SEO Grundlagen – Suchmaschinenoptimierung Grundlagen für Anfänger (2022)

Von Birgit Schultz

März 7, 2016


Letzte Aktua­li­sie­rung 20. Okto­ber 2022 

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung hat das Ziel, bei Google auf Seite 1 gefun­den zu wer­den. Das ist nicht nur der Traum eines jeden Web­site-Betrei­bers, es ist auch eine pure Not­wen­dig­keit, wenn Du online Kun­den auf Dich auf­merk­sam machen willst.

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist ein umfang­rei­ches The­men­ge­biet, und die Umset­zung erfor­dert eini­ges an Spezialwissen.

Doch schon mit weni­gen Grund­la­gen lässt sich viel errei­chen. Die wich­tigs­ten SEO-Grund­la­gen oder auf Deutsch eben Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung Grund­la­gen, möchte ich Dir in die­sem Arti­kel vor­stel­len. Du wirst sehen, dass es gar nicht so schwer ist, einen Blog­bei­trag oder eine Web­seite für die Such­ma­schine Google zu optimieren.

Neben­bei: SEO ist die eng­li­sche Kurz­form für "Search Engine Opti­miz­a­tion" und wird auch im deut­schen Sprach­raum viel verwendet.

Plugins sorgen nicht automatisch für Suchmaschinenoptimierung

Wenn Du mit einer eige­nen Wordpress-Instal­la­tion arbei­test, hast Du viel­leicht schon von soge­nann­ten SEO-Plugins gehört. Diese Plugins opti­mie­ren aller­dings nicht Deine Bei­träge und Sei­ten für Dich, son­dern hel­fen Dir ledig­lich dabei – in Form einer intel­li­gen­ten Checkliste. 

Die bekann­tes­ten und belieb­tes­ten sind das SEO Plugin by Yoast und Rank­Math. Beide Anbie­ter hel­fen Dir auch mit ihren News­let­tern, die Grund­la­gen der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung zu ver­ste­hen – ein Abo zum SEO Ler­nen lohnt sich also von beiden. 

Wenn Du zum Yoast SEO Plugin oder zu Rank­Math wis­sen möch­test, emp­fehle ich Dir die Blog­ar­ti­kel von Jonas Tiet­gen Die Yoast SEO Anlei­tung für Blog­ger und 12 Gründe, das WordPress SEO Plugin Rank­Math zu nut­zen.

Suchmaschinenoptimierung verstehen

Um einen Text such­ma­schi­nen­op­ti­mie­ren zu kön­nen, muss man zumin­dest ein wenig ver­ste­hen, wie Such­ma­schi­nen funk­tio­nie­ren und wor­auf sie achten.

Eigent­lich sollte ich schrei­ben: Wie Google funk­tio­niert und wor­auf Google ach­tet. Denn in Deutsch­land hat Google einen Markt­an­teil von über 96 Pro­zent (2022)! Die rest­li­chen Pro­zent ver­tei­len sich auf Bing und Yahoo und Such­ma­schi­nen wie Duck­DuckGo  oder Eco­sia. Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist immer Google Suchmaschinenoptimierung!

Im Fol­gen­den kon­zen­triere ich mich also auf Google – denn was hier funk­tio­niert, funk­tio­niert auch für den Rest (zumin­dest gut genug).

Außer­dem soll­test Du wis­sen, dass man nicht »mit sei­ner Site« bei Google auf die erste Seite gelan­gen kann, son­dern immer nur mit einer ein­zel­nen Seite.

Site ist übri­gens kein Tipp­feh­ler, son­dern meint die Gesamt­heit Dei­ner Sei­ten. Seite ist natür­lich eine ein­zelne Seite. Das kann eine soge­nannte »sta­ti­sche« Seite sein, die immer über das Haupt­menü sicht­bar ist, oder auch ein Blogbeitrag.

