Corporate identity - einzigartig sein

Sieben goldene Tipps für Deine Corporate Identity

Letzte Aktualisierung 1. Mai 2019

In meinem vorherigen Beitrag Zeh iieeh? Warum Corporate Identity auch für Solopreneurinnen wichtig ist habe ich Dir erklärt, was alles zur Corporate Identity gehört, selbst wenn Du „nur“ Solopreneurin bist und keinen Konzern leitest. Heute will ich Dir noch sieben goldene Tipps für Deine Corporate Identity mitgeben:

#1 – Setze Dir auch mit Deiner Corporate Identity konkrete Ziele

Für die Festlegung Deiner Corporate Identity solltest Du Deine Zielgruppe und vor allem auch Deine Personas bereits definiert haben. Dann fällt es Dir leichter, die Entscheidungen zu treffen, wie Deine CI aussehen soll. Denn dann weißt Du ja, was Deinen Zielkunden gefällt. Würde ich mich mit meinem Angebot an Menschen gleich welchen Geschlechts aus der IT-Branche wenden, so würde ich mit meiner Herzchenschrift Emily’s Candy definitiv keine Zuckerstange gewinnen können. Definiere also im Vorfeld, welche Emotionen, Assoziationen und – wie im letzten Abschnitt beschrieben – welche Vorurteile Du auslösen möchtest und entwickle anhand dieser Kriterien das Erscheinungsbild Deines Unternehmens.

#2 – Lerne von den Großen

Natürlich können wir als Solopreneurinnen nicht in der Liga der großen Marken mitspielen – aber niemand hindert uns daran, von ihnen zu lernen und mit unseren Mitteln umzusetzen, was diese unter Einsatz von vielen Millionen Euro Werbebudget vormachen. Auch wir können unsere eigenen Qualitätsstandards definieren, die wir dann einhalten. Wir können mit Sympathie punkten. Wir können ebenso täglich und mit allem, was wir tun, an unserer Markenbekanntheit arbeiten. Wir können durch stabilen Service und Kontinuität in unserem Marketing und unserer Corporate Identity Zuverlässigkeit und Sicherheit vermitteln. Wenn wir das mit dem absoluten Willen, bekannt zu werden und zu bleiben kombinieren und unser tägliches Handeln danach ausrichten, so erreichen wir unsere Ziele in unserer Nische.

Auch wir Solopreneurinnen können unsere eigenen Qualitätsstandards definieren. Klick um zu Tweeten

#3 – Authentizität schafft eine starke Corporate Identity

Gerade wir Frauen wollen immer von allen geliebt werden. Aber im Versuch, es allen Recht zu machen, reiben wir uns nur auf. Das gilt auch fürs Geschäftsleben. Authentizität ist hier das richtige Stichwort. Besser, Du bist authentisch und stehst voll hinter dem, was Du tust, wie Du es tust, wie Du es bewirbst und wie Du es umsetzt, als dass Du Dich ständig verstellen musst, um vielleicht irgendeinem Anspruch irgendeiner anderen Person gerecht zu werden.

Sei Du selbst, dann bist Du authentisch und einzigartig zugleich – und Deine Corporate Identity wird unterscheidbar sein und auffallen. Vielleicht eckst Du damit an, aber Du wirst nie den Geschmack von allen gleichzeitig treffen können – also verbiege Dich nicht.

#4 – Vorurteile sind Vorteile

Arbeite mit der Erwartungshaltung und den Vorurteilen Deiner Zielkunden – aber lass Dich nicht nicht in eine Ecke stellen, die Du Dir nicht ausgesucht hast. So kannst Du beispielsweise mit Deiner regionalen Herkunft spielen, wenn das zu Deinem Geschäft passt (als Hanseatin kennst Du dich „natürlich“ mit Tee aus, als Schwäbin bist Du besonders auf Sparsamkeit bedacht, als Düsseldorferin bist Du als Grafikdesignerin am Puls der Zeit). Trägst du ein „von“ im Namen, kannst Du Deine konservativ-bodenständige Einstellung in den Vordergrund stellen – Du verstehst, worauf ich hinaus will.

#5 – Kopierer sind Verlierer

Selbst wenn Dir das Corporate Design von jemand anderem noch so gut gefällt: Versuche immer, nicht zu kopieren, sondern Dein eigenes Ding zu entwickeln (nimm Dir einen Profi zur Seite, wenn es Dir nicht gelingen will). Sobald Du jemanden nachahmst, bist Du nicht mehr unverwechselbar – und stellst Dich automatisch auf die Verliererseite. Von den rechtlichen Problemen, die auf Dich zukommen können, weil Du Markenrechte verletzt, einmal ganz zu schweigen.

#6 – Persönlichkeit statt Durchschnitt

Mach Dich und Dein Unternehmen erkennbar. Zeige Ecken und Kanten. Rufe Widerspruch hervor. Nur so wirst Du erkennbar.

