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Suchmaschinenoptimierung (SEO) Grundlagen für Anfänger

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Bei Google auf Seite 1 gefun­den wer­den — das ist nicht nur der Traum eines jeden Web­site-Betrei­bers, es ist auch eine pure Not­wen­dig­keit, wenn man online Kun­den auf sich auf­merk­sam machen will.

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung, kurz SEO genannt, ist ein umfang­rei­ches The­men­ge­biet, auf das sich inzwi­schen viele Unter­neh­men spe­zia­li­siert haben. Das zeigt die Bedeu­tung, die das Thema hat. Und es zeigt auch, dass die Umset­zung eini­ges an Spe­zi­al­wis­sen erfor­dert.

Doch schon mit weni­gen Grund­la­gen lässt sich viel errei­chen. Die wich­tigs­ten SEO- oder Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung Grund­la­gen möchte ich Dir in die­sem Arti­kel vor­stel­len. Du wirst sehen, dass es gar nicht so schwer ist, einen Blog­bei­trag oder eine Web­seite für die Such­ma­schine Google zu opti­mie­ren.

Plugins sorgen nicht automatisch für Suchmaschinenoptimierung

Wenn Du mit einer eige­nen Word­Press-Instal­la­tion arbei­test, hast Du viel­leicht schon von soge­nann­ten SEO-Plugins gehört. Diese Plugins opti­mie­ren aller­dings nicht Deine Bei­träge und Sei­ten für Dich, son­dern hel­fen Dir ledig­lich dabei — in Form einer intel­li­gen­ten Check­liste. Die bei­den bekann­tes­ten und belieb­tes­ten sind das SEO Plugin by Yoast und wpSEO (ursprüng­lich von Ser­gej Mül­ler, jetzt wei­ter ent­wi­ckelt von Soe­ren Eisen­schmidt, Sebas­tian Vogt sowie Igor Pusch­ner). Wenn Du keine die­ser Plugins ein­set­zen kannst (zum Bei­spiel, weil Du mit WordPress.com, Blogger.de oder einem Home­page-Bau­kas­ten wie Jimdo oder Wix arbei­test), kannst Du Dir die Check­liste am Ende die­ses Bei­trags her­un­ter­la­den und die wich­tigs­ten Schritte damit vor­neh­men.

Wenn Du eine gute deutsch­spra­chige Anlei­tung für das Yoast SEO Plugin suchst, emp­fehle ich Dir den Blog­ar­ti­kel von Jonas Tiet­gen “Die Yoast SEO Anlei­tung für Blog­ger”.

Neben­bei: SEO ist die eng­li­sche Kurz­form für “Search Engine Opti­mi­za­tion” und wird auch im deut­schen Sprach­raum viel ver­wen­det.

Suchmaschinenoptimierung verstehen

Um einen Text such­ma­schi­nen­op­ti­mie­ren zu kön­nen, muss man zumin­dest ein wenig ver­ste­hen, wie Such­ma­schi­nen funk­tio­nie­ren und wor­auf sie ach­ten.

Eigent­lich sollte ich schrei­ben: Wie Google funk­tio­niert und wor­auf Google ach­tet. Denn in Deutsch­land hat Google einen Markt­an­teil von über 96 Pro­zent! Die rest­li­chen Pro­zent ver­tei­len sich auf Bing und Yahoo und Such­ma­schi­nen wie Duck­DuckGo  ixquick  oder Blekko .

Im Fol­gen­den kon­zen­triere ich mich also auf Google — denn was hier funk­tio­niert, funk­tio­niert auch für den Rest (zumin­dest gut genug).

Außer­dem soll­test Du wis­sen, dass man nicht »mit sei­ner Site« bei Google auf die erste Seite gelan­gen kann, son­dern immer nur mit einer ein­zel­nen Seite.

Site ist übri­gens kein Tipp­feh­ler, son­dern meint die Gesamt­heit Dei­ner Sei­ten. Seite ist natür­lich eine ein­zelne Seite. Das kann eine soge­nannte »sta­ti­sche« Seite sein, die immer über das Haupt­menü sicht­bar ist, oder auch ein Blog­bei­trag.

