Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber Was bedeutet für mich Win-Win? Aktiv in Netzwerken sein!

Was bedeutet für mich Win-Win? Aktiv in Netzwerken sein!

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Win-Win bedeu­tet für mich, in Netz­wer­ken aktiv zu sein, mich dort zu betei­li­gen und mein Wis­sen zu tei­len — aber auch, mir dort schnell Infor­ma­tio­nen zu beschaf­fen, die ich auf ande­rem Wege nicht, oder nur schwer­lich bekom­men kann.

Warum ich Dir das erzähle? Nun, die­ser — wie­der ein­mal etwas per­sön­li­chere -Blog­bei­trag ist mein Bei­trag zur Blog­pa­rade von Frank Albers, die noch bis zum 30. Sep­tem­ber läuft. Das Thema der Blog­pa­rade ist “Win-Win” und ich bin der Über­zeu­gung, dass Netz­wer­ken zwar nicht grund­sätz­lich Win-win bedeu­tet, man aber mit weni­gern Regeln dafür sor­gen kann. Darum geht es in die­sem Bei­trag.

Klar, ich habe schon immer gern in Teams gear­bei­tet, mich mit Schul­freun­den und Kom­mi­li­to­nen zum gemein­sa­men Ler­nen zusam­men geschlos­sen und dort mein Wis­sen geteilt. Dar­über hin­aus habe ich das aber nicht getan, getreu dem Glau­bens­satz, den ich von mei­nem Vater über­nom­men hatte: “Wis­sen ist Macht! — Lass die ande­ren nicht alles wis­sen, was Du weißt!”

So habe ich die ers­ten drei­ßig Jahre mei­nes Lebens gehan­delt. Gerade auch im Beruf habe ich gemerkt, dass viele Kol­le­gen genau so agiert haben — und sah kei­nen Grund, mein Ver­hal­ten zu ändern.

Dann trat das Inter­net in mein Leben.

Meine persönlichen Win-Win-Stories

Am Anfang war das Netz

Anfang 1996 trat ich eine Stelle in einem Pilot­pro­jekt an, bei dem ich erst­mals mit dem Inter­net in Berüh­rung kam. Gleich am zwei­ten Arbeits­tag saß ich mit mei­nen neuen Arbeits­kol­le­gen in einer Ver­hand­lung über den Kauf eines Inter­net-Ser­vice Pro­vi­ders. Ich hatte von all dem, was dort bespro­chen wurde (Class-C-Netze, IP-Kon­tin­gente, Netz­struk­tu­ren und so wei­ter) über­haupt keine Ahnung. Aber ich hatte mei­nen Kol­le­gen Mar­kus, der neben mir saß, den ich gerade erst einen Tag “kannte” und der mir wäh­rend der gan­zen sechs Ver­hand­lungs­stun­den half, die Kauf-Ver­hand­lung zu ver­ste­hen. Ein­fach so.

Er hatte ein Blatt Papier zwi­schen uns gelegt und wann immer ein neuer Begriff oder eine neue The­ma­tik auf­kam, skiz­zierte er Netz­pläne, schrieb IP-Adres­sen auf, sorgte bei mir für Durch­blick. Das werde ich Mar­kus nie ver­ges­sen.

Das war ein klas­si­scher Fall von Win-Win! Ich bekam einen Crash-Kurs in Inter­net-Grund­la­gen, das Pilot­pro­jekt bekam eine bes­tens infor­mierte Refe­ren­tin, Mar­kus bekam eine loyale Kol­le­gin. 🙂

Was ich damals noch nicht wusste war, dass Mar­kus eigent­lich nur die damals unter Inter­net-Nut­zern bereits weit ver­brei­tete Kul­tur des Tei­lens pflegte. Kaum hatte ich mich inner­halb von zwei, drei Wochen im Inter­net frei­ge­schwom­men, war ich auch schon Teil die­ser Kul­tur und nutzte aus­gie­big Mai­ling-Lis­ten und Foren, die Vor­läu­fer unse­rer heu­ti­gen “Social Media”.

