Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber Social Media Strategie für kleine Unternehmen - ein Fallbeispiel
Eine Social Media Strategie brauch Planung und Zeit - Foto mit alten Büchern und Sanduhr

Social Media Strategie für kleine Unternehmen — ein Fallbeispiel

Beitrag aktualisiert am:

Mar­ke­ting und Social Media kön­nen wahre Zeit­fres­ser sein. Ins­be­son­dere dann, wenn Du als Solo­pre­neu­rin oder Ein­zel­kämp­fer alles selbst machst.

In mei­nem Mar­ke­ting-Zau­ber Mas­ter­mind-Zir­kel stellte mir Roland, ein Foto­graf aus Dort­mund, fol­gende Frage:

Im Moment bin ich hin- und her­ge­ris­sen zwi­schen den ver­schie­de­nen Mar­ke­ting-Maß­nah­men, ob nun Gue­rilla oder Pay sei mal dahin gestellt. Ich bemühe mich um Con­tent, und das im Blog (der sehr unter wenig Zeit lei­det), auf face­book, Twit­ter (wird gerade so aktiv) und Insta­gram. Tumblr kommt auch noch, aber mit einem Spe­zi­al­thema das woan­ders nicht geht.
Natür­lich möchte ich auch einen guten und redak­tio­nell geplan­ten News­let­ter brin­gen, ich liebe es Kar­ten zu ver­schi­cken und/oder Briefe, die auch wirk­lich auf­ge­macht wer­den. Dane­ben pro­du­zie­ren wir noch Gast­bei­träge für andere Platt­for­men, las­sen über uns in Print und online berich­ten, es gibt Zei­tungs­wer­bung und Flyer/Visitenkarten sind an den übli­chen Net­wor­king-Loca­ti­ons und ‑ver­an­stal­tun­gen ja auch ein pro­ba­tes Mit­tel. Jetzt plane ich noch, unsere Foto­schule durch Webi­nare zu erwei­tern, sei es live oder auto­ma­ti­siert.

Das Pro­blem: Ich habe keine Zeit mehr für den Kun­den, wenn ich das alles mache.

Gibt es von Dir/Hast Du schon so was wie eine Art Prio­ri­tä­ten­liste des Mar­ke­tings oder eine Check­liste oder Fra­ge­bo­gen, anhand des­sen man sich selbst Prio­ri­tä­ten set­zen kann? Was ist das Sinn­vollste? Was muss als ers­tes lau­fen, womit erziele ich die größ­ten sofort mess­ba­ren Erfolge, womit erziele ich eher lang­fris­tig Erfolge und was kann oder muss dann halt ganz ver­nach­läs­sigt wer­den?

 

Ich zeige Dir hier im Blog­bei­trag Werk­zeuge und Social Media Stra­te­gien, die Dir hel­fen, Dein eige­nes Mar­ke­ting und Deine eige­nen Social Media Akti­vi­tä­ten effi­zi­en­ter und trotz­dem ziel­füh­rend durch­zu­füh­ren. Sei gewarnt, die­ser Bei­trag ist sehr lang gewor­den. Ich hoffe, Du hast trotz­dem Spaß beim Lesen und bekommst wert­volle Hil­fe­stel­lung für Dein eige­nes Mar­ke­ting.

Du brauchst eine Social Media Strategie für kleine Unternehmen!

Roland ver­sucht der­zeit also, mög­lichst über­all gleich­zei­tig prä­sent zu sein. Das funk­tio­niert nur bedingt und er merkt selbst, dass auf diese Weise ein­fach viel Zeit ver­streicht, ohne, dass er sicher sagen könnte, wie erfolg­reich die ein­zel­nen Maß­nah­men für ihn sind.

Um Deine Mar­ke­ting- und Social Media Akti­vi­tä­ten stra­te­gisch zu pla­nen, musst Du Dir etwas Zeit neh­men. Ja, ich weiß, …, aber das zahlt sich hin­ter­her aus!

