Social Pilot - Kinder spielen Piloten

Social Pilot – der unerkannte Held unter den Social Media Planungstools

Social Pilot ist für mich der unerkannte Held unter den Social Media Planungstools und seit einigen Wochen bin ich auch zahlender Kunde. Aber selbst mit dem kostenfreien Starter-Paket kannst Du für Dein Marketing schon viel anfangen.

Mit diesem Beitrag setze ich meine Reihe zu den Social Media Planungstools fort. Bereits erschienen sind Beiträge zu

In Kürze folgt dann noch CoSchedule. Zum Abschluss der Reihe gibt es dann noch einen Vergleich aller vorgestellten Tools. Das sind natürlich nicht alle Tools, die es derzeit auf dem Markt gibt, in meinen Augen aber die, die Du kennen solltest um zu entscheiden, ob und welche Du davon einsetzen möchtest.

Alternativ kannst Du diesen Beitrag zum Beispiel mobil als Audiobeitrag auf Soundcloud anhören!

 

Eigentlich ist es ja doppelt gemoppelt, Social Pilot neben dem Post Planner zu verwenden. Aber ich bin nun mal ein bekennender Tool-Junkie und wenn ich etwas entdecke, das mir besser gefällt, als das, was ich zur Zeit einsetze, dann werde ich auch schnell schwach. Den Social Pilot nutze ich in der kostenfreien Version ungefähr seit September 2016 – und da war er – zugegeben – „noch nicht so dolle“. Darum habe ich ihn mir damals angeschaut und dann auch wieder in Ruhe gelassen.

Als ich dann vor gut vier Wochen den Entschluss fasste, meine Reihe zu den Social Media Planungstools fortzusetzen, kam mir der Social Pilot natürlich wieder ins Bewusstsein. Also schnell eingeloggt, angeschaut und: Oh, wow! das sieht ja jetzt viel besser aus! Und so viele Netzwerke!

Als ich dann noch die Mitteilung bekam, dass zum 1. Juni 2017 sich die Preise verdoppeln sollten, war sozusagen Gefahr im Verzug – und ich konnte nicht widerstehen! Die Growth Hacker Version für ein Jahr für 99,99 Dollar! Tja, und jetzt stehe ich da, mit zwei fast identischen Planungstools zu einem fast identischen Preis.

Das Dashboard (oder sollte man nicht besser Cockpit sagen?) von Social Pilot

Aber bis zur nächsten Abrechung von Post Planner im November ist noch etwas Zeit und so werde ich die kommenden Monate nutzen, um mir darüber klar zu werden, welches der beiden Tools dann letztlich das Rennen machen wird. Doch jetzt erst mal zu meinen ersten Erfahrungen mit der bezahlten Version von Social Pilot:

Social Pilot – Kurzbeschreibung

Mit Social Pilot kannst Du bereits in der Basisversion Deine Social Media Posts für die in meinen Augen wichtigsten sozialen Netzwerke planen – ohne Aufpreis! Social Pilot bietet Dir Planungsfunktionen für

  • Facebook
  • Twitter
  • LinkedIn
  • Google+
  • Pinterest
  • Instagram
  • tumblr
  • VK
  • und sogar für XING!

Allerdings musst Du Dich in der kostenlosen Version für drei davon entscheiden.

Meine Screenshots und meine Beschreibungen beziehen sich auf die Variante Growth Hacker, die 20 Dollar im Monat kostet (bei jährlicher Zahlung sparst Du zwei Monate). Bevor ich vor drei Wochen dazu gewechselt bin, habe ich mehr als ein halbes Jahr die Free-Version verwendet. Wenn Du nur wenige Profile verbinden und maximal 10 Posts täglich teilen möchtest, kommst Du damit gut aus.

Für alle Varianten kannst Du sowohl die Browser Erweiterungen für Chrome, Firefox und Safari als auch die iOS und Android Apps nutzen. Du kannst die Link-Verkürzungsdienste von Google, Bit.ly, Sniply und Rebrandly verwenden. Ab der Growth Hacker Version ist Social Pilot teamfähig. Und ab der Basic Version kannst Du sogar das Posten von Videos vorplanen! Da Videos als Social Media Content immer wichtiger werden, ist das eine fantastische Sache.

