Erfahrungen & Bewertungen zu Rat & Tat Marketing Birgit Schultz - Marketing-Zauber Was Du bei der Auswahl Deines Newsletter Providers bedenken solltest
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Was Du bei der Auswahl Deines Newsletter Providers bedenken solltest

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Die posi­ti­ven Reak­tio­nen auf mei­nen Bei­trag “Von Tags und alten Kis­ten” haben mich ver­an­lasst, nun eine vier­tei­lige Mini­se­rie zum Thema “News­let­ter-Mar­ke­ting” zu begin­nen.

Die vier Teile sind im ein­zel­nen:

  1. Was Du bei der Aus­wahl Dei­nes News­let­ter-Pro­vi­ders beach­ten soll­test
  2. Stra­te­gien für den Auf­bau Dei­ner News­let­ter-Liste
  3. Deine News­let­ter-Liste braucht einen Putz­plan
  4. Active­Cam­paign Grund­la­gen

Warum Newsletter-Marketing immer noch wichtig ist (und funktioniert)

Wie ich an ande­rer Stelle schon ein­mal erzählt habe, als ich 2003 meine Bera­tungs­agen­tur Rat & Tat Mar­ke­ting grün­dete, habe ich sofort begon­nen, Adres­sen zu sam­meln und einen News­let­ter zu ver­sen­den. 2006 war ich dann der Über­zeu­gung, dass zukünf­tig nie­mand mehr News­let­ter lesen würde, da ich um diese Zeit RSS ken­nen lernte. 2016 zeigte mir, dass ich damals eine glo­riose Fehl­ein­schät­zung getrof­fen hatte. Denn News­let­ter sind so frisch wie eh und je — und funk­tio­nie­ren immer noch präch­tig.

Aber warum ist das so?

Ein News­let­ter ist, wenn er gut gemacht ist und von den Emp­fän­gern auch geöff­net und gele­sen wird, der direkte Weg zu Dei­nen (poten­zi­el­len) Kun­den.

Ein News­let­ter ist das ein­fachste und kos­ten­güns­tigste Mit­tel, Dich regel­mä­ßig bei Dei­nen Inter­es­sen­ten in Erin­ne­rung zu rufen und im Gedächt­nis zu blei­ben. Du kennst ja die Regel, dass es min­des­tens x Kon­takte braucht, bis auch der wil­ligste Kunde kauft. Ich schreibe hier bewusst keine Zahl, die Zahl ist unwich­tig und jeder “Experte” behaup­tet eine andere (mal sind es sie­ben, acht oder gar 20 oder mehr …). Aber unbe­strit­ten ist, dass ein Inter­es­sent nor­ma­ler­weise nicht beim ers­ten Kon­takt kauft. Wenigs­tens nicht bei höher­prei­si­gen Pro­duk­ten oder Dienst­leis­tun­gen. Ver­trauen muss erst gewon­nen und dann nach und nach aus­ge­baut wer­den.

Ein News­let­ter bie­tet Dir eine sehr gute und ein­fa­che Erfolgs­kon­trolle, Du bekommst unmit­tel­bare Rück­mel­dung, ob Dein News­let­ter erfolg­reich war, oder eben nicht. Dafür gibt es Werk­zeuge wie die Inter­ak­ti­ons­rate, die Öff­nungs­rate oder auch die Klick­rate. Dazu in den spä­te­ren Arti­keln mehr.

Ein News­let­ter kann Dir über soge­nannte Split-Tests schnell Aus­kunft dar­über geben, was bei Dei­nen Lesern (und poten­zi­el­len Kun­den) gut ankommt — und was nicht!