Schriftliche Bestandsaufnahme der bisherigen Aktivitäten

Nimm Dir also mal einen Zeit­raum von rund zwei bis drei Stun­den vor und notiere Dir, wel­che Akti­vi­tä­ten Du bis­her unter­nom­men hast. Das ist dann Deine Bestands­auf­nahme. Ob Du die in einem Notiz­buch oder zum Bei­spiel in Excel oder One­Note vor­nimmst ist nicht wich­tig — aber schreibe alles auf.

Dann geht es in die Ana­lyse: Was hat es jeweils gekos­tet (auch an Zeit — Du weißt Dei­nen eige­nen Stun­den­satz, also kannst Du auch dann Kos­ten ein­set­zen, wenn Du alles selbst gemacht hast und keine Aus­ga­ben im eigent­li­chen Sinne hat­test)? Nächs­ter Schritt: Was hat es gebracht? Wenn Du an die­ser Stelle mit dem Kopf schüt­teln musst und nicht weißt, was Dir die Akti­vi­tä­ten gebracht haben, soll­test Du in Dir eine schrille Stimme hören, die Laut immer wie­der “Alarm! Alarm!” schreit.

Jetzt geht es in die Neu­pla­nung. Frü­her hat man lang­fris­tig geplant, meist im Okto­ber den Mar­ke­ting-Plan für das gesamte nächste Jahr erstellt. Heute und vor allem auch für Dich als Solo­pre­neur, der alles alleine macht, ist das nicht mehr zeit­ge­mäß. Plane quar­tals­weise, allen­falls für sechs Monate, das ist prima über­schau­bar und auf diese Weise kannst Du bes­ser gegen­steu­ern, wenn etwas nicht gelingt.

Bitte plane Deine Social Media Strategie S.M.A.R.T.

Der ent­schei­dende Punkt für Deine Pla­nung ist, dass Du künf­tig s.m.a.r.t. planst. Was bedeu­tet das im Detail?

S — steht für spe­zi­fisch. Das bedeu­tet, dass Du für jede Dei­ner Maß­nah­men ein kon­kre­tes Ziel fest­le­gen musst.

M — steht für mess­bar. Die­ses Ziele (oder auch die Ziele) müs­sen mess­bar for­mu­liert sein. Es genügt also nicht zu sagen, ich möchte auf mei­nem Blog viele Leser haben. Bes­ser ist eine For­mu­lie­rung wie “im nächs­ten Quar­tal möchte ich auf mei­nem Blog 1000 Besu­cher haben. Davon sol­len min­des­tens 40 Pro­zent wie­der­keh­rende Besu­cher sein.

A — steht für anspruchs­voll. Deine Ziele müs­sen erreich­bar sein, aber Du soll­test Dich schon etwas stre­cken müs­sen, um zu Dei­nem Ziel zu gelan­gen.

R — steht für rea­lis­tisch und hängt eng mit dem A zusam­men: Wenn Du bis­her auf Dei­nem Blog nur zehn Besu­cher hat­test, sind 1000 pro Monat viel­leicht etwas hoch gegrif­fen. In die­sem Fall kannst Du ja auch nach Mona­ten pla­nen und für den ers­ten Monat 200, für den zwei­ten Monat 450 und für den drit­ten Monat 1000 Besu­cher anstre­ben.

T — steht für ter­mi­niert — etwas, das wir durch die Quar­tals­pla­nung ja bereits auto­ma­tisch machen.

Wich­tig ist, dass Du Dir natür­lich auch über­legst, wie Du Deine Ziele errei­chen willst. Alles andere bleibt sonst ein Blick in die Kris­tall­ku­gel.

Bündele Deine Aktivitäten

Akti­vi­tä­ten zu bün­deln spart oft sehr viel Zeit. Wenn Du Dir feste Zei­ten ein­planst (es kann auch täg­lich eine Stunde sein, mir kommt der feste Tag jedoch mehr ent­ge­gen), wirst Du mit der Zeit fest­stel­len, dass Du nun auch die Zeit fin­dest “auf Vor­rat” arbei­ten zu kön­nen. Es ist ein super Gefühl zu wis­sen, dass die nächs­ten drei Blog­bei­träge bereits fer­tig geschrie­ben dar­auf war­ten, zum geplan­ten Zeit­punkt ver­öf­fent­licht zu wer­den. Es ent­las­tet Dich unge­mein, wenn Du weißt, dass Du Deine Tweets auto­ma­ti­siert hast.

