September 5

Strategien für den Aufbau Deiner Newsletter-Liste

Letzte Aktua­li­sie­rung 11. Dezem­ber 2020 

Zum Auf­bau Dei­ner News­let­ter-Liste gibt es ver­schie­de­nen Stra­te­gien, die Du anwen­den kannst. Einige davon sind effi­zi­en­ter, andere weni­ger, und sie haben unter­schied­li­che Vor- und Nachteile.

Die ver­schie­de­nen Stra­te­gien stelle ich Dir heute im zwei­ten Teil mei­ner vier­tei­li­gen Mini­se­rie zum Thema News­let­ter-Mar­ke­ting vor. Die ein­zel­nen Teile sind:

1.) Was Du bei der Aus­wahl Dei­nes News­let­ter-Pro­vi­ders beden­ken solltest
2.) Stra­te­gien für den Auf­bau Dei­ner Newsletter-Liste
3.) Deine News­let­ter-Liste braucht einen Putzplan
4.) Acti­ve­Cam­paign Grundlagen

Man sagt “das Geld liegt in der Liste” und es gibt sogar News­let­ter-Spe­zia­lis­ten die davon spre­chen, dass jeder Abon­nent einen monat­li­chen Umsatz von einem Dol­lar bezie­hungs­weise einem Euro für Dein Online-Busi­ness wert sei. Nach der Erfah­rung, die ich bis­her machen konnte, kann ich diese Aus­sage unterschreiben.

Damit das funk­tio­niert, brauchst Du eine klug auf­ge­baute und per­ma­nent gepflegte Liste. Was dafür zu tun ist, erfährst Du in mei­ner Mini-Serie.

Maßnahmen zur Abonnenten-Gewinnung auf Deiner Website

Zunächst musst Du natür­lich über­haupt Abon­nen­ten oder Kon­takte in Deine Liste bekommen.

Und da fängt es schon an!

Kon­takte!

Abon­nen­ten!

Auch wenn Du natür­lich nicht mehr jeden ein­zel­nen Dei­ner Abon­nen­ten per­sön­lich ken­nen kannst, Du soll­test nie ver­ges­sen, dass es sich bei die­sen um Men­schen han­delt. Um Men­schen, die Dich wert­schät­zen und Dir ver­trauen — zumin­dest so weit ver­trauen, dass sie Dir Ihre E‑Mail-Adresse und oft auch ihren Namen oder sogar mehr anvertrauen.

Egal ob Du nur wenige oder sehr viele

Men­schen!

in Dei­ner Liste hast: Schreibe so, als ob Du an einen ein­zi­gen, Dir lie­ben, Adres­sa­ten schreibst. Also schreib nicht “Ihr” oder “Euch” son­dern “Du” und “Dich” oder “Sie” und “Ihnen”.

Gib Dir außer­dem genau so viel Mühe für nur wenige Abon­nen­ten wie für viele! Jeder Adres­sat ist ein­zig­ar­tig und kei­ner Dei­ner Emp­fän­ger weiß, wie viele Abon­nen­ten Du hast. Und jeder ein­zelne Emp­fän­ger ver­dient einen lie­be­voll geschrie­be­nen Brief. Der Auf­wand lohnt sich für 10 Abon­nen­ten genauso wie für 100, 1000 oder gar 10.000.

Ich sage gern, schreibe Dei­nen News­let­ter wie einen Lie­bes­brief. Ich meine das ernst. Wenn Du mehr dazu wis­sen möch­test, kannst Du das in mei­nem Blog­bei­trag vom Valen­tins­tag 2016 nach­le­sen — ein Oldie but Gol­die mittlerweile.

Für die Gewin­nung von News­let­ter-Abon­nen­ten auf Dei­ner Web­site hast Du ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten. Ich unter­scheide hier in dezente und eher auf­fäl­lige (man­che sagen sogar “ner­vige”).

Begin­nen wir mit den dezen­ten Maßnahmen.

Eine eigene Seite mit einem Opt-In-Formular

Das ist der Klas­si­ker. Du rich­test eine Seite ein, fügst dort den For­mu­lar-Code von Dei­nem News­let­ter-Pro­vi­der ein, ver­linkst die Seite im Menü und gut ist.