Sieben Jahre später — Netzwerke im echten Leben

Fast auf den Tag genau sie­ben Jahre nach die­sem Anfangs­er­leb­nis in der Kul­tur des Tei­lens von Wis­sen habe ich mich mit Rat & Tat Mar­ke­ting selbst­stän­dig gemacht. Meine posi­ti­ven Erfah­run­gen aus dem Inter­net habe ich schnell auch ins “rich­tige” Leben über­tra­gen, wurde Mit­glied im hie­si­gen Unter­neh­me­rin­nen-Netz­werk und habe etwas spä­ter auch selbst zwei Netz­werke in Cas­trop-Rau­xel und in einer Nach­bar­stadt mit gegrün­det.

Ab Novem­ber 2003 wurde ich dann Mit­glied im Vor­läu­fer von XING, OpenBC. Die Grup­pen und Foren dort habe ich schnell für mich ent­deckt und genutzt — bis mir spe­zi­ell in eini­gen Mar­ke­ting- und Ver­triebs­fo­ren der Ton zu rau und unfreund­lich wurde. Zu die­ser Zeit aber betrat Face­book die Bühne und löste in der Bedeu­tung XING nach und nach ab.

Was ich durch das Netzwerken gelernt habe

Meine Erfah­run­gen mit Netz­wer­ken waren nahezu aus­nahms­los posi­tiv. So aus­nahms­los, dass mir wäh­rend ich die­sen Blog­bei­trag vor­ge­plant und geschrie­ben habe, keine ernst­haft nega­ti­ven Erfah­run­gen ein­fal­len woll­ten. Also schil­dere ich Dir hier zwei posi­tive Bei­spiele:

Nie werde ich ver­ges­sen, dass ich ein­mal mit Schre­cken fest­stel­len musste, dass ein Buch, das ich direkt in den USA bestellt hatte, das über sechs Wochen zu mir unter­wegs war und das ich wirk­lich nicht zurück­sen­den wollte, zwan­zig Druck­sei­ten leer waren. Die Sei­ten waren da, die Inhalte fehl­ten! Also habe ich in einem Forum genau die­ses Pro­blem geschil­dert. Es fand sich eine Frau, die auch die­ses Buch besaß, mir freund­li­cher­weise genau die feh­len­den Sei­ten ein­ge­scannt und die Dateien gemailt hat. So konnte ich sie aus­dru­cken und hatte in kür­zes­ter Zeit die kom­plet­ten Inhalte zur Ver­fü­gung.

Es war das­selbe Forum, in dem ein Schü­ler namens Jon seine ers­ten Selbst­por­träts pos­tete. Sie waren schreck­lich. Das Forum selbst war eigent­lich für ange­hende Con­cept-Desi­gner gedacht und hatte ein wirk­lich hohes Niveau der vor­ge­stell­ten Arbei­ten. Nun war ich selbst weit von die­sem Niveau ent­fernt (Licht­jahre!) aber ich war die­sem Schü­ler etwa eine Länge der Distanz Erde-Mond vor­aus. Also habe ich ihm gehol­fen, seine Selbst­por­träts zu ver­bes­sern. Inzwi­schen ist John der Lei­ter einer Kunst­schule und ich wünschte, ich könnte, was er kann.

Ins­ge­samt habe ich fünf “Lear­nings” aus­ge­macht, die ich Dir hier vor­stel­len will:

1. Es kommt immer etwas zurück

Wann immer ich in Netz­wer­ken mein Wis­sen geteilt habe, gehol­fen habe, jeman­den unter­stützt habe — es kam immer etwas zurück. Das Span­nende dabei: Die “Beloh­nung” (wenn man so will) erhielt ich nicht unbe­dingt von dem­je­ni­gen, dem ich gehol­fen habe. Auch nicht von jemand ande­rem in dem Netz­werk, in dem ich unter­stützt habe. Son­dern oft aus uner­war­te­ter Rich­tung, aus einem ganz ande­ren Netz, in einem ganz ande­ren Zusam­men­hang. In der Regel war das, was ich “zurück” erhal­ten habe, min­des­tens genau so offen und frei­gie­big, wie ich gege­ben hatte. Win-Win muss also nicht auf einer 1:1 Basis statt­fin­den!

