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Strategien für den Aufbau Deiner Newsletter-Liste

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Zum Auf­bau Dei­ner News­let­ter-Liste gibt es ver­schie­de­nen Stra­te­gien, die Du anwen­den kannst. Einige davon sind effi­zi­en­ter, andere weni­ger, und sie haben unter­schied­li­che Vor- und Nach­teile.

Die ver­schie­de­nen Stra­te­gien stelle ich Dir heute im zwei­ten Teil mei­ner vier­tei­li­gen Mini­se­rie zum Thema News­let­ter-Mar­ke­ting vor. Die ein­zel­nen Teile sind:

1.) Was Du bei der Aus­wahl Dei­nes News­let­ter-Pro­vi­ders beden­ken soll­test
2.) Stra­te­gien für den Auf­bau Dei­ner News­let­ter-Liste
3.) Deine News­let­ter-Liste braucht einen Putz­plan
4.) Active­Cam­paign Grund­la­gen

Man sagt “das Geld liegt in der Liste” und es gibt sogar News­let­ter-Spe­zia­lis­ten die davon spre­chen, dass jeder Abon­nent einen monat­li­chen Umsatz von einem Dol­lar bezie­hungs­weise einem Euro für Dein Online-Busi­ness wert sei. Nach der Erfah­rung, die ich bis­her machen konnte, kann ich diese Aus­sage unter­schrei­ben.

Damit das funk­tio­niert, brauchst Du eine klug auf­ge­baute und per­ma­nent gepflegte Liste. Was dafür zu tun ist, erfährst Du in mei­ner Mini-Serie.

Maßnahmen zur Abonnenten-Gewinnung auf Deiner Website

Zunächst musst Du natür­lich über­haupt Abon­nen­ten oder Kon­takte in Deine Liste bekom­men.

Und da fängt es schon an!

Kon­takte!

Abon­nen­ten!

Auch wenn Du natür­lich nicht mehr jeden ein­zel­nen Dei­ner Abon­nen­ten per­sön­lich ken­nen kannst, Du soll­test nie ver­ges­sen, dass es sich bei die­sen um Men­schen han­delt. Um Men­schen, die Dich wert­schät­zen und Dir ver­trauen — zumin­dest so weit ver­trauen, dass sie Dir Ihre E‑Mail-Adresse und oft auch ihren Namen oder sogar mehr anver­trauen.

Egal ob Du nur wenige oder sehr viele

Men­schen!

in Dei­ner Liste hast: Schreibe so, als ob Du an einen ein­zi­gen, Dir lie­ben, Adres­sa­ten schreibst. Also schreib nicht “Ihr” oder “Euch” son­dern “Du” und “Dich” oder “Sie” und “Ihnen”.

Ande­rer­seits, gib Dir genau so viel Mühe für nur wenige Abon­nen­ten wie für viele! Jeder Adres­sat ist ein­zig­ar­tig und kei­ner Dei­ner Emp­fän­ger weiß, wie viele Abon­nen­ten Du hast. Und jeder ver­dient einen lie­be­voll geschrie­be­nen Brief und der Auf­wand lohnt sich für 10 Abon­nen­ten genauso wie für 100, 1000 oder gar 10.000.

Ich sage gern, schreibe Dei­nen News­let­ter wie einen Lie­bes­brief. Ich meine das ernst. Wenn Du mehr dazu wis­sen möch­test, kannst Du das in mei­nem Blog­bei­trag vom Valen­tins­tag 2016 nach­le­sen.

Für die Gewin­nung von News­let­ter-Abon­nen­ten auf Dei­ner Web­site hast Du ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten. Ich unter­scheide hier in dezente und eher auf­fäl­lige (man­che sagen sogar “ner­vige”).

Begin­nen wir mit den dezen­ten Maß­nah­men.

Eine eigene Seite mit einem Opt-In-Formular

Das ist der Klas­si­ker. Du rich­test eine Seite ein, fügst dort den For­mu­lar-Code von Dei­nem News­let­ter-Pro­vi­der ein, ver­linkst die Seite im Menü und gut ist.