SEO – das ist Nützlichkeit und Relevanz

Ins­ge­samt zieht Google weit über 200 Fak­to­ren heran, nach denen die Posi­tio­nie­rung erfolgt. Die kannst und willst Du als Solo­pre­neu­rin gar nicht alle ken­nen und beim Schrei­ben berücksichtigen. 

Sehr viel wich­ti­ger ist aber Fol­gen­des: Google berück­sich­tigt die Nütz­lich­keit und die Rele­vanz einer Inter­net-Seite in bezug auf die Such­in­ten­tion. Zusätz­lich gehen die Klicks auf die Such­ergeb­nisse und die Ver­weil­dauer auf der Seite in die Bewer­tun­gen mit ein.

Wie misst Google nun Nütz­lich­keit und Rele­vanz? Ein wich­ti­ges Ele­ment ist die Länge eines Bei­trags. Daher kommt die Faust­re­gel, dass ein Bei­trag nicht kür­zer als 300 Wör­ter sein sollte, denn unter die­ser Wort­zahl kann man ein Thema – und sei es noch so eng gefasst – kaum umfas­send behandeln. 

Dann hast Du viel­leicht auch gehört, dass ein Bei­trag bes­ser 1000 oder gar 2000 Wör­ter oder sogar noch mehr umfas­sen sollte. 

Nicht jeder mag so lange Bei­träge lesen. 

Trotz­dem haben Mes­sun­gen gezeigt, dass lange Bei­träge häu­fi­ger geteilt und geliked wer­den. Über ein klick­ba­res Inhalts­ver­zeich­nis, Zwi­schen­über­schrif­ten, Wort­her­vor­he­bun­gen, Auf­zäh­lun­gen und Zusam­men­fas­sun­gen sowie FAQ (häu­fig gestellte Fra­gen – mit Ant­wor­ten) machst Du auch sol­che Bei­träge den Lesern schmack­haft, die nicht so gern lange Texte lesen und diese mehr überfliegen.

Cornerstone oder Pillar Content

Wenn Du Yoast SEO oder Rank­math nutzt, dürf­ten Dir einer die­ser bei­den Begriffe auf­ge­fal­len sein. Die Grund­idee dahin­ter ist ein­fach erklärt: Du erstellst eine Art "Über­blicks­bei­trag" zu einem Dei­ner Kern­the­men. Von dort aus ver­linkst Du dann zu Bei­trä­gen, die die ein­zel­nen Unter­the­men wei­ter ver­tie­fen. Von den Bei­trä­gen mit den Unter­the­men wie­derum ver­linkst Du auf den Haupt­bei­trag – eben den Pil­lar oder Cor­ner­stone Con­tent. So kannst Du ins­ge­samt kür­zere Bei­träge schrei­ben und trotz­dem die Anfor­de­rung nach "nütz­lich, rele­vant und umfas­send" erfül­len. Man spricht hier auch von einer Hub und Spoke Strategie. 

Was gehört zur Suchmaschinenoptimierung?

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung teilt sich in onpage SEO und off­page SEO. Was ist damit gemeint? 

Onpage SEO

Onpage SEO (manch­mal auch: Onsite SEO) sind alle die Maß­nah­men, die Du selbst auf Dei­ner Web­site vor­neh­men kannst. Hier kannst Du auf Fol­gen­des achten:

  • eine sinn­volle Informationsstruktur
  • schnelle Lade­zei­ten
  • SEO-freund­li­che URLs (die Web­adres­sen Dei­ner Sei­ten und Beiträge)
  • interne und externe Verlinkungen
  • Sitem­aps anle­gen (oder bes­ser gene­rie­ren lassen)
  • struk­tu­rierte Daten verwenden
  • auf Nut­zer­freund­lich­keit (Usa­bi­lity) achten
  • hoch­wer­tige, aktu­elle und umfas­sende Inhalte (Con­tent) erstellen
  • mit einem krea­ti­ven Medi­en­mix arbei­ten (Text, Bil­der und Videos verwenden)

Das sind die Dinge, die Du wei­test­ge­hend selbst für Deine Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung tun kannst.