2. 99,9% aller Menschen sind echt nett

Das mag nun etwas über­trie­ben klin­gen, aber letzt­lich ist genau das meine Erfah­rung mit Netz­wer­ken. Und diese Erfah­rung bestärkt mich darin, auch wei­ter­hin in Netz­wer­ken aktiv zu sein, mein Wis­sen und meine Erfah­run­gen zu tei­len und eher zu “groß­zü­gig” zu sein, als etwas zurück zu behal­ten. Dar­aus ergibt sich auch das dritte Lear­ning:

3. Du ziehst an, was Du gibst

Wer immer nur miss­trau­isch durchs Leben geht, befürch­tet, dass die eige­nen Ideen geklaut wer­den, Sorge hat, benach­tei­ligt zu wer­den, weil andere mit dem geteil­ten Wis­sen erfolg­rei­cher sein könn­ten als man selbst, der wird auch genau das erle­ben. Meine Erleb­nisse sind ganz ande­rer Natur:

Fest­ma­chen möchte ich das an genau die­sem Blog von Mar­ke­ting-Zau­ber und mei­nen Akti­vi­tä­ten in vie­len Grup­pen auf Face­book. Seit Beginn des Jah­res teile ich hier mein Wis­sen und meine Erfah­run­gen groß­zü­gig mit Dir und vie­len ande­ren. Das Resul­tat: Seit­dem hat sich meine Auf­trags­lage noch um ein Viel­fa­ches ver­bes­sert — weil ich wei­ter emp­foh­len wor­den bin! “Frag mal bei Bir­git an, die macht so etwas …” oder “Ich habe gehört, dass Du auch mit XY arbei­test — kannst Du mir das erklä­ren?” sind die Ein­stiege, die ich höre, wenn mich jemand um ein Mar­ke­ting-Coa­ching bit­tet.

So war das auch vor­her schon, nur auf einen viel enge­ren geo­gra­fi­schen Raum bezo­gen — durch das Netz­wer­ken und Tei­len im Inter­net habe ich nun Anfra­gen aus dem gan­zen deutsch­spra­chi­gen Raum — und dar­über hin­aus! Muss ich extra noch erwäh­nen, dass die Coa­chings sehr ange­nehm ver­lau­fen und ich außer­dem pünkt­lichst bezahlt werde? Du ziehst an, was Du gibst!

4. Networking mit Win-Win macht unheimlich viel Spaß

Netz­wer­ken, mein Wis­sen zu tei­len, alles ohne auf den unmit­tel­ba­ren per­sön­li­chen Nut­zen und Pro­fit zu schie­len — das macht mir unheim­lich viel Spaß! Wie Du aus mei­nem Blog­bei­trag zum Auf­bau eines Online-Busi­ness viel­leicht noch weißt: Ich habe noch nie so viel gear­bei­tet wie in den letz­ten Mona­ten (und ich habe noch nie lange Stun­den gescheut!) — und trotz­dem noch nie so viel Freude dabei emp­fun­den, wie das jetzt der Fall ist. Für mich eine klare Win-Win-Situa­tion!

5. Networking mit Win-Win braucht Vertrauen

Damit das Netz­wer­ken auf die­ser Basis funk­tio­niert und sich auch tat­säch­lich eine Win-Win-Situa­tion ein­stel­len kann, braucht es Ver­trauen. Du brauchst zunächst ein­mal Ver­trauen in Deine eige­nen Fähig­kei­ten und Dein Wis­sen. Wenn Du stän­dig befürch­test, Dich mit Dei­nen Blog­bei­trä­gen, Posts und Kom­men­ta­ren zu bla­mie­ren oder Dein Unwis­sen zu doku­men­tie­ren, wirst Du nicht frei(giebig) genug sein, um kom­pe­tent und sou­ve­rän zu erschei­nen.

Du brauchst aber auch ein gro­ßes Ver­trauen in Deine Netz­werk-Kol­le­gen. Du musst ver­trauen, dass Du nicht aus­ge­nutzt wirst, dass nie­mand Deine Ideen ein­fach stiehlt und als seine eige­nen ver­kauft. Natür­lich kommt das (immer mal wie­der) vor — aber wenn Du immer nur das Schlech­teste erwar­test, wirst Du es auch erhal­ten  (siehe Punkt 3).

Sieben Networking-Regeln für ein echtes Win-Win

Basie­rend auf die­sen fünf “Lear­nings” habe ich für mich und mein Net­wor­king sie­ben Regeln erstellt, die viel­leicht auch Dir hel­fen kön­nen. Diese sie­ben Regeln sor­gen dafür, Deine Netz­werk-Akti­vi­tä­ten für alle Betei­lig­ten zu einer ech­ten Win-Win-Situa­tion zu machen. Und das wirk­lich Tolle daran ist — Du kannst es auch für Dein Mar­ke­ting ein­set­zen!