Ein News­let­ter bie­tet Dir die Chance, (schein­bar) 1:1 zu Dei­nem Leser zu spre­chen, dabei ganz viele Leser zu errei­chen und doch nur eine ein­zige E‑Mail zu schrei­ben. Ja, auch wenn er per­sön­lich ange­spro­chen wird, weiß der Emp­fän­ger natür­lich, dass er nicht der ein­zige ist, der gerade die­sen News­let­ter emp­fängt. Wich­tig ist aber, dass er das Gefühl hat, dass dem so sein könnte. Genau so soll­test Du übri­gens Dei­nen News­let­ter schrei­ben: per­sön­lich, mit Herz, wie für eine ein­zige Per­son. Deine Per­sona hilft Dir dabei (und mein Arti­kel “News­let­ter schrei­ben — wie Lie­bes­briefe” auch).

Ein News­let­ter ermög­licht es Dir, Dei­nen größ­ten Fans, näm­lich Dei­nen Abon­nen­ten, dis­kret exklu­sive Ange­bote zu machen, die nie­mand sonst erhält.

Worauf solltest Du also achten, wenn Du einen Newsletter-Provider auswählst?

Bei der Aus­wahl des News­let­ter-Pro­vi­ders legt sicher­lich jeder etwas andere Maß­stäbe an, was ihr oder ihm gerade beson­ders wich­tig ist. Ich emp­fehle Dir auf jeden Fall, Dir fol­gende Details genauer anzu­se­hen und für Dich per­sön­lich zu ent­schei­den, was Dir wich­tig ist.

Standort und Sprache des Newsletter-Providers

Nicht jede hatte Eng­lisch in der Schule und selbst wer lange Jahre Eng­lisch-Unter­richt hatte, hat seit die­ser Zeit viel­leicht vie­les davon ver­ges­sen. Darum kann die Spra­che, in wel­cher die Benut­zer­ober­flä­che, vor allem aber auch die Hil­fe­sei­ten zur Ver­fü­gung ste­hen, ein wich­ti­ges Aus­wahl­kri­te­rium sein.

Ich spre­che zwar flie­ßend Eng­lisch, komme ganz leid­lich mit Spa­nisch zurecht, Fran­zö­sisch kann ich aber (lei­der) über­haupt nicht. Darum musste ich nach einer kur­zen und hef­ti­gen Lie­bes­be­zie­hung mit dem News­let­ter-Pro­vi­der Sen­din­Blue aus Frank­reich mir dann ein­ge­ste­hen, dass das ein­fach nicht der rich­tige Anbie­ter für mich war. Obwohl die Hil­fe­sei­ten teils sogar auf Deutsch (meist aber auf Eng­lisch) ver­füg­bar waren — die Screen­shots waren immer noch auf Fran­zö­sisch und ich habe mir echt einen abge­bro­chen, zu ver­ste­hen, was ich da tun sollte. Alles durch Google Trans­late zu jubeln wäre zwar mög­lich gewe­sen, dau­erte mir aber zu lange.

Somit kann ich von mir behaup­ten, dass ich sehr gut ver­stehe, wenn jemand “gesteht”, dass er mit Eng­lisch nicht auf gutem Fuß steht.

Prüfe also:

  • Gibt es eine deut­sche Benut­zer­ober­flä­che? Sind die ein­zel­nen Menü­punkte und Anwei­sun­gen plau­si­bel und ver­ständ­lich?
  • Gibt es Hil­fe­sei­ten auf Deutsch (bezie­hungs­weise einer Spra­che, die Du gut ver­stehst)?
  • Gibt es deutsch­spra­chi­gen Sup­port bezie­hungs­weise Sup­port in einer Spra­che, auf die Du not­falls aus­wei­chen kannst?

Wenn Du einen Anbie­ter aus den USA nutzt, soll­test Du dar­auf ach­ten, dass er nicht nur dem EU-US Pri­vacy Shield  bei­getre­ten ist, son­dern Dir auch einen Ver­trag zur Auf­trags­ver­ar­bei­tung (AV) anbie­tet. Auf die gro­ßen bekann­ten Anbie­ter Mail­chimp und Active­Cam­paign [Wer­be­link] trifft das zu.

