WordPress Plugins: Kinder mit Legosteinen

X WordPress Plugins, die nicht jeder kennt (Teil 1)

Letzte Aktualisierung 11. September 2019

WordPress Plugins sind eine geniale Erfindung. Mit wenigen Mausklicks kannst Du Deine WordPress-Installation um zusätzliche Funktionen erweitern. Da nicht jeder alle Funktionen benötigt, ist dieses modulare System eine tolle Möglichkeit, um ganz schlanke Installationen bei gleichzeitig höchster Flexibilität zu ermöglichen.

Klingt jetzt, wie aus einem WordPress Werbeprospekt, wie?

Aber genau das ist das wirklich Coole an WordPress Plugins: Du kannst Dir genau die Funktionen aussuchen, die für Dich sinnvoll sind und musst nicht mit einem überladenen Programm arbeiten. Genauer habe ich das bereits schon einmal in einem ausführlichen Blogartikel beschrieben: Was sind Plugins? Das Wichtigste zu Plugins für WordPress

In diesem zweiteiligen Artikel möchte ich Dir nun einige Plugins vorstellen, die nicht jeder kennt und von denen Du vielleicht gar nicht weißt, dass Du sie verwenden möchtest. Teil 2 findest Du übrigens hier!

Halte Dich aber trotzdem mit der Installation zurück:

Wenn Du keine Vorstellung hast, warum das Plugin für Dich sinnvoll sein kann, lass es einfach weg. Denn gerade bei Plugins gilt: Weniger ist mehr! Denn zu viele Plugins können nicht nur Dein WordPress langsamer machen, jedes Plugin ist grundsätzlich auch ein zusätzliches mögliches Einfallstor für Hacker. Wähle also weise und installiere nicht jedes, das Dir irgendwo – auch nicht bei mir – empfohlen wird!

Vermeide vor allem auch Doppelungen. Damit meine ich, dass Du Dich immer für ein WordPress Plugin einer Art entscheiden solltest: Ein Cache-Plugin, ein Antispam-Plugin, eine Foto-Galerie …

TablePress – WordPress Plugin für Tabellenerstellung

Vielleicht ist es Dir schon aufgefallen: Im WordPress-Editor gibt es keine Funktion, um Tabellen zu erstellen. Klar, man kann einfach in die Textansicht gehen und eine Tabelle „zu Fuß“ in HTML erstellen. Aber das ist nicht für jeden wirklich handlich. Ich erstelle Tabellen daher ganz bequem mit dem Plugin TablePress.

TablePress stammt vom deutschen Programmierer Tobias Bäthge und hat über 3000 ausschließlich fünf und vier Sterne Rezensionen. Es ist kostenlos, aber Tobias freut sich natürlich über Spenden!

Die Pluspunkte dieses WordPress Plugins sind für mich die einfache (deutschsprachige) Bedienung und die wirklich schönen Tabellen, die man mit wenigen Mausklicks damit erstellen kann.

WordPress Plugin TablePress Screenshot
So sieht der Arbeitsbereich des WordPress Plugins TablePress aus

Easy Table of Contents – WordPress Plugin für Inhaltsverzeichnisse

Sind Dir die kleinen Inhaltsverzeichnisse am Anfang meiner Blogartikel aufgefallen? Damit kannst Du es Deinen Lesern sehr leicht machen, sich schnell einen Überblick über den Inhalt Deines Blogartikels zu verschaffen. Einfach per Klick kann der Leser zum gewünschten Abschnitt springen, ohne Scrollen zu müssen. Natürlich kann man solche „Anker“ auch per Hand einfügen, aber das ist deutlich mühsamer, als dieses Plugin zu verwenden.

Denn alles, was Du tun musst, ist am Anfang Deines Beitrags die drei Buchstaben 

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in eckigen Klammern zu schreiben. BÄM! Einfacher geht’s wirklich nicht.

Das WordPress Plugin Easy Table of Contents verfügt über deutschsprachige Einstellungen und ist ebenfalls kostenlos nutzbar.