1. Erst geben, dann nehmen

Das ist wohl die bekann­teste Net­wor­king-Regel über­haupt.

Weil sie so wahr ist.

Weil sie so wich­tig ist, stelle ich sie gleich an den Anfang mei­ner sie­ben Regeln. Suche Dir also zum Bei­spiel nicht nur Face­book-Grup­pen aus, in denen Du Dir Hilfe erhoffst, son­dern auch sol­che, in denen Du wahr­schein­lich nicht viel Hilfe erwar­ten kannst, aber in denen Du selbst ande­ren wei­ter­hel­fen kannst.

2. Während Du wartest …

In unse­rer 24-Stun­den, 7-Tage die Woche, 365-Tage im Jahr Gesell­schaft erwar­ten viele von uns prompte Bedie­nung auf Ihre Fra­gen und Pro­bleme. Das mag natür­lich noch ange­hen, wenn Du dafür bezahlst, doch im Net­wor­king bist Du ja dar­auf ange­wie­sen, dass jemand sich die Zeit nimmt, Dir zur hel­fen. Ein ganz gro­ßes Geschenk also! Aber natür­lich drängt das eigene Pro­blem und man ist unge­dul­dig. Ich habe schon zu Zei­ten, als ich noch aus­schließ­lich in Foren unter­wegs war, fest­ge­stellt, wie man die War­te­zeit ver­kür­zen kann.

Es ist ganz ein­fach.

Du musst wäh­rend der Zeit, in der Du auf die Lösung Dei­nes Pro­blems war­test, nur ande­ren hel­fen! Klingt zunächst para­dox, ist aber wahr. Zunächst ein­mal ver­geht die Zeit darum schnel­ler, weil Du ja auch etwas zu tun hast (wenn Du selbst an der Lösung arbei­ten wür­dest, würde die Zeit ja auch ver­strei­chen, also sage nicht, Du hast ja gefragt, weil Du keine Zeit hast). Der zweite, wich­ti­gere Effekt ist aber die­ser:

Wenn Du in der Zeit, in der Du auf die Lösung Dei­nes Pro­blems war­test, die Fra­gen beant­wor­test, deren Lösung Du kennst (die Pro­bleme, die Du viel­leicht selbst als “ein­fach” oder “tri­vial” ansiehst), ver­schaffst Du wie­derum den­je­ni­gen, die in einer The­ma­tik wei­ter sind als Du, Raum, Deine Fra­gen zu beant­wor­ten. Klingt kom­pli­ziert? Ist es nicht.

Bei­spiels­weise in Tech­nik-Foren (etwa zum Thema HTML-Pro­gram­mie­rung) beob­ach­tet man ja immer wie­der die­sel­ben Anfän­ger-Fra­gen. Ich habe mir immer die Zeit genom­men, diese ein­fa­chen Fra­gen zu beant­wor­ten.

Du baust so Dein Netz­werk auf, den Fra­gen­den ist gehol­fen.

Du ent­las­test die Pro­fis und bekommst so eher Deine Ant­wort.

Wenn das kein Win-Win-Win-Win ist?! 🙂

3. Suchen statt fragen!

Beim Netz­wer­ken und der Unter­stüt­zung in Netz­wer­ken geht es ja darum, dass alle davon pro­fi­tie­ren. Um Win-Win eben. Dar­aus lei­tet sich die dritte Regel ganz logisch ab: Erwarte nicht, dass Dir gehol­fen wird, wenn Du auf ganz ein­fa­chem Wege auch selbst die Lösung hät­test fin­den kön­nen.

Was ich damit meine:

Viele Fra­gen, die Du hast, hat­ten andere zuvor auch schon ein­mal. Und viele Fra­gen, die zuvor schon mal gestellt wur­den, sind auch zuvor schon ein­mal beant­wor­tet wor­den. Darum gehört es zum guten Ton (zur “Neti­quette”, auf die man vor zwan­zig Jah­ren im Inter­net viel Wert gelegt hat), zuerst die Such­funk­tion und Google zu bemü­hen, bevor man um Hilfe bit­tet.