Offpage SEO

Außer­dem gibt es noch das soge­nannte Off­page SEO – das Du auch nicht ver­nach­läs­si­gen soll­test, wenn Du mit Dei­nen Bei­trä­gen gut ran­ken möch­test. Es han­delt sich dabei um externe Maß­nah­men, die Dein Ran­king ver­bes­sern sol­len – also alles, was auch durch Dritte beein­flusst wird. 

Zum off­page SEO gehören:

  • Gast­bei­träge auf ande­ren Blogs
  • Auf­bau eines Exper­ten-Sta­tus in Dei­ner Bran­che (Thought Lea­der)
  • Auf­bau eines hoch­wer­ti­gen Backlink-Profils

EAT steht für Expertise, Autorität, und Trust

EAT hat in die­sem Fall nichts mit Essen zu tun, son­dern ist ein Akro­nym für die Begriffe Exper­tise, Auto­ri­tät und Trust. Was ist damit gemeint?

Exper­tise steht natür­lich für das Wis­sen und die Erfah­rung, die Du als Autorin (nicht nur in Dei­nem Blog) besitzt. Darum sind auch Gast­bei­träge mit einer ordent­li­chen Autoren­box so wich­tig, um Google zu zei­gen, dass Du als Autorin auch Exper­tin bist. 

Auto­ri­tät steht für die Bekannt­heit des Autors oder der Web­site im jewei­li­gen Themenbereich.

Trust ist das Ver­trauen – und steht eben für das Ver­trauen, das Autor und Web­site für den gege­be­nen The­men­be­reich besitzen. 

EAT ist also ein Kon­zept von Google, um Web­sites und Autoren zu iden­ti­fi­zie­ren und die Qua­li­tät der Nut­zer­er­geb­nisse und der Nut­zer­er­fah­run­gen sicher zu stel­len und mög­lichst auch zu verbessern. 

Drei einfache Maßnahmen für Deine Suchmaschinenoptimierung

Mit die­sen drei Maß­nah­men kannst Du Deine Bei­träge ver­bes­sern – für Deine Leser und für Google gleichermaßen:

Bilder einfügen

Dein Bei­trag sollte min­des­tens über ein Bild ver­fü­gen, bes­ser noch meh­rere Bil­der im Text. Hier bie­tet der soge­nannte ALT-Tag eine schöne Mög­lich­keit, Dein Key­word zu »ver­ste­cken«.

Doch gehe damit vor­sich­tig um: Der ALT-Tag dient Nut­zern von rei­nen text­ba­sier­ten Brow­sern als Infor­ma­tion, was auf einem Bild zu sehen ist. Das kommt Dir merk­wür­dig vor? Nun, seh­be­hin­derte oder blinde Men­schen nut­zen bei­spiels­weise spe­zi­elle Soft­ware, die ihnen die Web­sei­ten vor­liest. Der Text im ALT-Tag wird ihnen vor­ge­le­sen. Was hier steht, sollte also auch für diese Nut­zer Sinn machen. Nutze den ALT-Tag nicht zum Spammen!

Auch der Datei­name ist wich­tig. Statt ein Bild mit DSC-20010112210500.png zu benen­nen, ver­wende dafür bes­ser einen Datei­na­men wie "seo-001.png".

Verlinkungen

Das Inter­net lebt von Links. Ohne Links wer­den Deine Sei­ten nicht gefun­den. Ohne Links wird jede Seite zur Sack­gasse im Inter­net. Das Inter­net lebt von einer Kul­tur des Tei­lens und Vernetzens. 

Das wird auch von Google so gese­hen – von daher sind nicht nur ein­ge­hende Links auf Deine Sei­ten gern gese­hen, son­dern auch aus­ge­hende Links von Dei­ner Seite. Außer­dem liebt Google auch Links inner­halb Dei­ner Site – weil Du damit den Besu­chern Deine Inhalte bes­ser zugäng­lich machst. 