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Was mir an Social Pilot besonders gut gefällt

Neun Netzwerke inklusive XING

Social Pilot ist eines der wenigen Social Media Planungstools, das eine wirklich große Bandbreite an sozialen Netzwerken einbindet. Wer, außer der Hootsuite (und Scompler – aber das ist eine andere Liga) bietet schon die Einbindung von XING?! Auch die deutsche Benutzeroberfläche wird Dir gefallen, auch wenn es an einigen Stellen damit kleinere Probleme gibt und sich etwas Spanisch dazwischen mogelt. [Dazu eine kleine Anmerkung: Ich habe mich deswegen am Samstag Nachmittag an den Support gewendet und hatte innerhalb von weniger als zwei Stunden eine Antwort – von einem Menschen, keinem Bot!]

Neun verschiedene Social Media Netzwerke kannst Du mit Social Pilot bedienen.

Zum koordinierten Bearbeiten Deiner Posts kannst Du Gruppen erstellen – eine Einsatzmöglichkeit sind hier zum Beispiel die von Dir administrierten Facebook-Gruppen. Oder – falls Du beispielsweise für Kunden die Social Media Posts übernimmst – alle Netzwerke eines Kunden.

Apropos Facebook: Ich habe es selbst noch nicht gemacht, aber Du kannst in Social Pilot ein eigenes Branding einstellen, so dass dann nicht „Gepostet von Social Pilot“ sondern „Gepostet von Marketing-Zauber“ im Post steht. Ein kleines aber feines Detail.

Persönliches Branding für Facebook-Posts ist ein cooles Feature.

Verschiedene Linkverkürzungsdienste

Die Linkverkürzungsdienste kannst Du individuell je nach Netzwerk und Kanal verbinden, so dass Du beispielsweise für Facebook Sniply, für Twitter aber Bit.ly verwenden kannst. Der Vorteil dieser Dienste liegt einmal daran, dass Du nicht so viel Platz für den Linktext verschwendest (das ist gerade für Twitter wichtig) und dass Du mit diesen Diensten auch noch die Klicks separat messen kannst.

Vier verschiedene Linkverkürzungsdienste können mit Social Pilot verwendet werden.

Einfaches Umplanen und Verschieben

Vorgeplante Beiträge kannst Du filtern (nach Netzwerk) und als Liste oder als Kalender ansehen – und die Reihenfolge beziehungsweise Terminierung in der Kalenderansicht einfach durch Anklicken und Verschieben nach Deinen Vorstellungen anpassen. Schaust Du Dir die „Übertragenen Beiträge“ an (also die, die bereits gepostet wurden) kannst Du sie durch Klick auf den Button „Beitrag erneut teilen“ ganz einfach „recyclen.

Dabei stehen Dir dann dieselben Möglichkeiten offen, wie beim Planen eines normalen „frischen“ Posts: Du kannst einen Beitrag

  • zur Warteschlange hinzufügen
  • jetzt teilen
  • als nächsten teilen
  • den Beitrag planen
  • oder über Repeat Post einfach wiederholen.

Hast Du einen Fehler gemacht, editierst Du einen geplanten Post durch Klick auf den kleinen Stift oder Du löschst den gesamten Post mit Klick auf den Mülleimer.

Die geplanten Posts in der Kalenderansicht

Einfache Statistiken und Monitoring

Ab dem Growth Hacker Plan bekommst Du Statistiken für die Posts auf Twitter, Facebook, Pinterest und LinkedIn. Und zwar auch für die Posts, die Du nicht mit Social Pilot gemacht hast.

Social Pilot bietet Dir direkt im Tool Statistiken – hier als Beispiel Twitter.

Einfaches Kuratieren von fremden Inhalten

Mit dem Kuratieren von Inhalten kannst Du viel erreichen: Du vernetzt Dich mit denen, deren Inhalte Du teilst – und Netzwerke sind immer wichtig! Du bietest Deinen Lesern zusätzliche Inhalte, die zwar zu Deinem Thema passen, wo Du aber nicht selbst der Experte bist – und lieferst ihnen damit zusätzlichen Mehrwert. Und Du machst Deine Timelines abwechslungsreich – was wiederum Deine Leser freut.

Darum ist es klasse, dass Du auch RSS-Feeds einbinden kannst: Deine eigenen aber auch die von Anderen. Das kannst Du automatisiert mit dem Social Pilot ablaufen lassen. Aber mir persönlich ist das zu schematisch, ich wähle schon sehr genau aus, welche Posts ich teilen möchte. Doch auch das geht mit Social Pilot: Du kannst Posts aus den eingebundenen Feeds auch manuell kuratieren – und das funktioniert prima.