Ich helfe gerne wei­ter, wenn jemand ein Pro­blem hat — wenn ich dann aber merke, dass der­je­nige ein­fach nur zu faul ist, ziehe ich mich zurück. Denn das bedeu­tet kein Win-Win mehr.

Zwei kleine Bei­spiele machen das deut­lich:

Beispiel 1

Jemand hat ein Pro­blem, dass bei Face­book das Vor­schau­bild sei­nes Blog­bei­trags nicht so ange­zeigt, wird, wie er sich das vor­stellt. Hier per goog­len die rich­tige Lösung zu fin­den, ist gar nicht so ein­fach, da muss man schon wis­sen, wonach man suchen muss. Darum gebe ich gern den Tipp, dass in Kom­bi­na­tion von Yoasts SEO-Plugin und Face­books Debug­ger die­ses Pro­blem gelöst wer­den kann.

Beispiel 2

Jemand möchte sich läs­tige Tipp­ar­beit spa­ren und fragt nach einer Lösung. Ich ant­worte: “Das kannst Du in die­sem Fall eigent­lich nur mit Copy and Paste oder mit einem Tool wie Phra­se­Ex­press am bes­ten lösen.” — Auf die dar­auf fol­gende Reak­tion “Was ist Phra­se­Ex­press?” mag ich nicht ant­wor­ten. Genau diese Frage hätte Google näm­lich schnel­ler und bes­ser als ich beant­wor­ten kön­nen.

Kurz gefasst hätte diese Regel auch lau­ten kön­nen: Stiehl ande­ren nicht die Zeit mit Din­gen, die Du auch selbst her­aus­fin­den kannst — denn sonst gibt es kein Win-Win!

4. Man darf auch mal zuerst nehmen, wenn …

Man darf auch mal zuerst neh­men, wenn man selbst in vie­len Netz­wer­ken aktiv ist, regel­mä­ßig hilft und andere unter­stützt und dann auf ein Pro­blem stößt, das kom­plett neu und ein­zig­ar­tig ist, in einem Bereich, in dem man vor­her noch nie etwas zu tun hatte. Wenn Du dann noch höf­lich bist, vor­her die Such­funk­tion genutzt hast und Dich gedul­dig zeigst, wirst Du auch Hilfe und Unter­stüt­zung bekom­men. Denn eines ist klar: Wenn Du irgendwo neu auf­schlägst und Dich ver­hältst, als ob alle Dir zu Diens­ten sein müss­ten, und zwar zack-zack! machst Du Dir keine Freunde. Alle Hilfe, die Du erfährst, geschieht ehren­amt­lich, aus Spaß am Thema und am Tei­len, natür­lich auch in der Hoff­nung, die gezeigte Kom­pe­tenz mün­det viel­leicht mal in einen Auf­trag — aber garan­tiert nicht, weil sich jemand lang­weilt oder Du so toll bist.

5. Gib beim Win-Win-Networking immer 100 Prozent!

Damit meine ich nicht, dass Du immer 100% Dei­nes Wis­sens tei­len soll­test — denn das braucht Dein Gegen­über meist gar nicht.

Son­dern damit meine ich, dass Du zu 100% ver­su­chen soll­test, die Frage Dei­nes Gegen­übers so zu beant­wor­ten, dass sie oder er dar­aus den größt­mög­li­chen Nut­zen zie­hen kann. Ein Bei­spiel macht auch die­ses deut­lich:

In einer Word­Press Gruppe stellt jemand eine Frage nach einem merk­wür­di­gen Ver­hal­ten von Word­Press, deren For­mu­lie­rung schon erken­nen lässt, dass er Anfän­ger ist. Als Ant­wort folgt: “Schau Dir die Log­files an.” Das ist kein Win-Win! Der Anfän­ger weiß dann wahr­schein­lich noch nicht ein­mal, wo er die Log­files fin­det (mög­li­cher­weise noch nicht ein­mal, was das über­haupt ist), und wor­auf er ach­ten sollte, wenn er sich die Dateien ansieht. Der Beant­wor­ter hat ledig­lich gezeigt, dass er vor­gibt, die nötige Kom­pe­tenz zu haben und dass sich viel dar­auf ein­bil­det.

Darum: Wenn Du hilfst, hilf so, dass Du dem ande­ren genau die Unter­stüt­zung bie­test, die er mit sei­nem Wis­sens­stand wahr­schein­lich braucht.

