Zauberhafte Visitenkarten-Tipps

10 +1 zauberhafte Visitenkarten-Tipps

Letzte Aktua­li­sie­rung 27. Dezem­ber 2018 

Visi­ten­kar­ten? Sind die heute noch zeit­ge­mäß? Wo alles nur noch digi­tal ist und man Kon­takt­da­ten durch das gegen­sei­tige Berüh­ren der Smart­pho­nes aus­tau­schen kann? Ja, sind sie, defi­ni­tiv — ins­be­son­dere wenn Du keine Aller­welts­kar­ten gestal­ten lässt oder selbst gestal­test, son­dern meine bes­ten Tipps beach­test, die ich Dir heute hier verrate.

Visitenkarten-Tipp #1 — Sorge für Kontraste und gute Lesbarkeit

Auch wenn es edel aus­sieht und viel Weiß­raum (also unbe­druckte Anteile auf Dei­ner Karte) rich­tig chic daher kommt: Kon­takt­da­ten in hell­grau und vier Punkt Schrift­größe sind nicht wirk­lich smart. Ins­be­son­dere dann nicht, wenn Deine Kun­den und Netz­werk-Kon­takte bereits im Lese­bril­len-Alter sind. Das gilt nicht nur für die Adresse, Tele­fon­num­mer und Deine Inter­net-Kon­takt­da­ten, son­dern ganz beson­ders für Dei­nen Namen.

Lass den Gra­fi­ker Dei­nen Namen so groß set­zen, dass Du Deine Visi­ten­karte immer auch als Namens­schild ver­wen­den kannst. Gerade beim Netz­wer­ken auf Unter­neh­mer-Früh­stü­cken, Bar­camps oder Kon­fe­ren­zen bist Du damit immer per­fekt aus­ge­stat­tet. Außer­dem macht es die leich­tere Les­bar­keit Dei­nem Gegen­über leich­ter, den Namen sofort noch mal zu lesen, wenn er oder sie die Karte von Dir erhält. Oft­mals sind die Umge­bungs­ge­räu­sche ja so stö­rend, dass man einen Namen bei der Vor­stel­lung nicht genau ver­steht und bekommt so eine zweite Chance.

Visitenkarten-Tipp #2 — Format

Eine vom Stan­dard-For­mat 85 x 55 mm abwei­chende Visi­ten­karte mag im ers­ten Moment cool sein und schön auf­fäl­lig — aber ich garan­tiere Dir, diese Karte wird es in der Regel nicht lange machen. Da sie in kein Visi­ten­kar­ten­mäpp­chen, in keine Stan­dard­hülle und in keine Box hin­ein passt, wird sie ent­we­der gna­den­los zurecht geschnip­pelt oder spä­tes­tens beim Archi­vie­ren im hei­mi­schen Büro ent­sorgt. Wenn sie es über­haupt so weit schafft. Darum mein Rat: Bleibe beim Standardformat.

Visitenkarten-Tipp #3 — Erwäge eine Klappkarte

Klapp­kar­ten (vier­sei­tig) kos­ten oft nur unwe­sent­lich mehr als zwei­sei­tige “nor­male” Visitenkarten.

Natür­lich kann Dir eine Visi­ten­karte nicht das Ver­kau­fen abneh­men. Aber es gibt immer wie­der Situa­tio­nen, in denen Deine Karte quasi los­ge­löst von Dir funk­tio­nie­ren muss. Bei­spiels­weise, weil Du einer Netz­werk­kol­le­gin meh­rere Dei­ner Kar­ten gege­ben hast, mit der Bitte, Dich wei­ter zu emp­feh­len. Also kann es sinn­voll sein, Deine wich­tigs­ten Kern­punkte auf die Karte zu brin­gen. Das kön­nen Deine Top-Ange­bote sein, Dein Slo­gan oder auch Fra­gen, mit denen Du Dei­nen poten­zi­el­len Kun­den zum Nach­den­ken und Han­deln brin­gen willst). Zusam­men mit den Visi­ten­kar­ten-Tipps 1 und 2 ist das auf einer zwei­sei­ti­gen Karte unmög­lich unterzubringen.

