Ist Verkaufen eigentlich unanständig?

Von Birgit Schultz

Mai 29, 2017


Letzte Aktua­li­sie­rung 16. Juni 2021 

Ver­kau­fen — iiieeeh!

Das war — auf den Punkt gebracht — viele Jahre mein per­sön­li­ches Mind­set. Ein wenig habe ich dazu bereits in mei­nem Gast­ar­ti­kel im Blog von Carina Reitz erzählt. Hier möchte ich nun das Thema etwas ver­tie­fen. Denn ich weiß, dass ich mit mei­ner frü­he­ren Grund­ein­stel­lung nicht alleine bin und ich weiß vor allem auch, dass diese Über­zeu­gung den Erfolg eines Unter­neh­mens gefähr­den kann.

Gerade Trai­ner, Coa­ches und Bera­ter haben nach mei­ner Erfah­rung oft ein gro­ßes Pro­blem damit, sich selbst zu ver­mark­ten und zu verkaufen.

Wenn Du Dich also auch bei dem Gedan­ken ertappst, dass Du statt die­ser gan­zen “Mar­ke­ting-und-Ver­triebs-Scheiße” viel lie­ber Dei­nen “eigent­li­chen” Job machen wür­dest, dann lies unbe­dingt weiter!

Ursachenforschung

Was mir immer wie­der auf­fällt: In ande­ren Län­dern, ins­be­son­dere in den angel­säch­si­schen und spe­zi­ell in den USA scheint es die­ses Mind­set-Pro­blem nicht zu geben. Darum habe ich über­legt, woran es denn lie­gen kann, dass “Ver­kau­fen” in Deutsch­land so einen aus­ge­spro­chen schlech­ten Ruf hat.

Verkaufen im 20. Jahrhundert

Da gibt es tat­säch­lich einige Ansatz­punkte. Gerade aus der Zeit der Wirt­schafts­krise in den 1920er Jah­ren ebenso wie in der Zeit des Wirt­schafts­wun­ders in den 1950er Jah­ren zogen viele “Ver­tre­ter” übers Land und haben ver­sucht, ihre Arti­kel an den Mann und die Frau zu brin­gen. Neben oft wahr­schein­lich zwei­fel­haf­ter Qua­li­tät der feil­ge­bo­te­nen Waren waren mög­li­cher­weise auch mehr oder weni­ger aggres­sive Metho­den an der Haus­tür üblich. So erzähl­ten es mir zumin­dest meine Groß­müt­ter und als ich noch klein war wurde mir ein­ge­schärft, bloß kei­nem Ver­tre­ter die Tür zu öff­nen. Da wurde offen­bar schon die Saat gelegt.

Verkaufen ohne Fachkenntnisse

Wei­ter­hin gibt es den Trend weg von den klei­nen Fach­ge­schäf­ten mit aus­ge­zeich­ne­ter Bera­tung ja nun auch schon seit mehr als fünf­zig Jah­ren. Was bedeu­tet, dass man als Kunde in den Waren­häu­sern nicht mehr an Spe­zia­lis­ten gerät. Die Regel ist ein oft lust­lo­ses, weil schlecht bezahl­tes Per­so­nal. Das sich auch nicht mit den Pro­duk­ten aus­kennt. Wer ein­mal einem “Ver­käu­fer” in einem Waren­haus für Elek­tro­nik hin­ter­her­ge­lau­fen ist, ihn regel­recht “stel­len” musste, um seine Frage los zu wer­den und dann nur ein Ach­sel­zu­cken oder bes­ten­falls den abge­le­se­nen Ver­pa­ckungs­text als Ant­wort erhal­ten hat, weiß, was ich meine.

Dünkel und Arroganz

Ja, das mag jetzt hef­tig klin­gen. Und ich wage es auch nur zu schrei­ben, weil ich selbst vol­ler Dün­kel und Arro­ganz war. Denn weil “Ver­kau­fen” so einen schlech­ten Ruf hat, sind es eben oft nur die weni­ger gut Aus­ge­bil­de­ten, die “als Ver­käu­fer enden”.

Als ich 1993 als Quer­ein­stei­ge­rin mit mei­ner beruf­li­chen Mar­ke­ting-Lauf­bahn nach dem Stu­dium begon­nen habe, habe ich immer Wert dar­auf gelegt, dass ich ja Mar­ke­ting mache und nicht Ver­trieb.