Da sitzt dann Dein schö­nes For­mu­lar, tag­aus, tag­ein und war­tet dar­auf, auch mal aus­ge­füllt und benutzt zu wer­den. Soll ich Dir was verraten?

Das funk­tio­niert.

Aber eher sel­ten. Dafür sind das dann sehr treue Leser.

Wenn ich mich aus­schließ­lich auf diese Methode der Abon­nen­ten­ge­win­nung ver­las­sen hätte, hätte ich bis jetzt nur ein Fünf­tel der Abon­nen­ten, die ich bis­her habe. Wenn über­haupt. Dabei “kon­ver­tiert” diese Seite mit inzwi­schen fast 82 % sehr gut! Das heißt, 82 Pro­zent der Men­schen, die auf den Menü­punkt “News­let­ter” geklickt haben, abon­nie­ren auch. Das ist ins­be­son­dere dafür, dass meine News­let­ter-Seite sehr spar­ta­nisch ist, rich­tig gut.

Formular im Seitenleisten-Widget

Ebenso dezent wie eine eigene Seite und ein eige­ner Menü­punkt für das News­let­ter-For­mu­lar ist ein Wid­get in der Sei­ten­leiste. Wid­gets, das sind diese “Din­ger”, für die man kei­nen ande­ren Namen hat, Ele­mente, die man fest auf jeder Blog­seite ein­bauen kann. 

Nach mei­nen Erfah­run­gen lie­gen die Ein­tra­gungs­ra­ten hier aber eben­falls im unte­ren Erfolgs­be­reich. Ich kann Dir auch sagen, warum: Sei­ten­leis­ten wer­den von unse­rem Bewusst­sein beim Lesen des Bei­trags, der uns ja vor­nehm­lich inter­es­siert, gern aus­ge­blen­det. Man nimmt sie ein­fach nicht wahr. Trotz­dem: Wie beim Mär­chen von Hän­sel und Gre­tel ist es sinn­voll, meh­rere Spu­ren zu Dei­nem News­let­ter zu legen.

Permanent sichtbare Leiste am oberen oder unteren Bildschirmrand

Einen Rib­bon hatte ich auch län­gere Zeit im Ein­satz. Ich finde diese Form, ein News­let­ter-Abo anzu­bie­ten, sehr ange­nehm und dezent. Lei­der ist es wohl zu dezent. Die Ein­tra­gungs­rate liegt hier bei weni­ger als einem Prozent!

Gehen wir nun zu den auf­fäl­li­ge­ren Mög­lich­kei­ten über:

Pop Ups, Slide Ins und Co.

Bei die­ser Methode der Abon­nen­ten­ge­win­nung schei­den sich die Geis­ter. Neben auto­ma­tisch star­ten­den Videos oder Musik auf einer Web­site gehö­ren Pop Ups defi­ni­tiv zu den meist­ge­hass­ten und stö­rends­ten Ele­men­ten über­haupt. Und man sieht sie fast überall.

Soll ich Dir was verraten?

Ich war auch lange Zeit ein gro­ßer Pop-Up-Hasser.

Diese Ein­stel­lung hat sich um 180 Grad gedreht. Ich erkläre Dir hier, warum:

Weil sie funktionieren.

Sie funk­tio­nie­ren sogar rich­tig gut und es gibt nur einen Weg, der noch bes­ser funk­tio­niert, um einen Leser zu einem News­let­ter-Abon­nen­ten zu machen. Den erkläre ich Dir wei­ter unten.

[thrive_text_block color=“blue” headline=“Begriffsklärung”]

Pop Ups sind Ele­mente, die sich über den aktu­el­len Inhalt einer Web­seite legen. Frü­her hat man das mit rich­ti­gen “Fens­tern” (also einer wei­te­ren Instanz Dei­nes Brow­sers) rea­li­siert, aber diese sind mei­nes Wis­sens schon lange aus­ge­stor­ben, denn inzwi­schen kann man die­ses Ver­hal­ten mit jedem aktu­el­len Brow­ser ein­fach abstel­len. Es gibt Pop Ups, die rela­tiv klein sind und andere, die gleich den gesam­ten Sei­ten­in­halt ausbelenden.