Da sitzt dann Dein schö­nes For­mu­lar, tag­aus, tag­ein und war­tet dar­auf, auch mal aus­ge­füllt und benutzt zu wer­den. Soll ich Dir was ver­ra­ten?

Das funk­tio­niert.

Aber eher sel­ten. Dafür sind das dann sehr treue Leser.

Wenn ich mich aus­schließ­lich auf diese Methode der Abon­nen­ten­ge­win­nung ver­las­sen hätte, hätte ich bis jetzt nur ein Fünf­tel der Abon­nen­ten, die ich bis­her habe. Dabei “kon­ver­tiert” diese Seite mit inzwi­schen fast 82 % sehr gut! Das heißt, 82 Pro­zent der Men­schen, die auf den Menü­punkt “News­let­ter” geklickt haben, abon­nie­ren auch. Das ist ins­be­son­dere dafür, dass meine News­let­ter-Seite sehr spar­ta­nisch ist, rich­tig gut.

Formular im Seitenleisten-Widget

Ebenso dezent wie eine eigene Seite und ein eige­ner Menü­punkt für das News­let­ter-For­mu­lar ist ein Wid­get in der Sei­ten­leiste. Wid­gets, das sind diese “Din­ger”, für die man kei­nen ande­ren Namen hat, Ele­mente, die man fest auf jeder Blog­seite ein­bauen kann. Ich nutze der­zeit kein sol­ches Wid­get zur Abon­nen­ten­ge­win­nung, weil ich auf mei­nen Blog­bei­trags­sei­ten mit auf­fäl­li­ge­ren Mit­teln gear­bei­tet habe (dazu unten mehr). Nach mei­nen Erfah­run­gen mit Kun­den lie­gen die Ein­tra­gungs­ra­ten hier aber eben­falls im unte­ren Erfolgs­be­reich. Ich kann Dir auch sagen, warum: Sei­ten­leis­ten wer­den von unse­rem Bewusst­sein beim Lesen des Bei­trags, der uns ja vor­nehm­lich inter­es­siert, gern aus­ge­blen­det. Man nimmt sie ein­fach nicht wahr.

Permanent sichtbare Leiste am oberen oder unteren Bildschirmrand

Einen Rib­bon habe ich nun (Ende 2018) auch schon län­ger im Ein­satz. Ich finde diese Form, ein News­let­ter-Abo anzu­bie­ten, sehr ange­nehm und dezent. Lei­der ist es wohl zu dezent. Die Ein­tra­gungs­rate liegt hier bei weni­ger als einem Pro­zent!

Gehen wir nun zu den auf­fäl­li­ge­ren Mög­lich­kei­ten über:

Pop Ups, Slide Ins und Co.

Bei die­ser Methode der Abon­nen­ten­ge­win­nung schei­den sich die Geis­ter. Neben auto­ma­tisch star­ten­den Videos oder Musik auf einer Web­site gehö­ren Pop Ups defi­ni­tiv zu den meist­ge­hass­ten und stö­rends­ten Ele­men­ten über­haupt. Und man sieht sie fast über­all.

Soll ich Dir was ver­ra­ten?

Ich war auch lange Zeit ein gro­ßer Pop-Up-Has­ser.

Diese Ein­stel­lung hat sich um 180 Grad gedreht. Ich erkläre Dir hier, warum:

Weil sie funk­tio­nie­ren.

Sie funk­tio­nie­ren sogar rich­tig gut und es gibt nur einen Weg, der noch bes­ser funk­tio­niert, um einen Leser zu einem News­let­ter-Abon­nen­ten zu machen. Den erkläre ich Dir wei­ter unten.

