Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber WordPress.com und WordPress.org - zwei ungleiche Zwillinge
Ungleiche Zwillinge als Illustration für WordPress.org und WordPress.com

WordPress.com und WordPress.org — zwei ungleiche Zwillinge

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Vie­len der Unter­schied zwi­schen WordPress.com und WordPress.org gar nicht klar. Dabei ist er gra­vie­rend.

Wäh­rend WordPress.com eine fer­tige Blog­lö­sung ist, die (fast) kei­ner­lei Vor­kennt­nisse erfor­dert, fin­dest Du auf WordPress.org ledig­lich die Soft­ware Word­Press, die Du auf einem eige­nen Server(platz) instal­lie­ren musst, bevor sie funk­tio­niert.

Schon seit mehr als zehn Jah­ren sind fer­tige Blog- und Home­page-Lösun­gen sehr beliebt. Da gibt es neben WordPress.com bei­spiels­weise auch Blogger.com, twoday.net, Jimdo, Wix und Lösun­gen der Pro­vi­der wie 1&1.

WordPress.com

Vorteile von WordPress.com

In mei­nen Augen haben diese Bau­käs­ten und so auch WordPress.com durch­aus ihre Berech­ti­gung: für Hob­by­pro­jekte! Wenn es darum geht, mal eben schnell ohne viel Auf­wand eine Web­site zu zim­mern, um die Fami­lie über eine Reise zu infor­mie­ren, um die süßen klei­nen Kat­zen­ba­bys zu prä­sen­tie­ren, die seit kur­zem das Haus bevöl­kern oder um gemein­sam mit Freun­den das Wis­sen über ein gemein­sa­mes Hobby zusam­men zu tra­gen — toll!

Nie­mand muss groß die Bedie­nung erler­nen, alles funk­tio­niert auto­ma­tisch, kei­ner muss sich um Daten­si­che­rung oder Updates küm­mern — und das alles völ­lig kos­ten­frei! Auch für Bil­dungs­zwe­cke (wie bloggt man?) ist das nicht schlecht — obwohl sich das Backend (also die Ver­wal­tungs­ober­flä­che im Hin­ter­grund) von WordPress.org immer mehr von der in einer WordPress.org-Installation ent­fernt. Das war frü­her mal nahezu iden­tisch und sieht inzwi­schen lei­der doch ziem­lich anders aus.

Doch wenn es um den pro­fes­sio­nel­len geschäft­li­chen Ein­satz geht, sto­ßen diese Lösun­gen schnell an ihre Gren­zen.

Nachteile von WordPress.com

So gibt es (in der kos­ten­freien Vari­ante) keine eigene Domain. Die Adresse hat die Form meinblog.wordpress.com. Sieht nicht beson­ders pro­fes­sio­nell aus und Du hast außer­dem keine Mög­lich­keit, E-Mails an Dei­ner Domain zu emp­fan­gen und musst in der Regel auf einen Free­mai­ler wie web.de, gmx.de oder gmail.com aus­wei­chen. Ich weiß nicht, wie es Dir geht, aber ich habe immer das Gefühl, nicht an eine “rich­tige” Firma zu schrei­ben, wenn ich an autohaus-mueller-meier-schulze@gmx.net (Adresse frei erfun­den!) schrei­ben muss.

Dir ste­hen maxi­mal 3 GB Spei­cher­platz zur Ver­fü­gung. Das scheint erst ein­mal viel zu sein, aber je nach­dem, was Du mit Dei­nem Blog vor hast kann das doch mal schnell eng wer­den.

In der kos­ten­lo­sen Ver­sion kannst Du keine MP3-Dateien (Stich­wort Pod­cast) und auch keine Video­da­teien hoch­la­den (ob das über­haupt sinn­voll ist, sei dahin gestellt, aber es geht eben nicht). Du hast nur eine beschränkte Aus­wahl von The­mes (das sind die Design­vor­la­gen zur Gestal­tung), die Du auch nur beschränkt anpas­sen kannst (wenn Du da mehr willst, musst Du schon in die Tasche grei­fen).

Außer­dem gibt es Wer­be­ein­blen­dun­gen, die Du nur bedingt steu­ern kannst und Du pro­fi­tierst nicht selbst von den Ein­nah­men (falls es Deine Idee ist, Dei­nen Blog auf diese Weise zu mone­ta­ri­sie­ren).

