Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber Warum Du nicht zu blond für Technik bist
Nicht zu blond für Technik Beitragsbild junge Frau mit Bohrhammer

Warum Du nicht zu blond für Technik bist

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Die Tech­nikelfe Sara Men­zel-Ber­ger hat zur Blog­pa­rade zum Thema “Du bist zu blond für Tech­nik?” auf­ge­ru­fen — und da kann ich gar nicht anders, als mit­zu­ma­chen! Ihren Bei­trag fin­dest Du unter die­sem Link.

In die­sem Bei­trag erkläre ich Dir, warum Du um “Tech­nik” für Dein Social Media Mar­ke­ting nicht herum kommst und warum das gar nicht so schlimm ist. Neben­bei erfährst Du auch noch eini­ges über mich — und wie ich zur “Tech­nik” kam. Außer­dem ver­rate ich Dir, vor wel­cher “Tech­nik” ich einen Hei­den­re­spekt habe.

Doch zunächst ein­mal begin­nen wir mit der Ant­wort auf die Frage:

Was ist eigentlich diese “Technik”?

Als ich wäh­rend mei­ner Vor­be­rei­tun­gen für Mar­ke­ting-Zau­ber das erste Mal hörte, dass “diese ganze Tech­nik” für viele Neu­linge im Online Busi­ness eine echte Hürde dar­stellt, wusste ich erst gar nicht so rich­tig, was mit “Tech­nik” gemeint war.

Tech­nik” ist für mich per­sön­lich näm­lich etwas ganz ande­res:

Unter Tech­nik ver­stehe ich Mecha­nik, Hydrau­lik und kom­pli­zierte Berech­nun­gen. Zu Tech­nik gehö­ren für mich Maschi­nen, Geräte, Appa­rate! Eine Wasch­ma­schine ist Tech­nik, ein Auto auch — aber außer einem Rech­ner (ohne den geht es nun mal nicht) hat das Online Busi­ness und Social Media Mar­ke­ting ja nicht wirk­lich viel mit Tech­nik zu tun!

Aber ich ver­stehe natür­lich, dass die Bedie­nung der gan­zen Pro­gramme und “Tools” anfangs furcht­ein­flö­ßend sein kann, denn kaum eines ist wie das andere. Und in Erman­ge­lung eines bes­se­ren Begriffs wird das dann eben unter “Tech­nik” zusam­men gefasst.

Meine “Technik-Geschichte”

Als ich Mitte der 1960er Jahre gebo­ren wurde, gab es schon “Com­pu­ter”, doch bis ich aufs Gym­na­sium kam, waren diese nur als “Groß­rech­ner” in Fir­men im Ein­satz. Aber dann hörte man immer mehr davon, auf ein­mal sprach man von “Per­so­nal Com­pu­tern”. Berühmt wurde der Begriff durch einen komi­schen jun­gen Typen mit rie­si­ger Brille, der davon sprach, dass jeder einen Com­pu­ter zu Hause haben sollte.

Naja. Bis ich in die Ober­stufe kam, war das — zumin­dest in mei­nem Umfeld — noch sehr illu­so­risch. “Uto­pisch” hätte man damals gesagt. Ganz weit weg (weil viel zu teuer) waren sie immer noch, als ich dann zu stu­die­ren begann.

Auf die Frage, ob ich denn auch einen Com­pu­ter habe, pflegte ich noch in mei­nen ers­ten Semes­tern zu sagen:

Teu­fels­zeug, kommt mir nicht ins Haus!”

Ich war über­zeugt, mit mei­nen klei­nen Kar­tei­käs­ten in A6 und mei­ner Rei­se­schreib­ma­schine alle Anfor­de­run­gen mei­nes Stu­di­ums erfül­len zu kön­nen. Schließ­lich waren die gesam­ten Buch­be­stände unse­rer ein­drucks­vol­len Uni-Biblio­thek damit kata­lo­gi­siert!

Com­pu­ter waren etwas für Men­schen, die Mathe konn­ten und Infor­ma­tik stu­dier­ten.

Nicht meine Welt.

Der Beginn einer großen, lebenslangen Freundschaft

Ja, und dann begann ich mein Aus­lands­se­mes­ter an der Uni­ver­si­tät Aber­deen in Schott­land. Diese Uni war viel, viel älter als meine Ruhr-Uni­ver­si­tät — aber sie war auch gleich­zei­tig viel moder­ner!