Und zufäl­li­ger­weise hel­fen externe und interne Links auch dem Google Robot bei der Indi­zie­rung und vor allem Bewer­tung der Inhalte. Ein Bei­trag, auf den viele Links ver­wei­sen (die Backlinks) ist in den Augen von Google nütz­li­cher und rele­van­ter als einer, der keine exter­nen Links auf sich zie­hen kann. 

Seitenbeschreibung mit Keyword

Die Sei­ten­be­schrei­bung (Meta-Descrip­tion) hat immer noch eine hohe Bedeu­tung. Mit der Sei­ten­be­schrei­bung kannst Du den Text im Such­ergeb­nis von Google (dem SERP Snip­pet) beein­flus­sen. Aber nur, wenn Google auch fin­det, dass die Info darin für den Suchen­den gerade hilf­reich ist. Ansons­ten nimmt Google ein­fach Teile Dei­ner Web­seite und stellt mal was eige­nes zusam­men. Das geschieht teil­weise sogar mit den Titeln Dei­ner Blogartikel!

Wenn Du kein SEO-Plugin ver­wen­dest, etwa, weil Du mit einem Web­site-Bau­kas­ten wie Jimdo oder Wix arbei­test, kannst Du einen Snip­pet-Gene­ra­tor für die Erstel­lung Dei­ner Meta-Descrip­tion nutzen. 

Die Sache mit den Keywords

Je kür­zer das Key­word ist, desto schwe­rer wird es, sich damit nach vorn zu kämp­fen, denn desto mehr Kon­kur­renz gibt es für das Key­word und desto unkla­rer ist die Such­in­ten­tion. Denke nur an die Tee­kes­sel­chen­wör­ter wie zum Bei­spiel »Hoch­druck«, »Krebs« oder »Kreuz«. Was wollte der Suchende denn genau wis­sen oder tun? Das kann auch Google noch nicht erahnen. 

Die meis­ten Nut­zer von Google suchen mitt­ler­weile nach län­ge­ren Wort­kom­bi­na­tio­nen. Die Ergeb­nisse, die Google ihnen dafür aus­lie­fert, sind in der Regel wesent­lich bes­ser und füh­ren schnel­ler zum gewünsch­ten Ergebnis.

Diese län­ge­ren Key­words nennt man in der Fach­spra­che long tail key­words. Long tail ist sehr schön bild­lich und heißt so viel wie »lan­ger Schwanz«. Ein long tail key­word ist zum Bei­spiel »grund­la­gen such­ma­schi­nen­op­ti­me­rung für anfänger«.

Inzwi­schen ist der Google-Algo­rith­mus auch so intel­li­gent, dass Du Fra­gen in nor­ma­lem Satz­bau stel­len kannst. Zum Bei­spiel: "was muss ich bei seo beach­ten". Ins­be­son­dere, wenn Du mit der Sprach­ein­gabe auf Dei­nem Smart­phone suchst, bie­ten sich sol­che "natür­li­chen For­mu­lie­run­gen" an.

Die richtigen Keywords recherchieren – mit SEO Tools

Bevor Du einen Text schreibst, über­legst Du Dir natür­lich, wor­über Du schrei­ben willst und was Du mit Dei­nem Bei­trag errei­chen möch­test. Wenn Dir das klar ist, beginnst Du mit der Key­word-Recher­che. Das bedeu­tet, dass Du schaust, wonach die Men­schen eigent­lich suchen, also, was sie inter­es­siert oder wis­sen wol­len. Dahin­ter steckt die Frage nach der Such­in­ten­tion oder Such­ab­sicht. Das Thema ist im Grund­satz ein­fach, in der Umset­zung aber manch­mal ganz schön knif­fe­lig. Wenn Du hier tie­fer ein­stei­gen möch­test, emp­fehle ich Dir die­sen Bei­trag Such­in­ten­tion ver­ste­hen. Oder Du schaust Dir die­ses Video an:

Denn was nützt Dir der schönste such­ma­schi­nen­op­ti­mierte Text, wenn nie­mand wis­sen will, was darin steht?

