Die Wahrheit über Online Marketing für Einzelunternehmer

Von Birgit Schultz

April 4, 2022


Letzte Aktua­li­sie­rung 11. April 2022 

Online Mar­ke­ting sieht so ein­fach aus: Ein paar Posts auf Social Media, mal ein Video hier, eine Pod­cast­folge dort. Gele­gent­lich schreibst Du locker einen News­let­ter und dann und wann machst Du eine Chal­lenge, also eine Art Online-Work­shop. Und bin­nen weni­ger Wochen strö­men die Kun­den zu Dir und Du ver­dienst im Monat min­des­tens fünf­stel­lig. Lei­der ist das nicht so. 

Denn hast Du keine Vor­kennt­nisse oder bist Du nicht zufäl­lig ein Natur­ta­lent, wirst Du schnell fest­stel­len, dass Du plötz­lich eine Menge neuer The­men auf Dei­nem Tablett hast, in die Du Dich ein­ar­bei­ten musst. Und das ist eben nicht ein­fach wie ein Stück Kuchen, wie man im Mut­ter­land des Online Mar­ke­tings, in Ame­rika sagt.

Wenn Du lie­ber hörst als liest, dann kannst Du Dir hier auch die Pod­cast-Folge anhören:

Online Marketing für Einzelunternehmer

Als Ein­zel­un­ter­neh­me­rin (gern von mir auch Solo­pre­neu­rin genannt) fin­dest Du Dich beim Online Mar­ke­ting plötz­lich mit einer rie­si­gen Menge neuer The­men kon­fron­tiert, die Du nicht alle mal eben mit ein paar kos­ten­lo­sen Webi­na­ren und ein paar her­un­ter­ge­la­de­nen PDF-Dateien (im Jar­gon: Free­bies) nach Dei­ner eigent­li­chen Arbeit als Trai­ner, Coach oder Bera­ter, ler­nen kannst.

Wel­che The­men für Deine Online Mar­ke­ting Maß­nah­men da auf Dich zukom­men, das erfährst Du nun in die­sem Bei­trag – nimm Dir einen Tee oder Kaf­fee, mach es Dir gemüt­lich, denn er ist lang!

wahrheit online marketing mindmap
Wie umfang­reich das Thema ist, erkennst Du an der Mind­map, die ich für die­sen Bei­trag vor­be­rei­tet habe. Klick aufs Bild öff­net die PDF-Datei, so dass Du auch die Details erken­nen kannst. 

Online Marketing und die Marktschreier des Internets

Wenn Du beginnst, Dich mit dem Thema Online Mar­ke­ting zu befas­sen, wirst Du schnell auf die Markt­schreier sto­ßen. Wel­che Dir – und das ist zuge­ge­ben ver­lo­ckend – mit ihren "schnell und hek­tisch reich" (SUHR)-Methoden das Blaue vom Him­mel ver­spre­chen. Lei­der bleibt es dabei auch. Online Mar­ke­ting ist ein har­tes Stück Arbeit, auch wenn es manch­mal so leicht aus­sieht. Bitte lass Dich nicht auf ihre Metho­den des Druck­ver­kaufs ein und nimm um Him­mels Wil­len kei­nen Kre­dit auf, um ihre Mond­preise zu bezah­len! (Komm lie­ber zu mir – aber dazu unten mehr). 

Wie geht Online Marketing? 

Lass Dich nicht über­wäl­ti­gen: Schnelle Erfolge im Online Mar­ke­ting haben nur die, die schon mit ande­ren Pro­jek­ten ihre Erfah­run­gen sam­meln konn­ten – und die bereits zur Gold­grä­ber­zeit (der Phase vor 2018) des Online Mar­ke­tings aktiv waren. Für alle, die spä­ter ein­ge­stie­gen sind und noch ein­stei­gen, ist Online Mar­ke­ting immer noch eine phan­tas­ti­sche Mög­lich­keit, an viel mehr Kun­den zu kom­men, als sie es regio­nal je könn­ten. Aber es geht nicht in weni­gen Wochen. Und es geht auch nicht ohne Online Mar­ke­ting Stra­te­gien. Lass Dich da nicht blenden.