Wenn Du also nicht selbst Beden­ken trägst, Kun­den­da­ten auf Ser­vern in den USA zu spei­chern, gibt es also der­zeit kei­nen Grund, das nicht zu tun.

Denn viele ver­ste­hen den Begriff “Daten­schutz” tat­säch­lich falsch. Wenn davon die Rede ist, dass die Daten­schutz­re­geln in den USA nicht so streng seien wie in Deutsch­land  bezie­hungs­weise in der Euro­päi­schen Union (wir haben hier wohl tat­säch­lich die strengs­ten Regeln welt­weit, so dass das nicht schwie­rig ist, weni­ger streng zu sein), so bedeu­tet dass nicht, dass die Daten in Gefahr sind, Hackern in die Hände zu fal­len.

Tat­säch­lich haben US-ame­ri­ka­ni­sche Unter­neh­men da häu­fig sogar wesent­lich höhere Stan­dards als Unter­neh­men anderswo auf der Welt (Deutsch­land ein­ge­schlos­sen). Gemeint ist “ledig­lich” der Zugriff der ame­ri­ka­ni­schen Behör­den (zum Bei­spiel der NSA) auf die Daten­be­stände.

Aber mal ganz ehr­lich:

Was ist schlimm daran, wenn die NSA weiß, dass sich ein Abon­nent, der sich nur mit sei­nem Vor­na­men und der E‑Mail-Adresse (die meist noch eine Free­mai­ler-Adresse ist) für einen News­let­ter bei­spiels­weise zum Thema Mar­ke­ting ein­ge­tra­gen hat? Mir fällt es schwer, hier Sze­na­rien zu fin­den, die für eine Gefähr­dung die­ser Per­son in ihren per­sön­li­chen Grund­rech­ten spre­chen. Die Daten­schüt­zer und Rich­ter in Deutsch­land und Europa sehen das lei­der anders und haben ent­schie­den, dass sogar eine dyna­misch ver­ge­bene IP-Adresse ein per­so­nen­be­zo­ge­nes Datum dar­stellt. Mir ist völ­lig unver­ständ­lich, wie man zu die­ser Ent­schei­dung kom­men konnte. Aber wir müs­sen uns natür­lich daran hal­ten.

Preisgestaltung

Ein — zumin­dest für mich — sehr wich­ti­ges Thema bei der Aus­wahl eines News­let­ter-Pro­vi­ders war die Preis­ge­stal­tung. Ich bin die Letzte, die alles kos­ten­frei nut­zen will — ganz im Gegen­teil. Ich bin der Über­zeu­gung, dass guter Ser­vice auch ange­mes­sen bezahlt wer­den muss und soll. Aber ande­rer­seits bin ich mei­nem Geld auch nicht böse — und ich ver­lange schon etwas dafür.

Darum habe ich mir sehr genau die Preis­ge­stal­tung der Pro­vi­der, die für mich auf der Aus­wahl­liste stan­den, ange­se­hen. Wie hoch sind die monat­li­chen oder jähr­li­chen Kos­ten wofür? Wel­che Leis­tun­gen sind inklu­sive, was muss extra gezahlt wer­den? Was vom ange­bo­te­nen Funk­ti­ons­um­fang brau­che ich über­haupt? Und was ist die Grund­lage für die Kos­ten?

Ich mag hier keine Emp­feh­lun­gen geben — ganz ein­fach, weil diese Fra­gen von jeder Lese­rin, jedem Leser anders beant­wor­tet wer­den wird. Aber ich kann Dir natür­lich sagen, was mich letzt­lich zu mei­ner Pro­vi­der-Wahl gebracht hat:

Als ich Anfang des Jah­res 2016 wie­der damit begann, eine News­let­ter-Liste auf­zu­bauen, stand ich mit null Abon­nen­ten da. Darum wider­strebte mir das Ange­bot von Klick­tipp ein­fach aus Prin­zip: Ich hatte keine Ahnung in wel­cher Geschwin­dig­keit meine Abon­nen­ten­zahl wach­sen würde. Für eine Hand­voll Abon­nen­ten im Monat min­des­tens 29 Euro zu zah­len — da passte mir das Ver­hält­nis ein­fach nicht.