Das ein­fachste und schnellste Werk­zeug dafür ist die Vor­schlags­funk­tion in der Google-Suche selbst. Diese ver­mit­telt Dir schon mal einen ers­ten Eindruck. 

Genauer wird es, wenn Du Spe­zi­al­werk­zeuge dafür ein­setzt. Die rei­chen von kos­ten­frei (Google Key­word-Pla­ner in Google Ads kannst Du kos­ten­los nut­zen, indem Du Dich bei Google Ads anmel­dest, auch ohne Anzei­gen schal­ten zu wol­len) bis rich­tig teuer. 

Zu den wich­tigs­ten Instru­men­ten gehö­ren für mich die Google Search Con­sole (die Du völ­lig kos­ten­los nut­zen kannst) und Uber­sug­gest. Aktu­ell teste ich gerade auch Ran­king­Coach.

Neben die­sen setze ich gele­gent­lich und zu Demo-Zwe­cken für meine Kun­den und Mit­glie­der diese ein: KeywordTool.ioKey­wor­d­Pro, Keywordtools.org. Diese SEO-Tools sind kos­ten­los nutzbar. 

Nicht uner­wähnt las­sen möchte ich natür­lich die abso­lu­ten "Flagg­schiffe" unter den SEO-Tools, näm­lich Ahrefs und Sem­rush. Die sind preis­lich aller­dings für viele Ein­zel­un­ter­neh­mer eher außer­halb ihrer finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten. Dazu gibt es noch viele, viele mehr, die ich an die­ser Stelle nicht alle auf­füh­ren kann und will.

Was machst Du mit den Keywords?

Anfangs, wäh­rend du noch lernst, opti­mierst Dei­nen Text am bes­ten nur für ein (long tail) Key­word. Das bedeu­tet aber nicht, dass Du nun das Key­word immer wie­der in der­sel­ben Form ver­wen­den musst. Du darfst durch­aus Syn­onyme und gram­ma­ti­sche Fle­xio­nen ver­wen­den. Aber Dein Haupt­key­word soll­test Du schon an den rele­van­ten Stel­len plat­zie­ren. Diese sind:

  • die Haupt­über­schrift (der Title oder auch die H1 Überschrift)
  • den Per­ma­link (= den URL der Seite)
  • der Anfang des Bei­trags oder der Seite
  • die Zwi­schen­über­schrif­ten (H2 und H3)
  • die ALT-Tags der Fotos, die Du in Dei­nen Bei­trag einbindest
  • die Meta-Descrip­tion im Kopf des Quellcodes

Damit allein ist es aber nicht getan – denn das wäre Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung von vor bald 20 Jahren. 

Suchintention

Das Erken­nen der Such­in­ten­tion für eine bestimmte Such­an­frage ist mit ein biss­chen Übung und Nach­den­ken gar nicht so schwer. 

Google unter­schei­det zwi­schen fol­gen­den grund­le­gen­den Such-Absich­ten der Nutzer:

  • Know /​ Know simple – hier geht es darum, sich (schnell) zu infor­mie­ren. Eine typi­sche Such­an­frage wäre etwa "höhe köl­ner dom" oder "algo­rith­mus oder algoritmus".
  • Do/​Device Action – bei die­ser Such­in­ten­tion möchte der Nut­zer eine kon­krete Hand­lung vor­neh­men. Zum Bei­spiel "duden download". 
  • Go/­Vi­sit-in-per­son – hier möchte der Nut­zer zu einer bestimm­ten Seite navi­gie­ren, eine Mar­ken­re­cher­che durch­füh­ren oder stand­ort­be­zo­gene Infor­ma­tio­nen erhal­ten. "fri­seur ulm" oder "login gmx" oder auch "mar­ke­ting zau­ber" sind typi­sche Bei­spiele für diese Art der Suchintention.
  • Buy – ganz klar, der Nut­zer möchte etwas kau­fen. Bei einer Such­ein­gabe von "leucht­turm 1917 a5 pink" oder "soft­bo­xen LED kau­fen" ist das in der Regel der Fall. 