Was gehört alles zum Online Marketing? 

Es gibt keine Blau­pause zum Erfolg, die für jeden funk­tio­niert. Punkt. Aber es gibt Wege (Road­maps), die Dir den Ein­stieg ins Online-Mar­ke­ting leich­ter machen. Fokus­siere Dich zunächst auf wenige Bau­stel­len und gehe schritt­weise vor.

Genau dabei, den eige­nen Weg durch das Online Mar­ke­ting Laby­rinth zu fin­den, den Über­blick über die ver­schie­de­nen Online Mar­ke­ting Kanäle zu behal­ten und den per­sön­lich bes­ten Online Mar­ke­ting Mix zu fin­den, unter­stütze ich übri­gens meine Mit­glie­der im Mar­ke­ting-Zau­ber-Zir­kel. Hier fin­dest Du mehr Infor­ma­tio­nen dar­über.

Marketing-Grundlagen

Viele machen den Feh­ler indem sie den zwei­ten oder drit­ten Schritt vor dem ers­ten gehen. Sie küm­mern sich schon um die gan­zen Online Mar­ke­ting Instru­mente und ver­ges­sen die Mar­ke­ting-Grund­la­gen. Dazu gehö­ren bei­spiels­weise eine klare Posi­tio­nie­rung, genaue Kennt­nisse der Ziel­kun­den und nicht zuletzt das Wis­sen um Pro­dukt­er­stel­lung (ja, auch bei Dienst­leis­tun­gen spricht man im Mar­ke­ting von Pro­duk­ten) und der Preis­ge­stal­tung.

Social Media Marketing

Social Media Mar­ke­ting ist meist das erste, was ein­fällt, wenn es um das Thema Online Mar­ke­ting geht. Lange hieß es "ich muss nach Face­book" – inzwi­schen viel­fach abge­löst von "ich muss nach Insta­gram" oder für die jün­ge­ren Unter­neh­me­rin­nen auch mal "ich muss nach Tik­tok" oder "ich muss nach You­Tube". Ganz falsch ist das natür­lich nicht. Aber so pau­schal ist das eben auch nicht rich­tig. Ich sage gern: Lege nicht alle Eier in einen (Social Media) Korb – aber tanze auch nicht auf allen Hochzeiten.

Wich­tig ist, dass Du Dich ver­traut machst mit den Social Media Kanä­len, die für Dich und Deine Ziel­kun­den rele­vant sind. Es nützt näm­lich gar nichts, wenn Du mit Begeis­te­rung bei­spiels­weise auf Twit­ter aktiv bist, Deine Ziel­kun­den aber lie­ber auf Lin­kedIn unter­wegs sind.

Am ein­fachs­ten ist es natür­lich, wenn Du schon län­ger den einen oder ande­ren Social Media Kanal pri­vat nutzt und weißt, wie die Men­schen dort "ticken" und wer da so anzu­tref­fen ist.

Kommst Du völ­lig aus der Off­line-Welt, ist es sinn­voll, Dir nach und nach (!) die wich­tigs­ten Social Media Kanäle in Ruhe anschaust – und mög­lichst viel dar­über lernst. Die wich­tigs­ten Social Media Kanäle für Ein­zel­un­ter­neh­mer aus den Berei­chen Trai­ning, Coa­ching, Bera­tung und Kunst und Hand­werk sind immer noch

  • Face­book
  • Insta­gram
  • You­Tube
  • Pin­te­rest
  • Lin­kedin
  • XING
  • Twit­ter

Picke Dir da erst­mal ein oder zwei aus der Liste und schau, ob Deine Mit­be­wer­ber dort aktiv sind. "Stalke" sie ein wenig, beob­achte und lerne, was sie tun. Sind sie dort erfolg­reich – oder bei­ßen sie sich die Zähne aus in dem Bemü­hen, dort Inter­es­sen­ten an sich zu bin­den? Allein durch die Markt­be­ob­ach­tung kannst Du bereits unglaub­lich viel lernen.

