WordPress Plugins sind ähnlich wie Auto-Tuning

Was sind Plugins? Das Wichtigste zu Plugins für WordPress

Letzte Aktualisierung 27. Dezember 2018

Plugins sind Erweiterungen, also Zusatzprogramme, die Dein WordPress mit zusätzlichen Funktionen ausstatten. Plugins können kleine Erweiterungen oder auch mächtige Programmpakete sein.

Ein wenig musst Du Dir das so vorstellen: Wenn Du WordPress installiert hast, dann hast Du zunächst nur ein einfaches Auto, das fährt und Dich von A nach B bringt. Mit Plugins kannst Du es tiefer legen, breite Reifen mit Alufelgen und Spoiler montieren und wenn Du ganz verrückt drauf bist, auch noch einen Fuchsschwanz anbringen. Plugins können Dein Auto schneller machen – oder auch langsamer (wenn Du nämlich zu viele davon installierst).

Plugins gibt es übrigens nicht nur für WordPress. Auch für Deine Browser wie Firefox oder Chrome gibt es Plugin, ebenso für das Mailprogramm Thunderbird und sogar für Word! Manchmal heißen Plugins dann ein wenig anders (zum Beispiel Erweiterungen oder AddOn) aber das Prinzip ist immer dasselbe: Durch einen Installationsprozess wird die Funktionalität des Ursprungsprogramms erweitert (auch WordPress ist letztlich nichts anderes als ein Programm, nur, dass es nicht auf Deinem PC installiert wird, sondern auf einem Server).

Welche Funktionen können mit Plugins nachgerüstet werden?

Im WordPress Plugin-Verzeichnis sind derzeit 48.789 Plugins hinterlegt und erklärt. Damit wird eines klar: Weder können wir Dir hier alle und alle ihre Funktionen erklären – noch macht es Sinn, alle mal auszuprobieren … 🙂

Wichtige Funktionen, die Du mit Plugins in WordPress installieren kannst, sind beispielsweise:

  • Datensicherung
  • Spamfilter einrichten
  • Bildergalerien darstellen
  • Kontaktformulare erstellen
  • die Sicherheit von WordPress erhöhen
  • Suchmaschinenoptimierung erleichtern
  • eine Autorenbox hinzufügen
  • ein Shopsystem einrichten
  • WordPress schneller machen
  • Lead-Generierung durch Pop Ups und Anbindung an Newsletter-Provider
  • geschützte Mitgliederbereiche einrichten
  • komplexe Gestaltungsideen mit einfachen Drag and Drop Elementen erstellen

Was solltest Du bei der Installation von Plugins beachten?

  • Achte auf Aktualität und Bewertungen!
  • Weniger ist mehr!
  • Vermeide Plugin-Boliden (die mit zig Funktionen gleichzeitig aufwarten)!
  • Vermeide Jetpack!
  • Doppelt hält nicht besser!

Achte auf Aktualität und Bewertungen!

Wenn Du als Anfänger mit WordPress das erste Mal die Fülle der verschiedenen Plugins siehst, kann es Dir schon ein wenig komisch werden! Wie sollst Du nur entscheiden, welches ein gutes und sicheres Plugin ist?

Eine Hilfe sind natürlich Empfehlungen. Beispielsweise stellt das Magazin t3n immer wieder Plugins zu bestimmten Themen vor und bewertet diese. In unserem WP4+2W: WordPress & Blogmarketing Einsteiger-Kurs geben wir Dir natürlich auch Empfehlungen und sogar Alternativen zu unseren Empfehlungen.

Aber was, wenn Du später allein auf Dich gestellt bist?

Darum geben wir Dir hier einige Empfehlungen an die Hand, die Dir die Entscheidung leichter machen:

Das Plugin wurde oft heruntergeladen und installiert

Oft meint hier in der Regel ab dem sechsstelligen Bereich.

Das Plugin hat gute Bewertungen von möglichst vielen Menschen

Klar, ein Plugin, das „nur“ 100.000+ Installationen hat, wird in der Regel nicht ganz so viele Bewertungen aufweisen können, wie eines, das millionenfach herunter geladen wurde. Du musst also weniger auf die absolute Zahl als mehr auf die Relation achten. Schau Dir einfach ein paar Plugins und ihre Bewertungen an, dann bekommst Du schnell ein Gespür dafür.

Das Plugin wurde kurzfristig aktualisiert

Alle Plugins, die zuletzt vor mehr als 6 Monaten aktualisiert wurden, sind definitiv mit Vorsicht zu genießen! Vorbildliche Aktualisierungen liegen meist nicht länger als ein, zwei Monate zurück.

Das Plugin ist kompatibel mit Deiner WordPress Version

Dein WordPress sollte immer auf dem neuesten Stand sein. Einzige Ausnahme: Nach der Veröffentlichung einer „großen“ Versionsnummer wartest Du am besten so um die fünf bis sieben Tage, um abzuwarten, ob es mit der neuen Version großflächig Probleme gibt. Was immer mal passieren kann. Eine „große“ Versionsnummer ist übrigens schon der Wechsel von Version 4.6 auf 4.7!

Achte vor der Neuinstallation also darauf, dass das Plugin, das Du installieren möchtest, als kompatibel mit Deiner installierten WordPress-Version ausgewiesen ist.

Screenshot eines guten Plugins als Beispiel

Dieses Plugin erfüllt alle gewünschten Kriterien.

Nur dann kannst Du von einem reibungslosen Funktionieren ausgehen. Es sei denn, Du hast zwei oder mehr Plugins installiert, die sich behakeln. Darum gilt auch der folgende Grundsatz:

Weniger ist mehr!