Swifty Page Manager – WordPress Plugin für Seitenübersicht

Besonders, wenn Du auf Deiner WordPress Site sehr viele Seiten hast, kann es schnell unübersichtlich werden. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Du so wie ich, einen geschützten Mitgliederbereich angelegt hast, für den Du viele Inhalte produzierst. Oder wenn Du viele Landingpages erstellst. Zwar verfügt die standardmäßige WordPress-Oberfläche über eine super Filter-Funktion, aber ich bin eben ein sehr visueller Mensch und muss einfach sehen, wie die Seiten zueinander hierarchisch geschachtelt sind.

Hier kommt für mich das WordPress Plugin Swifty Page Manager ins Spiel. Das Plugin klinkt sich in das Seitenmenü ein und bietet Dir einen Überblick über Deine Seiten in Baumstruktur. Du kannst ganz einfach Seiten hinzufügen, die Titel und den Veröffentlichungsstatus bearbeiten, Seiten per Drag and Drop verschieben, Seiten löschen oder eben den Seiteninhalt ansehen. Der Screenshot gibt Dir eine Vorstellung davon, was dieses kleine und kostenlose Plugin kann und wie es Dir Deine Arbeit mit WordPress erleichtern kann.

WordPress Plugin Swifty Screenshot
Das WordPress Plugin Swifty zeigt Dir die Verschachtelungen Deiner Seiten

Simple 301 Redirects – WordPress Plugin für Umleitungen

Manchmal ergibt sich die Notwendigkeit, den Permalink, also die Adresse einer Internet-Seite oder eines Blogartikels zu ändern. Die Änderung in WordPress selbst ist ganz einfach. Aber wenn die Seite oder der Beitrag schon veröffentlicht waren, bedeutet eine Adressänderung, dass auf Deinen Inhalt gesetzte Links dann ins Leere führen würden. Das ist schlecht. Ganz schlecht.

Die Erfinder des Internets haben darum auch eine Möglichkeit eingeführt, nämlich schlicht weg eine Umleitung. Bei einer Umleitung mit der Nummer 301 (301 Redirect) sagt Dein Webserver den unter der alten Adresse ankommenden Besuchern (Deinen Lesern aber auch dem Google-Roboter), dass die Seite an eine neue Adresse umgezogen ist. Und zwar dauerhaft.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine 301-Weiterleitung zu erstellen, die aber gerade für Anfänger mit WordPress zu schwierig sind. Doch dieses Plugin Simple 301 Redirects ist ganz einfach zu benutzen. Das Plugin klinkt sich als Menüpunkt unter „Einstellungen“ ein. Unter „Request“ in der linken Hälfte trägst Du dann den alten Link ein, unter „Destination“ rechts die neue Adresse. Dann das Speichern nicht vergessen und schon landet ein Besucher, der über eine alte Adresse kam auf der neuen.

Insert Headers and Footers – WordPress Plugin für Codeschnipsel

Wenn Du Google Analytics oder ein anderes Analyse-Werkzeug nutzen möchtest, wenn Du den berüchtigten Facebook-Pixel einsetzen willst und für viele weitere Tracking-Tools musst Du einen kleinen Code-Schnipsel in den Kopfbereich oder Fußbereich Deiner Seiten einbauen. Das kannst Du entweder per Hand machen und nutzt dann am besten ein sogenanntes Child-Theme. Oder Du verwendest das Plugin Insert Headers and Footers.

Echte WordPress-Cracks würden so ein Plugin wahrscheinlich nicht verwenden, aber für Einsteiger und alle, die es sich einfach machen wollen, ist das ein tolles Plugin, das zuverlässig funktioniert.

Ende von Teil 1

Das war also der erste Teil meiner WordPress Plugins, die nicht jeder kennt. Ich hoffe, dass auch etwas Interessantes und Hilfreiches für Dich dabei war. In der nächsten Woche erscheint dann der zweite Teil.

Mich interessiert, ob Du die Plugins schon kanntest, sie vielleicht selbst schon einsetzt oder ob Du für eine ähnliche Funktion eher ein anderes Plugin empfehlen würdest. Hast Du vielleicht noch andere Tipps? Schreib mir gerne einen Kommentar! Und wenn dafür die Zeit nicht reicht, freue ich mich über schnelle 5 Sternchen!

5/5 (2 Reviews)

Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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