Andere Anbie­ter star­ten mit 0 Euro (bezie­hungs­weise Dol­lar) bie­ten dafür aber auch nicht alle Funk­tio­nen, die ich als wich­tig erachte. Das Mikro-Ange­bot von Sen­din­Blue (damals monat­lich 5,49 €) fand ich schon recht klasse. Lei­der pass­ten wir sprach­lich eben nicht so rich­tig zusam­men, und ich musste mich nach einer wei­te­ren Alter­na­tive umse­hen — für mich war daher der nächste preis­lich attrak­tive Kan­di­dat, der den gewünsch­ten Leis­tungs­um­fang bot, das Lite-Ange­bot von Active­Cam­paign [Wer­be­link] mit damals 9 Dol­lar pro Monat. Das ist übri­gens das Ange­bot, das ich seit Februar 2016 mit gro­ßer Zufrie­den­heit nutze — und immer noch monat­lich bezahle, obwohl ich mit jähr­li­cher Zah­lung noch ein paar Euro spa­ren könnte — und natür­lich sind über die letz­ten Jahre meine Abon­nen­ten-Zah­len so gestie­gen, dass ich mit 9 Dol­lar monat­lich schon sehr lange nicht mehr aus­komme.

Ich rate Dir also, in Sachen Kos­ten fol­gende Kri­te­rien heran zu zie­hen:

  • Was ist die Grund­lage für die Kos­ten­be­rech­nung?
  • Wel­cher Leis­tungs­um­fang wird für wel­che Kos­ten gebo­ten?
  • Wie deckungs­gleich ist der Leis­tungs­um­fang zu Dei­nen Anfor­de­run­gen?
  • Wie fle­xi­bel sind die Zah­lungs­wei­sen?
  • Wie stark stei­gen die Kos­ten bei höhe­ren Abon­nen­ten­zah­len und/oder Ver­sand­zah­len?

Funktionsumfang der Newsletter-Provider

Auch, wenn alle Anbie­ter im Grunde das­selbe machen — Deine Kon­takte ver­wal­ten und Deine News­let­ter ver­sen­den — jeder ein­zelne setzt diese Funk­tio­nen anders um. Jeder rei­chert sie mit ande­ren Zusatz­leis­tun­gen an und bie­tet Dir völ­lig unter­schied­li­che Ansätze und Bedien­phi­lo­so­phien. Ich habe — außer im Bereich der Webi­nar-Soft­ware — sel­ten einen Bereich erlebt, in dem es mir so schwer gefal­len ist, die Ange­bote mit­ein­an­der zu ver­glei­chen und eine Ent­schei­dung zu tref­fen, mit der ich mich wohl fühle. Zu allem Über­fluss nen­nen die ein­zel­nen Pro­vi­der ihre Funk­tio­nen auch oft noch anders.

Damit Dir die­ser Pro­zess leich­ter  fällt, habe ich hier ein­mal eine Aus­wahl der in mei­nen Augen wich­tigs­ten Funk­tio­nen getrof­fen. Ob diese auch für Dich und Dein Mar­ke­ting wich­tig sind, kannst nur Du selbst ent­schei­den. Die Rei­hen­folge stellt übri­gens keine Wer­tung oder Gewich­tung durch mich dar!

Einfache Einbindung in WordPress

Irgend­wie muss man ja das Zusam­men­spiel zwi­schen der Web­site und dem News­let­ter-Anbie­ter hin­be­kom­men.

Obwohl ich schon deut­lich mehr als zwan­zig Jahre das Inter­net nicht nur auf der ein­fa­chen Anwen­der-Seite nutze, son­dern auch Web­sites erstelle und ein gutes Ver­ständ­nis der Zusam­men­hänge im Inter­net habe: Das war mir anfangs nicht ganz klar, wie das funk­tio­nie­ren sollte.