Mit Social Pilot kannst Du einfach Inhalte kuratieren.

Funktionale Benutzeroberfläche

Zur Optik und zum Design von Social Pilot ist noch zu sagen, dass ich es sowohl in der Browser-Ansicht als auch in der App auf meinem Android Smartphone im Großen und Ganzen sehr übersichtlich und angenehm klar gestaltet finde. Kleine Abzüge gibt es wegen der Benutzerführung, dazu gleich etwas mehr.

Was mir an Social Pilot nicht (ganz so gut) gefällt

Benutzerführung

Die Anbindung der Social Media Konten über den Menüpunkt „über Schlüsselwort suchen“ finde ich etwas unintuitiv. Wenn ich nicht so ein systematischer Mensch wäre, hätte sich mir das nicht erschlossen. Auch einige andere Funktionen sind teilweise etwas umständlich anzusteuern, da gibt es sicher noch Optimierungspotenzial in der Benutzerführung.

Integrierte Kuratierungsfunktion nur mit englischen Quellen

Ähnlich wie bei Post Planner gibt es die Möglichkeit, sich aktuelle Beiträge thematisch sortiert anzeigen zu lassen und diese direkt aus Social Pilot heraus zu teilen. Das Ganze ist allerdings ausschließlich mit englischsprachigen Inhalten verfügbar – was sich hier in Deutschland also nur begrenzt nutzen lässt. Da nützen auch die vielen Rubriken von Tech über Business, Inspiration und Music bis zu Marketing nicht allzu viel. Doch wie bereits oben beschrieben: Du kannst auch eigene – leider nur wenige – Quellen hinzufügen (in meiner Growth Hacker Version nur zehn).

Eine andere Lösung wäre vielleicht eine Anbindung von Pocket. Die gibt es zwar via dem Automatisierungsdienst Zapier – aber das ist für mich nicht wirklich nutzbar. Da ich einerseits viel in Pocket speichere andererseits die Automatisierung aber ganz brav jeden gespeicherten Link auch ausliefert passt das nicht zu meiner Hauptnutzung von Pocket. Doch auch dafür gibt es eine Lösung (siehe unten).

Tipp zur Nutzung von Social Pilot zum Kuratieren

Tatsächlich wird umgekehrt ein Schuh daraus:

Da ich zum Lesen der Neuigkeiten in Feedly und meiner gespeicherten Inhalte in Pocket meist die Android-Apps nutze ist mir die eingeschränkte Kuratierungsfunktion in Social Pilot relativ egal. Von dort klappt das Teilen zu Social Pilot nämlich ganz vorzüglich.

Auch auf dem Smartphone kannst Du nach Social Pilot teilen.

Kosten und Fazit

Ähnlich wie das im letzten Beitrag beschriebene Recurpost kommt Social Pilot angenehm unaufgeregt daher und erledigt anstandslos seinen Job. Mit der Fülle der einbindbaren Netzwerke (neun!), der Verfügbarkeit auf Deutsch und der auch nach der Preiserhöhung noch moderaten Preisstruktur (kostenfrei – 100 $ pro Jahr, 200 $ pro Jahr und 300 $ pro Jahr) ist es ein gutes Einsteiger-Tool, das in meinen Augen Hootsuite durchaus den Rang ablaufen könnte, da gerade für kleine Unternehmen super detaillierte Statistiken und Auswertungen gar nicht so entscheidend sind aber ein einfaches Monitoring direkt in der Anwendung möglich ist.

Die Hilfe ist gut strukturiert, allerdings nur auf Englisch verfügbar.

Die kostenfreie Variante ist „forever“ kostenfrei – also ein super Werkzeug, wenn Du auf ganz knappem Budget unterwegs bist. Von daher kein Risiko schau Dir das Social Media Planungswerkzeug doch einfach mal an. Außer etwas Zeit kannst Du nichts verlieren.

Du siehst, ich bin von Social Pilot als Tool ganz angetan: Lockt es Dich nun auch, Social Pilot einmal auszuprobieren – oder hast Du den Piloten vielleicht sogar schon länger als ich im Einsatz? Gibt es etwas, das ich in der relativ kurzen Nutzungszeit der Bezahlversion übersehen habe? Dann schreib mir gerne einen Kommentar!

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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