Content Marketing

Wenn Du nicht selbst zum Markt­schreier wer­den möch­test, ist Con­tent Mar­ke­ting ein wun­der­ba­rer, vor allem aber nach­hal­ti­ger Weg, um kon­ti­nu­ier­lich neue Kun­den anzu­zie­hen. Con­tent Mar­ke­ting bedeu­tet nichts ande­res, als regel­mä­ßig neue Inhalte zu ver­öf­fent­li­chen, die für Deine Ziel­gruppe und Deine Ziel­kun­den wich­tig sind.

Aber was sind "neue Inhalte" und wie oft musst Du die ver­öf­fent­li­chen? Und auch: wo kannst oder musst Du sie ver­öf­fent­li­chen? Da kommt das Thema Con­tent Mar­ke­ting Stra­te­gie ins Spiel. Etwas, das viele, die ein­fach mal so drauf los blog­gen oder ein paar Videos hoch­la­den, gern vergessen.

Wenn Du den Weg des Con­tent Mar­ke­tings gehen willst – was ich fast immer emp­feh­len kann – dann gibt es eine Menge für Dich zu ler­nen. Hier sei nur kurz ange­ris­sen, dass Du Dein Thema sehr gut ken­nen soll­test, nach Mög­lich­keit schon einige Jahre Erfah­rung und Exper­tise mit­bringst und dass Du Spaß daran hast, Dein Wis­sen auch wei­ter zu geben. Denn Con­tent Mar­ke­ting beruht auf dem Prin­zip "erzähle was Du weißt, um zu ver­kau­fen was Du kannst" (Kers­tin Hoff­mann – PR-Doktor).

Hast Du Freude am Tex­ten, Videos erstel­len, Gra­fi­ken erstel­len, am Erstel­len von Web­sites und am Gestal­ten von Prä­sen­ta­ti­ons­fo­lien und ande­ren Doku­men­ten, dann kannst Du Dich beim Con­tent Mar­ke­ting so rich­tig austoben.

Suchmaschinenoptimierung – kurz: SEO

Wenn Du Dich fürs Con­tent Mar­ke­ting ent­schie­den hast, kommst Du um das Thema Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung (abge­kürzt SEO für Search Engine Opti­miz­a­tion) nicht herum. Die wich­ti­geste Form der Such­ma­schi­nen­op­ti­me­rung ist die für die Such­ma­schine Google. Aber es gibt noch wei­tere Vari­an­ten, etwa SEO für You­Tube, Ama­zon oder auch Pinterest.

SEO bedeu­tet übri­gens NICHT ein Schlag­wort (fach­sprach­lich Key­word) beson­ders häu­fig in einem Text unter­zu­brin­gen. Wenn Du da ein­stei­gen möch­test, habe ich hier drei anfän­ger­ge­eig­nete Bei­träge für Dich:

Klei­ner Tipp am Rande: Nie­mand, der wirk­lich Ahnung von SEO hat sagt SEO-Opti­mie­rung denn … das ist dop­pelt gemoppelt!

Bezahltes Online Marketing (Paid Advertising)

Bannerwerbung

Ban­ner­wer­bung hat zumin­dest für Ein­zel­un­ter­neh­mer kom­plett an Bedeu­tung ver­lo­ren – ähn­lich wie bei Anzei­gen in der Tages­zei­tung oder in Maga­zi­nen, wo Wer­bung kaum noch wahr­ge­nom­men wird, kannst Du davon aus­ge­hen, dass auf Ban­ner nur noch extrem sel­ten bis gar nicht geklickt wird (Fach­be­griff: Ban­ner Blind­ness). Ban­ner­wer­bung lohnt sich viel­leicht noch für große Unter­neh­men mit ent­spre­chend gro­ßem Wer­be­bud­get: Da fällt dann auch bei Klick­ra­ten im Pro­mil­le­be­reich noch genug ab.