Tat­säch­lich gibt es ver­schie­dene Metho­den. Eine rela­tiv ein­fa­che besteht darin, dass Du ein For­mu­lar in Dei­nem News­let­ter-Tool erstellst, den zuge­hö­ri­gen HTML-Code her­aus­ko­pierst und dann in Deine Web­seite ein­bin­dest. Alle erfor­der­li­chen Infos ste­hen dann in dem Code.

Für ver­schie­dene Anbie­ter gibt es extra Plugins für Word­Press, die das Zusam­men­spiel eben­falls ganz ein­fach gestal­ten.

Ich ver­wende eine zusätz­li­che Soft­ware für Word­Press, die sich Thri­ve­Leads nennt. Damit kann ich PopUps, Sli­deIns und mehr erstel­len (und muss die nicht in Active­Cam­paign bauen). Das Schöne daran ist, dass mir Thri­ve­Leads eine sehr genaue Steue­rung erlaubt, auf wel­chen Sei­ten wann wel­ches Ele­ment zu sehen ist. Und die Anbin­dung an Active­Cam­paign erfolgt über eine soge­nannte API-Schnitt­stelle. Dafür kopiere ich in Active­Cam­paign den API-Schlüs­sel (eine Zah­len­kom­bi­na­tion) aus mei­nen Ein­stel­lun­gen und füge ihn in Thri­ve­Leads in Word­Press ein.

Voilà! Magie!

Beide funk­tio­nie­ren zusam­men und jeder, der sich auf mei­ner Web­site in ein For­mu­lar ein­trägt, lan­det mit einem Tag (Eti­kett) in mei­ner Liste in Active­Cam­paign.

Einbindung von Social Media

Wie ein­fach ist es für den Leser, Inhalte des News­let­ters in den Social Media wei­ter zu tei­len? Gibt es fer­tige Icons, Wid­gets für die Ver­knüp­fung mit Dei­nen Pro­fil­sei­ten?

Segmentierung

Han­delt es sich bei dem News­let­ter­sys­tem um ein lis­ten­ba­sier­tes oder ein tag­ba­sier­tes Sys­tem? Wie ein­fach oder umständ­lich ist das Seg­men­tie­ren ein­zel­ner Abon­nen­ten? Wenn Du ein­fach immer nur den gesam­ten Adress­be­stand anschrei­ben willst, wirst Du mit einem ein­fa­chen lis­ten­ba­sier­ten Sys­tem sehr glück­lich sein. Planst Du jedoch, Deine Adres­sa­ten zu seg­men­tie­ren und ihnen indi­vi­du­elle, maß­ge­schnei­derte Ange­bote nach ihren per­sön­li­chen Inter­es­sen zu machen, wirst Du mit einem moder­nen tag­ba­sier­ten Sys­tem glück­li­cher sein. Mehr zur Seg­men­tie­rung fin­dest Du in mei­nem Blog­bei­trag Von Tags und alten Kis­ten.

Automatisierungen

Bie­tet der Pro­vi­der die Mög­lich­keit, E‑Mails auf­grund bestimm­ter Kri­te­rien oder Trig­ger auto­ma­ti­siert zu ver­sen­den? Ist diese Funk­tion extra kos­ten­pflich­tig oder inte­griert? Spä­tes­tens, wenn Du Dir über­legst, dass es doch toll wäre, jeden neuen Abon­nen­ten mit einer Sequenz von auf­ein­an­der auf­bau­en­den E‑Mails zu begrü­ßen, wird eine Auto­ma­ti­sie­rung für Dich span­nend.

