Warum Du auch als lokales Unternehmen bloggen solltest

Von Birgit Schultz

Januar 6, 2016


Letzte Aktua­li­sie­rung 16. Juni 2021 

Warum soll man eigent­lich als loka­les Unter­neh­men blog­gen? Eine gute Frage!

Schließ­lich sol­len die Kun­den ja gar nicht online kau­fen, son­dern sie sol­len zu Dir ins Geschäft kom­men. Nur dort kannst Du sie rich­tig bera­ten und bedie­nen. Die Kun­den sol­len nicht lesen, son­dern zu Dir kom­men. Dafür genügt es doch, wenn sie Deine Web­site fin­den und wis­sen, wohin sie kom­men sol­len, direkt vor­bei kom­men oder tele­fo­nisch einen Ter­min ausmachen.

Doch so läuft das nicht.

Men­schen sind schlau, bevor sie irgendwo Kunde wer­den, infor­mie­ren sie sich erst. Frü­her hat man Freunde und Bekannte gefragt: »Sag mal, kennst Du jeman­den, der …«

Heute fra­gen Men­schen das Inter­net. Genauer gesagt, die Men­schen fra­gen Google. Auch, wenn Du nicht bei Google ange­mel­det bist, merkt sich Google, wel­che Such­an­fra­gen Du stellst und berück­sich­tigt außer­dem, wo Du Dich befin­dest. Das weiß Google über die IP-Adresse, die man jeden Tag von sei­nem Inter­net-Anbie­ter erhält. Zwar kann das schon mal vari­ie­ren, aber im Gro­ßen und Gan­zen stimmt die regio­nale Ein­ord­nung, die Google vornimmt.

Google macht das nicht aus böser Absicht.

Das erklärte Ziel von Google ist es, jedem Nut­zer die für ihn per­sön­lich bes­ten Such­ergeb­nisse zu lie­fern. Eine all­ge­meine Posi­tion Num­mer 1 in den Google Such­ergeb­nis­sen gibt es also gar nicht mehr. Als Kri­te­rien für die Posi­tio­nie­rung die­nen Google die Fak­to­ren Nütz­lich­keit und Rele­vanz. Und da ist Google ziem­lich wäh­le­risch und kri­tisch. Wenn Du mehr dazu wis­sen willst, lies gern auch mei­nen Bei­trag Brau­che ich noch Key­words für die Suchmaschinenoptimierung?

Neben den inhalt­li­chen Fak­to­ren zäh­len viele wei­tere dazu, ins­ge­samt gibt es mehr als 200 davon. Aktua­li­tät und inhalt­li­che Rele­vanz gehö­ren auf jeden Fall dazu.

Was hat das nun alles mit Bloggen zu tun?

Stell Dir nun Deine nor­male Web­site vor, sie hat eine Start­seite, ein Impres­sum (hof­fent­lich!) und meist eine Hand­voll wei­te­rer Sei­ten, auf denen Du mehr oder weni­ger umfang­reich Deine Dienst­leis­tung beschreibst. Viel­leicht gehörst Du zu der eher wort­kar­gen Sorte, die meint, dass Bil­der mehr als Tau­send Worte sagen und schreibst ledig­lich ein paar Stich­worte. Die mögen zwar viel­leicht inhalt­lich rele­vant sein, aber beson­ders in die Tiefe gehst Du damit natür­lich nicht.

Soweit, so gut. Anfangs ist Deine Web­site noch »aktu­ell«, denn sie ist ja noch neu. Aber nach ein paar Mona­ten schon gilt das nicht mehr wirk­lich. Inhalt­lich in die Tiefe gehst Du auch nicht. Bis­lang hast Du nur wenige befreun­dete Unter­neh­mer dazu brin­gen kön­nen, auf Deine Inter­net-Sei­ten zu ver­lin­ken, und dann auch meist nur auf die Start­seite, wo Du Deine Inter­es­sen­ten begrüßt aber nicht viel über Dich und Dein Unter­neh­men erzählst. Die Sei­ten der befreun­de­ten Unter­neh­mer sehen ähn­lich aus und wer­den auch nicht gut bei Google gefun­den. Daher nüt­zen Dir auch deren Links nicht viel.

Die Haupt­fak­to­ren für eine gute Posi­tio­nie­rung bei Google erfüllt Deine Seite also nicht — und so wird sie auch nicht mehr ange­zeigt. Jeden­falls nicht auf der ers­ten Seite von Google.

Warum das so wich­tig ist? Unter Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rern gibt es ein Bon­mot: »Es gibt kei­nen bes­se­ren Ort, eine Lei­che zu ver­ste­cken als bei Google auf Seite 2.« Ver­stehst Du, dort schaut nie­mand hin.

