Auswahl Newsletter Provider Bonbons

Was Du bei der Auswahl Deines Newsletter Providers bedenken solltest

Letzte Aktualisierung 30. April 2019

Die positiven Reaktionen auf meinen Beitrag „Von Tags und alten Kisten“ haben mich veranlasst, nun eine vierteilige Miniserie zum Thema „Newsletter-Marketing“ zu beginnen.

Die vier Teile sind im einzelnen:

  1. Was Du bei der Auswahl Deines Newsletter-Providers beachten solltest
  2. Strategien für den Aufbau Deiner Newsletter-Liste
  3. Deine Newsletter-Liste braucht einen Putzplan
  4. ActiveCampaign Grundlagen

Warum Newsletter-Marketing immer noch wichtig ist (und funktioniert)

Wie ich an anderer Stelle schon einmal erzählt habe, als ich 2003 meine Beratungsagentur Rat & Tat Marketing gründete, habe ich sofort begonnen, Adressen zu sammeln und einen Newsletter zu versenden. 2006 war ich dann der Überzeugung, dass zukünftig niemand mehr Newsletter lesen würde, da ich um diese Zeit RSS kennen lernte. 2016 zeigte mir, dass ich damals eine gloriose Fehleinschätzung getroffen hatte. Denn Newsletter sind so frisch wie eh und je – und funktionieren immer noch prächtig.

Aber warum ist das so?

Ein Newsletter ist, wenn er gut gemacht ist und von den Empfängern auch geöffnet und gelesen wird, der direkte Weg zu Deinen (potenziellen) Kunden.

Ein Newsletter ist das einfachste und kostengünstigste Mittel, Dich regelmäßig bei Deinen Interessenten in Erinnerung zu rufen und im Gedächtnis zu bleiben. Du kennst ja die Regel, dass es mindestens x Kontakte braucht, bis auch der willigste Kunde kauft. Ich schreibe hier bewusst keine Zahl, die Zahl ist unwichtig und jeder „Experte“ behauptet eine andere (mal sind es sieben, acht oder gar 20 oder mehr …). Aber unbestritten ist, dass ein Interessent normalerweise nicht beim ersten Kontakt kauft. Wenigstens nicht bei höherpreisigen Produkten oder Dienstleistungen. Vertrauen muss erst gewonnen und dann nach und nach ausgebaut werden.

Ein Newsletter bietet Dir eine sehr gute und einfache Erfolgskontrolle, Du bekommst unmittelbare Rückmeldung, ob Dein Newsletter erfolgreich war, oder eben nicht. Dafür gibt es Werkzeuge wie die Interaktionsrate, die Öffnungsrate oder auch die Klickrate. Dazu in den späteren Artikeln mehr.

Ein Newsletter kann Dir über sogenannte Split-Tests schnell Auskunft darüber geben, was bei Deinen Lesern (und potenziellen Kunden) gut ankommt – und was nicht!

Ein Newsletter bietet Dir die Chance, (scheinbar) 1:1 zu Deinem Leser zu sprechen, dabei ganz viele Leser zu erreichen und doch nur eine einzige E-Mail zu schreiben. Ja, auch wenn er persönlich angesprochen wird, weiß der Empfänger natürlich, dass er nicht der einzige ist, der gerade diesen Newsletter empfängt. Wichtig ist aber, dass er das Gefühl hat, dass dem so sein könnte. Genau so solltest Du übrigens Deinen Newsletter schreiben: persönlich, mit Herz, wie für eine einzige Person. Deine Persona hilft Dir dabei (und mein Artikel „Newsletter schreiben – wie Liebesbriefe“ auch).

Ein Newsletter ermöglicht es Dir, Deinen größten Fans, nämlich Deinen Abonnenten, diskret exklusive Angebote zu machen, die niemand sonst erhält.

Worauf solltest Du also achten, wenn Du einen Newsletter-Provider auswählst?

Bei der Auswahl des Newsletter-Providers legt sicherlich jeder etwas andere Maßstäbe an, was ihr oder ihm gerade besonders wichtig ist. Ich empfehle Dir auf jeden Fall, Dir folgende Details genauer anzusehen und für Dich persönlich zu entscheiden, was Dir wichtig ist.