Wie eingangs erklärt, sind Plugins kleine Zusatzprogramme, die sich in das Hauptprogramm WordPress einklinken. Jedes Programm, das Du hinzu installierst, bläht Dein WordPress weiter auf. Und wie jeder weiß, der ein paar Kilo zuviel mit sich herum trägt: Sehr schnell wird man dann träge und unbeweglich. Geschwindigkeit ist für Dein WordPress aber Trumpf, denn weder Google noch Deine Leser warten gern auf ihre Inhalte. Darum gilt auch der nächste Punkt:

Vermeide Plugin-Boliden!

Es gibt Plugins, die versuchen alles in einem zu liefern. Das mag zunächst eine charmante Idee zu sein: So ähnlich wie bei einem Überraschungsei bekommst Du drei (oder mehr) Dinge auf einmal: Spannung, Spiel und Schokolade – sozusagen.

Vielleicht erinnerst Du Dich noch an die Zeiten, da man Musik nicht über ein Smartphone hörte, sondern eine Stereo-Anlage im Zimmer stehen hatte. Es gab zwei Möglichkeiten: Entweder, Du hast eine Kompaktanlage gekauft, in der alles, vom Schallplattenspieler über den Cassetten-Rekorder und das Radio bis zum Verstärker in einem Gehäuse vereinigt war. Oder Du hast einzelne Komponenten gekauft. Klar, die Kompaktanlage war meist etwas günstiger und platzsparender auch. Aber ging zum Beispiel der Schallplattenspieler kaputt, so musstest Du das ganze Gerät zur Reparatur geben oder eben ein neues kaufen. Bei Einzelgeräten hast Du nur repariert oder getauscht, was kaputt war.

Ganz ähnlich ist es auch mit den Plugins, die Dir alles in einem liefern wollen. Funktioniert etwas nicht, wird die Fehlersuche sehr schwierig. Oft willst Du auch gar nicht alle Funktionen aus dem „großen“ Plugin nutzen, sondern nur eine oder zwei. Da ist es besser, Du suchst Dir eben Spezialplugins, die nur diese eine Aufgabe erfüllen.

Deshalb raten wir Dir:

Lass die Finger vom Jetpack-Plugin!

Auch, wenn es auf der WordPress Seite so prominent beworben wird und viele es einsetzen, dieses Plugin richtet oft mehr Schaden an, als dass es nützt.

Statistiken bekommst Du zum Beispiel über Google Analytics. Dafür brauchst Du kein Plugin. Die Teilen-Funktion in die sozialen Netzwerke kannst Du bei Bedarf auch mit einem kleinen separaten Plugin nachrüsten – und oft bietet auch Dein Template schon diese Möglichkeit. Um Deinen Lesern verwandte Posts anzuzeigen (wenn Du das möchtest), gibt es schlanke kleine Plugins. Gleiches gilt für die Sicherheitsfunktionen, die gerade Anfänger oft mehr verwirren, als dass die Informationen ihnen nützen. Wenn Du eine Slideshow oder eine Galerie brauchst, dann installiere Dir eine, die auch wirklich die Darstellung ermöglicht, die Du Dir wünschst und das Einbetten von Inhalten ist in der Regel so einfach, dass Du dafür kein Mega-Plugin brauchst.

Warum hält doppelt nicht besser?

Jedes Programm besteht aus vielen kleinen Befehlen, die dann für die Funktionalität des Programms sorgen. Um zu funktionieren, müssen diese Programme manchmal eigene Elemente Deinem WordPress hinzufügen, die spezielle Namen erhalten. Wenn Du zwei Plugins mit ähnlicher Funktion installierst, kann es sein, dass beide zufällig identische Benennungen dieser Elemente verwenden – und dann kommt es zu Fehlfunktionen, weil das Element zwar richtig heißt, aber nicht so funktioniert, wie das Plugin es erwartet – einfach, weil es zu dem anderen Plugin gehört.

Obwohl viele Plugins kostenlos installiert werden können, gibt es auch kostenpflichtige Plugins. Die Kosten können einmalig oder auch auf monatlicher oder jährlicher Basis entstehen.

WP4+2W: WordPress & Blogmarketing Einsteiger-Kurs

Wahrscheinlich hast Du Dich schon beim Lesen zwischendurch gewundert, warum ich plötzlich „wir“ statt „ich“ schreibe, obwohl ich sogar schon mal in einem Blogartikel das Gegenteil empfohlen habe. Tatsächlich habe ich dieses Mal durchaus Anlass, von „wir“ zu schreiben. Denn dieser Blogartikel ist eine der Anleitungen, die Jonas Tietgen von WP Ninjas und ich als Anleitung für unseren aktuell laufenden WordPress & Blogmarketing-Einsteiger-Kurs erstellt haben.

Der Kurs hat am 6. Februar 2017 begonnen und wird noch bis zum 19. März 2017 laufen. Anschließend werden wir unsere sehr erfolgreiche Aktion WP2W: WordPress-Installation in zwei Wochen wiederholen und nach Ostern dann den WP4+2- WordPress & Blogmarketing Einsteiger-Kurs wiederholen.

Falls Du nun Lust darauf bekommen hast, auch an unserem Kurs teilzunehmen, dann trage Dich doch einfach unverbindlich in unsere Warteliste ein. Wir werden Dich dann rechtzeitig über die Wiederholung unserer kostenfreien Aktion und den Verkaufsstart für unseren Kurs informieren.

Weitere Infos zum Kurs und den Link zur Eintragung in die Warteliste findest Du auf dieser Seite. Und wenn Du Fragen zum Inhalt der Aktion oder des Kurses hast, kannst Du die gern hier in den Kommentaren stellen. Über Feedback zum Text freue ich mich übrigens auch!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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