Pinsel, Staffelei und Farben als Illustration zu sind Templates und Plugins Betrug

Betrügt Dich Dein Webdesigner, wenn er Templates und Plugins verwendet?

In der letz­ten Woche war ich für ein paar Tage Urlaub in Ham­burg. Das hat mich aber nicht davon abge­hal­ten, mich mit einem Mit­glied mei­nes Mar­ke­ting-Zau­ber Mas­ter­mind-Zir­kels im schö­nen Eppen­dorf zu tref­fen und dort gemein­sam einen Kaf­fee zu trin­ken. Bekannt­lich wird Social Media ja im ech­ten Leben erst rich­tig schön. Wenn man schon mal in der Gegend ist … Jeden­falls hat­ten wir eine tolle Zeit zusam­men. Warum ich Dir das hier erzähle?

Mein Mit­glied berich­tete mir, dass sein Web­de­si­gner über Monate die Web­site nicht fer­tig gestellt habe und — was ganz beson­ders ärgerte — für ein Hono­rar in hohem vier­stel­li­gem Bereich ein­fach nur ein bil­li­ges Tem­plate für 79 € ver­wen­det hätte!

Da ich selbst eine ähn­li­che Dis­kus­sion mit einer Kun­din vor eini­gen Wochen hatte, kam mir nun der Gedanke, dass vie­len gar nicht klar zu sein scheint, wofür sie ihren Web­de­si­gner bezah­len und welch ein Auf­wand in der Erstel­lung einer Web­site steckt.

Somit ent­steht letzt­lich ein fal­scher Ein­druck, der zu Unmut und Ver­är­ge­rung führt — zu Unrecht!

Darum habe ich mich ent­schie­den, die­sen Bei­trag zu schrei­ben, um für mehr Klar­heit zu sor­gen.

Was ist eigentlich ein Template?

Wozu dient also so ein Tem­plate und was hat es für eine Funk­tion?

Ein Tem­plate ist grob gespro­chen ein Gerüst, das das Aus­se­hen Dei­ner Web­site bestimmt. Mit einem Tem­plate wird fest­ge­legt, wo sich wel­che Ele­mente auf Dei­nen Web­sei­ten befin­den und wie sie sich in den ver­schie­de­nen Ansich­ten im Brow­ser auf dem Desk­top-PC, auf Tablets und Smart­pho­nes ver­hal­ten. Das Tem­plate holt sich die Inhalte aus der im Hin­ter­grund arbei­ten­den Daten­bank. Dadurch sind Inhalt und Form in Word­Press von­ein­an­der getrennt. Das hat große Vor­teile, wenn Du spä­ter mal das Aus­se­hen Dei­ner Web­site wie­der ver­än­dern möch­test.

Theo­re­tisch ist es mög­lich, ein­fach per Knopf­druck von einem Tem­plate zu einem ande­ren zu wech­seln.

Theo­re­tisch.

In der Pra­xis funk­tio­niert das (heut­zu­tage) allen­falls noch bei den von Word­Press mit­ge­lie­fer­ten Stan­dard-Tem­pla­tes.

Übri­gens kurz an die­ser Stelle ein­ge­scho­ben: Man spricht alter­na­tiv auch von Theme, Lay­out oder Design, wenn man von Tem­pla­tes redet. Außer­dem habe ich mich nicht ver­tippt, wenn ich mal von “Web­site” und mal “Web­seite” schreibe. Eine Web­seite ist eine ein­zelne Seite. Der Begriff Web­site meint das große Ganze, also alle Deine ein­zel­nen Web­sei­ten zusam­men genom­men. Deine “Home­page” ist übri­gens streng genom­men nur die Start­seite Dei­ner Web­site!

Kos­ten­pflich­tige Tem­pla­tes bie­ten aber noch viel mehr, als nur das Aus­se­hen Dei­ner Web­site zu steu­ern. Sie kön­nen Funk­tio­nen mit­brin­gen, die ohne das Tem­plate extra von einem Pro­gram­mie­rer hin­zu­ge­fügt wer­den müss­ten. Denn Tem­pla­tes bestehen nicht (allein) aus ein­fa­chem HTML- und CSS-Code, son­dern sie sind in einer Pro­gram­mier­spra­che namens PHP geschrie­ben.