Standort und Sprache des Newsletter-Providers

Nicht jede hatte Englisch in der Schule und selbst wer lange Jahre Englisch-Unterricht hatte, hat seit dieser Zeit vielleicht vieles davon vergessen. Darum kann die Sprache, in welcher die Benutzeroberfläche, vor allem aber auch die Hilfeseiten zur Verfügung stehen, ein wichtiges Auswahlkriterium sein.

Ich spreche zwar fließend Englisch, komme ganz leidlich mit Spanisch zurecht, Französisch kann ich aber (leider) überhaupt nicht. Darum musste ich nach einer kurzen und heftigen Liebesbeziehung mit dem Newsletter-Provider SendinBlue aus Frankreich mir dann eingestehen, dass das einfach nicht der richtige Anbieter für mich war. Obwohl die Hilfeseiten teils sogar auf Deutsch (meist aber auf Englisch) verfügbar waren – die Screenshots waren immer noch auf Französisch und ich habe mir echt einen abgebrochen, zu verstehen, was ich da tun sollte. Alles durch Google Translate zu jubeln wäre zwar möglich gewesen, dauerte mir aber zu lange.

Somit kann ich von mir behaupten, dass ich sehr gut verstehe, wenn jemand „gesteht“, dass er mit Englisch nicht auf gutem Fuß steht.

Prüfe also:

  • Gibt es eine deutsche Benutzeroberfläche? Sind die einzelnen Menüpunkte und Anweisungen plausibel und verständlich?
  • Gibt es Hilfeseiten auf Deutsch (beziehungsweise einer Sprache, die Du gut verstehst)?
  • Gibt es deutschsprachigen Support beziehungsweise Support in einer Sprache, auf die Du notfalls ausweichen kannst?

Wenn Du einen Anbieter aus den USA nutzt, solltest Du darauf achten, dass er nicht nur dem EU-US Privacy Shield  beigetreten ist, sondern Dir auch einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung (AV) anbietet. Auf die großen bekannten Anbieter Mailchimp und ActiveCampaign [Werbelink] trifft das zu.

Wenn Du also nicht selbst Bedenken trägst, Kundendaten auf Servern in den USA zu speichern, gibt es also derzeit keinen Grund, das nicht zu tun.

Denn viele verstehen den Begriff „Datenschutz“ tatsächlich falsch. Wenn davon die Rede ist, dass die Datenschutzregeln in den USA nicht so streng seien wie in Deutschland  beziehungsweise in der Europäischen Union (wir haben hier wohl tatsächlich die strengsten Regeln weltweit, so dass das nicht schwierig ist, weniger streng zu sein), so bedeutet dass nicht, dass die Daten in Gefahr sind, Hackern in die Hände zu fallen.

Tatsächlich haben US-amerikanische Unternehmen da häufig sogar wesentlich höhere Standards als Unternehmen anderswo auf der Welt (Deutschland eingeschlossen). Gemeint ist „lediglich“ der Zugriff der amerikanischen Behörden (zum Beispiel der NSA) auf die Datenbestände.

Aber mal ganz ehrlich:

Was ist schlimm daran, wenn die NSA weiß, dass sich ein Abonnent, der sich nur mit seinem Vornamen und der E-Mail-Adresse (die meist noch eine Freemailer-Adresse ist) für einen Newsletter beispielsweise zum Thema Marketing eingetragen hat? Mir fällt es schwer, hier Szenarien zu finden, die für eine Gefährdung dieser Person in ihren persönlichen Grundrechten sprechen. Die Datenschützer und Richter in Deutschland und Europa sehen das leider anders und haben entschieden, dass sogar eine dynamisch vergebene IP-Adresse ein personenbezogenes Datum darstellt. Mir ist völlig unverständlich, wie man zu dieser Entscheidung kommen konnte. Aber wir müssen uns natürlich daran halten.

Preisgestaltung

Ein – zumindest für mich – sehr wichtiges Thema bei der Auswahl eines Newsletter-Providers war die Preisgestaltung. Ich bin die Letzte, die alles kostenfrei nutzen will – ganz im Gegenteil. Ich bin der Überzeugung, dass guter Service auch angemessen bezahlt werden muss und soll. Aber andererseits bin ich meinem Geld auch nicht böse – und ich verlange schon etwas dafür.

