Newsletter-Sequenz - dargestellt als Geschenkpäckchen

Mehr Erfolg mit einer Newsletter-Sequenz

Letzte Aktualisierung 30. April 2019

Anfangs habe ich es auch so gemacht: Ohne eine Newsletter-Sequenz vorbereitet zu haben, habe ich einfach nur E-Mail-Adressen für meinen Newsletter, die Zaubersprüche „eingesammelt“. Sobald ein neuer Kontakt in der Liste war, bekam er eben regelmäßig wöchentlich die Zaubersprüche und ab und zu auch eine Aktions-Mail. So weit, so gut.

Damit habe ich aber Chancen des Newsletter-Marketings nicht genutzt – und das war mir  auch von Anfang an klar.

Erstelle eine Newsletter-Sequenz

Mit einer Newsletter-Sequenz zur Begrüßung Deines neuen Lesers kannst Du Dein Newsletter-Marketing auf die nächste Ebene heben. Indem Du bereits zu Beginn Deiner Beziehung zu Deinem neuen Leser eine Beziehung aufbaust und Deine beste Seite zeigst, ihn mit Tipps und Hinweisen versorgst und die Chance nutzt, Dein gesamtes Angebot darstellen zu können. Ich betrachte meine Newsletter-Sequenz als eine Reihe kleiner Geschenke, die ich zu Beginn unseres Kennenlernens mache.

In meinem Blogbeitrag zum automagischen Autoresponder von ActiveCampaign habe ich  bereits im Herbst 2016 beschrieben, wie ich mir damals meine Newsletter-Sequenz vorgestellt habe. Dann habe ich tatsächlich noch fast ein Dreivierteljahr gebraucht, bis ich dann tatsächlich selbst eine Sequenz eingerichtet habe. Das lag daran, dass ich mich mit meinen Ideen, wie ich die Sequenz gestalten wollte, selbst blockiert habe.

Darum mein erster Tipp:

Halte Deine erste Newsletter-Sequenz einfach

Natürlich ist es cool, wenn Du ein Video drehst und Deinen neuen Abonnenten „persönlich“ begrüßt. Natürlich ist es cool, wenn Du gleich super Angebote machen kannst, die der Abonnent gar nicht ausschlagen mag. Und natürlich bieten ausgeklügelte Sequenzen mit zig Abzweigungen Dir „noch mehr“ Möglichkeiten.

Aber fang erst einmal einfach an.

Wenn Du dann verstanden hast, wie alles im Grundsatz funktioniert, machst Du eben Schritt für Schritt mehr. Ich habe jetzt seit etwa einem halben Jahr eine ganz einfache Sequenz aus fünf aufeinander aufbauenden E-Mails. Keine Abzweigungen, kein Video, kein Chi-chi. Inzwischen weiß ich, was gut davon angenommen wird – und was nicht so gut funktioniert.

Das bringt mich zu meinem zweiten Tipp:

Überprüfe den Erfolg Deiner Newsletter-Sequenz

Wenn Du sie eine Weile im Einsatz hattest, kannst Du Deine Newsletter-Sequenz einmal genauer ansehen. Welche Links werden geklickt? Kommt es zu Aufträgen oder wenigstens zur Kontaktaufnahme und Anfragen über Deine Mails. Falls ja, entspricht das dem, was Du Dir wünschst und was Du auch bearbeiten kannst? Oder ist es Dir zu wenig, was sich daraus ergibt? Dann musst Du etwas ändern!

Setze Dir konkrete Ziele für Deine Automation

Klar, Du kannst einfach mal ein wenig zeigen, was Du kannst und was Du hast. Das ist aber zu wenig zielgerichtet.

Besser ist es, Du überlegst Dir genau, was Du willst. Später, wenn Du Deine Automation dann finetunest, vielleicht sogar mit Verzweigungen arbeitest, kannst Du verschiedene Ziele wählen und verschiedene Wege dahin einrichten.

Mögliche Ziele für Deine Newsletter-Sequenz können sein:

  • mehr Empfehlungen erhalten
  • mehr Besucher auf Deinen Blog bekommen
  • Vertrauen aufbauen
  • die Beziehung zu Deinen Interessenten vertiefen
  • Testimonials und Bewertungen erhalten
  • Feedback und Erfahrungen bekommen
  • Über Vergünstigungen / Rabatte informieren
  • verfügbare Produktvarianten vorstellen
  • Bestellfrequenz erhöhen
  • Dich als Experten positionieren
  • Zu Upgrades ermutigen
  • Die Bestellmengen oder Bestellfrequenz erhöhen

  • Mehr Affiliates oder Reseller generieren
  • Deine Social Media Follower und Fans erhöhen
  • Dich als beste Lösung für ein Problem positionieren
  • Deine Verkäufe erhöhen
  • Kundensupport-Anfragen reduzieren
  • Den Verkaufszyklus reduzieren
  • Kunden in Botschafter verwandeln
  • Mehr Interaktion und Engagement hervorrufen
  • Eine Community aufbauen
  • Wiederholungskäufe initiieren
  • Kaufbereite Interessenten erkennen und ansprechen

Diese Liste ist leicht gekürzt und auf deutsche Verhältnisse angepasst. Das Original findest Du in diesem Artikel, den ich Dir auch im Anschluss an meinen Beitrag zu lesen empfehle (leider nur auf Englisch).

Das sind natürlich alles keine s.m.a.r.t.en Ziele – aber als Startpunkt für Deine Überlegungen, wie Deine E-Mail Sequenz aussehen soll, sind sie sehr hilfreich. Wähle einige aus, aber nicht zu viele.

Wie erreiche ich die Ziele? Mach Dir einen Plan!

