Strategie für den Aufbau Deiner Newsletter-Liste - Mädchen spielt Seemann

Strategien für den Aufbau Deiner Newsletter-Liste

Letzte Aktualisierung 30. April 2019

Zum Aufbau Deiner Newsletter-Liste gibt es verschiedenen Strategien, die Du anwenden kannst. Einige davon sind effizienter, andere weniger, und sie haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.

Die verschiedenen Strategien stelle ich Dir heute im zweiten Teil meiner vierteiligen Miniserie zum Thema Newsletter-Marketing vor. Die einzelnen Teile sind:

1.) Was Du bei der Auswahl Deines Newsletter-Providers bedenken solltest
2.) Strategien für den Aufbau Deiner Newsletter-Liste
3.) Deine Newsletter-Liste braucht einen Putzplan
4.) ActiveCampaign Grundlagen

Man sagt „das Geld liegt in der Liste“ und es gibt sogar Newsletter-Spezialisten die davon sprechen, dass jeder Abonnent einen monatlichen Umsatz von einem Dollar beziehungsweise einem Euro für Dein Online-Business wert sei. Nach der Erfahrung, die ich bisher machen konnte, kann ich diese Aussage unterschreiben.

Damit das funktioniert, brauchst Du eine klug aufgebaute und permanent gepflegte Liste. Was dafür zu tun ist, erfährst Du in meiner Mini-Serie.

Maßnahmen zur Abonnenten-Gewinnung auf Deiner Website

Zunächst musst Du natürlich überhaupt Abonnenten oder Kontakte in Deine Liste bekommen.

Und da fängt es schon an!

Kontakte!

Abonnenten!

Auch wenn Du natürlich nicht mehr jeden einzelnen Deiner Abonnenten persönlich kennen kannst, Du solltest nie vergessen, dass es sich bei diesen um Menschen handelt. Um Menschen, die Dich wertschätzen und Dir vertrauen – zumindest so weit vertrauen, dass sie Dir Ihre E-Mail-Adresse und oft auch ihren Namen oder sogar mehr anvertrauen.

Egal ob Du nur wenige oder sehr viele

Menschen!

in Deiner Liste hast: Schreibe so, als ob Du an einen einzigen, Dir lieben, Adressaten schreibst. Also schreib nicht „Ihr“ oder „Euch“ sondern „Du“ und „Dich“ oder „Sie“ und „Ihnen“.

Andererseits, gib Dir genau so viel Mühe für nur wenige Abonnenten wie für viele! Jeder Adressat ist einzigartig und keiner Deiner Empfänger weiß, wie viele Abonnenten Du hast. Und jeder verdient einen liebevoll geschriebenen Brief und der Aufwand lohnt sich für 10 Abonnenten genauso wie für 100, 1000 oder gar 10.000.

Ich sage gern, schreibe Deinen Newsletter wie einen Liebesbrief. Ich meine das ernst. Wenn Du mehr dazu wissen möchtest, kannst Du das in meinem Blogbeitrag vom Valentinstag 2016 nachlesen.

Für die Gewinnung von Newsletter-Abonnenten auf Deiner Website hast Du verschiedene Möglichkeiten. Ich unterscheide hier in dezente und eher auffällige (manche sagen sogar „nervige“).

Beginnen wir mit den dezenten Maßnahmen.

Eine eigene Seite mit einem Opt-In-Formular

Das ist der Klassiker. Du richtest eine Seite ein, fügst dort den Formular-Code von Deinem Newsletter-Provider ein, verlinkst die Seite im Menü und gut ist.

Da sitzt dann Dein schönes Formular, tagaus, tagein und wartet darauf, auch mal ausgefüllt und benutzt zu werden. Soll ich Dir was verraten?

Das funktioniert.

Aber eher selten. Dafür sind das dann sehr treue Leser.

Wenn ich mich ausschließlich auf diese Methode der Abonnentengewinnung verlassen hätte, hätte ich bis jetzt nur ein Fünftel der Abonnenten, die ich bisher habe. Dabei „konvertiert“ diese Seite mit inzwischen fast 82 % sehr gut! Das heißt, 82 Prozent der Menschen, die auf den Menüpunkt „Newsletter“ geklickt haben, abonnieren auch. Das ist insbesondere dafür, dass meine Newsletter-Seite sehr spartanisch ist, richtig gut.