Für Ein­zel­un­ter­neh­mer kann ich nur sagen: Lass die Fin­ger davon!

Suchmaschinenmarketing – kurz: SEA

Mit SEA (für Search Engine Adver­ti­sing) bezeich­net man das Schal­ten von Anzei­gen in den Such­ergeb­nis­sei­ten (SERPs) von Google, Bing, oder Yahoo oder auch Pin­te­rest. Ähn­lich wie bei der orga­ni­schen Suche wird die Wer­bung dann auf­grund der ange­ge­be­nen Such­wör­ter (Key­words) ange­zeigt. Sofern der Nut­zer kei­nen Adblo­cker verwendet.

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Typi­sches Google Ads Suchergebnis

SEA ist eine coole Mar­ke­ting-Mög­lich­keit, wenn man etwas Geld in der Wer­be­kasse hat und auch bereit ist, etwas Lehr­geld zu zah­len. Denn anders als bei der nächs­ten Form der bezahl­ten Online-Wer­bung kannst Du bei der Wer­bung auf Google (die ande­ren bei­den sind hier in Deutsch­land eher weni­ger rele­vant) davon aus­ge­hen, dass die Suchen­den auch wirk­lich schon einen Bedarf haben.

Bezahlte Social Media Werbung

Bekannt­lich kannst Du ja auf Face­book Wer­bung schal­ten. Tat­säch­lich kommst Du, wenn Du nicht schon eine aktive Fol­lo­wer­schaft im 4‑stelligen Bereich und /​ oder eine Face­book-Gruppe hast, kaum darum herum, um Dir per Bezah­lung Reich­weite und Bekannt­schaft zu verschaffen.

Das Thema Face­book Ads ist lei­der nicht so ganz ein­fach und wenn Du kei­ner­lei Erfah­rung damit hast, soll­test Du Dich dar­auf ein­stel­len, dass Du Lehr­geld zah­len musst. Ent­we­der, indem Du Dir einen hof­fent­lich guten Kurs oder Bera­ter dazu suchst oder indem Du selbst sys­te­ma­tisch Anzei­gen schal­test und auch in Kauf nimmst, dabei viel Geld zu "ver­bra­ten". An die­ser Stelle nur ein ein­zi­ger Tipp: Lass die Fin­ger vom "Bei­trag bewerben"-Button!

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So sieht der Bei­trag bewer­ben But­ton aus. Nicht klicken!

Außer Face­book gibt es natür­lich auch Wer­be­mög­lich­kei­ten auf Lin­kedin, XING, Pin­te­rest, Twit­ter und vor allem YouTube.

Alle haben gemein­sam, dass Du eine Stra­te­gie und einen Fun­nel brauchst, um wirk­lich von den Anzei­gen zu profitieren.

E‑Mail Marketing oder Newsletter Marketing

Schnell wirst Du auch hören, dass "das Geld in der Liste" liegt. Soll hei­ßen: Dir begeg­net das Thema News­let­ter Mar­ke­ting. Mit dem Schrei­ben von E‑Mails Kun­den anzu­zie­hen und an Dich zu bin­den klingt inzwi­schen viel­leicht etwas alt­mo­disch (wozu gibt es Social Media?) ist aber immer noch eine der wirk­lich nach­hal­ti­gen und funk­tio­nie­ren­den Metho­den im Online-Mar­ke­ting. Vor allem eine, bei der Du – ebenso wie im Con­tent Mar­ke­ting – Deine eigene Con­tent Hoheit und vor allem auch die Hoheit über Deine Inter­es­sen­ten- und Kun­den­da­ten (in der Fach­spra­che "Leads" genannt) behältst.

Denn so schön die gan­zen Fol­lower und Fans in den Social Media sind – und so schmei­chelnd da dann die die stei­gen­den Zah­len von drei auf vier oder gar fünf­stel­lig oder mehr erschei­nen: Diese Daten gehö­ren nicht Dir, son­dern den Betrei­bern der Kanäle. Schnell sind die wie­der ver­lo­ren, wenn Dir zum Bei­spiel Dein Konto gesperrt wird.