Darum habe ich mir sehr genau die Preisgestaltung der Provider, die für mich auf der Auswahlliste standen, angesehen. Wie hoch sind die monatlichen oder jährlichen Kosten wofür? Welche Leistungen sind inklusive, was muss extra gezahlt werden? Was vom angebotenen Funktionsumfang brauche ich überhaupt? Und was ist die Grundlage für die Kosten?

Ich mag hier keine Empfehlungen geben – ganz einfach, weil diese Fragen von jeder Leserin, jedem Leser anders beantwortet werden wird. Aber ich kann Dir natürlich sagen, was mich letztlich zu meiner Provider-Wahl gebracht hat:

Als ich Anfang des Jahres 2016 wieder damit begann, eine Newsletter-Liste aufzubauen, stand ich mit null Abonnenten da. Darum widerstrebte mir das Angebot von Klicktipp einfach aus Prinzip: Ich hatte keine Ahnung in welcher Geschwindigkeit meine Abonnentenzahl wachsen würde. Für eine Handvoll Abonnenten im Monat mindestens 29 Euro zu zahlen – da passte mir das Verhältnis einfach nicht.

Andere Anbieter starten mit 0 Euro (beziehungsweise Dollar) bieten dafür aber auch nicht alle Funktionen, die ich als wichtig erachte. Das Mikro-Angebot von SendinBlue (damals monatlich 5,49 €) fand ich schon recht klasse. Leider passten wir sprachlich eben nicht so richtig zusammen, und ich musste mich nach einer weiteren Alternative umsehen – für mich war daher der nächste preislich attraktive Kandidat, der den gewünschten Leistungsumfang bot, das Lite-Angebot von ActiveCampaign [Werbelink] mit damals 9 Dollar pro Monat. Das ist übrigens das Angebot, das ich seit Februar 2016 mit großer Zufriedenheit nutze – und immer noch monatlich bezahle, obwohl ich mit jährlicher Zahlung noch ein paar Euro sparen könnte – und natürlich sind über die letzten Jahre meine Abonnenten-Zahlen so gestiegen, dass ich mit 9 Dollar monatlich schon sehr lange nicht mehr auskomme.

Ich rate Dir also, in Sachen Kosten folgende Kriterien heran zu ziehen:

  • Was ist die Grundlage für die Kostenberechnung?
  • Welcher Leistungsumfang wird für welche Kosten geboten?
  • Wie deckungsgleich ist der Leistungsumfang zu Deinen Anforderungen?
  • Wie flexibel sind die Zahlungsweisen?
  • Wie stark steigen die Kosten bei höheren Abonnentenzahlen und/oder Versandzahlen?

Funktionsumfang der Newsletter-Provider

Auch, wenn alle Anbieter im Grunde dasselbe machen – Deine Kontakte verwalten und Deine Newsletter versenden – jeder einzelne setzt diese Funktionen anders um. Jeder reichert sie mit anderen Zusatzleistungen an und bietet Dir völlig unterschiedliche Ansätze und Bedienphilosophien. Ich habe – außer im Bereich der Webinar-Software – selten einen Bereich erlebt, in dem es mir so schwer gefallen ist, die Angebote miteinander zu vergleichen und eine Entscheidung zu treffen, mit der ich mich wohl fühle. Zu allem Überfluss nennen die einzelnen Provider ihre Funktionen auch oft noch anders.

Damit Dir dieser Prozess leichter  fällt, habe ich hier einmal eine Auswahl der in meinen Augen wichtigsten Funktionen getroffen. Ob diese auch für Dich und Dein Marketing wichtig sind, kannst nur Du selbst entscheiden. Die Reihenfolge stellt übrigens keine Wertung oder Gewichtung durch mich dar!

Einfache Einbindung in WordPress

Irgendwie muss man ja das Zusammenspiel zwischen der Website und dem Newsletter-Anbieter hinbekommen.

Obwohl ich schon deutlich mehr als zwanzig Jahre das Internet nicht nur auf der einfachen Anwender-Seite nutze, sondern auch Websites erstelle und ein gutes Verständnis der Zusammenhänge im Internet habe: Das war mir anfangs nicht ganz klar, wie das funktionieren sollte.