Ein Blog kann helfen

Hier nun kommt Dein Blog ins Spiel: Wenn Du regel­mä­ßig über Dein Geschäft bloggst, Bran­chen­news wei­ter­gibst, Tipps und Tricks teilst, Ein­bli­cke in Dein Thema bie­test, dann hast Du auf Dei­ner Web­site immer aktu­elle und rele­vante Inhalte. Die wer­den auch viel lie­ber ver­linkt (ein wei­te­res Kri­te­rium von Google!) und in den Social Media geteilt (noch ein Kri­te­rium, ein soge­nann­tes Social Signal) als ein­fach nur eine ganz nor­male Start­seite, bei der jeder sofort denkt: »ach, Werbung…«.

Sucht jemand aus Dei­ner Region bei Google nach Stich­wör­tern, die Du in Dei­nen Blog­bei­trä­gen ver­wen­det hast (ja, das sind die berühm­ten Schlüs­sel­wör­ter oder Key­words!), so ste­hen die Chan­cen gut, dass er einen von Dei­nen Blog­bei­trä­gen fin­det. Jetzt hast Du die Chance, dass er auf Dei­nen Link klickt und auf Deine Seite kommt.

Gefällt ihm, was er dort liest, liest er wahr­schein­lich mehr (oder schaut zumin­dest, was Du noch so anzu­bie­ten hast) und ist er auch dann zufrie­den, so schaut er, wo sich Dein Geschäft befin­det. Du hast es geschafft, Ver­trauen auf­zu­bauen und er kommt zu Dir ins Geschäft. Unter­schätze nie die Bedeu­tung des Ver­trau­ens­auf­baus für eine Kauf­trans­ak­tion! Ken­nen — Mögen — Ver­trauen: So läuft das!

Soweit die Theo­rie. Oft­mals klappt das nicht beim ers­ten Mal. Wir Mar­ke­ting-Men­schen sagen immer, dass es um die dröf­lzig Kon­takte braucht, bis ein Inter­es­sent zum Kun­den wird (frü­her sprach man mal von sie­ben, dann von zwan­zig, drei­ßig, was weiß ich. Tat­sa­che ist: Es braucht rich­tig viele Kontaktpunkte!).

Und das ist einer der wich­tigs­ten Gründe, warum Du regel­mä­ßig auch als loka­les Unter­neh­men blog­gen solltest.

Wie geht das, als lokales Unternehmen bloggen?

Spä­tes­tens an die­ser Stelle höre ich immer wie­der die­sen Satz: »Aber ich weiß doch nicht, wor­über ich schrei­ben soll!« Meis­tens wird die­ser Satz noch ergänzt mit »In mei­ner Bran­che geht das nicht.« Dazu kann ich nur sagen: Das stimmt nicht! Du kannst in jeder Bran­che einen guten Blog eta­blie­ren und Dich so als loka­les Unter­neh­men sehr erfolg­reich darstellen.

Aktua­li­sie­rung 2021: Nun, da wir seit bald einem Jahr mit der Pan­de­mie Covid-19 leben wird immer mehr Men­schen klar, dass “die­ses Inter­net” nicht nur etwas ist, das den loka­len Unter­neh­men scha­det, son­dern viele, viele Chan­cen bie­tet, auch wei­ter­hin für die eige­nen Kun­den da zu sein. Ein Blog ist da eine wert­volle Grund­lage für wei­tere Schritte in ein zumin­dest teil­weise online basier­tes Business. 

Wenn Du dabei Hilfe benö­tigst, sprich mich auf jeden Fall an. Ich kann Dich bera­tend auf die­sem Weg unter­stüt­zen. Eine gute Mög­lich­keit, die Dein Bud­get nicht stra­pa­ziert, ist eine Mit­glied­schaft im Mar­ke­ting-Zau­ber-Zir­kel. Schau Dir mal an, wel­che Unter­stüt­zung Du hier bekom­men kannst. 

Hat Dir der Bei­trag gefal­len? Gibt es Fra­gen rund ums Blog­gen, die Dir gerade beson­ders wich­tig sind? Dann schreib mir Deine Frage in den Kom­men­tar und ich werde sie dort beant­wor­ten oder einen Blog­bei­trag dazu verfassen.

Wer schreibt hier?

Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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  1. Tolle, inspi­rie­rende, sehr inter­es­sante Beiträge 😉 

    Meine Frage: Da ich ein Geschen­ke­la­den mit Scho­ko­la­den, Fein­kost und Schö­nes für Zuhause habe, tue ich mich schwer mit der Pro­blem­lö­sung mei­ner Ziel­gruppe. Was löse ich für Pro­bleme, aus­ser dass ich ihnen Geschenk­ideen lie­fern kann ? Gibt es dazu auch Tipps zur Ideenfindung?

    1. Hallo Alice,
      ja, Geschenk­ideen sind schon der rich­tige Ansatz­punkt als Lösung für die Pro­bleme Dei­ner Ziel­gruppe. Man spricht im Mar­ke­ting auch gern von “Schmerz­punk­ten”, die der Kunde hat.
      Es geht ja nicht allein um “irgend­eine” Geschenk­idee. Der Schen­kende steht ja vor vie­len Problemen. 