Du kannst keine Plugins instal­lie­ren, die ein pro­fes­sio­nel­les Online-Mar­ke­ting erst ermög­li­chen. Das heißt, die Mög­lich­kei­ten, einen eige­nen News­let­ter zu inte­grie­ren, Dir die Such­ma­schi­nen­op­ti­mie­rung zu erleich­tern, Lan­ding­pa­ges zu gestal­ten, geschützte Mit­glie­der­be­rei­che ein­zu­rich­ten, Google Ana­ly­tics zu nut­zen — alles das und noch eini­ges mehr bleibt dir ver­wehrt oder ist allen­falls kos­ten­pflich­tig mög­lich. Das Geld, das Du dafür aber in die Hand neh­men musst, liegt etwa genau so hoch wie die Hos­ting-Kos­ten bei einem Inter­net-Pro­vi­der — oder sogar höher!

Der wich­tigste Nach­teil von WordPress.com (und allen ande­ren Bau­kaus­ten-Sys­te­men auch) ist aber die­ser:

Du hast kei­ner­lei Hoheit über Deine eige­nen Inhalte!

Wich­tigs­ter Nach­teil von WordPress.com: Du hast keine Hoheit über Deine Inhalte! Klick um zu Twee­ten

Immer wie­der liest man über Blogs, die plötz­lich vom Anbie­ter ohne Angabe von Grün­den vom Netz genom­men wur­den.

Und was pas­siert mit Dei­ner Web­site, Dei­nem Blog, wenn der Anbie­ter insol­vent geht oder ver­kauft wird?!

Hier ein­fach mal ein paar Links zu Arti­keln, die dar­über berich­ten:

So etwas kann jeder­zeit wie­der pas­sie­ren!

Der Link im t3n-Arti­kel zu Home­page-Bau­käs­ten  zum Anbie­ter Pikock führt inzwi­schen zu orson.io — und der Arti­kel stammt aus dem April 2015 — ist also noch gar nicht so alt!

WordPress.org

Die Vorteile von WordPress.org

Mit einem soge­nann­ten “selbst­ge­hos­te­ten Blog” auf der Basis der Soft­ware, die Du kos­ten­los auf WordPress.org her­un­ter lädst, star­test Du Dei­nen Blog natür­lich sofort mit Dei­ner eige­nen Domain.

Mit zu den ers­ten “Übun­gen” sollte gehö­ren, Dir zwei eigene E-Mail-Adres­sen mit die­ser Domain ein­zu­rich­ten: Eine öffent­li­che wie info@ oder kontakt@, die Du auch für das Impres­sum ver­wen­dest und einer nicht öffent­li­chen, die Du für Deine Kun­den­kom­mu­ni­ka­tion ein­setzt und die Dei­nen Namen oder Deine Initia­len beinhal­tet — zum Bei­spiel birgit@ oder bs@. Geschäft­lich musst Du dann keine Free­mai­ler-Adresse mehr ein­set­zen.

Natür­lich bist Du völ­lig frei in der Gestal­tung Dei­nes Blogs und Dei­ner Web­site.

Du kannst kos­ten­freie The­mes ver­wen­den (obwohl ich das nicht emp­fehle) und jedes belie­bige Word­Press-Theme lizen­sie­ren und anpas­sen (las­sen). Du kannst Dir sogar einen Theme-Pro­gram­mie­rer suchen, der Dir Dein eige­nes Theme erstellt — was aller­dings nicht so ganz bil­lig ist — und in mei­nen Augen bei den vie­len Tau­send The­mes, die es gibt, auch nicht erfor­der­lich ist.

Du kannst (aber soll­test nicht) jedes belie­bige Plugin für Word­Press instal­lie­ren und nut­zen — viele davon abso­lut kos­ten­frei. Du hast keine Ein­schrän­kun­gen bei dem, was Du auf Dei­nen Blog hoch­lädst, weder im Datei­for­mat noch in der Größe (in Abhän­gig­keit vom Ver­trag Dei­nes Web­hos­ters aller­dings).

Es gibt keine Wer­be­ein­blen­dun­gen und Du hast selbst vol­len Zugriff auf alle Deine Dateien und die Daten­bank. Willst Du also mal den Web­hos­ter wech­seln, so ist das pro­blem­los mach­bar.

Kurz gefasst: Mit einer WordPress.org-Installation hast Du alle Mög­lich­kei­ten und alle Frei­hei­ten.