An mei­ner nega­ti­ven Grund­ein­stel­lung hatte auch die Kalt­ak­quise am Tele­fon ihren Anteil.

Diese Grund­ein­stel­lung hätte fast dazu geführt, dass ich meine Selbst­stän­dig­keit als Mar­ke­ting-Bera­te­rin mit Rat & Tat Mar­ke­ting bei­nahe wie­der nach kur­zer Zeit hätte auf­ge­ben müs­sen: Man­gels Kun­den, die ich hätte bera­ten können …

Mindset verändern: Was ist Verkaufen eigentlich?

Also musste ich mein Mind­set und meine Metho­den ändern. Denn gerade die Kalt­ak­quise am Tele­fon (zu Beginn der 2000er Jahre das gefühlt ein­zige Mit­tel, um als Bera­ter an Kun­den zu kom­men — mei­ner Web­site zum Trotz) war über­haupt nicht mein Ding.

Die Kurve habe ich gekriegt, als ich Ver­kau­fen ein­mal durch eine andere Brille betrach­tet habe.

Denn was ist Ver­kau­fen letzt­lich eigentlich?

Einer­seits ist der Ver­käu­fer der Mitt­ler zwi­schen dem Pro­dukt oder der Dienst­leis­tung und dem Kun­den. Ein guter Ver­käu­fer ist nicht der, der einem Eskimo einen Kühl­schrank auf­schwatzt. Ein guter Ver­käu­fer ist einer, bei dem der Kunde immer wie­der gerne kauft. Weil er gut bera­ten wurde. Weil das Pro­dukt eine hohe Qua­li­tät hat. Oder weil die Dienst­leis­tung sein Leben ver­bes­sert hat.

Und damit kann sich ja wohl jeder, auch Trai­ner, Coa­ches und Bera­ter, iden­ti­fi­zie­ren, oder?

Letzt­lich ist ein guter Ver­kaufs­pro­zess immer auch ein guter Beratungsprozess.

Mit die­ser Erkennt­nis ver­än­derte sich meine Grund­ein­stel­lung zum Ver­kau­fen! Klick um zu Tweeten

Verkaufen ist nicht gleich Anbiedern!

Nie­mand muss sich heute anbie­dern, als Markt­schreier auf­tre­ten oder sich gefühlt pro­sti­tu­ie­ren, um seine Leis­tung an den Mann oder die Frau zu bringen!

Meine erste Lösung war:

Weg vom Telefon!

Denn schon gerade mal sechs erfolg­lose Tele­fo­nate haben genügt, um mir den Tag zu ver­sauen und mein Selbst­be­wusst­sein auf Fuß­bo­den­ni­veau zu brin­gen. Da half es auch nicht, in schlauen Büchern von erfolg­rei­chen Ver­trieb­lern zu lesen: Jedes Nein bringt mich einem Ja näher. Ich muss so viele Neins wie mög­lich einsammeln.

Mit Ver­laub: Bullshit!

Für mich war das Ver­schwen­dung von Moti­va­tion und Lebens­zeit, vor allem aber von Lebens­freude! Dafür war ich nicht gebaut.

Also was dann?

Meine Lösung war das per­sön­li­che Netzwerken.

Ich bin raus, auf alle Netz­werk-Ver­an­stal­tun­gen, die es mor­gens bis abends so in mei­ner Region (bis ca 40 Kilo­me­ter Umkreis) gab. Ich habe mir Vor­trage ange­hört und vor­her und hin­ter­her Small­talk betrie­ben. Jede Menge Visi­ten­kar­ten ein­ge­sam­melt und ver­teilt. Nur sel­ten habe ich aber den Kon­tak­ten hin­ter­her tele­fo­niert. Das war und ist immer noch nicht meine Art. Aber ich habe den Kon­takt gehal­ten, wenn ich den Men­schen mochte und ich fand, dass ich mit mei­nem Know how hel­fen und unter­stüt­zen konnte. Da gab es einer­seits XING (damals noch OpenBC) und E‑Mails habe ich auch geschrie­ben. Mehr­mals im Jahr habe ich Gruß­kar­ten ver­sen­det, um posi­tiv in Erin­ne­rung zu bleiben.

