Warum Du auch als lokales Unternehmen bloggen solltest

Warum soll man eigent­lich als loka­les Unter­neh­men blog­gen? Eine gute Frage!

Schließ­lich sol­len die Kun­den ja gar nicht online kau­fen, son­dern sie sol­len zu Dir ins Geschäft kom­men. Nur dort kannst Du sie rich­tig bera­ten und bedie­nen. Die Kun­den sol­len nicht lesen, son­dern zu Dir kom­men. Dafür genügt es doch, wenn sie Deine Web­site fin­den und wis­sen, wohin sie kom­men sol­len, direkt vor­bei kom­men oder tele­fo­nisch einen Ter­min aus­ma­chen.

Doch so läuft das nicht.

Men­schen sind schlau, bevor sie irgendwo Kunde wer­den, infor­mie­ren sie sich erst. Frü­her hat man Freunde und Bekannte gefragt: »Sag mal, kennst Du jeman­den, der …«

Heute fra­gen Men­schen das Inter­net. Genauer gesagt, die Men­schen fra­gen Google. Auch, wenn Du nicht bei Google ange­mel­det bist, merkt sich Google, wel­che Such­an­fra­gen Du stellst und berück­sich­tigt außer­dem, wo Du Dich befin­dest. Das weiß Google über die IP-Adresse, die man jeden Tag von sei­nem Inter­net-Anbie­ter erhält. Zwar kann das schon mal vari­ie­ren, aber im Gro­ßen und Gan­zen stimmt die regio­nale Ein­ord­nung, die Google vor­nimmt.

Google macht das nicht aus böser Absicht.

Das erklärte Ziel von Google ist es, jedem Nut­zer die für ihn per­sön­lich bes­ten Such­ergeb­nisse zu lie­fern. Eine all­ge­meine Posi­tion Num­mer 1 in den Google Such­ergeb­nis­sen gibt es also gar nicht mehr. Als Kri­te­rien für die Posi­tio­nie­rung die­nen Google die Fak­to­ren Nütz­lich­keit und Rele­vanz. Und da ist Google ziem­lich wäh­le­risch und kri­tisch.

Neben den inhalt­li­chen Fak­to­ren zäh­len viele wei­tere dazu, ins­ge­samt gibt es rund 200 davon. So sagt man, denn Google gibt sie nicht alle preis. Aktua­li­tät und inhalt­li­che Rele­vanz gehö­ren aber auf jeden Fall dazu.

Was hat das nun alles mit Bloggen zu tun?

Stell Dir nun Deine nor­male Web­site vor, sie hat eine Start­seite, ein Impres­sum (hof­fent­lich!) und meist eine Hand­voll wei­te­rer Sei­ten, auf denen Du mehr oder weni­ger umfang­reich Deine Dienst­leis­tung beschreibst. Viel­leicht gehörst Du zu der eher wort­kar­gen Sorte, die meint, dass Bil­der mehr als Tau­send Worte sagen und schreibst ledig­lich ein paar Stich­worte. Die mögen zwar viel­leicht inhalt­lich rele­vant sein, aber beson­ders in die Tiefe gehst Du damit natür­lich nicht.

Soweit, so gut. Anfangs ist Deine Web­site noch »aktu­ell«, denn sie ist ja noch neu. Aber nach ein paar Mona­ten schon gilt das nicht mehr wirk­lich. Inhalt­lich in die Tiefe gehst Du auch nicht. Bis­lang hast Du nur wenige befreun­dete Unter­neh­mer dazu brin­gen kön­nen, auf Deine Inter­net-Sei­ten zu ver­lin­ken, und dann auch meist nur auf die Start­seite, wo Du Deine Inter­es­sen­ten begrüßt aber nicht viel über Dich und Dein Unter­neh­men erzählst. Die Sei­ten der befreun­de­ten Unter­neh­mer wer­den übri­gens auch nicht gut bei Google gefun­den. Daher nüt­zen Dir auch deren Links nicht viel.