Du brauchst Listen

Damit Du Deine fes­ten Zei­ten auch effi­zi­ent nutzt und nicht auf Face­book ver­dad­delst, brauchst Du Lis­ten. Gute Pla­ner sind immer auch gute Lis­ten­ma­cher. Lis­ten ent­las­ten Dich und hel­fen Dir dabei, den Kopf für Krea­ti­ves und natür­lich auch für Deine Kun­den­pro­jekte frei zu hal­ten. Ich habe mir viele Lis­ten erstellt, die oft ziem­lich sim­pel sind, aber trotz­dem sehr hilf­reich. Lis­ten führe ich am liebs­ten digi­tal. So kann ich sie nach dem Abar­bei­ten wie­der auf Null zurück set­zen und neu ver­wen­den. Bei­spiels­weise führe ich Lis­ten mit den Face­book-Grup­pen, in die ich mei­nen aktu­el­len Blog­bei­trag pos­ten will, in Google Noti­zen in Trello.

Du brauchst Werkzeuge

Ich bin immer wie­der begeis­tert von der Fülle an Tools, die mir die Arbeit für mein Mar­ke­ting und Social Media erleich­tern. Neue Tools auf­zu­spü­ren und zu tes­ten ist eine bekannte Lei­den­schaft von mir, die mich schon seit mei­nem Stu­dium ver­folgt.

Einige mei­ner Lieb­lings­tools habe ich schon in mei­nem Bei­trag  Online Tool Über­sicht: Lieb­lings­tools zum Blog­gen und für Social Media vor­ge­stellt.

Marketing und Social Media Strategie — 6 konkrete Ratschläge

Zunächst ein­mal im Über­blick, was Roland alles benannt hat, was er bereits macht oder plant:

  • Blog
  • Face­book
  • Twit­ter
  • Insta­gram
  • Tumblr
  • News­let­ter
  • Briefe
  • Gast­bei­träge
  • Zei­tungs­wer­bung
  • Flyer/Visitenkarten
  • Net­wor­king-Ver­an­stal­tun­gen
  • Webi­nare

Wow! Das ist wirk­lich das volle Pro­gramm. Nur mit viel guter Pla­nung, Rou­tine und Vor­lauf lässt sich das alles umset­zen, ohne dabei das eigent­li­che Geschäft zu ver­nach­läs­si­gen. Das ist schon sehr rich­tig.

Social Media Strategie Ratschlag Nr. 1 — Priorisiere Deinen Blog!

Ins Zen­trum aller Mar­ke­ting-Akti­vi­tä­ten stellst Du Dei­nen Blog. Warum? Weil Du nur hier die Hoheit über Deine Inhalte hast. Was Du hier ver­öf­fent­lichst, gehört Dir und wird immer Dir und Dei­nem Unter­neh­men zuge­ord­net. Ver­öf­fent­lichst Du dafür Deine Inhalte bei­spiels­weise auf Face­book oder Tumblr, so kön­nen diese aus den unter­schied­lichs­ten Grün­den plötz­lich nicht mehr ver­füg­bar sein. Glaubst Du nicht? Der Stadt Mün­chen ist genau das im Jahr 2012 pas­siert!

Andere Unter­neh­men hat­ten vor eini­gen Jah­ren mit hohem Auf­wand und Inves­ti­tio­nen ihren Auf­tritt in den VZ-Netz­wer­ken gepflegt. Diese sind zwar noch exis­tent — aber die Nut­zer sind wei­ter gezo­gen und hal­ten sich inzwi­schen in ande­ren Netz­wer­ken auf.