Formular im Seitenleisten-Widget

Ebenso dezent wie eine eigene Seite und ein eigener Menüpunkt für das Newsletter-Formular ist ein Widget in der Seitenleiste. Widgets, das sind diese „Dinger“, für die man keinen anderen Namen hat, Elemente, die man fest auf jeder Blogseite einbauen kann. Ich nutze derzeit kein solches Widget zur Abonnentengewinnung, weil ich auf meinen Blogbeitragsseiten mit auffälligeren Mitteln gearbeitet habe (dazu unten mehr). Nach meinen Erfahrungen mit Kunden liegen die Eintragungsraten hier aber ebenfalls im unteren Erfolgsbereich. Ich kann Dir auch sagen, warum: Seitenleisten werden von unserem Bewusstsein beim Lesen des Beitrags, der uns ja vornehmlich interessiert, gern ausgeblendet. Man nimmt sie einfach nicht wahr.

Permanent sichtbare Leiste am oberen oder unteren Bildschirmrand

Einen Ribbon habe ich nun (Ende 2018) auch schon länger im Einsatz. Ich finde diese Form, ein Newsletter-Abo anzubieten, sehr angenehm und dezent. Leider ist es wohl zu dezent. Die Eintragungsrate liegt hier bei weniger als einem Prozent!

Gehen wir nun zu den auffälligeren Möglichkeiten über:

Pop Ups, Slide Ins und Co.

Bei dieser Methode der Abonnentengewinnung scheiden sich die Geister. Neben automatisch startenden Videos oder Musik auf einer Website gehören Pop Ups definitiv zu den meistgehassten und störendsten Elementen überhaupt. Und man sieht sie fast überall.

Soll ich Dir was verraten?

Ich war auch lange Zeit ein großer Pop-Up-Hasser.

Diese Einstellung hat sich um 180 Grad gedreht. Ich erkläre Dir hier, warum:

Weil sie funktionieren.

Sie funktionieren sogar richtig gut und es gibt nur einen Weg, der noch besser funktioniert, um einen Leser zu einem Newsletter-Abonnenten zu machen. Den erkläre ich Dir weiter unten.

Begriffsklärung

Pop Ups sind Elemente, die sich über den aktuellen Inhalt einer Webseite legen. Früher hat man das mit richtigen „Fenstern“ (also einer weiteren Instanz Deines Browsers) realisiert, aber diese sind meines Wissens schon lange ausgestorben, denn inzwischen kann man dieses Verhalten mit jedem aktuellen Browser einfach abstellen. Es gibt Pop Ups, die relativ klein sind und andere, die gleich den gesamten Seiteninhalt ausbelenden.

Slide Ins sind eine Sonderform der Pop Ups, die sich dezent von einer Seite des Browsers in den Seiteninhalt hineinschieben.

Relativ neu ist außerdem der Trend, im Fließtext mit einer farbigen Box auf den Newsletter aufmerksam zu machen. Etwa so, wie hier:

Diese Box habe ich einmal in ThriveLeads erstellt und kann sie nun mit einem einfachen sogenannten Shortcode immer wieder an beliebige Stellen in meinen Blogartikeln einfügen. Wenn sich etwas ändert, muss ich das nur einmal machen und alle Artikel, in denen sich der Shortcode befindet, werden automatisch aktualisiert.

Wenn Du eine gute Software für die Darstellung der Pop Ups verwendest, hast Du viele Möglichkeiten, ihr Verhalten zu steuern. Meine Software ThriveLeads ermöglicht mir unter anderem:

  • das Erscheinen eines Pop Ups nach Zeitvorgabe zu verzögern
  • ein Pop Up oder Slide In erst nach einer bestimmten Scoll-Länge eines Beitrags erscheinen zu lassen
  • zu bestimmen, auf welchen Seiten ein Pop Up oder Slide In erscheinen soll – oder eben nicht
  • zu bestimmen, nach wieviel Tagen einem wiederkehrenden Besucher ein Pop Up oder Slide In erneut präsentiert werden soll
  • ein Pop Up erst dann anzuzeigen, wenn der Besucher die Seite wieder verlassen will
  • Shortcodes verwenden, um möglichst effizient farbige Boxen in meine Artikel einzubinden.

Doch bei den verschiedenen Möglichkeiten stehst Du natürlich immer im Widerstreit zwischen dem Anspruch, Deine Leser nicht (übermäßig) zu nerven, andererseits aber auch genügend auffällige Angebote zu machen, damit es zu einer Eintragung kommt.

