Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber Warum Du auch als Solopreneurin ein Social Media Monitoring brauchst
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Warum Du auch als Solopreneurin ein Social Media Monitoring brauchst

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Social Media Moni­to­ring? Was ist denn das schon wie­der? Und das soll ich jetzt auch noch brau­chen? Ich sehe Dich förm­lich die Stirn run­zeln.

Wenn Du Social Media nicht nur zu Frei­zeit­zwe­cken, son­dern für das Mar­ke­ting Dei­nes Unter­neh­mens ein­setzt, brauchst Du eine Stra­te­gie.

Dar­über habe ich bereits zwei Blog­bei­träge geschrie­ben. Hier kannst Du in einem Social Media Stra­te­gie Fall­bei­spiel nach­le­sen, wel­che Emp­feh­lun­gen ich dem Foto­gra­fen Roland gege­ben habe und hier, wie meine eigene Social Media Stra­te­gie aus­sieht.

Für Deine Stra­te­gie ist es wich­tig, dass Du Dir Ziele setzt. Warum?

Wenn man nicht weiß, wel­chen Hafen man ansteu­ert, ist kein Wind güns­tig. Das wuss­ten bereits die alten Römer, denn die­ser Spruch stammt im Ori­gi­nal (Igno­ranti quem por­tum petat nullus suus ven­tus est.) von Seneca, dem Jün­ge­ren - einem römi­schen Dich­ter aus dem 1. Jahr­hun­dert unse­rer Zeit­rech­nung.

Und Deine Ziel­er­rei­chung kannst Du nur bestim­men, wenn Du Deine Erfolge misst.

Grundlagen der Erfolgsmessung

Social Media Monitoring

Es gibt zwei wich­tige Säu­len der Über­wa­chung Dei­ner Social Media Akti­vi­tä­ten und Dei­ner Social Media Prä­senz. Die eine ist ist das soge­nannte Moni­to­ring und bezieht sich dar­auf, wie über Dein Unter­neh­men gespro­chen wird. Es sind in der Regel Texte in Form von Kom­men­ta­ren oder Foren­posts, die sich auf Dein Unter­neh­men bezie­hen. Hier kannst Du Dir den Über­blick nur selbst ver­schaf­fen, indem Du zumin­dest pas­siv da prä­sent bist, wo über Dein Unter­neh­men gespro­chen wird. Ich doku­men­tiere das für mich in der Regel mit Screen­shots, die ich in ein One­Note-Notiz­buch ein­füge. Da ich viel in den Social Media aktiv bin, habe ich ein gutes Gespür dar­über, wie und bei wem Mar­ke­ting-Zau­ber ankommt, und auch, bei wem viel­leicht nicht. (Update Novem­ber 2017 — inzwi­schen habe ich mich von Micro­soft-Pro­duk­ten getrennt und mache das in Ever­note).

So doku­men­tiere ich mit Screen­shots in einem One­Note Notiz­buch Aus­sa­gen über Mar­ke­ting-Zau­ber.

Das ist in Ord­nung und kein Grund zur Besorg­nis.

Du kannst nicht jedem gefal­len und es auch nicht jedem Recht machen.

Wer nicht zu mei­ner Ziel­gruppe gehört muss Mar­ke­ting-Zau­ber nicht mögen.

Schwie­ri­ger wird es, wenn meine Ziel­gruppe mit Unmut oder Ableh­nung auf mein Ange­bot oder meine Posts reagiert. Bis jetzt ist das noch nicht vor­ge­kom­men — aber ich habe ein Auge dar­auf.

Da Du nicht über­all sein kannst, kannst Du auch Dein Netz­werk bit­ten, Dich zu infor­mie­ren, wenn irgendwo über Dein Unter­neh­men oder auch Dich per­sön­lich gespro­chen wird und Du es nicht mit­be­kommst. Mit­glie­der Dei­ner Mas­ter­mind-Gruppe eig­nen sich beson­ders dafür (wenn Du eine hast — falls nicht, emp­fehle ich Dir, schnell eine zu suchen oder selbst zu grün­den).