Auf Dei­nem Blog kannst Du Deine Leser von Dei­ner Kom­pe­tenz über­zeu­gen. Gut recher­chierte, tief­ge­hende Bei­träge mag auch Google sehr. Wich­ti­ger als alle Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rungs­tricks sind gut geschrie­bene Inhalte, die nütz­lich und rele­vant für Deine Ziel­gruppe sind. Die schaf­fen es dann auch, ver­linkt und geteilt zu wer­den und bei Google auf den vor­de­ren Plät­zen zu erschei­nen.

Dar­aus ziehe ich meine strikte Emp­feh­lung, Dei­nen Blog ins Zen­trum Dei­ner Akti­vi­tä­ten zu stel­len. Hege und pflege ihn und prio­ri­siere die Arbeit daran!

Denn ist Dein Blog nicht gut gepflegt, grei­fen auch viele der ande­ren Maß­nah­men nicht. Ich kann das aus eige­ner Erfah­rung sagen. Der Blog von Rat & Tat Mar­ke­ting, das Mar­ke­ting-Log­buch, ist so ein unge­pfleg­ter Gar­ten. Als ich 2012 damit begann, war ich regel­mä­ßig dabei und hatte mir zwei Bei­träge pro Monat zum Ziel gesetzt, was ich zunächst auch ein­ge­hal­ten habe. Einige grö­ßere Kun­den­auf­träge in den letz­ten Jah­ren und meine Ein­stel­lung “der Kunde geht immer vor” lie­ßen den Blog ver­wil­dern wie ein zunächst hübsch ange­leg­ter Klein­gar­ten des­sen Besit­zer eine mehr­jäh­rige Welt­reise gewon­nen hat. Aktu­ell nutze ich ihn in ers­ter Linie als Demons­tra­ti­ons­ob­jekt für mei­nen Unter­richt zum Thema Blog­gen — und pein­li­cher­weise wurde dann auch schon mal ein Blog­bei­trag nur aus Blind­text bestehend ver­öf­fent­licht.

Die Folge die­ses Vor­ge­hens? Leser blei­ben aus, Neu­kun­den kom­men nicht über den Blog und ich weiß sogar, dass ich den einen oder ande­ren Inter­es­sen­ten wohl auf­grund des nicht gepfleg­ten Blogs nicht für meine Leis­tung über­zeu­gen konnte. Nicht gut.

Ganz anders die Erfah­run­gen mit dem Mar­ke­ting-Zau­ber Blog hier. Obwohl zum aktu­el­len Zeit­punkt noch kein Vier­tel­jahr alt, weist die­ser Blog ein Viel­fa­ches an Leser­zah­len, Zugrif­fen, Backlinks und geteil­ten Inhal­ten auf.

Gast­bei­träge sind eine tolle Mög­lich­keit, Dei­nen Blog und Dein Ange­bot bekann­ter zu machen. Aber Gast­bei­träge zu publi­zie­ren, ist gar nicht so ein­fach. Auch hier muss man stra­te­gisch an das Thema her­an­ge­hen und sollte den Zeit­auf­wand nicht unter­schät­zen. Wal­ter Epp ist Gast­bei­trags-Spe­zia­list. Mehr erfährst Du dazu zum Bei­spiel auf Chim­pify oder einem Pod­cast-Inter­view von Tom Kau­les mit Wal­ter.

Aus Zeit­grün­den rate ich Roland davon ab, aktu­ell eine Gast­bei­trags­stra­te­gie zu fah­ren.

Social Media Strategie Ratschlag Nr. 2 — Arbeite mit einem Redaktionsplan und Planungstools

Als Social Media Platt­for­men nennt Roland nun Face­book, Twit­ter, Insta­gram und Tumblr. Hier würde ich ins­be­son­dere vor dem Hin­ter­grund der Ziele und Ziel­grup­pen unter­su­chen, ob das die rich­ti­gen Platt­for­men für ihn sind und wel­che statt­des­sen oder viel­leicht zusätz­lich bedient wer­den soll­ten.