Ich habe mich darum zu einer Mischung entschieden:

Auf meinen Seiten verwende ich ein Pop Up das erst erscheint, wenn der Besucher die Seite wieder verlassen will. Ich persönlich finde diese Art von Pop Ups immer noch am angenehmsten, weil sie meinen Lesefluss nicht stören. Habe ich mich dann informiert und weiß, worum es auf einer Seite geht und mir hat gefallen, was ich gesehen und gelesen habe, trage ich mich durchaus gerne ein. Das hoffe ich auch bei meinen Lesern. Anfangs hat das bei meinen Seiten besser funktioniert, in letzter Zeit beobachte ich einen Rückgang der Anmeldungen auf diesem Weg – daher überlege ich, ob es sinnvoll ist, dieses Pop Up und sein Verhalten beizubehalten oder mir etwas anderes zu überlegen.

Auf den Blogbeiträgen bekamst Du lange ein kleines Slide In von rechts angezeigt, sobald Du beim Scrollen mehr als 80 % des Textes erreicht hast. Auch diese Zahl ist kein Zufall. Ich bin überzeugt, wer bis hier hin gelesen hat, der ist auch am Artikel und meiner Art zu schreiben interessiert – und da darf ich dann schon einmal ein Angebot machen, oder?! 🙂

Inzwischen arbeite ich eben gern mit den bunten Boxen. Hast Du die Zaubersprüche schon abonniert? 😉 Kannst Du gern jetzt hier nachholen!

Übrigens: Auch ich fände es toll, wenn es eine Möglichkeit gäbe, Lesern, die bereits meine Zaubersprüche abonnieren, keine Pop Ups und Slide Ins mehr anzuzeigen. Leider ist das wohl technisch nicht möglich, denn das bietet keines der mir bekannten Systeme an. Datenschutztechnisch wäre das auch kaum sauber umsetzbar.

Adresse im Tausch gegen ein Freebie

Die effizienteste Methode ist aber die folgende: Biete einen wertvollen (zusätzlichen) Inhalt an, den Deine Leser im Tausch gegen ihre E-Mail-Adresse und ihren Namen kostenfrei von Dir erhalten. Das kann ein kurzes E-Book oder ein Whitepaper sein, eine Checkliste, ein Formular, das bei einem Prozess hilft oder auch ein Video beziehungsweise eine Audiodatei. Damit bekommst Du im Schnitt mindestens zehnfach höhere Konversionsraten als mit den zuvor genannten Methoden.

Leider ist diese Methode durch das Kopplungsverbot der DSGVO inzwischen stark eingeschränkt. Das zeigt sich auch in der Rate, mit der neue Abonnenten zum Newsletter hinzu kommen.

Konversionsrate?

Die Konversionsrate gibt an, wie viel Prozent der Menschen, die auf Deinem Blogbeitrag waren, sich für das Freebie interessiert und Deinen Newsletter abonniert haben. Ich habe hatte für einige Freebies Konversionsraten von dreißig bis vierzig Prozent!

Meine Empfehlung am Rande ist übrigens, nicht nur ein globales „großes“ Freebie für Deine Website anzubieten, sondern nach Möglichkeit lieber thematisch verschiedene und zu Deinen jeweiligen Blogbeiträgen passende. Damit kannst Du dann genau nachvollziehen, welcher Abonnent sich für welche Deiner Angebote interessiert und wo Bedarf an Deiner Unterstützung bestehen kann. Die Methode finde ich immer gut, nur so direkt lässt sich das nicht mehr umsetzen. Schade eigentlich.

Ausrichtung eines Gewinnspiels

Gewinnspiele ziehen immer und sorgen dafür, dass Deine Abonnentenliste für Deinen Newsletter schnell wächst. Aber hier ist besondere Vorsicht und Planung geboten! Hat Dein ausgelobter Preis nichts mit Deinem Angebot zu tun, wirst Du auch viele Abonnenten gewinnen, die sich nur für den Preis, nicht aber für Deine Dienstleistung oder Dein Angebot interessieren.

Selbst wenn der Gewinn zu Deinem Angebot passt, ist das noch lange keine Gewähr dafür, wirklich die „richtigen“ Abonnenten gewonnen zu haben. Anhand der Tags kann ich verfolgen, dass sich unter den Austragungen aus meinem Newsletter übermäßig viele Teilnehmer am Gewinnspiel befinden.

Auch hier gilt mittlerweile das Kopplungsverbot der DSGVO. Du musst die Teilnahme am Gewinnspiel ohne Eintragung in den Newsletter ermöglichen.

Maßnahmen zur Abonnenten-Gewinnung außerhalb Deiner Website

Neben den Maßnahmen direkt auf Deiner Website hast Du auch weitere Möglichkeiten, online Deine Liste mit Abonnenten zu füllen. Twitter und Facebook sind da die Klassiker! Wenn Du eine gute Followerzahl auf Twitter hast, die Deine Beiträge kennen, favorisieren und teilen, so kannst Du auch einfach mal auf Deinen Newsletter hinweisen, zum Abonnieren auffordern und mit dem Link auf die Eintragungsseite verweisen.