Bei einer eige­nen News­let­ter-Liste ist das nicht der Fall. Wenn die Social Media Kanäle Dir für Deine orga­ni­sche (also unbe­zahlte) Reich­weite mit ihren Algo­rith­men einen Strich durch die Rech­nung machen: Deine News­let­ter-Abon­nen­ten kannst Du so oft anschrei­ben wie Du magst. Zumin­dest theoretisch. 😉

Was gibt es im Newsletter Marketing zu lernen?

Zunächst mal ist wich­tig, dass Du die News­let­ter nor­ma­ler­weise nicht über Dei­nen nor­ma­len Mail-Account und mit Out­look oder Thun­der­bird ver­sen­dest, son­dern dafür bes­ser einen spe­zia­li­sier­ten Anbie­ter (einen News­let­ter Pro­vi­der) nimmst. Außer­dem hast Du recht­lich eini­ges zu beach­ten. Spä­tes­tens seit Inkraft­tre­ten der DSGVO im Mai 2018 darfst Du nicht ein­fach alles machen, was Dir gefällt.

Schnell wer­den Dir Begriffe wie Öff­nungs- und Klick­rate, Boun­ces , Sequen­zen oder Seg­men­tie­rung und Tag­ging begeg­nen. Du wirst ler­nen, wie Du Betreff­zei­len tex­test, die dazu füh­ren, dass Deine E‑Mails auch gele­sen wer­den. Und dass das manch­mal gar nicht so leicht ist.

Juristisches

Wie im letz­ten Abschnitt schon ange­deu­tet: Jede Menge recht­li­che The­men kom­men auch im Online Mar­ke­ting auf Dich zu. Als Ein­zel­un­ter­neh­mer unter­lie­gen wir den­sel­ben recht­li­chen Pflich­ten wie die Groß­kon­zerne – ohne deren Möglichkeiten.

Darum ahme nicht blind nach, was diese oder auch sehr erfolg­rei­che Ein­zel­un­ter­neh­mer im Online Mar­ke­ting machen, es könnte näm­lich sein, dass sie die Abmahn- oder Gerichts­kos­ten bereits ins Wer­be­bud­get ein­ge­plant haben. Was die locker aus der Por­to­kasse bezah­len, kann für ein klei­nes Unter­neh­men wie Dich den finan­zi­el­len Ruin bedeuten.

Da Unwis­sen­heit lei­der nicht vor Strafe schützt, soll­test Du Dich auch mit recht­li­chen The­men aus­ein­an­der set­zen. Das ist heute glück­li­cher­weise leich­ter als noch vor eini­gen Jah­ren. Denn auch Anwälte haben das Con­tent Mar­ke­ting für sich ent­deckt und über Blog­ar­ti­kel, Social Media oder You­Tube-Videos kannst Du schon mal das wich­tigste ler­nen und die gröbs­ten Feh­ler ver­mei­den. Sie schaf­fen es auch meis­tens, das Thema ver­ständ­lich und nicht allzu dröge zu ver­mit­teln, also freunde Dich damit an, Dich damit zu beschäftigen.

Wich­tig sind für Dich vor allem das BGB (Bür­ger­li­ches Gesetz­buch – vor allem, wenn Du keine eige­nen AGB hast), das UWG (Gesetz gegen den unlau­te­ren Wett­be­werb), das UrhG (Urhe­ber­rechts­ge­setz), das TTDSG (Tele­da­ten­schutz­ge­setz) und die berüch­tigte DSGVO (Daten­schutz-Grund­ver­ord­nung), die übri­gens kein Gesetz son­dern eben eine Ver­ord­nung ist.

Sales – das eigentliche Verkaufen

Ich treffe jetzt mal eine Annahme über Dich, liebe Lese­rin: Du liebst, was Du tust, Du möch­test bera­ten, coa­chen, als Trai­ne­rin bei­seite ste­hen, oder Deine Pro­dukte oder Deine Kunst erstel­len – aber Ver­kau­fen? Bäh!