Verkaufen über Netzwerken

Diese Methode funk­tio­nierte prima für mich, hatte aber einen ent­schei­den­den Nachteil:

Es bedeu­tete, dicke Bret­ter bohren.

Soll hei­ßen:

Vom Erst­kon­takt bis zum “ich glaube, jetzt brau­che ich Dich mal doch” (= dem Auf­trag) dau­erte es meh­rere Monate bis Jahre, auch wenn ich ver­sucht habe, immer wie­der  viele Kon­takt­punkte her­zu­stel­len. Was wie­derum bedeu­tete, dass ich sehr viele Ver­an­stal­tun­gen besu­chen musste. Und das, obwohl ich als Intro­ver­tierte oft eigent­lich lie­ber meine Zeit lesend, zeich­nend oder ler­nend ver­bracht hätte.

Verkaufen über Anziehung

Neben die­sen Netz­werk-Akti­vi­tä­ten habe ich aber schon seit Beginn mei­ner Selbst­stän­dig­keit 2003 ver­sucht, über den Nach­weis mei­ner Exper­tise Kun­den zu gewin­nen. Das waren viele Off­line-Ver­an­stal­tun­gen, bei denen ich als Refe­ren­tin in Vor­trä­gen und Semi­na­ren mein Wis­sen geteilt habe (ich mache das auch heute noch sehr gern — im “ech­ten” Leben).

Auf mei­ner Inter­net-Seite habe ich schon von Anfang an mein Wis­sen geteilt — mit monat­li­chen Mar­ke­ting-Tipps. Außer­dem habe ich sofort eine News­let­ter-Liste auf­ge­baut und regel­mä­ßig ange­schrie­ben. Dum­mer­weise habe ich die 2006, als ich zu blog­gen begann, wie­der auf­ge­ge­ben — in der irri­gen Annahme, bald würde nie­mand mehr News­let­ter abon­nie­ren und lesen … (man lernt aus sei­nen Feh­lern … — übri­gens: Bist Du schon Abon­nent der Zau­ber­sprü­che?! 🙂 )

Doch in den letz­ten Jah­ren ist es durch die tech­ni­schen Ent­wick­lun­gen (zum Bei­spiel: höhere Inter­net-Band­brei­ten) nun auch mög­lich gewor­den, einen Teil der “anzie­hen­den” Metho­den zu ver­viel­fa­chen und zu opti­mie­ren. Dazu gehören:

  • Blog­gen
  • Pod­cas­ting
  • Webi­nare
  • Live Videos

und nicht zu ver­ges­sen, die vie­len, vie­len Netz­werk-Mög­lich­kei­ten, die sich über Platt­for­men wie Face­book, Twit­ter und andere bie­ten. Ins­be­son­dere Face­book-Grup­pen möchte ich Dir hier ans Herz legen!

So wie Google nach der Nütz­lich­keit und Rele­vanz einer Inter­net-Seite schaut und danach ent­schei­det, ob die Seite ent­spre­chend gut gerankt wird, soll­test auch Du ver­su­chen, mög­lichst nütz­lich und rele­vant für Deine Ziel­kun­den zu sein und sie damit anzu­zie­hen und an Dich zu binden.

Verkaufen über Pull-Marketing

Sind Deine Blog­bei­träge, Pod­cast-Fol­gen, Deine Webi­nare oder Live-Videos auf Face­book vol­ler Mehr­wert, wird es dem Inter­es­sen­ten leicht fal­len, sich in Deine News­let­ter-Liste ein­zu­tra­gen, um auf dem Lau­fen­den zu blei­ben. Hast Du die Inter­es­sen­ten aber erst ein­mal in Dei­ner Liste, kannst Du ihnen auch kon­krete Ange­bote machen. Diese Ange­bote stellst Du nicht markt­schreie­risch dar wie eine Schwei­ne­bauch-Anzeige in der Zei­tung, son­dern als Emp­feh­lung und als wert­vol­len Hin­weis für Deine Leser. Dadurch, dass sie sich frei­wil­lig in Deine Liste ein­ge­tra­gen haben, weißt Du, dass sie sich für Dein Thema und Dich inter­es­sie­ren. Du musst also nicht mit Druck ver­kau­fen, son­dern kannst in Dei­nem News­let­ter ganz ent­spannt über Dein Ange­bot plau­dern, so, wie Du es auf einer Netz­werk-Ver­an­stal­tung im ech­ten Leben eben auch machen würdest.