Du wirst feststellen, dass Du nicht nur trotzdem, sondern genau deshalb Deine Zielkunden für Dich gewinnst.

Ich weiß, dass ich zu Beginn meiner Selbstständigkeit Anfang 2003 von vielen Beratern in meinem Umfeld belächelt wurde. „Rat & Tat Marketing“ – hahaha, sehr witzig. So nennt man sich doch als Berater nicht! Da muss doch mindestens ein Global oder ein Consulting in den Namen.

Das wollte ich aber nicht. Meine Zielgruppe waren (und sind es für Rat & Tat Marketing immer noch) kleine mittelständische Unternehmen mit bis zu fünfzig Mitarbeitern. Da kommt man auch nicht unbedingt im Kostümchen zum Kunden, sondern eher in gepflegtem Sportjournalisten-Chic, wie ich gern sage.

Auch meine pragmatische Art, Marketing zu betrachten und umzusetzen, mein Versprechen an meine Kunden, mir für sie auch die Hände schmutzig zu machen und mit anzupacken – viele fanden es unangemessen. Nur meine Kunden eben nicht. 🙂

Für Marketing-Zauber habe ich zwar eine andere Zielgruppe – hier bist Du gemeint, liebe Solopreneurin, liebe Einzelunternehmerin – aber das Prinzip ist dasselbe. Ich bin für Dich und Dein Marketing da – und zwar auf meine ganz spezielle Art und Weise. Meine Art zu schreiben, meine Art, Tipps zu geben, meine Art, Webinare zu halten und meine Art, mit Dir zusammen zu arbeiten ist unverwechselbar – und das ist auch mein Ziel.

#7 – Kontinuität geht vor Kreativität

Auch auf die Gefahr, mich zu wiederholen: Wenn Du Deine CI gefunden und festgelegt hast, dann bleibe dabei. Mein erstes Logo für meine Beratungsagentur Rat & Tat Marketing habe ich erst nach sieben Jahren überarbeitet und dann gegen ein wesentlich stärkeres ausgetauscht. Sobald Du eine gewisse Bekanntheit erreicht hast, musst Du sehr gut abwägen, ob sich Veränderungen zum Positiven auswirken. Statt „kreativ“ jedes halbe Jahr das Aussehen Deines Blogs zu ändern (kostet ja auch Zeit und damit Geld), stecke Deine Kreativität lieber in Deinen Content und schreibe gute Blogartikel, nimm Dein Geld und lerne Neues dazu, investiere in Sichtbarkeit, wie immer die für Dich aussehen mag.

Sind die Inhalte, die Du vermittelst hochwertig, so wird Dir ein nicht ganz so optimales Erscheinungsbild durchaus nachgesehen. (Das gilt natürlich nicht, wenn Du Dich als Designer am Markt etablieren möchtest – da gelten dann etwas andere Regeln). Das heißt aber nicht, dass Du nicht nach dem Besten streben solltest, das Du erreichen kannst. Vor allem aber sei mit deiner Art, die Dinge zu tun und umzusetzen, präsent:

Wenn Du bloggst, dann tue es regelmäßig.

Wenn Du in Gruppen auf Facebook, XING oder LinkedIn aktiv bist – dann schau dort regelmäßig vorbei

Wenn Du Bilder auf Instagram oder Pinterest postest, dann suche Dir einen passenden Rhythmus.

Wenn Du in der Zeitung inserierst – Du ahnst es – dann lass die Finger von Einzelaktionen und sei über einen längeren Zeitraum jeden Tag oder jede Woche an derselben Stelle mit derselben Anzeige präsent.

Wenn Du die Minikicker in Deiner Stadt sponserst, dann mach das nicht nur eine Spielzeit lang.

Wenn Du … – ach, ich denke, Du hast mich inzwischen verstanden.

Fazit zur Corporate Identity für Solopreneurinnen

Schrecke nicht vor diesem großen englischen Marketing-Begriff zurück sondern packe es an: Arbeite Schritt für Schritt und täglich an Deiner Sichtbarkeit, Deiner Einzigartigkeit und Deinem professionellen Erscheinungsbild – dann wirst Du merken, wie Corporate Identity immer mehr von einem abstrakten und furchteinflößenden Fachbegriff zu dem wandelt, was es eigentlich bedeutet: der Identität und Wiedererkennbarkeit von Dir und Deinem Unternehmen. Je stärker Deine Corporate Identity desto authentischer und überzeugender kommst Du mit Deinem Angebot rüber. Das spüren Deine Interessenten, das sorgt für Vertrauen und das hilft Dir, aus Interessenten auch Kunden zu machen.

Wie hat Dir mein „Zweiteiler“ gefallen? Welche Erfahrungen hast Du bisher mit dem Aufbau Deiner CI machen können? Schreibe es mir doch einfach in die Kommentare – ich würde gern von Dir lesen.

5/5 (2 Reviews)

Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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