Zumin­dest ging mir das lange so und ich weiß, dass es vie­len mei­ner Mit­glie­der und 1:1‑Kundinnen so geht.

Doch ohne Kennt­nisse über Kun­den­ty­pen, über Ver­kaufs­ar­gu­men­ta­tion, Sales-Fun­nel und Kun­den­reise und die vie­len Mög­lich­kei­ten, online zu ver­kau­fen, geht es lei­der nicht. Die Vor­stel­lung, dass Du nur ein biss­chen pos­test oder bloggst, mal ein Video erstellst oder eine Pod­cast-Folge ein­sprichst und dann kom­men die Kun­den von allein ist zwar eine schöne aber lei­der auch eine sehr romantische.

Zum Mar­ke­ting, das viele immer noch ein­zig mit "Wer­bung" gleich­set­zen, gehö­ren neben der Wer­bung (Pro­mo­tion) eben auch Pro­dukte, Preise und das vierte P "Place" – also der Verkauf.

Monitoring und Analyse

Ein wesent­li­cher Erfolgs­fak­tor, den gerade Anfän­ger im Online Mar­ke­ting gern ver­ges­sen, ist die Erfolgs­kon­trolle. Ohne eine Über­wa­chung (Moni­to­ring) Dei­ner Akti­vi­tä­ten und Über­prü­fung, ob sie die gewünsch­ten Ziele brin­gen, ohne Ana­lyse, was erfolg­reich war und was nicht, wirst Du nicht dau­er­haft erfolg­reich sein und Dein Online Mar­ke­ting wird Dir viel­leicht zufäl­lig ein paar Erfolge brin­gen – aber Du wirst diese nicht wie­der­ho­len können.

Online Marketing Tools

Im Online Mar­ke­ting gibt es für alles und jedes ein Tool (also Pro­gramme und Online Apps und Brow­ser-Anwen­dun­gen). Sie sind zwar kein All­heil­mit­tel, aber beson­ders wich­tig, wenn Du eben als Ein­zel­un­ter­neh­mer unter­wegs bist und ska­lie­ren möch­test. Ska­lie­ren bedeu­tet, dass Du nicht immer nur Deine Zeit 1:1 ver­kaufst, son­dern mög­lichst auch dar­über hin­aus Umsatz machst. Außer­dem ist es ohne Tools fast unmög­lich, Dein Tages­ge­schäft mit Dei­nen Kun­den zu machen UND auch noch per­ma­nent neue Inhalte zu pro­du­zie­ren UND in den Social Media prä­sent zu sein.

Ande­res im Online Mar­ke­ting lässt sich ohne Tools gar nicht realisieren.

Für viele – gerade auch Ein­zel­un­ter­neh­me­rin­nen – ist "die Tech­nik" eine schreck­li­che Hürde, die anfangs zu über­for­dern droht und Angst ein­jagt. Das muss aber nicht sein. Mit etwas Hilfe und Unter­stüt­zung (bei­spiels­weise von mir) und sys­te­ma­ti­scher Vor­ge­hens­weise wer­den die Tools schnell zu dem, was sie eigent­lich sind:

Wert­volle und wirk­same Werk­zeuge, die Dir das Online Mar­ke­ting und Dein Online Busi­ness leich­ter machen.

Bir­git von Marketing-Zauber

Ich habe schon viel über Tools gebloggt, bei­spiels­weise hier und hier fin­dest Du meine aktu­el­len liebs­ten Tools und Res­sour­cen. So werde ich hier nur ein paar Berei­che vor­stel­len, für die es gute, manch­mal sogar geniale Tools gibt:

  • Social Media
  • Orga­ni­sa­tion und Projektplanung
  • Zah­lungs­an­bie­ter
  • Auto­ma­ti­sie­rung
  • News­let­ter
  • SEO
  • Moni­to­ring und Analyse
  • Audio- und Videos auf­neh­men und schneiden
  • Pod­casts
  • Con­tent-Erstel­lung und Planung

