Was sind Plugins? Das Wichtigste zu Plugins für WordPress

Von Birgit Schultz

Februar 13, 2017


Letzte Aktua­li­sie­rung 20. Okto­ber 2022 

Plugins sind Erwei­te­run­gen, also Zusatz­pro­gramme, die Dein WordPress mit zusätz­li­chen Funk­tio­nen aus­stat­ten. Plugins kön­nen kleine Erwei­te­run­gen oder auch mäch­tige Pro­gramm­pa­kete sein.

Ein wenig musst Du Dir das so vor­stel­len: Wenn Du WordPress instal­liert hast, dann hast Du zunächst nur ein ein­fa­ches Auto, das fährt und Dich von A nach B bringt. Mit Plugins kannst Du es tie­fer legen, breite Rei­fen mit Alu­fel­gen und Spoi­ler mon­tie­ren und wenn Du ganz ver­rückt drauf bist, auch noch einen Fuchs­schwanz anbrin­gen. Plugins kön­nen Dein Auto schnel­ler machen – oder auch lang­sa­mer (wenn Du zu viele davon installierst).

Plugins gibt es übri­gens nicht nur für WordPress. Auch für Deine Brow­ser wie Fire­fox oder Chrome gibt es Plugins, ebenso für das Mail­pro­gramm Thun­der­bird und sogar für Word! Manch­mal hei­ßen Plugins dann ein wenig anders (zum Bei­spiel Erwei­te­run­gen oder AddOn) aber das Prin­zip ist immer das­selbe: Durch einen Instal­la­ti­ons­pro­zess wird die Funk­tio­na­li­tät des Ursprungs­pro­gramms erwei­tert (auch WordPress ist letzt­lich nichts ande­res als ein Pro­gramm, nur, dass es nicht auf Dei­nem PC instal­liert wird, son­dern auf einem Server).

Welche Funktionen können mit Plugins nachgerüstet werden?

Im WordPress Plugin-Ver­zeich­nis sind der­zeit 60.300 Plugins hin­ter­legt und erklärt (bei der letz­ten Aktua­li­sie­rung waren es noch 48.789 …). Damit wird eines klar: Weder kann ich Dir hier alle und alle ihre Funk­tio­nen erklä­ren – noch macht es Sinn, alle mal auszuprobieren … 😉

Wich­tige Funk­tio­nen, die Du mit Plugins in WordPress instal­lie­ren kannst, sind beispielsweise:

  • Daten­si­che­rung
  • Spam­fil­ter einrichten
  • Bil­der­ga­le­rien darstellen
  • Kon­takt­for­mu­lare erstellen
  • die Sicher­heit von WordPress erhöhen
  • Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung erleichtern
  • eine Autoren­box hinzufügen
  • ein Shop­sys­tem einrichten
  • WordPress schnel­ler machen
  • Lead-Gene­rie­rung durch Pop Ups und Anbin­dung an Newsletter-Provider
  • geschützte Mit­glie­der­be­rei­che einrichten
  • kom­plexe Gestal­tungs­ideen mit ein­fa­chen Drag and Drop Ele­men­ten erstellen

Was solltest Du bei der Installation von Plugins beachten?

  • Achte auf Aktua­li­tät und Bewertungen!
  • Weni­ger ist mehr!
  • Ver­meide Plugin-Boli­den (die mit zig Funk­tio­nen gleich­zei­tig aufwarten)!
  • Ver­meide Jetpack!
  • Dop­pelt hält nicht besser!

Wenn Du als Anfän­ger mit WordPress das erste Mal die Fülle der ver­schie­de­nen Plugins siehst, kann es Dir schon ein wenig komisch wer­den! Wie sollst Du nur ent­schei­den, wel­ches ein gutes und siche­res Plugin ist? 

Das Plugin wurde oft heruntergeladen und installiert

"Oft" meint hier in der Regel ab einem sechs­stel­li­gen Bereich.

Das Plugin hat gute Bewertungen von möglichst vielen Menschen

Klar, ein Plugin, das "nur" 100.000+ Instal­la­tio­nen hat, wird in der Regel nicht ganz so viele Bewer­tun­gen auf­wei­sen kön­nen, wie eines, das mil­lio­nen­fach her­un­ter gela­den wurde. Du musst also weni­ger auf die abso­lute Zahl als mehr auf die Rela­tion ach­ten. Schau Dir ein­fach ein paar Plugins und ihre Bewer­tun­gen an, dann bekommst Du schnell ein Gespür dafür.