Wich­tig ist, was Du mit der Erkennt­nis dann anstellst. Für diese Ein­füh­rung sollte rei­chen, dass Du für Dich mit­nimmst: Wenn Dein Text nicht der von Google für eine Such­an­frage ver­mu­te­ten Such­in­ten­tion ent­spricht wirst Du keine Chance auf Seite 1 haben – egal wie gut Deine Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist! In den Qua­lity Rater Gui­de­li­nes von Google [PDF] kannst Du übri­gens mehr zur Such­in­ten­tion erfahren. 

EAT – oder Expertise, Authority und Trust

EAT wird für die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung immer wich­ti­ger – ins­be­son­dere für die soge­nann­ten YMYL-The­men. YMYL steht für "your money, your life" – und Du kannst Dir den­ken, dass also alle Inhalte, die den Geld­beu­tel und das Leben (die Gesund­heit) Dei­ner Leser betref­fen nach die­sem Prin­zip bewer­tet wer­den. Dabei schaut Google im ein­zel­nen auf 

E wie Exper­tise: Exper­tise bedeu­tet ein hohes Niveau an Wis­sen oder Fähig­kei­ten in einem bestimm­ten Bereich. Google sucht nach Inhal­ten, die von Exper­ten erstellt wur­den. Hier geht es also wirk­lich um Deine for­melle Exper­tise, Deine Qua­li­fi­ka­tio­nen und Deine (Aus-)Bildung.

A wie Auto­ri­tät: Bei Auto­ri­tät geht es um Repu­ta­tion, beson­ders bei ande­ren Exper­ten und Influ­en­cern in der jewei­li­gen Fach­welt. Ganz ein­fach gesagt, wenn andere eine Per­son oder Web­seite als die Quelle für Infor­ma­tio­nen über ein Thema anse­hen, ist das Autorität.

T wie Trust – Beim Ver­trauen (eng­lisch Trust) geht es um Legi­ti­mi­tät, Trans­pa­renz und kor­rekte Infor­ma­tio­nen auf der Web­seite. Da gehö­ren auch umfas­sende Kon­takt­in­for­ma­tio­nen dazu, beson­ders für YMYL-The­men und Online-Shops. Ver­trau­ens­wür­dig­keit ist genau wie Auto­ri­tät ein rela­ti­ves Kon­zept. Men­schen und Web­sei­ten kön­nen nicht in allen Berei­chen als ver­trau­ens­wür­dig ange­se­hen wer­den. Ich bin eine ver­trau­ens­wür­dige Quelle für Infor­ma­tio­nen über Social Media Mar­ke­ting, aber nicht über Bambus-Zahnbürsten.

Was ist nicht mehr wichtig für SEO?

Keyword-Dichte ist out

Auch wenn die­ser Wert in man­chen Tools immer noch ange­ge­ben wird und Du noch (meist ältere) Bei­träge zur Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung zur Key­word-Dichte fin­den kannst: Wie Du aus den vor­her­ge­hen­den Abschnit­ten gelernt hast: Das Thema Key­word Dichte ist out. 

Meta-Keywords

Frü­her hat man im Kopf des Quell­codes, dem soge­nann­ten Meta-Bereich, auch die für den Text rele­van­ten Key­words ein­ge­tra­gen. Da diese Mög­lich­keit aber schnell miss­braucht wurde (man­che »Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rer« tru­gen dort hun­derte von Key­words ein, auch sol­che, die mit dem Inhalt des Tex­tes auf der Seite nicht viel zu tun hat­ten), hat Google schon vor lan­ger Zeit auf­ge­hört, diese auszuwerten. 

Tipps zum Weiterlesen rund um SEO

Das sind nun meine wich­tigs­ten Grund­la­gen­tipps zur Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung für Dich. SEO Opti­mie­rung kos­ten­los sozu­sa­gen. Damit kommst Du bei umkämpf­ten Key­words natür­lich nicht auto­ma­tisch auf Seite 1, aber Du wirst schon einen guten Teil des Weges geschafft haben. Beim Tanz würde man von »Pflicht« reden – der Rest (auf dem Weg zur Spitze) ist die »Kür«.