Face­book hat natür­lich den Vor­teil, dass dort quasi jeder erreich­bar ist. Doch lohnt sich für Roland hier eine Fan­seite und der Auf­bau von Fans? Ein­fa­che Mathe­ma­tik zeigt, dass es sich wahr­schein­lich (noch) nicht lohnt. Face­book-Fans sind schwer zu gewin­nen. Die orga­ni­sche Sicht­bar­keit von Bei­trä­gen bei den Fans liegt bei unter 10 Pro­zent. Die Stärke von Face­book liegt in der fan­tas­ti­schen Ziel­grup­pen-Seg­men­tie­rung für Anzei­gen. Für die­sen Zweck würde ich Face­book Roland emp­feh­len. Mit den Anzei­gen kann er bestimmte Blog­bei­träge bewer­ben und dar­über den Auf­bau sei­ner Mai­ling­liste steu­ern. Die Face­book-Seite braucht er also nur, um Anzei­gen schal­ten zu kön­nen.

Twit­ter stellt das genaue Gegen­teil von Face­book dar: Nir­gendwo ist es so leicht und so schnell mög­lich, Reich­weite zu erzie­len, wie hier. Doch sind die Streu­ver­luste ver­gleichs­weise hoch, ins­be­son­dere, wenn man wie Roland vor­wie­gend regio­nal tätig ist. Da Roland aber auch Online-Kurse plant, er also seine Dienst­leis­tung über­re­gio­nal anbie­ten wird, rate ich, den Fol­lo­wer­auf­bau gezielt und stra­te­gisch mit­lau­fen zu las­sen. Dazu ist nicht viel Zeit­auf­wand nötig, solange es regel­mä­ßig geschieht. Crowd­fire ist hier meine Tool-Emp­feh­lung.

Insta­gram ist für einen Foto­gra­fen natür­lich ein Muss. Hier tum­melt sich seine Ziel­gruppe und hier kann er sehr gut eigene Arbei­ten ver­öf­fent­li­chen. Allzu viel Zeit ist hier gar nicht nötig zu inves­tie­ren. Wenige gute Posts mit cle­ver ver­ge­be­nen Hash­tags sor­gen für hohe Auf­merk­sam­keit. Außer­dem kann hier Roland auch Ads über sein Face­book-Konto schal­ten, so dass er gerade punk­tu­ell für Auf­merk­sam­keit sor­gen kann.

Tumblr hat sicher seine Stär­ken, hat es aber in Deutsch­land ähn­lich schwer wie Twit­ter. Da er das “Spe­zi­al­thema, das woan­ders nicht geht” nicht näher beschreibt, lasse ich mal offen, ob sich hier ein Enga­ge­ment lohnt. Nach den Nut­zer­zah­len (noch nicht ein­mal zwei Pro­zent aller Tumblr Nut­zer kom­men aus Deutsch­land!) würde ich es erst mal nicht den­ken. Aber ich kann es ein­fach nicht beur­tei­len. Statt Tumblr würde ich Roland darum raten, Pin­te­rest in Betracht zu zie­hen, das in Deutsch­land immer­hin auf zwei bis drei Mil­lio­nen Nut­zer kommt.

Google+ ist weni­ger wegen der erreich­ba­ren Nut­zer span­nend, als viel­mehr für die Signale, die dar­über an Google als Such­ma­schine gesen­det wer­den. Außer­dem gibt es auf Google+ starke Com­mu­nities zum Thema Foto­gra­fie.

Alles in allem — ein brei­tes Spek­trum, das bedient wer­den will. Um Zeit zu spa­ren, sind hier Tools unver­zicht­bar, die beim Auto­ma­ti­sie­ren und Pla­nen hel­fen. Das bedeu­tet natür­lich nicht, dass dar­über hin­aus die Platt­for­men nicht wei­ter von ihm “bespielt” wer­den sol­len. Social Media lebt von Inter­ak­tion. Erhal­ten die Posts Reak­tio­nen, muss er natür­lich auch ant­wor­ten — und zwar mög­lichst kurz­fris­tig. Am bes­ten geht dies per Smart­phone oder Tablet und den ent­spre­chen­den Apps mit Benach­rich­ti­gun­gen.