Klar, dass Du diese Form des Moni­to­rings kon­ti­nu­ier­lich durch­füh­ren soll­test. Auch klar, dass es hier schwer ist, die Daten aus­zu­wer­ten. Du kannst aber über­le­gen, ob Du nicht Mus­ter erken­nen kannst, bei­spiels­weise, dass immer im Zusam­men­hang mit bestimm­ten The­men oder zu bestimm­ten Zei­ten über Dein Unter­neh­men gespro­chen wird. Wenn Dir sol­che Mus­ter auf­fal­len, kannst Du sie aus­wer­ten, Deine Schlüsse dar­aus zie­hen und — Deine Stra­te­gie danach aus­rich­ten.

Social Media Analytics

Social Media Ana­ly­tics ist das, was man nor­ma­ler­weise meint, wenn man all­ge­mein von Social Media Moni­to­ring spricht. So ist es auch bei mir. Wenn ich Social Media Moni­to­ring sage, meine ich nor­ma­ler­weise die Ana­lyse der zur Ver­fü­gung ste­hen­den sta­tis­ti­schen Infor­ma­tio­nen.

Diese Werte soll­test Du regel­mä­ßig erhe­ben, für Dich doku­men­tie­ren und archi­vie­ren. Diese Säule des Moni­to­rings beschäf­tigt sich mit Zah­len wie Likes, Sha­res, Ret­weets, Inter­ak­tio­nen und so wei­ter.

Smarte Ziele setzen

Ganz im Sinne von Seneca musst Du also schauen, wo Du stehst und dann fest­le­gen, wohin Du willst. Und zwar bis wann. Erst dann kannst Du Dir über­le­gen, wie Du da hin kommst und Dei­nen Kurs fest­le­gen.

Am bes­ten legst Du dafür smarte Ziele fest.

Ein Ziel ist smart, wenn es spe­zi­fisch, mess­bar, akzep­tiert, rea­lis­tisch und ter­mi­niert ist.

Vorgehensweise für Dein Social Media Monitoring

Ziele und Anforderungen definieren

Zunächst defi­nierst Du Deine Ziele und Deine Anfor­de­run­gen.

Da ein Jahr als Pla­nungs­zeit­raum gerade in der schnell­le­bi­gen Social Media Welt wirk­lich lang ist und Dir wahr­schein­lich auch die Aus­gangs-Daten­ba­sis fehlt, emp­fehle ich, ganz mutig mal den Blick in die Glas­ku­gel zu wer­fen und ein ambi­tio­nier­tes Ziel fest­zu­le­gen. Wenn Du das dann nicht erreichst, bist Du mög­li­cher­weise wei­ter gekom­men als mit einem zu zag­haf­ten Ziel.

Wenn Du bei­spiels­weise 1000 Fans haben willst – und dann nur 750 schaffst, ist das trotz­dem ein tol­ler Erfolg.

Bes­ser jeden­falls, als 500 Fans anzu­stre­ben und dann letzt­lich nur bei 550 raus­zu­kom­men.

Das sieht zwar auf dem Papier toll aus – Ziel um 10% über­trof­fen! — aber das abso­lute Ergeb­nis ist nicht halb so gut wie im ers­ten Fall. Wieso funk­tio­niert das? Weil Du Dich nicht mehr anstrengst, wenn Du Dein Ziel erreicht hast oder in der Nähe siehst. Du wirst krea­ti­ver, Du setzt alles in Bewe­gung, um Dein hoch gesteck­tes Ziel doch noch zu errei­chen. Ich spre­che hier aus eige­ner Erfah­rung!

Rea­lis­ti­schere Ziele lege ich immer für das nächste Quar­tal fest, basie­rend auf den Zah­len des letz­ten Quar­tals und auf den Pla­nun­gen, die ich für das kom­mende Quar­tal habe.

Tool-Auswahl

Über­lege Dir im Vor­feld, wie und womit Du Deine Zah­len ermit­teln und vor allem auch doku­men­tie­ren willst.

Mein Tipp:

Nutze gerade zu Beginn die “Bord­mit­tel”, das heißt, die Zah­len, die Dir Face­book, Twit­ter und Co. direkt zur Ver­fü­gung stel­len.

Bes­ser, Du ver­wen­dest ein­fa­che Werk­zeuge, die kei­nen hohen Lern­auf­wand haben und Dich nicht von Dei­nem Tages­ge­schäft abhal­ten. Spä­ter, wenn Du Klar­heit hast, wel­che Zah­len und Infor­ma­tio­nen für Dich über­haupt rele­vant sind, kannst Du auch mal einen Blick auf externe Tools wer­fen.