Mitt­ler­weile gibt es unge­zählte Tem­pla­tes, von denen viele auf bestimmte Bran­chen spe­zia­li­siert sind und bereits die wich­tigs­ten Ele­mente dafür mit­lie­fern. So gibt es Tem­pla­tes spe­zi­ell für Food­blog­ger, für Foto­gra­fen, für Hotels oder auch für Semi­nar-Anbie­ter.

Aber füllt der Webdesigner damit nicht nur eine Vorlage aus?

Das ist der Ein­druck, den ein Laie schnell bekommt, wenn er von den Auf­ga­ben und Funk­tio­nen eines Tem­pla­tes hört: Fix Word­Press instal­liert, dann das Tem­plate und ein paar Inhalte ein­ge­fügt und zack steht die Web­site! Wenn es ganz so ein­fach wäre, würde es keine Web­de­si­gner und Word­Press-Spe­zia­lis­ten geben, die damit ihren Lebens­un­ter­halt ver­die­nen. Jeder könnte es selbst machen. Doch ganz so sim­pel ist es lei­der nicht.

Selbst wenn es sich nur um das Aus­fül­len einer Vor­lage han­deln würde (was es nicht ist!), würde die Erstel­lung einer Web­site mit Word­Press immer noch ihre Zeit brau­chen. Ich denke dabei ein wenig an “Malen nach Zah­len”. Das war mal in den 1970er und 1980er Jah­ren sehr popu­lär und fin­det auch heute noch seine Fans. Damit ist es mög­lich, natur­ge­treue Bil­der zu malen, ohne von Male­rei eine Ahnung zu haben. Wer sich mit Male­rei aus­kennt, erkennt diese Bil­der sofort. Da ste­cken zwar auch viel Mühe und auch Zeit drin, aber nur wenig Kön­nen. Wenn jemand unge­nau oder schlam­pig arbei­tet, fällt das sofort auf. Ein wenig haben Home­page-Bau­käs­ten etwas von Malen nach Zah­len.

Wie ein Malset

Die Arbeit mit einem Word­Press Tem­plate ist aber mehr mit einem Mal­set ver­gleich­bar. Ent­hal­ten sind alle Grund­far­ben, viele ver­schie­dene Pin­sel, eine Palette, Mal­mit­tel, Lein­wand, Kar­ton oder Block und man kann sofort begin­nen. Beim Malen merkt man dann als Anfän­ger und Ein­stei­ger aber schnell, dass es doch nicht so ein­fach ist: Eine Vor­zeich­nung muss ange­legt wer­den. Far­ben müs­sen erst gemischt wer­den. Man muss zwi­schen­durch die Pin­sel rei­ni­gen. Und hey, es wäre doch auch cool, wenn man einen Spach­tel ein­set­zen könnte (war im Set nicht dabei und muss sepa­rat beschafft wer­den). Irgend­wie sieht das Motiv auch nicht so aus, wie Du es Dir vor­ge­stellt hast (also schaust Du Dir erst mal viele Tuto­ri­als auf You­Tube an oder machst gleich einen Kurs, um zu ler­nen, wie man über­haupt malt). Unter Umstän­den stellst Du auch fest, dass Ölma­le­rei Dir nicht so liegt und Du bes­ser ein Acryl-Set gewählt hät­test. Oder Aqua­rell …

So ähn­lich stellt sich auch die Arbeit mit einem Word­Press Tem­plate dar. Tem­pla­tes stel­len Dir die ein­zel­nen Werk­zeuge zur Ver­fü­gung, um eine Web­site zu bauen. Um mit den ver­schie­de­nen Tem­pla­tes arbei­ten zu kön­nen, musst Du Dich in die Doku­men­ta­tion eines jeden Tem­pla­tes neu ein­le­sen — wenn es denn eine Doku­men­ta­tion gibt. Bei den kos­ten­freien ist das eher sel­ten der Fall und Du musst Dich in die Funk­tio­nen des Tem­pla­tes “hin­ein­den­ken”. Bei den kos­ten­pflich­ti­gen sind die Doku­men­ta­tio­nen manch­mal sehr umfang­reich — und viel­fach nur auf Eng­lisch. Oder sie lie­gen nur als Videos vor — was mich per­sön­lich immer nervt, weil es Stun­den dau­ert, um dort eine klit­ze­kleine benö­tigte Infor­ma­tion zu fin­den, die man beim Über­flie­gen eines Tex­tes in weni­gen Minu­ten gefun­den hätte.