Hängst Du dann noch einen hoch­wer­ti­gen Sales Fun­nel an, wie von Mirko in der ver­gan­ge­nen Woche in sei­nem Gast­bei­trag hier in mei­nem Blog beschrie­ben hat, hast Du die Chance, das “unge­liebte Ver­kau­fen” zu einem für Dich sehr ange­neh­men und erfolg­rei­chen Instru­ment zu machen.

Fazit — Ist Verkaufen nun unanständig?

Je locke­rer Du an das Thema Ver­kau­fen heran gehst, desto leich­ter wird es Dir fallen.

Je weni­ger Du das Mind­set “Ver­kau­fen ist doch unan­stän­dig” mit Dir her­um­schleppst, desto mehr zu Dir pas­sende Kun­den wirst Du auch anziehen.

Es gibt heute so viel mehr Mög­lich­kei­ten, auf Dich und Dein Ange­bot auf­merk­sam zu machen als frü­her. Du brauchst heute kein Push-Mar­ke­ting mehr, das Dir sowieso unan­ge­nehm ist und bei dem Du auch völ­lig unau­then­tisch rüber kommst.

Wie sind Deine Erfah­run­gen? Hast Du auch so ein Mind­set, dass Ver­kau­fen eigent­lich unan­stän­dig ist? Oder hast Du damit kein Pro­blem? Falls Du ebenso wie ich diese Ein­stel­lung abge­legt hast — wie hast Du das geschafft? Magst Du Deine Erfah­run­gen tei­len? Dann schreibe bitte einen Kom­men­tar. Ich freue mich darauf!

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

Schreibe gerne einen Kommentar!

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder haben ein Sternchen.

  1. Liebe Bir­git,

    ein tol­ler Arti­kel zu einem Thema, das uns Solo­pre­neure ja irgend­wie alle beschäf­tigt. Ich arbeite gerade ver­stärkt an mei­nem Mind­set zu “mich selbst ver­kau­fen” und mache so lang­sam Fort­schritte. Dabei hilft mir auch die Frage, was denn im schlimms­ten Fall pas­sie­ren könnte und ob ich mit die­sem “worst case” leben könnte. Wenn das der Fall ist, dann raus mit dem Angebot 😉

    Liebe Grüße
    Carina

    1. Hallo Carina,
      vie­len Dank — ja, es ist sehr wich­tig und weil ich ja selbst an die­sem Pro­blem bei­nahe geschei­tert wäre, ist es mir so wich­tig, das auch hier in mei­nem Blog zu thematisieren.
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  2. Hallo Bir­git,
    danke für den tol­len Artikel. 🙂

    Auch ich habe ähn­li­che Erfah­run­gen. Lange habe ich mit dem Ver­kau­fen das Bild eines auf­dring­li­chen und quo­ten­ver­ses­se­nen Ver­trieb­lers ver­bun­den, der wie ein Ter­rie­rer an mei­nen Waden hängt — genau so wollte ich nicht sein. 

    Dann habe ich mein Mind­set ver­än­dert, denn — das wis­sen wir alle — wo kein Bedürf­nis ist, da wird nicht ver­kauft. Schließ­lich zwinge ich nie­man­dem etwas auf, son­dern ich habe eine Lösung für ein Pro­blem mei­nes Kun­den. Dabei über­rede ich nicht, son­dern höre zu, lese zwi­schen den Zei­len… Das Pull-Mar­ke­ting hilft mir dabei die Bezie­hung schon vorab zu gestal­ten, Ver­trauen auf­zu­bauen und mög­li­che Ein­wände zu klä­ren. Alles das ist bei der, mir noch immer unge­lieb­ten, Kalt­ak­quise nicht so schnell möglich. 

    Die Frage, die Carina erwähnt hilft mir auch hier wei­ter. Was soll also Schlim­mes pas­sie­ren — nichts. Also pro­bie­ren, tes­ten etc. Wenn ich das nicht tue, dann ist klar, dass ich auch nichts verkaufe. 