Datensammlung

Pflege die gesam­mel­ten Daten am Anfang ein­fach nur in Excel oder Google Tabel­len ein. Das reicht für unsere Zwe­cke als Solo­pre­neu­rin­nen meist schon aus. Habe dabei nicht den Anspruch, alles zur Ver­fü­gung ste­hende Daten­ma­te­rial erfas­sen zu wol­len, son­dern über­lege Dir, wel­che Infos für Dich auch in einem oder zwei Jah­ren noch rele­vant sind. Sonst lohnt sich die Mühe nicht. Du bist ja kein haupt­be­ruf­li­cher Social Media Mana­ger, son­dern Du willst für und mit Dei­nen Kun­den und Kli­en­ten arbei­ten.

Zusammenführung und Analyse

Nimm das Thema Social Media Moni­to­ring auf jeden Fall in Deine To Do Liste mit auf.

Für mich hat sich fol­gen­des bewährt:

  • Ein­mal wöchent­lich schau ich mir die Zah­len und Ent­wick­lung der letz­ten Woche an. Hier schreibe ich auch nichts auf. Das dient dazu, ein Gefühl dafür zu ent­wi­ckeln, wel­che Art von Posts gut funk­tio­nie­ren und was meine Fans und Fol­lo­wer beson­ders mögen.
  • Ein­mal monat­lich erfasse ich dann die Zah­len des ver­gan­ge­nen Monats. Diese Zah­len gehen in eine Tabelle und zei­gen mir, ob ich für meine smar­ten Ziele auf dem rich­ti­gen Weg bin.
  • Am Ende eines Quar­tals schau ich, ob ich meine Quar­tals­ziele erreicht oder über­trof­fen habe.
  • Und ein­mal im Jahr mache ich dann einen gro­ßen Rück­blick und die Gesamt­be­stands­auf­nahme.

Bordmittel zum Social Media Monitoring

Exem­pla­risch werfe ich hier mal ein paar Schlag­lich­ter auf die von den ein­zel­nen Netz­wer­ken und Platt­for­men zur Ver­fü­gung gestell­ten Daten und beschränke mich dabei auf die bekann­tes­ten.

Aus­ge­zeich­ne­tes Zah­len­ma­te­rial stellt Dir Face­book zur Ver­fü­gung. Gehe dafür auf Dei­ner Seite auf Sta­tis­ti­ken Insights und lass Dich links durch das Unter­menü zu den ver­schie­dens­ten Sta­tis­ti­ken und Aus­wer­tun­gen füh­ren. Aller­dings kannst Du visu­ell auf­be­rei­tet nur auf die Daten der letz­ten 28 Tage zurück grei­fen. Roh­da­ten kannst Du im Excel oder CSV-For­mat auch für län­ger zurück lie­gende Zeit­räume her­un­ter­la­den, musst dann aber selbst die visu­elle Auf­be­rei­tung über­neh­men.

Auch Twit­ter bie­tet seit letz­tem Jahr einige Sta­tis­ti­ken von Haus aus, an die man sonst eher über Dritt­an­bie­ter kam. Mit der Adresse analytics.twitter.com kommst Du, wenn Du in Twit­ter ein­ge­loggt bist, im Menü­punkt Ana­ly­tics an auf­be­rei­te­tes Zah­len­ma­te­rial. Auch hier ist das Zah­len­ma­te­rial begrenzt auf die letz­ten 30 bezie­hungs­weise 60 Tage.

Wenn Du in Insta­gram zu Insta­gram Busi­ness wech­selst, stellt Dir auch Insta­gram einige Sta­tis­tik­in­for­ma­tio­nen zusam­men. Ich hadere etwas mit der umständ­li­chen Fri­cke­lei auf dem Smart­phone oder Tablet, denn im Brow­ser am PC bekommst Du kei­nen Zugriff dar­auf. Kom­for­ta­bel geht in mei­nen Augen anders.

