Redaktionsplan in Excel erstellen

Redaktionsplan in Excel – ganz einfach

Letzte Aktualisierung 20. Februar 2019

Einen Redaktionsplan in Excel kannst Du Dir ganz einfach selbst erstellen. Für jemanden, der schon mal mit Redaktionsplänen gearbeitet hat oder schon längere Zeit bloggt, ist das ganz einfach. Aber wie fängst Du an, wenn Du gerade erst zu bloggen beginnst? Wenn Du Dir diese Frage gerade stellst, ist dieser Artikel genau richtig für Dich.

Warum Du einen Redaktionsplan erstellen musst, habe ich Dir in der letzten Woche erklärt. Heute erkläre ich Dir, was ich für sinnvolle Bestandteiles eines Redaktionsplans erachte.

Du kannst den Ausführungen Schritt für Schritt folgen und Dir selbst Deinen eigenen perfekten Redaktionsplan in Excel erstellen. Oder Du nutzt am Ende dieses Beitrags die Möglichkeit, Dir einen von mir in Excel erstellten Redaktionsplan herunter zu laden.

Folgende Module enthält mein Redaktionsplan in Excel

  • Persona-Erstellung
  • Lokale Kooperationen
  • Inhalte-Strategie
  • Brainstorming und Themensammlung
  • Keywords
  • Redaktionsplan
  • Gastblog-Liste
  • Vermarktungsstrategie für Deine Beiträge
  • Kalenderübersichten
  • Übersicht über die möglichen Beitragstypen
  • Übersicht über die verschiedenen Handlungsaufforderungen

Modul Persona-Erstellung

Was genau zur Erstellung einer Persona (manche sagen auch »Avatar«) gehört, erkläre ich in einem weiteren Blogbeitrag. Für das aktuelle Verständnis genügt, dass Du Dir Deine Leserin oder Deinen Leser genau vorstellen solltest. Beim Bloggen ist es sinnvoller, nicht an eine diffuse Zielgruppe zu denken, sondern sich ein möglichst genaues Bild seines Wunschkunden zu machen. Man kann auch mehrere Personas erstellen, doch Deinen Beitrag solltest Du immer möglichst nur für eine einzige Persona schreiben. Um so genauer kannst Du dann den Inhalt und den Schreibstil an diese Persona anpassen.

Modul Lokale Kooperationen

Für Dich als Solopreneurin oder Unternehmerin mit einem lokalen Geschäft ist es sehr wichtig, Dich sowohl im Vorfeld als auch später vor Ort zu vernetzen. Wenn Du das noch nicht sowieso schon machst, wird es wirklich Zeit. In den meisten Städten gibt es Unternehmerinnenvereine, Werbegemeinschaften oder Unternehmerstammtische. Finde zum Beispiel über die Wirtschaftsförderung heraus, wann und wo sie sich treffen und frag, ob Du dabei sein kannst. In der Regel freuen sich alle über neue Teilnehmer in ihren Runden. Hier erfährst Du dann, was in der Stadt geschieht, welches Unternehmen was plant und Du bekommst erste Gelegenheiten, Dich zu vernetzen. Was Du persönlich im richtigen Leben beginnst, kannst Du dann online fortsetzen. Liste in Deinem Redaktionsplan also alle lokalen Vernetzungs- und Kooperationsmöglichkeiten auf. Dann hast Du sie schnell zur Hand, wenn Du einmal überlegst, mit wem Du ein Projekt starten kannst.

Modul Inhalte-Strategie

Mach’ Dir im Vorfeld nicht nur Gedanken, was und worüber Du bloggen willst. Lege auch fest mit welchem Ziel Du das machst. Halte Deine Gedanken schriftlich im Redaktionsplan fest. Was Du versuchst, im Kopf zu behalten, belastet Dich in Deiner täglichen Arbeit, für die Du dann nicht genug Kapazitäten frei hast. Hast Du einmal wenig Zeit, Dich mit Deinem Redaktionsplan auseinander zu setzen, vergisst Du wichtige Details. Darum halte sie hier fest und Dir den Kopf für Dein Geschäft frei.

Deine Inhaltestrategie kannst Du mit diesen vier Leitfragen beschreiben:

  • Was sind meine Ziele, die ich mit meinem Blog verfolge?
  • Welche Probleme löse ich mit meinem Blog?
  • Was ist meine Botschaft oder Mission?
  • Wie lautet meine Kernbotschaft?

Modul Brainstorming und Themensammlung

Das ist ein besonders wichtiger Bestandteil Deines Redaktionsplans. Auch wenn Dir zum Blogstart noch so viele Ideen durch den Kopf schwirren, über die Du schreiben könntest: Ideen sind flüchtig. Halte sie auf jeden Fall schriftlich fest. Hast Du aber keine Ideen, willst jedoch unbedingt ein Blog starten, weil Du meinen Beitrag Warum Du auch als lokales Unternehmen bloggen solltest gelesen hast, kannst Du hier mit Deinem Brainstorming beginnen. Es gibt eine Reihe hilfreicher Leitfragen zum Brainstorming, die Du leicht über Google finden kannst. Oder Du lädst Dir meinen Redaktionsplan in Excel am Ende dieses Beitrags herunter, da habe ich Dir bereits einige Leitfragen eingebaut.

Excel selbst ist nicht so prima für ein Brainstorming geeignet, vor allem dann nicht, wenn Du nicht so ein rechtwinkliger Typ bist. Ich mache meine Brainstormings gerne in Form einer Mindmap oder mit Clustern auf einem Blatt Papier. Ist diese Phase dann abgeschlossen, übertrage ich die Ideen aber in meinen Redaktionsplan. Ganz wichtig für diese Phase: Bewerte Deine Ideen noch nicht. Auch »dumme« Ideen sind wichtig, denn oft führen sie Dich zu anderen originellen Ideen und dienen Deinem Gehirn gewissermaßen als Trittsteine. Schreib erst mal alles auf, sortieren und ausmisten kannst Du später immer noch.