Begriffsklärung

Pop Ups sind Ele­mente, die sich über den aktu­el­len Inhalt einer Web­seite legen. Frü­her hat man das mit rich­ti­gen “Fens­tern” (also einer wei­te­ren Instanz Dei­nes Brow­sers) rea­li­siert, aber diese sind mei­nes Wis­sens schon lange aus­ge­stor­ben, denn inzwi­schen kann man die­ses Ver­hal­ten mit jedem aktu­el­len Brow­ser ein­fach abstel­len. Es gibt Pop Ups, die rela­tiv klein sind und andere, die gleich den gesam­ten Sei­ten­in­halt aus­bel­en­den.

Slide Ins sind eine Son­der­form der Pop Ups, die sich dezent von einer Seite des Brow­sers in den Sei­ten­in­halt hin­ein­schie­ben.

Rela­tiv neu ist außer­dem der Trend, im Fließ­text mit einer far­bi­gen Box auf den News­let­ter auf­merk­sam zu machen. Etwa so, wie hier:

Diese Box habe ich ein­mal in Thri­ve­Leads erstellt und kann sie nun mit einem ein­fa­chen soge­nann­ten Short­code immer wie­der an belie­bige Stel­len in mei­nen Blog­ar­ti­keln ein­fü­gen. Wenn sich etwas ändert, muss ich das nur ein­mal machen und alle Arti­kel, in denen sich der Short­code befin­det, wer­den auto­ma­tisch aktua­li­siert.

Wenn Du eine gute Soft­ware für die Dar­stel­lung der Pop Ups ver­wen­dest, hast Du viele Mög­lich­kei­ten, ihr Ver­hal­ten zu steu­ern. Meine Soft­ware Thri­ve­Leads ermög­licht mir unter ande­rem:

  • das Erschei­nen eines Pop Ups nach Zeit­vor­gabe zu ver­zö­gern
  • ein Pop Up oder Slide In erst nach einer bestimm­ten Scoll-Länge eines Bei­trags erschei­nen zu las­sen
  • zu bestim­men, auf wel­chen Sei­ten ein Pop Up oder Slide In erschei­nen soll — oder eben nicht
  • zu bestim­men, nach wie­viel Tagen einem wie­der­keh­ren­den Besu­cher ein Pop Up oder Slide In erneut prä­sen­tiert wer­den soll
  • ein Pop Up erst dann anzu­zei­gen, wenn der Besu­cher die Seite wie­der ver­las­sen will
  • Short­codes ver­wen­den, um mög­lichst effi­zi­ent far­bige Boxen in meine Arti­kel ein­zu­bin­den.

Doch bei den ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten stehst Du natür­lich immer im Wider­streit zwi­schen dem Anspruch, Deine Leser nicht (über­mä­ßig) zu ner­ven, ande­rer­seits aber auch genü­gend auf­fäl­lige Ange­bote zu machen, damit es zu einer Ein­tra­gung kommt.

Ich habe mich darum zu einer Mischung ent­schie­den:

Auf mei­nen Sei­ten ver­wende ich ein Pop Up das erst erscheint, wenn der Besu­cher die Seite wie­der ver­las­sen will. Ich per­sön­lich finde diese Art von Pop Ups immer noch am ange­nehms­ten, weil sie mei­nen Lese­fluss nicht stö­ren. Habe ich mich dann infor­miert und weiß, worum es auf einer Seite geht und mir hat gefal­len, was ich gese­hen und gele­sen habe, trage ich mich durch­aus gerne ein. Das hoffe ich auch bei mei­nen Lesern. Anfangs hat das bei mei­nen Sei­ten bes­ser funk­tio­niert, in letz­ter Zeit beob­achte ich einen Rück­gang der Anmel­dun­gen auf die­sem Weg — daher über­lege ich, ob es sinn­voll ist, die­ses Pop Up und sein Ver­hal­ten bei­zu­be­hal­ten oder mir etwas ande­res zu über­le­gen.