Die Sache mit den Keywords

Außer­dem kannst Du nicht ganz glo­bal bei Google auf Seite 1 gelan­gen, son­dern immer nur für spe­zi­elle Such­wör­ter (Key­words im fol­gen­den genannt).

Je kür­zer das Key­word ist, desto schwe­rer wird es, sich damit nach vorn zu kämp­fen, denn desto mehr Kon­kur­renz gibt es für das Key­word und desto mehr »Fehl­tref­fer« kann man haben. Denke nur an die Tee­kes­sel­chen­wör­ter wie zum Bei­spiel »Hoch­druck«, »Krebs« oder »Kreuz«.

Das haben die meis­ten Nut­zer von Google inzwi­schen auch erkannt und suchen nach län­ge­ren Wort­kom­bi­na­tio­nen. Die Ergeb­nisse, die Google ihnen dafür aus­lie­fert, sind in der Regel wesent­lich bes­ser und füh­ren schnel­ler zum gewünsch­ten Ergeb­nis.

Diese län­ge­ren Key­words nennt man in der Fach­spra­che long tail key­words. Long tail ist sehr schön bild­lich und heißt so viel wie »lan­ger Schwanz«. Ein long tail key­word ist zum Bei­spiel »grund­la­gen such­ma­schi­nen­op­ti­me­rung für anfän­ger«.

Inzwi­schen ist Google auch so intel­li­gent, dass Du Fra­gen in nor­ma­lem Satz­bau stel­len kannst. Zum Bei­spiel: “was muss ich bei seo beach­ten”. Ins­be­son­dere, wenn Du mit der Sprach­ein­gabe auf Dei­nem Smart­phone suchst, bie­ten sich sol­che “natür­li­chen For­mu­lie­run­gen” an.

SEO — das ist Nützlichkeit und Relevanz

Ins­ge­samt soll Google weit über 200 Fak­to­ren her­an­zie­hen, nach denen die Posi­tio­nie­rung erfolgt. Die kön­nen und wol­len wir als Laien natür­lich gar nicht alle ken­nen. Sehr viel wich­ti­ger wird aber fol­gen­des: Seit eini­ger Zeit berück­sich­tigt Google ins­be­son­dere die Nütz­lich­keit und die Rele­vanz einer Inter­net-Seite. Zusätz­lich gehen die Klicks auf die Such­ergeb­nisse und die Ver­weil­dauer auf der Seite in die Bewer­tun­gen mit ein.

Wie misst Google nun Nütz­lich­keit und Rele­vanz? Ein wich­ti­ges Ele­ment ist die Länge eines Bei­trags. Daher kommt die Faust­re­gel, dass ein Bei­trag nicht kür­zer als 300 Wör­ter sein sollte, denn unter die­ser Wort­zahl kann man ein Thema — und sei es noch so eng gefasst — kaum umfas­send behan­deln. Dann hast Du viel­leicht auch gehört, dass ein Bei­trag bes­ser 1000 oder gar 2000 Wör­ter oder noch mehr umfas­sen sollte. Auch das sind Faust­werte. Nicht jeder mag so lange Bei­träge lesen. Trotz­dem haben Mes­sun­gen gezeigt, dass lange Bei­träge häu­fi­ger geteilt und geliked wer­den. Über Zwi­schen­über­schrif­ten, Wort­her­vor­he­bun­gen, Auf­zäh­lun­gen und Zusam­men­fas­sun­gen machst Du auch län­gere Bei­träge den Lesern schmack­haft, die nicht so gern lange Texte lesen und diese mehr über­flie­gen.

Die richtigen Keywords recherchieren

Bevor Du einen Text schreibst, über­legst Du Dir natür­lich, wor­über Du schrei­ben willst und was Du mit Dei­nem Bei­trag errei­chen möch­test. Wenn Dir das klar ist, beginnst Du mit der Key­word-Recher­che. Das bedeu­tet, dass Du schaust, wonach die Men­schen eigent­lich suchen, also, was sie inter­es­siert oder wis­sen wol­len. Denn was nützt Dir der schönste such­ma­schi­nen­op­ti­mierte Text, wenn nie­mand wis­sen will, was darin steht?

