Zeitung, Kaffee und Smartphone

Wie bleibe ich auf dem Laufenden — Wissensnachschub mit Feedly

Wenn Du in Dei­nem Ort oder in Dei­ner Stadt Geschäfte machen willst, musst Du wis­sen, was dort pas­siert. Wel­che The­men wer­den gerade in den Fami­lien dis­ku­tiert? Was plant die Stadt­ver­wal­tung? Wel­ches neue Unter­neh­men gibt es am Ort? Wenn Du die Ant­wor­ten auf diese und viele andere Fra­gen weißt, fällt es Dir einer­seits viel leich­ter, Dich mit ande­ren Unter­neh­mern zu ver­net­zen und ande­rer­seits hast Du dann wirk­lich das Ohr an Dei­nen Kun­den. Auf diese Art kannst Du die stra­te­gisch rich­ti­gen Ent­schei­dun­gen für Dein Mar­ke­ting tref­fen.

Außer­dem möch­test Du natür­lich auch auf Dei­nem Fach­ge­biet auf dem Lau­fen­den blei­ben. Lebens­lan­ges Ler­nen ist keine Dro­hung, son­dern ein Ver­spre­chen. Doch im Tages­ge­schäft ist auch das nicht immer ein­fach.

Vor­hang auf für Feedly.

Was ist Feedly?

Feedly ist ein in Dei­nem Brow­ser oder auf Dei­nem Smart­phone lau­fen­des Pro­gramm, mit dem Du RSS-Feeds abon­nie­ren kannst. In der Regel ist das Abon­nie­ren kos­ten­los.

RSS-Feeds sind vom Auf­bau her im Grunde ein­fa­che Inter­net-Sei­ten, die für Inhalte gedacht sind, die regel­mä­ßig aktua­li­siert wer­den. RSS-Feeds fin­dest Du daher auf Nach­rich­ten­sei­ten, Blogs und Pod­casts.

Das Sym­bol für RSS-Feeds sieht so aus, oft ist es aber dem Design einer Seite ange­passt und so kann es auch in ande­ren Far­ben und in ande­ren For­men erschei­nen. Typisch sind aber die Bögen.

Schaust Du Dir einen RSS-Feed direkt in Dei­nem Brow­ser an, so sieht das meist sehr unüber­sicht­lich aus. Doch mit einem Spe­zi­al­pro­gramm, einem Feed-Reader, wird aus meh­re­ren abon­nier­ten RSS-Feeds Deine eigene per­sön­li­che Zei­tung. Das ist im Grunde schon alles, was Du zu RSS-Feeds wis­sen musst. Wenn Du tie­fer ein­stei­gen möch­test, emp­fehle ich Dir die Lek­türe von Was ist RSS?.

Es gibt viele ver­schie­dene RSS-Reader (dazu unten mehr) aber Feedly ist nun schon seit fast drei Jah­ren mein Favo­rit. Darum stelle ich ihn Dir heute genauer vor. Und meine Methode, damit zu arbei­ten, gleich mit.

Informationsflut beherrschen mit Feedly

Wenn Du viel­leicht schon einige Blogs regel­mä­ßig liest, hast Du Dich bestimmt schon geär­gert, die Ver­öf­fent­li­chung eines span­nen­den Arti­kels ver­passt zu haben und erst einige Tage spä­ter dar­auf zu sto­ßen. Ande­rer­seits kommt es auch oft genug vor, dass Du einen Blog auf­suchst und es gibt noch keine Neu­ig­kei­ten. Beide Situa­tio­nen sind sehr unbe­frie­di­gend.

Natür­lich kannst Du in der Regel immer auch News­let­ter abon­nie­ren, die Dich über die Neu­erschei­nun­gen infor­mie­ren. Liest Du nur wenige Blogs mit, so ist das prima — und ich emp­fehle Dir natür­lich auch, den Mar­ke­ting-Zau­ber News­let­ter, die Zau­ber­sprü­che, zu abon­nie­ren. Doch mit der Zeit wer­den es immer mehr News­let­ter, die Du in Dei­nem Post­fach fin­dest. Nicht immer schaffst Du es, sie auch zu lesen. Hier kommt nun Feedly ins Spiel:

Du öff­nest das Pro­gramm nur, wenn Du auch Zeit und Lust auf eine Infor­ma­ti­ons­runde hast. Bei mir ist das im All­ge­mei­nen mor­gens und abends so. So, wie ich frü­her mor­gens die Tages­zei­tung gele­sen habe, lese ich nun die abon­nier­ten Blogs in Feedly. Und so, wie ich sonst abends noch das Heute Jour­nal oder die Tages­the­men gese­hen habe, lese ich dann noch ein zwei­tes Mal die Nach­rich­ten des Tages in Feedly.

Für mich — und Dich — hat das den Vor­teil, dass Du wirk­lich nur die Infor­ma­tio­nen erhältst, die Dich auch inter­es­sie­ren. Streu­ver­luste, wie man im Mar­ke­ting so schön sagt, gibt es hier kaum.

Mein Workflow: Das Zusammenspiel zwischen Feedly, Pocket und Evernote

Natür­lich habe ich gerade mor­gens auch nicht immer Zeit, alle Bei­träge in Ruhe zu lesen. Wofür ich mir gerade keine Zeit neh­men mag, was mir aber inter­es­sant erscheint, wird nach Pocket gespei­chert, so dass ich das spä­ter lesen kann. Pocket dient mir für Infor­ma­tio­nen, die mög­li­cher­weise auch nur kurz­fris­tig Bestand haben (die Social-Media- und die Mar­ke­ting-Wel­ten sind sehr schnell­le­big), als Ersatz für Lese­zei­chen (Favo­ri­ten).