Auf den Blog­bei­trä­gen bekamst Du lange ein klei­nes Slide In von rechts ange­zeigt, sobald Du beim Scrol­len mehr als 80 % des Tex­tes erreicht hast. Auch diese Zahl ist kein Zufall. Ich bin über­zeugt, wer bis hier hin gele­sen hat, der ist auch am Arti­kel und mei­ner Art zu schrei­ben inter­es­siert — und da darf ich dann schon ein­mal ein Ange­bot machen, oder?! 🙂

Inzwi­schen arbeite ich eben gern mit den bun­ten Boxen. Hast Du die Zau­ber­sprü­che schon abon­niert? 😉 Kannst Du gern jetzt hier nach­ho­len!

Übri­gens: Auch ich fände es toll, wenn es eine Mög­lich­keit gäbe, Lesern, die bereits meine Zau­ber­sprü­che abon­nie­ren, keine Pop Ups und Slide Ins mehr anzu­zei­gen. Lei­der ist das wohl tech­nisch nicht mög­lich, denn das bie­tet kei­nes der mir bekann­ten Sys­teme an. Daten­schutz­tech­nisch wäre das auch kaum sau­ber umsetz­bar.

Adresse im Tausch gegen ein Freebie

Die effi­zi­en­teste Methode ist aber die fol­gende: Biete einen wert­vol­len (zusätz­li­chen) Inhalt an, den Deine Leser im Tausch gegen ihre E‑Mail-Adresse und ihren Namen kos­ten­frei von Dir erhal­ten. Das kann ein kur­zes E‑Book oder ein White­pa­per sein, eine Check­liste, ein For­mu­lar, das bei einem Pro­zess hilft oder auch ein Video bezie­hungs­weise eine Audio­da­tei. Damit bekommst Du im Schnitt min­des­tens zehn­fach höhere Kon­ver­si­ons­ra­ten als mit den zuvor genann­ten Metho­den.

Lei­der ist diese Methode durch das Kopp­lungs­ver­bot der DSGVO inzwi­schen stark ein­ge­schränkt. Das zeigt sich auch in der Rate, mit der neue Abon­nen­ten zum News­let­ter hinzu kom­men.

Kon­ver­si­ons­rate?

Die Kon­ver­si­ons­rate gibt an, wie viel Pro­zent der Men­schen, die auf Dei­nem Blog­bei­trag waren, sich für das Free­bie inter­es­siert und Dei­nen News­let­ter abon­niert haben. Ich habe hatte für einige Free­bies Kon­ver­si­ons­ra­ten von drei­ßig bis vier­zig Pro­zent!

Meine Emp­feh­lung am Rande ist übri­gens, nicht nur ein glo­ba­les “gro­ßes” Free­bie für Deine Web­site anzu­bie­ten, son­dern nach Mög­lich­keit lie­ber the­ma­tisch ver­schie­dene und zu Dei­nen jewei­li­gen Blog­bei­trä­gen pas­sende. Damit kannst Du dann genau nach­voll­zie­hen, wel­cher Abon­nent sich für wel­che Dei­ner Ange­bote inter­es­siert und wo Bedarf an Dei­ner Unter­stüt­zung bestehen kann. Die Methode finde ich immer gut, nur so direkt lässt sich das nicht mehr umset­zen. Schade eigent­lich.

Ausrichtung eines Gewinnspiels

Gewinn­spiele zie­hen immer und sor­gen dafür, dass Deine Abon­nen­ten­liste für Dei­nen News­let­ter schnell wächst. Aber hier ist beson­dere Vor­sicht und Pla­nung gebo­ten! Hat Dein aus­ge­lob­ter Preis nichts mit Dei­nem Ange­bot zu tun, wirst Du auch viele Abon­nen­ten gewin­nen, die sich nur für den Preis, nicht aber für Deine Dienst­leis­tung oder Dein Ange­bot inter­es­sie­ren.

Selbst wenn der Gewinn zu Dei­nem Ange­bot passt, ist das noch lange keine Gewähr dafür, wirk­lich die “rich­ti­gen” Abon­nen­ten gewon­nen zu haben. Anhand der Tags kann ich ver­fol­gen, dass sich unter den Aus­tra­gun­gen aus mei­nem News­let­ter über­mä­ßig viele Teil­neh­mer am Gewinn­spiel befin­den.