Im nächsten Schritt nimmst Du die Auswahl Deiner Ziele und überlegst Dir, wie Du dahin gelangen kannst. Was musst Du Deinem Leser anbieten, um ihn zu den gewünschten Handlungen zu veranlassen?

Anschließend pickst Du Dir die Ziele raus, für die Du tatsächlich Ideen beziehungsweise „Futter“ (Material) hast. Diese bringst Du in eine sinnvolle Reihenfolge und planst daraus Deine Newsletter-Sequenz.

Ob das nun zunächst nur drei, vielleicht fünf, sieben oder gar noch mehr aufeinander folgende E-Mails sind … ist zunächst einmal nicht so wichtig. Wichtig ist, dass Du anfängst, und Deine Newsletter-Sequenz auch einrichtest. Übrigens – es müssen auch keine ungeraden Zahlen sein – wenn Du mit vier oder sechs Mails Deine Ziele erreichst, ist es auch gut.

Mach Dir also einen Plan, bestimme die Reihenfolge Deiner Ziele. Dann überlege Dir, was Du inhaltlich anbietest, um Deinen Ziele zu erreichen.

Jetzt wird es handfest

Erstelle Deine erste Automation und dann lass sie einfach einmal laufen. Drei oder sechs Monate sind in meinen Augen ein guter Zeitraum. Kürzer bringt Dir kaum aussagekräftige Ergebnisse, länger … und Du vergibst Chancen, falls etwas nicht so läuft, wie Du es Dir vorgestellt hast.

Gedulde Dich also ein wenig, dann schaust Du Dir die Zahlen an.

• Wie ist die Öffnungsrate Deiner einzelnen Mails?

• Welche Links wurden geklickt – und wie oft?

• Wie hoch ist die Anzahl der Abbesteller?

• Wie viel Traffic auf Deinem Blog kam über Deine E-Mails?

• Wie viele Verkäufe hast Du aus Deinen Mails generiert?

• Wie lange hat es zwischen dem Abo des Newsletters und einem Kauf bei Dir gedauert?

Ein guter Newsletter-Provider sollte Dir dieses statistische Material an die Hand geben, wenn Du eine Automation eingerichtet hast. Andere Informationen bekommst Du über Google Analytics.

Daraus kannst Du nun zur Optimierung Deiner Newsletter-Sequenz Deine Schlüsse ziehen. Außerdem bist Du in der Zwischenzeit ja auch nicht stehen geblieben – mittlerweile solltest Du viel mehr Blogbeiträge, Videos, Podcast-Folgen, Produkte, Freebies, Angebote haben, als noch bevor Du Deine erste Newsletter-Sequenz erstellt hast.

Und wie oft sende ich nun die Mails automatisch an die neuen Empfänger?

Auch das ist eine gute Frage – und ebenfalls eine, die sich nicht pauschal beantworten lässt.

Ihre Beantwortung hängt meiner Meinung nach davon ab, wie oft Du sonst Deinen Newsletter versendest, wie schnell Du Dich in Erinnerung bringen willst und wie Du die „Empfindlichkeit“ Deiner Zielgruppe gegenüber Newslettern einschätzt.

Darum mache ich hier keine pauschale Aussage.

Ich verrate Dir aber, wie ich es gemacht habe.

Ich habe mich für fünf Mails zur Begrüßung entschieden.

Weil ich weiß, dass ein neuer Abonnent zu Anfang natürlich etwas über mich erfahren möchte, ich ihn aber nicht zumüllen mag, habe ich ein ganz einfaches Schema gewählt:

Abo – ein Tag Pause • 1. Mail – zwei Tage Pause • 2. Mail – drei Tage Pause • 3. Mail – vier Tage Pause • 4. Mail – fünf Tage Pause • 5. Mail – Ende der Automation.

Niemand hat sich beschwert, ich würde ihn „zuspammen“. Die Abbestellraten innerhalb der Newsletter-Sequenz: gleich null. Wer nur ein Freebie abgreifen will und eigentlich gar keinen Newsletter möchte, der bestellt in der Regel sofort wieder ab, nachdem er das Freebie erhalten hat. Selbst diese Zahl ist eher gering und ich bin froh über jeden, der so handelt. Ich möchte niemandem meine Inhalte und mein Wissen aufzwingen. So bleibt meine Liste sauber und ich muss niemanden löschen und befürchten, in den Spam-Ordner umgeleitet zu werden.

Magst Du es selbst ausprobieren?

Und wie wird meine Begrüßungs-Sequenz künftig aussehen?

Der Anlass für diesen Blogartikel war übrigens eine Frage in meinem Marketing-Zauber Mastermind-Zirkel. Außerdem stehe ich kurz davor, meine Newsletter-Sequenz zu überarbeiten. Ich werde mir, wie in diesem Artikel beschrieben, anschauen, was gut geklickt wurde – und wie meine Angebote angenommen wurden. Und dann werde ich meine Schlüsse daraus ziehen. Schon jetzt bin ich mir sicher, dass ich meine Sequenz optimieren werde und wahrscheinlich in drei oder mehr Arme aufsplitten. Du kannst Dir sicher sein: Meine Erfahrungen werde ich mit Dir auf diesem Blog teilen. Bis ich nämlich meine Erfahrungen gesammelt habe. Denn eines ist klar: Marketing bedeutet: Testen! Testen! Testen!

Mich interessiert jetzt:

Hast Du schon eine Begrüßungs-Sequenz für Deine Newsletter-Abonnenten? Welche Erfahrungen hast Du gemacht? Oder findest Du solche Sequenzen nicht so gut? Schreib mir gern einen Kommentar!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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