Also ver­schaff Dir mehr Raum.

Dabei kannst Du auch mal unge­wöhn­li­che Wege gehen: Falze die Karte doch mal nicht über die kurze, son­dern über die lange Seite. So kannst Du die Karte vor Dir wie ein Namens­schild auf­stel­len — bei einem Geschäfts­es­sen oder Busi­ness-Früh­stück mit vie­len frem­den Per­so­nen eine prak­ti­sche Sache, die schnell Nach­ah­mer fin­den wird.

Visitenkarten-Tipp #4 — Verwende ein Foto

Ein Foto kann eine tolle Erin­ne­rungs­hilfe sein, Sym­pa­thie­trä­ger, Ver­trau­ens­bild­ner. Aber: Mit dem Pass­bild aus dem Auto­ma­ten klappt das nicht. Ein Pass­foto wird immer wie ein Pass­foto aus­se­hen. Erkläre Dei­ner Foto­gra­fin, was Du mit dem Foto vor hast und sie wird Dich sicher bera­ten kön­nen und eine gute Auf­nahme von Dir machen. Bitte sie nach Mög­lich­keit auch gleich, Dich “frei­zu­stel­len”, das heißt, allen Hin­ter­grund zu ent­fer­nen, so dass Dein Foto ohne stö­ren­den wei­ßen oder grauen Hin­ter­grund oder Rand auf der Karte posi­tio­niert wer­den kann.

Visitenkarten-Tipp # 5 — Druck

Visi­ten­kar­ten sind mit das preis­wer­teste Wer­be­mit­tel, das Du ver­wen­den kannst — spare hier nicht an der fal­schen Stelle. Grund­sätz­lich gilt: Dru­cke lie­ber zu viele als zu wenige Kar­ten. Ein “Nach­druck” ist genau so teuer wie ein “Erst­druck”. Selbst wenn Du Deine Kar­ten nicht digi­tal son­dern im Off­set-Ver­fah­ren dru­cken lässt: Die Druck­plat­ten wer­den nicht oder nur noch sehr kurze Zeit von den Dru­cke­reien auf­be­wahrt (sie altern und neh­men Platz weg). Stellst Du also nach mehr oder weni­ger kur­zer Zeit fest, dass Deine Kar­ten ver­braucht sind, musst Du eben neue dru­cken lassen.

Und darum emp­fehle ich Dir: Lass Dir von Dei­ner Dru­cke­rei vor Ort ein Staf­fel-Ange­bot machen oder schau Dir bei Online-Dru­cke­reien immer den Preis für die nächst­hö­here Auf­lage an. Oft kos­tet die dop­pelte Menge gerade mal eine hand­voll Euro mehr. Grund­sätz­lich gilt: Lie­ber zu viele als zu wenig und lie­ber einige weg­wer­fen als teuer neu pro­du­zie­ren müs­sen. Gut gela­gert hal­ten Visi­ten­kar­ten ewig.

Visitenkarten-Tipp # 6 — Es muss nicht immer der Standardkarton sein

Wenn Dein Bud­get es erlaubt und Du wirk­lich auf­fal­len möch­test mit Dei­nen Visi­ten­kar­ten, dann denke doch auch mal an andere Papiere oder auch gleich an andere Mate­ria­lien. Klar, ein 300 Gramm pro Qua­drat­me­ter wei­ßer Off­set-Kar­ton ist preis­wert — aber eben auch nur Stan­dard. Schon mit einem Chro­mo­lux-Kar­ton kannst Du auf­fal­len — allein, weil er sich etwas anders anfühlt. Oder Du ver­suchst es mal mit einem beson­ders star­ken Kar­ton. Ich werde nie das kleine “Früh­stücks­brett­chen” ver­ges­sen, dass ich ein­mal auf einer Netz­werk­ver­an­stal­tung von einem Herrn bekam. Sehr edel, mit Gold­druck — und es passte per­fekt zu ihm und sei­nem Geschäft. Wei­tere Ver­ede­lun­gen, an die Du den­ken kannst, sind Lackie­run­gen (beson­ders auch Teil­la­ckie­run­gen, zum Bei­spiel nur von Dei­nem Logo oder Dei­nem Foto), Prä­gun­gen, abge­run­dete oder auch abge­schnit­te­nen Ecken (warum nicht auch mal nur eine?), die Ver­wen­dung der Son­der­far­ben Gold oder Sil­ber oder …