A/B‑Tests

A/B‑Tests wer­den auch schon mal Split-Tests genannt. Dabei ver­sen­dest Du zwei ver­schie­dene News­let­ter und kannst auf diese Weise her­aus­fin­den, was bei Dei­nen Emp­fän­gern bes­ser funk­tio­niert. Zum Bei­spiel kannst Du zwei Vari­an­ten der Betreff­zeile gegen­ein­an­der tes­ten. Oder ver­schie­dene Rabatte, oder unter­schied­li­che Bil­der, oder unter­schied­li­che Hand­lungs­auf­for­de­run­gen. Wich­tig ist, dass Du immer nur ein ein­zi­ges Ele­ment ver­än­derst, weil Du sonst nicht ent­schei­den kannst, warum eine Vari­ante bes­ser funk­tio­niert als eine andere.

Statistiken / Tracking / Monitoring

Ich finde es immer hoch inter­es­sant, zu beob­ach­ten, wel­che Betreff­zei­len erfolg­reich sind und zu hohen Öff­nungs­ra­ten füh­ren, ebenso, auf wel­chen Link(text) meine Leser kli­cken. Wenn man sich das nur ein oder zwei Mal anschaut, sind die Erkennt­nisse natür­lich nicht unbe­dingt beson­ders. Aber wenn Du das regel­mä­ßig, jede Woche, über ein hal­bes Jahr oder län­ger machst, lernst Du eine Menge dar­über, was für Dein Mar­ke­ting funk­tio­niert und was eben nicht.

Import und Export

Wenn Du Dich für einen neuen Pro­vi­der ent­schei­dest, ist es natür­lich wich­tig, dass Du mög­lichst unkom­pli­ziert Dei­nen Adress­be­stand impor­tie­ren kannst. Auch dabei kannst Du in Fal­len ren­nen. Bei Sen­din­Blue hatte ich einige Fel­der nicht sau­ber zuge­ord­net — als ich alle Fehl­im­porte löschen wollte, stellte ich fest, dass das nicht vor­ge­se­hen ist. Bei Klick Tipp über­nimmt der Anbie­ter den Import — und das kann schon mal zwei, drei Tage dau­ern (nichts für so einen unge­dul­di­gen und eng getak­te­ten Men­schen wie mich). Bei Active­Cam­paign hatte ich auch einen Feh­ler gemacht, konnte aber alles löschen und ein­fach neu impor­tie­ren. Lei­der merkt man oft erst, wie die Pro­vi­der hier ein­ge­stellt sind, wenn es schon pas­siert ist. Wenn Du Dir hier Sor­gen machst, kon­tak­tiere am bes­ten vor­her den Sup­port.

Auch der Export ist ein wich­ti­ges Thema. Nach aller Anfangs­eu­pho­rie kann es sein, dass Du doch wie­der wech­seln willst oder musst.

Oder der Anbie­ter ändert seine Preis­struk­tur und wird Dir zu teuer.

Oder Du stellst fest, dass Dir wich­tige Funk­tio­nen feh­len (der Appe­tit kommt bekannt­lich beim Essen).

Oder es kommt ein neuer Anbie­ter auf den Markt (und das Bes­sere ist ja schließ­lich der Feind des Guten).

Daher ist auch ein unkom­pli­zier­ter Export Dei­ner Daten sehr wich­tig. Vor allem auch die Zeits­tem­pel fürs Opt-In soll­ten mit expor­tier­bar sein — sonst kannst Du im Fall einer Abmah­nung nicht nach­wei­sen, dass der Abon­nent wirk­lich selbst dem Emp­fang Dei­nes News­let­ters zuge­stimmt hat.

Anpassbare Opt-In-Texte

Ich habe es nicht für mög­lich gehal­ten, aber es gibt tat­säch­lich Anbie­ter, die Dir nicht ermög­li­chen, die Texte Dei­ner Opt-In-Mails anzu­pas­sen. Zwar wur­den ver­schie­dene Texte ange­bo­ten aber von der Anspra­che (Sie) und Tona­li­tät (sehr schroff) gefie­len die mir alle nicht. Auf Nach­frage beim Sup­port erhielt ich die Ant­wort, man habe die recht­lich prü­fen las­sen und daher sei keine Anpas­sung mög­lich.