Auch hier gilt mitt­ler­weile das Kopp­lungs­ver­bot der DSGVO. Du musst die Teil­nahme am Gewinn­spiel ohne Ein­tra­gung in den News­let­ter ermög­li­chen.

Maßnahmen zur Abonnenten-Gewinnung außerhalb Deiner Website

Neben den Maß­nah­men direkt auf Dei­ner Web­site hast Du auch wei­tere Mög­lich­kei­ten, online Deine Liste mit Abon­nen­ten zu fül­len. Twit­ter und Face­book sind da die Klas­si­ker! Wenn Du eine gute Fol­lo­wer­zahl auf Twit­ter hast, die Deine Bei­träge ken­nen, favo­ri­sie­ren und tei­len, so kannst Du auch ein­fach mal auf Dei­nen News­let­ter hin­wei­sen, zum Abon­nie­ren auf­for­dern und mit dem Link auf die Ein­tra­gungs­seite ver­wei­sen.

Auf Face­book hast Du eben­falls meh­rere Mög­lich­kei­ten: Du kannst zum Bei­spiel Anzei­gen schal­ten (am bes­ten nicht direkt für Dei­nen News­let­ter, bes­ser, Du bewirbst Dein Free­bie und machst das Ganze indi­rekt). Wei­ter­hin kannst Du auf Dei­ner Face­book-Seite einen Rei­ter ein­rich­ten (mein News­let­ter-Pro­vi­der Active­Cam­paign bie­tet eine ganz ein­fach umzu­set­zende Inte­gra­tion für Face­book an) und den Regis­trie­ren But­ton auf Dein News­let­ter-Abo füh­ren. Wenn Du dann noch im Titel­bild der Seite eine Hand­lungs­auf­for­de­rung zur Regis­trie­rung für Dei­nen News­let­ter ein­fügst, kann es nie­mand mehr über­se­hen.

Ab und an kannst Du auch ein­fach mal einen Post auf Dei­ner Face­book-Seite erstel­len, mit dem Hin­weis, dass Du auch einen tol­len News­let­ter anbie­test — und die Fans, die bereits Abon­nen­ten sind, bit­ten, die­sen Bei­trag doch zu tei­len.

Doch nicht nur online kannst Du News­let­ter-Abon­nen­ten gewin­nen, es geht auch off­line! Wenn Du ein Geschäft oder eine Pra­xis hast, kannst Du dort ein Papier­for­mu­lar aus­le­gen und die gewünsch­ten Infor­ma­tio­nen hand­schrift­lich ein­sam­meln. Du soll­test dann aber unbe­dingt dar­auf ach­ten, dass Du Datum und Zeit auf dem For­mu­lar ver­merkst und die­ses auch unter­schrei­ben las­sen. Dann musst Du natür­lich den Kon­takt per Hand erfas­sen und Du soll­test Dir einen extra Ord­ner anle­gen, wo Du die For­mu­lare abhef­test. So dass Du im Falle einer Abmah­nung nach­wei­sen kannst, dass der­je­nige sich ja für den News­let­ter-Emp­fang bei Dir regis­triert hat. Denn der Gesetz­ge­ber ver­langt nur einen Nach­weis der Ein­wil­li­gung. Von elek­tro­nisch ist mei­nes Wis­sens keine Rede.

Wenn Du Waren ver­sen­dest, kannst Du einen Hand­zet­tel oder eine zu die­sem Zweck umfunk­tio­nierte Visi­ten­karte bei­le­gen, auf der Du auf die Mög­lich­keit des News­let­ter-Abos hin­weist und zum Abon­nie­ren auf­for­derst.

Last but not least: Du brauchst sowieso ein Impres­sum in der Fuß­zeile jeder Dei­ner E‑Mails. Warum also hier nicht auch einen Hin­weis auf den News­let­ter und einen Link ein­bauen?

Biete Mehrwert, um Abbestellungen zu minimieren

Soweit zu mei­nen Ideen und Tipps, Abon­nen­ten für Dei­nen News­let­ter zu gewin­nen. Doch damit hört die Stra­te­gie zum Auf­bau und Erhalt der Liste nicht auf.