Slide Ins sind eine Son­der­form der Pop Ups, die sich dezent von einer Seite des Brow­sers in den Sei­ten­in­halt hineinschieben.

[/thrive_text_block]

Rela­tiv neu ist außer­dem der Trend, im Fließ­text mit einer far­bi­gen Box auf den News­let­ter auf­merk­sam zu machen. Etwa so, wie hier:

Diese Box habe ich ein­mal in Thri­ve­Leads erstellt und kann sie nun mit einem ein­fa­chen soge­nann­ten Short­code immer wie­der an belie­bige Stel­len in mei­nen Blog­ar­ti­keln ein­fü­gen. Wenn sich etwas ändert, muss ich das nur ein­mal machen und alle Arti­kel, in denen sich der Short­code befin­det, wer­den auto­ma­tisch aktualisiert.

Der Nach­teil die­ser Ele­mente? Sie schreien laut und deut­lich “Wer­bung” — und im Aus­blen­den von Wer­bung sind unsere Leser Weltmeister.

Wenn Du eine gute Soft­ware für die Dar­stel­lung der Pop Ups ver­wen­dest, hast Du viele Mög­lich­kei­ten, ihr Ver­hal­ten zu steu­ern. Meine Soft­ware Thri­ve­Leads ermög­licht mir unter anderem:

  • das Erschei­nen eines Pop Ups nach Zeit­vor­gabe zu verzögern
  • ein Pop Up oder Slide In erst nach einer bestimm­ten Scoll-Länge eines Bei­trags erschei­nen zu lassen
  • zu bestim­men, auf wel­chen Sei­ten ein Pop Up oder Slide In erschei­nen soll — oder eben nicht
  • zu bestim­men, nach wie­viel Tagen einem wie­der­keh­ren­den Besu­cher ein Pop Up oder Slide In erneut prä­sen­tiert wer­den soll
  • ein Pop Up erst dann anzu­zei­gen, wenn der Besu­cher die Seite wie­der ver­las­sen will
  • Short­codes ver­wen­den, um mög­lichst effi­zi­ent far­bige Boxen in meine Arti­kel einzubinden.

Doch bei den ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten stehst Du natür­lich immer im Wider­streit zwi­schen dem Anspruch, Deine Leser nicht (über­mä­ßig) zu ner­ven, ande­rer­seits aber auch genü­gend auf­fäl­lige Ange­bote zu machen, damit es zu einer Ein­tra­gung kommt.

Die Mischung macht’s!

Ich habe mich darum zu einer Mischung entschieden:

Auf mei­nen Sei­ten ver­wende ich ein Pop Up das erst erscheint, wenn der Besu­cher die Seite wie­der ver­las­sen will. Ich per­sön­lich finde diese Art von Pop Ups immer noch am ange­nehms­ten, weil sie mei­nen Lese­fluss nicht stö­ren. Habe ich mich dann infor­miert und weiß, worum es auf einer Seite geht und mir hat gefal­len, was ich gese­hen und gele­sen habe, trage ich mich durch­aus gerne ein. 

Das hoffe ich auch bei mei­nen Lesern. 😉 [Bist Du schon Abonnent?!!!]

In den Blog­bei­trä­gen bekamst Du lange ein klei­nes Slide In von rechts ange­zeigt, sobald Du beim Scrol­len mehr als 80 % des Tex­tes erreicht hat­test. Auch diese Zahl ist kein Zufall. Ich bin über­zeugt, wer bis hier hin gele­sen hat, der ist auch am Arti­kel und mei­ner Art zu schrei­ben inter­es­siert — und da darf ich dann schon ein­mal ein Ange­bot machen, oder?! 😁 Doch auch diese Methode ist ver­spricht nur recht geringe Eintragsraten.

Übri­gens: Auch ich fände es toll, wenn es eine Mög­lich­keit gäbe, Lesern, die bereits meine Zau­ber­sprü­che abon­nie­ren, keine Pop Ups und Slide Ins mehr anzu­zei­gen. Aber da wür­den unsere Daten­schutz­be­auf­trag­ten wohl Amok lau­fen. Also las­sen wir die­sen Gedan­ken ganz schnell wie­der fallen.