      Wie kann er über­ra­schen? Wie kann er etwas schen­ken, das dem Beschenk­ten seine Wert­schät­zung zeigt?
      Wie kann er zei­gen, dass er sich Gedan­ken gemacht hat? Mit wel­chem Geschenk kann er Ein­druck schin­den (nicht not­wen­di­ger­weise beim Beschenk­ten selbst)?
      Wie fin­det er ein Geschenk im bes­ten Preis-Leistungsverhältnis?
      Was schenkt man jeman­dem, den man nicht kennt?
      Was schenkt man, wenn der Beschenkte schon “alles” hat? Was schenkt man, wenn man sehr viel weni­ger Geld als der Beschenkte hat? 

      Du merkst, da sind viele Fra­gen offen und Du kannst das Thema aus immer neuen Blick­win­keln beleuchten. 

      Zeig Trends auf, stelle Neu­ig­kei­ten vor.
      Schreib einen Arti­kel dar­über, wie man auf Geschenk­ideen kom­men kann.
      Gib Tipps, wie man ein preis­wer­tes Geschenk auf­wer­ten kann.
      Gib Tipps, wie man ein teu­res Geschenk nicht zu prot­zig aus­se­hen lässt … 

      Bekommst Du eine Vor­stel­lung? Das waren jetzt Ideen für rund 10 Blog­bei­träge. 🙂 Setze Dich mal für eine halbe Stunde zu einem Brain­stor­ming mit einer guten Tasse Tee oder Kaf­fee hin und schreib alles auf, was Dir in den Sinn kommt. Viel Erfolg!

      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

  2. Hallo, liebe Birgit

    Auch wenn ich kein loka­les Geschäft habe, finde ich die­sen Blog­bei­trag genial!
    Gene­rell finde ich Dei­nen Blog über­aus inter­es­sant und Dein Schreib­stil gefällt mir super! Ich freue mich immer wie­der einen Bei­trag in Face­book von Dir zu entdecken.

    Ich bin so frei und ’sti­pize’ mir Deine The­men­vor­schläge (in Dei­nen Kom­men­tar für Alice) für mei­nen geplan­ten Blog mei­nes Online­shops. Zwar weiss ich noch nicht, wann ich die­sen auf­bauen werde. Wenn mir wel­che Ideen kom­men, werde ich diese notieren.

    Herz­li­che und krea­tive Grüsse,
    Cornelia

    1. Liebe Cor­ne­lia,
      vie­len Dank für Dein Lob und Dei­nen Kom­men­tar. Du darfst gern “sti­bi­zen” — und ich wün­sche Dir viel Erfolg und gutes Gelin­gen. Es würde mich freuen, Du bleibst mir als Lese­rin treu. Am Mon­tag geht es nach der Som­mer­pause mit einem neuen Bei­trag weiter.
      Herz­li­che Grüße
      Birgit

      1. Liebe Bir­git =)
        Bes­ten Dank fürs ’nach­träg­lich erlau­ben’. *schmun­zel*
        Von Dir und eini­gen wei­te­ren Per­so­nen im Face­book lerne ich so viel, da kann es nur ‘gut gelin­gen’. Ich bin gespannt, wie es kom­men wird. Alleine der Gedanke fas­zi­niert mich immer mehr.
        Gerne bleibe ich eine treue Lese­rin und Mit­glied Dei­ner FB-Gruppe.
        Herz­li­che Grüsse und eine gute Zeit.
        Cornelia

  3. Hallo,
    Ist es, wenn ich in einer Such­ma­schine gefun­den wer­den möchte, egal bei wel­chem Inter­net­sei­ten-Anbie­ter ich bin? Ich höre immer wie­der, dass man sich, damit Google “einen lieb hat” eine eigene Seite über Wor­d­Press haben muß und nicht über anbie­ter wie Jumbo, joomla etc. Oder ist das irrele­vant? Müs­sen die key­words nicht irgendwo hin­ter­legt wer­den? Oder genügt es, wenn sie auf mei­ner lan­ding Page oder in einem Blog­bei­trag ste­hen? Vie­len Dank für deine Hilfe.

    1. Hallo Uta,
      es stimmt, dass Wor­d­Press “ab Werk” beson­ders such­ma­schi­nen­freund­lich ist. Das ist aber nicht das ein­zige Sys­tem. Kri­tisch zu sehen sind die gan­zen Home­page-Bau­kas­ten-Sys­teme, wie bei­spiels­weise Jimdo, Wix oder auch die der gro­ßen Pro­vi­der. Denn hier wird viel unnö­ti­ger Code “mit­ge­schleppt” und oft­mals sind bestimmte Tech­ni­ken der Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung gar nicht oder nur gegen Auf­preis mög­lich. Die Key­words müs­sen nicht (mehr) hin­ter­legt wer­den, aber Du soll­test vor­her zu Dei­nem Thema recher­chie­ren, wel­che Key­words sinn­voll sind. Hier in mei­nem Blog fin­dest Du in der Kate­go­rie SEO gut ver­ständ­li­che Arti­kel dazu. Wenn Du die Tipps, die ich dort gebe, berück­sich­tigst, hast Du schon viel erreicht.

      Zau­ber­hafte Grüße
      Birgit

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