Wenn Du tie­fer in die The­ma­tik ein­stei­gen möch­test, emp­fehle ich Dir die SEO-Grund­la­gen-Serie von Wordpress-Nin­jas und den Bei­trag Was ist SEO? von ever­green media. Beide sind für Anfän­ger gut ver­ständ­lich geschrie­ben und hel­fen Dir, tie­fer in die The­ma­tik ein­zu­stei­gen. Bei Blog­mojo fin­dest Du 33 Tipps , die Du sofort umset­zen kannst.

Auch in mei­nem Mit­glie­der­be­reich, dem Mar­ke­ting-Zau­ber-Zir­kel, beschäf­ti­gen wir uns regel­mä­ßig mit den SEO-Grund­la­gen. Wenn Du immer wie­der Fra­gen zu die­sem Thema hast und die "anfän­ger­ge­recht" erklärt haben möch­test, lass uns doch mal mit­ein­an­der reden und schauen, ob Du in mei­nem Mit­glie­der­be­reich rich­tig auf­ge­ho­ben bist. 

Wenn Du Fra­gen oder Anmer­kun­gen hast, freue ich mich über Dei­nen Kommentar! 

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing.

Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation.

Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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  1. Hallo Bir­git,
    ein sehr gelun­ge­ner Bei­trag. Kommt gerade zur rech­ten Zeit.
    Denn dank Dei­ner kom­pe­ten­ten Untestüt­zung ist seit heute meine neue Web­site online.
    Meine Texte kön­nen noch Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung vertragen.

    Beste Grüße
    Andrea Brüske

    1. Hallo Andrea,
      lie­ben Dank für Dei­nen Kom­men­tar – da weißt Du ja, was wir noch an Dei­nen Tex­ten zu tun haben … 😉 Ich freu mich darauf!
      Beste Grüße
      Birgit

  2. Sehr schö­ner Bei­trag, es ist wirk­lich alles dabei.
    Meta-Descrip­tion bei Sei­ten, damit habe ich mich auch noch nie befasst. Muss ich gleich mal googlen 🙂

    LG

    1. Hallo Chris­toph,
      danke schön! Die Meta-Descrip­tion wird oft von Google für die Beschrei­bung des Such­ergeb­nis­ses gewählt – lei­der aber nicht immer. Trotz­dem eine schöne Mög­lich­keit, hier noch mal eine Hand­lungs­auf­for­de­rung zum Sei­ten­be­such zu "ver­ste­cken".
      Beste Grüße
      Birgit

    1. Hallo Chris­tian, vie­len Dank – auch für den Link zu Eurem Tool – ich habe es gleich mal aus­pro­biert. Gefällt mir schon ganz gut, was mir fehlt, sind anfän­ger­ge­rechte Erklä­run­gen der ein­zel­nen Punkte mit Tipps, wie man für Ver­bes­se­run­gen sor­gen kann.
      Beste Grüße
      Birgit

      1. Vie­len Dank. Geschwin­dig­keit und Opti­mie­rung Tipps sind vor­han­den. Wie man das im Detail macht würde den Rah­men des Tools spren­gen und SEO Agen­tu­ren arbeitslos.

  3. Ein sehr infor­ma­ti­ver und inter­es­san­ter Bei­trag! Hier kann man viel ler­nen. Danke für die Mühe, die Sie gemacht haben, um das alles zusam­men­zu­tra­gen und auf­zu­schrei­ben. Viele Grüße und macht wei­ter so.
    Lg Tren

  4. Sehr schö­ner Arti­kel, für mich als abso­lu­ter SEO-Ein­stei­ger sehr hilf­reich. Man fin­det viel zu SEO im Netz, aber wenig für Leute, die noch ganz am Anfang ste­hen. Ich hätte Inter­esse an der ange­spro­che­nen Check­liste. Besteht die Mög­lich­keit, diese zu bekommen?
    Vie­len Dank für den Beitrag!