Adresse im Tausch gegen ein Freebie

Die effi­zi­en­teste Methode ist aber die fol­gende: Biete einen wert­vol­len (zusätz­li­chen) Inhalt an, den Deine Leser im Tausch gegen ihre E‑Mail-Adresse und ihren Namen kos­ten­frei von Dir erhal­ten. Das kann ein kur­zes E‑Book oder ein White­pa­per sein, eine Check­liste, ein For­mu­lar, das bei einem Pro­zess hilft oder auch ein Video bezie­hungs­weise eine Audio­da­tei. Damit bekommst Du im Schnitt min­des­tens zehn­fach höhere Kon­ver­si­ons­ra­ten als mit den zuvor genann­ten Methoden.

Lei­der ist diese Methode durch das Kopp­lungs­ver­bot der DSGVO etwas ein­ge­schränkt. Wich­tig ist, dass Du zu kei­nem Zeit­punkt das News­let­ter-Abo ver­schweigst und immer trans­pa­rent machst, dass das Free­bie ein Dan­ke­schön für das News­let­ter-Abo darstellt.

Kon­ver­si­ons­rate?

Die Kon­ver­si­ons­rate gibt an, wie viel Pro­zent der Men­schen, die auf Dei­nem Blog­bei­trag waren, sich für das Free­bie inter­es­siert und Dei­nen News­let­ter abon­niert haben. Ich habe hatte für einige Free­bies Kon­ver­si­ons­ra­ten von drei­ßig bis vier­zig Prozent!

Meine Emp­feh­lung am Rande ist übri­gens, nicht nur ein glo­ba­les “gro­ßes” Free­bie für Deine Web­site anzu­bie­ten, son­dern nach Mög­lich­keit lie­ber the­ma­tisch ver­schie­dene und zu Dei­nen jewei­li­gen Blog­bei­trä­gen pas­sende. Das nennt man dann auch Con­tent Upgrades.

Wenn Du ein tag­ba­sier­tes News­let­ter-Tool hast, kannst Du damit genau nach­voll­zie­hen, wel­cher Abon­nent sich für wel­ches Dei­ner Ange­bote inter­es­siert und wo Bedarf an Dei­ner Unter­stüt­zung bestehen kann.

Ausrichtung eines Gewinnspiels

Gewinn­spiele zie­hen immer und sor­gen dafür, dass Deine Abon­nen­ten­liste für Dei­nen News­let­ter schnell wächst. Aber hier ist beson­dere Vor­sicht und Pla­nung gebo­ten! Hat Dein aus­ge­lob­ter Preis nichts mit Dei­nem Ange­bot zu tun, wirst Du auch viele Abon­nen­ten gewin­nen, die sich nur für den Preis, nicht aber für Deine Dienst­leis­tung oder Dein Ange­bot inter­es­sie­ren. Stich­wort: Gewinn­spiel­mut­tis. 😂

Selbst wenn der Gewinn zu Dei­nem Ange­bot passt, ist das noch lange keine Gewähr dafür, wirk­lich die “rich­ti­gen” Abon­nen­ten gewon­nen zu haben. Anhand der Tags kann ich ver­fol­gen, dass sich unter den Aus­tra­gun­gen aus mei­nem News­let­ter über­mä­ßig viele Teil­neh­mer am Gewinn­spiel befinden.

Auch hier gilt mitt­ler­weile das Kopp­lungs­ver­bot der DSGVO. Du musst die Teil­nahme am Gewinn­spiel ohne Ein­tra­gung in den News­let­ter ermöglichen.

Maßnahmen zur Abonnenten-Gewinnung außerhalb Deiner Website

Neben den Maß­nah­men direkt auf Dei­ner Web­site hast Du auch wei­tere Mög­lich­kei­ten, online Deine Liste mit Abon­nen­ten zu fül­len. Twit­ter und Face­book sind da die Klassiker! 