    Deine Kri­tik an der Aus­sage “Jedes Nein bringt mich einem Ja näher. Ich muss so viele Neins wie mög­lich ein­sam­meln.” sehe ich etwas anders. Ich stimme dir zu, dass ein stump­fes “Nein-Sam­meln” Bull­shit ist. Denn wenn hier das Mind­set nicht stimmt, dann sitze ich vor einer end­lo­sen Liste mit Absa­gen und fühle mich schlecht. 

    Was aber für mich funk­tio­niert ist, ernst­haft hin­zu­se­hen und her­aus­zu­fin­den wie meine “Quote” ist. Du weißt das sicher bes­ser als ich: Sind 10 Leute in mei­ner Liste und ich möchte ein Pro­gramm ver­kau­fen, dann ist die Wahr­schein­lich­keit gerin­ger, dem rich­ti­gen zur rich­ti­gen Zeit die pas­sende Lösung zu lie­fern. Auch um nicht unnö­tig Zwei­fel auf­kom­men zu las­sen, lerne ich die Sta­tis­tik sinn­voll zu inter­pre­tie­ren. Führe ich also ein Ken­nen­lern­ge­spräch, dann liegt die Wahr­schein­lich­keit in der Regel bei 50%:50%, für ein ja oder ein nein. Dabei bin ich damit gestar­tet, dass bei mir von 10 Gesprä­chen im Schnitt 2 Per­so­nen ja gesagt haben. Dann habe ich mir über­legt, wie ich das Ergeb­nis ver­bes­sern kann. Con­tent zu lie­fern hat mir dabei gehol­fen meine Ergeb­nisse zu ver­bes­sern und über­haupt mehr Gesprä­che zu füh­ren. Und dabei sage ich mir noch immer “Okay jetzt hast du zwei Neins bekom­men, aber du weißt, dass 6 von 10 ja sagen.” Dahin­ter steckt für mich eine opti­mis­ti­sche Grund­hal­tung. Diese hilft mir dran zu bleiben. 

    Liebe Grüße
    Anke

    1. Hallo Anke,
      vie­len Dank für Dei­nen wert­vol­len Bei­trag zum Thema! So wie Du es beschreibst, passt es mit dem “Neins-Sam­meln” besser.
      Son­nige Grüße
      Birgit

  3. Hallo Bir­git,
    zu die­sem Thema habe ich vor kur­zem das Taschen­buch “SALE: Ver­kau­fen mit Wor­ten: In 10 Schrit­ten zu über­zeu­gen­den Tex­ten” (https://www.amazon.de/dp/3842319770) gekauft und auch gele­sen. Auch wenn mir das Schrei­ben selbst nicht so liegt, finde ich das darin ver­mit­telte Wis­sen rich­tig span­nend und das Buch liest sich wirk­lich gut.
    Ein Bei­spiel wel­ches darin genannt wird, ist das Vor­stel­lungs­ge­spräch. Das ist im Gro­ben ja auch ein “Ver­kau­fen” und “Preis aus­han­deln”. Ver­kau­fen ist eigent­lich viel all­täg­li­cher als man­che den­ken und wie du schon gesagt hast, ein guter Ver­käu­fer ist eigent­lich ein Lebens­ver­bes­se­rer — weil er zur rich­ti­gen Zeit das rich­tige Ange­bot hat, mit dem es dem Kun­den bes­ser geht als es aktu­ell der Fall ist.
    Rich­tig nett finde ich übri­gens die Idee mit den Gruß­ka­ren. Diese erin­nert mich an die Geschichte von Joe Girard, dem bes­ten Auto­ver­käu­fer der Welt. Die­ser hat auch unzäh­lige Gruß­kar­ten an seine Kun­den geschickt. Falls du die Geschichte nicht kennst, hier ein Inter­view im Spie­gel: http://www.spiegel.de/wirtschaft/weltbester-autoverkaeufer-ich-habe-mir-fuer-kunden-ein-bein-ausgerissen-a-439566.html
    Danke übri­gens für deine Ant­wort und die Tipps, mit wel­chen du immer auf meine Kom­men­tare antwortest.
    Zau­ber­hafte Grüße,
    Schmitt