So unterschiedlich sehen Websites mit demselben Template aus

Um Dir mal eine Vor­stel­lung zu geben, wie unter­schied­lich Web­sites aus­se­hen kön­nen, die auf dem­selbe Tem­plate beru­hen, hier einige Bei­spiele von Web­sites, die ich für meine Kun­den umge­setzt habe:

Mit dem Tem­plate Imp­reza:

Mit dem Tem­plate EGO:

Anhand der Bei­spiele siehst Du sehr deut­lich, dass die Ver­wen­dung eines Tem­pla­tes nichts mit dem ein­fa­chen Aus­fül­len eines Gerüsts zu tun hat.

Welche Arbeiten erledigt Dein Webdesigner also für Deine Website?

Um Dir nun eine Vor­stel­lung davon zu ver­mit­teln, was Dein Web­de­si­gner alles für Dich erle­digt und umsetzt, beschreibe ich Dir hier ein­mal, was nor­ma­ler­weise alles zu erle­di­gen ist, bevor Du die Web­site zu Gesicht bekommst.

WordPress-Installation und Einrichtung des Templates

Zunächst muss natür­lich Word­Press auf Dei­nem Ser­ver (oder Webspace = Platz auf der Fest­platte Dei­nes Web­hos­ters) instal­liert wer­den. Dazu muss eine Daten­bank ein­ge­rich­tet wer­den, die Login-Infor­ma­tio­nen zur Daten­bank in eine bestimmte Datei ein­ge­tra­gen wer­den, die Word­Press-Soft­ware auf den Ser­ver hoch­ge­la­den wer­den und dort ein Instal­la­ti­ons­script gestar­tet wer­den.

Auswahl des Templates

Davor oder danach hat Dein Web­de­si­gner sich mit Dir bera­ten:

  • Was schwebt Dir vor?
  • Wie soll die Web­site aus­se­hen?
  • Wel­che Funk­tio­nen soll sie haben?

Hier tun sich viele Kun­den bereits schwer. Einige haben ganz kon­krete Vor­stel­lun­gen, andere jedoch mei­nen, das wäre die Arbeit des Web­de­si­gners. Somit muss dann durch gezielte Fra­gen in einem Bera­tungs­ge­spräch erst eru­iert wer­den, was der Kunde eigent­lich will.

Hat der Web­de­si­gner eine Vor­stel­lung, so begibt er sich auf die Suche nach einem pas­sen­den Tem­plate. Allein auf der Platt­form Theme­fo­rest gibt es über 9.500 Tem­pla­tes für Word­Press! Hier eine Aus­wahl zu tref­fen, kann schon sehr viel Zeit in Anspruch neh­men. Denn von jedem Tem­plate muss man sich nicht nur die Funk­tio­nen anschauen, son­dern auch die Mus­ter­sei­ten.

Eine gute Vor­auswahl zu tref­fen, gelingt nicht in fünf Minu­ten. Dann stellt der Web­de­si­gner seine Aus­wahl (meist zwei oder drei ver­schie­dene Tem­pla­tes) dem Kun­den vor. Hier gibt es wie­der Unter­schiede: Die einen kön­nen sich genau vor­stel­len, wie so ein Mus­ter dann für sie per­sön­lich ange­passt aus­se­hen wird. Ande­ren fällt das unglaub­lich schwer. Da bleibt dem Web­de­si­gner dann oft nur der Weg, ein­fach mal zu machen — in der Hoff­nung, dass es passt. Lei­der passt es oft nicht. Viele Kun­den kön­nen zwar schlecht beschrei­ben, was sie wol­len, aber was sie nicht wol­len, ist ihnen in dem Moment klar, in dem sie es sehen. Dann ist lei­der schon viel Arbeit gemacht wor­den, die dann — für die Tonne ist!

Nach mei­ner Erfah­rung in über vier­zehn Jah­ren Bera­tung in Sachen Web­ge­stal­tung ist die­ser Schritt der zeit­auf­wän­digste und müh­se­ligste. Wird hier ver­sucht, Zeit zu spa­ren, rächt sich das spä­ter, denn unter Umstän­den möchte der Kunde dann doch alles ganz anders haben.

Ist das Tem­plate aus­ge­wählt, lizen­siert und her­un­ter­ge­la­den, muss es eben­falls instal­liert wer­den. Hat der Web­de­si­gner noch nicht damit gear­bei­tet, wird er sich nun in die Doku­men­ta­tion ein­le­sen.