Wenn Du eine gute Fol­lo­wer­zahl auf Twit­ter hast, die Deine Bei­träge ken­nen, favo­ri­sie­ren und tei­len, so kannst Du auch ein­fach mal auf Dei­nen News­let­ter hin­wei­sen, zum Abon­nie­ren auf­for­dern und mit dem Link auf die Ein­tra­gungs­seite verweisen.

Auf Face­book hast Du eben­falls meh­rere Mög­lich­kei­ten: Du kannst zum Bei­spiel Anzei­gen schal­ten (am bes­ten nicht direkt für Dei­nen News­let­ter, bes­ser, Du bewirbst Dein Free­bie und machst das Ganze indirekt). 

Wei­ter­hin kannst Du auf Dei­ner Face­book-Seite einen Rei­ter ein­rich­ten (mein News­let­ter-Pro­vi­der Acti­ve­Cam­paign bie­tet eine ganz ein­fach umzu­set­zende Inte­gra­tion für Face­book an) und den Regis­trie­ren But­ton auf Dein News­let­ter-Abo füh­ren. Lei­der funk­tio­niert das erst ab 2000 Fans, so dass das gerade anfangs, wenn Dein Unter­neh­men noch klein ist, nicht funktioniert.

Wenn Du dann noch im Titel­bild der Seite eine Hand­lungs­auf­for­de­rung zur Regis­trie­rung für Dei­nen News­let­ter ein­fügst, kann es nie­mand mehr über­se­hen. Das kann bei­spiels­weise so aussehen:

Face­book-Titel­bild, das auf ein Free­bie hin­weist und somit neue Abon­nen­ten in den News­let­ter holen kann.

Ab und an kannst Du auch ein­fach mal einen Post auf Dei­ner Face­book-Seite erstel­len, mit dem Hin­weis, dass Du auch einen tol­len News­let­ter anbie­test — und die Fans, die bereits Abon­nen­ten sind, bit­ten, die­sen Bei­trag doch zu teilen.

Doch nicht nur online kannst Du News­let­ter-Abon­nen­ten gewin­nen, es geht auch off­line! Wenn Du ein Geschäft oder eine Pra­xis hast, kannst Du dort ein Papier­for­mu­lar aus­le­gen und die gewünsch­ten Infor­ma­tio­nen hand­schrift­lich ein­sam­meln. Du soll­test dann aber unbe­dingt dar­auf ach­ten, dass Du Datum und Zeit auf dem For­mu­lar ver­merkst und die­ses unbe­dingt auch unter­schrei­ben las­sen. Dann musst Du natür­lich den Kon­takt per Hand erfas­sen und Du soll­test Dir einen extra Ord­ner anle­gen, wo Du die For­mu­lare abhef­test. So dass Du im Falle einer Abmah­nung nach­wei­sen kannst, dass der­je­nige sich ja für den News­let­ter-Emp­fang bei Dir regis­triert hat. 

Denn der Gesetz­ge­ber ver­langt nur einen Nach­weis der Ein­wil­li­gung. Von elek­tro­nisch ist mei­nes Wis­sens keine Rede.

Noch cle­ve­rer ist es, wenn Du in Dei­nem Geschäft einen Lap­top oder ein Tablet für die­sen Zweck bereit hältst und Deine Kun­den sich wirk­lich gleich direkt ein­tra­gen können. 

Wenn Du Waren ver­sen­dest, kannst Du einen Hand­zet­tel oder eine zu die­sem Zweck umfunk­tio­nierte Visi­ten­karte bei­le­gen, auf der Du auf die Mög­lich­keit des News­let­ter-Abos hin­weist und zum Abon­nie­ren aufforderst.

Last but not least: Du brauchst sowieso ein Impres­sum in der Fuß­zeile jeder Dei­ner E‑Mails. Warum also hier nicht auch einen Hin­weis auf den News­let­ter und einen Link einbauen?

Biete Mehrwert, um Abbestellungen zu minimieren

Soweit zu mei­nen Ideen und Tipps, Abon­nen­ten für Dei­nen News­let­ter zu gewin­nen. Doch damit hört die Stra­te­gie zum Auf­bau und Erhalt der Liste nicht auf.