gleich die Ver­wen­dung eines ganz ande­ren Mate­ri­als. Wenn Du auf die Öko­bi­lanz ach­test, ist Kunst­stoff als Mate­rial natür­lich indis­ku­ta­bel, aber es gibt auch Anbie­ter, die Deine Visi­ten­kar­ten auf Holz oder auf Kork drucken.

Es muss nicht immer der Stan­dard­kar­ton sein. #visi­ten­kar­ten Klick um zu Tweeten

Was mich zum nächs­ten Tipp bringt:

Visitenkarten-Tipp # 7 — Werde kreativ

Über­lege im Vor­feld, wenn Du bereits Dein Brie­fing für die Gra­fi­ke­rin über­legst, was zu Dei­nem Geschäft passt und womit Du auf­fal­len kannst. Susanne Müser-Nasri von der Poten­zial-Agen­tur bei­spiels­weise hatte ursprüng­lich zwei unter­schied­li­che Ver­ede­lun­gen für ihre Visi­ten­kar­ten: Eine ver­spielte für ihre weib­li­chen Kli­en­ten und eine sach­li­chere Vari­ante für die männ­li­chen Kli­en­ten. Die für die Frauen gedachte Vari­ante aber ent­puppte sich zu ihrem eige­nen Erstau­nen als Ren­ner bei ihren männ­li­chen Kli­en­ten. Wei­tere Mög­lich­kei­ten, wie Du Deine Visi­ten­kar­ten zu einem Hin­gu­cker machen kannst (der dann oft Gesprächs­stoff für den nächs­ten Small-Talk bil­det), sind

  • eine beson­dere Art der Fal­zung bei Klapp­kar­ten (da gibt es ganz pfif­fige Lösungen)
  • Stan­zun­gen (also “Löcher” oder “Fens­ter”)
  • der Ein­satz von Stempeln
  • beson­dere Rand­ge­stal­tung (bei beson­ders dicken Visi­ten­kar­ten zum Bei­spiel far­bige Ränder)
  • oder eben auf­ge­klebte 3‑D Elemente

Visitenkarten-Tipp # 8 — QR-Codes

Nach­dem QR-Code-Rea­der auch auf den Smart­pho­nes von Senio­ren ange­kom­men sind, kannst Du auch durch­aus über­le­gen, ob Du nicht einen QR-Code auf Dei­ner Visi­ten­karte anbringst. Du soll­test Dir aber Gedan­ken mache, was sich dahin­ter ver­birgt. Die ein­fachste Lösung sind natür­lich die voll­stän­di­gen Adress­da­ten, die so in die Kon­takte auf dem Smart­phone über­nom­men wer­den kön­nen. Aber QR-Codes kön­nen mehr: Warum lei­test Du nicht auf eine Web­seite mit Dei­nem jeweils tages­ak­tu­el­len Ange­bot wei­ter? Wenn Du klar machst, dass die Ange­bote hin­ter die­sem QR-Code sich stän­dig aktua­li­sie­ren, kann das eine pfif­fige Wer­be­me­thode sein. Oder Du ver­linkst auf ein Video von Dir auf You­Tube oder Vimeo, wo Du dem Besu­cher kurz etwas zu Dei­nem Unter­neh­men erzählst.