Logische Struktur, Seiten und Navigation

Die Inhalte kom­men in der Regel vom Kun­den, doch sel­ten sind sie so vor­struk­tu­riert, dass der Web­de­si­gner direkt mit dem Anle­gen der Sei­ten und der Navi­ga­ti­ons­ele­mente (dem Menü) begin­nen kann. Auch hier sind wie­der Abstim­mungs­ge­sprä­che oder E-Mails mit dem Kun­den erfor­der­lich.

Sind die Inhalte klar, kön­nen die ein­zel­nen Sei­ten ange­legt wer­den. Nicht ver­ges­sen wer­den dür­fen die Sei­ten für Impres­sum und Daten­schutz, soll ein Shop mit ein­ge­baut wer­den, sind auch AGB und das Wider­rufs­recht unab­ding­bar. Sel­ten haben Kun­den diese Infos bereits parat. Oft mei­nen sie auch, das seien Auf­ga­ben des Web­de­si­gners. Das sind sie aber nicht. Eigent­lich muss der Kunde sich darum küm­mern, denn er steht ja auch schließ­lich recht­lich in der Ver­ant­wor­tung.

Auch wenn es bereits viele Online-Gene­ra­to­ren für diese Texte gibt (und ich die auch für meine Kun­den ein­setze): Im Grunde müsste jeder Kunde sie noch mal von sei­nem Anwalt gegen­prü­fen las­sen. Web­de­si­gner sind schließ­lich keine Anwälte und dür­fen auch keine Rechts­be­ra­tung leis­ten.

Dann wird das Menü erstellt. Auch hier gibt es wie­der viel Stoff für Dis­kus­sio­nen mit dem Kun­den. Häu­fig sol­len die kom­plet­ten Sei­ten­ti­tel als Menü­punkte ver­wen­det wer­den und mög­lichst auch alle Menü­punkte ohne Unter­na­vi­ga­tion sicht­bar sein. Dage­gen spricht vie­les: Unüber­sicht­lich­keit, Nut­zer­ge­wohn­hei­ten, Design­vor­ga­ben. Ein Menü selbst ist in Word­Press zwar in weni­gen Augen­bli­cken erstellt — die Abstim­mung dazu kann sich erfah­rungs­ge­mäß hin­zie­hen …

Suchmaschinenoptimierung

Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung ist nicht auto­ma­tisch Bestand­teil eines Auf­trags zur Erstel­lung einer Web­site. Auch das ein Punkt, der gerne miss­ver­stan­den wird. Um eine soge­nannte Onpage-Opti­mie­rung vor­neh­men zu kön­nen, muss der Kunde Vor­ga­ben machen, für wel­che Begriffe er gefun­den wer­den möchte. Da sich die wenigs­ten Kun­den mit dem Thema bis­her aus­rei­chend aus­ein­an­der gesetzt haben, ist auch hier wie­der eine Bera­tung und zumin­dest eine kurze Schu­lung erfor­der­lich, damit der Web­de­si­gner die erfor­der­li­chen Infor­ma­tio­nen vom Kun­den erhal­ten kann.

Sta­ti­sche Sei­ten sind für “umkämpfte” Such­wör­ter auch nur schwer opti­mier­bar. Ein­fa­cher ist es, wenn der Kunde bereit ist zu blog­gen. Dann kön­nen immer wie­der fri­sche Arti­kel zu den unter­schied­lichs­ten Such­wort­phra­sen (man nennt sie in der Fach­spra­che long tail key­words — wenn Du mehr wis­sen möch­test, liest Du am bes­ten mei­nen Arti­kel zu Key­words) geschrie­ben und ver­öf­fent­licht wer­den und so Google mit immer neuen hoch­wer­ti­gen Inhal­ten ver­sorgt wer­den. Nicht alle Kun­den haben sich vor­her mit dem Thema Blog­gen aus­ein­an­der gesetzt, so dass auch hier wie­der eine Bera­tung erfor­der­lich ist.