Wenn Du näm­lich die Erwar­tungs­hal­tung und die Wün­sche Dei­ner Leser nicht erfüllst, wer­den sie Dei­nen News­let­ter auch schnell wie­der abbe­stel­len. Das möch­test Du natür­lich ver­mei­den, denn Du hast viel Mühe, even­tu­ell sogar Geld, dar­auf ver­wen­det, sie über­haupt erst zu gewin­nen.

Darum gebe ich Dir hier ein paar Tipps und Denk­an­stöße, wie Du Deine Leser erhal­ten kannst:

  • Biete ihnen exklu­sive Son­der­an­ge­bote an. Das kön­nen Son­der­an­ge­bote Dei­ner Leis­tun­gen sein, aber auch tolle Ange­bote Dei­ner Koope­ra­ti­ons­part­ner. Wenn ich von einem Pro­dukt oder einer Leis­tung beson­ders über­zeugt bin, gebe ich mei­nen Lesern gerne sol­che Ange­bote wei­ter. Das kön­nen, müs­sen aber nicht auch Affi­liate-Ange­bote sein. Affi­liate-Ange­bote bedeu­tet, dass ich eine kleine Pro­vi­sion erhalte, wenn der Bestel­ler oder Auf­trag­ge­ber über mei­nen News­let­ter etwas beauf­tragt. So habe ich auch noch einen klei­nen Vor­teil davon, ohne dass der Bestel­ler einen Nach­teil hat.
  • Biete exklu­sive Inhalte an. Jeder mag exklu­sive Inhalte. Und warum sollte jemand Dei­nen News­let­ter abon­nie­ren und lesen, wenn alles, was darin steht, auch anderswo zu fin­den ist? Gib Dir also beson­dere Mühe, immer auch Inhalte zu erstel­len, Tipps zu geben, Geheim­nisse preis­zu­ge­ben, die Du nir­gendwo anders ver­öf­fent­lichst. Bei­spiels­weise biete ich mei­nen Lesern jede Woche die Mög­lich­keit, meine Blog­bei­träge drei Stun­den vor der eigent­li­chen Ver­öf­fent­li­chung zu lesen. Das ist schein­bar nicht viel, aber wer hat nicht gern einen klei­nen Wis­sens­vor­sprung gegen­über ande­ren?
  • Vor­ab­infor­ma­tio­nen oder Early-Bird-Ange­bote, die Du nur über Dei­nen News­let­ter anbie­test, gehö­ren in die­selbe Kate­go­rie wie der vor­he­rige Tipp.
  • Inter­agiere mit Dei­nen Lesern. Schreibe nicht nur von Dir und Dei­nem Unter­neh­men, son­dern stelle auch mal Fra­gen. Beziehe Deine Leser mit ein, wenn Du vor einer Ent­schei­dung stehst. Das kannst Du ganz ein­fach umset­zen, indem Du um eine Ant­wort per E‑Mail bit­test, oder pro­fes­sio­na­li­sie­ren, indem Du eine Online-Umfrage erstellst.
  • Last but not least kannst Du auch für Deine Abon­nen­ten exklu­siv ein Gewinn­spiel ver­an­stal­ten. Beson­ders wenn Du Dienst­leis­ter bist, ist das eine prima Mög­lich­keit um her­aus­zu­fin­den, wer von Dei­nen Lesern sich eigent­lich für Deine Unter­stüt­zung ganz unmit­tel­bar inter­es­siert, wenn Du bei­spiels­weise eine Bera­tungs­stunde ver­lost. Denn an einem sol­chen Gewinn­spiel wird nie­mand teil­neh­men, der Deine Dienst­leis­tung nicht braucht und nicht erwägt, in Anspruch zu neh­men.