Das Plugin wurde kurzfristig aktualisiert

Alle Plugins, die zuletzt vor mehr als 6 Mona­ten aktua­li­siert wur­den, sind defi­ni­tiv mit Vor­sicht zu genie­ßen! Vor­bild­li­che Aktua­li­sie­run­gen lie­gen meist nicht län­ger als ein, zwei Monate zurück.

Das Plugin ist kompatibel mit Deiner WordPress Version

Dein WordPress sollte immer auf dem neu­es­ten Stand sein. Ein­zige Aus­nahme: Nach der Ver­öf­fent­li­chung einer "gro­ßen" Ver­si­ons­num­mer war­test Du am bes­ten so um die fünf bis sie­ben Tage, um abzu­war­ten, ob es mit der neuen Ver­sion groß­flä­chig Pro­bleme gibt. Was immer mal pas­sie­ren kann. Eine "große" Ver­si­ons­num­mer ist übri­gens schon der Wech­sel von Ver­sion X.6 auf X.7!

Achte vor der Neu­in­stal­la­tion also dar­auf, dass das Plugin, das Du instal­lie­ren möch­test, als kom­pa­ti­bel mit Dei­ner instal­lier­ten WordPress-Ver­sion aus­ge­wie­sen ist.

Screenshot eines guten Plugins als Beispiel
Die­ses Plugin erfüllt alle gewünsch­ten Kriterien.

Nur dann kannst Du von einem rei­bungs­lo­sen Funk­tio­nie­ren aus­ge­hen. Es sei denn, Du hast zwei oder mehr Plugins instal­liert, die sich beha­keln. Darum gilt auch der fol­gende Grundsatz:

Weniger ist mehr!

Wie ein­gangs erklärt, sind Plugins kleine Zusatz­pro­gramme, die sich in das Haupt­pro­gramm WordPress ein­klin­ken. Jedes Pro­gramm, das Du hinzu instal­lierst, bläht Dein WordPress (genauer: Die WordPress-Daten­bank) wei­ter auf. Und wie jeder weiß, der ein paar Kilo zuviel mit sich herum trägt: Sehr schnell wird man dann träge und unbe­weg­lich. Geschwin­dig­keit ist für Dein WordPress aber Trumpf, denn weder Google noch Deine Leser war­ten gern auf ihre Inhalte. Darum gilt auch der nächste Punkt:

Vermeide Plugin-Boliden!

Es gibt Plugins, die ver­su­chen alles in einem zu lie­fern. Das mag zunächst eine char­mante Idee zu sein: So ähn­lich wie bei einem Über­ra­schungsei bekommst Du drei (oder mehr) Dinge auf ein­mal: Span­nung, Spiel und Scho­ko­lade – sozusagen.

Viel­leicht erin­nerst Du Dich noch an die Zei­ten, da man Musik nicht über ein Smart­phone hörte, son­dern eine Ste­reo-Anlage im Zim­mer ste­hen hatte. Es gab zwei Mög­lich­kei­ten: Ent­we­der, Du hast eine Kom­pakt­an­lage gekauft, in der alles, vom Schall­plat­ten­spie­ler über den Cas­set­ten-Rekor­der und das Radio bis zum Ver­stär­ker in einem Gehäuse ver­ei­nigt war. Oder Du hast ein­zelne Kom­po­nen­ten gekauft. Klar, die Kom­pakt­an­lage war meist etwas güns­ti­ger und platz­spa­ren­der auch. Aber ging zum Bei­spiel der Schall­plat­ten­spie­ler kaputt, so muss­test Du das ganze Gerät zur Repa­ra­tur geben oder eben ein neues kau­fen. Bei Ein­zel­ge­rä­ten hast Du nur repa­riert oder getauscht, was kaputt war.

Ganz ähn­lich ist es auch mit den Plugins, die Dir alles in einem lie­fern wol­len. Funk­tio­niert etwas nicht, wird die Feh­ler­su­che sehr schwie­rig. Oft willst Du auch gar nicht alle Funk­tio­nen aus dem "gro­ßen" Plugin nut­zen, son­dern nur eine oder zwei. Da ist es bes­ser, Du suchst Dir eben Spe­zi­al­plugins, die nur diese eine Auf­gabe erfüllen.

Des­halb raten wir Dir:

Lass die Finger vom Jetpack-Plugin!

Auch, wenn es auf der WordPress Seite so pro­mi­nent bewor­ben wird und viele es ein­set­zen, die­ses Plugin rich­tet oft mehr Scha­den an, als dass es nützt.