Visitenkarten-Tipp # 9 — Doppelnutzung ist praktisch und spart Geld

Es gibt Bran­chen, da bie­tet sich eine Dop­pel­nut­zung der Visi­ten­karte ein­fach an. Die Bonus-Kärt­chen, mit denen das x‑te Brot umsonst, der y‑te Haar­schnitt um 50 Pro­zent redu­ziert ist, kennt jeder. Die Kombi mit Dei­ner Visi­ten­karte kann sich anbie­ten — aber klar, das passt nicht zu jeder Bran­che. Was aber sehr oft passt (und oft fehlt) sind die Öff­nungs­zei­ten — nicht nur bei Restau­rants. Letzt­lich soll­test Du immer über­le­gen, wie Deine Visi­ten­karte über den rei­nen Nut­zen als Kon­takt­in­for­ma­tion noch einen Mehr­wert bie­ten kann. Bist Du Hand­wer­ke­rin und Deine Kun­den müs­sen immer etwas aus­mes­sen, bevor sie Deine Leis­tung anfra­gen? Viel­leicht lässt sich da etwas “ein­bauen”. Möch­test Du sicher stel­len, dass Deine Kun­den alles Not­wen­dige zum Ter­min mit­brin­gen: Dru­cke eine kleine Check­liste auf die Karte. Bist Du Coach und hast tolle Affir­ma­tio­nen für Deine Kli­en­ten? Druck sie auf die Visi­ten­karte. Auch als Kärt­chen zur nächs­ten Ter­min­ver­ein­ba­rung eig­nen sich diese klei­nen Alleskönner.

Visitenkarten-Tipp #10 — Social Media nicht vergessen

Wenn Du bereits Pro­file in den Social Media hast — wenn nicht, würde ich es Dir drin­gend emp­feh­len — so dru­cke doch die (Kurz-)Links zu Dei­nen Sei­ten und Pro­fi­len auf die Karte. Viele Men­schen den­ken gar nicht aktiv daran, sich mit Dir zu ver­net­zen — also mache es ihnen doch leicht, Dich zu finden.

Ich habe mal extra eine Visi­ten­karte nur mit den Links zu mei­nen Pro­fi­len in Social Media erstellt — was immer wie­der für Gesprächs­stoff sorgt.

Hier­für kannst Du auch den QR-Code (aus Tipp 8) nut­zen: Wenn Du viele Pro­file hast, so erstelle doch eine spe­zi­elle Über­sichts-Link-Seite auf Dei­ner Web­site, auf die Du mit dem QR-Code verlinkst.

Extra-Visitenkarten-Tipp — Nimm zwei!

Mein Extra-Tipp betrifft nicht die Gestal­tung der Visi­ten­kar­ten selbst, son­dern was Du damit machst. Ver­su­che nach Mög­lich­keit, immer zwei Visi­ten­kar­ten zu über­ge­ben. Mit den Wor­ten: “eine für Sie und eine für eine gute Freun­din” legst Du gleich das Samen­korn für Mund­pro­pa­ganda und machst es der Emp­feh­lerin auch noch leichter.

31.05.2016 Aktua­li­sie­rung: Julia Pat­zen­hauer von julie tra­vels hatte in der Face­book-Gruppe Die Blog­ger Com­mu­nity noch einen tol­len Zusatz­tipp: Wenn Du gleich zwei ver­schie­dene Motive dru­cken lässt, fällt das Abge­ben von zwei Kar­ten noch leich­ter! Dort kannst Du auch ein Foto ihrer Kar­ten sehen. 🙂

Haben Dir meine Tipps gefal­len? Wünschst Du Dir, dass Du bei Dei­nem Mar­ke­ting ein­fach mal so einen Fun­dus an Ideen erhal­ten wür­dest? Dann ist mein Ange­bot, der Mar­ke­ting-Zau­ber Mas­ter­mind-Zir­kel für Dich eine inter­es­sante Lösung. Schau doch ein­fach mal auf diese Seite, auf der ich alles genau erkläre — und wenn Du magst, schnup­pere doch ein­fach mal rein! Ich freue mich auf Dich.

Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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