Zu mei­nem Ent­set­zen musste ich näm­lich sehen, dass dort mit­nich­ten Kar­tei­käs­ten bereit stan­den, um die Bücher in der Biblio­thek zu fin­den, son­dern … Com­pu­ter!

Drei Tage bin ich mit schief geleg­tem Kopf auf der Suche nach bestimm­ten Buch­ti­teln an den Rega­len lang gelau­fen. Dann sah ich ein, dass das nicht zum Erfolg füh­ren würde und zu lange dau­erte. Nacken­schmer­zen hatte ich auch davon.

Ich setzte mich also an eine die­ser Teu­fels­kis­ten und …

… war begeis­tert!

So schnell und so effi­zi­ent hatte ich noch nie recher­chiert. Nicht nur, dass ich sofort und end­lich die Bücher fand, die ich seit drei Tagen gesucht hatte! Über Quer­ver­weise fand ich auch wei­tere Lite­ra­tur!

Als ich wie­der nach Deutsch­land kam, war längst klar: Ich brau­che einen Com­pu­ter!

Glückliche Zufälle!

Nach mei­ner Rück­kehr ging meine Kom­mi­li­to­nin und Freun­din Janine für ein Aus­lands­se­mes­ter Schwe­den und ich über­nahm ihren Hilfs­kraft­job am Insti­tut für Mecha­nik. Die woll­ten näm­lich unbe­dingt einen Anglis­ten haben, da die Fach­spra­che dort Eng­lisch war und ich die Fach­be­reichs­bi­blio­thek ver­wal­ten sollte.

Was hat­ten die Inge­nieure? Rich­tig! Com­pu­ter! Damals lagen noch viele Sys­teme im Wett­streit mit­ein­an­der (DOS, Amiga, Atari …) und so kaufte ich mir einen Atari 1040 ST, weil der auch dort im Ein­satz war.

So kamen zwei Fak­to­ren zusam­men: Meine immer­wäh­rende Begeis­te­rung dafür, Neues zu ler­nen und Men­schen, die mir bei Fra­gen hel­fen konn­ten. Es dau­erte nicht lang und ich bekam von einem wis­sen­schaft­li­chem Mit­ar­bei­ter zu hören, ich sei die erste Geis­tes­wis­sen­schaft­le­rin, mit der man sich über Sek­to­ren auf einer Fest­platte unter­hal­ten könne! (Mann, war ich stolz!).

So ging es dann nach mei­nem Examen auch im Berufs­le­ben wei­ter: Immer hatte ich fan­tas­ti­sche Kol­le­gen, die mir bei Pro­ble­men wei­ter hal­fen — und ich wurde in der Bedie­nung von Pro­gram­men fit­ter und fit­ter.

Dazu kam noch, dass ich nun immer von ande­ren Kol­le­gen gefragt wurde, wenn sie mit der Bedie­nung nicht wei­ter kamen. So konnte ich mein frisch erwor­be­nes Wis­sen auch immer gleich wei­ter­ge­ben und ver­tie­fen.

Birgit hat immer ein Tool!

Schon wäh­rend des Stu­di­ums hatte Janine dann den Spruch drauf: “Bir­git hat immer ein Tool!”

Und dabei ist es auch geblie­ben.

Wenn ich fest­stelle, dass ich eine Auf­gabe habe, die ich mit mei­nen bestehen­den Pro­gram­men und Online Tools nicht lösen kann, dann mache ich mich auf die Suche — fel­sen­fest davon über­zeugt, dass ich nicht die ein­zige bin, die diese Auf­gabe lösen will und dass es auch schon andere gab, die eine Lösung dafür gebaut haben.

In der Regel werde ich fün­dig.

Da ich außer­dem nach dem Grund­satz arbeite, das Bes­sere ist der Feind des Guten!, pro­biere ich auch stän­dig neue Tools aus. Und so fällt es mir leicht, mit der Ent­wick­lung Schritt zu hal­ten und mich furcht­los jedem neuen Tool zu stel­len. Denn statt mit etwas herum zu ham­peln, das nicht wirk­lich gut für den Job ist, nehme ich lie­ber ein Spe­zi­al­werk­zeug.

Warum Du “Technik” für Dein Social Media Marketing brauchst

Wenn Du Social Media für Dein Mar­ke­ting nut­zen willst, kommst Du als Solo­pre­neu­rin um die Benut­zung von Tools (also der “Tech­nik”) nicht herum, oder Du musst sehr viel Geld in die Hand neh­men, um alles von Drit­ten machen zu las­sen. Denen musst Du dann auch ver­trauen, dass sie alles rich­tig und in Dei­nem Sinne umset­zen — kon­trol­lie­ren kannst Du das meiste ohne eigene Kennt­nisse nicht wirk­lich.