Tatsächlich gibt es verschiedene Methoden. Eine relativ einfache besteht darin, dass Du ein Formular in Deinem Newsletter-Tool erstellst, den zugehörigen HTML-Code herauskopierst und dann in Deine Webseite einbindest. Alle erforderlichen Infos stehen dann in dem Code.

Für verschiedene Anbieter gibt es extra Plugins für WordPress, die das Zusammenspiel ebenfalls ganz einfach gestalten.

Ich verwende eine zusätzliche Software für WordPress, die sich ThriveLeads nennt. Damit kann ich PopUps, SlideIns und mehr erstellen (und muss die nicht in ActiveCampaign bauen). Das Schöne daran ist, dass mir ThriveLeads eine sehr genaue Steuerung erlaubt, auf welchen Seiten wann welches Element zu sehen ist. Und die Anbindung an ActiveCampaign erfolgt über eine sogenannte API-Schnittstelle. Dafür kopiere ich in ActiveCampaign den API-Schlüssel (eine Zahlenkombination) aus meinen Einstellungen und füge ihn in ThriveLeads in WordPress ein.

Voilà! Magie!

Beide funktionieren zusammen und jeder, der sich auf meiner Website in ein Formular einträgt, landet mit einem Tag (Etikett) in meiner Liste in ActiveCampaign.

Einbindung von Social Media

Wie einfach ist es für den Leser, Inhalte des Newsletters in den Social Media weiter zu teilen? Gibt es fertige Icons, Widgets für die Verknüpfung mit Deinen Profilseiten?

Segmentierung

Handelt es sich bei dem Newslettersystem um ein listenbasiertes oder ein tagbasiertes System? Wie einfach oder umständlich ist das Segmentieren einzelner Abonnenten? Wenn Du einfach immer nur den gesamten Adressbestand anschreiben willst, wirst Du mit einem einfachen listenbasierten System sehr glücklich sein. Planst Du jedoch, Deine Adressaten zu segmentieren und ihnen individuelle, maßgeschneiderte Angebote nach ihren persönlichen Interessen zu machen, wirst Du mit einem modernen tagbasierten System glücklicher sein. Mehr zur Segmentierung findest Du in meinem Blogbeitrag Von Tags und alten Kisten.

Automatisierungen

Bietet der Provider die Möglichkeit, E-Mails aufgrund bestimmter Kriterien oder Trigger automatisiert zu versenden? Ist diese Funktion extra kostenpflichtig oder integriert? Spätestens, wenn Du Dir überlegst, dass es doch toll wäre, jeden neuen Abonnenten mit einer Sequenz von aufeinander aufbauenden E-Mails zu begrüßen, wird eine Automatisierung für Dich spannend.

A/B-Tests

A/B-Tests werden auch schon mal Split-Tests genannt. Dabei versendest Du zwei verschiedene Newsletter und kannst auf diese Weise herausfinden, was bei Deinen Empfängern besser funktioniert. Zum Beispiel kannst Du zwei Varianten der Betreffzeile gegeneinander testen. Oder verschiedene Rabatte, oder unterschiedliche Bilder, oder unterschiedliche Handlungsaufforderungen. Wichtig ist, dass Du immer nur ein einziges Element veränderst, weil Du sonst nicht entscheiden kannst, warum eine Variante besser funktioniert als eine andere.

Statistiken / Tracking / Monitoring

Ich finde es immer hoch interessant, zu beobachten, welche Betreffzeilen erfolgreich sind und zu hohen Öffnungsraten führen, ebenso, auf welchen Link(text) meine Leser klicken. Wenn man sich das nur ein oder zwei Mal anschaut, sind die Erkenntnisse natürlich nicht unbedingt besonders. Aber wenn Du das regelmäßig, jede Woche, über ein halbes Jahr oder länger machst, lernst Du eine Menge darüber, was für Dein Marketing funktioniert und was eben nicht.