Das ein­fachste und schnellste Werk­zeug dafür ist die Vor­schlags­funk­tion in der Google-Suche selbst. Diese ver­mit­telt Dir schon mal einen ers­ten Ein­druck. Genauer wird es, wenn Du Spe­zi­al­werk­zeuge dafür ein­setzt. Die rei­chen von kos­ten­frei (Google Key­word-Pla­ner in Google Adwords kannst Du kos­ten­los nut­zen, indem Du Dich bei Google Adwords anmel­dest, auch ohne Anzei­gen schal­ten zu wol­len) bis rich­tig teuer. Neben die­sen bei­den setze ich gern KeywordTool.io Uber­sug­gestKey­word­Pro und Keywordtools.org ein.

Du opti­mierst Dei­nen Text am bes­ten nur für ein (long tail) Key­word. Das bedeu­tet aber nicht, dass Du nun das Key­word immer wie­der in der­sel­ben Form ver­wen­den musst. Du darfst durch­aus Syn­onyme und gram­ma­ti­sche Fle­xio­nen ver­wen­den. Aber Dein Haupt­key­word soll­test Du schon an den rele­van­ten Stel­len plat­zie­ren. Diese sind:

  • die Haupt­über­schrift (der Title oder auch die H1 Über­schrift)
  • den Per­ma­link (= den URL der Seite)
  • der Anfang des Bei­trags oder der Seite
  • die Zwi­schen­über­schrif­ten (H2 und H3)
  • die ALT-Tags der Fotos, die Du in Dei­nen Bei­trag ein­bin­dest
  • die Meta-Descrip­tion im Kopf des Quell­codes

Was das alles genau ist und wie das in Word­Press aus­sieht, erfährst Du, wenn Du Dir die Check­liste, die ich am Ende die­ses Bei­trags ver­linkt habe, her­un­ter lädst.

Keyword-Dichte ist out

Auch wenn die­ser Wert in den Plugins immer noch ange­ge­ben wird und viele Bei­träge zur Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung sich mit der Key­word-Dichte befas­sen. Im Grunde ist das Thema out. Nimm die Hin­weise ähn­lich wie die Anga­ben zur Text­länge als Faust­werte, die Dir hel­fen sol­len, die Rele­vanz Dei­nes Arti­kel beim Schrei­ben im Auge zu behal­ten. Eine bes­sere Methode als die reine pro­zen­tuale Angabe ist die Mes­sung des soge­nann­ten WDF*IDF Werts, der die Key­word-Dichte in Pro­por­tion zur Text­länge berück­sich­tigt.

Die For­mel ist rela­tiv kom­pli­ziert (zumin­dest für einen Nicht-Mathe­ma­ti­ker wie mich), aber es gibt online Tools wie zum Bei­spiel www.wdfidf-tool.com oder onpage-tool.de — wenn Du die For­mel ein­mal selbst sehen möch­test, kannst Du Dir die­sen kur­zen Abschnitt auf onpage.org  dazu durch­le­sen.

Was ist sonst noch wichtig für die Suchmaschinenoptimierung?

Wei­tere Fak­to­ren, die Google zei­gen, dass Dein Text für das Thema, über das Du schreibst, nütz­lich und rele­vant ist, sind fol­gende Ele­mente:

Beitragsbild

Dein Bei­trag sollte min­des­tens über ein Bild ver­fü­gen, bes­ser noch meh­rere Bil­der im Text. Hier bie­tet der soge­nannte ALT-Tag eine schöne Mög­lich­keit, Dein Key­word zu »ver­ste­cken«. Doch gehe damit vor­sich­tig um: Der ALT-Tag dient Nut­zern von rei­nen text­ba­sier­ten Brow­sern als Infor­ma­tion, was auf einem Bild zu sehen ist. Das kommt Dir merk­wür­dig vor? Nun, seh­be­hin­derte oder blinde Men­schen nut­zen bei­spiels­weise spe­zi­elle Soft­ware, die ihnen die Web­sei­ten vor­liest. Der Text im ALT-Tag wird ihnen vor­ge­le­sen. Was hier steht, sollte also auch für diese Nut­zer Sinn machen. Nutze den ALT-Tag nicht zum Spam­men!

