast.

Gedulde Dich also ein wenig, dann schaust Du Dir die Zah­len an.

• Wie ist die Öff­nungs­rate Dei­ner ein­zel­nen Mails?

• Wel­che Links wur­den geklickt — und wie oft?

• Wie hoch ist die Anzahl der Abbe­stel­ler?

• Wie viel Traf­fic auf Dei­nem Blog kam über Deine E-Mails?

• Wie viele Ver­käufe hast Du aus Dei­nen Mails gene­riert?

• Wie lange hat es zwi­schen dem Abo des News­let­ters und einem Kauf bei Dir gedau­ert?

Ein guter News­let­ter-Pro­vi­der sollte Dir die­ses sta­tis­ti­sche Mate­rial an die Hand geben, wenn Du eine Auto­ma­tion ein­ge­rich­tet hast. Andere Infor­ma­tio­nen bekommst Du über Google Ana­ly­tics.

Dar­aus kannst Du nun zur Opti­mie­rung Dei­ner News­let­ter-Sequenz Deine Schlüsse zie­hen. Außer­dem bist Du in der Zwi­schen­zeit ja auch nicht ste­hen geblie­ben — mitt­ler­weile soll­test Du viel mehr Blog­bei­träge, Videos, Pod­cast-Fol­gen, Pro­dukte, Free­bies, Ange­bote haben, als noch bevor Du Deine erste News­let­ter-Sequenz erstellt hast.

Und wie oft sende ich nun die Mails automatisch an die neuen Empfänger?

Auch das ist eine gute Frage — und eben­falls eine, die sich nicht pau­schal beant­wor­ten lässt.

Ihre Beant­wor­tung hängt mei­ner Mei­nung nach davon ab, wie oft Du sonst Dei­nen News­let­ter ver­sen­dest, wie schnell Du Dich in Erin­ne­rung brin­gen willst und wie Du die “Emp­find­lich­keit” Dei­ner Ziel­gruppe gegen­über News­let­tern ein­schätzt.

Darum mache ich hier keine pau­schale Aus­sage.

Ich ver­rate Dir aber, wie ich es gemacht habe.

Ich habe mich für fünf Mails zur Begrü­ßung ent­schie­den.

Weil ich weiß, dass ein neuer Abon­nent zu Anfang natür­lich etwas über mich erfah­ren möchte, ich ihn aber nicht zumüllen mag, habe ich ein ganz ein­fa­ches Schema gewählt:

Abo — ein Tag Pause • 1. Mail — zwei Tage Pause • 2. Mail — drei Tage Pause • 3. Mail — vier Tage Pause • 4. Mail — fünf Tage Pause • 5. Mail — Ende der Auto­ma­tion.

Nie­mand hat sich beschwert, ich würde ihn “zuspam­men”. Die Abbe­stell­ra­ten inner­halb der News­let­ter-Sequenz: gleich null. Wer nur ein Free­bie abgrei­fen will und eigent­lich gar kei­nen News­let­ter möchte, der bestellt in der Regel sofort wie­der ab, nach­dem er das Free­bie erhal­ten hat. Selbst diese Zahl ist eher gering und ich bin froh über jeden, der so han­delt. Ich möchte nie­man­dem meine Inhalte und mein Wis­sen auf­zwin­gen. So bleibt meine Liste sau­ber und ich muss nie­man­den löschen und befürch­ten, in den Spam-Ord­ner umge­lei­tet zu wer­den.

Und wie wird meine Begrüßungs-Sequenz künftig aussehen?

Der Anlass für die­sen Blog­ar­ti­kel war übri­gens eine Frage in mei­nem Mar­ke­ting-Zau­ber Mas­ter­mind-Zir­kel. Außer­dem stehe ich kurz davor, meine News­let­ter-Sequenz zu über­ar­bei­ten. Ich werde mir, wie in die­sem Arti­kel beschrie­ben, anschauen, was gut geklickt wurde — und wie meine Ange­bote ange­nom­men wur­den. Und dann werde ich meine Schlüsse dar­aus zie­hen. Schon jetzt bin ich mir sicher, dass ich meine Sequenz opti­mie­ren werde und wahr­schein­lich in drei oder mehr Arme auf­split­ten. Du kannst Dir sicher sein: Meine Erfah­run­gen werde ich mit Dir auf die­sem Blog tei­len — aber das kann ein gutes hal­bes Jahr dau­ern. Bis ich näm­lich meine Erfah­run­gen gesam­melt habe. Denn eines ist klar: Mar­ke­ting bedeu­tet: Tes­ten! Tes­ten! Tes­ten!

Falls Du noch nicht mei­nen News­let­ter, die Zau­ber­sprü­che, abon­niert hast, kannst Du das hier gerne machen — Du kannst sie jeder­zeit wie­der abbe­stel­len.

Mich inter­es­siert jetzt:

Hast Du schon eine Begrü­ßungs-Sequenz für Deine News­let­ter-Abon­nen­ten? Wel­che Erfah­run­gen hast Du gemacht? Oder fin­dest Du sol­che Sequen­zen nicht so gut? Schreib mir gern einen Kom­men­tar!

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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