Import und Export

Wenn Du Dich für einen neuen Provider entscheidest, ist es natürlich wichtig, dass Du möglichst unkompliziert Deinen Adressbestand importieren kannst. Auch dabei kannst Du in Fallen rennen. Bei SendinBlue hatte ich einige Felder nicht sauber zugeordnet – als ich alle Fehlimporte löschen wollte, stellte ich fest, dass das nicht vorgesehen ist. Bei Klick Tipp übernimmt der Anbieter den Import – und das kann schon mal zwei, drei Tage dauern (nichts für so einen ungeduldigen und eng getakteten Menschen wie mich). Bei ActiveCampaign hatte ich auch einen Fehler gemacht, konnte aber alles löschen und einfach neu importieren. Leider merkt man oft erst, wie die Provider hier eingestellt sind, wenn es schon passiert ist. Wenn Du Dir hier Sorgen machst, kontaktiere am besten vorher den Support.

Auch der Export ist ein wichtiges Thema. Nach aller Anfangseuphorie kann es sein, dass Du doch wieder wechseln willst oder musst.

Oder der Anbieter ändert seine Preisstruktur und wird Dir zu teuer.

Oder Du stellst fest, dass Dir wichtige Funktionen fehlen (der Appetit kommt bekanntlich beim Essen).

Oder es kommt ein neuer Anbieter auf den Markt (und das Bessere ist ja schließlich der Feind des Guten).

Daher ist auch ein unkomplizierter Export Deiner Daten sehr wichtig. Vor allem auch die Zeitstempel fürs Opt-In sollten mit exportierbar sein – sonst kannst Du im Fall einer Abmahnung nicht nachweisen, dass der Abonnent wirklich selbst dem Empfang Deines Newsletters zugestimmt hat.

Anpassbare Opt-In-Texte

Ich habe es nicht für möglich gehalten, aber es gibt tatsächlich Anbieter, die Dir nicht ermöglichen, die Texte Deiner Opt-In-Mails anzupassen. Zwar wurden verschiedene Texte angeboten aber von der Ansprache (Sie) und Tonalität (sehr schroff) gefielen die mir alle nicht. Auf Nachfrage beim Support erhielt ich die Antwort, man habe die rechtlich prüfen lassen und daher sei keine Anpassung möglich.

Für mich sah das so aus, als ob ich die Interessenten gleich wieder wegschicke und ihnen mehr oder minder die Tür vor der Nase zuknalle. Dieser Anbieter war also für mich leider aus dem Rennen.

Planbare Aussendung

Klar, wenn Du den Newsletter fertig gestellt hast, kannst Du direkt auf den „Senden“ Knopf klicken und ab geht die Post. Aber mein Timing sieht anders aus. Ich schreibe den Newsletter meist am Wochenende, bevor er dann am Montagmorgen um acht Uhr pünktlich zum Beginn der Arbeitswoche im Posteingang meiner Leser landet.

Wie Du vielleicht schon mitbekommen hast, bin ich aber eine Eule und ein Spätaufsteher … acht Uhr am Montagmorgen, das ist nicht meins.

Darum plane ich die Aussendung immer voraus. Außer einmal, als ich aus irgendeinem Grund an den Zeitzonen-Einstellungen herum gespielt habe, hat ActiveCampaign meine Mails bis jetzt immer pünktlich zum geplanten Zeitpunkt versendet. Feine Sache!

Wahl des E-Mail-Formats

Ich wage mal die Behauptung, dass heutzutage mehr als 95 Prozent aller Newsletter-Empfänger E-Mail-Programme verwenden, die HTML-Mails korrekt darstellen können (und das auch aktiviert haben). Das war vor über 10 Jahren noch anders und einige Nerds nutzen sicher auch heute noch Emacs oder andere Programme, die nur reine Text-E-Mails darstellen können. Wenn diese möglicherweise zu Deiner Zielgruppe gehören, okay, dann sind Text-Newsletter oder sogenannte Multipart-Newsletter, die neben den HTML-Mails auch noch die Nur-Text-Variante enthalten, für Dich wichtig.

HTML-Templates

Nicht jeder hat ein Händchen für eine hübsche Newsletter-Gestaltung. Und manchmal muss es sowieso einfach schnell gehen. Da sind fertige HTML-Templates, die nur noch mit Deinen Inhalten gefüllt werden müssen, eine große Unterstützung. Mailchimp hat zum Beispiel tolle Templates, SendinBlue auch, ebenso ActiveCampaign. Klick Tipp hat keine.