Was ver­mut­lich län­ger wich­tig sein wird, wird von mir direkt nach Ever­note in ein pas­sen­des Notiz­buch abge­spei­chert und ver­schlag­wor­tet. So habe ich ohne erneute Google-Suche die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen immer ver­füg­bar. Ever­note ist nach vie­len Jah­ren der Nut­zung so etwas wie mein uni­ver­sel­les Nach­schla­ge­werk zu mei­nen The­men gewor­den. Wenn Du mehr über Ever­note erfah­ren willst, lies ein­fach mei­nen Bei­trag Wis­sens­ma­nage­ment mit Ever­note.

Sogar in Feedly selbst kannst Du Arti­kel für spä­ter spei­chern. Das nutze ich per­sön­lich aber nicht.

Abonnieren mit nur drei Klicks

Der Brow­ser mei­ner Wahl ist Google Chrome. Dafür gibt es eine prak­ti­sche kleine App namens Feedly Mini. Feedly Mini klinkt sich als klei­nes graues Sym­bol direkt unten rechts auf einer Web­site mit einem RSS-Feed ein.

Kli­cke ich dar­auf, so fährt eine schmale Leiste nach oben aus und mit Klick auf das Plus-Zei­chen kann ich den Feed direkt an Feedly über­ge­ben. Feedly zeigt mir dann die letz­ten Posts und oben einen grü­nen Knopf mit +feedly. Kli­cke ich dar­auf, kann ich mir einen Ord­ner aus­su­chen, dem ich den Feed hin­zu­fü­gen will. Ich ver­su­che, mit sehr weni­gen glo­ba­len Ord­nern aus­zu­kom­men und so ist das Hin­zu­fü­gen eines Feeds mit nur drei, maxi­mal fünf Klicks mög­lich. Vier wer­den es, wenn ich den Blog so genial finde, das ich sei­nen Feed zu »must read« empor­hebe — seine Bei­träge wer­den mir auf jeden Fall ange­zeigt. Fünf, wenn ich den Feed einem wei­te­ren Ord­ner hin­zu­füge.

Eine gute Alter­na­tive zu Feedly Mini für Fire­fox-Nut­zer ist das Plugin Add to Feedly.

Was ich per­sön­lich an Feedly inzwi­schen so sehr schätze, ist die direkte Anbin­dung an Pocket und Ever­note (Ever­note lei­der nur in der Pre­mium-Ver­sion von Feedly). Außer­dem gefal­len mir die klar struk­tu­rierte Benut­zer­ober­flä­che sowohl in der Web-Ver­sion als auch in der Android-App. Die Optik der Anzeige der Bei­träge kann ich mei­nen per­sön­li­chen Wün­schen anpas­sen.

Alternativen zu Feedly

Das ein­zige Manko, das ich nicht uner­wähnt las­sen möchte: Feedly ist nur auf Eng­lisch ver­füg­bar. Die Ober­flä­che wirk­lich sehr ein­fach zu ver­ste­hen. Aber wenn Du Dich unwohl fühlst, weil Dein Eng­lisch viel­leicht nicht so gut ist, gibt es auch Alter­na­ti­ven auf Deutsch:

 

Wie finde ich gute RSS-Feeds und Blogs, die sich zu abonnieren lohnt?

Am leich­tes­ten fin­dest Du gute Feeds, wenn Du sowieso im Inter­net surfst. Stoße ich bei bei mei­nen Recher­chen im Inter­net auf eine inter­es­sante Seite, schaue ich immer, ob auch ein RSS-Feed ange­bo­ten wird. Das erkenne ich an dem ein­ge­blen­de­ten hell­grauen RSS Sym­bol von Feedly Mini. Damit abon­niere ich dann gleich den Blog.

Wei­tere gute Start­punkte für Dich sind

  • RSS Feeds der Lokal­zei­tung
  • RSS Feed der Stadt/Gemeinde
  • Blogs der Unter­neh­mer aus dem eige­nen Netz­werk
  • Blogs zur eige­nen Bran­che

Auch Feedly selbst bie­tet Dir die Mög­lich­keit, nach inter­es­san­ten Feeds zu suchen. Natür­lich liegt der Schwer­punkt auf eng­lisch­spra­chi­gen Sei­ten, doch auch deut­sche Blogs fin­den sich unter den Vor­schlä­gen. Gerade dann, wenn Du einen neuen Feed abon­niert hast, macht Dir Feedly immer auch Vor­schläge zu ver­wand­ten Sei­ten, die zu lesen sich für Dich loh­nen kön­nen.

Außer­dem kannst Du die URL (Web­adresse) eines Blogs in das Such­feld bei Feedly ein­ge­ben. Das ist auch eine Mög­lich­keit, wenn Feedly den Namen des Blogs nicht auf Anhieb kennt.

Vorschlag

Pro­biere Feedly oder einen ande­ren Feed­re­ader doch ein­fach mal aus. Fang mit weni­gen Feeds an, viel­leicht fünf bis zehn, von Sei­ten, die Du sowieso schon gerne liest und wo Du immer wert­volle Infor­ma­tio­nen bekommst. Wenn Du gar nicht weißt, wo Du anfan­gen sollst, dann schau mal auf meine Feedly-Samm­lung, die ich extra für Dich auf Feedly ange­legt habe.

Wel­che Tipps hast Du, um auf dem Lau­fen­den zu blei­ben? Schreib mir doch ein­fach einen Kom­men­tar!

Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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