    1. Hallo Manuela,
      herz­li­chen Dank für Dei­nen Kom­men­tar! Genau für Men­schen wie Dich habe ich den Bei­trag verfasst.
      Die Check­liste sende ich Dir per E‑Mail zu an die hin­ter­legte Adresse. In Kürze wird sie erwei­tert als Teil einer Check­lis­ten-Samm­lung auch käuf­lich zu erwer­ben sein (geplant: Okto­ber 2019).
      Herz­li­che Grüße
      Birgit

  5. Vie­len Dank für den aus­führ­li­chen Arti­kel. Ich bin auch der Mei­nung, dass die rich­ti­gen Key­words aus­schlag­ge­bend für den Ran­king Erfolg der Web­seite sind. Jedoch sollte man einen inter­es­san­ten und krea­ti­ven Con­tent rund um die Key­words schrei­ben. Per­sön­lich nutze ich gerne Yoast Seo. Die­ses Tool hiflt mir zu sehen, ob ich meine Web­seite opti­mal opti­miert habe.

    1. Hallo Alex­an­dra,
      vie­len Dank für Dei­nen Kom­men­tar! Ich würde sogar noch wei­ter gehen: Du soll­test kei­nen inter­es­san­ten Con­tent "rund um die Key­words" schrei­ben, son­dern Deine Bei­träge sollte immer nütz­lich und rele­vant für Deine Ziel­gruppe sein. Dann mag Dich auch Google. Yoast SEO kann hilf­reich sein, aber nicht alles, was das Plugin vor­schlägt, ist sinn­voll. Mach Dich unbe­dingt jen­seits des Plugins wei­ter schlau! Du hast ja schon damit begon­nen, indem Du hier liest 🙂 

      Herz­li­che Grüße
      Birgit

  6. Hallo Bir­git,

    tol­ler Bei­trag mit vie­len wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen! Danke dafür.

    Ich finde jedoch, dass Web­sei­ten­be­trei­ber, SEOs und Agen­tu­ren glei­cher­ma­ßen auf­wa­chen müs­sen. SEO lohnt sich nur lang­fris­tig und unter Ein­hal­tung eini­ger Spiel­re­geln. Die regel­mä­ßig mit Füßen getre­ten wer­den. Zumin­dest sind das meine Erfah­run­gen über die letz­ten Jahre hin­weg, die ich in einem Arti­kel bei mir im Blog ange­spro­chen habe. Ich hoffe es ist in Ord­nung die­sen hier zu nen­nen: [Nein, ist es nicht! bs]

    Mich ner­ven vor Allem diese Fir­men, die mei­nen zu den füh­ren­den auf dem Markt zu gehö­ren. Dann aber den Kun­den viele Backlinks unter­ju­beln wol­len und diese dann auch noch ohne Kenn­zeich­nung bzw. als fol­low Links ein­kau­fen. Im gro­ßen Stil, weil es den Ran­kings gut tut. Aber das dies natür­lich Mani­pu­la­tion, wenn nicht sogar Betrug ist, wolle sie nicht hören.

    Die dazu pas­sen­den Anfra­gen bekomme ich nahezu täg­lich. Sobald ich auf das UWG oder die Google Richt­li­nien ver­weise kommt meis­tens keine Reak­tion mehr. Google hat Nichts gegen den Kauf von Links. Ich übri­gens auch nicht 😉 Aber den­noch gibt es beim Link­han­del Spiel­re­geln. Das die auf der ande­ren Seite Google ein wenig in die Kar­ten spielt, ist auch klar. Weil dann Google Ads inter­es­san­ter wird, will ich nicht mal ver­nei­nen. Das gefällt sicher auch nicht Jedem.

    Doch wir müs­sen end­lich sen­si­bi­li­sie­ren und die Leute dar­auf vor­be­rei­ten, dass schlechte Kam­pa­gnen sich irgend­wann nega­tiv aus­wir­ken werden.

    Viele Grüße
    Ronny

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