Auch der Datei­name ist wich­tig. Statt ein Bild mit DSC-20010112210500.png zu benen­nen, ver­wende dafür bes­ser einen Datei­na­men wie “seo-001.png”.

Verlinkungen

Das Inter­net lebt von Links. Ohne Links wer­den Deine Sei­ten nicht gefun­den. Ohne Links wird jede Seite zur Sack­gasse im Inter­net. Das Inter­net lebt von einer Kul­tur des Tei­lens und Ver­net­zens. Das wird auch von Google so gese­hen — von daher sind nicht nur ein­ge­hende Links auf Deine Sei­ten gern gese­hen, son­dern auch aus­ge­hende Links von Dei­ner Seite. Außer­dem liebt Google auch Links inner­halb Dei­ner Site — weil Du damit den Besu­chern Deine Inhalte bes­ser zugäng­lich machst.

Was ist nicht (mehr) wichtig?

Seitenbeschreibung mit Keyword

Die Sei­ten­be­schrei­bung (Meta-Descrip­tion) hatte ein­mal eine sehr viel höhere Bedeu­tung als heute. Mit der Sei­ten­be­schrei­bung kannst Du den Text im Such­ergeb­nis von Google (dem Snip­pet) beein­flus­sen. Aber nur, wenn Google auch mag. Ich erstelle über mein Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rungs­plugin immer eine eigene Sei­ten­be­schrei­bung — solange ich nicht erfahre, dass dies aus­drück­lich schäd­lich ist — so wie der nächste Punkt.

Meta-Keywords

Frü­her hat man im Kopf des Quell­codes, dem soge­nann­ten Meta-Bereich, auch die Key­words ein­ge­tra­gen. Da diese Mög­lich­keit aber schnell miss­braucht wurde (man­che »Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rer« tru­gen dort hun­derte von Key­words ein, auch sol­che, die mit dem Inhalt des Tex­tes auf der Seite nicht viel zu tun hat­ten), hat Google schon vor lan­ger Zeit auf­ge­hört, diese aus­zu­wer­ten. Inzwi­schen ist es sogar sehr unklug, dort Deine Key­words ein­zu­tra­gen, denn so machst Du nur Deine Mit­be­wer­ber schlau, auf wel­che Key­words Du Deine Texte opti­miert hast.

Tipps zum Weiterlesen rund um SEO

Das sind nun meine wich­tigs­ten Grund­la­gen­tipps zur Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung für Dich. Damit kommst Du bei umkämpf­ten Key­words natür­lich nicht auto­ma­tisch auf Seite 1, aber Du wirst schon einen guten Teil des Weges geschafft haben. Beim Tanz würde man von »Pflicht« reden — der Rest (auf dem Weg zur Spitze) ist die »Kür«.

Wenn Du tie­fer in die The­ma­tik ein­stei­gen möch­test, emp­fehle ich Dir die SEO-Grund­la­gen-Serie von Word­Press-Nin­jas und die Bei­träge zum SEO-Tex­ten auf Chim­pify. Beide sind für Anfän­ger gut ver­ständ­lich geschrie­ben und hel­fen Dir, tie­fer in die The­ma­tik ein­zu­stei­gen.

Checkliste und weitere Infos zum Download

Tja, die gab es hier frü­her, wenn Du meine Zau­ber­sprü­che abon­niert hast. Weil ich nach gän­gi­ger Mei­nung nun meine Con­tent-Upgrades (oder Free­bies) nicht mehr an den Erhalt eines News­let­ters kop­peln darf, habe ich diese Mög­lich­keit ent­fernt. Ich emp­fehle Dir trotz­dem: Abon­niere die Zau­ber­sprü­che!

Wenn Du Fra­gen oder Anmer­kun­gen hast, freue ich mich über Dei­nen Kom­men­tar!

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Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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