Sta­tis­ti­ken bekommst Du zum Bei­spiel über Google Ana­ly­tics. Dafür brauchst Du kein Plugin. Die Tei­len-Funk­tion in die sozia­len Netz­werke kannst Du bei Bedarf auch mit einem klei­nen sepa­ra­ten Plugin nach­rüs­ten – und oft bie­tet auch Dein Tem­plate schon diese Mög­lich­keit. Um Dei­nen Lesern ver­wandte Posts anzu­zei­gen (wenn Du das möch­test), gibt es schlanke kleine Plugins. Glei­ches gilt für die Sicher­heits­funk­tio­nen, die gerade Anfän­ger oft mehr ver­wir­ren, als dass die Infor­ma­tio­nen ihnen nüt­zen. Wenn Du eine Sli­de­show oder eine Gale­rie brauchst, dann instal­liere Dir eine, die auch wirk­lich die Dar­stel­lung ermög­licht, die Du Dir wünschst und das Ein­bet­ten von Inhal­ten ist in der Regel so ein­fach, dass Du dafür kein Mega-Plugin brauchst.

Warum hält doppelt nicht besser?

Jedes Pro­gramm besteht aus vie­len klei­nen Befeh­len, die dann für die Funk­tio­na­li­tät des Pro­gramms sor­gen. Um zu funk­tio­nie­ren, müs­sen diese Pro­gramme manch­mal eigene Ele­mente Dei­nem WordPress hin­zu­fü­gen, die spe­zi­elle Namen erhal­ten (Varia­blen bei­spiels­weise). Wenn Du zwei Plugins mit ähn­li­cher Funk­tion instal­lierst, kann es sein, dass beide zufäl­lig iden­ti­sche Benen­nun­gen die­ser Ele­mente ver­wen­den – und dann kommt es zu Fehl­funk­tio­nen, weil das Ele­ment zwar rich­tig heißt, aber nicht so funk­tio­niert, wie das Plugin es erwar­tet – ein­fach, weil es zu dem ande­ren Plugin gehört.

Obwohl viele Plugins kos­ten­los instal­liert wer­den kön­nen, gibt es auch kos­ten­pflich­tige Plugins. Die Kos­ten kön­nen ein­ma­lig oder auch auf monat­li­cher oder jähr­li­cher Basis entstehen.

Bist Du unsi­cher, ob Du zu viele oder die fal­schen Plugins instal­liert hast? Auch zum Thema WordPress unter­stütze ich meine Mit­glie­der im Mar­ke­ting-Zau­ber-Zir­kel. Hier gebe ich an sie­ben Tagen die Woche Ant­wor­ten auf die Fra­gen der Mit­glie­der. Wäre das auch was für Dich? Dann lass uns mit­ein­an­der reden und wir schauen gemein­sam, ob mein Mit­glie­der­be­reich für Dich das Rich­tige ist. 

Wenn Dir die­ser Bei­trag hilf­reich war oder Du etwas zum Thema Plugins sagen möch­test, freue ich mich über Dei­nen Kommentar!

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing.

Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation.

Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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  1. Hallo Frau Schulz, sehr guter Arti­kel! Weil ich finde, dass Sie wirk­lich alle die Berei­che auf­ge­lis­tet haben, mit denen man auto­ma­tisch kon­fron­tiert ist, wenn man anfängt, mit Wordpress zu blog­gen. Eine aus mei­ner Sicht sehr wich­tige Funk­tion, die man auf Wordpress per Plugin ergän­zen sollte, ist der Bereich Ver­mark­tung des eige­nen Blogs. Hierzu würde für mich zäh­len: die soge­nann­ten "Tei­len-But­ton", um Leser zu ani­mie­ren, den Arti­kel wei­ter­zu­tei­len. Das würde mir auch hier bei Ihrem Arti­kel feh­len 😉 und man kann natür­lich mit einem geeig­ne­ten Plugin wie blog2social auch direkt seine Bei­träge an die eige­nen Social­me­dia Kanäle sen­den, um Reich­weite und Ver­mark­tung der Blog­ar­ti­kel sicher­zu­stel­len und zu erzielen.
    VG Andreas

    1. Hallo Andreas,
      vie­len Dank für Ihr posi­ti­ves Feed­back. Die Liste der mög­li­chen Funk­tio­nen für Plugins ist ja mit "bei­spiels­weise" über­schrie­ben und hat kei­nes­falls den Anspruch auf Voll­stän­dig­keit. Ihre Ergän­zung ist aber eine sehr bedeut­same – wobei man gerade mit den soge­ann­ten "Social Plugins" wegen der in Deutsch­land nicht uner­heb­li­chen Abmahn­ge­fahr auf­grund von Daten­schutz­be­den­ken immer vor­sich­tig sein sollte.
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

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