Die wenigs­ten Ein­zel­un­ter­neh­mer haben aber diese (finan­zi­el­len) Res­sour­cen — und so ist es das beste, sich mit der “Tech­nik” anzu­freun­den und das Beste dar­aus zu machen.

Klar, wenn Du ganz bei “Null” anfängst, bis­her Rech­ner nur dazu genutzt hast, um ein wenig im Inter­net zu sur­fen und mal eine E-Mail zu schrei­ben, dann ist die Lern­kurve anfangs sehr steil.

Aber je mehr Du Dich ein­fuchst, desto leich­ter fal­len die nächs­ten Schritte.

Was Du brauchst

Vor allem ist es wich­tig, dass Du Dich zunächst mit den Grund­la­gen ver­traut machst. Und mit Grund­la­gen meine ich wirk­lich: Grund­la­gen!

Viel zu oft erlebe ich, dass Pro­bleme bei­spiels­weise bei der Bedie­nung von Word­Press nicht daher stam­men, dass Word­Press so schwer zu ver­ste­hen ist, son­dern dass die ein­fachs­ten Grund­la­gen der Bedie­nung des Rech­ners und zur Text­ver­ar­bei­tung feh­len!

Dazu gehö­ren sol­che Dinge wie eine ordent­li­che Datei­ab­lage, ein Ver­ständ­nis dafür, wo wel­che Befehle zu fin­den sind, gän­gige Tas­ta­tur­kür­zel, um nicht immer mit der Maus durch die Menüs fudeln zu müs­sen, ein­fa­che Daten­bank­ab­fra­gen, grund­le­gende Tech­ni­ken der Bild­be­ar­bei­tung wie Ska­lie­ren und Beschnei­den, und noch das eine oder andere mehr.

Deine Grundausstattung an Technik für Social Media Marketing

Wel­che Grund­aus­stat­tung brauchst Du nun für Dein Social Media Mar­ke­ting?

Ganz oben steht natür­lich die eigene Web­site. Ich emp­fehle ein soge­nannte selbst­ge­hos­te­tes Word­Press, also eine von Dir oder einer Fach­frau instal­lierte Ver­sion auf einem Ser­ver­platz bei einem Pro­vi­der Dei­ner Wahl. Ver­trau mir: Die Bedie­nung von Word­Press ist auch nicht schwe­rer zu erler­nen als die eines belie­bi­gen “Bau­kas­ten-Sys­tems” wie Jimdo, Wix oder WordPress.com — und Du hast den Vor­teil, dass Du sicher sein kannst, dass die Inhalte auch wirk­lich Dir gehö­ren.

Das nächste Ele­ment Dei­ner Grund­aus­stat­tung ist ein News­let­ter-Tool. Hier ist es bes­ser, einem spe­zia­li­sier­ten exter­nen Anbie­ter zu ver­trauen, als den Ver­sand über Dein E-Mail-Pro­gramm zu machen.

Um Deine Posts in den Social Media vor­pla­nen zu kön­nen, machen genau dar­auf spe­zia­li­sierte Tools Sinn. Hier habe ich eine Über­sicht über neun sehr bekannte Social Media Tools erstellt.

Dann kommt der gesamte Bereich der Medien dazu. So brauchst Du ein Pro­gramm oder ein Tool zur Bild­be­ar­bei­tung. Ein Lay­out­pro­gramm für die Erstel­lung von Fly­ern oder Free­bies ist sinn­voll (und nein, nicht immer kann man alles mit Canva machen 😉 ).

Willst Du Videos erstel­len, ist eine Auf­nahme- und Schnitt­soft­ware sinn­voll, wenn es Audio­auf­nah­men sein sol­len (bei­spiels­weise für einen Pod­cast), dann brauchst Du auch dafür eine Lösung.

Möch­test Du Webi­nare machen, kommt natür­lich auch ein Tool spe­zi­ell dafür noch dazu.

Um Deine Ange­bote ver­kau­fen zu kön­nen, macht die Nut­zung eines Zah­lungs­an­bie­ters Sinn, auch hier kann die Kon­fi­gu­ra­tion durch­aus “tri­cky” sein. Die Tücken lie­gen hier aber nicht unbe­dingt in der “Tech­nik” als viel­mehr in den kor­rek­ten steu­er­li­chen Ein­stel­lun­gen.