Modul Keywords (Suchwörter in Google)

Bevor Du zu einem Thema zu schreiben beginnst, recherchierst Du am besten erst einmal die Keywords. Denn was nützt Dir der schönste Blogbeitrag, wenn niemand darüber lesen möchte? Über Keywords und die Keyword-Recherche kann ich ganze Abende reden – für jetzt mein Tipp in aller Kürze: Suche und schreibe nicht nach einem kurzen Keyword (etwa wie »Marketing« oder »Schnittblumen« oder »Massage«). Damit auf die erste Seite bei Google zu gelangen ist fast unmöglich. Suche nach einer Keyword-Kombination, die bei den Vorschlägen auf der Google Suchseite erscheint und die zu Deinem Thema passt. Wenn Google Dir nämlich Vorschläge macht, dann darum, weil schon viele andere Menschen danach gesucht haben. Google selbst ist also Dein Keyword-Tool Nummer eins. Es gibt noch viele weitere, ich nutze gerne keywordtool.io und keyword-tools.org. Du kannst diese Keyword-Tools auch gut als Startpunkte für Deine Artikel-Brainstormings nutzen. Wie das funktioniert, habe ich in meinem Beitrag Drei visuelle Keyword-Tools als Inspiration für Blogger beschrieben.

Modul Redaktionsplan

Der Kern des Ganzen ist natürlich der eigentliche Redaktionsplan in Excel. Das kann eine einfache Übersicht nach Kalendertagen sein. Als Solopreneurin oder lokale Unternehmerin brauchst Du keinen komplizierten Freigabeprozess und ein aufwendiges System, um nachzuhalten, wer welchen Text verfasst. Darum sind viele Redaktionspläne in Excel, die Du im Internet herunterladen kannst, für Dich eher überdimensioniert.

Wenn Du Deine Beiträge planst, gehe behutsam vor. Plane erst einmal nur für acht oder zwölf Wochen. Plane lieber weniger Beiträge als zu viele. Obwohl ich in meiner letzten Brainstorming-Session insgesamt 134 Ideen für Blogbeiträge gesammelt habe, habe ich nicht mehr als einen Beitrag pro Woche geplant. Mehr schaffe ich neben meiner Arbeit als Marketing-Beraterin und Dozentin einfach nicht. Aus Erfahrung weiß ich, dass es besser ist, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen und lieber mal einen Beitrag außer der Reihe zwischen zu schieben als mich und meine Leser zu enttäuschen.

Modul Gastblog-Liste

Eine schöne Möglichkeit, Deinen Blog bekannt zu machen, ist das Verfassen von Beiträgen für andere thematisch zu Deinem Unternehmen passende Blogs. Stößt Du bei Deinen Recherchen auf einen Blogger, der Dir sympathisch ist und bei dem Du gerne einmal einen Gastbeitrag veröffentlichen würdest, so notiere Dir den Namen und die Blogadresse in Deinem Redaktionsplan.

Denke auch daran, anderen Bloggern die Möglichkeit zu bieten, Inhalte auf Deinem Blog zu veröffentlichen. Das ist zum Beispiel eine super Sache, wenn Du mal eine Urlaubsvertretung brauchst. Die Absprachen mit den anderen Bloggern hältst Du auch ganz einfach in der Gastblog-Liste fest.

Modul Vermarktungsstrategie für Deine Beiträge

Leider ist es nicht damit getan, einen Blogbeitrag zu verfassen und darauf zu hoffen, dass er automatisch über Google gefunden wird. Natürlich kommt das vor und dafür recherchierst Du ja auch die Keywords und schreibst gezielt Deine Inhalte. Um jedoch richtig viele Leser auf Dein Blog und die einzelnen Beiträge zu ziehen, musst Du Dir eine Vermarktungsstrategie überlegen. Man unterscheidet hier zwischen organischer und bezahlter Vermarktung.

Organische Vermarktung meint, dass Du in den Social Media, in denen Du aktiv bist, auf Deine Blogbeiträge verlinkst und sie an passender Stelle empfiehlst.

Mit bezahlter Vermarktung ist das Schalten von Anzeigen für Dein Blog gemeint. Anzeigen kannst Du sehr gut auf Facebook schalten, aber auch Google Adwords dafür nutzen. Das Thema ist so umfassend, dass ich dazu gleich eine ganze Reihe von Beiträgen geplant habe.

Drei weitere Module

Weniger als Arbeitsblätter als mehr zum Nachschlagen, habe ich meinem Redaktionsplan in Excel dann noch verschiedene Kalenderansichten, eine Übersicht über die verschiedenen Beitragstypen, die Du verwenden kannst und die Handlungsaufforderungen, die Du am Ende Deiner Beiträge verwenden kannst, eingefügt.

Tja, den Redaktionsplan gab es hier früher, wenn Du meine Zaubersprüche abonniert hast. Weil ich nach gängiger Meinung nun meine Content-Upgrades (oder Freebies) nicht mehr an den Erhalt eines Newsletters koppeln darf, habe ich diese Möglichkeit entfernt. Ich empfehle Dir trotzdem: Abonniere die Zaubersprüche!

Wie hat Dir mein Beitrag gefallen? Gibt es Fragen, die offen geblieben sind? Ich freue mich auf jeden Fall über Deinen Kommentar!

5/5 (1 Review)

Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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