Wenn Du näm­lich die Erwar­tungs­hal­tung und die Wün­sche Dei­ner Leser nicht erfüllst, wer­den sie Dei­nen News­let­ter auch schnell wie­der abbe­stel­len. Das möch­test Du natür­lich ver­mei­den, denn Du hast viel Mühe, even­tu­ell sogar Geld, dar­auf ver­wen­det, sie über­haupt erst zu gewinnen.

Darum gebe ich Dir hier ein paar Tipps und Denk­an­stöße, wie Du Deine Leser erhal­ten kannst:

  • Biete ihnen exklu­sive Son­der­an­ge­bote an. Das kön­nen Son­der­an­ge­bote Dei­ner Leis­tun­gen sein, aber auch tolle Ange­bote Dei­ner Koope­ra­ti­ons­part­ner. Wenn ich von einem Pro­dukt oder einer Leis­tung beson­ders über­zeugt bin, gebe ich mei­nen Lesern gerne sol­che Ange­bote wei­ter. Das kön­nen, müs­sen aber nicht auch Affi­liate-Ange­bote sein. Affi­liate-Ange­bote bedeu­tet, dass ich eine kleine Pro­vi­sion erhalte, wenn der Bestel­ler oder Auf­trag­ge­ber über mei­nen News­let­ter etwas beauf­tragt. So habe ich auch noch einen klei­nen Vor­teil davon, ohne dass der Bestel­ler einen Nach­teil hat.
  • Biete exklu­sive Inhalte an. Jeder mag exklu­sive Inhalte. Und warum sollte jemand Dei­nen News­let­ter abon­nie­ren und lesen, wenn alles, was darin steht, auch anderswo zu fin­den ist? Gib Dir also beson­dere Mühe, immer auch Inhalte zu erstel­len, Tipps zu geben, Geheim­nisse preis­zu­ge­ben, die Du nir­gendwo anders ver­öf­fent­lichst. Bei mir gehö­ren die wöchent­li­chen Tipps dazu, die Du bis­lang nir­gends sonst erhältst.
  • Vor­ab­infor­ma­tio­nen oder Early-Bird-Ange­bote, die Du nur über Dei­nen News­let­ter anbie­test, gehö­ren in die­selbe Kate­go­rie wie der vor­he­rige Tipp.
  • Inter­agiere mit Dei­nen Lesern. Schreibe nicht nur von Dir und Dei­nem Unter­neh­men, son­dern stelle auch mal Fra­gen. Beziehe Deine Leser mit ein, wenn Du vor einer Ent­schei­dung stehst. Das kannst Du ganz ein­fach umset­zen, indem Du um eine Ant­wort per E‑Mail bit­test, oder pro­fes­sio­na­li­sie­ren, indem Du eine Online-Umfrage erstellst.
  • Last but not least kannst Du auch für Deine Abon­nen­ten exklu­siv ein Gewinn­spiel ver­an­stal­ten. Beson­ders wenn Du Dienst­leis­ter bist, ist das eine prima Mög­lich­keit um her­aus­zu­fin­den, wer von Dei­nen Lesern sich eigent­lich für Deine Unter­stüt­zung ganz unmit­tel­bar inter­es­siert, wenn Du bei­spiels­weise eine Bera­tungs­stunde ver­lost. Denn an einem sol­chen Gewinn­spiel wird nie­mand teil­neh­men, der Deine Dienst­leis­tung nicht braucht und nicht erwägt, in Anspruch zu nehmen.

Erfahrungen beim Aufbau meiner eigenen Newsletter-Liste

Zum Abschluss noch einige mei­ner Erfah­run­gen zum Auf­bau mei­ner Liste und den ein­ge­setz­ten Strategien:

  • Maß­nah­men, die eine hohe Ein­trags­rate zur Folge haben, haben oft auch eine hohe Aus­tra­gungs­rate — das heißt, sie sind nicht nach­hal­tig. Umge­kehrt sieht es mit Maß­nah­men mit nied­ri­ger Ein­trags­rate aus. Hier­mit gewinne ich offen­sicht­lich meine treu­es­ten Fans. Mein Fazit aus die­ser Erkennt­nis: Ver­lasse Dich nie auf ein ein­zi­ges Pop Up oder eine ein­zige Ein­tra­gungs­seite und mische die Metho­den, mit denen Du Deine Abon­nen­ten gewin­nen willst.
  • Ver­folge unbe­dingt nach, woher Deine Abon­nen­ten kom­men. Am ein­fachs­ten ist das über ein tag­ba­sier­tes News­let­ter­sys­tem (wie — Ach­tung! Stern­chen­links sind Wer­be­links! Acti­ve­Cam­paign*, Klick Tipp* oder Sen­din­Blue, seit 2018 auch Mail­chimp) zu bewerk­stel­li­gen. Nur auf diese Weise kannst Du Erkennt­nisse gewin­nen, ler­nen und Deine Stra­te­gie zur Abon­nen­ten­ge­win­nung ent­spre­chend anpassen.
  • Die “ner­vigs­ten” Metho­den sind oft die effi­zi­en­tes­ten. Klar, Du wirst auf diese Weise auch einige Leser abschre­cken — aber nach mei­ner Erfah­rung ist diese Zahl doch sehr gering — und die­je­ni­gen, die des­halb nicht Deine Leser wer­den, wür­den sich auch an ande­ren Din­gen stören.
  • Gerade Abon­nen­ten, die ich über ein Gewinn­spiel gewon­nen habe, bestel­len ins­be­son­dere dann den News­let­ter wie­der ab, wenn ich ein eige­nes kos­ten­pflich­ti­ges Ange­bot im News­let­ter mache. Sei nicht trau­rig darum, wenn das pas­siert — denn das sind sowieso “Nicht­käu­fer”, die nie Deine Leis­tun­gen bezah­len wür­den und nur auf Deine kos­ten­lo­sen Ange­bote aus sind. Hast Du aber beson­ders viele von sol­chen Abon­nen­ten in Dei­ner Liste, passt auch die Faust­for­mel “Ein Abon­nent = 1 Euro monat­li­cher Umsatz” nicht mehr.
  • Man­che Men­schen mögen ein­fach keine News­let­ter und fin­den Dich trotz­dem toll! Auch das gibt es und beob­achte ich anhand der Tags in mei­ner Abon­nen­ten-Liste. So gibt es einige, die sich alle mei­ner Free­bies her­un­ter gela­den haben, die aber trotz­dem jedes Mal den News­let­ter sofort wie­der abbe­stel­len. Eine Abbe­stel­lung muss für Dich also kein nega­ti­ves Signal sein. Auch das kannst Du am ein­fachs­ten mit einem tag­ba­sier­ten News­let­ter-Sys­tem her­aus­fin­den und nachvollziehen.

Damit kennst Du nun meine Stra­te­gien zum Auf­bau mei­ner News­let­ter-Liste und hast eine Hand­lungs­an­wei­sung für den Auf­bau Dei­ner eigenen.

Im nächs­ten Bei­trag zeige ich Dir, warum Deine News­let­ter-Liste einen Putz­plan braucht!

Wenn Du übri­gens trotz mei­nes Bei­trags mit Dei­nem News­let­ter-Mar­ke­ting nicht so recht wei­ter kommst, dann werde doch Mit­glied im Mar­ke­ting-Zau­ber-Zir­kel. Da kann ich alle Deine Fra­gen direkt beant­wor­ten und Dir wei­tere indi­vi­du­elle Tipps geben. Über Dei­nen Kom­men­tar freue ich mich natür­lich eben­falls jederzeit!


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    1. Hallo David, lie­ben Dank für Dei­nen Kom­men­tar. Thri­ve­Leads wird von immer mehr Blog­gern genutzt — und das zu Recht!
      Liebe Grüße
      Birgit

  1. Vie­len Dank für die Tipps. Kann ich auch so bestä­ti­gen. Ich würde gerne ein Gewinn­spiel ver­an­stal­ten! Hast Du eine paar Tipps, was zu beach­ten ist?
    LG Petra

    1. Liebe Petra,

      mit “ein paar Tipps”, mal eben so aus dem Ärmel geschüt­telt ist es lei­der nicht getan. Das wäre schon einen eige­nen Blog­ar­ti­kel wert. Ich nehme das mal in mei­nen Redak­ti­ons­plan mit auf. Mein wich­tigs­ter Tipp: Wenn Du das Gewinn­spiel über Face­book bekannt machen willst, musst Du neben den recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen auch noch Face­books Haus­re­geln zu dem Thema beachten. 