Vorschaufunktion und Testversand

Welches Format Du nun auch vewendest und ob Du HTML-Templates einsetzt oder nicht: Ich rate Dir immer, Deinen Newsletter zu testen, Dir den Text und die Darstellung in verschiedenen Browsern und Mail-Programmen anzusehen und auch auf jeden einzelnen Link zu klicken, um die Verknüpfungen zu testen. Hat Dein Newsletter-Provider das nicht eingebaut, kann so ein Test ziemlich umständlich sein.

Spamcheck

Spam ist ein großes Problem für uns alle.

Ich hasse Spam.

Tatsächlich kommt „echter“ Spam meist von irgendwelchen Versendern aus Übersee, die man sowieso nicht belangen kann. Wenn sie überhaupt einen Link zum Abbestellen haben, führt dieser durchaus auch schon mal auf eine virenverseuchte Website (eine ganz perfide Masche). In der Gesellschaft von Versendern gefälschter Viagra-Tabletten, Penisverlängerungen und anderen obskuren Angeboten wollen wir uns mit unserem Newsletter ja keinesfalls wiederfinden.

Darum ist es großartig, wenn Dein Newsletter-Provider einen eingebauten Spamcheck hat und Dir hilft, Deine Newsletter so zu gestalten, dass sie nicht gleich automatisch aussortiert werden.

An dieser Stelle auch meine Bitte an Dich als Newsletter-Empfänger (ganz gleich, ob von meinen Zaubersprüchen oder von anderen Versendern, in deren Listen Du bist, weil Du Dich für ein Freebie eingetragen hast oder warum auch immer): Wenn Du den Newsletter nicht mehr erhalten möchtest, bestelle ihn bitte ab, aber markiere ihn nicht als Spam! Du rückst uns „ehrliche“ Versender damit für Deinen E-Mail-Anbieter in die Schmuddelecke der Newsletter-Versender – und das haben wir wirklich nicht verdient!

Die wichtigsten Newsletter-Provider für den deutschsprachigen Raum für Solopreneurinnen

Es gibt viele Anbieter von Newsletter-Lösungen. Bevor ich Dir eine Liste mit den in meinen Augen für Solopreneurinnen geeigneten Anbietern zeige, noch ein weiterer wichtiger Hinweis:

Bitte versende keine Newsletter über Deinen „normalen“ Provider, etwa mit Outlook, Thunderbird oder auch mit einem WordPress Plugin wie Mailpoet: Neben der Tatsache, dass Dein Provider es wahrscheinlich nicht mag, wenn Du Mails in hoher Zahl in kürzester Zeit versendest – auch die empfangenden Provider stehen da nicht so sehr drauf. Klicken Deine Empfänger dann zu allem Überfluss noch auf „Spam“ oder „Junk“, weil sie sich vielleicht nicht mehr erinnern können, Deinen Newsletter abonniert zu haben, so landest Du mit Deiner Absenderadresse schneller auf Spamlisten (sogenannten Blacklists) als Du den nächsten Newsletter schreiben kannst. Da wieder ausgetragen zu werden, ist gar nicht so leicht.

Abonniere die Zaubersprüche!

Hier nun die versprochene Liste. Am besten, Du machst Dir selbst ein Bild.

  1. ActiveCampaign*
  2. Benchmark email
  3. Clever Elements
  4. CleverReach
  5. Drip
  6. GetResponse
  7. Klick Tipp*
  8. MailChimp
  9. Newsletter2Go
  10. Rapidmail
  11. SendinBlue

Links mit Sternchen sind Werbelinks!

Wie hat Dir der Auftakt zu meiner Miniserie gefallen? Hast Du Ergänzungen für mich und die anderen Leser? Möchtest Du Deine eigenen Erfahrungen schildern? Schreib mir gern einen Kommentar – ich freue mich darüber! Und wenn es schnell gehen muss – wie wäre es mit fünf Sternchen für den Beitrag? 

4.2/5 (5 Reviews)

Über den Autor Birgit Schultz

Ich bin Birgit Schultz von Marketing-Zauber und ich unterstütze Solopreneurinnen (Einzelunternehmer) bei ihrem Online- und Social Media Marketing. Mein Fokus liegt auf dem strategischen und effizienten Einsatz von Social Media und Content Marketing für die Erhöhung von Bekanntheit, Reichweite und Reputation. Denn nur wer Dich kennt, kann bei Dir kaufen!

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