Meine Emp­feh­lung ist Scomp­ler als Social Media Pla­nungs­tool — gerade, weil hier alles unter einem Dach mit dem Redak­ti­ons­plan läuft. Wei­tere Tools, die sich anbie­ten, sind die bekannte Hootsuite, und Buf­fer . Ich habe einige Social Media Pla­nungs­tools unter­sucht und dar­über gebloggt.

Social Media Strategie Ratschlag Nr. 3 — Webinare nur für ein konkretes Angebot

Es macht kei­nen Sinn, kos­ten­freie Webi­nare zu ver­an­stal­ten, wenn Du kein kon­kre­tes Ange­bot hast, das Du zeit­nah mit den Webi­na­ren bewer­ben willst. Das ist Grund­vor­aus­set­zung für ihren Erfolg. Außer­dem erfor­dert die Teil­neh­mer­ge­ne­rie­rung einen deut­li­chen finan­zi­el­len und zeit­li­chen Auf­wand. Zudem wird gerne ver­ges­sen, dass die Webi­nare selbst ja auch vor­be­rei­tet sein wol­len und ihre Durch­füh­rung dann auch wie­der einen Zeits­lot in der Woche bele­gen.

Social Media Strategie-Ratschlag Nr. 4 — Offline-Maßnahmen

Dazu rechne ich jetzt die von Roland genann­ten Netz­werk-Ver­an­stal­tun­gen ebenso wie die Zei­tungs­wer­bung und Flyer / Visi­ten­kar­ten.

Zei­tungs­wer­bung ist vor allem eines: teuer. Wer nicht die finan­zi­el­len Resour­cen hat, Woche für Woche oder sogar Tag für Tag an immer der­sel­ben Stelle zu inse­rie­ren, fährt von dem Geld für die Anzeige bes­ser in den Urlaub. Inso­fern in mei­nen Augen kein Mar­ke­ting-Instru­ment für einen Solo­pre­neur.

Flyer machen dann Sinn, wenn sie ein kon­kre­tes Ange­bot ent­hal­ten. Trotz­dem sollte man bei Fly­ern immer im Auge behal­ten, dass sie auch ver­teilt sein wol­len. Die Rück­lauf­quo­ten auf Ange­bote in Fly­ern sind in Ord­nung, wenn man die Auf­lage nicht zu gering wählt und bei der Gestal­tung und Ver­tei­lung alles rich­tig macht. Gerade bei nicht Inter­net-affi­nen Ziel­grup­pen sind Flyer immer noch ein pro­ba­tes Wer­be­mit­tel und als Wer­ben­der kann man damit rech­nen, dass noch Jahre spä­ter Inter­es­sen­ten mit dem Flyer, der bis dahin in einer Mappe oder an eine Pinn­wand gehef­tet über­lebt hat, in der Hand vor einem ste­hen und auf einem Ange­bot bestehen, das viel­leicht so schon gar nicht mehr exis­tiert.

Visi­ten­kar­ten sind in mei­nen Augen immer noch ein Muss. Sie sind schnell gemacht, preis­wert, man kann sie immer dabei haben und man kann auch meh­rere Ver­sio­nen ent­wi­ckeln. Auch als “Mini-Flyer” kön­nen sie zum Ein­satz kom­men. Ein gutes Off­line-Wer­be­mit­tel, das natür­lich nur Sinn macht, wenn man seine Kun­den auch außer­halb des Inter­nets sucht.

Social Media Strategie-Ratschlag Nr. 5 — Weniger ist mehr

Erin­nerst Du Dich an die Ver­fil­mung vom Herrn der Ringe und die Szene, in der Bilbo klagt, er fühle sich, wie zu wenig But­ter auf zu viel Brot ver­stri­chen? Daran denke ich immer, wenn ich mir mal wie­der zu viel vor­nehme.

Natür­lich ist es wün­schens­wert, alle Maß­nah­men umzu­set­zen — aber nie­mand ver­langt von Dir, dass Du alles zugleich machst.

Meine Social Media Strategie in Kurzform

Meine eigene Social Media Stra­te­gie sieht der­zeit so aus, dass ich das Blog­gen prio­ri­siere, aber nicht mehr als einen Bei­trag wöchent­lich ver­öf­fent­li­che, zumal meine Bei­träge ja auch nicht die kür­zes­ten sind. Die Bei­träge teile ich nach Face­book und Twit­ter, Google+, XING und Lin­kedIn.