Für mich sah das so aus, als ob ich die Inter­es­sen­ten gleich wie­der weg­schi­cke und ihnen mehr oder min­der die Tür vor der Nase zuknalle. Die­ser Anbie­ter war also für mich lei­der aus dem Ren­nen.

Planbare Aussendung

Klar, wenn Du den News­let­ter fer­tig gestellt hast, kannst Du direkt auf den “Sen­den” Knopf kli­cken und ab geht die Post. Aber mein Timing sieht anders aus. Ich schreibe den News­let­ter meist am Wochen­ende, bevor er dann am Mon­tag­mor­gen um acht Uhr pünkt­lich zum Beginn der Arbeits­wo­che im Post­ein­gang mei­ner Leser lan­det.

Wie Du viel­leicht schon mit­be­kom­men hast, bin ich aber eine Eule und ein Spät­auf­ste­her … acht Uhr am Mon­tag­mor­gen, das ist nicht meins.

Darum plane ich die Aus­sen­dung immer vor­aus. Außer ein­mal, als ich aus irgend­ei­nem Grund an den Zeit­zo­nen-Ein­stel­lun­gen herum gespielt habe, hat Active­Cam­paign meine Mails bis jetzt immer pünkt­lich zum geplan­ten Zeit­punkt ver­sen­det. Feine Sache!

Wahl des E‑Mail-Formats

Ich wage mal die Behaup­tung, dass heut­zu­tage mehr als 95 Pro­zent aller News­let­ter-Emp­fän­ger E‑Mail-Pro­gramme ver­wen­den, die HTML-Mails kor­rekt dar­stel­len kön­nen (und das auch akti­viert haben). Das war vor über 10 Jah­ren noch anders und einige Nerds nut­zen sicher auch heute noch Emacs oder andere Pro­gramme, die nur reine Text-E-Mails dar­stel­len kön­nen. Wenn diese mög­li­cher­weise zu Dei­ner Ziel­gruppe gehö­ren, okay, dann sind Text-News­let­ter oder soge­nannte Mul­ti­part-News­let­ter, die neben den HTML-Mails auch noch die Nur-Text-Vari­ante ent­hal­ten, für Dich wich­tig.

HTML-Templates

Nicht jeder hat ein Händ­chen für eine hüb­sche News­let­ter-Gestal­tung. Und manch­mal muss es sowieso ein­fach schnell gehen. Da sind fer­tige HTML-Tem­pla­tes, die nur noch mit Dei­nen Inhal­ten gefüllt wer­den müs­sen, eine große Unter­stüt­zung. Mail­chimp hat zum Bei­spiel tolle Tem­pla­tes, Sen­din­Blue auch, ebenso Active­Cam­paign. Klick Tipp hat keine.

Vorschaufunktion und Testversand

Wel­ches For­mat Du nun auch vewen­dest und ob Du HTML-Tem­pla­tes ein­setzt oder nicht: Ich rate Dir immer, Dei­nen News­let­ter zu tes­ten, Dir den Text und die Dar­stel­lung in ver­schie­de­nen Brow­sern und Mail-Pro­gram­men anzu­se­hen und auch auf jeden ein­zel­nen Link zu kli­cken, um die Ver­knüp­fun­gen zu tes­ten. Hat Dein News­let­ter-Pro­vi­der das nicht ein­ge­baut, kann so ein Test ziem­lich umständ­lich sein.

Spamcheck

Spam ist ein gro­ßes Pro­blem für uns alle.

Ich hasse Spam.