Fazit

Magst Du Fan­tasy Rol­len­spiele? Mit dem Thema Online Mar­ke­ting ist es für Dich als Anfän­ger so ähn­lich. Online Mar­ke­ting ist oft wie ein Rol­len­spiel, wo Du nur mit einer Fackel bewaff­net nach und nach ein unter­ir­di­sches Laby­rinth erforschst (und eroberst). Was vor Dir liegt, kannst Du oft nur erah­nen. Aber wenn Du mutig den Weg wei­ter gehst und Dich den Her­aus­for­de­run­gen stellst, so wirst Du fest­stel­len, dass hin­ter Dir alles hell erleuch­tet bleibt. Fortan kannst Du diese Wege immer wie­der gehen und sie wer­den Dir immer vertrauter.

Nach und nach erkennst Du dann auch Abkür­zun­gen und gele­gent­lich wirst Du auch in Berei­chen, die Du schon kennst, auf eine neue Geheim­tür und eine dahin­ter lie­gende Schatz­kam­mer stoßen.

Die­ses Laby­rinth biete ich Dir an, gemein­sam mit mir zu erkun­den: Denn mit einer Orts­kun­di­gen ist das immer ein­fa­cher, als wenn man allein buch­stäb­lich durchs Dunkle tappt. Ich lade Dich also ein, mit mir Kon­takt auf­zu­neh­men, gern mit einem Schnup­per­ter­min oder über die ver­schie­de­nen Social Media Kanäle, auf denen ich regel­mä­ßig unter­wegs bin (Du fin­dest mich unter ande­rem auf Face­book, Lin­kedIn, Insta­gram).

Ich freue mich über Dei­nen Kommentar!

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing.

Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation.

Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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  1. Ein super Arti­kel liebe Bir­git. Ja, ein Online-Busi­ness ist nichts, was man "mal eben schnell neben­her" auf­baut. Aber wenn man gewillt und bereit ist, wirk­lich Zeit, Kraft, Ener­gie und auch Geld zu inves­tie­ren und Lern­kur­ven in Kauf zu neh­men, kann es eine der erfül­lends­ten Arten zu arbei­ten über­haupt wer­den. Einen echt tol­len Über­blick hast du da gege­ben. Ein Punkt, der bei mir seit eini­ger Zeit dabei eben­falls immer wich­ti­ger gewor­den ist, ist das ganze Thema Mind­set. Das ist ein Thema, das ich am Anfang echt unter­schätzt habe. Je mehr ich mich damit aus­ein­an­der­setze und es in all die ande­ren Berei­che, die du hier so super zusam­men­ge­stellt hast, ein­flie­ßen lasse, desto mehr wächst mein Coa­ching-Busi­ness für Men­schen mit Scan­ner­per­sön­lich­keit gerade. Das wäre für mich ein Punkt, den ich per­sön­lich auf der Mind­map viel­leicht noch ergän­zen würde. Toll, dass du hier einen so ehr­li­chen und umfang­rei­chen Über­blick gibst und danke für die echt tolle Arbeit, die du machst. Du bist einer der Men­schen, von denen ich auch als Fort­ge­schrit­tene immer noch sehr gerne lerne. Von Her­zen liebe Grüße an dich. Sandra

    1. Herz­li­chen Dank, liebe San­dra! Ja, Mind­set ist super wich­tig – ich habe sogar über­legt, ob ich das mit auf­neh­men sollte, mich dann aber dage­gen ent­schie­den, weil es ein biss­chen aus dem Rah­men fal­len würde. Ich habe ja einen ande­ren Arti­kel zum Thema Online Busi­ness, in dem ich dar­auf näher ein­gehe. Auch das Thema Affi­liate Mar­ke­ting habe ich an die­ser Stelle bewusst ausgeklammert. 

      Ich freue mich jeden­falls unge­mein dar­über, dass Du auch als Kol­le­gin und erfah­rene Unter­neh­me­rin noch gern von mir lernst! 

      ✨ Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

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