6. Sei großzügig

Man­che schmü­cken sich beim Netz­wer­ken und der Pro­blem­hilfe gern mit frem­den Federn. Damit errei­chen sie aber das Gegen­teil des­sen, was sie beab­sich­ti­gen. Es kommt immer her­aus, wenn eine beson­ders ori­gi­nelle oder hilf­rei­che Stra­te­gie ursprüng­lich von jemand ande­rem stammt. Darum ist es viel wirk­sa­mer, wenn Du auf den Urhe­ber einer Nach­richt, eines Tipps, einer Idee ver­weist. Denn dann wird wie­der eine Win-Win-Win-Situa­tion dar­aus:

Du hast jeman­dem gehol­fen und gezeigt, dass Du etwas weißt. Der Fra­gende hat eine Lösung für sein Pro­blem. Und durch die Emp­feh­lung hast Du dem Urhe­ber Respekt erwie­sen. Alle drei freuen sich. Bes­ser kann es kaum sein. 🙂

7. Kontinuität und Präsenz

Ech­tes Net­wor­king, bei dem alle Betei­lig­ten pro­fi­tie­ren, lebt von Dei­ner Kon­ti­nui­tät und Prä­senz. Wenn Du wie ein Mur­mel­tier nur ab und zu Dei­nen Kopf mal aus die­sem und mal aus jenem Loch steckst und sofort wie­der ver­schwin­dest, kannst Du kein dau­er­haf­tes Ver­hält­nis auf­bauen und für bei­der­sei­ti­ges Ver­trauen sor­gen. Man­che nen­nen die­ses Vor­ge­hen auch U-Boot-Tak­tik. Natür­lich erfor­dert das Zeit und auch Auf­wand. Aber Netz­wer­ken ist keine ein­ma­lige Aktion, kein Sprint, auch kein Mara­thon, son­dern eine Lebens­ein­stel­lung. Erst dann kannst Du so agie­ren, dass das Netz­wer­ken auto­ma­tisch zu einer Win-Win-Akti­vi­tät für Dich wird.

Was bedeutet das Netzwerken mit der Win-Win-Brille für Dein Marketing?

Wenn Du bei allen Dei­nen Netz­werk-Akti­vi­tä­ten zuerst die Win-Win-Brille auf­setzt, wirst Du auto­ma­tisch fol­gende Effekte erzie­len:

  • Du schaffst es auf unauf­dring­li­che Weise, Deine Kom­pe­tenz unter Beweis zu stel­len.
  • Du lernst jede Menge über Deine Ziel­gruppe und ihre Pro­bleme und wie Du ihr am bes­ten dabei hel­fen kannst.
  • Durch das Hin­hö­ren (… oder Lesen) bekommst Du viele Impulse für Deine eigene Arbeit, Ideen für Dei­nen Blog-Redak­ti­ons­plan, neue Pro­dukte und Dienst­leis­tun­gen.
  • Durch kon­ti­nu­ier­li­che und bestän­dige Netz­werk­ar­beit zeigst Du, dass man sich auf Dich und Deine Exper­tise ver­las­sen kann — leich­ter kannst Du kein Ver­trauen, das Vor­aus­set­zung für einen Auf­trag ist — auf­bauen.

Mein Fazit also: Netz­wer­ken mit der Win-Win-Brille ist das beste Mar­ke­ting für Dich und Dein Unter­neh­men über­haupt. Es ist über­haupt nicht schwer, wenn Du die von mir vor­ge­stell­ten Regeln beach­test.

Wel­che Erfah­run­gen hast Du mit dem Netz­wer­ken online und off­line gemacht? Kannst Du meine Erfah­run­gen bestä­ti­gen, dass “immer etwas zurück kommt”? Oder ist es bei Dir ganz anders?

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Über den Autor Birgit Schultz

Mein Name ist Birgit Schultz und ich bin Marketing-Beraterin und Social Media Expertin. Seit 1993 bin ich im Marketing tätig und seit 2003 selbstständige Marketing-Beraterin. Mein persönliches Motto lautet, "Wissen wird mehr, wenn man es teilt". Auf Marketing-Zauber zeige ich Dir, wie Du Dein Unternehmen sowohl im Internet als auch im "echten Leben" bekannter machen kannst, um mehr Kunden zu gewinnen.

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