Dann kom­men natür­lich noch die gan­zen Mög­lich­kei­ten dazu, die die Social Media Kanäle selbst bie­ten — und auch hier musst Du die Bedie­nung erst erler­nen. Doch je mehr Kennt­nisse Du bereits hast, desto “intui­ti­ver” wird das Ganze.

Magst Du Dir hel­fen las­sen? Dann emp­fehle ich Dir mei­nen Mas­ter­mind-Zir­kel!

Warum Du nicht zu “blond für Technik” bist

Um die Furcht vor Tech­nik zu ver­lie­ren, ist es vor allem wich­tig, dass Du Deine Grund­ein­stel­lung änderst. Was Du bis­her als “Tech­nik” bezeich­net hast, ist ledig­lich die Bedie­nung von Pro­gram­men, neu­deutsch Apps oder Tools. Du musst die Tools ja nicht selbst pro­gram­mie­ren, son­dern nur wis­sen, wie Du mit ihnen umgehst.

Das kann man ler­nen.

Genau so, wie Du gelernt hast, die Wasch­ma­schine zu bedie­nen oder Auto zu fah­ren. Bei­des machst Du nun auch auto­ma­tisch, quasi neben­bei. Genau so geht das mit den Tools für Dein Social Media Mar­ke­ting.

Wenn Du in der Lage bist, einem Koch- oder Back­re­zept zu fol­gen (und Dich daran zu hal­ten), bist Du auch in der Lage, Deine Web­site zu aktua­li­sie­ren, einen News­let­ter zu ver­sen­den oder Gra­fi­ken für Pin­te­rest zu erstel­len. Klick um zu Twee­ten

Hilf­reich sind dabei vor allem:

  • die Bereit­schaft, anfangs Feh­ler zu machen und dar­aus zu ler­nen
  • sys­te­ma­ti­sches Vor­ge­hen
  • Lesen von Anlei­tun­gen und Doku­men­ta­tio­nen (oder auch Anschauen von Videos)
  • regel­mä­ßige Nut­zung der Tools (“use it or lose it”)
  • Hilfe holen, wenn nötig

Gerade der letzte Punkt ist mir sehr wich­tig. Ohne die fan­tas­ti­sche Unter­stüt­zung mei­ner Kol­le­gen an der Uni und mei­nen ver­schie­de­nen beruf­li­chen Sta­tio­nen hätte ich mir nie das Wis­sen aneig­nen kön­nen, das es mir heute so leicht macht, neue Tools zu erler­nen.

Darum biete ich im Rah­men mei­ner kos­ten­lo­sen und kos­ten­pflich­ti­gen Ange­bote an, nicht nur Fra­gen zu Mar­ke­ting und Stra­te­gien zu beant­wor­ten, son­dern immer auch Fra­gen zur Bedie­nung der Social Media Kanäle und der Social Media Tools. Für mich bil­den diese eine Ein­heit.

Kurz vor Schluss möchte ich Dich auch mit einem Zitat ermu­ti­gen, das mir immer sehr gehol­fen hat. Es stammt von Astrid Lind­gren:

Ich weiß, dass ich das kann, denn ich habe es noch nie gemacht!

Pippi Lang­strumpf

Damit bin ich am Ende die­ses Bei­trags zur Blog­pa­rade von Sara ange­kom­men. Sieh unbe­dingt auch bei ihrem Arti­kel in den Kom­men­ta­ren nach und schau, was die ande­ren Teil­neh­mer der Blog­pa­rade zum Thema geschrie­ben haben!

Jetzt war­test Du noch auf was, nicht? Okay. Also die Tech­nik, bei der ich dann bereit­wil­lig auch mal zu “blond” bin, ist eine Bohr­ma­schine. Löcher in Wände boh­ren, das ist so gar nicht mein Ding — und so ist das Bei­trags­bild kei­nes­falls zufäl­lig gewählt! 😉 Aber: Ich habe es zumin­dest aus­pro­biert und ich “kann” es auch — aber ich mache es ein­fach nicht gerne.

Wenn Du einen Kom­men­tar zum Thema hast, freue ich mich sehr dar­über, wenn Du einen direkt hier schreibst. Wenn Du nur wenig Zeit hast und Dir der Arti­kel gefal­len hat, freue ich mich über schnelle fünf Sterne direkt hier.

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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