Ich bemühe mich nicht aktiv um Gast­bei­träge, sage aber natür­lich nicht nein, wenn jemand bei mir anfragt.

Ich würde gerne auch einen Pod­cast star­ten, doch das habe ich auf 2019 ver­tagt, ein­fach, weil ich es aktu­ell nicht schaf­fen würde.

Wei­ter­hin ver­sende ich ein- bis zwei­wö­chent­lich mei­nen News­let­ter, die Zau­ber­sprü­che, an meine Abon­nen­ten und ab und an Post­kar­ten an meine Bestands­kun­den.

Ich besu­che Net­wor­king-Ver­an­stal­tun­gen in mei­ner Region. Da ist alles dabei, vom Unter­neh­me­rin­nen­stamm­tisch über die Bar­ses­sion in Dort­mund bis zu ver­schie­de­nen Bar­camps und ande­ren Kon­fe­ren­zen. Gern bin ich beim Inspi­camp und der Inspi­con zu Gast.

Für diese Ver­an­stal­tun­gen möchte ich noch kleine Info­kärt­chen im Visi­ten­kar­ten­for­mat erstel­len, das ist das nächste Pro­jekt, das ich für Mar­ke­ting-Zau­ber angehe.

Alle diese Maß­nah­men sind in mei­nen Quar­tals­pla­nun­gen (ich mache immer zwei, eine detail­lierte für das direkt kom­mende und eine grobe für das über­nächste Quar­tal) bereits ein­ge­pflegt und das war es dann auch. Kon­ti­nui­tät und die ziel­ge­rich­tete Aus­wahl der Platt­for­men und Maß­nah­men brin­gen hier den Erfolg.

Social Media Strategie-Ratschlag Nr. 6 — Timing

Da Roland ganz kon­kret danach gefragt hat, was als ers­tes lau­fen muss, damit sich schnell grö­ßere Erfolge ein­stel­len, hier meine Prio­ri­sie­rung:

  1. Visi­ten­kar­ten und Spe­zi­al­ver­sio­nen erstel­len. Sind sie ein­mal fer­tig, kön­nen sie über einen lan­gen Zeit­raum zu allen mög­li­chen Zwe­cken und Ver­an­stal­tun­gen ein­ge­setzt wer­den.
  2. Regel­mä­ßig blog­gen und die Bei­träge auto­ma­ti­siert nach Social Media tei­len.
  3. Bei Gele­gen­heit Ver­an­stal­tun­gen besu­chen und netz­wer­ken.
  4. Auf­bau der Mai­ling-Liste über Face­book- und Insta­gram-Ads
  5. Schnell auf Reak­tio­nen in den Social Media ant­wor­ten.

Fazit

Das alles, streng durch­ge­tak­tet, geplant und mit Hilfe von Lis­ten, sollte mit etwa einem Arbeits­tag in der Woche zu schaf­fen sein. Ich würde lügen, wenn ich behaup­ten würde, dass das auch mit weni­ger Zeit mach­bar ist. Die acht bis zehn Stun­den müs­sen nicht am Stück zur Ver­fü­gung ste­hen. Ich plane sie bei mei­ner Monats- und Wochen­pla­nung immer fest in den Kalen­der ein. Nur so kann ich sicher stel­len, dass ich mich auch darum küm­mere und die Maß­nah­men frist­ge­recht umsetze.

Wie gehst Du bei Dei­ner Mar­ke­ting-Pla­nung vor? Wie sieht Deine Social Media Stra­te­gie für Dein klei­nes Unter­neh­men aus? Wür­dest Du Roland zu ande­ren Maß­nah­men und Prio­ri­sie­run­gen raten? Dann schreibe Deine Vor­schläge doch in die Kom­men­tare!

0/5 (0 Reviews)

Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

follow me on:

Hinterlasse einen Kommentar:

23 comments
Füge Deine Antwort hinzu