    1. Hallo Schmitt,
      vie­len Dank für Dei­nen Kom­men­tar und die Link­tipps. Die Geschichte von dem Auto­ver­käu­fer ist mir seit dem letz­ten Win­ter erst bekannt — mache Ideen lie­gen aber wohl in der Luft.
      Herz­li­che Grüße
      Birgit

  4. Liebe Bir­git, Dein Arti­kel spricht mir aus der Seele. Woher der immens schlechte Ruf des “Ver­kau­fens” kommt — ist mir immer noch ein Rätsel.
    Als aus­ge­bil­dete Ein­zel­händ­le­rin (Buch­han­del — tolle Bran­che, Bücher, den gan­zen Tag !!) durfte ich Ver­kau­fen im Job ler­nen. Gerade im Weih­nachts­ge­schäft macht das rich­tig Spaß 🙂 und ich gebe sofort zu, dass ich es total span­nend fand, jeden Tag die Tages­ein­nah­men mit dem Vor­tag und dem Vor­jahr zu ver­glei­chen. Wars mehr — alles gut. Wars weni­ger … mor­gen auf ein Neues !!
    Sich selbst “ver­kau­fen” ist noch ein wenig schwie­ri­ger … weil, ich preise ja “mich” an, und hey, wir wis­sen doch: die Sache mit dem Eigenlob 🙂
    Des­we­gen bin ich so froh über all die Mög­lich­kei­ten, die das moderne Online-Mar­ke­ting mit sich bringt. Ich kann mit “Leis­tung” (sprich: mit Blog­ar­ti­keln, Video und Co.) über­zeu­gen. Und dann schon mal davon aus­ge­hen, dass der Emp­fän­ger mei­nes News­let­ters mir und mei­nem Ange­bot wohl­ge­son­nen ist.
    Außer­dem: so ein Ange­bot ist eine Ein­la­dung. Ein­la­dun­gen darf man anneh­men — oder aus­schla­gen. Wenn es diese Wahl­mög­lich­keit nicht gibt — ist es eine Vor­la­dung 🙂 und soweit ich weiß, stel­len wir die nicht aus, dafür sind andere zuständig 🙂
    Liebe Grüße, Frauke

    1. Liebe Frauke,
      herz­li­chen Dank für Dei­nen erfri­schen­den Kom­men­tar. Also: Ein­la­dung statt Vor­la­dung! Das merke ich mir! 🙂
      Son­nige Grüße
      Birgit

  5. Liebe Bir­git, dei­nen Bei­trag fand ich sehr bestär­kend und ich konnte zu vie­lem nicken. Tat­säch­lich ver­kaufe ich unglaub­lich gern, was ich auch nie erwar­tet hatte, bevor ich es tat. (-; Ver­kau­fen ist für mich nicht, jeman­dem etwas andre­hen zu wol­len, son­dern jeman­den etwas bie­ten zu kön­nen, was er gern haben möchte. Und ja, es ist vor allem eine gute Bera­tung dabei. Men­schen kau­fen bei mir, weil ich ihnen genau mit der rich­ti­gen Hal­tung ihnen gegen­über eine gute Bera­tung biete, die auch aus eige­ner Über­zeu­gung in Bezug auf das Pro­dukt ent­steht. Das spü­ren Kun­den, und ver­trauen somit. Und ich glaube, dass ein Pro­blem mit ver­kau­fen auch immer etwas mit der Hal­tung sich selbst gegen­über zu tun hat. Liebe Grüße!

  6. hahaha — als ich 1991 mit mei­nem BWL Stu­dium fer­tig war, hieß mein Stu­di­en­schwer­punkt noch “Absatz­wirt­schaft” und erst spä­ter Mar­ke­ting und Ver­trieb 😉 Und Mar­ke­ting Men­schen waren die, die in irgend­wel­chen Agen­tu­ren Geld ver­brann­ten und im Ver­trieb wurde Kohle gescheffelt.

    Das war zu der Zeit auch noch so. Doch dann kamen die Ver­si­che­rungs­ver­tre­ter mit wüs­ten Incen­tive-Rei­sen.….… und ja, ich glaube, das war dann der Moment, ab dem ich ver­kau­fen dann auch irgend­wie “abwer­tend” besetzt fand… Ver­käu­fer — das sind doch die mit der gro­ßen Klappe und ohne Ahnung 😉

    Guter Arti­kel und ich seh wie­der ein­mal unsere Ähn­lich­keit. Ich mag GUTES Netz­wer­ken auch viel lie­ber… lei­der schei­nen dies aller­dings die Markt­schreier der letz­ten Zeit nun auch für sich zu entdecken.