Word­Press instal­lie­ren ist übri­gens über­haupt nicht schwer! Im Grunde ist es wie das Befol­gen eines Koch­re­zep­tes. Und solange Du Dich genau an die ein­zel­nen Schritte hältst, kann auch nichts schief gehen. Selbst wenn (Du einen Feh­ler gemacht haben soll­test) — not­falls fängst Du ein­fach von vorn an und hast höchs­tens eine Stunde Dei­nes Lebens mit Ler­nen ver­bracht.

Vor­teile einer WordPress.org-Installation: Du hast die volle Hoheit über Deine Inhalte! Klick um zu Twee­ten

Der wich­tigste Vor­teil ist aber der: Du hast die allei­nige Hoheit über Deine Inhalte! Solange Du Deine Inhalte regel­mä­ßig sicherst (Back­ups sind oberste Blog­ger-Pflicht!) kann Dir nie­mand von heute auf mor­gen Deine Inhalte weg­neh­men!

Nachteile von WordPress.org

Ich wäre nicht ich, wenn ich Dir nicht auch ganz offen die Nach­teile nen­nen würde, oder?! 🙂

Je nach­dem, wie “tech­ni­kaf­fin” Du bist, kann es schon Nach­teile bei einer Word­Press-Instal­la­tion für Dich geben.

Du musst die Soft­ware selbst instal­lie­ren und admi­nis­trie­ren (aktu­ell hal­ten und sichern). Das erfor­dert etwas Ein­ar­bei­tung, wenn Du kei­ner­lei Vor­kennt­nisse hast. Oder Du musst für diese Auf­ga­ben jeman­den beauf­tra­gen — was wie­derum mit Kos­ten ver­bun­den ist.

Du hast außer­dem Kos­ten für den Web­hos­ter (wobei die ver­gleichs­weise gering sind und — wenn Du ein Bau­kas­ten­sys­tem zumin­dest mit eige­ner Domain nut­zen willst — unge­fähr in glei­cher Höhe sowieso anfal­len).

Das ist es dann aber auch schon.

Vergleich von WordPress.com und WordPress.org

Die Vor- und Nach­teile habe ich gegen­über gestellt und Du kannst sie  -»hier als PDF her­un­ter­la­den«-.

Fazit

Ein selbst­ge­hos­te­ter Word­Press-Blog ist für ein pro­fes­sio­nel­les Online-Mar­ke­ting für Dein Unter­neh­men in mei­nen Augen die bes­sere Wahl gegen­über einem Blog-Sys­tem oder einem Home­page-Bau­kas­ten-Sys­tem.

Neben der freien Gestal­tung und der Ein­bin­dung von hilf­rei­chen Zusatz­pro­gram­men (Plugins), die in die­ser Form nur für Word­Press zur Ver­fü­gung ste­hen, ist es ins­be­son­dere die Hoheit über Deine eige­nen Inhalte, die Du so sicher stel­len kannst. Deine eige­nen Inhalte sind aber Dein Kapi­tal. Sie sind das, was Dein Unter­neh­men (auch) aus­macht. Nicht aus­zu­den­ken, wenn die plötz­lich gelöscht und unwi­der­bring­lich dahin sind!

Und noch ein letzter Tipp von mir zum Abschluss

Wenn Du noch ganz am Anfang stehst und noch gar nichts hast, wider­stehe der Ver­su­chung, erst ein­mal mit einem Blog­sys­tem oder einem Bau­kas­ten anzu­fan­gen um dann “spä­ter” ein­mal zu wech­seln.

Abge­se­hen davon, dass “spä­ter” oft nicht der rich­tige Zeit­punkt ist, gibst Du mit die­sem Vor­ge­hen alle Ran­kings in den Such­ma­schi­nen auf (oder wirst die nur sehr auf­wen­dig und damit teuer von einem Spe­zia­lis­ten “ret­ten” las­sen kön­nen) — alles, was Du auf­ge­baut hast an Links, die auf Deine Inhalte ver­wei­sen und Dir Besu­cher auf Dei­ner Web­site brin­gen, wird mit einem Wech­sel dahin sein.

Also machst Du es bes­ser gleich rich­tig, auch wenn es schein­bar mehr Auf­wand an Kos­ten und eine stei­lere Lern­kurve bedeu­tet.

Was meinst Du dazu? Wie sind Deine Erfah­run­gen? Wel­che Über­le­gun­gen stellst Du der­zeit an? Schreib mir gerne einen Kom­men­tar — ich freue mich dar­auf!

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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