Erfahrungen beim Aufbau meiner eigenen Newsletter-Liste

Zum Abschluss noch einige mei­ner Erfah­run­gen zum Auf­bau mei­ner Liste und den ein­ge­setz­ten Stra­te­gien:

  • Maß­nah­men, die eine hohe Ein­trags­rate zur Folge haben, haben oft auch eine hohe Aus­trags­rate — das heißt, sie sind nicht nach­hal­tig. Umge­kehrt sieht es mit Maß­nah­men mit nied­ri­ger Ein­trags­rate aus. Hier­mit gewinne ich offen­sicht­lich meine treu­es­ten Fans. Mein Fazit aus die­ser Erkennt­nis: Ver­lasse Dich nie auf ein ein­zi­ges Pop Up oder eine ein­zige Ein­tra­gungs­seite und mische die Metho­den, mit denen Du Deine Abon­nen­ten gewin­nen willst.
  • Ver­folge unbe­dingt nach, woher Deine Abon­nen­ten kom­men. Am ein­fachs­ten ist das über ein tag­ba­sier­tes News­let­ter­sys­tem (wie Active­Cam­paign*, Klick Tipp* oder Sen­din­Blue, seit 2018 auch Mail­chimp) zu bewerk­stel­li­gen. Nur auf diese Weise kannst Du Erkennt­nisse gewin­nen, ler­nen und Deine Stra­te­gie zur Abon­nen­ten­ge­win­nung ent­spre­chend anpas­sen.
  • Die “ner­vigs­ten” Metho­den sind oft die effi­zi­en­tes­ten. Klar, Du wirst auf diese Weise auch einige Leser abschre­cken — aber nach mei­ner Erfah­rung ist diese Zahl doch sehr gering — und die­je­ni­gen, die des­halb nicht Deine Leser wer­den, wür­den sich auch an ande­ren Din­gen stö­ren.
  • Gerade Abon­nen­ten, die ich über ein Gewinn­spiel gewon­nen habe, bestel­len ins­be­son­dere dann den News­let­ter wie­der ab, wenn ich ein eige­nes kos­ten­pflich­ti­ges Ange­bot im News­let­ter mache. Sei nicht trau­rig darum, wenn das pas­siert — denn das sind sowieso “Nicht­käu­fer”, die nie Deine Leis­tun­gen bezah­len wür­den und nur auf Deine kos­ten­lo­sen Ange­bote aus sind. Hast Du aber beson­ders viele von sol­chen Abon­nen­ten in Dei­ner Liste, passt auch die Faust­for­mel “Ein Abon­nent = 1 Euro monat­li­cher Umsatz” nicht mehr.
  • Man­che Men­schen mögen ein­fach keine News­let­ter und fin­den Dich trotz­dem toll! Auch das gibt es und beob­achte ich anhand der Tags in mei­ner Abon­nen­ten-Liste. So gibt es einige, die sich alle mei­ner Free­bies her­un­ter gela­den haben, die sich sogar für mei­nen kos­ten­pflich­ti­gen Twit­ter­kurs als Inter­es­sen­ten regis­triert haben, die aber trotz­dem jedes Mal den News­let­ter sofort wie­der abbe­stel­len. Eine Abbe­stel­lung muss für Dich also kein nega­ti­ves Signal sein. Auch das kannst Du am ein­fachs­ten mit einem tag­ba­sier­ten News­let­ter-Sys­tem her­aus­fin­den und nach­voll­zie­hen.

Damit kennst Du nun meine Stra­te­gien zum Auf­bau mei­ner News­let­ter-Liste und hast eine Hand­lungs­an­wei­sung für den Auf­bau Dei­ner eige­nen.

Im nächs­ten Bei­trag zeige ich Dir, warum Deine News­let­ter-Liste einen Putz­plan braucht!

Wenn Du bist hier­hin gele­sen hast, bedanke ich mich bei Dir und würde mich freuen, wenn Du nun eine der vie­len Mög­lich­kei­ten nutzt, meine Zau­ber­sprü­che zu abon­nie­ren, falls Du sie noch nicht bekommst. Über Dei­nen Kom­men­tar freue ich mich natür­lich eben­falls jeder­zeit!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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