    Herz­li­che Grüße
    Biggi

  7. Hallo Bir­git,
    erstein­mal möchte ich Dir sagen, dass Deine Art und Weise, wie Du Dich online prä­sen­tierst, ich als sehr ange­nehm empfinde 🙂
    Mich und mein Pro­dukt (ich bin Medi­en­ge­stal­te­rin – gestalte und setze Druck­sa­chen) im rea­len Leben an den Mann zu brin­gen, ist auch bei mir etwas nega­tiv behaf­tet. Und ich habe sowohl gute als auch schlechte Erfah­run­gen dabei gemacht. Im Moment ist das Ganze etwas ins Sto­cken gera­ten. Aber wie Wil­helm sagt – es hat auf jeden Fall auch etwas mit der Hal­tung sich selbst gegen­über zu tun. Und daran muss man (ich) wohl noch ein biss­chen arbeiten 🙂

    Liebe Grüße

    Conny

    1. Hallo Conny,
      herz­li­chen Dank für Dei­nen lie­ben Kom­men­tar. Die Arbeit an einem selbst ist min­des­tens so wert­voll wie die für Kun­den. Ich wün­sche Dir viel Erfolg!
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  8. Liebe Bir­git,
    Du sprichst mir aus dem Her­zen – gerade was das Thema Kal­ta­quise anbelangt.
    Ich mag diese Sprü­che auch nicht, die da besa­gen, man komme mit jedem “Nein” einem “Ja” näher. Das ver­saut einem wirk­lich den Tag.
    Ich per­sön­lich habe bereits oder bin dabei, einige dei­ner im Arti­kel beschrie­be­nen Stra­te­gien umzusetzen.
    Zum einen arbeite ich jetzt kon­se­quent an mei­nem Blog, zum ande­ren bin ich in eini­gen für mich rele­van­ten Face­book-Grup­pen nicht nur ein pas­si­ver Leser, son­dern bringe mich ein.
    Zu mei­nen nächs­ten Pro­jek­ten gehört das Netz­wer­ken auf Xing und die Koope­ra­tion mit Dienst­leis­tern mei­ner Bran­che, genauer gesagt mit Hochzeitsdienstleistern.
    Vie­len Dank für dei­nen sehr inter­es­san­ten und infor­ma­ti­ven Blog-Artikel.

    Viele Grüße
    Heiko Kalweit

    1. Hallo Heiko,
      bes­ten Dank für Dei­nen Kom­men­tar. Mit den genann­ten Metho­den, die Du ja gerade für Dich ent­deckst und umsetzt, bin ich seit Jah­ren erfolg­reich am Markt — und sie machen auch noch viel mehr Spaß! Ich freue mich, dass Dir der Arti­kel gefal­len hat!
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  9. Hallo Bir­git, genau so mag ich das auch: Inhalte bereit stel­len — und wenn das Ange­bot gut ist, zieht man auto­ma­tisch die Men­schen an. Auch wenn das nicht von heute auf mor­gen geht son­dern eine Weile dau­ert. (Und ich stehe noch ziem­lich am Anfang, aber es wird!) Den Begriff “Schwei­ne­bauch­an­zeige” kannte ich noch nicht — danke dafür und für das Lächeln, das Du mir heute beschert hast.

    1. Liebe Gabriele,
      herz­li­chen Dank für Dei­nen Kom­men­tar! Ja, Pull-Mar­ke­ting ist schö­ner als Push-Mar­ke­ting — aber ganz ohne “Trom­meln” geht es lei­der nicht. Den Begriff “Schwei­ne­bauch-Anzeige” habe ich extra ver­linkt, damit nie­mand denkt, ich hätte mir das aus­ge­dacht … 🙂 Ich fand es auch sehr wit­zig, als ich es das erste Mal gehört habe!
      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

{"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}

Direct Your Visitors to a Clear Action at the Bottom of the Page

Cookie Hinweis von Real Cookie Banner