Die Haupt­fak­to­ren für eine gute Posi­tio­nie­rung bei Google erfüllt Deine Seite also nicht — und so wird sie auch nicht mehr ange­zeigt. Jeden­falls nicht auf der ers­ten Seite von Google.

Warum das so wich­tig ist? Unter Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rern gibt es ein Bon­mot: »Es gibt kei­nen bes­se­ren Ort, eine Lei­che zu ver­ste­cken als bei Google auf Seite 2.« Ver­stehst Du, dort schaut nie­mand hin.

Ein Blog kann helfen

Hier nun kommt Dein Blog ins Spiel: Wenn Du regel­mä­ßig über Dein Geschäft bloggst, Bran­chen­news wei­ter­gibst, Tipps und Tricks teilst, Ein­bli­cke in Dein Thema bie­test, dann hast Du auf Dei­ner Web­site immer aktu­elle und rele­vante Inhalte. Die wer­den auch viel lie­ber ver­linkt (ein wei­te­res Kri­te­rium von Google!) und in den Social Media geteilt (noch ein Kri­te­rium, ein soge­nann­tes Social Signal) als ein­fach nur eine ganz nor­male Start­seite, bei der jeder sofort denkt: »ach, Wer­bung…«.

Sucht jemand aus Dei­ner Region bei Google nach Stich­wör­tern, die Du in Dei­nen Blog­bei­trä­gen ver­wen­det hast (ja, das sind die berühm­ten Schlüs­sel­wör­ter oder Key­words!), so ste­hen die Chan­cen gut, dass er einen von Dei­nen Blog­bei­trä­gen fin­det. Jetzt hast Du die Chance, dass er auf Dei­nen Link klickt und auf Deine Seite kommt.

Gefällt ihm, was er dort liest, liest er wahr­schein­lich mehr (oder schaut zumin­dest, was Du noch so anzu­bie­ten hast) und ist er auch dann zufrie­den, so schaut er, wo sich Dein Geschäft befin­det. Du hast es geschafft, Ver­trauen auf­zu­bauen und er kommt zu Dir ins Geschäft.

Soweit die Theo­rie. Oft­mals klappt das nicht beim ers­ten Mal. Wir Mar­ke­ting-Men­schen sagen immer, dass es um die zwan­zig Kon­takte braucht, bis ein Inter­es­sent zum Kun­den wird. Und das ist einer der wich­tigs­ten Gründe, warum Du regel­mä­ßig auch als loka­les Unter­neh­men blog­gen soll­test.

Wie geht das, als lokales Unternehmen bloggen?

Spä­tes­tens an die­ser Stelle höre ich immer wie­der die­sen Satz: »Aber ich weiß doch nicht, wor­über ich schrei­ben soll!« Meis­tens wird die­ser Satz noch ergänzt mit »In mei­ner Bran­che geht das nicht.« Dazu kann ich nur sagen: Das stimmt nicht. Du kannst in jeder Bran­che einen guten Blog eta­blie­ren und Dich so als loka­les Unter­neh­men sehr erfolg­reich dar­stel­len.

Die­ser Bei­trag bil­det den Auf­takt zu einer gan­zen Reihe von Bei­trä­gen über das Thema Blog­gen für lokale Unter­neh­men. In den kom­men­den Wochen und Mona­ten wirst Du auf die­sem Blog immer wie­der Bei­träge zum Thema Blog­gen als loka­les Unter­neh­men fin­den, die Dir hel­fen, Ideen zu fin­den, Deine Ideen für Blog­bei­träge zu orga­ni­sie­ren und Deine Blog­bei­träge zu pla­nen. Du bekommst Schreib­tipps und Hin­weise, was Du zur Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung Dei­ner Blog­bei­träge beach­ten musst.

Hat Dir der Bei­trag gefal­len? Gibt es Fra­gen rund ums Blog­gen, die Dir gerade beson­ders wich­tig sind? Dann schreib mir Deine Frage in den Kom­men­tar und ich werde sie dort beant­wor­ten oder einen Blog­bei­trag dazu ver­fas­sen.

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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