Optische Gestaltung

Jeder Kunde hat seine eigene Cor­po­rate Iden­tity, die sich natür­lich auch in der Web­site wider­spie­geln muss. Kaum ein Kunde hat jedoch fer­tige CI-Vor­ga­ben für sei­nen Web­de­si­gner parat: Schrif­ten, Far­ben als Hex-Code, Abstände, Bil­der­spra­che, Schmuck­ele­mente, Logo-Vor­ga­ben — das alles sind Punkte, die wie­der vom Kun­den nicht nur erfragt wer­den müs­sen, son­dern viel­fach ein­zeln abge­stimmt oder über­haupt erst fest­ge­legt wer­den müs­sen. Hinzu kom­men gern Dis­kus­sio­nen zur Dar­stel­lung der Far­ben auf dem Moni­tor: “Das Gelb ist nicht gelb genug!” — Da gilt es dann nicht nur zu erklä­ren, dass der Kunde kei­nen kali­brier­ten Moni­tor besitzt, son­dern auch her­aus­zu­fin­den, in wel­cher Form die Anpas­sung nun erfol­gen soll. Über die Fest­le­gung der Far­ben kön­nen tat­säch­lich Wochen ins Land gehen …

Ohne Bilder ist alles öd und leer

Ohne Bil­der ist eine Web­site heut­zu­tage undenk­bar. Doch das Thema Bil­der kann eben­falls für Ver­zö­ge­run­gen sor­gen. Nur sel­ten haben Kun­den bereits brauch­ba­res Bild­ma­te­rial für Ihre Web­site ver­füg­bar. Das Spek­trum des­sen, was hier zur Ver­fü­gung gestellt wird, reicht von nicht exis­tent bis zu hoch­wer­ti­gen Auf­nah­men pro­fes­sio­nel­ler Foto­gra­fen.

Nor­mal sind ein paar selbst gemachte Schnapp­schüsse mit der Handy-Kamera und ein paar Stock­fo­tos aus unbe­kann­ten Quel­len ohne vor­han­dene Bild­nach­weise. Folg­lich muss mit dem Kun­den bespro­chen wer­den, ob Auf­nah­men in der Firma gemacht wer­den sol­len und kön­nen, was dar­ge­stellt wer­den soll, Blick­rich­tun­gen der foto­gra­fier­ten Per­so­nen, Bild­for­mate, Hin­ter­gründe, Far­ben und vie­les mehr. Gerne sol­len auch Foto­gra­fen emp­foh­len wer­den und am bes­ten spricht der Web­de­si­gner gleich direkt mit dem Foto­gra­fen über die Details. Sol­len Stock­fo­tos ver­wen­det wer­den, so muss vor­her geklärt wer­den, wer die Fotos recher­chiert und lizen­siert und natür­lich auch hier, was auf den Bil­dern zu sehen sein soll, so dass alles letzt­lich ein har­mo­ni­sches Gan­zes ergibt.

Außer­dem muss fest­ge­legt wer­den, ob es auf der Web­site viel­leicht einen Sli­der mit Fotos geben soll (dazu dann, wel­che Fotos in wel­cher Rei­he­folge und Anzei­ge­dauer, wie sol­len die Über­gänge gestal­tet wer­den?). Statt eines Sli­ders ist viel­leicht eine Gale­rie mit Bil­dern die bes­sere Wahl? Wie soll die Dar­stel­lung der Bil­der in der Gale­rie erfol­gen? Auch hier dau­ert die inhalt­li­che Abstim­mung oft län­ger als die Rea­li­sie­rung.

Die Ein­bin­dung von Sli­dern, Gale­rien und vie­lem mehr geschieht über soge­nannte Plugins.

Was ist ein Plugin?

Plugins sind kleine oder grö­ßere Zusatz­pro­gramme, die Word­Press um zusätz­li­che Funk­tio­nen erwei­tern. Ebenso wie bei den Tem­pla­tes gibt es eine gera­dezu unüber­schau­bare Zahl an Plugins. Es gibt kaum eine Funk­tion, die für eine Web­site gewünscht wird, die nicht mit einem Plugin rea­li­siert wer­den kann.

Das Pro­blem ist: das pas­sende zu fin­den!

Ähn­lich wie bei den Tem­pla­tes gilt auch hier: kos­ten­lose Plugins sind oft weni­ger leis­tungs­fä­hig als kos­ten­pflich­tige Plugins. Sie sind in der Regel nicht so gut doku­men­tiert. Inter­es­san­ter­weise scheuen viele Kun­den aber, kos­ten­pflich­tige Plugins ein­set­zen zu las­sen. Also bedeu­tet das für den Web­de­si­gner wie­derum, nach einer kos­ten­freien Alter­na­tive zu suchen und sich in ein schlecht doku­men­tier­tes Plugin extra ein­ar­bei­ten zu müs­sen.