Auf Facebook hast Du ebenfalls mehrere Möglichkeiten: Du kannst zum Beispiel Anzeigen schalten (am besten nicht direkt für Deinen Newsletter, besser, Du bewirbst Dein Freebie und machst das Ganze indirekt). Weiterhin kannst Du auf Deiner Facebook-Seite einen Reiter einrichten (mein Newsletter-Provider ActiveCampaign bietet eine ganz einfach umzusetzende Integration für Facebook an) und den Registrieren Button auf Dein Newsletter-Abo führen. Wenn Du dann noch im Titelbild der Seite eine Handlungsaufforderung zur Registrierung für Deinen Newsletter einfügst, kann es niemand mehr übersehen.

Ab und an kannst Du auch einfach mal einen Post auf Deiner Facebook-Seite erstellen, mit dem Hinweis, dass Du auch einen tollen Newsletter anbietest – und die Fans, die bereits Abonnenten sind, bitten, diesen Beitrag doch zu teilen.

Doch nicht nur online kannst Du Newsletter-Abonnenten gewinnen, es geht auch offline! Wenn Du ein Geschäft oder eine Praxis hast, kannst Du dort ein Papierformular auslegen und die gewünschten Informationen handschriftlich einsammeln. Du solltest dann aber unbedingt darauf achten, dass Du Datum und Zeit auf dem Formular vermerkst und dieses auch unterschreiben lassen. Dann musst Du natürlich den Kontakt per Hand erfassen und Du solltest Dir einen extra Ordner anlegen, wo Du die Formulare abheftest. So dass Du im Falle einer Abmahnung nachweisen kannst, dass derjenige sich ja für den Newsletter-Empfang bei Dir registriert hat. Denn der Gesetzgeber verlangt nur einen Nachweis der Einwilligung. Von elektronisch ist meines Wissens keine Rede.

Wenn Du Waren versendest, kannst Du einen Handzettel oder eine zu diesem Zweck umfunktionierte Visitenkarte beilegen, auf der Du auf die Möglichkeit des Newsletter-Abos hinweist und zum Abonnieren aufforderst.

Last but not least: Du brauchst sowieso ein Impressum in der Fußzeile jeder Deiner E-Mails. Warum also hier nicht auch einen Hinweis auf den Newsletter und einen Link einbauen?

Biete Mehrwert, um Abbestellungen zu minimieren

Soweit zu meinen Ideen und Tipps, Abonnenten für Deinen Newsletter zu gewinnen. Doch damit hört die Strategie zum Aufbau und Erhalt der Liste nicht auf.

Wenn Du nämlich die Erwartungshaltung und die Wünsche Deiner Leser nicht erfüllst, werden sie Deinen Newsletter auch schnell wieder abbestellen. Das möchtest Du natürlich vermeiden, denn Du hast viel Mühe, eventuell sogar Geld, darauf verwendet, sie überhaupt erst zu gewinnen.

Darum gebe ich Dir hier ein paar Tipps und Denkanstöße, wie Du Deine Leser erhalten kannst:

  • Biete ihnen exklusive Sonderangebote an. Das können Sonderangebote Deiner Leistungen sein, aber auch tolle Angebote Deiner Kooperationspartner. Wenn ich von einem Produkt oder einer Leistung besonders überzeugt bin, gebe ich meinen Lesern gerne solche Angebote weiter. Das können, müssen aber nicht auch Affiliate-Angebote sein. Affiliate-Angebote bedeutet, dass ich eine kleine Provision erhalte, wenn der Besteller oder Auftraggeber über meinen Newsletter etwas beauftragt. So habe ich auch noch einen kleinen Vorteil davon, ohne dass der Besteller einen Nachteil hat.
  • Biete exklusive Inhalte an. Jeder mag exklusive Inhalte. Und warum sollte jemand Deinen Newsletter abonnieren und lesen, wenn alles, was darin steht, auch anderswo zu finden ist? Gib Dir also besondere Mühe, immer auch Inhalte zu erstellen, Tipps zu geben, Geheimnisse preiszugeben, die Du nirgendwo anders veröffentlichst. Beispielsweise biete ich meinen Lesern jede Woche die Möglichkeit, meine Blogbeiträge drei Stunden vor der eigentlichen Veröffentlichung zu lesen. Das ist scheinbar nicht viel, aber wer hat nicht gern einen kleinen Wissensvorsprung gegenüber anderen?
  • Vorabinformationen oder Early-Bird-Angebote, die Du nur über Deinen Newsletter anbietest, gehören in dieselbe Kategorie wie der vorherige Tipp.
  • Interagiere mit Deinen Lesern. Schreibe nicht nur von Dir und Deinem Unternehmen, sondern stelle auch mal Fragen. Beziehe Deine Leser mit ein, wenn Du vor einer Entscheidung stehst. Das kannst Du ganz einfach umsetzen, indem Du um eine Antwort per E-Mail bittest, oder professionalisieren, indem Du eine Online-Umfrage erstellst.
  • Last but not least kannst Du auch für Deine Abonnenten exklusiv ein Gewinnspiel veranstalten. Besonders wenn Du Dienstleister bist, ist das eine prima Möglichkeit um herauszufinden, wer von Deinen Lesern sich eigentlich für Deine Unterstützung ganz unmittelbar interessiert, wenn Du beispielsweise eine Beratungsstunde verlost. Denn an einem solchen Gewinnspiel wird niemand teilnehmen, der Deine Dienstleistung nicht braucht und nicht erwägt, in Anspruch zu nehmen.