Auf Pin­te­rest erhältst Du eben­falls nur Sta­tis­tik-Infor­ma­tio­nen, wenn Du Dein Konto in ein Geschäfts­konto umwan­delst. Dann bekommst Du Infor­ma­tio­nen über die durch­schnitt­li­che Zahl von Auf­ru­fen und Betrach­tern pro Tag, Ziel­grup­pen­reich­weite, eigene Akti­vi­tä­ten, Pin­auf­rufe, Gemerkte Pins, Klicks, Gefällt mirs und das eine oder andere mehr.

XING wie­derum schickt ja wöchent­lich einen per­sön­li­chen News­let­ter, in dem einige Zah­len ent­hal­ten sind (Pre­mium). Fand ich frü­her irgend­wie bes­ser. Da XING für mich als Netz­werk aber immer mehr an Bedeu­tung ver­liert (ich habe es frü­her viel genutzt, bin seit 2003 dabei, als es noch OpenBC hieß) jam­mere ich dem aber nicht so wirk­lich hin­ter­her.

In der kos­ten­freien Ver­sion ist auch Lin­kedIn ziem­lich gei­zig, was das Bereit­stel­len von Zah­len­ma­te­rial betrifft. Immer­hin rei­chen hier die Pro­fil­an­sich­ten 90 Tage zurück.

Auf You­Tube hei­ßen die Sta­tis­ti­ken ganz goog­le­ty­pisch “Ana­ly­tics” und hier bekommst Du rich­tig viele Infos, von der Echt­zeit­an­sicht über Berichte zur Wie­der­ga­be­zeit, Zuschau­er­bin­dung, Demo­gra­fie, Wie­der­ga­be­orte und Geräte, Bewer­tun­gen und Kom­men­tare bis zu Berich­ten über Inter­ak­tion. Bei You­Tube kannst Du min­des­tens die Daten des gesam­ten ver­gan­ge­nen Jah­res abru­fen.

Auch Vimeo hat ein Sta­tis­tik Dash­board, das aber an Viel­falt der sta­tis­ti­schen Infor­ma­tio­nen mit You­Tube nicht mit­hal­ten kann. Dafür ste­hen Dir aber alle Daten seit Beginn Dei­ner Mit­glied­schaft bei Vimeo zur Ver­fü­gung.

Natür­lich gibt es auch unzäh­lige externe Tools, die Dir hel­fen, Dein Zah­len­ma­te­rial zu über­wa­chen. Einige davon werde ich Dir in einem der kom­men­den Blog­bei­träge vor­stel­len.

Fazit

Es ist nicht nur unge­mein span­nend, zu beob­ach­ten, wie sich Dein Unter­neh­men in den Social Media ent­wi­ckelt, es ist auch wirk­lich wich­tig. Sich durch das Zah­len­ma­te­rial zu wüh­len kann auch rich­tig Spaß machen, Du soll­test nur nicht Dein Ziel aus den Augen ver­lie­ren:

Näm­lich klare Ziele fest­le­gen und anhand der Sta­tis­tik­in­for­ma­tio­nen mes­sen, wie weit Du diese Ziele schon erreicht hast.

Schon mit “Bord­mit­teln” lässt sich ins­be­son­dere für uns Solo­pre­neu­rin­nen und Ein­zel­un­ter­neh­mer bei den meis­ten Netz­wer­ken eini­ges an Infor­ma­tio­nen zusam­men­tra­gen. Wich­tig ist, dass Du das regel­mä­ßig machst und Deine Ent­wick­lung doku­men­tierst. Wenn Du das tust, wer­den Deine Zah­len mit der Zeit zu einem wich­ti­gen Steue­rungs­in­stru­ment. Und ist der Wind dann mal nicht ganz der rich­tige, kannst Du immer noch gegen den Wind kreu­zen, um wie­der auf Kurs zu kom­men. 🙂

Hast Du schon ein Social Media Moni­to­ring für Dich ein­ge­rich­tet? Wie oft schaust Du nach Dei­nen Zah­len und misst, ob Du auf dem rich­ti­gen Kurs bist? Hast Du über­haupt smarte Ziele für Dein Unter­neh­men fest­ge­legt — oder “wursch­telst” Du so tag­ein tag­aus vor Dich hin und hast oft das Gefühl, das bringt doch alles nichts? Schreibe mir gern einen Kom­men­tar und teile mir Deine Erfah­run­gen mit!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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