Tat­säch­lich kommt “ech­ter” Spam meist von irgend­wel­chen Ver­sen­dern aus Über­see, die man sowieso nicht belan­gen kann. Wenn sie über­haupt einen Link zum Abbe­stel­len haben, führt die­ser durch­aus auch schon mal auf eine viren­ver­seuchte Web­site (eine ganz per­fide Masche). In der Gesell­schaft von Ver­sen­dern gefälsch­ter Via­gra-Tablet­ten, Penis­ver­län­ge­run­gen und ande­ren obsku­ren Ange­bo­ten wol­len wir uns mit unse­rem News­let­ter ja kei­nes­falls wie­der­fin­den.

Darum ist es groß­ar­tig, wenn Dein News­let­ter-Pro­vi­der einen ein­ge­bau­ten Spam­check hat und Dir hilft, Deine News­let­ter so zu gestal­ten, dass sie nicht gleich auto­ma­tisch aus­sor­tiert wer­den.

An die­ser Stelle auch meine Bitte an Dich als News­let­ter-Emp­fän­ger (ganz gleich, ob von mei­nen Zau­ber­sprü­chen oder von ande­ren Ver­sen­dern, in deren Lis­ten Du bist, weil Du Dich für ein Free­bie ein­ge­tra­gen hast oder warum auch immer): Wenn Du den News­let­ter nicht mehr erhal­ten möch­test, bestelle ihn bitte ab, aber mar­kiere ihn nicht als Spam! Du rückst uns “ehr­li­che” Ver­sen­der damit für Dei­nen E‑Mail-Anbie­ter in die Schmud­del­ecke der News­let­ter-Ver­sen­der — und das haben wir wirk­lich nicht ver­dient!

Die wichtigsten Newsletter-Provider für den deutschsprachigen Raum für Solopreneurinnen

Es gibt viele Anbie­ter von News­let­ter-Lösun­gen. Bevor ich Dir eine Liste mit den in mei­nen Augen für Solo­pre­neu­rin­nen geeig­ne­ten Anbie­tern zeige, noch ein wei­te­rer wich­ti­ger Hin­weis:

Bitte ver­sende keine News­let­ter über Dei­nen “nor­ma­len” Pro­vi­der, etwa mit Out­look, Thun­der­bird oder auch mit einem Word­Press Plugin wie Mail­poet: Neben der Tat­sa­che, dass Dein Pro­vi­der es wahr­schein­lich nicht mag, wenn Du Mails in hoher Zahl in kür­zes­ter Zeit ver­sen­dest — auch die emp­fan­gen­den Pro­vi­der ste­hen da nicht so sehr drauf. Kli­cken Deine Emp­fän­ger dann zu allem Über­fluss noch auf “Spam” oder “Junk”, weil sie sich viel­leicht nicht mehr erin­nern kön­nen, Dei­nen News­let­ter abon­niert zu haben, so lan­dest Du mit Dei­ner Absen­der­adresse schnel­ler auf Spam­lis­ten (soge­nann­ten Black­lists) als Du den nächs­ten News­let­ter schrei­ben kannst. Da wie­der aus­ge­tra­gen zu wer­den, ist gar nicht so leicht.

Abon­niere die Zau­ber­sprü­che!

Hier nun die ver­spro­chene Liste. Am bes­ten, Du machst Dir selbst ein Bild.

  1. Active­Cam­paign*
  2. Bench­mark email
  3. Cle­ver Ele­ments
  4. Cle­ver­Re­ach
  5. Drip
  6. Get­Re­sponse
  7. Klick Tipp*
  8. Mail­Chimp
  9. Newsletter2Go
  10. Rapid­mail
  11. Sen­din­Blue

Links mit Stern­chen sind Wer­be­links!

Wie hat Dir der Auf­takt zu mei­ner Mini­se­rie gefal­len? Hast Du Ergän­zun­gen für mich und die ande­ren Leser? Möch­test Du Deine eige­nen Erfah­run­gen schil­dern? Schreib mir gern einen Kom­men­tar — ich freue mich dar­über! Und wenn es schnell gehen muss — wie wäre es mit fünf Stern­chen für den Bei­trag? 

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Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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