      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  2. Liebe Bir­git, herz­li­chen Dank für die tol­len Tipps! Ein wirk­lich tol­ler Bei­trag! Eins fällt mir dazu noch ein: Ich glaube, mit Popups muss man bald etwas vor­sich­ti­ger ein. Ich habe gele­sen , dass da Google etwas plant und dass Sei­ten mit gewis­sen Popups künf­tig nicht mehr so gut im Ran­king bewer­tet wer­den sol­len. Schau mal: http://t3n.de/news/ende-interstitials-google-738720/?utm_source=facebook.com&utm_medium=social&utm_campaign=social-buttons . Liebe Grüße, Christina

    1. Liebe Chris­tina,
      ja, da hast Du Recht, den Arti­kel habe ich auch gele­sen. Ich denke aber, dass die Anbie­ter der PopUp-Soft­ware/P­lugins da sehr schnell dar­auf reagie­ren wer­den, sobald das akut ist. Denn sonst kauft ja nie­mand mehr ihre Pro­dukte. Herz­li­chen Dank für diese Ergän­zung, ich denke auch, dass noch nicht alle Leser davon wissen.
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  3. Hallo, vie­len Dank für die­sen tol­len Bei­trag! Ich bin grad dabei mich mit die­ser Mate­rie ver­traut zu machen. Ich hab mich auch noch nicht für ein News­let­ter­sys­tem ent­schie­den (hab jetzt mal Cle­ver­Re­ach ges­tes­tet) — find die oft kom­pli­ziert… aber das liegt sicher an mir 😉
    Liebe Grüße Katharina

    1. Hallo Katha­rina,
      es freut mich um so mehr, dass Dir mein Bei­trag gefal­len hat. Die The­ma­tik ist nicht ganz tri­vial und wie Du an mei­nen ande­ren Bei­trä­gen hier auf dem Blog lesen kannst, habe ich ja auch eine kleine Odys­see in Sachen News­let­ter hin­ter mir. Aber wenn Du Dich erst ein­mal etwas rein­ge­fuchst hast, ist es wahr­lich keine Hexe­rei mehr. Lies ein­fach wei­ter mit — dann wird Dir das Thema schon vertraut.
      Son­nige Grüße
      Birgit

  4. Liebe Bir­git,
    wow! Was für viele super Tipps! Ich danke Dir, denn das trifft genau mei­nen Eng­pass zur Zeit. Ich arbeite am Auf­bau mei­ner News­let­ter Liste 🙂 Hier habe ich viele gute Impulse bekom­men, die ich umset­zen und aus­pro­bie­ren werde!
    Ich danke Dir und sende herz­li­che Grüße
    Kerstin

    1. Hallo Kers­tin,
      das freut mich unge­mein! Viel Erfolg beim Auf­bau Dei­ner Liste und für Dein Geschäft!
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  5. Hallo Bir­git,
    vie­len Dank für den inter­es­san­ten Arti­kel. Wie gehst du in Bezug auf Free­bies und Gewinn­spiele mit dem soge­nann­ten “Kopp­lungs­ver­bot” um, das auf­grund der DSVGO kommt?
    LG Vera

    1. Hallo Vera,
      Gewinn­spiele gibt es hier im Blog (aktiv) sowieso keine mehr. Free­bies sind bei mir Con­tent Upgrades und ich werde das so umfor­mu­lie­ren, dass das News­let­ter-Abo im Vor­der­grund steht, meine Abon­nen­ten von mir aber nach dem Abo Geschenke bekom­men kön­nen, genau so, wie es die Print-Zeit­schrif­ten auch machen — siehe stern, Spie­gel, GEO und Co. Den genauen Wort­laut werde ich aber noch mit einem Daten­schutz­ex­per­ten abstimmen.
      Beste Grüße
      Birgit

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