Administratives

Neben der gan­zen Gestal­tung gibt es auch noch viele admi­nis­tra­tive Punkte, die der Web­de­si­gner erle­di­gen muss. Man­che davon sind nur Klei­nig­kei­ten, andere erfor­dern ein hohes Maß an Know how. Dazu gehö­ren bei­spiels­weise:

  • das Anle­gen der Benut­zer
  • die Absi­che­rung gegen Hacker
  • Ein­rich­tung eine regel­mä­ßi­gen Daten­si­che­rung (Backup)

Vie­les davon geschieht eben­falls mit Hilfe von pas­sen­den Plugins.

Sonderfunktionen einrichten

Mit einer “ein­fa­chen” Web­site ist es viel­fach eben­falls nicht getan. So wünscht der Kunde zum Bei­spiel die Anbin­dung sei­ner Web­site an Buchungs­por­tale (Hotels, Restau­rants, Immo­bi­li­en­mak­ler). Oder es sol­len Son­der­funk­tio­nen wie die Buchung von Semi­na­ren und Ver­an­stal­tun­gen, die auto­ma­ti­sierte Dar­stel­lung von Ter­mi­nen oder die Inte­gra­tion von exter­nen Platt­for­men zur Ter­min­ver­ein­ba­rung ein­ge­bun­den wer­den. Möchte der Kunde einen News­let­ter auf sei­ner Web­site anbie­ten, so müs­sen auch hier die ent­spre­chen­den Module der ein­zel­nen Anbie­ter ein­ge­fügt wer­den bezie­hungs­weise, wenn der Kunde noch am Anfang steht, ist hier wie­der Bera­tung zu den für ihn geeig­ne­ten Anbie­tern erfor­der­lich. Wer­den Lan­ding­pa­ges benö­tigt, gilt das­selbe auch hier. Die Erwei­te­rung der Funk­tio­na­li­tät geschieht auch hier über Plugins.

Ist der Kunde inter­na­tio­nal tätig, möchte er natür­lich eine mehr­spra­chige Web­site haben, was wie­derum über ein Plugin rea­li­siert wer­den kann. Oder ein Shop soll direkt auf der Web­site ein­ge­bun­den wer­den — dann muss auch hier ein pas­sen­des Sys­tem aus­ge­wählt, mit dem Kun­den der Leis­tungs­um­fang bespro­chen und natür­lich auch die Grund­kon­fi­gu­ra­tion erstellt wer­den. Min­des­tens einige Bei­spiel­pro­dukte sol­len ein­ge­pflegt wer­den, damit der Kunde spä­ter eine Vor­lage hat, wie er wei­tere selbst ein­pfle­gen kann. Zah­lungs­an­bie­ter müs­sen in die­sem Fall ange­bun­den wer­den und wenn der Kunde bequem aus dem Sys­tem her­aus auto­ma­tisch nicht nur Rech­nun­gen erstel­len son­dern auch Ver­san­de­ti­ket­ten dru­cken will, muss natür­lich auch die­ses mit pas­sen­den Plugins inte­griert und kon­fi­gu­riert wer­den.

Fazit

Du siehst, die Erstel­lung einer Web­site ist eine sehr kom­plexe Ange­le­gen­heit, die viele Abstim­mun­gen zwi­schen Kunde und Web­de­si­gner erfor­dert. Ein guter Teil der Web­site-Erstel­lung besteht in der Bera­tung des Kun­den — auch wenn er das gar nicht so wahr­nimmt.

Tem­pla­tes und Plugins stel­len die zur Umset­zung erfor­der­li­chen Grund­ge­rüste und Funk­tio­nen bereit. Der Ein­satz von Tem­pla­tes und Plugins ist mit­nich­ten eine Täu­schung des Kun­den son­dern beschleu­nigt die Erstel­lung oder macht sie über­haupt erst mög­lich. Denn sonst müsste jedes Mal das Rad neu erfun­den wer­den und für alles, was der Kunde wünscht, eine eigene Pro­gram­mie­rung erstellt und beauf­tragt wer­den. Das wäre dann für kleine und selbst für viele mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men ein­fach unbe­zahl­bar.

Hast Du gewusst, wie viel Detail­ar­beit in der Erstel­lung einer Web­site steckt? Hast Du Dich viel­leicht selbst schon dar­über geär­gert, dass Dein Web­de­si­gner “ein­fach nur ein bil­li­ges Tem­plate” genom­men und Dir als teure Web­site ver­kauft hat? Schreib mir gern einen Kom­men­tar, wie es Dir ergan­gen ist!

 

 

 

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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