Erfahrungen beim Aufbau meiner eigenen Newsletter-Liste

Zum Abschluss noch einige meiner Erfahrungen zum Aufbau meiner Liste und den eingesetzten Strategien:

  • Maßnahmen, die eine hohe Eintragsrate zur Folge haben, haben oft auch eine hohe Austragsrate – das heißt, sie sind nicht nachhaltig. Umgekehrt sieht es mit Maßnahmen mit niedriger Eintragsrate aus. Hiermit gewinne ich offensichtlich meine treuesten Fans. Mein Fazit aus dieser Erkenntnis: Verlasse Dich nie auf ein einziges Pop Up oder eine einzige Eintragungsseite und mische die Methoden, mit denen Du Deine Abonnenten gewinnen willst.
  • Verfolge unbedingt nach, woher Deine Abonnenten kommen. Am einfachsten ist das über ein tagbasiertes Newslettersystem (wie ActiveCampaign*, Klick Tipp* oder SendinBlue, seit 2018 auch Mailchimp) zu bewerkstelligen. Nur auf diese Weise kannst Du Erkenntnisse gewinnen, lernen und Deine Strategie zur Abonnentengewinnung entsprechend anpassen.
  • Die „nervigsten“ Methoden sind oft die effizientesten. Klar, Du wirst auf diese Weise auch einige Leser abschrecken – aber nach meiner Erfahrung ist diese Zahl doch sehr gering – und diejenigen, die deshalb nicht Deine Leser werden, würden sich auch an anderen Dingen stören.
  • Gerade Abonnenten, die ich über ein Gewinnspiel gewonnen habe, bestellen insbesondere dann den Newsletter wieder ab, wenn ich ein eigenes kostenpflichtiges Angebot im Newsletter mache. Sei nicht traurig darum, wenn das passiert – denn das sind sowieso „Nichtkäufer“, die nie Deine Leistungen bezahlen würden und nur auf Deine kostenlosen Angebote aus sind. Hast Du aber besonders viele von solchen Abonnenten in Deiner Liste, passt auch die Faustformel „Ein Abonnent = 1 Euro monatlicher Umsatz“ nicht mehr.
  • Manche Menschen mögen einfach keine Newsletter und finden Dich trotzdem toll! Auch das gibt es und beobachte ich anhand der Tags in meiner Abonnenten-Liste. So gibt es einige, die sich alle meiner Freebies herunter geladen haben, die sich sogar für meinen kostenpflichtigen Twitterkurs als Interessenten registriert haben, die aber trotzdem jedes Mal den Newsletter sofort wieder abbestellen. Eine Abbestellung muss für Dich also kein negatives Signal sein. Auch das kannst Du am einfachsten mit einem tagbasierten Newsletter-System herausfinden und nachvollziehen.

Damit kennst Du nun meine Strategien zum Aufbau meiner Newsletter-Liste und hast eine Handlungsanweisung für den Aufbau Deiner eigenen.

Im nächsten Beitrag zeige ich Dir, warum Deine Newsletter-Liste einen Putzplan braucht!

Wenn Du bist hierhin gelesen hast, bedanke ich mich bei Dir und würde mich freuen, wenn Du nun eine der vielen Möglichkeiten nutzt, meine Zaubersprüche zu abonnieren, falls Du sie noch nicht bekommst. Über Deinen Kommentar freue ich mich natürlich ebenfalls jederzeit!

Links mit Sternchen sind übrigens Werbelinks!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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